Das sagte CB am 25.07. zu dem Geschehen nach ihrer Ankunft auf dem Hof:
14.40 Uhr: Auf dem Hof habe Olga sie durch einen Raum mit vermummten Menschen geführt, in den ersten Stock. Hinter einer Tür in einem dunklen Zimmer sah sie ihre schlafenden Kinder. „Ich konnte es nicht glauben.“
14.33 Uhr: In Karlsruhe hätten sie dann Olga und zwei Männer getroffen. Olga habe gesagt, Block würde ihre Kinder wiedersehen. „Wieder sagte sie ,Your Mama‘“. Über das Treffen sagt Block: „Meine Angst war größer als meine Freude. Die Situation war so krass anders, als ich es mir vorgestellt habe.“
Quelle:
https://www.mopo.de/hamburg/gericht/3-tag-im-block-prozess-heute-soll-christina-block-aussagen/Irgendwie denke ich, dass sich Said B. irrt, wenn er behauptet, dass er die von Angst und Schrecken geprägten Schreie der Kinder am 1.1. gehört hat. Damit meine ich nicht, dass er hier bewusst falsch aussagt, er hat es einfach so in Erinnerung.
Im Zeitpunkt der Aussage am 25.07. kannte CB die Aussagen der Kinder. Weshalb sollte sie ihnen widersprechen, wenn es schon einen ersten Kontakt am 1.1. gab. Am 25.07. war es nicht absehbar, dass die Israelis auftauchen werden. Sie musste sich eigentlich an den Aussagen der Kinder und denen der Landwirtsfamilie orientieren.
Die einzigen, die hier zutreffend aussagen, werden wohl die Kinder sein. Diese Aussagen sind nur bruchstückartig bekannt (und werden es wohl zum größten Teil auch bleiben). Das ist der Nachteil der Selbstleseverfahren; es wird so viel Prozeßstoff auf diesem Wege eingeführt, dass das Verfahren für die Öffentlichkeit eigentlich nicht mehr nachvollziehbar zu verfolgen ist. Ohne die Presseberichte, aber insbesondere ohne den Podcast, in dem Piltz das ein oder andere bekannt macht, würde das Verfahren eine große Blackbox sein.
Ich
vermute, dass die Kinder CB am 1.1. nicht zu Gesicht bekommen haben, obwohl sie bereits vor den Kindern, eventuell sogar gleichzeitig mit den Kindern oder kurz nach ihnen auf dem Hof ankam. Sie wurden in der Scheune "abgestellt", von der Tochter des Bauern mit Essen versorgt, mit der orangefarbenen Katze bespielt usw. CB, KT und DB haben zwischenzeitlich beraten, wie man auf die neue Situation reagiert. Gegebenenfalls ging diese Beratung über die 3 Beteiligten hinaus bis zu Akteuren in Hamburg.
Irgendwann hat man sich entschlossen, jedenfalls auf dem Bauernhof zu bleiben und hat die Kinder in das Zimmer gebracht. Die Kinder haben aber weder CB noch G. gesehen. Nun musste aber noch ein Foto her, auf dem zumindest auch CB ist, um gegenüber der Polizei "nachzuweisen", dass die Kinder nicht in Gefahr sind. Um dieses Foto zu machen (auch dafür war ja die Tochter des Bauern zuständig), musste man warten, bis die Kinder fest schliefen.
Wie gesagt - schade, dass man die Aussage der Kinder hierzu nicht kennt.