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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

955 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 12:01
Vielleicht hat er das Trinkwasser für solche Events ja extra geholt, ganz in der Nähe gibt es z.B. die "Naturtherme Bedernau" mit heilkräftigem Thermalwasser.
Könnte ja sein, daß es dort in der Gegend eine besondere Quelle gibt, wo sich die Bevölkerung Wasser holt. In meinem Nachbarort gibt es z.B. ein bekanntes "heiliges Brünndl", oft sehe ich beim Vorbeifahren Leute, die sich Flaschen und Kanister anfüllen.


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10.08.2026 um 12:14
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ah - das passt dann schon eher.
Vielleicht musste Trinkwasser fuer das Festival dann tatsaechlich zugekauft werden?
Ja. Und möglicherweise wurden eben auch extra für die Festivals Toiletten aufgebaut.
Es gibt Anbieter, die sowas zur Verfügung stellen.

Ein kleines, unkommerzielles Festival in Hamburg nutzt das z.B.
Kompost statt Chemie
Bei Wutzrock gibt es Komposttoiletten. Sie kommen ohne die übliche Sanitärchemie aus und werden während des Festivals von Finizio und unserem Klo-Kollektiv betreut.
Quelle: https://www.wutzrock.de/news/unser-festival-unsere-wiese-unser-muell-unsere-verantwortung.html

Vom Ansatz her könnte das auch zu Daniel E passen.
Ob er das genutzt hat, weiß man natürlich nicht.

Generell kann man aber davon ausgehen, denke ich, dass sich durchaus Gedanken gemacht wurden, wie man mit dieser Problematik bei einer besucher:innenzahl von über 100 umgeht.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 12:44
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Die Fördermenge eines Widders ist ja, so wie ich es jetzt verstanden habe, immer gleich und lässt sich nicht beeinflussen.
Dass die Fördermenge sich kaum beeinflussen lässt, stimmt wohl.

Aber die Fördermenge ist nicht immer gleich. Laut Google-KI schwankt sie je nach Jahreszeit und Wasserstand der Quelle sogar ganz erheblich, da ein Widder eine reine Verhältnispumpe ist, die direkt von der ankommenden Antriebswassermenge (Schüttung) abhängt.

Führt die Quelle z.B. im Frühjahr viel Wasser, steigt die Triebwassermenge, wodurch der Widder mehr Wasser fördert. Im Sommer oder bei Trockenheit sinkt der Wasserstand, was den Zufluss und damit auch die Fördermenge verringert.

Das heißt also, dass gerade im Sommer, wenn z.B. zum Bewässern der Pflanzen oder für eine höhere Anzahl an Gästen mehr Wasser benötigt wird, mit dem Widder weniger Wasser gefördert werden kann. Daher nehme ich auch an, dass Daniel Emminger in diesen Fällen Wasser zugekauft hat. Bei 100 Besuchern müsste das allerdings schon eine große Menge gewesen sein.

Es gibt auch ein Tool, mit dem man die Fördermenge eines Widders einfach berechnen kann. Man muss nur ein paar Werte eingeben (die wir für den Widder von Daniel Emminger aber natürlich nicht kennen): https://www.florianschlumpf.swiss/berechnungstool.htm


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10.08.2026 um 12:48
Ich vermute, dass es zur Wasserversorgung einen eigenen Brunnen gab/gibt.

Ein kleines Bächlein bietet wohl kaum die Versorgungssicherheit, die nötig ist um damit Trinkwasser zu haben. Man wäre viel zu sehr abhängig von äußeren Faktoren. Bei der aktuellen Hitze… was macht man wenn der Bach vorübergehend versiegt oder zu wenig Wasser transportiert? Wie wird temporärer Mehrbedarf durch größere Besuchergruppen sichergestellt?

Ein Brunnen liefert zuverlässig eine erwartbare Menge an Wasser und man kann sich darauf einstellen.

Sollte der Bach bei Hitze versiegen wäre schnell auch die komplette Ernte hin, denn gerade bei Hitze muss man zusätzlich wässern. Das ganze Konzept eines Selbstversorgers wäre in Gefahr…


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 13:07
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ein Brunnen liefert zuverlässig eine erwartbare Menge an Wasser und man kann sich darauf einstellen.
Aber auch für die Trinkwasserentnahme aus einem eigenen Brunnen gibt es viele Auflagen:

Das Wasser muss die strengen Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) einhalten. Im Wasser können sich z.B. Keime (Bakterien, Viren) und Schadstoffe wie Düngemittel oder Pesitzide befinden, die krank machen. Da sie unsichtbar sind, ist eine professionelle Wasseranalyse und behördliche Anmeldung des Brunnens als Eigenwasserversorgungsanlage erforderlich. Das Wasser muss in regelmäßigen Abständen in einem zertifizierten Labor untersucht werden. Bei Grenzwertüberschreitungen sind technische Filtersysteme erforderlich.

Und der Betreiber eines Hausbrunnens haftet eigenverantwortlich für die Gesundheit aller Mitverbraucher.

https://ivario.com/de-de/blogs/trinkwasser/darf-man-brunnenwasser-trinken


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10.08.2026 um 13:08
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Generell kann man aber davon ausgehen, denke ich, dass sich durchaus Gedanken gemacht wurden, wie man mit dieser Problematik bei einer besucher:innenzahl von über 100 umgeht.
Das denke ich auch.
Und diese Art an Besuchern wissen ja auch, dass sie mit einfachen Standards rechnen müssen (zB hinsichtlich Leitungswasser, gekühlte Getränke etc).
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ich vermute, dass es zur Wasserversorgung einen eigenen Brunnen gab/gibt.
Den gibt es nicht:
Bei uns auf dem Gehöft haben wir kein Brunnen.
Quelle:
https://www.autarkia-naturnah.de/akademie/autarkie/wasser/
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Ein Brunnen liefert zuverlässig eine erwartbare Menge an Wasser und man kann sich darauf einstellen.
Naja - da kommt halt auch auf die Gegebenheiten an.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 13:23
Ich glaube, das Festival an sich (allein betrachtet) war nicht das Problem (sofern dies überhaupt mit dem Motiv des Mordes zusammenhängt). Sondern die Betrachtung des Ganzen. Was WIR wissen ist:

- Ab 2018 lebte DE auf dem Hof. Ursprünglich, um einen Stellplatz für seinen Camper zu haben, in dem er zu diesem Zeitpunkt mit seiner Frau lebte (der Sohn war da noch nicht geboren; er ist heute 5 Jahre alt). Den Tipp dafür bekamen die beiden von DE's Schwiegervater.

- DE pachtete das Anwesen, das weder über eine Stromversorgung, noch über einen Kanalanschluss oder kommunale Wasseranbindung verfügte, (Stand heute immer noch so), da er darin das Potential für sein Interesee an autarker Lebensweise und Permakultur sah. Zeitpunkt des Pachtvertrages und dessen Bedingungen: unbekannt.

- Bis mindestens 2023 lebte DE auf dem Hof mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn und hatte zwischen frühestens 2018 und 2023 ein Kleingewerbe auf ca 1 Hektar Gesamtfläche aufgebaut (ein halbes Hektar rund um den Hof, ein halbes Hektar im Wald), das aus einem Gemeinschaftsgarten (solidarischer Landwirtschaft für max 12 Personen auf 400 qm), nahezu wöchentlich wechselnden Campern (angeboten u.a. auf MyCabin), und regelmäßigen (mehrtägigen) Workshops im Bereich des "alternativen Lebens", sowie Jungpflanzenverkauf bestand. Er baute den Hof während dieser Zeit aus mit eigener Wasserversorgung und -Entsorgung, inklusive Sauna, Pool(s), Seminarraum oder - räumen, Campingbereich für Gäste inkl. Feuerstelle. Im Jahr 2026 waren zwischen Mitte April und Anfang August insgesamt 11 Workshops, meist 2-3 tägig angesetzt (alle fanden an Wochenenden statt, außer das Festival, das von Dienstag bis Sonntag gehen sollte ).
Daniel Emminger lebte 2026 getrennt (geschieden?) von seiner Frau, hatte aber weiterhin guten Kontakt zu seiner Exfrau und zum gemeinsamen Sohn, hatte einen großen Freundes- und Bekanntenkreis und galt als friedliebend ohne bekannte Konflikte.

Die Tat:
Daniel Emminger wurde in der Nacht vom 31.3. auf 1.4. im Inneren seines Hauses erschossen, vermutlich mit mehreren Schüssen, da von sichergestellten Projektilen (Mehrzahl) die Rede war. Tatwaffe war ein großkalibriges Gewehr, evtl aus Kriegszeiten. Der Lärmpegel, der beim Abfeuern entstanden sein muss, legt nahe, dass der Täter entweder einen Gehörschutz trug oder selbst einen (zumindest kurzfristigen) Hörschaden erlitt. Gefunden wurde DE am 3.4.; der Mord glich laut Aussagen der Ermittler einer Hinrichtung; Täter und Opfer dürften sich gekannt haben. Es gibt (Stand heute) keine Zeugen, da der Hof, bis auf einen direkten Nachbarn, mehrere Kilometer abgelegen vom nächsten Ort liegt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 13:58
Die Ermittler schließen ja auch Neid und Eifersucht als Mordmotiv nicht aus.

Eifersucht geht möglicherweise in Richtung Beziehung.

Woher käme dann Neid?

Und auf was? Auf Daniels Beliebtheit und Erfolge mit dem Ausbau des Hofes vielleicht? Konkurrenzdenken?

Hier wurde jetzt Seitenlang über Wasserversorgung diskutiert, was natürlich eine Wut auf Daniels Lebensstil erklären kann.

Aber die Ermittler nennen drei mögliche Motive und müssen sich dazu ja Gedanken gemacht haben.


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10.08.2026 um 14:07
Betrachtet man also mal die Termine, die 2026 auf dem Hof stattfinden sollten, kann man definitiv sagen, dass da einiges geplant war. 2025 gab es auch schon einige Workshops, aber anscheinend nicht in dem Ausmaß und der Häufigkeit (das könnte natürlich u.a. auch mit der neuen Kleinunternehmerregelung zu tun gehabt haben oder ganz einfach mit dem wachsenden Netzwerk und der Entwicklung des Hofes). Die Termine vor 2026 kann man leider nicht mehr auf der Homepage sehen, wohl aber auf seinem Social Media. Dort hat er bis dahin seine Termine von Autarkia veröffentlicht. Zum wöchentlichen Jungpflannzenverkauf (jeden Sonntag) gab es auch ab dem 28.10.2025 wöchentlich eine "Plantensauna". Jeden Samstag von 17.00 - 20.00 Uhr für 18 Euro p.P.. - Wahrscheinlich nicht ganzährig; und wieviele Besucher da tatsächlich kamen, wissen wir nicht.

Aber alleine bei den Workshops sollte es im Mai fast jedes Wochenende komplett einen Workshop geben und in der letzten Woche zudem von Dienstag bis Sonntag dann ds Festival.
Im Juni waren 3 Wochenenden mit Kursen belegt.

Quelle: https://www.autarkia-naturnah.de/kurse/


Screenshot 2026-08-10 at 14-03-48 Kurse Original anzeigen (0,5 MB)


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10.08.2026 um 14:20
Vielleicht ging es bei dem Streit weniger um die Wasserversorgung etc. als vielmehr um die Unruhe allgemein, die die Events da mit sich bringen können.


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10.08.2026 um 14:30
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Bis mindestens 2023 lebte DE auf dem Hof mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn und hatte zwischen frühestens 2018 und 2023 ein Kleingewerbe auf ca 1 Hektar Gesamtfläche aufgebaut (ein halbes Hektar rund um den Hof, ein halbes Hektar im Wald), das aus einem Gemeinschaftsgarten (solidarischer Landwirtschaft für max 12 Personen auf 400 qm), nahezu wöchentlich wechselnden Campern (angeboten u.a. auf MyCabin), und regelmäßigen (mehrtägigen) Workshops im Bereich des "alternativen Lebens", sowie Jungpflanzenverkauf bestand.
Mit 0.5 ha (z.B. 200m x 250m) Grund bietet gerade mal Platz für die dreiköpfige Familie. Da sehe ich nicht wie er mehrtägige Veranstaltungen abhalten kann ohne dass Nachbargrundstücke in Anspruch genommen (von den Teilnehmern?) werden. Dazu bräuchte es einen sehr toleranten Nachbarn mit dem eine einvernehmliche Lösung gefunden werden müsste.
Dem war aber offensichtlich nicht so und möglicherweise hat DE das dadurch entstandene Aggressionspotential auf Seiten des Nachbarn um Dimensionen unterschätzt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 14:31
@jeangreen
Vielen Dank fürs Einstellen der Veranstaltungsliste.

Daniel schien gute Kontakte zu haben. Googelt man den Gastdozenten, so findet man eine Reihe Veranstaltungen und Veröffentlichungen.

So ein Festival zum Beispiel zieht man ja nicht ganz allein auf. Da gibt es, egal wo das Festival stattfindet, ja Teilnehmer, Mitorganisatoren, Veranstalter, etc. Die Kontakte werden die Ermittler alle nach und nach abklappern.
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Vielleicht ging es bei dem Streit weniger um die Wasserversorgung etc. als vielmehr um die Unruhe allgemein, die die Events da mit sich bringen können.
Das ist tatsächlich möglich, deshalb haben die Ermittler mit Sicherheit auch den Nachbarn noch auf dem Schirm. Hat hier nicht mal jemand über die Anzahl der Teilnehmer in einer der Workshops gesprochen? Das heißt ja im Frühjahr und Sommer waren jedes Wochenende Besucher da.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

10.08.2026 um 14:50
Und wenn wir jetzt einmal annehmen, dass die Events auf dem Gelände das Wild in dieser einsamen Gegend gestört haben könnten?!


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10.08.2026 um 14:52
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Mit 0.5 ha (z.B. 200m x 250m) Grund bietet gerade mal Platz für die dreiköpfige Familie.
Korrektur: Die Fläche ist noch viel kleiner (z.B. 50m x 100m)


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10.08.2026 um 17:26
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Mit 0.5 ha (z.B. 200m x 250m) Grund bietet gerade mal Platz für die dreiköpfige Familie.
Korrektur: Die Fläche ist noch viel kleiner (z.B. 50m x 100m)
Zur Veranschaulichung: 1 Fussballfeld entspricht 0,71 ha.


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10.08.2026 um 18:04
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb: Da sehe ich nicht wie er mehrtägige Veranstaltungen abhalten kann ohne dass Nachbargrundstücke in Anspruch genommen (von den Teilnehmern?) werden. Dazu bräuchte es einen sehr toleranten Nachbarn mit dem eine einvernehmliche Lösung gefunden werden müsste.
Ich glaube, hier sind eben zwei verschiedene Lebenseinstellungen aufeinandergetroffen und der Nachbar sah keine richtige Chance, sich zu wehren.
Das mit dem Wasser wundert mich wirklich sehr ... hier ist im vergangenen Sommer ein Landwirt sehr hart bestraft worden, weil er heimlich aus einem Schwarzwaldbach einmalig Wasser zur Bewässerung der Äcker genommen hat.

Wenn nun ein Hof mit dem Widder Wasser zieht, und im Vergleich zur Fließmenge ja vermutlich gar nicht so wenig, ist das mit Sicherheit ein Ärgernis und schürt Existenzängste. Wir haben Nachbarn mit sehr kleinem Garten und sehr lauten Kindern und sehr vielen sehr lauten Freunden. Blöderweise grillen die im Sommer oft in dem Minigarten und die Kinder spielen auf der Straße. Wenn dann Sonntagnachmittags acht Kinder die Straße als Gemeinschaftsraum nutzen, während wir uns eigentlich freuen wollen, dass unsere Kinder groß und leise sind und uns entspannen - da entstehen auch Aggressionen, das kann ich dir versichern - und nicht nur bei uns. Da alles im privaten Rahmen ist und keine Gesetze überschreitet, können wir auch nur aushalten.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Dem war aber offensichtlich nicht so und möglicherweise hat DE das dadurch entstandene Aggressionspotential auf Seiten des Nachbarn um Dimensionen unterschätzt.
Aus seiner Sicht lief es halt beruflich super, da kann man nicht aus Rücksicht auf einen Nachbarn das Geschäftsmodell ändern.


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10.08.2026 um 18:16
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich glaube, hier sind eben zwei verschiedene Lebenseinstellungen aufeinandergetroffen und der Nachbar sah keine richtige Chance, sich zu wehren.
Das mit dem Wasser wundert mich wirklich sehr ... hier ist im vergangenen Sommer ein Landwirt sehr hart bestraft worden, weil er heimlich aus einem Schwarzwaldbach einmalig Wasser zur Bewässerung der Äcker genommen hat.

Wenn nun ein Hof mit dem Widder Wasser zieht, und im Vergleich zur Fließmenge ja vermutlich gar nicht so wenig, ist das mit Sicherheit ein Ärgernis und schürt Existenzängste. Wir haben Nachbarn mit sehr kleinem Garten und sehr lauten Kindern und sehr vielen sehr lauten Freunden. Blöderweise grillen die im Sommer oft in dem Minigarten und die Kinder spielen auf der Straße. Wenn dann Sonntagnachmittags acht Kinder die Straße als Gemeinschaftsraum nutzen, während wir uns eigentlich freuen wollen, dass unsere Kinder groß und leise sind und uns entspannen - da entstehen auch Aggressionen, das kann ich dir versichern - und nicht nur bei uns. Da alles im privaten Rahmen ist und keine Gesetze überschreitet, können wir auch nur aushalten.
...
Aus seiner Sicht lief es halt beruflich super, da kann man nicht aus Rücksicht auf einen Nachbarn das Geschäftsmodell ändern.
Ich denke nicht, dass die Wasserentnahme ein Problem war, er hat ja Strom, Wasser und Abwasser.

Gut möglich, dass hier zwei Menschen aufeinander gestoßen sind, die nicht unbedingt konfliktscheu sind bzw. waren. Aber man sollte dann doch eine Antenne dafür entwickeln wann es zuviel werden könnte.
Es nützt ja nichts wenn dann auf dem Grabstein steht "... aber er hatte Recht" oder "... er hatte Vorfahrt".


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10.08.2026 um 18:24
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Aus seiner Sicht lief es halt beruflich super, da kann man nicht aus Rücksicht auf einen Nachbarn das Geschäftsmodell ändern.
Ich bin mir nicht sicher, ob es ein gutes Geschäftsmodell ist wenn ich dafür mindestens 5 ha Grund benötige aber nur ein Zehntel davon habe ...


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10.08.2026 um 18:35
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Ich denke nicht, dass die Wasserentnahme ein Problem war,
Vielleicht gab es ja noch jemanden, der den Bachlauf altersher anzapfen durfte und bei dem jetzt weniger Wasser ankam....

Gerade die letzten Jahre hat es bei uns im Sommer kaum mal geregnet - und wenn man Landwirtschaft betreibt und Vieh hat, ist das möglicherweise ein Faktor.


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10.08.2026 um 18:44
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Wenn dann Sonntagnachmittags acht Kinder die Straße als Gemeinschaftsraum nutzen, während wir uns eigentlich freuen wollen, dass unsere Kinder groß und leise sind und uns entspannen - da entstehen auch Aggressionen, das kann ich dir versichern - und nicht nur bei uns. Da alles im privaten Rahmen ist und keine Gesetze überschreitet, können wir auch nur aushalten.
Das sind doch normale Herausforderungen des Lebens, mit denen wir alle mitunter zu tun haben.
Deswegen richtet man niemanden hin.
Da müssen noch ein paar Faktoren dazu gekommen sein. Entweder in den Umständen oder in der Persönlichkeit des Täters.
Wissen wir alles nicht.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Aber man sollte dann doch eine Antenne dafür entwickeln wann es zuviel werden könnte.
Es nützt ja nichts wenn dann auf dem Grabstein steht "... aber er hatte Recht" oder "... er hatte Vorfahrt".
So klingt es als wäre die Verantwortung beim Opfer zu verorten.
Vermutlich aber hat Daniel E diesen tödlichen Gewaltausbruch des Täters nicht kommen sehen.
Wer rechnet denn damit, dass eine Konfliktpartei einen Streit mit einer tödlichen Waffe beenden wird?

Eine aus meiner Sicht interessante Frage wäre, ob jemand aus dem Umfeld des Täters die Intensität der Eskalation mitbekommen hat.
Sofern er in irgendeiner Weise sozial eingebunden war und nicht ein völlig einsamer Wolf, wird er sich wohl auch mal über den sich zuspitzenden Konflikt ausgekotzt haben. War das für irgendjenanden absehbar, dass es in Gewalt münden wird?
Und damit meine ich jetzt keine tödliche Gewalt. Denn mit so einem Ausbruch rechnet vermutlich niemand.

Oder ging es vielleicht doch um etwas viel persönlicheres, wie rasende Eifersucht, worüber vielleicht nicht unbedingt offen geredet wurde?


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