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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 08:44
Ich frage mich bezüglich des Todeszeitpunkts auch immer noch, wie man das so genau eingrenzen konnte? Denn gefunden wurde DE ja erst am 3.4. Natürlich kann man in etwa den Todeszeitpunkt bestimmen anhand der Leiche; aber doch wahrscheinlich nicht, dass es eben in dieser Nacht passiert ist und nicht beispielsweise auch um 11.00 Uhr des 1.4.... Dafür muss es ja konkrete Anhaltspunkte geben. Also vielleicht wurde da doch etwas gehört... Oder aber, andere Personen versuchten da schon, DE vielleicht vergeblich zu erreichen oder er hatte Termine, die er nicht mehr wahrnahm...? Möglich wären hier natürlich auch Handyauswertungen von DE...


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um 08:48
@jeangreen
Gut möglich ist, dass der Todeszeitpunkt anhand der Handydaten in etwa ermittelt werden konnte.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 08:49
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Gut möglich ist, dass der Todeszeitpunkt anhand der Handydaten in etwa ermittelt werden konnte
Ja, hatte ich gerade ergänzt, weil es mir auch noch einfiel... Dürfte das Wahrscheinlichste sein.


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um 08:52
Das würde dann aber auch wieder dafür sprechen, dass DE bereits ins Bett gegangen oder eben nicht alleine war?


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um 08:54
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich frage mich bezüglich des Todeszeitpunkts auch immer noch, wie man das so genau eingrenzen konnte?
Diese alten Bauernhäuser haben ziemlich dicke Mauern und halten die Temperatur im Innern einigermassen konstant. Das ist eine gute Voraussetzung um den Todeszeitpunkt etwas genauer eingrenzen zu können.


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um 09:06
„Man kann den Todeszeitpunkt sehr eingrenzen in einem Bereich bis zu 36 Stunden in etwa, wo die Körperkerntemperatur noch einen Unterschied zur Umgebungstemperatur aufweist.“
Anschließend wird es schwieriger. Erst nach rund zehn Tagen könnten Forscher über den Insektenbefall den Todeszeitpunkt wieder exakt bestimmen. Das bedeutet, dass es für die Zeit zwischen 36 und 240 Stunden nach dem Tod bisher keine präzise Methode gibt, um das Ableben einer Person zeitlich zu rekonstruieren.
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/rechtsmedizin-todeszeitpunkt-genauer-bestimmen-100.html

Wahrscheinlich war es in diesem Fall eher eine Kombination aus mehreren Faktoren (wie z.B. evtl auch Handyverhalten, Mageninhalt...).
Wenn man denn nichts gehört haben will oder sich einfach nichts dabei gedacht hat, wenn doch.


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um 09:37
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Noch seltsamer wäre es da, wenn der Nachbar oder seine Familie diese Schüssel nicht gehört haben will? Wissen wir natürlich nicht, was diesbezüglich gesagt wurde...
Ich komme selbst vom Dorf und wohne auch nicht weit von dem besagten Ort entfernt. Ich muss ehrlich sagen, wenn hier mal ein Schuss fällt, ist das für uns nichts besonders Ungewöhnliches, gerade wenn man am Dorfrand in Richtung Wald wohnt. Da hört man durchaus mal einzelne Schüsse oder auch mehrere hintereinander.

Ich glaube auch, die wenigsten hier denken bei so einem Schuss direkt an einen Mord oder überhaupt an etwas Verdächtiges. Der erste Gedanke ist wahrscheinlich eher: „Ach, wird halt der Jäger gewesen sein.“ Entsprechend schenkt man dem Geräusch in dem Moment auch keine besondere Aufmerksamkeit.

Wenn mich im Nachhinein jemand von der Kripo fragen würde, ob ich an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit einen Schuss gehört habe, müsste dieser schon irgendwie außergewöhnlich gewesen sein, damit ich mich konkret daran erinnern könnte. Solche Geräusche kommen hier einfach immer mal wieder vor. Deshalb würde ich persönlich einen Schuss vermutlich gar nicht so bewusst abspeichern, dass ich ihn später noch einem genauen Tag oder sogar einer Uhrzeit zuordnen könnte.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 09:54
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb: Anscheinend gab es gestern Vormittag eine weitere Absuche rund um den Hof.
Gut, das Problem ist, dass der Tatverdächtige vermutlich damit rechnet. Wenn es eine alte, unregistrierte Waffe war, war ihm auch klar, dass die verschwinden muss - dann ist sie vermutlich nicht mehr auf seinem Anwesen. Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe haben eine Werkstatt zur Reparatur von kleinen Schäden, da ist es vermutlich kein Problem, die Waffe zu zerlegen und dann in sichererer Entfernung in Kleinteilen zu entsorgen. Blöderweise reicht vermutlich ein Besuch in der nächsten Kleinstadt und die Entsorgung dort über den normalen Hausmüll, alternativ kann man sie auch tief irgendwo im Wald vergraben ... dann ist sie weg und es wäre ein riesiger Zufall, wenn sie wieder auftaucht.
Zitat von SnookSnook schrieb:Er hat Gelegenheitsjobs gehabt, die er aufgrund seiner Fähigkeiten auch schnell erhalten hat. Er war also nicht selbstständig mit dem Hof, aber es ist anzunehmen, dass es finanziell immer besser ausgesehen hat, denn der Kauf des Hofes war auch ein Thema.
Allerdings sind die Jobs (Workshops, Gartenbau) ja extrem saisonabhängig. Gerade im Allgäu sind die Temperaturen durchaus etwas ruppig, da geht nicht viel, solange die Nachtfröste nicht sicher aufgehört haben. Interessant wäre schon was er in der Zeit von November - März gemacht hat. Er war ja ein junger, agiler Mann mit Visionen.
Zitat von MeaMea schrieb:Ich denk mir, wie hier schon mehrfach erwähnte, die Person wird um die Lebensumstände und Gewohnheiten von D. E. gewusst haben. Ich denke, der Zeitpunkt der Tat war vielleicht nicht zufällig gewählt. Die Tat passierte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. In der Woche vor Ostern. Vermutlich waren wegen der Wetterverhältnisse grad keine Camper da.
Es war vermutlich auch das letzte Zeitfenster vor dem Spätherbst 2026, das er nutzen konnte. Danach war er wohl ziemlich eingespannt mit Workshops, eigenen Projekten, Gartenbauaufträgen. Zudem war es auch das letzte Zeitfenster, wo sicher keine last-minute-camper auf dem Hof auftauchten. Allerdings wissen wir auch nicht, ob es der erste Versuch war.
Zitat von MeaMea schrieb: Veranstaltungen waren auch grad keine, die hätten erst nach Ostern wieder gestartet.
Was mich etwas wundert, war die lange "cool down" Phase. Der Konflikt, wenn es so ist, wie die Polizei vermutet, hat sich ja wegen der Veranstaltungen ergeben. Da waren nun einige Monate nichts, d.h., so ein Konflikt entspannt sich ja auch. Eventuell hat der Täter dann durch den Internetauftritt erfahren, dass es fast jedes Wochenende Veranstaltungen gibt und hat rot gesehen?
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich ebenfalls nicht. Wenn ich es richtig sehe gibt es aber Unterschiede der Wirkung auf das Ohr in Bezug auf die Zeit in der der Lärm auf das Ohr wirkt, gemessen wohl in ms. Da die Polizei von mehreren gefundenen Projektilen spricht
Ehrlich gesagt denke ich, dass der Täter das auf dem Schirm hatte und entsprechend vorgesorgt hat. Natürlich ist es unpraktisch, wenn ich nachts in ein fremdes Haus einbreche, brauche ich mein Gehör, um sicher zu sein, dass das Opfer schläft. Wenn ich dann noch meine Ohrenschützer hervornestle und aufziehe, kostet das wertvolle Sekunden. Aber wenn ich entsprechend vorbereitet bin, ist es das sicher in der Tatausführung "wert".
Zitat von 321meins321meins schrieb:Bei einem Explosionstrauma hören sich die Auswirkungen für mich schon ziemlich stark an
Ja, aber ich denke, das ist dem Täter bekannt, v.a., wenn er waffenkundig ist.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:So wie ich es verstehe, gilt die Entbindung der Schweigepflicht, wenn z.B. ein Mord geplant ist und der Arzt davon weiß. Wie genau es sich in diesem Fall hier verhalten würde, weiß ich nicht. Ein womöglicher Hörsturz bei einem Patienten wäre aber ja noch kein Beweis dafür, dass diese Person überhaupt der Mörder ist!
Ich denke, es gibt einige solche "naja" Beweise in dem Fall. Dankenswerterweise hat ja jemand die Schonzeiten gegoogelt: Man konnte problemlos noch auf die Jagd gehen und das sogar begründen "musste noch zwei Rehe eliminieren, da die Schonfrist kurz darauf anfing". Dann kann man auch Schmauchspuren, etc. gut begründen.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich frage mich bezüglich des Todeszeitpunkts auch immer noch, wie man das so genau eingrenzen konnte? Denn gefunden wurde DE ja erst am 3.4. Natürlich kann man in etwa den Todeszeitpunkt bestimmen anhand der Leiche; aber doch wahrscheinlich nicht, dass es eben in dieser Nacht passiert ist und nicht beispielsweise auch um 11.00 Uhr des 1.4.... Dafür muss es ja konkrete Anhaltspunkte geben.
Ich denke, es war eine Mischung aus einigen Faktoren. Interessant wäre, wie geheizt wurde. Viele dieser alten Höfe heizen einfach mit Holz und Kohle. Da gibt es einen Kachelofen mit Schamottsteinen, um die Wärme zu speichern und das Hauptschlafzimmer ist im Stock über der Küche, damit es gleich Wärme abbekommt. Wenn das da auch so war, brannte das Feuer über Nacht aus, d.h. der Tote lag zwei Tage ziemlich gut "gekühlt", was die Leichenstarre etc. etwas verzögert. Ist dann vermutlich einfacher, als wenn es bollenheiß war (vgl. Goerde-Morde), da waren die Leichen fast schon mumifiziert und man konnte nicht man die Todesursache sicher feststellen, wenn ich mich richtig erinnere.

Dann hatte er ja ein Business, wo viel über Onlinekontakte bzw. -buchungen ging. Da können dir viele Leute ein Lied davon singen, dass potentielle Kunden sehr gerne absolut zeitnah eine Antwort bekommen, da schätze ich, er hat in festen Intervallen gecheckt, ob Buchungen etc. eingingen. Idealerweise vor dem Schlafen gehen und beim Aufwachen. Zudem hatte er übers Handy sicher auch private Kontakte, viele Leute checken abends und morgens regelmäßig ihre WhatsApp Nachrichten.

Last but not least der Mageninhalt ...
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Also vielleicht wurde da doch etwas gehört... Oder aber, andere Personen versuchten da schon, DE vielleicht vergeblich zu erreichen oder er hatte Termine, die er nicht mehr wahrnahm...?
Gehört und gehört sind zwei Dinge. Es gibt Leute mit sehr tiefem Schlaf. Zudem ist es ja so, dass du eine Aufwachphase hast. In meinem Nachbarhaus wurde mal eingebrochen und ich bin auch aufgewacht, vermutlich vom Einwerfen der Terassentür. Das habe ich aber nicht mitgeschnitten. Ich wurde wach, war verwirrt, hab auf die Uhr geschaut, bin aufgestanden, habe nach den Kindern geschaut, hab weitergeschlafen. Du kannst das in dem Moment überhaupt nicht einordnen, was dich nun geweckt hat ... je nachdem, wie zeitnah die Schüsse aufeinander folgten ...
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Ich komme selbst vom Dorf und wohne auch nicht weit von dem besagten Ort entfernt. Ich muss ehrlich sagen, wenn hier mal ein Schuss fällt, ist das für uns nichts besonders Ungewöhnliches, gerade wenn man am Dorfrand in Richtung Wald wohnt. Da hört man durchaus mal einzelne Schüsse oder auch mehrere hintereinander.
Es war auch Anfang April, die Fenster geschlossen, ... natürlich hätte man im Nachbarhaus etwas gehört, aber durchaus gedämpft ...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 09:55
Von so einem Schalltrauma dürfte dann wohl auch das Opfer und vielleicht der Hund betroffen sein.

Wie würde ein Hund dann reagieren?


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um 10:23
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Ich komme selbst vom Dorf und wohne auch nicht weit von dem besagten Ort entfernt. Ich muss ehrlich sagen, wenn hier mal ein Schuss fällt, ist das für uns nichts besonders Ungewöhnliches, gerade wenn man am Dorfrand in Richtung Wald wohnt. Da hört man durchaus mal einzelne Schüsse oder auch mehrere hintereinander.

Ich glaube auch, die wenigsten hier denken bei so einem Schuss direkt an einen Mord oder überhaupt an etwas Verdächtiges. Der erste Gedanke ist wahrscheinlich eher: „Ach, wird halt der Jäger gewesen sein.“ Entsprechend schenkt man dem Geräusch in dem Moment auch keine besondere Aufmerksamkeit.
Ich komme auch vom "Dorf".
Also so richtig. Bauernschaft!
Da fallen in der Jagdsaison schon mal Schüsse, wenn Treibjagden waren oder auch sonst mal vereinzelt. An nachts außerhalb dessen kann ich mich nicht erinnern (in 20 Jahren) und wenn, dann hätte ich das vermutlich wahrgenommen aber natürlich - wie Du schon sagtest - auch nicht an einen Mord gedacht (wer macht das schon?! Vor allem dort?). Aber hätte man mich eine Woche nach einem Mord danach gefragt, hätte ich mich dennoch dran erinnert, weil einfach gehört (ansonsten gibt es nämlich dort so gut wie nie laute Geräusche. Da fiele es schon aus dem Rahmen, wenn mal laute Musik läuft (weil irgendwer im Garten eine Party macht), irgendwelche Leute Lärm machen weil z.B. Jugendliche etwas angeheitert vom Schützenfest kommen oder fremde Fahrzeuge dort zu ungewöhnlichen Zeiten fahren. Das passiert da in der Regel einfach nicht, weil nunmal nichts ansonsten in der Nähe ist.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 10:29
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Ich komme selbst vom Dorf und wohne auch nicht weit von dem besagten Ort entfernt
Wenn Du dort aus der nahen Umgebung kommst: was vermutet man denn da?


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 10:30
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich komme auch vom "Dorf".
Also so richtig. Bauernschaft!
Da fallen in der Jagdsaison schon mal Schüsse, wenn Treibjagden waren oder auch sonst mal vereinzelt. An nachts außerhalb dessen kann ich mich nicht erinnern (in 20 Jahren) und wenn, dann hätte ich das vermutlich wahrgenommen aber natürlich - wie Du schon sagtest - auch nicht an einen Mord gedacht (wer macht das schon?! Vor allem dort?). Aber hätte man mich eine Woche nach einem Mord danach gefragt, hätte ich mich dennoch dran erinnert, weil einfach gehört (ansonsten gibt es nämlich dort so gut wie nie laute Geräusche. Da fiele es schon aus dem Rahmen, wenn mal laute Musik läuft (weil irgendwer im Garten eine Party macht), irgendwelche Leute Lärm machen weil z.B. Jugendliche etwas angeheitert vom Schützenfest kommen oder fremde Fahrzeuge dort zu ungewöhnlichen Zeiten fahren. Das passiert da in der Regel einfach nicht, weil nunmal nichts ansonsten in der Nähe ist.
Ich glaube genau da liegt der Unterschied. „Dorf“ ist eben nicht gleich „Dorf“. 😄

Bei euch scheinen Schüsse außerhalb von Treibjagden tatsächlich so selten zu sein, dass ein einzelner Schuss automatisch aus dem üblichen Geräuschbild heraussticht. Bei uns ist das schlicht anders. Ich wohne ebenfalls sehr ländlich und in unmittelbarer Nähe zu Wald und Feldern. Einzelne Schüsse hört man hier immer wieder mal...auch ohne dass man weiß, ob gerade irgendwo offiziell eine Treibjagd stattfindet.

Deshalb würde ich mir auch nicht zutrauen zu sagen, dass ich mich eine Woche später noch sicher an einen bestimmten Schuss samt Tag oder Uhrzeit erinnern könnte. Wenn ich ihn in dem Moment als „wird halt ein Jäger gewesen sein“ abgespeichert habe, gibt es für mein Gehirn ja überhaupt keinen Anlass dieses Geräusch zu behalten.

Und genau deshalb finde ich es schwierig aus der Tatsache, dass sich Anwohner später nicht an einen Schuss erinnern konnten, allzu viel abzuleiten. Für jemanden, bei dem so etwas extrem selten vorkommt, mag ein Schuss auffällig sein. Für jemanden, der näher an Wald/Jagdgebiet wohnt und das gelegentlich hört eben nicht. Da können zwei Menschen beide „vom Dorf“ kommen und trotzdem völlig unterschiedliche Erfahrungen damit haben.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Wenn Du dort aus der nahen Umgebung kommst: was vermutet man denn da?
Ich habe nicht wirklich Kontakt zu den Einwohnern aus der Gegend dort. Deshalb kann ich auch nicht wirklich beurteilen was unter den Leuten darüber gesprochen wird.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 10:37
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:dass sich Anwohner später nicht an einen Schuss erinnern konnten, allzu viel abzuleiten. Für jemanden, bei dem so etwas extrem selten vorkommt, mag ein Schuss auffällig sein. Für jemanden, der näher an Wald/Jagdgebiet wohnt und das gelegentlich hört eben nicht. Da können zwei Menschen beide „vom Dorf“ kommen und trotzdem völlig unterschiedliche Erfahrungen damit haben.
Da hast Du auf jeden Fall Recht. Wie gesagt: ich wohnte ebenfalls am Wald zwischen Feldern und ansonsten eigentlich nur Bauernhöfe (inkl Jagdgebieten). Nächster kleiner Ort 2 km entfernt. Aber natürlich kann es bei euch wirklich anders sein, was das angeht. Da spielt vieles eine Rolle (war das außerhalb des Hauses überhaupt zu hören und in welcher Entfernung? Ich denke, das lässt sich mit akustischen Messungen leicht herausfinden - gab es ja in anderen Fällen auch schon. Und es handelte sich ja wahrscheinlich um mehrere Schüsse).


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um 10:59
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Deshalb würde ich mir auch nicht zutrauen zu sagen, dass ich mich eine Woche später noch sicher an einen bestimmten Schuss samt Tag oder Uhrzeit erinnern könnte. Wenn ich ihn in dem Moment als „wird halt ein Jäger gewesen sein“ abgespeichert habe, gibt es für mein Gehirn ja überhaupt keinen Anlass dieses Geräusch zu behalten.
Das scheint dann wirklich anders zu sein, als es bei mir war. Schüsse gehörten da trotz der ländlichen Umgebung nicht zur "alltäglichen" Geräuschkulisse, sondern das kam vereinzelt mal in den "Stoßzeiten" vor und sicher nicht wöchentlich oder gar täglich ganzjährig. Wie ist das bei dir dort? Nur zur Einordnung...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:24
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich denke, es war eine Mischung aus einigen Faktoren. Interessant wäre, wie geheizt wurde. Viele dieser alten Höfe heizen einfach mit Holz und Kohle. Da gibt es einen Kachelofen mit Schamottsteinen, um die Wärme zu speichern und das Hauptschlafzimmer ist im Stock über der Küche, damit es gleich Wärme abbekommt. Wenn das da auch so war, brannte das Feuer über Nacht aus, d.h. der Tote lag zwei Tage ziemlich gut "gekühlt", was die Leichenstarre etc. etwas verzögert. Ist dann vermutlich einfacher, als wenn es bollenheiß war (vgl. Goerde-Morde), da waren die Leichen fast schon mumifiziert und man konnte nicht man die Todesursache sicher feststellen, wenn ich mich richtig erinnere.
Ist ja bekannt. Er heizte mit Holzöfen. Quellen dazu sind das Youtube-Video und die Seite Autarkia Naturnah.
Heizen

Der Klassiker um sich eine gemütlich warme Stube zu verschaffen ist der Holzofen.

Nachhaltig, günstig, schöne Wärme. Zudem gibt es überall Holz. Ich zähle jetzt auch mal die Holzbefeuerte Zentralheizung dazu.
Möchte man aber ans Alter denken und nicht immer Holz schleppen und sich die Arbeit machen kommen andere Heizmöglichkeiten ins Spiel.

Heizen mit Strom.

Ist möglich aber aus der vollautarken Perspektive mit Vorsicht zu genießen.
Es gibt Infrarotheizungen und elektrische Fußbodenheizungen die relativ wenig Strom verbrauchen.
Voraussetzung dafür ist aber ein ziemlich guter Dämmstandart des Gebäudes und ein groß dimensionierter Stromspeicher, bzw Stromlieferant-Alternativen wie Windkraft, Wasserkraft usw.
WEIL, wie auch bei der Solarthermie braucht man den meisten Strom im Winter, dann wenn weniger Sonnenenergie zu Verfügung steht.

Aus diesem Grund würde ich die Methode "Heizen mit Strom" nicht immer empfehlen.
Quelle: https://www.autarkia-naturnah.de/akademie/autarkie/heizen/

Man sieht die Öfen ja u.a. auch im Youtube-Video in der Sauna (da sagt er auch noch etwas mehr zum Thema) und in einem Seminarraum:

Screenshot 20260817-112140 Firefox

Quelle: https://www.autarkia-naturnah.de/akademie/

Ich vermute, dass nicht alle Räume des Hofes damit ausgestattet waren (in Bezug auf mögliche Gäste zu der Zeit innerhalb des Hauses).


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 11:37
Alles andere würde da ja auch keinen Sinn machen. Man schaue sich nur mal die Anzahl der Fenster an. Diese Räume alle mit Holz zu heizen, wäre ja kaum möglich. Dahingehend wurde wohl nur ein kleiner Teil des Anwesens wirklich beheizt, den man eben bewohnte, der überhaupt ausgebaut war oder genutzt wurde für Seminare (Seminarraum) und Gäste (z B. Sauna im Außenbereich).

Screenshot 20260817-113101 Chrome

Quelle:
https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-juli-2026-selbstversorger-hof-daniel-emminger-erschossen-100.html


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:00
Den Ausbau dieses Seminarraums dokumentiert er auch in einem Video auf der offiziellen Seite von Autarkia Naturnah. Allerdings leider nur auf einer Social Media Plattform. Da gab es vorher keinerlei Isolierung oder ähnliches. Er hat u.a. diesen kompletten Raum selbst mit Lehm verputzt, da vorher quasi "nackt". Der Seminarraum befand sich auch im Erdgeschoss (siehe Fotos). Gekocht wurde (wenn überhaupt) anscheinend auf Platten, oder eben ohne Kochen zubereitet. Also eben mal was in die "Mikrowelle" schmeißen, Heizung aufdrehen oder in die heiße Badewanne springen war dort nicht - für viele schlecht vorstellbar - ihm aber wichtig und sein normales und gewolltes Leben.


Screenshot 20260817-114645 Firefox

Screenshot 20260817-114724 Firefox

Screenshot 20260817-114738 Firefox

Screenshot 20260817-114808 Firefox


Quelle: https://www.autarkia-naturnah.de/akademie/


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:15
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Die Frage ist eben, ob ein erfahrener Schütze das nicht in Erwägung ziehen würde. Ich würde mal behaupten, auf jedem Hof gibt es Ohrenschützer, nur werden sie oft nicht genutzt "Ich mache nur schnell...".
Auf dem Land haben eben einige größeren "Grund". Da "macht man Holz" oder braucht die Ohrenschützer für andere Arbeiten rund um Haus und Hof (Landwirtschaft). Das ist da natürlich Standardausrüstung.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 12:36
... Die andere Möglichkeit ist nunmal, dass die Person irgendwie an eine solche vermutlich ältere, großkalibrige Langwaffe kam, noch nie im Vorfeld damit geschossen hatte, dann selbst dabei fast aus den Latschen kippte und einen Hörsturz erlitt. Und das Motiv natürlich. Mit Handyauswertungen.


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