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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

413 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:00
Zitat von 321meins321meins schrieb:
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Aber wenn ich aus der Sicht des TV Nachbarn denke. Da hätte ich mich eventuell auf den nächstgelegenen Hochsitz gesetzt und dann hätte sich eine Kugel verirrt. Oder ich hätte die Tat irgendwie vom Anwesen "weg" geplant. Oder es wäre zu einem Unfall gekommen.
Das sind alles Möglichkeiten die aber Planung und Zeit beanspruchen, schief gehen können, unsicher sind. Ich könnte mir vorstellen dass bildlich gesprochen beim Täter die Sicherungen durchgeknallt sind und er sich auf den Weg zum Opfer gemacht hat. Vielleicht (meine persönliche Vermutung) ausgelöst durch eine psychische Erkrankung.
Ja korrekt, aber der jetzige Ablauf (nachdem was bekannt ist) erfordert entweder auch eine akribische Planung oder birgt ein enormes Risiko. Zwar ist die Ausführung einfacher (wenn man das so sagen möchte), aber dafür ist das Risiko, keine Spuren zu hinterlassen, um einiges schwieriger. Ich meine das immer unter der Voraussetzung, dass der TV der Täter ist.

Wenn ich kurz ein paar Stichpunkte überlege:

>Die Familie (des TV) darf nichts mitbekommen
>Ist das Opfer tatsächlich alleine?
>eine nicht (auf den TV) registrierte Waffe in Grosskaliber und funktionstüchtig
>keinerlei Fussspuren dürfen hinterlassen werden
>Wann das Opfer gefunden wird ist nicht abschätzbar
>mögliche Kameraüberwachung, welche nicht bekannt ist
>Das Opfer darf gegenüber Aussenstehenden bisher keine Andeutungen in diese Richtung gemacht haben
>Das Opfer muss überrascht werden, ein kurzfristiger Abbruch ist als Nachbar ja nicht möglich
>Das Nachbargrundstück ist nach dieser Tat verbrannt (kann man, wenn man total abgebrüht ist, natürlich auch als Motiv sehen)
>Ein Landwirt, der offensichtlich einen eigenen Hof (mutmasslich solide) bewirtschaftet, würde ich davon ausgehen, dass er Risiken abschätzen und abwägen kann und dieses nicht eingehen würde (als Tatverdächtiger Nr. 1)

Letzteres gerade im Vergleich zu Gina H., bei der ja der Horizont nicht ganz so ausgeprägt erscheint. Zwar hat der TV in Lauben sein eigenes und das seiner Familie auch auf Generationen hingerichtet, aber auch beim ihm stimmt wohl so einiges nicht und die Biographie ist etwas turbulent. Richtig ist aber auch, dass in der Hinsicht wenig über den TV bekannt ist.

Natürlich ist das nicht der erste Mord, bei dem wirklich alles aufs Spiel gesetzt wurde - aber eben immer unter dem Aspekt betrachtet, dass man von Anfang an als TV Nr. 1 gilt, wundert mich das.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:01
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ich will damit sagen, dass der derzeitige mutmaßliche Ablauf natürlich möglich, aber an vielen Stellen unnötig riskant erscheint.
Die Waffe war nur so semi-geeignet, meinst Du?
Dabei muss man in keinen Nahkampf treten wie bei Erstechen, Erschlagen etc... Und Daniel war gross (meine ich mich zu erinnern) und jung und durch die körperliche Arbeit auf dem Hof sicherlich nicht untrainiert.

Andererseits ist eine Waffe schwer zu beschaffen bzw. wenn man eine hat, sollte das möglichst keiner wissen (ich gehe ja von einer nicht-registrierten Waffe aus; eine registrierte Waffe waere ja noch unpraktischer, die kann man nicht mal versteckt halten oder entsorgen, ohne dass es auffällt). Und es ist halt verdammt eindeutig, da ja die Projektile am Tatort liegen geblieben sind.

Und der Taeter muss ja eine gewisse Übung im Umgang mit Waffen haben - ich glaube nicht, dass Bundeswehrkenntnisse ausreichen, um die Waffe aus Opa's Fundus zu reaktivieren und direkt zu einem Mord einzusetzen (da wird man zuvor doch zumindest mal ueben).
Zitat von antheanthe schrieb:die belastendsten Spuren wie beispielsweise Schmauchspuren
Klamotten kann man ja relativ unauffällig entsorgen oder aussortieren.
Zitat von SabikSabik schrieb:Ich will nicht gegen die Richtlinien verstoßen aber prinzipiell wäre es ja auch vorstellbar, dass das Gewehr DE "gehört" hatte,
Interessanter Gedanke. Aber auch dann muss man als Taeter erst mal an die Waffe drankommen und damit umgehen können.
Und so eine geladene und schussfaehige Waffe hat man doch normal nicht offen zugänglich zu Hause herumliegen.

Dann könnte man sich vorstellen, dass 2 Maenner mit der Waffe herumgekaspert haben und sich dabei ein Schuss loeste.....das passt aber nur, wenn es nicht mehrere Schüsse waren, die DE getroffen haben.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Aber wenn ich aus der Sicht des TV Nachbarn denke. Da hätte ich mich eventuell auf den nächstgelegenen Hochsitz gesetzt und dann hätte sich eine Kugel verirrt.
Uh - das kann aber auch leicht mit Gefängnis enden......fahrlässige Tötung.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:18
Wenn es wirklich der Nachbar gewesen sein sollte, würde es den Anschein machen, dass gleichzeitig sehr abrupt die Sicherungen durchgebrannt sind, aber ein wirklich guter Job gemacht wurde, dass er (bisher) nicht gefasst worden ist.

Ich wiederhole meinen Einwand dazu: Wenn es wirklich ein Nachbar mit akut durchgebrannten Sicherungen war. Wieso das Risiko, ins Haus reinzugehen und dort die Riesenbüchse abzufeuern? Da wäre es doch plausibler, Tür auf, ... Das Gewehr, so es der Täter mitgebracht hat, muss doch auch sehr auffällig gewesen sein. Also das holst du doch nicht mal aus dem Täschlein raus, das hast du umhängen. Wenn so einer abends/nachts wutschnaubend bei dir auftaucht sagst du doch direkt an der Tür "Tut mir leid aber ich möchte sie heute abend so nicht reinlassen". Wenn du ihn dann bedrohst, gehst du doch ein irres Risiko ein. Mit einer Langwaffe auf kurze Distanz jemanden in geschlossenen Räumen bedrohen, ein junger, fitter Typ, das gibt es in öffentlichrechtlichen Vorabendsendungen aber in der Realität kommt mir das so offensichtlich riskant vor, dass ich es nicht glaube.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Interessanter Gedanke. Aber auch dann muss man als Taeter erst mal an die Waffe drankommen und damit umgehen können.
Und so eine geladene und schussfaehige Waffe hat man doch normal nicht offen zugänglich zu Hause herumliegen.

Dann könnte man sich vorstellen, dass 2 Maenner mit der Waffe herumgekaspert haben und sich dabei ein Schuss loeste.....das passt aber nur, wenn es nicht mehrere Schüsse waren, die DE getroffen haben.
Ein Szenario könnte sein, dass DE sich mit jemandem verabredet hatte. Das würde insgesamt schon mal erklären, warum der Täter überhaupt im Haus gewesen war. Die Waffe könnte (versteckt) bereitgelegen haben zur ggf. Selbstverteidigung. So oder so denke ich sollte man eher davon ausgehen, dass Täter und Opfer sich kannten und verabredet waren, als dass der Täter überraschend da aufgetaucht ist, und/oder sie sich nicht kannten. Dann hätte man erwarten müssen, dass DE ihn gar nicht reinlässt, oder die Tat direkt an der Haustür passiert wäre.


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um 20:23
Weiterhin zu dem Nachbarn: Insbesondere wenn es bereits im Vorfeld zu Auseinandersetzungen gekommen war, muss der doch (wenn er auch nur mittelgradig intelligent ist) damit gerechnet haben, dass jemand, der alleine so abgelegen wohnt, Kameras installiert hat. Würde ich da definitiv machen. Und so ein Nachbar auf dem Lande ist bestimmt nicht der IT Spezialist, der überzeugt gewesen wäre, die alle zu finden und unschädlich zu machen. Da gehst du doch erst recht nicht noch in die Bude rein. Da lauerst du ihm eher irgendwo draußen auf, wo du hoffst, dass keine Kameras sind.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:29
Zitat von SabikSabik schrieb:Da lauerst du ihm eher irgendwo draußen auf, wo du hoffst, dass keine Kameras sind.
Sind Kameras nicht eher draussen?
Und draussen ist es nachts ja dunkel.....
...und der Täter musste ja hin, es schien im ja sehr wichtig zu sein, dass DE zu Tode kommt.
Zitat von SabikSabik schrieb:So oder so denke ich sollte man eher davon ausgehen, dass Täter und Opfer sich kannten und verabredet waren, als dass der Täter überraschend da aufgetaucht ist, und/oder sie sich nicht kannten. Dann hätte man erwarten müssen, dass DE ihn gar nicht reinlässt, oder die Tat direkt an der Haustür passiert wäre.
Von einer Verabreung würde ich nicht unbedingt ausgehen.
Man weiss halt nicht, ob alle Türen zum Haus verschlossen waren. Oder wie der Täter ins Haus kam - vielleicht konnte er ein Fenster aufdrücken?
Vielleicht hat er auch in einem Nebenteil des Wohnbereiches etwas umgeworfen, um auf sich aufmerksam zu machen, und direkt geschossen, als DE reingetappert kam, um zu schauen, was los ist.....

Der Täter hat die Tat sicherlich geplant und da ihm der Tod von DE Wert ist, für lange Zeit in den Knast zu wandern, muss er einen echten Prass auf ihn gehabt haben. Oder sonstige Vorteile aus seinem Tod ziehen.

Irgendeine Beziehung hat da sicherlich bestanden.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:31
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und der Taeter muss ja eine gewisse Übung im Umgang mit Waffen haben - ich glaube nicht, dass Bundeswehrkenntnisse ausreichen, um die Waffe aus Opa's Fundus zu reaktivieren und direkt zu einem Mord einzusetzen (da wird man zuvor doch zumindest mal ueben).
Also aus meiner Sicht ein klares Jein.

Meiner Meinung nach muss man, um jemand mit einem Gewehr aus nächster Nähe hinterlistig zu erschießen, absolut keine besonderen Kenntnisse von Waffen haben. Also nicht mehr als sich das 2 Minuten anzuschauen.

Völlig anders sieht es erst aus, wenn man auf Distanz, im Nahkampf, sportliche Präzision, schnelles Nachladen, bewegliche Ziele etc. aus ist - oder eben besonders historische Gewehre, wie Vorderlader.
Wenn natürlich ein klassischer Vorderlader (von Opas Opa) im Spiel war, sieht alles natürlich ganz anders aus. Dann gehen die Überlegungen in eine ganz andere Richtung. Diese Waffen sind in der Regel frei verkäuflich und grundsätzlich nicht registriert. Dann wäre aber aus meiner Sicht der Zeugenaufruf anders formuliert gewesen.

Da aber eher von großer Jagdmunition und eventuell einer alten Kriegswaffe die Rede ist, wäre das Tendenziell ein 98K (System Mauser) im Kaliber 8mm. Da ist meiner Meinung nach jedes Fotoschiessen auf dem Jahrmarkt komplizierter.

Richtig ist aber, dass man das Teil vorher mal testen sollte- wie Du sagst, reaktivieren. Sollte aus Kriegszeiten auch noch Munition übrig sein, ist das relativ schnell einsatzbereit. Auch wenn es nicht behutsam eingeölt oder konserviert war.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:32
Fakt ist, der Nachbarhof wurde relativ zeitnah zweimal gründlich von der Polizei durchsucht. Auf Bild 11 hier in Bilder sieht man mehrere Polizeiwagen verschiedener Zugehörigkeiten.

Es muss also konkrete Verdachtsmomente gegen den Nachbarn gegeben haben.

Es gab Zeugenbefragungen laut der leitenden Kommissarin, bei denen offenbar Infos zurückgehalten wurden.

Kann heissen: neben der nicht gefundenen Tatwaffe hat die Partnerin ausgesagt, dass ihr Mann keine derartige Waffe besitzt und die ganze Nacht zu Hause war. Einen oder zwei Gewehrschüsse habe man gehört, aber gedacht, es seien Jäger auf Jagd.
Oder man habe tief und fest geschlafen.

Mögliche Kollegen aus der Jagdgenossenschaft wissen von keiner solchen Waffe.

Spuren auf Daniels Hof kann der Nachbar natürlich jederzeit erklären.

Ergebnis: kein dringender Tatverdacht


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:35
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Richtig ist aber, dass man das Teil vorher mal testen sollte- wie Du sagst, reaktivieren. Sollte aus Kriegszeiten auch noch Munition übrig sein, ist das relativ schnell einsatzbereit. Auch wenn es nicht behutsam eingeölt oder konserviert war.
Ja, ein, zwei Probeschüsse zumindest.
Sonst zündet das Ding nicht und dann steht man da und kann das Gewehr nur noch zum Zuschlagen benutzen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass
a) niemand aus dem Freundes- und Bekanntenkreis Kenntnis von der Waffe des Täters hat (Gewehr, größeres Kaliber - darüber spricht man doch mal, und sei es nach ein paar Bier)
b) keiner mitbekommen hat, dass der Täter echt Prass auf DE hatte
Ich denke wirklich, dass hier jemand über kurz oder lang reden wird.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:36
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Sind Kameras nicht eher draussen?
Und draussen ist es nachts ja dunkel.....
na, bei so einem Anwesen könnte man durchaus auch drinnen eine Kamera anbringen, aber ich schätze den Daniel eher so ein, dass er sowas nicht hatte.
Nachts dunkel macht allerdings nichts, normalerweise haben die Kameras heute eine ordentliche Nachtsichtfunktion.



Sollte er natürlich im Schlaf hingerichtet worden sein, hätte der Täter kaum an der Tür geklingelt.


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um 20:44
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Es muss also konkrete Verdachtsmomente gegen den Nachbarn gegeben haben.
Naja. Was heißt schon konkret. Ich meine es ist das naheliegendste, ein Nachbarschaftsstreit, da macht es auf jeden Fall Sinn, zeitnah da nachzuschauen. Deswegen muss kein enorm konkretes Verdachtsmoment bestanden haben, sonst wäre er ja in U-Haft oder so. So konkret kann es ja letztendlich nicht gewesen sein.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich kann mir kaum vorstellen, dass
a) niemand aus dem Freundes- und Bekanntenkreis Kenntnis von der Waffe des Täters hat
b) keiner mitbekommen hat, dass der Täter echt Prass auf DE hatte
Das ist unter anderem, warum ich an der Idee "Streit im örtlichen Umfeld" Zweifel habe. Wenn da jemand derart Prass auf ihn gehabt hätte, wäre das doch bekannt. Alles was wir hören ist aber, dass er von den Bekannten als sehr netter Mensch wahrgenommen wurde. Selbst Konflikte mit Nachbarn oder Verpächter: Ganz ehrlich, wie sehr kann einen das jucken, wenn der einmal im Jahr eine Art Festival macht, wo die Leutchen nicht genug richtige Klos haben? Oder der Verpächter: Wie sehr kann einen ein DE stören als Mieter? Ich vermiete selbst und weiß, wie einem die Leute auf den Zeiger gehen könnte. Wenn jeder Vermieter Mieter, die so vergleichsweise harmlos sind wie DE, mit einem Großkaliber wegpusten würden, wäre halb D drei Meter tiefer ;).

Was die Waffe anbelangt, könnte ich mir schon vorstellen, wenn DE sich eine besorgt hätte, unter welchem Hintergrund auch immer, z.B. zur Verteidigung, dass er das niemand erzählt hat. Sein Umfeld wird ja eher alternativ gewesen sein, da passt das nicht so rein. Nichtsdestotrotz kann auch ein alternativer Mensch auf die Idee kommen, "naja ich bin hier alleine sehr abgelegen, was mache ich wenn jemand mich hier überfällt oder so".


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:46
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:hätte der Täter kaum an der Tür geklingelt.
Vielleicht war das gar nicht notwendig - das Haus wird als baufällig beschrieben und Geld und Reichtum wird darin nicht zu erwarten sein.
Ich würde es nicht ausschliessen wollen, dass die eine oder andere Tür oder Fenster sich aufdrücken liess.
Oder der Täter wußte, ob aussen ein Schlüssel deponiert war.

Die Kommissarin bei XY betonte sehr die Kaltblütigkeit der Tat.
Nicht registrierte Waffe und Kriegswaffe wird auch ausdrücklich für möglich gehalten.
Affairen werden auch angesprochen, wenn diese auch nicht bestätigt sind.

Könnte der Täter nicht auch eine Frau sein?
Das würde ich gar nicht mal für so abwegig halten.
Zitat von SabikSabik schrieb:Ich meine es ist das naheliegendste, ein Nachbarschaftsstreit, da macht es auf jeden Fall Sinn, zeitnah da nachzuschauen.
Ja, viel Nachbarschaft gab es nicht und wenn dann noch bekannt wurde, dass man sich nicht immer so grün war....
Zitat von SabikSabik schrieb:Wenn jeder Vermieter Mieter, die so vergleichsweise harmlos sind wie DE, mit einem Großkaliber wegpusten würden, wäre halb D drei Meter tiefer
Der war wahrscheinlich froh, für das alte Gemäuer ein paar Euro Pacht zu bekommen.
Zitat von SabikSabik schrieb:Wie sehr kann einen ein DE stören als Mieter? Ich vermiete selbst und weiß, wie einem die Leute auf den Zeiger gehen könnte.
Durchaus...aus guten Gründen kann es da Knatsch geben. Aber hier glaube ich das auch nicht. Nicht bei einem baufälligen Hof.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 20:53
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Könnte der Täter nicht auch eine Frau sein?
Ich finde sogar dass es wichtig ist, nicht voreingenommen/vielleicht aufgrund von Klischeevorstellungen voreilige Annahmen zu treffen. Wir wissen definitiv nicht, ob es Mann oder Frau war.
Zitat von Tita1992Tita1992 schrieb:na, bei so einem Anwesen könnte man durchaus auch drinnen eine Kamera anbringen, aber ich schätze den Daniel eher so ein, dass er sowas nicht hatte.
Nachts dunkel macht allerdings nichts, normalerweise haben die Kameras heute eine ordentliche Nachtsichtfunktion.
Wie gesagt wissen wir halt letztlich nicht viel über mögliche Hintergründe. So wie du den Daniel gekannt hattest wäre der wahrscheinlich nicht in dieser Form umgebracht worden. Der Mord an sich legt aus meiner Sicht nahe, dass es Umstände gegeben haben könnte, die DE sehr wohl dazu hätten bewegen können, Kameras für sinnvoll zu halten. Oder vielleicht auch gerade nicht.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Der war wahrscheinlich froh, für das alte Gemäuer ein paar Euro Pacht zu bekommen.
Ganz genauso würde ich das auch einschätzen. Ich fände es fantastisch, wenn da einer kommen würde und die Hütte auf Vordermann bringen würde. Und ob da mal wer ins Gärtchen sch****, ja das ist doch Latte. Nächster Regen ist es weg. Es gab ja wohl auch keinen Besuch von einem Amt, das irgendwie gemeckert hätte.


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um 20:58
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Wenn ich kurz ein paar Stichpunkte überlege:
Bei den von Dir aufgeführten Stichpunkten finde ich in Bezug auf einen Nachbarn als Täter diese besonders wichtig :
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ist das Opfer tatsächlich alleine?
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:mögliche Kameraüberwachung, welche nicht bekannt ist
Die Frage wurde ja schon gestellt, woher konnte ein Nachbar wissen dass Nachts niemand ausser Herrn Emminger auf dem Hof bzw.im Haus ist? Auch eine mögliche Kameraüberwachung ist für diese Person meiner Meinung nach nicht auszuschliessen. Es gäbe natürlich noch die Möglichkeit dass der Täter sollte es ein Nachbar sein beide Möglichkeiten in Kauf genommen hat was für mich dann auch für die Variante "Die Sicherungen sind durchgebrannt" sprechen würde. Oder eben für einen Täter aus einem anderen Bereich.
Zitat von BohoBoho schrieb:Na ja, als bestes Beispiel hier im Forum mal den Doppelmord Babenhausen angeführt, der auch auf einem Nachbarschaftsdisput beruhte.
Es gibt im Netz etliche Fälle in denen Streit unter Nachbarn tragisch und unter Gebrauch von Schusswaffen geendet hat. Im Beispiel Babenhausen handelte es sich ja um Nachbarn in einem Reihenhaus
Seine Familie und die Tatopfer hatten in direkt nebeneinander liegenden Reihenhäusern gewohnt.
Quelle: Wikipedia: Doppelmord von Babenhausen
und auch einige andere Fälle die ich gesehen habe betreffen z.B. Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern.
Ich habe den Hof von Herrn Emminger und den des Nachbarn nochmal bei Google Maps angesehen, so eng finde ich die beiden Höfe gar nicht, es gibt wenn ich es richtig gesehen habe für jeden Hof eine eigene Ausfahrt, Bäume liegen zwischen den Grundstücken, ich kann mir nicht so richtig vorstellen dass man sich gegenseitig massiv oder unerträglich gestört hat.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Man weiss halt nicht, ob alle Türen zum Haus verschlossen waren. Oder wie der Täter ins Haus kam - vielleicht konnte er ein Fenster aufdrücken?
Die Ermittler vermuten ja dass sich Täter und Opfer kannten
Die Polizei geht davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-juli-2026-selbstversorger-hof-daniel-emminger-erschossen-100.html

Ich könnte mir vorstellen dass es am Haus keine Einbruchspuren gab, weshalb die Ermittler davon ausgehen dass Herr Emminger dem Täter die Tür geöffnet hat weil er ihn eben kannte.


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um 21:00
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich könnte mir vorstellen dass es am Haus keine Einbruchspuren gab, weshalb die Ermittler davon ausgehen dass Herr Emminger dem Täter die Tür geöffnet hat weil er ihn eben kannte.
Dazu wurde nichts gesagt - nur von der Kaltblütigkeit des Täters aufgrund der Auffindesituation und einer 'gezielten Hinrichtung'.


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um 21:15
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich könnte mir vorstellen dass es am Haus keine Einbruchspuren gab, weshalb die Ermittler davon ausgehen dass Herr Emminger dem Täter die Tür geöffnet hat weil er ihn eben kannte.
Klopfen, Tür auf, Schießen. So könnte es auch gewesen sein.

Denkt ihr vielleicht es könnte vielleicht etwas politisch sein?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 21:19
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich habe den Hof von Herrn Emminger und den des Nachbarn nochmal bei Google Maps angesehen, so eng finde ich die beiden Höfe gar nicht, es gibt wenn ich es richtig gesehen habe für jeden Hof eine eigene Ausfahrt, Bäume liegen zwischen den Grundstücken, ich kann mir nicht so richtig vorstellen dass man sich gegenseitig massiv oder unerträglich gestört hat.
Ja, aber wenn das Foto nicht täuscht, scheint der Nachbarshof kein historisches Gebäude/Wohnhaus zu haben. Es wäre also denkbar, dass der Nachbarhof früher mal vom eigentlichen Hof dort (DE) abgetrennt wurde- also es historisch gesehen eine Einheit war? Das könnte dann eher Konflikte in dieser Richtung (Grundstücke, Grenzverläufe, Quellrechte, Dienstbarkeiten etc.) hervorrufen als zu viel Lärm etc.


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um 21:21
Zitat von sternenklar11sternenklar11 schrieb:Denkt ihr vielleicht es könnte vielleicht etwas politisch sein?
Was heisst politisch...im klassischen Sinne, eher nicht.
Ich denke, da war ein persönliches Motiv massgebend.

Ich würde da auch nicht ausschliessen, das es da um eine 'Liebelei' ging.
Oder eben - um Geld.
Weiter gefasst: ein Projekt, das (langfristig) Geld abwirft.

Es muss ja schon etwas sein, dass einem entweder richtig trifft oder finanziell richtig was ausmacht, wenn man bereit ist, das Risiko einzugehen, jemanden zu töten.
Und davon müssen doch auch Leute aus dem Umfeld etwas mitbekommen haben.
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Quellrechte,
Dass DE seinem NAchbarn das Wasser abgegraben hat? - möglich. Eine interessante Idee. Das hat Konfliktpotential.


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um 21:26
Zitat von sternenklar11sternenklar11 schrieb:Klopfen, Tür auf, Schießen. So könnte es auch gewesen sein.

Denkt ihr vielleicht es könnte vielleicht etwas politisch sein?
Ich schreibe mir hier schon länger die Finger wund - es ist ja eben nicht "Klopfen, Tür auf, Schießen" gewesen, obwohl das - wie dir wohl aufgefallen ist - eigentlich erstmal logisch erscheinen würde. Das verwunderliche ist ja, dass der Täter erstmal noch mit rein gekommen ist. Vermutlich mit umgehängtem Großkaliber. Das passt nicht zu "jemandem sind die Sicherungen durchgebrannt und schießt im Wutrausch". Auch die Ideen mit einem Einbruch vor dem Mord scheinen mir nicht offensichtlich plausibel. Wenn du dich -warum auch immer - entschlossen hast, ihn umzubringen, warum sollst du dann irgendwie ins Haus einsteigen, dann im Dunkeln rumtapsen, hoffen, dass du ihn findest, evtl. im Dunkeln auf sein Bett ballern, wo er vielleicht gar nicht liegt oder sich gerade zur Seite bewegt? Warum nicht einfach klopfen, er macht auf, schießen?

Es macht für mich nur Sinn, wenn sie erst mal ein Gespräch hatten. Das lief dann nicht "gut" (in welcher Hinsicht auch immer), und es kam zum Streit.

Übrigens wissen wir auch nicht, ob die Langwaffe die einzige Waffe war, die im Spiel war. Es ist auch vorstellbar, dass Täter/in/en noch z.B. eine Pistole hatten. Wer eine große Büchse hat, warum nicht auch was handlicheres? Klopfen, Tür auf, Pistole, reingehen, Gespräch unter Bedrohung, ungünstiger Gesprächsverlauf, Hinrichtung mit Langwaffe um den Verdacht auf örltiches Jägermilieu zu lenken/DE versucht, sich mit eigener Langwaffe zu verteidigen, Handgemenge, wird damit erschossen.


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um 21:32
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ja, aber wenn das Foto nicht täuscht, scheint der Nachbarshof kein historisches Gebäude/Wohnhaus zu haben. Es wäre also denkbar, dass der Nachbarhof früher mal vom eigentlichen Hof dort (DE) abgetrennt wurde- also es historisch gesehen eine Einheit war? Das könnte dann eher Konflikte in dieser Richtung (Grundstücke, Grenzverläufe, Quellrechte, Dienstbarkeiten etc.) hervorrufen als zu viel Lärm etc.
Aber gerade dann macht doch "Bumm" wenig Sinn. Bloß weil DE jetzt tot ist ändern sich doch die rechtlichen Verhältnisse nicht? Und wenn DE irgendwas gemacht hätte, was nicht korrekt gewesen wäre, müsste man das doch mit Anwalt klären. Wieviel Wasser kann der aus der Quelle gepumpt haben? Das ist ja auch nicht Texas oder Klondike, er wird ja nicht auf Erdöl oder Gold gestoßen sein...

Ich habe zufällig mit solchen "grundbuchlichen" Nachbarschaftsstreitigkeiten zu tun. Da erreichst du definitiv gar nichts mit "BUM". Eher im Gegenteil. Ich persönlich fände es existenzgefährdend, wenn mein Nachbargrundstück auf so eine Art bekannt wird. Im Gegenteil, ich würde schätzen, der Nachbar kriegt die Krise weil sein eigenes Grundstück durch diese Sache drastisch weniger wert und schlechter verkäuflich wird. Der Immomarkt in der Region für so abgelegene Sachen ist doch mit Sicherheit eh schwierig. Dann noch so was, da ist das Grundstück, das vorher... vielleicht auch schon nicht so viel wert war, nun noch weniger wert. Also der Nachbar hat hier würde ich sagen keinen Vorteil.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 21:40
Zitat von SabikSabik schrieb:Das ist ja auch nicht Texas oder Klondike, er wird ja nicht auf Erdöl oder Gold gestoßen sein...
Tut zwar im Fall nichts zur Sache, aber: Bedernau hatte tatsächlich 30 Jahre lang Erdölförderung, und es wird wieder gebohrt seit etwa 10 Jahren.
Quelle: Wikipedia: Erdölförderung bei Bedernau


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