Selma1898 schrieb:Erfolg kann auch Neid erzeugt haben. Oder Angst, dass es mit der Ruhe bald gänzlich vorbei wäre.
Ich glaube nicht, dass es der Erfolg war. Zumindest nicht bei dem Nachbarn. Mit dem Lärm, das sehe ich schon eher.
Bis 2018 lebte der Nachbar mit Familie dort ruhig und zurückgezogen. Dann zog dort eine kleine bzw.eine im werden begriffene Familie ein. Soweit so angenehm.
Zuerst gab es dann die Arbeiten, um das Haus bewohnbar zu machen. Das zog sich ja scheinbar ein paar Jahre hin, vielleicht hat man sich anfangs sogar gegenseitig geholfen. Daniel verkaufte Setzlinge oder Gemüse und arbeitete scheinbar auch noch außerhalb seines Hofs. Spätestens mit dem Beginn der Workshops usw. schaukelte sich das dann vermeintlich hoch.
Gerade bei diesen Lebensformen entwickeln sich Freund-/Bekanntschaften ziemlich schnell. "Nur" die Wochenenden waren vielleicht gar nicht das alleinige Problem.
Wer weiß, was da nach dem Auszug der Frau und dem Kind los war. Gerade im Sommer, ggf. über Gebühr Vans und Autos. Abends/Nachts im Garten sitzen und mit mehreren Leuten reden/diskutieren, trinken und grillen, Musik hören, während nebenan Kinder zur Schule und Erwachsene ihrer regelmäßigen Arbeit nachgehen mussten.
M.E. wurde es mit der Zeit gefühlt für den Nachbarn nicht mehr tolerierbar und ich schätze, das hat er auch überall kund getan, sei es beim Pachtgeber, in seinen Vereinen, Freundes- und Bekanntenkreis. Evtl. lagen sogar Anzeigen vor. Die Überprüfung ging auf jeden Fall sehr zeitnah in eine Richtung.
Das von dir benannte Neidmotiv, würde ich auch nicht ausschließen, sehe das aber eher bei anderen Leuten aus seinem Umfeld, die ggf. auch mit so einem Konzept liebäugelten. Das klassische Eifersuchtsmotiv käme ebenfalls in Frage.