SirLouis schrieb:Naja, vielleicht waren die ja WIRKLICH davon überzeugt, sich im legalen Feld zu bewegen. Immerhin hat es Dr. C. bestätigt - und ein Anwalt ist per se erstmal eine Vertrauensperson
Ich glaube das nicht.
Jede:r mit einem IQ über 55 sollte wissen, dass das, was sie geplant haben, in keinem Land legal ist.
Barkay hat freimütig eingeräumt, dass man davon ausgegangen ist, dass "minimale Gewalt" angewendet werden muss, um z.b den Vater still zu halten. Auch "minimale Gewalt" ist Gewalt und mit den strafbar.
Auch Selbstjustiz ist in keinem anderen Rechtsstaat legal.
Selbst wenn man davon ausgegangen wäre, dass die "Operation" ausschließlich in Dänemark strafbar gewesen wäre, in Deutschland jedoch als legale Rettungsaktionen bewertet worden wäre, hätte man die Kinder sofort hinter der Grenze den Behörden übergeben müssen und nicht von fremden Menschen quer durchs Land fahren lassen dürfen.
Was genau hat die Einsatztruppe um Barkay daran gehindert, die Kinder den deutschen Behörden zu übergeben, wenn sie davon ausgegangen sind, dass alles legal ist.
Warum maskiert man sich in einer Vorbesprechung zu einer legalen Aktion?
Für mich sind diese Behauptungen, man sei davon ausgegangen, dass es sich um eine Legalaktion handelt vollkommen unglaubwürdig.
SirLouis schrieb:Wenn ich rechtlich nicht sicher bin und mir ein Anwalt sagt, dass das legal ist, dann vertraue ich ein Stück darauf.
Barkay war angeblich lange für den Geheimdienst/ Mossad tätig.
Ich glaube da vertraut man nicht einfach so irgendjemanden, sondern prüft das selber nach.
Bei einer so windigen "Operation" hätte ich geprüft, ob das tatsächlich sein kann, dass so eine Aktion legal sein soll. Und ich bin keine super misstrauische Geheimdienstlerin.
Aus meiner Sicht drängt sich die Befürchtung, dass die Aussagen des Auftraggebers vielleicht doch nicht so ganz valide sein könnten, geradezu auf.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Profi wie Barkay solche Bedenken einfach beiseite wischt
SirLouis schrieb:In solch einer Gemengelage ist es doch kein Widerspruch, wenn D.B. alles hat stehen und liegen lassen (inklusive Klamotten und Notizbuch), um nach Amsterdam zu kommen und ab nach Israel zu düsen - eh die Polizei direkt vor der Tür des Streichelzoos steht
Ich glaube, dass Menschen, die für den Geheimdienst tätig waren, entsprechende Vorkehrungen treffen, von Anfang an. Die sorgen sicherlich dafür, dass sie nicht überrumpelt werden und im Zweifelsfall schnell und umsichtig reagieren können.
Ich glaube nicht, dass das Notizbuch zufällig dort "vergessen" wurde.
Raissa schrieb:Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage, wie sie davon ausgehen konnten, dass ihnen in Deutschland nichts passiert.
Na ja, es ist die Frage, ob überhaupt jemand davon ausgegangen ist. Wenn dann aber sicherlich nur die zuletzt angeheuerten Handlanger. Sicherlich nicht Barkay und "Olga".
calligraphie schrieb:Na ich nehme Herrn Barkey seine Ahnungslosigkeit nicht ab, bzgl rechtlicher Bedenke
Nee, ich glaube auch nicht, dass der ahnungslos war
Der Fux ist schlau und stellt sich dumm.
ringelnatz schrieb:Naja, es tauchte hochwahrscheinlich zu den Zeitpunkt auf, als ihm klar wurde, dass von CB kein Geld mehr fließen wird. Eigentlich gar nicht komisch, finde ich...
Meinst du, das Notizbuch sollte zu diesem Zeitpunkt auftauchen, um Druck zu machen, dass sie doch noch mit der Kohle rüberrücken?