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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.
um 20:23Vllt hatte ich folgenden Artikel schon mal gepostet.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 02.09.2025
Hervorhebungen von mir.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 02.09.2025
Er kann dann über seine Verbindung zu der mutmaßlichen Entführerin Keren T. Auskunft geben. Mit der Israelin chattete Delling. Der Austausch hatte schon Monate vorher begonnen. Was Delling und die heute flüchtige Keren T. jedoch direkt nach der Entführung der Kinder schrieben, wurde gelöscht.Quelle: https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/die-p%C3%A4dophilie-story-was-delling-dem-vater-der-entf%C3%BChrten-kinder-unterstellte/ar-AA1LGjOI
Am 2. Januar 2024 meldeten sich bei Delling auch Bekannte, die in den Medien von der Kindesentführung in Dänemark gelesen hatten. Eine Person fragte, ob das „Eure Kinder“ seien. Delling bestätigte. Der oder die Bekannte beglückwünschte ihn, wollte aber auch wissen, ob das nun „legal dünnes Eis“ sei „oder einigermaßen safe, wenn es klappt“.
Blocks Partner befand sich in den Tagen nach der Tat in regem Austausch. Er schrieb mit einem Anwalt der Block-Familie und telefonierte mit einem Kinderpsychologen, der für die Block-Seite als gutbezahlter Gutachter antrat. Der gelernte Journalist Delling arbeitete auch an einem schriftlichen Statement Christina Blocks mit. Dass die Entführer Ex-Mann Stephan Hensel brutal niedergeschlagen hatten, bezweifelte Delling. Einem Juristen stellte er die Frage, ob man erwirken könne, dass Hensel seine Verletzungen zeigen müsse.
Abends meldete sich noch die damalige Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange bei Delling. Die SPD-Politikerin wollte wissen, ob die Kinder tatsächlich wieder bei der Mutter seien. Delling, so ist der Ermittlungsakte zu entnehmen, reagierte erfreut auf ihre Kurznachricht und bejahte.
An diesem Abend näherten sich die beiden Kinder von Christina Block und Stephan Hensel bereits wieder mit ihrer Mutter Hamburg. Vor ihrer Ankunft ging Delling einkaufen. Außerdem ließ er sich davon unterrichten, was sich vor Christina Blocks Haus tat. Dort waren bereits ein paar Journalisten eingetroffen. Delling erhielt von einem Sicherheitsberater den Hinweis, die Schlösser an den Kellerfenstern einzudrücken. So könnten die Kinder nicht durchs Fenster fliehen. Der Sicherheitsberater, Andreas P., sagte das später in einer Vernehmung. Auch er ist angeklagt.
Am Tag darauf war Delling mehrfach mit dem Thema Kindesmissbrauch beschäftigt. Es ging offenkundig darum, Stephan Hensel zu diskreditieren. Delling schrieb von einer „Pädophilie Story“. Dahinter steckte eine vermeintliche Recherche der israelischen Sicherheitsfirma Cyber Cupula Operations, für die auch Keren T. arbeitete.
Die Recherche lag einige Monate zurück und hatte angeblich ins Darknet geführt, es ging um das Thema Kinderpornografie. Dort sollte auch der Name Hensel aufgetaucht sein. Christina Block hatte dann Material von Cyber Cupula erhalten, das neben Stephan Hensel auch dessen Familienrechtsanwalt belastete. Das Dossier hatte sie zur Polizei gebracht.
Morgen müsse man die „Pädophilie Story“ rausbringen, schrieb Delling nun Christina Block am Abend des 3. Januar 2024. Die Polizei schätzte die Dokumente später als Fälschung ein. Davon wusste Delling Anfang Januar 2024 allerdings noch nichts.
In der schmutzigen Angelegenheit war Delling auch mit dem Rechtsanwalt Dr. C. in Kontakt, einem langjährigen Vertrauten der Familie Block. C. ist in dem Verfahren am Landgericht ebenfalls angeklagt.
Delling wollte offenbar Druck beim Hamburger Innensenator Andy Grote machen. Er schlug dem Anwalt C. vor, Grote wissen zu lassen, dass die Polizei schon seit zwei Monaten Hinweise auf Pädophilie habe. „Dann kommt da Bewegung rein“, prophezeite Delling am 3. Januar 2024.
Einer Person, die ihm nahesteht, schrieb Delling, das Ziel sei jetzt, dass die „Kinderpornostory“ um Hensel und dessen Anwalt „publik“ werde. Dafür sollten offenbar Journalisten beim Landeskriminalamt anfragen. Einem Reporter des NDR habe er bereits einen Tipp gegeben, schrieb Delling weiter.
Die „Pädophilie Story“ freilich erschien so nie. Auf Anfrage weist der 66-Jährige darauf hin, dass die Anzeige von Frau Block gegen Herrn Hensel seit Herbst 2023 von der Staatsanwaltschaft nicht bearbeitet worden sei. Er habe zu keinem Zeitpunkt wissentlich unwahre Tatsachen über Herrn Hensel oder dessen Rechtsanwalt verbreitet, sondern wollte Anfang Januar Bewegung in die ermittlungsbehördlichen Aufklärungsbemühungen bringen.
Es gäbe keinen belastbaren Hinweis darauf, dass ihm bekannt gewesen wäre, dass das Material überhaupt objektiv unwahre Darstellungen enthalten würde.
Hervorhebungen von mir.


