Grundsätzlich neige ich auch deutlich mehr zur Suizid- als zur Mord-Theorie. Einzig, dass die EB, die ja eine ganze Menge mehr an Details kennen werden, damit zu XY gegangen sind, spricht für mich für die Mordthese.
Übrigens: Wir hatten ja schon diskutiert, dass im Beitrag kein Foto von P. gezeigt wurde. Auch der Firmenname wurde leicht verändert "RIB-Raider" statt richtig "RIB-Piraten"). Was ich besonderes auffällig fand: Ich habe nirgendwo eine Vorankündigung von dem Beitrag gesehen. Falls ich da nicht etwas übersehen habe, wäre das sehr ungewöhnlich. Was mag der Grund sein?
Und mal ein wenig unsortiertes Brainstorming von mir.
Prof.Schnackel schrieb:Wenn ich richtig zugehört habe, sagten sie bei xy das selbe Frau ihn ab oder 15 Uhr nicht mehr tracken konnte? Vielleicht schaltete er es ab, um Geschäft da draussen abzuwickeln?
So wie ich das verstanden habe, hat er einfach seinen Handystandpunkt geteilt. Hinter Cuxhaven dürfte nach ein paar Kilometern kein Empfang mehr gewesen sein.
---
Grillage schrieb:Ein Achtermanöver ist etwas, was aktiv gefahren werden muss und nichts, was ein Boot so stabilisiert, dass der Bootsführer Zeit und Hände frei hat, um einen solchen Suizid wie er hier in Frage käme, technisch vorzubereiten.
Wer sagt denn, dass R. selbst das Manöver gefahren ist: Wenn es denn Mord war, dann war es vielleicht sein Mörder, der das Manöver fuhr, nachdem R. im Wasser gelandet war, weil der Täter sich daovn überzeugen wollte, ob der Köper auch wirklich absinkt. Nimmt man das mal als Hypothese, dann hat die 8 nichts mit Drogenpäckchen auf hoher See und dem großen unbekannten Kartell zu tun, dann kann es auch ein schnöder Mord aus ganz anderen Motiven gewesen sein. Dann war der Täter vielleicht eben doch von Anfang an mit Bord und wurde nur nicht gesehen (wobei es so oder so kompliziert bleibt, weil der Täter ja auch wieder weggekommen sein muss).
---
Grillage schrieb:Ich hatte schon überlegt, ob der Hintergrund dafür vielleicht ist, dass die meisten Lebensversicherungen eine Klausel haben, dass sie im Falle eines Suizids nicht zahlen?
Eine größere, "frische" Lebensversicherung wäre den EB sicherlich aufgefallen. Aber immerhin: Die meisten Risiko-Lebensversicherungen zahlen bei Unfall die doppelte Versicherungsumme. Und er war doch gerade am Bauen. Vielleicht hat er Grundschulden oder Hypotheken über eine Kreditversicherung abgesichert, die bei Suizid nicht zahlt.
----
Grillage schrieb:Und das gleiche gilt doch, wenn er irgendwo auf der Fahrt seien Mörder an Bord genommen hat, der also irgendwo zugestiegen ist. Das geht auch nicht, wie hier einige phantasieren, in dem man sich bei voller Fahrt ein Seil zuwirft, die zwei Boote ein Stück parallel fahren und eine Person wie ein Stuntman überspringt. Und genauso muss ja auch ein möglicher Mörder wieder von Bord gekommen sein, nachdem FP im Wasser gelandet war.
Als Boot gefunden wurde, fuhr es ja noch. Wenn die EB zur Mordthese neigen, müssen die ja davon ausgehen, dass der Mörder vom fahrenden Boot irgendwie heruntergekommen ist. Wäre das nicht möglich, hätte man ja gar nicht ermitteln müssen. Und: Irgendwie hat man das Boot ja auch stoppen können. Ich vermute, dazu ist einer von der DGzRS irgendwie an Bord gegangen. Man wird nicht gewartet haben, bis der Sprit ausging.
---
megavolt schrieb:Das dürften die mit am Häufigsten befahrenen Wasserstraßen überhaupt sein. Da werden nicht jeden Tag Pakete schwimmen und Skipper werden die nicht einsammeln und die Drogen dann über Kleinanzeigen verkaufen.
Und selbst wenn: Mir scheint diese Methode nicht garade überwältigend ertragreich zu sein. Gerade gestern wurden im Hamburger Hafen 1,6 Tonnen Kokain aus einer Ladung Bananen gefischt. Da hätte es aber vieler Schluchbootfahrten bedurft, um das auf diese Methode an Land zu bringen.
Quelle:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/hamburg-drogenfahnder-finden-16-tonnen-kokain-zwischen-bananen,kokain-204.html---
LackyLuke77 schrieb:Während der Fahrt bewusstlos schlagen, anschließend den Kabelbinder um den Hals legen so dass es verstirbt. Nun noch weiter raus fahren um die Leiche mit Gewichten beschwert zu versenken.
StefanXXX schrieb:Ein Abstechen auf dem Boot hätte eindeutige Spuren hinterlassen, das ganze Boot wäre voller Blut gewesen. Nach dieser Logik hätten sie ihn erst gar nicht versenken müssen, sondern einfach abgestochen auf dem Boot zurücklassen können.
Aber die Täter haben vermutlich auch ein Interesse daran gehabt, dass der Mord erst mal nicht als Mord offensichtlich ist.
Beides gute Punkte. Nur, dass es irgendeinem Drogenschmuggler, der grundsätzlich nichts mit R. zu tun hat und der ihm nur zufällig in die Quere gekommen ist, ja herzlich egal sein kann, wann und wie man die Leiche findet. Das Versuch, den Körper verschwinden zu lassen, spricht doch eindeutig dafür, dass es zwischen Täter und Opfer irgendeine Vorbeziehung gab und deshalb ein Unfall vorgetäuscht werden sollte - wenn es denn Mord war.