kokokokoko schrieb:Er hat nämlich wie ich schon weiter oben erwähnte bei einem früheren Veranstaltungsort des Festivals Ergebnisse von Hygieneuntersuchungen angefordert.
https://fragdenstaat.de/anfrage/kontrollbericht-zu-cafe-klosterwald-ottobeuren/
Das muss nichts heißen da er eventuell in der Gegend wo im Gemeinderat saß. Zumindest findet man da Artikel in dem er für die Wahl nominiert wurde. Aber ein komischer Zufall ist es doch und könnte ein Hinweis darauf sein dass da schon länger ein Konflikt mit der lokalen "Alternativszene" bestand.
Also dass Du den rechten, verbitterten und engstirnigen Landwirt vom zurückgebliebenen Dorf, der mit Opas Wehrmachtskarabiner am Werk war, herausarbeiten möchtest, ist jetzt im Gesamtverlauf nicht zu übersehen.
Aber hast Du zufällig einen tragfähigen Beleg dafür, dass besagte Anfrage vom TV stammt? Oder nur die Namensgleichheit?
Ich persönlich, bei dem der Stempel "rechts" inzwischen als Kompliment entgegengenommen wird, hätte noch ein paar Denkanstösse, um den Blick etwas zu weiten:
Ein Vorsitzender der Jagdgenossenschaft ist, anders als der Name vermuten lässt, nicht zwingend auch Jäger. Gibt`s es zwar auch, aber im besagten Fall würde ich tendenziell eher eher auf nein tippen.
Klingt makaber, aber ein klassischer Jäger hat für solche Taten in der Regel auch wesentlich handlicheres Equipment im Repertoire. Die vermutete Langwaffe ist da eher unhandlich.
Sollte der Nachbar dennoch Jäger sein, wäre es natürlich denkbar, dass er bewusst auf eine nicht registrierte Waffe zurückgegriffen hat. Andererseits haben Erlaubnisinhaber eigentlich selten nicht-registrierte Waffen. Aber natürlich nicht auszuschließen.
Im Moment ist ja noch nichts bekannt, ob Waffen zur Untersuchung beschlagnahmt wurden. Das wäre zur Analyse der Übereinstimmung aber eigentlich erforderlich.
Dann habe ich noch den Gedanken, dass sollte der Tat ein nachbarschaftlicher Konflikt zugrunde liegen, ein landwirtschaftlicher Nachbar eigentlich alle erdenklichen Möglichkeiten hätte, einen Unfall herbeizuführen.
Andererseits würde ein kaltblütiger Mord auf dem Anwesen den (finanziellen-) Wert nach meiner Einschätzung Richtung 0 bewegen, jedenfalls alle potentiellen Käufer zumindest vertreiben. Könnte natürlich auch ein Motiv sein, speziell wenn noch Quellen zum Haus gehören.
Ansonsten ist natürlich naheliegend, dass auf dem Land naturgemäß andere Konflikte als in der Stadt ausgetragen werden. Ich nehme an, dass es in Kunzach tendenziell seltener Auseinandersetzungen um die Türsteher-Reviere oder generell Clan-Revierstreitigkeiten gibt?
Ebenso wird in Neukölln insgesamt vermutlich weniger um Quellwasserzugang oder Futtermittelverunreinigungen gerungen?
Auf dem Land wird die Feuerwehr von anderen bekocht und zu Festen eingeladen, anderswo in die Flucht geprügelt und deren Fahrzeuge angezündet...
Deswegen sind die Menschen auf dem Land nicht weniger tolerant oder offen- nur weil andere deren Konflikte und rote Linien nicht nachvollziehen können.
Auch würde dem ein oder anderen hier die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebs mal auf andere Gedanken bringen.
Und auch die Büchsenmacher-Tradition: Kulturelle Vielfalt an der sich -nach meiner Erfahrung- nur Außenstehende stören. Bezieht man "Zugezogene" aber nicht mit ein, ist es auch wieder nicht richtig. Dann will die Dorfgemeinschaft wieder "unter sich bleiben".
Einfach jeden Leben lassen und verstehen, dass wir eine sehr inhomogene Gemeinschaft sind und nicht jeder gleich ticken muss- und das ist auch gut so.