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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

262 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:05
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass "solche Zustände" evtl in den Augen von örtlich nahen Menschen schon ein Ärgernis darstellten bei regelmäßigen Veranstaltungen und Personenanzahlen, was sanitäre Gegebenheiten und Hygiene angeht...
In der Youtube-Doku kommt etwas mehr darüber zur Sprache. Das Anwesen hatte eine eigene Quelle mit einem sogenannten hydraulischen Widder. Strom gab es über Solarpaneele vom Dach.
Zur Toilettensituation wurde nichts gesagt, aber ich gehe davon aus, dass es entweder eine Sickergrube oder Komposttoiletten gab.
Das Anwesen war zwar renovierungsbedürftig und es war augenscheinlich lange nichts gemacht worden, aber dennoch müssen da seit dem 2. Weltkrieg Menschen halbwegs zeitgemäß gelebt haben.
Das wird nicht ausschließlich mit Kerzen- oder Petroleumlicht, Wamsler Holzherd und Nachtstuhl und dann auf dem Misthaufen entleeren gewesen sein.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:07
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Wenn da dann jemand kommt und auf alle umgeschriebenen Regeln sprichwörtlich "scheißt" kann das bei manchem selbsternannten Dorfsheriff oder "Ordnungsbeauftragten" wahrscheinlich starke Emotionen auslösen die dem Zugezogenen oder auflösen Menschen unvorstellbar sind.
Das bringt es ganz gut auf den Punkt (ich komme selber vom Land). Wo käme man da hin, wenn es nur noch solche "Wilden" gäbe, die meinen, sie könnten kommen und alles auf den Kopf stellen? Natürlich sind nicht alle so (und schon gar nicht mit dem Ergebnis Mord!), aber definitiv denken auf dem Land, und gerade Alteingesessene, die dort schon seit Generationen leben, so oder ähnlich und das kann sich schon hochschaukeln, wenn man das jeden Tag von seiner Warte aus so wahrnimmt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:10
Zitat von antheanthe schrieb:In der Youtube-Doku kommt etwas mehr darüber zur Sprache. Das Anwesen hatte eine eigene Quelle mit einem sogenannten hydraulischen Widder. Strom gab es über Solarpaneele vom Dach.
Zur Toilettensituation wurde nichts gesagt, aber ich gehe davon aus, dass es entweder eine Sickergrube oder Komposttoiletten gab.
Das Anwesen war zwar renovierungsbedürftig und es war augenscheinlich lange nichts gemacht worden, aber dennoch müssen da seit dem 2. Weltkrieg Menschen halbwegs zeitgemäß gelebt haben.
Das wird nicht ausschließlich mit Kerzen- oder Petroleumlicht, Wamsler Holzherd und Nachtstuhl und dann auf dem Misthaufen entleeren gewesen sein.
Ich habe die Doku gesehen. Solche "Zustände" war ja auch deswegen in Anführungszeichen gesetzt, weil eben subjektiv vielleicht so wahrgenommen von jemandem...


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um 12:11
Zitat von antheanthe schrieb:Zur Toilettensituation wurde nichts gesagt, aber ich gehe davon aus, dass es entweder eine Sickergrube oder Komposttoiletten gab.
Im Video werden meiner Erinnerung nach zwei Kompostaußentoilettenhäuschen oder so was erwähnt und eines ist auch sichtbar.

Gerade durch den Campingboom hat sich da einiges bei naturverträglichen sanitären Anlagen getan. Also wenn nicht gerade dauerhaft hunderte Leute wo leben sollte das ganz gut ohne irgendeine Belästigung oder Belastung von Grundwasser möglich sein. Gibt es auf vielen Berghütten auch und die haben zum Teil strenge Naturschutzauflagen.


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um 12:14
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:ch könnte mir vorstellen, dass "solche Zustände" evtl in den Augen von örtlich nahen Menschen schon ein Ärgernis darstellten bei regelmäßigen Veranstaltungen und Personenanzahlen, was sanitäre Gegebenheiten und Hygiene angeht... Dazu passt dann eben auch die Anfrage 2019 bei fragdenstaat...
Ich verstehe den ZUsammenhang dieser Anfragen mit dem Fall nicht. Es ging doch bei der Anfrage um zwei Lokale/Cafes (ich weiß nicht, was für eine Lokalität die zweite, im Zitat nicht vollständig genannte Stelle ist).
Haben sie etwas mit dem Opfer zu tun, oder wieso wird hier immer wieder auf diese Anfrage hingewiesen?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:21
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Er hat nämlich wie ich schon weiter oben erwähnte bei einem früheren Veranstaltungsort des Festivals Ergebnisse von Hygieneuntersuchungen angefordert.

https://fragdenstaat.de/anfrage/kontrollbericht-zu-cafe-klosterwald-ottobeuren/

Das muss nichts heißen da er eventuell in der Gegend wo im Gemeinderat saß. Zumindest findet man da Artikel in dem er für die Wahl nominiert wurde. Aber ein komischer Zufall ist es doch und könnte ein Hinweis darauf sein dass da schon länger ein Konflikt mit der lokalen "Alternativszene" bestand.
Also dass Du den rechten, verbitterten und engstirnigen Landwirt vom zurückgebliebenen Dorf, der mit Opas Wehrmachtskarabiner am Werk war, herausarbeiten möchtest, ist jetzt im Gesamtverlauf nicht zu übersehen.

Aber hast Du zufällig einen tragfähigen Beleg dafür, dass besagte Anfrage vom TV stammt? Oder nur die Namensgleichheit?


Ich persönlich, bei dem der Stempel "rechts" inzwischen als Kompliment entgegengenommen wird, hätte noch ein paar Denkanstösse, um den Blick etwas zu weiten:

Ein Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwingend auch Jäger. Gibt`s es zwar auch, aber im besagten Fall würde ich tendenziell eher eher auf nein tippen.

Klingt makaber, aber ein klassischer Jäger hat für solche Taten in der Regel auch wesentlich handlicheres Equipment im Repertoire. Die vermutete Langwaffe ist da eher unhandlich.

Sollte der Nachbar dennoch Jäger sein, wäre es natürlich denkbar, dass er bewusst auf eine nicht registrierte Waffe zurückgegriffen hat. Andererseits haben Erlaubnisinhaber eigentlich selten nicht-registrierte Waffen. Aber natürlich nicht auszuschließen.
Im Moment ist ja noch nichts bekannt, ob Waffen zur Untersuchung beschlagnahmt wurden. Das wäre zur Analyse der Übereinstimmung aber eigentlich erforderlich.

Dann habe ich noch den Gedanken, dass sollte der Tat ein nachbarschaftlicher Konflikt zugrunde liegen, ein landwirtschaftlicher Nachbar eigentlich alle erdenklichen Möglichkeiten hätte, einen Unfall herbeizuführen.

Andererseits würde ein kaltblütiger Mord auf dem Anwesen den (finanziellen-) Wert nach meiner Einschätzung Richtung 0 bewegen, jedenfalls alle potentiellen Käufer zumindest vertreiben. Könnte natürlich auch ein Motiv sein, speziell wenn noch Quellen zum Haus gehören.

Ansonsten ist natürlich naheliegend, dass auf dem Land naturgemäß andere Konflikte als in der Stadt ausgetragen werden. Ich nehme an, dass es in Kunzach tendenziell seltener Auseinandersetzungen um die Türsteher-Reviere oder generell Clan-Revierstreitigkeiten gibt?
Ebenso wird in Neukölln insgesamt vermutlich weniger um Quellwasserzugang oder Futtermittelverunreinigungen gerungen?
Auf dem Land wird die Feuerwehr von anderen bekocht und zu Festen eingeladen, anderswo in die Flucht geprügelt und deren Fahrzeuge angezündet...

Deswegen sind die Menschen auf dem Land nicht weniger tolerant oder offen- nur weil andere deren Konflikte und rote Linien nicht nachvollziehen können.

Auch würde dem ein oder anderen hier die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebs mal auf andere Gedanken bringen.

Und auch die Büchsenmacher-Tradition: Kulturelle Vielfalt an der sich -nach meiner Erfahrung- nur Außenstehende stören. Bezieht man "Zugezogene" aber nicht mit ein, ist es auch wieder nicht richtig. Dann will die Dorfgemeinschaft wieder "unter sich bleiben".

Einfach jeden Leben lassen und verstehen, dass wir eine sehr inhomogene Gemeinschaft sind und nicht jeder gleich ticken muss- und das ist auch gut so.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:34
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ein Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwingend auch Jäger. Gibt`s es zwar auch, aber im besagten Fall würde ich tendenziell eher eher auf nein tippen.
Ein aktiver Jäger würde sich kaum zum Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft wählen lassen bzw. würde als solcher kaum gewählt werden, weil da der Interessenkonflikt ja offensichtlich wäre, sobald er ein Revier pachten möchte. Das müsste er als Vorsitzender ja dann an sich selbst verpachten.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:42
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ein aktiver Jäger würde sich kaum zum Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft wählen lassen bzw. würde als solcher kaum gewählt werden, weil da der Interessenkonflikt ja offensichtlich wäre, sobald er ein Revier pachten möchte. Das müsste er als Vorsitzender ja dann an sich selbst verpachten.
KI sagt dazu folgendes: Um Vorsitzender (auch Jagdvorsteher genannt) einer Jagdgenossenschaft zu werden, müssen Sie von der Versammlung der Jagdgenossen (den Grundstückseigentümern des Jagdbezirks) mit der Mehrheit der Stimmen gewählt werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass Sie volljährig, geschäftsfähig und selbst Jagdgenosse (Eigentümer von bejagbarem Grund im Revier) sind.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:45
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ein aktiver Jäger würde sich kaum zum Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft wählen lassen bzw. würde als solcher kaum gewählt werden, weil da der Interessenkonflikt ja offensichtlich wäre, sobald er ein Revier pachten möchte. Das müsste er als Vorsitzender ja dann an sich selbst verpachten.
Ja, das sehe ich auch so! Aber es gibt Fälle, in denen es dennoch so ist. Aber eher untypisch, das ist klar.

Der Vorsitzende muss ja auch die Interessen der Grundeigentümer gegenüber den Jägern vertreten (Stichwort Schäden und Verbiss).
Aber ich würde sagen, dass in der Regel eine respektvolle Partnerschaft besteht.

Ich habe meinen Einwurf darauf bezogen, dass die Vorstandschaft im konkreten Fall ja "ein Geschmäckle" haben soll. Welches auch immer...


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um 12:50
Und nochmal die KI dazu, ob man als Jagdgenosse aktiver Jäger sein darf:

Grundvoraussetzung: Jeder Grundeigentümer einer bejagbaren Fläche im Gemeinschaftsjagdbezirk ist automatisch Mitglied (Jagdgenosse) der Jagdgenossenschaft.
Jagdschein: Wer als Jäger aktiv jagen möchte, benötigt unabhängig vom Eigentümerstatus einen gültigen Jagdschein.
Pachtfähigkeit: Jagdgenossen dürfen sich grundsätzlich an der Verpachtung der Gemeinschaftsjagd beteiligen oder diese Pacht (unter Einhaltung der jeweiligen Landesjagdgesetze und Abstimmungen der Genossenschaft) sogar selbst übernehmen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:51
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:KI sagt dazu folgendes: Um Vorsitzender (auch Jagdvorsteher genannt) einer Jagdgenossenschaft zu werden, müssen Sie von der Versammlung der Jagdgenossen (den Grundstückseigentümern des Jagdbezirks) mit der Mehrheit der Stimmen gewählt werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass Sie volljährig, geschäftsfähig und selbst Jagdgenosse (Eigentümer von bejagbarem Grund im Revier) sind.
Und? Was willst Du jetzt damit tun Ausdruck bringen?

Zu einem landwirtschaftlichen Betrieb gehören nun mal auch Flächen. Aber meist liegen die nicht zusammenhängend und es ist auch nicht genug Fläche, um ein Jagdrevier zu bilden. Damit ein Jäger sich also nicht bei vielen Flächenbesitzern ein Flickenteppichrevier zusammenwachsen muss, tun sich due Flächenbesitzer in der Jagdgenossenschaft zusammen, die dann größere zusammenhängende Reviere an Jäger verpachtet.
Aber wer da Vorsitzender wird oder werden will, ist eben eher nicht selber Jäger, sondern Flächenbesitzer.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:55
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und? Was willst Du jetzt damit tun Ausdruck bringen?
Bezog sich lediglich auf die Aussage, dass Jagdgenossen meist keine aktiven Jäger sind oder Reviere pachten dürfen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:58
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Also dass Du den rechten, verbitterten und engstirnigen Landwirt vom zurückgebliebenen Dorf, der mit Opas Wehrmachtskarabiner am Werk war, herausarbeiten möchtest, ist jetzt im Gesamtverlauf nicht zu übersehen.
Nach allem was bisher bekannt ist, ist das halt die naheliegendste These, ohne in wilde Spekulationen zu verfallen.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Aber hast Du zufällig einen tragfähigen Beleg dafür, dass besagte Anfrage vom TV stammt? Oder nur die Namensgleichheit?
Sind ein bisschen viel Zufälle und Verbindungen und eng eingegrenzt auf einen Ort. Kann natürlich auch eine zweite Person mit dem Namen da geben aber so groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht und soviel sagt diese Anfrage jetzt auch nicht aus weil die auch im Rahmen eines Amtes stattgefunden haben kann. Aber ist halt ein interessantes Fundstück.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ich persönlich, bei dem der Stempel "rechts" inzwischen als Kompliment entgegengenommen wird
Was soll das im Zusammenhang mit dem Fall heißen?
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ein Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwingend auch Jäger. Gibt`s es zwar auch, aber im besagten Fall würde ich tendenziell eher eher auf nein tippen.
Das ist aber nicht wahrscheinlich und es sieht so aus dass er auch/oder Mitglied im Schützenverein war. Und selbst wenn er weder Jäger noch Sportschütze ist, ist es nicht ausgeschlossen das jemand mit Verbindungen in diese Milieus an eine Waffe kommt wenn er eine haben will. Als Landwirt und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft dürfte er da viel Berührungspunkte und Kenntnisse aus der Praxis haben. Einen Jagdschein der einen zum Besitz von Waffen berechtigt kann man in einem Intensivkurs in ein paar Tagen erlangen. Als Sportschütze ist es noch einfacher und wie gesagt ist es onehin am wahrscheinlichsten dass die Tat mit einer unregistrierten Waffe begangen wurde.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Die vermutete Langwaffe ist da eher unhandlich.
Die meisten unregistrierten Waffen in solchen Haushalten dürften eher Langwaffen noch aus Weltkriegsbeständen sein. Wie gesagt: für so eine Tat eine registrierte Waffe zu verwenden ist extrem riskant.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Andererseits haben Erlaubnisinhaber eigentlich selten nicht-registrierte Waffen.
Ob es dazu Statistiken gibt wage ich zu bezweifeln und die legalisieren kann je nach Behörde und Mitarbeitern kompliziert und teuer sein. Wenns dumm läuft muss man sie abgeben oder hat noch juristischen Ärger weil man sie zu spät gemeldet hat oder es halt versäumt hat und jetzt nicht plausibel erklären kann wo die herkommt. Vielleicht will man auch einfach nicht dass der Staat weiß welche Waffen man besitzt. Die hießigen relativ strengen Gesetze sind ja bei manchen Waffenbesitzern extrem unpopulär.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Im Moment ist ja noch nichts bekannt, ob Waffen zur Untersuchung beschlagnahmt wurden. Das wäre zur Analyse der Übereinstimmung aber eigentlich erforderlich.
So wie sich das anhört ist die Tatwaffe verschwunden. Alles andere wäre auch extrem dumm und es wäre längst Untersuchungshaft angeordnet worden.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Dann habe ich noch den Gedanken, dass sollte der Tat ein nachbarschaftlicher Konflikt zugrunde liegen, ein landwirtschaftlicher Nachbar eigentlich alle erdenklichen Möglichkeiten hätte, einen Unfall herbeizuführen.
Ist viel komplizierter und schwerer zu kalkulieren. Und Schusswaffen werden von Menschen ja auch aus dem Grund angeschafft sich gegen reale und eher eingebildete Bedrohungen zu verteidigen.

Deinen restlichen Ausführungen kann ich nicht ganz folgen bzw. scheint mir das zu sehr am Thema vorbeizugehen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:01
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Und nochmal die KI dazu, ob man als Jagdgenosse aktiver Jäger sein darf:

Grundvoraussetzung: Jeder Grundeigentümer einer bejagbaren Fläche im Gemeinschaftsjagdbezirk ist automatisch Mitglied (Jagdgenosse) der Jagdgenossenschaft.
Jagdschein: Wer als Jäger aktiv jagen möchte, benötigt unabhängig vom Eigentümerstatus einen gültigen Jagdschein.
Pachtfähigkeit: Jagdgenossen dürfen sich grundsätzlich an der Verpachtung der Gemeinschaftsjagd beteiligen oder diese Pacht (unter Einhaltung der jeweiligen Landesjagdgesetze und Abstimmungen der Genossenschaft) sogar selbst übernehmen.
Was die KI sagt ist zwar nicht falsch, aber mir ist nicht klar, was Du damit sagen möchtest?


Es ist wahrscheinlich verwirrend, dass Jagdgenossenschaft letztlich nichts mit der Jagdausübung zu tun hat, aber in manchen Ohren danach klingt.

Es gibt sogenannte Eigenjagten, da gehört dem Jäger der Wald und das Jagdrecht (aber eher untypisch, zumindest in der besagten Region)

Normal ist es so, dass sich die Grundstückseigentümer zusammenschließen (Jagdgenossenschaft), daraus Reviere bilden und diese an Jäger verpachten.
Ein Jagdrevier hat in der Gegend ganz grob so 400 Hektar, ein Grundbesitzer (Landwirt) so etwa 20 Hektar (eigen). Also tun sich 20 Landwirte zusammen und stellen ein Jagdrevier zusammen.



Wer jagen darf, welche Voraussetzungen er dafür braucht, wann er Revier pachten darf usw... > ganz eigenes Thema.


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um 13:10
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Das ist aber nicht wahrscheinlich und es sieht so aus dass er auch/oder Mitglied im Schützenverein war. Und selbst wenn er weder Jäger noch Sportschütze ist, ist es nicht ausgeschlossen das jemand mit Verbindungen in diese Milieus an eine Waffe kommt wenn er eine haben will. Als Landwirt und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft dürfte er da viel Berührungspunkte und Kenntnisse aus der Praxis haben. Einen Jagdschein der einen zum Besitz von Waffen berechtigt kann man in einem Intensivkurs in ein paar Tagen erlangen. Als Sportschütze ist es noch einfacher und wie gesagt ist es onehin am wahrscheinlichsten dass die Tat mit einer unregistrierten Waffe begangen wurde.
Na, das nenne ich mal argumentativ eine große Volte geschlagen...

"Es sieht aber so aus", dass er da Mitglied war und wenn er es nicht war, dann hat er sich die Waffe halt woanders besorgt. Als Landwirt (!) wird er schon die nötigen Verbindungen gehabt haben. Eine Waffe kann er sich legal besorgt haben, in dem er in 2 Tagen einen Jagdschein gemacht hat, und wenn nicjt istbes eh wahrscheinlicher, dass eine illegale Waffe benutzt wurde.
Mit anderen Worten; was konkretes belastende weißt du nicht, er wird aber schon gewesen sein...

Ein Schützenverein idt überings keine Vereinigung von Sportschützen, die gemeinsam üben, möglichst gut Ziele zu treffen, sondern ein Verein zur Brauchtumspflege, der das jährliche Schützenfest ausrichtet, bei dem eher als Gaudi der Schützenkönig ermittelt wird, der dann per Festumzug durch den Ort zum Festzelt gekarrt wird, wo mit viel Bier tagelang gefeiert wird.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:41
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:ohne in wilde Spekulationen zu verfallen.
*rofl*


Ich habe jetzt nicht die Zeit und Geduld, Deine Spekulationen einzuordnen, daher nur ein paar Stichworte:
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Sind ein bisschen viel Zufälle und Verbindungen und eng eingegrenzt auf einen Ort. Kann natürlich auch eine zweite Person mit dem Namen da geben aber so groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht und soviel sagt diese Anfrage jetzt auch nicht aus weil die auch im Rahmen eines Amtes stattgefunden haben kann. Aber ist halt ein interessantes Fundstück.
Ich würde sagen, es gibt mindestens einen, der in räumlicher Nähe deutlich näher an besagtem Cafè wohnt- und ich meine sogar noch einen zweiten, der noch näher dran wohnt- bin mir aber da nicht ganz sicher.
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ich persönlich, bei dem der Stempel "rechts" inzwischen als Kompliment entgegengenommen wird
Was soll das im Zusammenhang mit dem Fall heißen?
So wie es da steht- ohne Zusammenhang zum Fall. Es bestätigt mich nur darin, dass in bestimmten politischen Kreisen eher nach Bauch geurteilt wird- und ich ganz glücklich darüber bin, da nicht dazuzugehören.
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ein Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwingend auch Jäger. Gibt`s es zwar auch, aber im besagten Fall würde ich tendenziell eher eher auf nein tippen.
Das ist aber nicht wahrscheinlich und es sieht so aus dass er auch/oder Mitglied im Schützenverein war. Und selbst wenn er weder Jäger noch Sportschütze ist, ist es nicht ausgeschlossen das jemand mit Verbindungen in diese Milieus an eine Waffe kommt wenn er eine haben will. Als Landwirt und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft dürfte er da viel Berührungspunkte und Kenntnisse aus der Praxis haben. Einen Jagdschein der einen zum Besitz von Waffen berechtigt kann man in einem Intensivkurs in ein paar Tagen erlangen. Als Sportschütze ist es noch einfacher und wie gesagt ist es onehin am wahrscheinlichsten dass die Tat mit einer unregistrierten Waffe begangen wurde.
Da weiß man gar nicht richtig wo anfangen...

Wie viele Jagdvorstände sind Dir bekannt, welche Landwirt und Jäger sind? Und wie viele davon in Bayern?

Ich würde vermuten, dass 80 Prozent der Mitglieder in einem bayrischen Schützenverein in ländlicher Gegend, über keine waffenrechtliche Erlaubnis verfügen. Warum das so ist, ginge jetzt zu weit. Anekdote: In meiner direkten Verwandtschaft, gibt es ein Gründungsmitglied, langjährigen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzdenden. Zugang zu Waffe im Sinne des Waffengesetztes: niemals gebraucht und gehabt.
Aber Mitglied im Schützenverein bedeutet nicht Waffenbesitz, erst Recht nicht in Bayern und ziemlich selten Grosskaliber. Stichwort Nachweis des Bedürfnisses.
Ich würde sagen, wer eine Waffe zum Töten braucht, tut sich in anderen Milieus leichter an eine Waffe zu kommen. Aber klar, wer kennt es nicht: "Sepp, komm vorbei und such Dir eine aus".
Den Jagdschein- Intensivkurs schon mal genauer angeschaut? Klar, kann man machen - als Landwirt, wo man eh nicht weiß, wie man den Tag rumbringen soll und der Nachbar auch wieder nervt... Wer kennt es nicht.

In welcher Region ist es denn so einfach, als Sportschütze "noch einfacher" an eine Grosskaliber-Langwaffe zu kommen?
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Die meisten unregistrierten Waffen in solchen Haushalten dürften eher Langwaffen noch aus Weltkriegsbeständen sein. Wie gesagt: für so eine Tat eine registrierte Waffe zu verwenden ist extrem riskant.
Ja, das ist richtig- nur ist es noch viel riskanter, eine illegale Waffe zu besitzen, wenn man eigentlich ja die Erlaubnis dazu hätte? Aber ja, man weiß natürlich nie, für was man es mal braucht...
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:So wie sich das anhört ist die Tatwaffe verschwunden. Alles andere wäre auch extrem dumm und es wäre längst Untersuchungshaft angeordnet worden.
Das kann man eben erst sagen, wenn die in Frage kommenden registrierten Waffen bereits untersucht worden sind.
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Ist viel komplizierter und schwerer zu kalkulieren. Und Schusswaffen werden von Menschen ja auch aus dem Grund angeschafft sich gegen reale und eher eingebildete Bedrohungen zu verteidigen.
Ja, aber das Ergebnis ist statisch gesehen dafür wesentlich unauffälliger...


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um 13:41
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Verein zur Brauchtumspflege, der das jährliche Schützenfest ausrichtet, bei dem eher als Gaudi der Schützenkönig ermittelt wird,
Da gibt es Unterschiede in Nord- und Süddeutschland. In Süddeutschland heißt Schützenverein eher dass das aktive oder aus Altersgründen passive Mitglieder sind die Sportschützen waren/sind. In Norddeutschland ist die Quote höher wo da viele Mitglied sind weil sie halt auf Schützenfesten abhängen wolle oder die mitorganisieren.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Es sieht aber so aus", dass er da Mitglied war und wenn er es nicht war, dann hat er sich die Waffe halt woanders besorgt.
Er hat jedenfalls starke Verbindungen in diese Milieus und nach allem was ich weiß schließt sein Vorsitz in der Jagdgenossenschaft eine Jagdschein nicht aus. Für mich ist das bei der Gemengeanlage eher wahrscheinlicher. Und ganz grundsätzlich ist halt bei dem Background das Vorhandensein einer nicht registrierten Jagdwaffe sehr wahrscheinlich. Da ist argumentativ nichts weit hergeholt. Ich bin nur auf die Idee von Wutbürger eingegangen dass das eine registrierte Waffe gewesen sein soll.

https://forum.wildundhund.de/threads/als-jagdpaechter-jagdvorstand-der-jagdgenossenschaft-werden.139451/


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:56
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ein Schützenverein idt überings keine Vereinigung von Sportschützen, die gemeinsam üben, möglichst gut Ziele zu treffen, sondern ein Verein zur Brauchtumspflege, der das jährliche Schützenfest ausrichtet, bei dem eher als Gaudi der Schützenkönig ermittelt wird, der dann per Festumzug durch den Ort zum Festzelt gekarrt wird, wo mit viel Bier tagelang gefeiert wird.
Nein, da muss ich für die besagte Gegend widersprechen.

In Bayern/Schwaben werden keine klassischen Schützenfeste wie in Norddeutschland ausgerichtet.
Es gibt in der weiteren Umgebung eine Ausnahme, das Biberacher Schützenfest. Dort ist aber der Name vom historischen Veranstaltungsort abgeleitet.

In Bayrisch Schwaben auf dem Land ist der Schützenverein der klassische vielfältige Dorfverein, in der Regel ist fast jeder mit dem Ort verbundene irgendwie Mitglied (meist passiv).

Grundsätzlich steht das sportliche Schiessen schon absolut im Vordergrund, auch auf höchstem Niveau. Es werden Meisterschaften und Wettkämpfe in verschiedenen Ligen ausgetragen.

Aus historischen Gründen ist es aber so, dass auf dem Land fast ausschließlich mit Luftdruckwaffen geschossen wird. Das hat damit zu tun, dass früher in den Dorfwirtschaften anstelle einer Kegelbahn zum Beispiel mit Zimmerstutzen im Nebenzimmer geschossen wurde.

Nach und nach wurden dann eigene Vereine gegründet und Schützenhäuser gebaut- auf dem Land sind das aber in aller Regel nur Anlagen für Luftdruckwaffen.


Müsste ich jetzt für die Region eine Schätzung machen, sind von 100 Mitgliedern (Familien, wahrscheinlich inkl. Hund, sind Mitglied), etwa 10 bis 20 sportlich aktiv. Davon dann noch mal 5, welche nebenbei noch in grösseren Städten in anderen Vereinen auf "richtigen" Anlagen aktiv sind. Davon dann noch einer, der Grosskaliber-Langwaffe schiesst.


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um 14:13
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Er hat jedenfalls starke Verbindungen in diese Milieus und nach allem was ich weiß schließt sein Vorsitz in der Jagdgenossenschaft eine Jagdschein nicht aus. Für mich ist das bei der Gemengeanlage eher wahrscheinlicher. Und ganz grundsätzlich ist halt bei dem Background das Vorhandensein einer nicht registrierten Jagdwaffe sehr wahrscheinlich. Da ist argumentativ nichts weit hergeholt. Ich bin nur auf die Idee von Wutbürger eingegangen dass das eine registrierte Waffe gewesen sein soll.

https://forum.wildundhund.de/threads/als-jagdpaechter-jagdvorstand-der-jagdgenossenschaft-werden.139451/
Dass der Vorsitz der Jagdgenossenschaft den Jagdschein ausschließt hat auch niemand behauptet, oder?

Ich habe dazu folgendes gesagt:
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ein Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwingend auch Jäger. Gibt`s es zwar auch, aber im besagten Fall würde ich tendenziell eher auf nein tippen.
Für mich galt die Einschätzung: "tendenziell eher nein"

Bei Dir ist eben relativ schnell vieles "sehr wahrscheinlich..."

Gut, dann ist es eben so.

Ich habe überhaupt gar nicht gesagt, dass es vermutlich eine registrierte Waffe war.
Um es rauszufinden, muss ich aber erst mal die, in diesem Fall in Frage kommenden registrierten Waffen, einsammeln.

Und da der Nachbar ja neben Landwirt und Jagdvorstand auch noch mutmaßlich Jäger, Sportschütze, Waffenbesitzer und Lebensmittelkontrolleur war, werden die EB ja die Waffen mitgenommen haben und jetzt überprüfen.

Dann wissen wir sicher bald mehr.


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