Grillage schrieb:Ich denke die Entnahme des Wassers aus dem Bach könnte schon problematisch gewesen sein, aber dann im Zusammenhang mit der Bewässerung seiner Permakultur, nicht im Zusammenhang mit dem Festival.
Das wundert mich auch, im letzten Dürresommer bei uns in der Gegend (landwirtschaftlich geprägt) wurde ein Landwirt dabei "erwischt", dass er aus einem unserer Schwarzwaldflüsse regelmäßig abends heimlich Wasser entnommen hat, um seine Felder zu wässern. Kann nun keine unendlich hohe Menge gewesen sein, gab aber eine heftige Strafe.
Daher wundert mich das ein wenig. Wasserintensiver Anbau, die Festivals, keine Kanalisation ... Dass da nichts passierte.
Bayer91 schrieb:Da wird im vornhinein ein kräftiger Disput zwischen DE und dem Täter geherrscht haben mit wahrscheinlich exakt dem Wortlaut: " Wenn du diese beschi**enen Seminare nicht abstellst, dann knallts! "
Ja, wenn da echt jedes Wochenende Dutzende Leute anreisten, abreisten, eventuell nachts noch lange wach waren, war das mit Sicherheit ein Problem. Wir wissen ja nicht, wie die Entsorgung der Fäkalien lief, vielleicht hat er sich auch um die Grundwasserqualität Sorgen gemacht. Interessant wäre auch, wie der Nachbar das denn mit Wasserversorgung und Kanalisation geregelt hat.
Elin-Haru schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass der Nachbar den Pachtgeber informiert hat, dass dort seines Erachtens nach eine vertragswidrige Nutzung stattfand und der nicht so reagiert hat, wie vom Nachbar erhofft. Eine Kündigung des Vertrages wäre ggf. eine Lösung des lieben Friedens willen gewesen. Aber wer rechnet schon damit, dass das vermeintlich so gelöst werden könnte.
Wenn der Hof lange leer stand, war der Vermieter vielleicht froh, dass das Anwesen verpachtet war.
jeangreen schrieb:Dass er den Hof dann pachten konnte, habe sich dann so ergeben, weil er dort viel Potential sah für seine Idee vom autarken Leben und solidarischer Landwirtschaft.
Wir haben gerade einen ähnlichen Fall in der Familie: Tante kam ins Altenheim und ließ den Hof zurück, alles kleiner. Interessanterweise konnte man das stückchenweise ganz gut vermieten bzw. verpachten. Größere Felder nahmen die großen Höfe in der Nähe, der Garten und die Streuobstwiese haben Gartenfans gefunden (ähnlich wie beim Opfer), nur das Haus steht leer. Das ist nun echt ein Problem, zumal die Gebäudeversicherung in die Höhe geschossen ist.
Gast_01 schrieb:Das Gegenteil, nämlich die Realteilung, die von der Gleichberechtigung aller Geschwister ausgeht, ist eher im süddeutschen Raum maßgebend. Hier wären wir dann bei der Erbengemeinschaft....
Ich wohne im Süden, wird die Landwirtschaft weiter betrieben, dann geht sie in der Regel an den Ältesten. Was aber hier oft ist, wie bei uns in der Familie: Niemand will weitermachen, Tante nun im Altenheim, es würde absolut ihr Herz brechen, wenn sie den Verkauf miterleben würde. Daher hat man die Felder etc. nun verpachtet, dass sie ein Einkommen generieren, sie hat noch Erspartes und wir wären ehrlich froh, wir hätten jemanden wie das Opfer, der sich um das Haus kümmert. Das ist nämlich irgendwie Anziehungspunkt für alle möglichen Leute, die vermutlich einfach neugierig sind. Zweimal wurde eingebrochen, vermutlich Urbexer, nichts Schlimmes passiert, wir haben aber echt Angst, dass mal gezündelt wird oder ähnliches. Ist schwer zu sichern ...