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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

884 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

30.07.2026 um 21:31
@Pitmaster C

Danke für Info!

Bedeutet folglich, die Hülse gewährt keinerlei Rückschlüsse auf das Kaliber der Waffe?

Mögliche Fingerabdrücke kann man wohl ausschliessen, schätze ich.

Hm...

PS: R.I.P Daniel E. (statt "R.")


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

30.07.2026 um 21:36
Zitat von HexHo-GärtnerHexHo-Gärtner schrieb:Danke für Info!

Bedeutet folglich, die Hülse gewährt keinerlei Rückschlüsse auf das Kaliber der Waffe?

Mögliche Fingerabdrücke kann man wohl ausschliessen, schätze ich.

Hm...
Doch, das Kaliber ist festgelegt, muss sogar auf der Hülse eingeprägt sein. Aber nicht Geschosstyp oder Laborierung der Patrone. Man kann also eine Hülse von Hersteller X, ein Geschoss vom Hersteller Y und eine selbst hergestellte Pulvermischung plus ein Zündhütchen nehmen und sich damit Patronen herstellen.

Fingerabdrücke - davon wurde ja nichts gesagt aber das würde die Identifizierung natürlich verinfachen wenn man einen TV hat.


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30.07.2026 um 21:46
Zitat von frisiafrisia schrieb:...genau deswegen glaube ich nicht an eine registrierte Waffe. Die Erlangung einer Erlaubnis beinhaltet diverse Schritte (formaler Wissenserwerb, Überprüfung der Person, Überprüfung des Bedarfs) die die Schwelle einer irregulären Verwendung eher hochschrauben.
Ich weiß es nicht, imho gibt es für beide Varianten pro und contra.

Wer legal Waffen besitzt, wird sich in den wenigstens Fällen der Gefahr aussetzen, zusätzlich illegale Waffen zu haben. Kaum jemand wird in D so genau durchleuchtet wie Waffenbesitzer.

Wer eine illegale Waffe besitzt, kann nicht in das Jadgeschäft gehen, um sich eine Packung Jagdmunition zu kaufen. U

Das impliziert für mich, dass es sich eher um einen Legalwaffenbesitzer handelt. Und je nachdem wo das Motiv nun genau lag, kann ja auch bei so einem Menschen was in der Birne passieren, dass man sich keine Gedanken um die Folgen macht.

Andererseits: Ich schreibe hier jetzt keine Anleitung, aber für kundige gibt es durchaus Möglichkeiten eine Tat mit einer legalen Waffe zu begehen, die eben nicht so ohne weiteres nachzuvollziehen ist.


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30.07.2026 um 23:55
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Da der Verein sich hier als Kleinunternehmen ausweist und mit externen Dozenten wirbt, wird der Hof sich durch diese Kurse ein wenig finanziert, aber keine grossen Summen erwirtschaftet habe
Stimmt, hab ich grad auf der HP nachgelesen. Aber wie hat das finanziell mit dem Hof funktioniert frag ich mich?

Interessant ist auch, dass das Ganze ein Verein ist. Der scheint nicht eingetragen zu sein, hat seinen Sitz in Österreich, ist wohl weltweit aktiv, hauptsächlich aber auf dem Hof in Bayern. Es gibt einen Vereinsvorstand. Wie ist denn der Verein wirtschaftlich aufgestellt? Hängt der am Hof oder umgekehrt?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 08:29
Ich denke nicht. Die Veranstaltungen waren wahrscheinlich eher im Sommer und laut Polizei war er alleine auf dem Hof und würde erst zwei Tage später gefunden.

Ich glaube nicht dass dort oft Veranstaltungen mit über hundert Teilnehmern die auch übernachtet haben stattgefunden haben. Jedenfalls gibt es keine Anhaltspunkte dafür. Was man sieht sind eher kleinere private Partys und halt die Workshops. Aber da reden wir con wesentlich kleineren Teilnehmerzahlen.
Workshops mit über 100 Teilnehmern sind kaum praktikabel.


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31.07.2026 um 08:58
Der erste Kurs wäre am 11. und 12. April ein Geodome-Bauworkshop gewesen. So wahnsinnig viele Teilnehmer kann ich mir für die Veranstaltungen dort auch nicht vorstellen. Das war von der Thematik her doch eher speziell.
Das Thema Toiletten würde ich nicht zu hoch hängen. Vielleicht hat er ja regelmäßig für Gäste eine Dixi-Toilette gemietet.
Die Kursgebühren für die Veranstaltungen, die für 2026 angesetzt waren, haben sich zwischen 120 und 320 Euro bewegt. Kann schon sein, dass ihm das zum Leben gereicht hat, wenn man das mal so überschlägt. Interessant fand ich, dass er zwar sehr nachhaltig, aber nicht spartanisch gelebt hat. Er hatte sogar einen nachts beleuchtbaren Pool im Garten, inklusive Reinigungsroboter, und eine Sauna. Das oben verlinkte Video ist sehr interessant. Mir ist es ein Rätsel, wie man auf diesen Menschen einen solchen Hass entwickeln kann, dass man ihn tötet.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 09:12
Sein Lebensstil hat halt vielleicht zu sehr den Lebensstil mancher Alteingesessener da hinterfragt oder sah für die einfach zu provozierend aus.

Nur kann ich mir auch nicht vorstellen dass das alleine gereicht hat. Also ohne dass da sonst ein konkreter Konflikt war der sich halt vielleicht aus dieser Antipathie gespeist und/oder ergeben hat.

Das Opfer war handwerklich begabt und nicht ungebildet. Ich denke der konnte auch so ganz gut an Jobs kommen wenn er Geld gebraucht hat bzw. vielleicht hat er sich was angespart oder hatte ne Erbschaft. Der hat nur versucht nachhaltig zu leben, aber das heißt nicht dass das prekäre Lebensverhältnisse waren.

Leider darf ja laut Moderation nicht über Social Media Quellen diskutiert werden.

Aber diese Esoterikszene wirkt halt auf Außenstehende sehr speziell und kann vielleicht auch konservative oder religiöse Menschen triggern. Es gibt da zum Teil halt auch Ansichten zu romantischen Beziehungen (Polyamorie) die nicht kompatibel mit den im ländlichen Bayern vorherrschenden Vorstellungen sind.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 10:06
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein Unbeteiligter durch Herrn Emmingers Lebensstil so getriggert war, dass er zum Gewehr griff. Herr Emminger hat seine Weltsicht ja niemand aufgedrängt oder Konfrontation gesucht, und sein Sexualleben dürfte auch nicht von allgemeinem Interesse gewesen sein, sondern höchstens ggf. Partner eventueller Gespielinnen getriggert haben.


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31.07.2026 um 11:15
Ich favorisiere folgende Möglichkeiten:

ich sehe durchaus die Variante, dass der alternative Lebensstil des Opfers auch Komponenten wie Polyamorie, freie Liebe etc. beinhaltet haben könnte und ein eifersüchtiger Dritter „rot gesehen hat“ und den Nebenbuhler beseitigt hat.
Was weniger passt ist, dass das nähere Umfeld des Opfers vermutlich ebenfalls aus der alternativen Szene stammt und da würde ich nicht unbedingt Jagd- oder generell Schusswaffen erwarten.

Denkbar wären auch finanzielle Verstrickungen. Es kann ja sein, dass Workshops und ein Selbstversorger-Hof den täglichen Bedarf decken, aber wie wurde der Hof finanziert, gab es größere Projekte, für die Zahlungen ausblieben?
Hier wäre es möglich, dass ein Gläubiger das Opfer zur Rede stellen wollte und ein Streit eskalierte.

Eine weitere Möglichkeit sehe ich darin, dass sich das räumliche Umfeld nicht so ohne Weiteres damit abgefunden hat, dass nebenan jemand einen alternativen Hof bewirtschaftet und von Workshops lebt.
Alleine, dass da jemand nicht ins klassische bayerisch-konservative Weltbild passt mag noch kein Mordmotiv ergeben solange niemand anderes davon behelligt wird.

Die Workshops mit sehr hohen Teilnehmerzahlen könnten aber ein massives Problem für die Nachbarschaft gewesen sein. Es gibt auf dem Hof angeblich keine Toiletten, hohe Teilnehmerzahlen reisen an und auch wieder ab, bewegen sich auf dem Hof und sicher auch im Umfeld.

Da könnte sich jemand massiv an den „Horden von Gammlern“ gestört und womöglich in seiner heilen Welt gestört oder gar bedroht gefühlt haben. Auch hier: es kommt zu einer Aussprache, zu einer Konfrontation, die Situation eskaliert und mündet in einem Tötungsdelikt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 11:31
Zitat von kokokokokokokokokoko schrieb:Der hat nur versucht nachhaltig zu leben, aber das heißt nicht dass das prekäre Lebensverhältnisse waren.
Natürlich nicht. Unter prekären Lebensverhältnissen würde ich auch was ganz anderes verstehen.
Solche Konstrukte gibt es häufiger, idealistisch geprägte Personen, die sich mit dem Hofkauf einen Traum erfüllen, der dann - weil laufende Unterhaltungskosten unterschätzt - zum Alptraum werden kann. Vor allem wenn der Hof nur gepachtet wurde.

Ich frage mich aber, wie die finanzielle Situation hier war. Die Kleinunternehmerregelung lässt Umsätze nur im geringem Umfang zu. Deswegen ist man dafür auch steuerbegünstigt. Die Unterhaltung eines Hofes (laufende Kosten) plus Durchführung von Veranstaltungen kostet aber einiges. Das passt für mich nicht zusammen.
Und ob Daniel E. der Hof gehörte oder er oder der Verein (?) diesen nur gepachtet hat, wäre schon ein Unterschied.

Wie war denn die Situation im Verein?
Und was wird jetzt aus dem Hof?

Alles nur Fragen, um sich an die Idee eines Motivs ranzutasten.

An ein entsprechendes Gewehr zu kommen, dürfte einigen Personen möglich gewesen sein. Waffenbesitzer und Schütze sind unter Umständen 2 verschiedene Personen.


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31.07.2026 um 11:34
Denkbar ist auch was ganz Banales wie z. B. über Monate nicht gezahlte Pacht....wenn derjenige, der auf die Pacht wartet, finanziell selbst auf diese angewiesen ist.


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31.07.2026 um 11:45
Zitat von MeaMea schrieb:Denkbar ist auch was ganz Banales wie z. B. über Monate nicht gezahlte Pacht....wenn derjenige, der auf die Pacht wartet, finanziell selbst auf diese angewiesen ist.
Der Tod des Pächters bedeutet dann aber, garantiert gar kein Geld mehr zu bekommen…


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31.07.2026 um 11:46
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Was weniger passt ist, dass das nähere Umfeld des Opfers vermutlich ebenfalls aus der alternativen Szene stammt und da würde ich nicht unbedingt Jagd- oder generell Schusswaffen erwarten.
Naja, wenn da noch mehr Leute autark leben, ist es sehr gut möglich, dass noch jemand ein Gewehr von Opa im Schrank stehen hat.

Mal davon abgesehen, muss ein Nebenbuhler auch nicht selbst der Szene angehören.
Vielleicht ist jemandes Freundin auf so einen Workshop gefahren und dann hat sich fremdverliebt? Dann wäre ein Mord aus Eifersucht möglich.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 11:48
Klar, aber der Hof kann neu verpachtet oder für richtig viel Geld verkauft werden..ein Hof in Einödlage ggf. mit noch ein paar Hektar Land dazu dürfte finanziell richtig was bringen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 12:03
Der Mord ist in der Woche vor Ostern passiert, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Da hatten grad die Osterferien angefangen.
Gefunden hat man Daniel E. am Karfreitag, einem Feiertag.

Die Veranstaltung am 11.04/12.04. wäre die erste in diesem Jahr gewesen..stellt sich die Frage, ob es da einen Zusammenhang gibt, dass die Tat kurz vor der ersten Veranstaltung in 2026 passiert ist.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 12:30
Also das Verhalten der Ermittlungsbehörden scheint stark darauf hinzudeuten dass man den Täter im jagdlichen, landwirtschaftlichen und nachbarschaftlichen Milieu vermutet.

Andere Kreise haben halt auch in Deutschland nicht so einfach Zugang zu Jagdmunition oder benötigen diese. Theoretisch könnte auch ein Bekannter von Opfer Jäger sein oder Zugang zu solchen Waffen haben aber das halte ich eher für unwahrscheinlich weil klassische Jäger in der Esoterikszene eher nicht so gut reinpassen und die Waffengesetze hier Recht strikt sind. Also Waffen die irgendwo offen rumstehen können sehr hohe Strafen nach sich ziehen und das wird auch kontrolliert.

Ich vermute da gab es einen schwelenden (Nachbarschafts-)Streit der durch den Lebensstil des Opfers oder romantischen Beziehungen angefacht wurde und eskaliert ist. Dann gab es entweder eine geplante tat oder eine Konfrontation ist so eskaliert dass der Täter mit einer Waffe zurückgekommen ist...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 12:37
Zitat von MeaMea schrieb:Denkbar ist auch was ganz Banales wie z. B. über Monate nicht gezahlte Pacht....wenn derjenige, der auf die Pacht wartet, finanziell selbst auf diese angewiesen ist.
Das ist eine gute, lebensnahe Idee! Es muss auch nicht unbedingt die Pacht sein; sie könnte es aber sein. Andere Schulden bei Leuten aus dem Dorf tun es aber auch. Diese "Habgier"-Erklärung schließt auch die anderen hier diskutierten Erklärungen für den Mord nicht aus. Es ist ja oft so, dass es für einen Mord nicht nur ein Motiv gibt, sondern ein ganzes "Motivbündel" (wie die Polizei es nennt). Nicht gezahlte Schulden könnten so etwas wie das Hauptmotiv sein, aber die Lebensstil-Unterschiede und die als störend empfundenen Veranstaltungen auf dem Hof des Opfers könnten den Mordwunsch noch verstärkt haben.

Ein normaler Bürger, der kein Berufsverbrecher ist, einen normalen Lebenslauf ohne Vorstrafen vorweist und über ein einigermaßen intaktes Wertesystem verfügt, muss sich ja irgendwie selbst davon überzeugen, dass die Wahnsinnstat, die er plant, gerechtfertigt ist. Das ist wahrscheinlich ein längerer Prozess, in dem dem späteren Mörder immer mehr Dinge einfallen, die das spätere Opfer "falsch macht" und/oder mit denen er der Gesellschaft "schadet" und so sein Recht auf Leben verwirkt. Man könnte es auch so sagen: Jemand der einen Mord plant, aber noch so etwas wie Gewissen hat, muss seine späteren Opfer erst gedanklich entmenschlichen, um die Tat begehen zu können.

Vielleicht beginnt es mit den Schulden, auf deren Rückzahlung der spätere Mörder dringend angewiesen ist, dann stört man sich, dass das spätere Opfer "nicht richtig arbeitet", dann konstruiert man das Opfer (zurecht oder unrecht) als notorischen Gebietsbefruchter und dann trampeln auch noch die Besucher der Seminare / Workshops "andauernd" über die bestellten Felder und so weiter. Mich erinnert der ganze Fall extrem an den Doppelmord in Babenhausen, den Fall also, bei dem Andreas Darsow zwei einer Nachbarn erschoss und die Tochter dieser beiden Nachbarn schwerstens verletzte. Auch da war es ja wohl ein langer Prozess im Hirn von Darsow, der ihn schließlich dazu brachte, die Wahnsinnstat zu planen und dann auszuführen.

Dabei sah es nur auf den ersten Blick danach aus, dass es ein einziges Motiv gab - die Lärmbelästigung. Wenn man aber das Urteil liest, merkt man, dass andere Faktoren auch eine große Rolle spielten: Darsow hielt sich und seine Familie ganz offenkundig für die besseren Menschen und sah sich über die "Asozialen" im Nachbarhaus erhaben. Dazu kam, dass diese "Asozialen" finanziell besser zurechtzukommen schienen als die Vorzeige-Familie Darsow - obwohl niemand in der Familie Toll "richtig arbeitete", während Dasow neben seiner Vollzeitstelle im Baustoffhandel sogar noch einen Mini-Job hatte. Das wurde als schreiende Ungerechtigkeit empfunden. Auch fühlte sich Darsow von Klaus Toll "hintergangen", weil Toll ihm ein Haus verkauft hatte, ohne darauf hinzuweisen, dass im Nachbarhaus des verkauften Hauses eine Familie lebte, die "Tag und Nacht" Lärm produzierte und deren Tochter oftmals "tierische Laute" (im Sine von tierähnlichen Lauten) von sich gab.

Nachbarschaftsstreitigkeiten mit tödlichem Ausgang sind in Deutschland extrem selten - und die Untergruppe der geplanten Tötungsdelikte dürfte wohl überhaupt nur alle paar Jahre mal um einen Fall anwachsen. Mir ist tatsächlich beim Schreiben auch kein anderer Fall eingefallen als der Doppelmord von Babenhausen. Ich will damit sagen, dass wohl schon sehr viel zusammenkommen muss, damit es zu so einer Wahnsinnstat kommt - ein Motivbündel eben; eines das sich möglicherweise um das Hauptmotiv "nicht gezahlte Schulden" gruppiert.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 13:22
Die Leute auf dem Land sind selbst in Bayern keine so engstirnigen Käuze, die Mitbürger erschießen, nur weil diese einen alternativen Lebensstil pflegen. Da muss schon ein deutlich persönliches Motiv bestanden haben, entweder wegen Geld oder einer Liebschaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute, die an Emmingers Seminaren teilnahmen, einem Nachbarn über Felder getrampelt wären oder ähnliches. Das war ja alles auf bewusst und naturnah leben etc. ausgelegt und nicht auf Party machen und wilden Müll produzieren oder so.
So lange Ökobauern, und als solchen würde ich Herrn Emminger mal im weitesten Sinn bezeichnen, einfach nur ihr Ding machen und sich nicht mit den Leuten anlegen, die konventionell produzieren, sind sie den anderen Landwirten relativ egal. Im Gegenteil, oft sind sie sehr gut gelitten und viele Bürger nehmen ihre Angebote der Direktvermarktung gerne an.
Herr Emminger scheint - zumindest, wenn man von dem Video ausgeht - ein verträglicher Mensch gewesen zu sein, der niemandem schaden wollte und keine Konflikte suchte.
Irgendwie erinnert mich das ganze Setting an die Tatort-Folge Rhythm and Love. Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte es fast witzig sein.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 13:29
Zitat von hopkirkhopkirk schrieb:Die Leute auf dem Land sind selbst in Bayern keine so engstirnigen Käuze, die Mitbürger erschießen, nur weil diese einen alternativen Lebensstil pflegen. Da muss schon ein deutlich persönliches Motiv bestanden haben, entweder wegen Geld oder einer Liebschaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute, die an Emmingers Seminaren teilnahmen, einem Nachbarn über Felder getrampelt wären oder ähnliches. Das war ja alles auf bewusst und naturnah leben etc. ausgelegt und nicht auf Party machen und wilden Müll produzieren oder so.
Ich stimme Dir voll und ganz zu. Wenn es um irgendwelche Geschichten wie ungeklärtes Abwasser gegangen wäre, hätte man ihn stattdessen anonym bei den Behörden hingehängt, die ihm dann vermutlich eine Kontrolle vorbeigeschickt, ziemlich umgehend eine Nutzungsuntersagung für Veranstaltungen aufgebrummt und eine Frist zur Nachbesserung gesetzt hätten.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

31.07.2026 um 13:44
Ich sehe das nicht so. Es gibt regelmäßig Fälle wo auf dem Land Selbstjustiz gegen gefühlte "Eindringlinge" geübt wird wie zb die Draht- und Nagelfallen auf Mountainbikestrecken oder der Fall mit den Ölflecken gegen Motorradfahrern, Wilderer die nicht nur Tiere illegal töten sondern zu extremen Gewalttaten gegen Menschen fähig sind.

Wie das auf dem Dorf laufen kann wenn man sich nicht anpasst kann man hier nachlesen:

https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/555/aus-dorftratsch-wird-polizeigewalt-7843.html


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