CharliesEngel schrieb am 12.08.2026:(...) Hier interviewt VD die Wanderin Sadia, die Finderin des Schädels am Ostersamstag 2024.
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Sadia, die im August 2024 nicht mehr über das einzigartige Ereignis öffentlich sprechen wollte, fühlt sich nun durch die kritischen Kommentare über sie in den sozialen Medien ("Schock ihres Lebens") genötigt, sich zu erklären, wie das war, mit der Wanderung, den Plastiksäcken, dem fehlenden Handy, dem Fund, ihrer Entscheidung den Schädel mitzunehmen, Unterstellungen zu berichtigen, etc.
Man muss es wohl als Erfolg werten: Laut dem Journalisten Valentin Doyen wurde sein Video mit der Wanderin Sadia vom 31. Juli 2026 innerhalb von vier Wochen in Summe eine Million mal angeschaut, auf den Plattformen, wo es gezeigt wurde, tiktok, fb, insta und yt.
Allerdings sieht sich die Wanderin Sadia nun erneut mit kritischen bis fragwürdigen Kommentaren konfrontiert, die in die Hunderte gehen, immer den gleichen Fragen, obwohl - wer kennt schon jemanden, der den Schädel eines kürzlich vermissten Kleinkindes auf seinem Wanderweg findet oder war selbst schon einmal in einer vergleichbaren Situation?
Meiner Auffassung nach macht Valentin Doyen eine Arbeit, die den Fall bekannt und aktuell "hält", was möglicherweise an den Nerven des Täters, des Verbringers zerrt. Wie Valentin Doyen irgendwo meinte, Émile ist längst Teil der französischen Kriminalhistorie. Jeder, der in den nächsten zehn Jahren gefragt wird, woher er komme und sagt: "Aus Le Vernet", muss wohl mMn damit rechnen, mit dem Schicksal von Émile konfrontiert zu werden: "Da, wo der kleine Émile verschwand?!"
Short vom 7. September 2026, ca. 1:45 min.

Affaire du petit Émile : 😱 1 million de vues et de critiques !
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Für mich ist das Internet ein Medium, dass sowohl grottig als auch positiv genutzt werden kann; es ist der handelnde Mensch, der entscheidet. Die Zielgruppe von Valentin Doyen ist sicher nicht die französische Oberschicht aus Paris, denke, davon kann man ausgehen. Er muss die Leute so ansprechen, dass er sie erreicht (zielgruppenadäqute Ansprache), mich nervt seine Schlagerparaden-Sonnenbrille, das laute, schrille in seinen Shorts, nur Frankreich ist eben Frankreich.
Sicher, Valentin Doyen ist ein ehrgeiziger junger Journalist, glaube erst 35 jetzt. Man sollte es vorsichtig beobachten, einschätzen, wie er mit zukünftigen Informationen umgeht, die wir ja alle nicht kennen. In dieser Phase des Falls liegt die familiäre Spur noch auf dem Tisch, aber vielleicht öffnet sich ein Fenster, Wind kommt auf, und fegt sie hinweg. Wir wissen es alle nicht. Meine Meinung.
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Selma1898 schrieb:Danke @CharliesEngel für die neuen Infos zur familiären Situation des Jungbauern. Heißt das, der Cousin und der Onkel von JL sind beides Sichtungszeugen?
Ich denke, dass nein.
Ich weiß nicht mehr als du jetzt.
Meine Vermutung, der Cousin des Jungbauern ist der Sohn dieses Onkels, welcher direkter Nachbar der Großeltern ist und einer der zwei Sichtungszeugen.
Die Sichtungszeugen bzw. ihren Aufenthalt, ihre Position zum Zeitpunkt ihrer Sichtung kannst du den Fotos 129 und 128 in der Fotogalerie entnehmen oder aus diesem Beitrag: Denke der Onkel als Sichtungszeuge ist Zeuge "B".
Beitrag von GrafOskar (Seite 423)Auf den Fotos ist auch gut ersichtlich, dass zwischen den Häusern eine freie Fläche ist, auf der durch Wendemanöver der Jungbauer womöglich den Eingang der Garage (seitlich am Haus) des Großvaters touchiert haben könnte.
Selma1898 schrieb:Also eher ziemlich Stress im Dorf, wenn man das so betrachtet. Da trifft Religion auf neue Politik. Und die Vedovinis mittendrin.
Der den Rechten nahestehe neue Bürgermeister Gilles Thézan versuchte ja die Prozession umzuleiten, versuchte einen Eklat zu vermeiden, wohl weil ihm die Antistimmung im Dorf bekannt war. Im Jahr 2024, einige Monate nach dem Schädelfund, zeigte sich das Dorf wohl tolerant und verständnisvoll - aber 2026 war die Normalität längst zurückgekehrt bzw. erwünscht und man wollte unbeschwert feiern. Viele hatten ihre DNA und Fingerabdrücke abgeben müssen und man hoffte wohl auf das baldige, erlösende Ergebnis und einen Abschluss des Falles. Und: Leben anscheinend noch mehr Kinder im Dorf, beim Blick ins Programm des Dorffestes.
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Das Buch von Valentin Doyen wurde gestern ins französische Wikipedia aufgenommen, auf der Seite des Falls Émile.
Bibliographie
Valentin Doyen (d), Émile, Les zones grises de l'enquête, Fayard, 2026 (ISBN 978-2-213-73396-8)[11
Wikipedia: Mort du petit Émile