Sabik schrieb:Ich habe zufällig mit solchen "grundbuchlichen" Nachbarschaftsstreitigkeiten zu tun. Da erreichst du definitiv gar nichts mit "BUM". Eher im Gegenteil. Ich persönlich fände es existenzgefährdend, wenn mein Nachbargrundstück auf so eine Art bekannt wird. Im Gegenteil, ich würde schätzen, der Nachbar kriegt die Krise weil sein eigenes Grundstück durch diese Sache drastisch weniger wert und schlechter verkäuflich wird. Der Immomarkt in der Region für so abgelegene Sachen ist doch mit Sicherheit eh schwierig. Dann noch so was, da ist das Grundstück, das vorher... vielleicht auch schon nicht so viel wert war, nun noch weniger wert. Also der Nachbar hat hier würde ich sagen keinen Vorteil.
Ja das kommt jetzt natürlich auf den konkreten Einzelfall drauf an - in welche Richtung das geht.
Bei der gehobenen Immobilie als Anlageobjekt, kann sowas natürlich den eigenen Wert mit runter ziehen. Hier im konkreten Fall kann so ein Verbrechen das Haus nebenan (am Markt) somit auf den landwirtschaftlichen Nutzwert (Bodenrichtwert) zusammenfallen lassen (>Hinterkaifeck)
Ich bin jetzt kein Immobilienfachmann, aber eine idyllische Bestandsimmobile im bayrischen Aussenbereich (Ulm Memmingen) ist alles andere als wertlos. Egal welcher Zustand. Völlig anders wie zum Beispiel im Erzgebirge.
Wenn man jetzt realistisch ist und ein bisschen spekuliert, wird das Anwesen mittelfristig eben geschoben, die Senke angefüllt und als Landwirtschaftsfläche angesät. Auch wenn es jetzt pietätlos klingt, aber der finanziell potente Käufer, der den Charme des Häuschens geschätzt und umfassend renoviert hätte, kommt jetzt natürlich nicht mehr.
Also nüchtern ökonomisch betrachtet, wurden da aus meiner Sicht jetzt als Daumenwert 300.000 bis 500.000€ an Wert "korrigiert". Wenn man etwas rational denkt: Zugunsten des Nachbarn.
Ob der Nachbar seinen monetären Grundstückwert überhaupt in Betracht zieht, ist fraglich. Für ihn ist es ja kein Invest.