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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

818 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 18:55
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Beschwerde(n) bezogen sich auf die fehlende Kanalisation, an der konnte aber DE als Pächter eigentlich nichts ändern, das ist Sache des Eigentümers. Aus Sicht des einzigen Nachbarn eine unschöne Situation, der Eine wollte nicht und der Andere durfte oder konnte nicht.
Aber dann entledige ich mich doch dem Eigentümer und nicht dem Mieter?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:00
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Aber dann entledige ich mich doch dem Eigentümer und nicht dem Mieter?
Ein leerstehendes Haus braucht keine Kanalisation, d.h. mit dem Tod des Pächters war dann auch das Problem der Kanalisation erledigt.
Ein toter Eigentümer hätte das Haus vererbt, das Problem wäre geblieben.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:05
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Beschwerde(n) bezogen sich auf die fehlende Kanalisation,
Das war unsere Mutmaßung (ebenso wie die Wasserentnahme aus dem Bach und anderes) hier im Forum, aber nichts, was offiziell so bestätigte wurde.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:12
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Ein leerstehendes Haus braucht keine Kanalisation, d.h. mit dem Tod des Pächters war dann auch das Problem der Kanalisation erledigt.
Ein toter Eigentümer hätte das Haus vererbt, das Problem wäre geblieben.
Wieso? Es kann doch auch wieder jemand einziehen…?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:16
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Wieso? Es kann doch auch wieder jemand einziehen…?
Klar, aber das kann dauern. Die Interessenten für einen Hof ohne fließend Wasser und damit auch ohne Abwasser und ohne Strom sind nicht so leicht zu finden. Da können schon mal zehn Jahre ins Land gehen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:20
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Klar, aber das kann dauern. Die Interessenten für einen Hof ohne fließend Wasser und damit auch ohne Abwasser und ohne Strom sind nicht so leicht zu finden. Da können schon mal zehn Jahre ins Land gehen.
Ja kurzfristig wäre dann Ruhe gewesen. Aber das Problem wäre damit doch nicht grundsätzlich gelöst? Der Eigentümer kann den Hof jederzeit wieder verpachten oder verkaufen… ob nach sechs Monaten oder zehn Jahren. Dann besteht exakt dasselbe Problem wieder. Deshalb erschließt sich mir die Kanalisation als Mordmotiv nicht wirklich. Daniel war Pächter und offenbar nicht einmal der der über einen Anschluss entscheiden konnte. Wegen eines Problems für das er gar nicht verantwortlich war zu töten, um möglicherweise ein paar Jahre Ruhe zu haben wär schon eine ziemlich extreme und wenig nachhaltige Lösung.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:27
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Ja kurzfristig wäre dann Ruhe gewesen. Aber das Problem wäre damit doch nicht grundsätzlich gelöst? Der Eigentümer kann den Hof jederzeit wieder verpachten oder verkaufen… ob nach sechs Monaten oder zehn Jahren. Dann besteht exakt dasselbe Problem wieder. Deshalb erschließt sich mir die Kanalisation als Mordmotiv nicht wirklich. Daniel war Pächter und offenbar nicht einmal der der über einen Anschluss entscheiden konnte. Wegen eines Problems für das er gar nicht verantwortlich war zu töten, um möglicherweise ein paar Jahre Ruhe zu haben wär schon eine ziemlich extreme und wenig nachhaltige Lösung.
Dieser Mord war sicher nicht als langfristige 'Investition' in eine störungsfreie Zukunft in Kunzach geplant. Er erscheint mir vielmehr als eine spontane Tat mit einer Vorlaufzeit von wenigen Minuten.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:29
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Daniel war Pächter und offenbar nicht einmal der der über einen Anschluss entscheiden konnte
Entscheiden tun darüber ausschließlich die Behörden. Ist ein Kanal in zumutbarer Entfernung vorhanden, gilt für bewohnte Gebäude ein Anschlußzwang. Dem kann sich der Eigentümer nicht entziehen.
Ist kein Abwasserkanal vorhanden (hier vermutlich der Fall), wird behördlicherseits eine andere Lösung (biologische Kläranlage) vorgeschrieben.


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gestern um 19:34
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Er erscheint mir vielmehr als eine spontane Tat mit einer Vorlaufzeit von wenigen Minuten.
Woran machst du denn die „Vorlaufzeit von wenigen Minuten“ fest? Genau das wär für mich entscheidend. Wenn der Täter die Waffe gezielt mitgebracht hat würde das für mich eher gegen eine spontane Eskalation sprechen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 19:42
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Woran machst du denn die „Vorlaufzeit von wenigen Minuten“ fest? Genau das wär für mich entscheidend. Wenn der Täter die Waffe gezielt mitgebracht hat würde das für mich eher gegen eine spontane Eskalation sprechen.
Es gibt Menschen die können sehr jähzornig sein. Da reicht ein vergleichsweise harmloser Auslöser um eine maximale Eskalation zu erreichen. Waffe, Munition und Ohrenschützer sind griffbereit, der Verursacher für den Zorn befindet sich in Rufweite ...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:03
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Die Beschwerde(n) bezogen sich auf die fehlende Kanalisation, an der konnte aber DE als Pächter eigentlich nichts ändern, das ist Sache des Eigentümers. Aus Sicht des einzigen Nachbarn eine unschöne Situation, der Eine wollte nicht und der Andere durfte oder konnte nicht.
Ich frage mich, wie Du darauf kommst, die erlaubten Quellen enthalten keine Hinweise auf Beschwerden, das wird hier im Forum angenommen.
Und wegen der Kanalisation. Wir wissen nicht wie die Verhältnisse vor Ort waren, aber höchstwahrscheinlich waren die beiden Höfe nicht an das öffentliche Netz angeschlossen wie insgesamt 3 % der Anwesen in Bayern.
97% der Bevölkerung sind an öffentliche Abwasseranlagen angeschlossen. Die Abwässer der restlichen 3% (d. h. von rund 350.000 Einwohnern) können langfristig nicht zentral entsorgt werden - dies wäre technisch oder wirtschaftlich zu aufwendig.
Quelle: https://www.lfu.bayern.de/wasser/abwasserentsorgung_von_einzelanwesen/index.htm

Für Landwirtschaftliche Betriebe gibt es weitere Regelungen in

https://www.lfu.bayern.de/publikationen/get_pdf.htm?art_nr=lfu_was_00362&pdf_nr=0
Demnach darf unter Voraussetzungen eine Jauchegrube genutzt werden, die hier mit ziemlicher Sicherheit vorhanden war, da offensichtlich ein ursprünglich landwirtschaftlicher Betrieb.

Und wegen des Stromes, Herr Emminger beschreibt sehr ausführlich auf seiner Seite, dass ihm hier Autarkie gelungen sei, mit Sicherheit gibt es einen Anschluss an das öffentliche Netz.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:13
Zitat von 321meins321meins schrieb:Eigentlich müssten sich Leute aus der Umgebung doch auch gefreut haben dass sich wieder jemand um den Hof kümmert und etwas daraus macht. Zusehen wie alles verwildert und die Gebäude verfallen ist doch bestimmt auch nicht schön würde ich denken.
Das ist logisch gedacht, geht aber an der Wirklichkeit auf dem Land völlig vorbei.
Ich komme aus der Stadt und wohne jetzt im Dorf und wundere mich seitdem nur noch. Hier steht ein sehr altes und sehr großes Haus, das unter Denkmalschutz steht, als ganz normales Familien-Wohnhaus nicht zu benutzen, da viel zu groß. Das wurde von dem Besitzer, der Gemeinde, für einen Spottpreis zum Verkauf angeboten und keiner wollte es, schätzungsweise 10 Jahre lang. Dann kaufte es ein "Auswärtiger" (bedeutet: jemand, der 50 km weiter weg wohnt). Die Leute hier waren stinksauer, ich habe mehr als einmal gehört: "na dann hätte ich es ja auch kaufen können". Auf die Frage, warum derjenige es denn nicht gemacht habe, gab es natürlich keine Antwort. Der Käufer ist dann aber (vermutlich zu seinem Glück) nie eingezogen, sondern verkaufte es seinerseits zum doppelten Preis, der immer noch extrem niedrig war für so ein Gebäude. Das ist inzwischen gefühlt auch so an die sechs, sieben Jahre her, und junge Birken wachsen aus den Treppenstufen. Nichts geschieht. Warum, ist (mir) nicht ganz klar, aber vermutlich gibt es keinen Plan, was mit dem Haus zu machen ist, der den neuen Besitzer und die Gemeinde gleichzeitig befriedigt.
Die "Logik" dahinter ist: Das Haus steht in dem Dorf, also gehört das Haus "eigentlich" dem Dorf. Wenn der Besitzer ein seit vielen Generationen zugehöriger Dorfbewohner ist, gibt es da auch keine Differenzen. Anders, wenn man als Fremder dort ein Haus kauft (also ein altes; neu gebaut ist was völlig anderes). Du bist dann schon irgendwie der Besitzer, aber die ansässigen Leute haben trotzdem das Gefühl, dass das ja eigentlich "ihr" Haus ist. Klar, nicht auf dem Papier und nicht offiziell und sie würden das so eindeutig auch nicht sagen, aber von ihrem Gefühl her ist das schon so.

Ich kann mir die Atmosphäre rund um DE's Hof gut vorstellen. Da pachtet jemand von "woanders her" den Hof, der 10 Jahre leer stand und macht auch noch was draus. Und zwar "alternativ", also kein Hotel o.ä., was der Gemeinde indirekt zugute käme (Letzteres besonders wichtig). Das kann, je nachdem wie konservativ die Umgebung ist, böses Blut geben, auf jeden Fall, das kann hochexplosiv sein.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:13
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das war unsere Mutmaßung (ebenso wie die Wasserentnahme aus dem Bach und anderes) hier im Forum, aber nichts, was offiziell so bestätigte wurde.
Dem (ehemaligen) Bürgermeister Tempel waren die Missachtung von Regeln durchaus bekannt.
Tempel ergänzt: „Er veranstaltete Events mit bis zu 150 Gästen, obwohl sein gepachteter Hof weder über fließend Wasser noch einen Anschluss an die Kanalisation verfügte. Jede Feuerwehr muss für ihre Feste bestimmte Auflagen erfüllen. Für ihn schienen die Regeln nicht zu gelten.
https://www.gedenkseiten.de/daniel-emminger/kondolenzbuch/236154/


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:16
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Es gibt Menschen die können sehr jähzornig sein. Da reicht ein vergleichsweise harmloser Auslöser um eine maximale Eskalation zu erreichen. Waffe, Munition und Ohrenschützer sind griffbereit, der Verursacher für den Zorn befindet sich in Rufweite ...
Möglich ist das natürlich. Ich seh nur nicht weshalb gerade dieses Szenario wahrscheinlicher sein sollte als eine geplante Tat und dass die fehlende Kanalisation der Auslöser für eine derartige extreme Eskalation gewesen sein soll, überzeugt mich nach wie vor nicht.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 20:21
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Ich seh nur nicht weshalb gerade dieses Szenario wahrscheinlicher sein sollte als eine geplante Tat und dass die fehlende Kanalisation der Auslöser für eine derartige extreme Eskalation gewesen sein soll, überzeugt mich nach wie vor nicht.
Mich auch nicht. Das ist vielschichtiger, da hat sich über Jahre Hass angestaut, diesen Eindruck habe ich zumindest.


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gestern um 20:24
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Möglich ist das natürlich. Ich seh nur nicht weshalb gerade dieses Szenario wahrscheinlicher sein sollte als eine geplante Tat und dass die fehlende Kanalisation der Auslöser für eine derartige extreme Eskalation gewesen sein soll, überzeugt mich nach wie vor nicht.
Die fehlende Kanalisation ist bei 150 Anwesenden evtl. schon ein grösseres Problem aber vermutlich eher vorgeschoben. Das eigentliche Problem dürfte eher die (temporäre) Nutzung der Nachbargrundstücke gewesen sein. Der halbe Hektar um den Hof hat ja bei weitem nicht ausgereicht um sein Vorhaben umzusetzen.

@Tritonus

Genau, weiter oben hatte ich mal geschrieben, dass die Zündschnur mit jedem Jahr kürzer wurde.


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gestern um 20:49
Ich persönlich glaube nicht an eine spontane Tat.

Grund 1: Imho geht einer spontanen Tat in der Regel irgendeine Konfrontation unmittelbar voraus. So wie ein Streit, wo dann einer spontan ein Messer zieht und seinen Kontrahänten angreift.

Grud 2: Jähzorn. Ein solcher Charakter, der so gestrickt ist, wird vermutlich, je nach Lebensalter und persönlicher Situtation schon im Vorfeld aufgefallen sein. Zum Besipiel durch Schlägereien, häusliche Gewalt etc. So ein Mensch würde kaum legaler Waffenbesitzer sein.

Zum Thema Waffe, legal/illegal und Munition wurden ja schon diverse, m.E. wichtige Ausführungen gemacht. Auch wenn ich finde sie wurden im Zusammenhang mit der Tat nicht ausreichend gewürdigt.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:04
Ich glaube, man darf in der Landwirtschaft (eher konservativ) die "out of the box" Denkfähigkeit des Opfers nicht ignorieren, die zu Neid führt. Er schaffte es ja, unter schweren Bedingungen (der Hof hat ja nicht umsonst 10 Jahre leergestanden), das Land so zu bewirtschaften, dass es vermutlich, auf den Quadratmeter gerechnet, wesentlich mehr Umsatz brachte das die konventionellen Höfe um den Hof.

Das funktioniert aber nur aufgrund der Alleinstellungsmerkmale, die auch in der Persönlichkeit des Opfers begründet sind. Du spricht praktisch völlig andere Zielgruppen an, z.B. junge Familien mit wenig Geld, die halt für 35€ die Nacht doch im Wohnwagen übernachten und einen Pool haben - kleinere Kinder denken dann, sie waren wirklich im Urlaub. Die Teilnehmer an den Workshops.

Das verstehen viele auch als indirekte Kritik. Bei uns in der Gegend wurde eine Hofübergabe an den leiblichen Sohn rückgängig gemacht, weil der einen Melkroboter kaufte und die Schweine abschaffte und dafür -shocking- einen modernen Pferdestall mit Reithalle baute und damit mehr Geld machte als mit den Schweinen: Mit weniger Arbeitsaufwand, da sich die Kühe nun von alleine molken (praktisch, natürlich gab es noch genug Arbeit) und mit weniger Arbeitsaufwand den gleichen Umsatz wie mit den Schweinen erzielte. Obwohl auf dem Papier erfolgreicher als der Vater, konnte er das aus völlig irrationalen Motiven nicht verkraften - obwohl es der eigene Sohn war.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 21:53
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Das verstehen viele auch als indirekte Kritik. Bei uns in der Gegend wurde eine Hofübergabe an den leiblichen Sohn rückgängig gemacht, weil der einen Melkroboter kaufte und die Schweine abschaffte und dafür -shocking- einen modernen Pferdestall mit Reithalle baute und damit mehr Geld machte als mit den Schweinen: Mit weniger Arbeitsaufwand, da sich die Kühe nun von alleine molken (praktisch, natürlich gab es noch genug Arbeit) und mit weniger Arbeitsaufwand den gleichen Umsatz wie mit den Schweinen erzielte. Obwohl auf dem Papier erfolgreicher als der Vater, konnte er das aus völlig irrationalen Motiven nicht verkraften - obwohl es der eigene Sohn war.
Ganz genau so, derlei Geschichten gibt es x-fach. Man kann die überhaupt nicht einordnen, wenn man nicht mal eine Weile auf dem Land gelebt hat.
Das Motiv für den Mord vermute ich auch in diesem Bereich.


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gestern um 22:52
Zitat von kalekokaleko schrieb:Und wegen der Kanalisation. Wir wissen nicht wie die Verhältnisse vor Ort waren, aber höchstwahrscheinlich waren die beiden Höfe nicht an das öffentliche Netz angeschlossen
Zitat von kalekokaleko schrieb:Und wegen des Stromes, Herr Emminger beschreibt sehr ausführlich auf seiner Seite, dass ihm hier Autarkie gelungen sei, mit Sicherheit gibt es einen Anschluss an das öffentliche Netz.
Ich glaube es gab keinen Anschluss an das Netz und auch keinen Anschluss an die Kanalisation wie hier beschrieben
Auf seinem Anwesen, das weder über einen Kanalanschluss noch über eine Wasser- oder Stromversorgung verfügte
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-juli-2026-selbstversorger-hof-daniel-emminger-erschossen-100.html
Zitat von kalekokaleko schrieb:Demnach darf unter Voraussetzungen eine Jauchegrube genutzt werden, die hier mit ziemlicher Sicherheit vorhanden war
Da Herr Emminger eine Möglichkeit auf seiner Seite beschrieben hat
Wenn es nicht absehbar ist sich an die Kanalisation anzuschließen kommen mehrere Varianten in Frage.

Eine davon ist die Klärgrube mit einem Klärteich. Der Bau und die Funktion müssen von der zuständigen Behörde abgenommen werden. Ganz grob erklärt:

Das Abwasser vom Haus wird in einem 3-Kammer-System vorgeklärt. Das kann ein Betonschacht mit dreierlei Kammern sein
Quelle: https://www.autarkia-naturnah.de/akademie/autarkie/wasser/
Die Links von Dir konnte ich nicht aufrufen aber ich war auf der gleichen Seite wo dies stand
2.1 Gemäß der Bayerischen Bauordnung Art.41 Abs.2 BayBO dürfen Hausabwässer aus abgelegenen landwirtschaftlichen Anwesen...in Gruben eingeleitet werden wenn
-Das Wasser in einer Mehrkammerausfaulgrube vorbehandelt wird und
-die ordnungsgemäße Entsorgung oder Verwertung des geklärten Abwassers und des Fäkalschlamms gesichert ist
Kopieren konnte ich es nicht deshalb abgelesen hieraus
https://www.lfu.bayern.de/publikationen/get_pdf.htm?art_nr=lfu_was_00150

Ich persönlich sehe da irgendwie keine Schwierigkeit mit dem Abwasser, kann mich aber natürlich täuschen.
Zitat von Pitmaster_CPitmaster_C schrieb:Zum Thema Waffe, legal/illegal und Munition wurden ja schon diverse, m.E. wichtige Ausführungen gemacht. Auch wenn ich finde sie wurden im Zusammenhang mit der Tat nicht ausreichend gewürdigt.
Meinst Du nicht ausreichend gewürdigt hier in der Diskussion? Das ist ein schwieriger Bereich wenn man sich mit Waffen überhaupt nicht auskennt finde ich
Zitat von TritonusTritonus schrieb:geht aber an der Wirklichkeit auf dem Land völlig vorbei.
Das mag sein und kann jemand der auf dem Land lebt sicher viel besser beurteilen


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