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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

385 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:57
Was mich gedanklich beschäftigt:


Wie genau kann man eigentlich nach einer Obduktion angeben, wann die Tatzeit +- statt gefunden hat?
Die Polizei hat eine Zeit vom 31.03-01.04 angegeben, soweit ich es richtig verstanden habe.
Könnnen Mediziner das, nach dem verspäteten Auffinden nicht besser, auf wenige Stunden eingrenzen,
weil eben bereits 2Tage+ vergangen sind?
Ich setze natürlich voraus, dass eine Obduktion überhaupt vorgenommen worden ist.

Und warum sind die Angaben bez. der tödlichen Wunde nicht präzise?
(vermutlich Kopfschuß, oder)
Ebenso der genaue Tatort in der Wohnung.
Was verspricht sich die Polizei dadurch... ist das mit "Vermittelungstaktik" zu begründen?
Damit sich ein Verdächtiger womöglich bei einem Verhör verplappert, ist das der Grund?

Was die Tatwaffe anbelangt:

Könnte es nicht auch sein, dass der Täter gar nicht damit aus dem Gebäude spaziert ist
und die Waffe dort bestmöglich versteckt hat (vgl. Hinterkaifeck, die berühmte Reuthaue am Dachboden!).
Es wäre zumindest ein erhöhtes Risiko damit herum zu laufen, nach einem oder mehreren Schüssen...
auch wenn es wohl stockdunkel (ab ca. 21:30Uhr) gewesen sein musste.
Außer er wäre tatsächlich in der unmittelbaren Nachbarschaft angesiedelt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:04
Zitat von SabikSabik schrieb:Wie ja hier schon im Forum zu sehen, wird dann viel in Richtung Jägermilieu aus dem näheren lokalen Umkreis gedacht.
Es muss ja schon jemand sein der eine gewisse Affinität zu Waffen hat.
Dass noch einige alte unregistrierte Waffen vorhanden sind, das glaube ich gern.
Aber ist die Waffe dann auch betriebsbereit (muss die nicht gewartet werden, also oelen oder so was?) hat man überhaupt Munition dafür und kann jemand komplett Ungeübtes einen Schuss auslösen und auch treffen?
Zitat von SabikSabik schrieb:Vielleicht war die Idee, damit einzuschüchtern,
'Ne gute Idee ist es aber auch nicht, jemandem mit der Waffe in der Hand vor der Nase herumzutanzen und dann wieder nach Hause abzuziehen (zumindest, wenn man erkannt wird).
Dann haette die Person ruckzuck ernsthafte Probleme mit der Polizei.

Ich denke schon, dass die Tat geplant war.
Von jemandem, der richtig Prass auf Daniel hatte.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:09
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Könnte es nicht auch sein, dass der Täter gar nicht damit aus dem Gebäude spaziert ist
und die Waffe dort bestmöglich versteckt hat (vgl. Hinterkaifeck, die berühmte Reuthaue am Dachboden!).
Die Idee finde ich durchaus plausibel. Ich denke allerdings, die Ermittler haben sicherlich den Hof des Opfers gründlich untersucht.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich denke schon, dass die Tat geplant war.
Von jemandem, der richtig Prass auf Daniel hatte.
Und der wusste, dass man die Leiche nicht sofort findet. Wurde er nicht erst von seiner Exfrau drei Tage später entdeckt? Genug Zeit um Spuren zu beseitigen.


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um 12:09
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Könnnen Mediziner das, nach dem verspäteten Auffinden nicht besser, auf wenige Stunden eingrenzen,
Sieht nicht so aus.
Da kommen ja einige Umgebungsfaktoren hinzu, und je später die Leiche gefunden wird, desto schwieriger wird es im Rückblick das Todeszeitpunktfenster zu bestimmen.
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Und warum sind die Angaben bez. der tödlichen Wunde nicht präzise?
Was wuerde das bringen im Hinblick auf die Aufklärung?
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Ebenso der genaue Tatort in der Wohnung.
Es ist doch üblich, dass die Polizei Taeterwissen zurückhält.
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Könnte es nicht auch sein, dass der Täter gar nicht damit aus dem Gebäude spaziert ist
Dann haette die Polizei die Waffe ja gefunden.
Das waere bestimmt kommuniziert worden.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:22
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Könnnen Mediziner das, nach dem verspäteten Auffinden nicht besser, auf wenige Stunden eingrenzen,
Sieht nicht so aus.
Da kommen ja einige Umgebungsfaktoren hinzu, und je später die Leiche gefunden wird, desto schwieriger wird es im Rückblick das Todeszeitpunktfenster zu bestimmen.

Ja, das scheint der Grund zu sein, dachte ich mir auch. Dennoch bleibt ein "Restzweifel" bei mir, bestenfalls wissen sie eine
genauere Zeit und halten sie auch zurück... Stichwort auch hier "Täterwissen".
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Und warum sind die Angaben bez. der tödlichen Wunde nicht präzise?
Was wuerde das bringen im Hinblick auf die Aufklärung?

Nun ja, es sagt zumindest etwas über die Persönlichkeit eines Täters aus, wie man eine "Hinrichtung" (aus Zitat der Polizei) vornimmt.
Nicht jeder würde einen ersten Schuß womöglich am Kopf ansetzen oder darauf zielen, das spricht schon mal für eine unheimlich sichere
Zielfähigkeit. Abhängig davon jedoch, ob das Opfer wach gewesen ist, wo es sich befand, oder noch aktiv im haus gewesen ist.
Viele Faktoren also möglich.
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Ebenso der genaue Tatort in der Wohnung.
Es ist doch üblich, dass die Polizei Taeterwissen zurückhält.
Ja, das ist mir bewusst. Mir würde es zumindest mehr helfen, die Tatzeit einzugrenzen. Jedoch auch nur im Abgleich von Schlafgewohnheiten
des Opfers (Kleidung zur Tatzeit?!).
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Könnte es nicht auch sein, dass der Täter gar nicht damit aus dem Gebäude spaziert ist
Dann haette die Polizei die Waffe ja gefunden.
Das waere bestimmt kommuniziert worden.
Nur für den Fall, dass sie fündig geworden sind.
Ich halte es angesichts der Größe für möglich, dass eine Waffe dort efolgreich versteckt worden ist.
Kann ganz schön lange dauern, bis man wirklich alles abgesucht hätte, just saying.... ;)


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:33
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Nur für den Fall, dass sie fündig geworden sind.
Ich halte es angesichts der Größe für möglich, dass eine Waffe dort efolgreich versteckt worden ist.
Kann ganz schön lange dauern, bis man wirklich alles abgesucht hätte, just saying.... ;)
Ganz ehrlich, das halte ich für nicht wahrscheinlich. In so einem Mordfall wird die Polizei doch als erstes das Gelände akribisch absuchen. Das ist doch auch Bayern, da ist die Polizei doch definitiv kompetent. Die Vorstellung, dass die eine Bärenbüchse übersehen, halte ich für, ich will nicht unhöflich sein, aber "unwahrscheinlich". Die Waffe ist da nicht mehr. Und ich halte es auch für abwegig, dass der Täter die da erstmal zurückgelassen hat, um dann am nächsten Tag nochmal hinzugehen. Ist doch nur zusätzliches Risiko.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es muss ja schon jemand sein der eine gewisse Affinität zu Waffen hat.
Dass noch einige alte unregistrierte Waffen vorhanden sind, das glaube ich gern.
Aber ist die Waffe dann auch betriebsbereit (muss die nicht gewartet werden, also oelen oder so was?) hat man überhaupt Munition dafür und kann jemand komplett Ungeübtes einen Schuss auslösen und auch treffen?
Naja, das ist ja genau das was ich versuche zu sagen. Die Verwendung so eines Gewehrs führt dazu, dass alle reflexartig an Jäger/jemand, der das "noch von früher hat" denken. Wir wissen an der Stelle aber doch erstmal nicht viel, nur dass er ermordet worden ist. Woher der Mörder die Waffe hatte, wissen wir doch nicht. Es ist vorstellbar, dass er sie auf dem Schwarzmarkt erworben hatte, oder es gar nicht seine war. Er kann gezielt eine solche Waffe verwendet haben, um von möglichen anderen Tathintergründen abzulenken. Ihr merkt doch wie sehr die Art von Tatwaffe die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wenn es Absicht war, funktioniert es nicht schlecht.
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Und warum sind die Angaben bez. der tödlichen Wunde nicht präzise?
(vermutlich Kopfschuß, oder)
Ebenso der genaue Tatort in der Wohnung.
Was verspricht sich die Polizei dadurch... ist das mit "Vermittelungstaktik" zu begründen?
Ich nehme an, dass entweder nicht klar ist, was genau abgelaufen ist, oder die Indizien aus dem Tatort deutlich von dem abweichen, was die Öffentlichkeit denkt. Wie gesagt, es kann zu einem Handgemenge gekommen sein, es kann sein, dass der Täter etwas von DE wollte und ihn eine Zeitlang bedroht/gefesselt hat, es kann Hinweise auf den Hintergrund geben. Aus Sicht der Polizei wird es hilfreich sein, das zunächst nicht zu veröffentlichen, um ggf. gezielt dem/den Tätern nachgehen zu können.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:42
Zitat von SabikSabik schrieb:
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Nur für den Fall, dass sie fündig geworden sind.
Ich halte es angesichts der Größe für möglich, dass eine Waffe dort efolgreich versteckt worden ist.
Kann ganz schön lange dauern, bis man wirklich alles abgesucht hätte, just saying.... ;)
Ganz ehrlich, das halte ich für nicht wahrscheinlich. In so einem Mordfall wird die Polizei doch als erstes das Gelände akribisch absuchen. Das ist doch auch Bayern, da ist die Polizei doch definitiv kompetent. Die Vorstellung, dass die eine Bärenbüchse übersehen, halte ich für, ich will nicht unhöflich sein, aber "unwahrscheinlich". Die Waffe ist da nicht mehr. Und ich halte es auch für abwegig, dass der Täter die da erstmal zurückgelassen hat, um dann am nächsten Tag nochmal hinzugehen. Ist doch nur zusätzliches Risiko.
Du bist nicht "unhöflich", kein Problem, hau es raus!:)
Es ist nur ein Gedanke von mir, eine Möglichkeit.
Was die ARbeit der Polizei betrifft - es wäre nicht das erste und letzte Mal, dass auch Fehler passieren.
Siehe auch die Polizistin Michaela ... ?- mir fällt der Name gerade nicht ein... die von Astronomie statt Astrologie-Seminaren
gesprochen hat. Okay, ist ein kleiner Lapsus, menschlich, aber das kann bei einer Untersuchung eines solchen Geländes prinzipiell
auch passieren. Für wahrscheinlich halte ich es jedoch auch nicht, eher noch, dass die Waffe ganz woanders "beseitigt" worden ist.

Wir gehen einfach alle Möglichkeiten gedanklich durch, vielleicht bringt das "Schwarmwissen" und die Neugierde etwas zutage,
was für die Aufkläung hilfreich sein könnte-
im Sinne des Getöteten und dessen Familie!


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:54
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Wie genau kann man eigentlich nach einer Obduktion angeben, wann die Tatzeit +- statt gefunden hat?
Die Polizei hat eine Zeit vom 31.03-01.04 angegeben, soweit ich es richtig verstanden habe.
Könnnen Mediziner das, nach dem verspäteten Auffinden nicht besser, auf wenige Stunden eingrenzen,
weil eben bereits 2Tage+ vergangen sind?
Ich setze natürlich voraus, dass eine Obduktion überhaupt vorgenommen worden ist.

Und warum sind die Angaben bez. der tödlichen Wunde nicht präzise?
(vermutlich Kopfschuß, oder)
Ebenso der genaue Tatort in der Wohnung.
Weil es sich um Täterwissen handelt, das natürlich für die Emittler sehr wertvoll ist und deswegen nicht der Öffentlichkeit preisgegeben wird.
Tatzeitraum war die Nacht vom 31.3. auf 1.4.; soviel ist ja bekannt!
Und möglicherweise handelt es sich nicht nur um eine Schusswunde, weil in der Fahndung, allen Artikeln und bei XY immer von ProjektilEN (also Plural) gesprochen wurde und in den meisten Artikeln über den Fall über "SchusswundEN" (also ebenfalls Plural).


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:58
Zitat von SabikSabik schrieb:
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Und warum sind die Angaben bez. der tödlichen Wunde nicht präzise?
(vermutlich Kopfschuß, oder)
Ebenso der genaue Tatort in der Wohnung.
Was verspricht sich die Polizei dadurch... ist das mit "Vermittelungstaktik" zu begründen?
Ich nehme an, dass entweder nicht klar ist, was genau abgelaufen ist, oder die Indizien aus dem Tatort deutlich von dem abweichen, was die Öffentlichkeit denkt. Wie gesagt, es kann zu einem Handgemenge gekommen sein, es kann sein, dass der Täter etwas von DE wollte und ihn eine Zeitlang bedroht/gefesselt hat, es kann Hinweise auf den Hintergrund geben. Aus Sicht der Polizei wird es hilfreich sein, das zunächst nicht zu veröffentlichen, um ggf. gezielt dem/den Tätern nachgehen zu können.
Zu diesem Punktt nochmal:

Glaubst Du wirklich, dass bei der Polizei diesebz. noch "Unklarheit" herrscht?
Natürlich kann das sein, je nach dem wie un-eindeutig sie die Szenerie vorgefunden haben.
Ich persönlich kann mir schwer vorstellen, sofern es ein Täter war, dass er Daniel noch irgendwie fesseln konnte.
Warum auch?
Meine Vermutung ist, das es eine recht schnell durchgeführte Tat gewesen ist, ohne länger andauernde Kommunikation.
Für mich spricht zumindest , aus bestimmter Sicht, viel für einen emotionalen Racheakt, womöglich aus persönlichen Gründen
- Eifersucht?!- aber das wird sich hoffentlich noch konkretisieren, sei es bez. der Informationen der Polizei,
oder bestmöglich durch eine Aufklärung und Bestrafung des Täters.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:06
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Weil es sich um Täterwissen handelt, das natürlich für die Emittler sehr wertvoll ist und deswegen nicht der Öffentlichkeit preisgegeben wird.
Tatzeitraum war die Nacht vom 31.3. auf 1.4.; soviel ist ja bekannt!
Und möglicherweise handelt es sich nicht nur um eine Schusswunde, weil in der Fahndung, allen Artikeln und bei XY immer von ProjektilEN (also Plural) gesprochen wurde und in den meisten Artikeln über den Fall über "SchusswundEN" (also ebenfalls Plural).
Ja, ist mir bewusst habe es auch gelesen bzw. mit verfolgt.
Nur in meinem Text auf die "tödliche Wunde" reduziert, wenn man von mindestens 2 Schüssen ausgeht, siehe Aussagen der Polizei,
weil mich das persönlich am meisten interessiert, angesichts der Formulierung "Hinrichtung".
Es wird sich zeigen, ob die Öffentlichkeit- wir- noch genaueres darüber erfahren werden.

Ein Kopfschuß kann z.B. einen Hinweis geben,, dass der Täter mit "der Denke" des Getöteten nicht klar gekommen ist.
Oder eben selber rachsüchtige Gedanken hatte- warum auch immer.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:15
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Ein Kopfschuß kann z.B. einen Hinweis geben,, dass der Täter mit "der Denke" des Getöteten nicht klar gekommen ist.
Oder eben selber rachsüchtige Gedanken hatte- warum auch immer.
Und wenn jemandem ins Herz geschossen wird, ist es dann eine Beziehungstat? Etwas weit hergeholter Gedanke, denke ich... Bei Kopfschuss würde ich eher davon ausgehen, dass da jemand auf jeden Fall sicher gehen wollte...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:30
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:, ist mir bewusst habe es auch gelesen bzw. mit verfolgt.
Nur in meinem Text auf die "tödliche Wunde" reduziert, wenn man von mindestens 2 Schüssen ausgeht, siehe Aussagen der Polizei,
weil mich das persönlich am meisten interessiert, angesichts der Formulierung "Hinrichtung".
Eine Hinrichtung ist für mich, wenn das Opfer sich bewusst ist, dass es sterben wird. Und nichts dagegen tun kann.
Und die Tötungsart brutal und überzogen ( im Sinne von Übertoetung) ist.

Also eher kein Anschleichen von hinten.

Nochmal zum Täter: der Hof liegt ziemlich abseits und hat einen direkten Nachbarn. Woher wusste der Täter, dass sein Opfer an diesem WE allein war? Sein Sohn hätte da sein können, oder Freunde.
Wurde er beobachtet?
Ein Auto, dass zum Hof kommt, wird eventuell vorher gehört worden sein. Es gibt nur schmale Zufahrtswege.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:34
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es muss ja schon jemand sein der eine gewisse Affinität zu Waffen hat.
Dass noch einige alte unregistrierte Waffen vorhanden sind, das glaube ich gern.
Aber ist die Waffe dann auch betriebsbereit (muss die nicht gewartet werden, also oelen oder so was?) hat man überhaupt Munition dafür und kann jemand komplett Ungeübtes einen Schuss auslösen und auch treffen?
Das ist schon auch noch ein wichtiger Punkt.

Ein altes Gewehr zu Hause liegen haben, ist das eine, aber dieses dann vollumfänglich einsatzbereit zu haben, ist noch mal was anderes.
Natürlich alles machbar, aber nicht so ganz der Standard in deutschen Haushalten.


Wenn man jetzt noch mal zum TV zurück geht, dann wäre es schon alles denkbar, aber ihm muss ja auch bewusst gewesen sein, dass er damit sein Leben wegwirft. Dass die Familie des TV zum Zeitpunkt nicht da war (und somit nichts mitbekommen hat), kann natürlich auch sein.
Aber dass -unter den bis jetzt bekannten Umständen- die Familie des TV gar nichts bemerkt hat, halte ich für schwer vorstellbar.
Also entweder ein eskalierter Streit, oder die Waffe im Haus, oder die Abwesenheit zum Tatzeitpunkt usw...

Das mit dem Knalltrauma und Hörsturz bewerte ich persönlich etwas anders (schwächer) als die Behörden. Ich würde sagen, das ist alles andere als Gesund, aber das kann man schon ohne nennenswerte Einschränkung wegstecken. Das piept eine Weile im Ohr und vergeht dann wieder...
Allerdings bezogen auf einen 98`er Karabiner mit Jagdmunition. Wenn es etwas darüber war (wobei da nicht mehr vieles Haushaltsübliches kommt), kann das natürlich anders aussehen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 13:41
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Das mit dem Knalltrauma und Hörsturz bewerte ich persönlich etwas anders (schwächer) als die Behörden. Ich würde sagen, das ist alles andere als Gesund, aber das kann man schon ohne nennenswerte Einschränkung wegstecken. Das piept eine Weile im Ohr und vergeht dann wieder...
Könnte man das mit einem in-ear-Gehörschutz vermeiden, oder sind dafür zwingend die Mickymäuse notwendig?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 14:05
Zitat von antheanthe schrieb:Könnte man das mit einem in-ear-Gehörschutz vermeiden, oder sind dafür zwingend die Mickymäuse notwendig?
Ja, auf jeden Fall deutlich wirksam. Aber das hast ja auch nicht gerade so immer dabei.

Mich irritiert eben, dass: entweder plane ich den Mord professionell oder es passiert völlig "hemdsärmlig" im Affekt...
Und wenn ich an Gehörschutz denke, dann würde ich aber eine "prozesssichere" und regelmäßig geschossene Waffe nehmen. Und wenn ich Zugriff auf Waffen hätte, dann würde ich eine Schrottflinte nehmen- da wird es dann mit dem Nachweis ungleich schwieriger...
Wer (Jagd-) Waffen hat, hat normalerweise mindestens eine Schrottflinte.

Also für mich klingt vieles immer noch nicht schlüssig- aber es ist eben auch einfach sehr wenig bekannt. Ich will damit sagen, dass der derzeitige mutmaßliche Ablauf natürlich möglich, aber an vielen Stellen unnötig riskant erscheint.


Um den Bogen zur Frage zu schlagen: wenn ich an den geeigneten Gehörschutz denke, dann würde ich generell anders herangehen.

Ich denke zum Beispiel auch daran, dass wer so technikaffin ist, hat ja vielleicht auch Kameras installiert etc.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 14:09
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Was die ARbeit der Polizei betrifft - es wäre nicht das erste und letzte Mal, dass auch Fehler passieren.
Siehe auch die Polizistin Michaela ... ?- mir fällt der Name gerade nicht ein... die von Astronomie statt Astrologie-Seminaren
gesprochen hat. Okay, ist ein kleiner Lapsus, menschlich, aber das kann bei einer Untersuchung eines solchen Geländes prinzipiell
auch passieren. Für wahrscheinlich halte ich es jedoch auch nicht, eher noch, dass die Waffe ganz woanders "beseitigt" worden ist.
Natürlich hast du schon irgendwie recht, aber ganz ehrlich, einen Tatort sauber absuchen ist schon Kernkompetenz der Polizei. Astro-wie auch immer möglicherweise weniger ;)... Und wie gesagt scheint das Gewehr ja groß gewesen zu sein.
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Glaubst Du wirklich, dass bei der Polizei diesebz. noch "Unklarheit" herrscht?
Natürlich kann das sein, je nach dem wie un-eindeutig sie die Szenerie vorgefunden haben.
Ich persönlich kann mir schwer vorstellen, sofern es ein Täter war, dass er Daniel noch irgendwie fesseln konnte.
Warum auch?
Meine Vermutung ist, das es eine recht schnell durchgeführte Tat gewesen ist, ohne länger andauernde Kommunikation.
Für mich spricht zumindest , aus bestimmter Sicht, viel für einen emotionalen Racheakt, womöglich aus persönlichen Gründen
- Eifersucht?!- aber das wird sich hoffentlich noch konkretisieren, sei es bez. der Informationen der Polizei,
oder bestmöglich durch eine Aufklärung und Bestrafung des Täters.
Naja auf gewisser Ebene ist zwangsläufig aktuell unklar, was genau vorgefallen ist. Damit meine ich, dass wir ja aktuell nicht den Täter, das Motiv, etc. kennen. Wie also der Tathergang genau war, wissen wir (und mit größter Wahrscheinlichkeit die Polizei auch) nicht.

Ich denke wir sollten uns klarer machen, wie wenig wir wirklich wissen. Wie ja hier diskutiert wurde, ist der Tatzeitraum auch nicht klar und wahrscheinlich ein Zeitfenster von zumindest einigen Stunden. Da kann viel passiert sein. Wie gesagt, der Hof ist soweit ich es verstehe vollkommen abgelegen. Was auch immer dort vor sich gegangen ist, hat während der Tat und auch sonst keiner mitgekriegt.

Als Advocatus Diaboli könnte man sagen: wenn es eine schnell durchgeführte Tat gewesen ist, warum überhaupt ins Haus reingehen? Warum nicht klingeln, und direkt an der Tür? Also dass die beiden nach Angaben der Polizei wohl nach innen gegangen sind, und zusätzlich die Komplikation mit dem ggf. lauten Knall besteht, spricht für mich gerade nicht dafür, dass der/die Täter direkt eine Tötung geplant hatten. Es spricht für mich dafür, dass zunächst eine Zeitlang irgendwas passiert ist, z.B. ein Gespräch, worüber auch immer, sicherlich aber insgesamt konfrontativen Charakters. Dabei kam das Gewehr dazu, entweder als Bedrohung oder zur Verteidigung. Ob die Schussabgabe überhaupt beabsichtigt war, ist auch überhaupt nicht zu sagen.

Ich will nicht gegen die Richtlinien verstoßen aber prinzipiell wäre es ja auch vorstellbar, dass das Gewehr DE "gehört" hatte, vielleicht weil er sich in dieser abgelegenen Lage alleine unsicher fühlte, sich verteidigen können wollte, und nach einem Handgemenge benutzte es dann (einer/der) Täter.

Die Idee mit der "geschwängerten", Eifersucht, etc. halte ich für nur oberflächlich plausibel. Denkt doch mal weiter: Bei so starker Eifersucht müsste doch auf jeden Fall jemand davon wissen, mindestens die Person, um die es geht. Das würde voraussetzen, dass diese Person den Täter deckt, wissend, dass (vermutlich) sie selbst wegen des Wissens in Gefahr ist. Jemand, der einen anderen Mensch aufgrund so starker Gefühle umbringt, ist nicht safe. Selbst wenn (vermutlich) sie denkt: Oh der liebt mich so sehr - ich meine man muss schon auf die Idee kommen, dass so jemand alles tun könnte, und das für einen selbst gefährlich ist. Ich finde das nicht so enorm plausibel.


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um 14:13
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Mich irritiert eben, dass: entweder plane ich den Mord professionell oder es passiert völlig "hemdsärmlig" im Affekt...
Und wenn ich an Gehörschutz denke, dann würde ich aber eine "prozesssichere" und regelmäßig geschossene Waffe nehmen. Und wenn ich Zugriff auf Waffen hätte, dann würde ich eine Schrottflinte nehmen- da wird es dann mit dem Nachweis ungleich schwieriger...
Wer (Jagd-) Waffen hat, hat normalerweise mindestens eine Schrottflinte.

Also für mich klingt vieles immer noch nicht schlüssig- aber es ist eben auch einfach sehr wenig bekannt. Ich will damit sagen, dass der derzeitige mutmaßliche Ablauf natürlich möglich, aber an vielen Stellen unnötig riskant erscheint.
Ich halte genau das für einen sehr wichtigen Denkansatz. Ganz oberflächlich betrachtet sieht es hier so aus, als wäre es recht klar was passiert ist: Ach, irgendein Jäger aus der Region, alte Waffe nicht registriert, hat den Öko blöd gefunden.

Aber die Realität ist dass da einiges nicht passt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 14:15
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Mich irritiert eben, dass: entweder plane ich den Mord professionell oder es passiert völlig "hemdsärmlig" im Affekt...
Ich glaube, dass das nicht im Affekt passiert ist.
Das war geplant, vielleicht nicht professionell geplant, aber dennoch so gut geplant, dass es weder Augen- noch Ohrenzeugen gab (sprich ein Zeitpunkt, zu dem keine durchreisenden Vanlifer auf dem Gelände genächtigt haben) und ausreichend Zeit war, die belastendsten Spuren wie beispielsweise Schmauchspuren oder auch die Waffe selber verschwinden zu lassen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 14:20
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich habe das nicht so verstanden, dass er Landwirt war, sondern Selbstversorger. So wie ich es verstehe hat er keine Produkte des Hofes verkauft, sondern hat Lebensmittel für sich und vielleicht noch die Gäste der Seminare produziert.
Na, die muss er ja anbauen. Er bewirtschaftete Land, um Nahrungsmittel zu produzieren. Ergo Landwirt, nenn' es von mir aus Bauer oder Kleinbauer – ist auf jeden Fall Arbeit.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 14:29
Zitat von antheanthe schrieb:Das war geplant, vielleicht nicht professionell geplant, aber dennoch so gut geplant, dass es weder Augen- noch Ohrenzeugen gab (sprich ein Zeitpunkt, zu dem keine durchreisenden Vanlifer auf dem Gelände genächtigt haben) und ausreichend Zeit war, die belastendsten Spuren wie beispielsweise Schmauchspuren oder auch die Waffe selber verschwinden zu lassen.
Schmauchspuren wären bei einem Jäger oder Schützen nicht automatisch verdächtig, er muss nur sicherstellen, dass er nach der Tat nochmal ein Gewehr unter Zeugen benutzt.


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