6fach Mord von Stade
gestern um 19:47OK, Deiner Meinung nach, einverstanden :-) .Zaunkönigin schrieb:Daraus zwingend ein Klientenverhältnis zu machen ist doch Blödsinn.
Mir gings um die Rollen, die sie ausgefüllt hat bzw. ausfüllen wollte. Ich habe das Gefühl, dass das ziemliche viele Rollen waren. Und das kann halt problematisch werden. Auch wenn man irgendwo einen professionellen Hintergrund hat.
- Patentante des Kindes. Das ist schon etwas recht Inniges. Strenggenommen heißt das ja nicht nur, einmal was im Jahr zum Geburtstag schenken. Sondern das traditionelle Verständnis von dieser Aufgabe ist doch, wenn den Eltern etwas zustösst und sonst niemand das Kind nehmen kann, dann nimmt sie es und zieht es auf. Auf jeden Fall etwas, was ja nicht nur Bestand hat, solange die Beratungsleistung gebraucht wird bzw. bis der Jugendamtsprozess abgeschlossen ist. Das bindet ja mindestens bis zur Volljährigkeit.
- Beraterin in diesem Kindeswohlvorgang, basierend auf ihrer Tätigkeit, ihrem Vorwissen, ihrer Erfahrung, ihrer Vernetzung. Das stellte sie den Eltern bei Terminen und mutmaßlich ja in Beratungsgesprächen zur Verfügung. Professionell heißt hier für mich: wohl auf professionellem Niveau. Dafür muss man nicht notwendigerweise bezahlt werden. Es ist für mich trotzdem die Rolle, die man in einem Klientenverhältnis einnimmt.
Mit den beiden Rollen steckt sie schon alleine in einer Zwickmühle. Als Patentante würde man wahrscheinlich auch ganz gerne nötigenfalls Schaden von seinem Patenkind abwenden. Nun erfährt man von Misshandlungsvorwürfen. Man eignet sich die Einlassungen und Erklärungen der Eltern an. Obwohl man von seinem professionellen Hintergrund her wissen müsste, dass man sich da einen Abgleich holen kann, sprich, man würde sich wohl informieren, ob die Einlassung zur Verletzung passt. Auch wenn man kein Experte in Kinderschutzfragen sein muss und erst recht kein Forensiker, würde man doch den Wunsch haben, das irgendwie auf Plausibilität abzuklopfen? Würde mich interessieren, ob sie auch mal gezweifelt hat. Oder ob es eher um klare Fronten ging: die böse Behörde auf der einen Seite, wir, die Guten, auf der anderen Seite.
- Pressesprecherin für die Eltern. Schreiben eines 20 seitigen Briefes, um auf die Situation aufmerksam zu machen, Ansprechen der Öffentlichkeit.
- Fluchtwagenfahrerin, Fluchthelferin. Warum hat sie eigentlich an dem Tag vor der Tür gewartet? War das immer so bei offiziellen Terminen? Man würde fast vermuten, nein. Wenn nein, warum an dem Tag? Das war doch ein besonders wichtiger Tag vom Setting her? Gab es keinen Parkplatz mehr in der Straße und sie hat im Parkverbot gestanden? Oder gabs andere Gründe? Warum hält man nicht bei der ersten Aufforderung an, sondern fährt weiter? Ich bin gespannt, was wir noch zu hören bekommen.
- vielleicht wars sogar noch eine Freundin, wie Du angesprochen hast, aber das ist ja noch völlig spekulativ.






