Zitat von antheanthe schrieb am 27.01.2026:Hoffentlich wird die Berichterstattung wieder zugelassen.
Nicht nur das Manager Magazin hat recherchiert und es wurde ja schon einiges mehr veröffentlicht. Der Aufsatz des RA bezieht sich u. a. auch auf den MDR. Es gibt weitere Kritikpunkte und es sind nicht ausschließlich ausländische Mitarbeiter betroffen. Siehe die Vermutungen im Zusammenhang mit der Werkschließung in Leipzig.

Unter dem Abschnitt „Bewertung: Was ist belegt, was bleibt unklar?“, sind die Vorwürfe zusammengefasst. Manche Missstände betreffen wohl die ganze Branche.
Quelle schon gepostet:
https://www.ra-poeppel.de/enpal-unter-beschuss-vorwuerfe-moderner-sklaverei-erschuettern-deutschen-solar-vorreiter/
Zitat von antheanthe schrieb am 27.01.2026:Ließe sich draus ein Motiv für ein bestimmtes Szenario erkennen?
Vielleicht, falls er vorgehabt hätte, seinen Arbeitgeber deswegen hinzuhängen? Aber hätten die ihn deswegen mitten in Berlin verschleppt oder umgebracht bzw. irgendwelche Berufsverbrecher damit beauftragt?
Schwer vorstellbar, zumindest für mich.
Als Motiv für ein Absetzen in die Anonymität oder einen Suizid?
Ob das Manager Magazin (schon) Berufung eingelegt hat?
Falls die Vorwürfe bestätigt werden sollten, würde ich o. g. Fragen ergänzen:

Was hat Aleph bei ENPAL mitbekommen?

Könnte man ihn persönlich für irgendetwas verantwortlich machen?
O. g. Aufsatz zitiert z. B. Aussagen von Installateuren bzw. Kunden, die für Gefahren persönlich haften sollten. Ich frage mich zwar, ob entsprechende Klauseln vor Gericht standhalten würden, aber falls sie existieren, würde es mich nicht wundern, wenn auch Verträge mit Angestellten o. auch mit Subunternehmen ähnliche Klauseln enthielten.

Weil über Alephs (neues?) Unternehmen in Bogota keine öffentlichen Infos zu finden waren, habe ich mich schon zuvor gefragt:
War er evtl. als Vermittler für einen oder mehrere Großkunden ausgelastet und trat deshalb nach außen hin nicht in Erscheinung? Arbeitete er in Bogota (evtl. als selbständiger Vermittler/Subunternehmer) auch für ENPAL?
Nicht nur die Vermittlung von Arbeitskräften würde dazu passen, sondern auch die erwähnten Technologien, wenn den Unternehmens-Standort von Deutschland nach Kolumbien verlegt hat, aber alles andere beibehalten wollte:
Tätigkeit
Planung, Installation, Wartung und Reparatur von elektrotechnischen Anlagen und Systemen; der Einbau und Service von Wärmepumpen und Klimasystemen, ferner die Beratung, Planung und Implementierung von Smart-Home-Lösungen, Sicherheitstechnik und Netzwerktechnik, sowie Vermittlung von Fachkräften im Bereich Elektrotechnik, Personalberatung und Durchführung von Schulungen und Weiterbildungen in diesen Fachbereichen.
Quelle: https://www.companyhouse.de/Scall-Elektro-GmbH-Berlin
Zitat von DickerAalDickerAal schrieb am 06.05.2025:Die Auflösung kürzlich gegründeter Firmen ist keineswegs ungewöhnlich und kann rein betriebswirtschaftliche oder steuerliche Gründe haben. Beispielsweise könnte es effizienter gewesen sein, Fachkräfte über eine chilenische Firma zu vermitteln. Ich halte es daher für unwahrscheinlich, dass die Liquidierung in Zusammenhang mit seinem Verschwinden steht.

Einen Zusammenhang mit seinem Geschäftsbetrieb schließe ich jedoch nicht aus – etwa in folgenden Szenarien:
- - - - -
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb am 26.01.2026:
Zitat von karajanakarajana schrieb am 26.01.2026:Aber dass die Mutter, nachdem sie 2 Tage nichts von ihrem Sohn hört, von einem anderen Kontinent anreist, Medien ins Boot holt, etliche Social Media Aufrufe startet, etc,
Das ergibt für mich auch immer noch überhaupt keinen Sinn, wenn es nicht in irgendeiner Art eine Vorgeschichte, Befürchtungen oä gab.
Sie haben fast jeden Tag getextet und als er 2 Tage nicht antwortete, setzte sie sich ins Flugzeug, als auch am 3. Tag keine AW kam. (Ab Min. 00.45)
Ich denke, dieses Gefühl, das sie äußerte, können auch andere Eltern bestätigen: „Man weiß es als Mutter, wenn irgendetwas passiert.“ (Min. 01.12)
https://www.ardmediathek.de/video/der-tag-in-berlin-und-brandenburg/vermisst-in-berlin-aleph-christian-von-fellenberg-mutter-sucht-verzweifelt-nach-ihrem-sohn/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8zMDc1Y2U3Ny00NjgwLTRkYTItOTA3OC03YmFlOWQ0ZDQ2YzBfcHVibGljYXRpb24
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb am 26.01.2026:Man darf nicht vergessen, dass private Suchaktionen emotional herausfordernd, enorm zeitintensiv und auch finanziell belastend sind.
Es gibt keine Blaupause dafür, wie Menschen mit solch einer traumatischen Situation umgehen. Ich habe hier im Thread zwar auch von Anfang an vermutet, dass er sich abgesetzt haben könnte, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Mutter resigniert hat. Sie hat hier nach seinem Verschwinden alles Mögliche versucht. Ich glaube auch nicht, dass die Medien ihr zurzeit Aufmerksamkeit schenken würden. Evtl. wird wieder kurz darüber berichtet, wenn sich der Fall jährt.
Für eine Mutter ist vielleicht die Hoffnung, dass der Sohn sich freiwillig abgesetzt hat, besser als die Vorstellung, dass er nicht mehr lebt und nie mehr zurückkommt.