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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

13.08.2026 um 17:08
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb: Daran dachte ich auch schon... und er bot ja auch Stellplätze für Camper an. Es könnte doch genauso gut so ein Durchreisender/Besucher gewesen sein. Das lese ich hier in der Diskussion allerdings kaum. Warum wird diese Möglichkeit eigentlich so konsequent ausgeschlossen?
In Erwägung ziehen kann man das, aber glücklicherweise fahren die wenigsten Camper mit einer Langwaffe durch die Gegend und erschießen ihre Gastgeber, die sie kaum kennen. Diese "Hofstellplätze" sind für Leute einfach ein gutes Zwischending zwischen "ich stehe nachts für umme zwischen LKWs in abgelegenen Industriegebieten und spare Geld, denn ich bin autark, aber das Ambiente lässt zu wünschen übrig" und "der Campingplatz hat 48€ berechnet, dabei bin ich autark, das Geld hätte ich mir gerne gespart". Meistens kostet diese Variante "ich stehe auf einem Hof" so zwischen 10 und 12€. Da gibt es auch eine App. Da weiß man in etwa, was auf einen zukommt. Gefällt es einem so gar nicht "da gab es weder einen konventionellen Strom- noch Wasseranschluss und Abwasser wurde auch nicht gut entsorgt", dann fährt man halt weiter.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:...Deswegen finde ich manchmal solche Sätze wie "Die Polizei oder der Täter lesen hier vielleicht mit" schon etwas "naiv"... Weil was? Wir denen, mit wahrscheinlich 1/3 an Wissen über den Fall, noch etwas "beibringen" können", was grundlegende Ansätze angeht?
Ja, die Polizei hat ja wesentlich genauere Informationen: Wo lag das Opfer? Wann gab es das letzte Lebenszeichen des Opfers (viele Leute schauen vorm Zubettgehen ja nochmal aufs Handy und hinterlassen digitale Spuren, gerade, wenn seine Workshopsaison wieder am Anlaufen kam und Buchungen reinkamen)? Damit kann man auch die Todeszeit etwas eingrenzen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

13.08.2026 um 17:21
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Wir denen, mit wahrscheinlich 1/3 an Wissen über den Fall,
Ich vermute es ist noch weniger als 1/3 Wissen über den Fall
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Schwarmwissen ist nie verkehrt und legitim, aber manchmal grenzt es dann auch an Selbstüberschätzung
Also ich denke dass hier einfach Personen über diesen brutalen, völlig unverständlichen und sinnlosen Mord diskutieren, nicht mehr und nicht weniger, mit Schwarmwissen hat das für mich nichts zu tun. Hunderte Menschen werden darüber diskutieren, Zuhause, in Kneipen, beim Einkaufen etc., ich würde denken auch weil sich niemand erklären kann wie es zu der Tat gekommen ist. Hier wird in einem Forum diskutiert, ich denke niemand von den Mitschreibenden hat den Anspruch oder denkt den Fall zu lösen.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Und bei all dem Interesse darf man eben nicht vergessen, dass u.U. auch immer Angehörige bestimmte Presseartikel oder Beiträge in Foren lesen können
Ich würde denken dass dass jedem der hier mitschreibt bewusst ist.
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Mir geht es darum, dass man den Täter gedanklich vielleicht nicht nur im nächsten Dorf oder in der unmittelbaren Nachbarschaft suchen sollte.
Zitat von GinoRedheartGinoRedheart schrieb:Ja Ok, in so einem offenen Fall sollte man auch immer an andere Möglichkeiten denken.
Das sehe ich ebenso, deshalb habe ich überlegt ob Herr Emminger vielleicht etwas gesehen hat was er nicht hätte sehen sollen in Bezug auf Drogenhandel (nicht weil er persönlich damit etwas zu tun gehabt hat sondern z.B. weil er als Besuch auf einem Hof war wo er diesbezüglich etwas beobachtet hat). Es gab offenbar einige Tage vor der Tat einen Einsatz in Bezug auf Drogenkriminalität in Unterallgäu
Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ist es am frühen Donnerstagmorgen, 26. März 2026, zu einem groß angelegten Einsatz gegen die Drogenkriminalität gekommen
Im Fokus standen demnach Hinweise, Beobachtungen und Überwachungsmaßnahmen in mehreren Städten und Regionen, darunter Neu-Ulm, Günzburg, Krumbach, Memmingen, Ottobeuren und Kempten.
Laut Google Maps ist Krumbach 17 Minuten, Memmingen 27 Min. und Ottobeuren 25 Min.von Bedernau entfernt.
Quelle: https://www.new-facts.eu/blaulicht/polizei/2026/03/26/schlag-gegen-drogenhandel-in-schwaben-sued-west-durchsuchungen-an-rund-30-objekten/709431/


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

14.08.2026 um 11:11
Anscheinend gab es gestern Vormittag eine weitere Absuche rund um den Hof.
Mehr als vier Monate nach den tödlichen Schüssen auf einen 33-Jährigen hat die Kriminalpolizei das Anwesen des Getöteten in Kunzach im Unterallgäu erneut intensiv durchsucht. Am Donnerstagvormittag, 13. August 2026, waren neben Ermittlern der Kripo Memmingen auch Kräfte der Bereitschaftspolizei und Hundeführer im Einsatz.

Die Beamten untersuchten das Gelände rund um den abgelegenen Hof nochmals systematisch. Büsche wurden zurückgeschnitten, hohes Gras entfernt und die freigelegten Flächen sorgfältig abgesucht. Mehrfach kamen dabei Polizeihunde zum Einsatz. Auch die Gebäude wurden nochmals abgesucht.

Ob bei der neuerlichen Suche Spuren oder Gegenstände gefunden wurden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht mit.

Motiv und Tatwaffe weiterhin unbekannt
Der 33-jährige Daniel E. war am Karfreitag, 3. April 2026, leblos auf seinem Einödhof bei Bedernau gefunden worden. Die Ermittlungen ergaben, dass er bereits in der Nacht vom 31. März auf den 1. April mit einem Gewehr erschossen worden war.

Die verwendete Tatwaffe wurde bislang nicht gefunden. Auch das Motiv für die Tötung ist weiterhin ungeklärt. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen richtete die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen die Sonderkommission „Waldrand“ ein.

Die erneute Tatortsuche zeigt, dass die Ermittler den Bereich um das Wohnhaus weiterhin als wichtige mögliche Spurenquelle betrachten. Selbst Monate nach einer Tat können durch veränderte Vegetation oder eine gezielte Neubewertung des Geschehens weitere Gegenstände entdeckt werden.
Quelle: https://www.new-facts.eu/blaulicht/polizei/2026/08/14/mordfall-kunzach-soko-waldrand-durchsucht-hof-erneut/724635/


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14.08.2026 um 18:08
Es gibt auch noch eine Polizeimeldung datiert von heute
14.08.2026, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West
Da steht zwar nichts über die Durchsuchung auf dem Hof aber unter anderem dieses
Nachdem der Fall am Mittwoch, den 29.07.2026, in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ im ZDF vorgestellt worden war, gingen mittlerweile Hinweise im mittleren zweistelligen Bereich bei der Kriminalpolizei in Memmingen ein
Mit diesem Presseaufruf möchte die Kriminalpolizei Memmingen nochmals Zeugen, welche ebenfalls Hinweise zum Schicksal des getöteten Mannes geben können, bitten, sich entweder telefonisch unter 08331 100-499 oder per E-Mail an pp-sws.memmingen.kpi.soko@polizei.bayern.de mit der Kriminalpolizei in Memmingen oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/107179/index.html

Ich hoffe sehr dass auf dem Hof etwas zielführendes gefunden wurde und der Täter bald gefasst ist.


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15.08.2026 um 01:55
Zitat von VolvicVolvic schrieb am 31.07.2026:Denkbar wären auch finanzielle Verstrickungen. Es kann ja sein, dass Workshops und ein Selbstversorger-Hof den täglichen Bedarf decken, aber wie wurde der Hof finanziert, gab es größere Projekte, für die Zahlungen ausblieben?
In dem Thread wurde nun öfters gefragt, wie er sich finanziert hat, da der Verein unter der Kleinunternehmerregelung läuft.

Er hat Gelegenheitsjobs gehabt, die er aufgrund seiner Fähigkeiten auch schnell erhalten hat. Er war also nicht selbstständig mit dem Hof, aber es ist anzunehmen, dass es finanziell immer besser ausgesehen hat, denn der Kauf des Hofes war auch ein Thema.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

15.08.2026 um 09:37
Zitat von SnookSnook schrieb:Er hat Gelegenheitsjobs gehabt, die er aufgrund seiner Fähigkeiten auch schnell erhalten hat. Er war also nicht selbstständig mit dem Hof, aber es ist anzunehmen, dass es finanziell immer besser ausgesehen hat, denn der Kauf des Hofes war auch ein Thema.
Wie war den überhaupt due vertragliche Konstellstion:

1) DE hat den Hof gepachtet, krautet da in seinen Selbstversorgerträumen rum, lebt dort und bezahlt die Pacht. Der Verein hat dort seinen Sitzt, weil EM dessen Vorsitzender ist und eben dort wohnt. Der Verein darf den Hof für Veranstaltungen nutzen, wie z.B. die Seminare, bei denen EM oft Dozent ist.
Zahl der Verein Miete für die Räume und die von EM zur Verfügung gestellte Verköstigung der Teilnehmer, bekommt EM ein Dozentenhonorar?

oder

2) Hat der Verein den Hof gemietet, sozusagen als Veranstaltungsort und Demonstrationsprojekt für Landwirtschaftliche Selbstversorgung? Wohnt EM da gegen Miete und bekommt ein Gehalt dafür, den Hof zu bewirtschaften und in Schuss zu halten?

Das wurde meines Wissens nicht kommuniziert, wobei beides ( und das in unterschiedlichen Abstufungen) denkbar wäre.


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15.08.2026 um 18:56
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Meistens kostet diese Variante "ich stehe auf einem Hof" so zwischen 10 und 12€. Da gibt es auch eine App
Ich habe die Fotos die ganz unten im Artikel sind angesehen, da gibt es ja eines mit diesem
roten Schild wo "Nomady" draufsteht, ich vermute auch darüber wurden Stell-oder Übernachtungsplätze vergeben.
https://www.new-facts.eu/blaulicht/polizei/2026/08/14/mordfall-kunzach-soko-waldrand-durchsucht-hof-erneut/724635/
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb:Es könnte doch genauso gut so ein Durchreisender/Besucher gewesen sein. Das lese ich hier in der Diskussion allerdings kaum. Warum wird diese Möglichkeit eigentlich so konsequent ausgeschlossen?
Ich vermute dass die meisten (Herrn Emminger nicht bekannten ) Gäste irgendwie digital mit Buchung erfasst, somit nachvollziehbar und bestimmt auch schon befragt wurden.
Die Möglichkeit von Personen ohne Anmeldung oder vorherigen Anruf
sind vielleicht auch der Grund warum die Polizei unter anderem fragt :
Sind Ihnen in diesem Zeitraum ortsfremde oder verdächtige Personen sowie Fahrzeuge aufgefallen?
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/107179/index.html


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

15.08.2026 um 21:43
Hier im Thread wird ja öfter mal kritisiert, dass die Diskussion über einen möglichen Täter sich auf die Nachbarschaft konzentriert. Ich finde aber, dass diese Konzentration nachvollziehbar ist. Schließlich hat die Polizei zwei Hausdurchsuchungen in der Nachbarschaft durchgeführt. Und um das tun zu dürfen, muss die Polizei dem zuständigen Richter schon etwas geliefert haben. Ein Satz wie "der wohnt in der Nähe, das macht ihn verdächtig" wird da nicht gereicht haben. Schon gar nicht, um nach der ersten, wohl erfolglosen Suche noch eine zweite genehmigt zu bekommen. Irgendetwas muss die Polizei wissen, dass einen Richter (oder sogar zwei) davon überzeugt hat, dass ein solider Verdacht gegen Menschen aus der Nachbarschaft besteht. Anders gesagt: Der Tatverdacht gegen Menschen aus der Nachbarschaft des Opfers ist nicht hier im Forum entstanden (was sehr problematisch wäre), sondern bei Polizei und Justiz.

Natürlich können sich sowohl Polizei als auch Richter geirrt haben - das soll ja gerade in Bayern schon mal vorgekommen sein -, aber ich finde es in Ordnung, erst einmal davon auszugehen, dass sie sich nicht geirrt haben. Andere mögliche Tathergänge kann und sollte man natürlich trotzdem diskutieren. Das tut ja sogar die Polizei selbst, die ja eindeutig versucht, sich ein Bild von allen möglichen Personen zu machen, die Kontakt zum Opfer und zur von ihm bewohnten Immobilie hatten, also eben z. B. auch zu den Campern und Seminargästen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

15.08.2026 um 23:27
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich habe die Fotos die ganz unten im Artikel sind angesehen, da gibt es ja eines mit diesem
roten Schild wo "Nomady" draufsteht, ich vermute auch darüber wurden Stell-oder Übernachtungsplätze vergeben.
Das kann gut sein. Ist, wenn der Camper nicht gleich noch ne Hofführung erwartet, sehr praktisch für beide Seiten (kenne Leute mit Hof, die das machen). Da gibt es oft gar nicht so viel Kontakt.


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gestern um 12:35
Zitat von 321meins321meins schrieb am 11.08.2026:Allerdings frage ich mich wie so jemand hätte wissen können dass Herr Emminger an besagtem Abend alleine im Haus war.
Ich denk mir, wie hier schon mehrfach erwähnte, die Person wird um die Lebensumstände und Gewohnheiten von D. E. gewusst haben. Ich denke, der Zeitpunkt der Tat war vielleicht nicht zufällig gewählt. Die Tat passierte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. In der Woche vor Ostern. Vermutlich waren wegen der Wetterverhältnisse grad keine Camper da. Veranstaltungen waren auch grad keine, die hätten erst nach Ostern wieder gestartet.
Mir geht durch den Kopf, ob es an dem Dienstagabend eine Veranstaltung im Ort oder in der Umgebung gab (Treffen Schützenverein/Jagdgenossenschaft/Heimatverein etc.) wo die Täterin/der Täter erst dabei war, gesehen wurde und sich darüber ein Alibi verschafft hat. Im Laufe des Abends ist die Person dann zum Hof von D. E. und dann ist es passiert. Geplant. Mit Gehörschutz.

Dürfte ja ein leichtes sein, die HNO-Ärzte und Krankenhäuser in der Umgebung abzutelefonieren, ob da jemand mit Hörschaden/Hörverlust vor oder nach Ostern behandelt wurde.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 12:43
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb:. Irgendetwas muss die Polizei wissen, dass einen Richter (oder sogar zwei) davon überzeugt hat, dass ein solider Verdacht gegen Menschen aus der Nachbarschaft besteht.
Zumindest scheint es jetzt das zu sein, worauf sich die Ernittlungen konzentrieren. Es werden jetzt zum wiederholten Male Zeugen gebeten, sich zu melden, wenn sie etwas wissen.

Ich hoffe, dass die Aufrufe etwas bewirken vor Ort. Und sich jetzt Personen, die mehr wissen, als sie bisher gesagt haben, bei der Polizei melden. Vielleicht hat sich der Täter/die Täterin jemandem in der Zwischenzeit offenbart.


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gestern um 12:51
Zitat von MeaMea schrieb:In der Woche vor Ostern. Vermutlich waren wegen der Wetterverhältnisse grad keine Camper da. Veranstaltungen waren auch grad keine, die hätten erst nach Ostern wieder gestartet.
Ja, und das spricht eigentlich für eine geplante Tat und nicht dafür, dass da jemand aus einer aktuellen Wut heraus spontan gehandelt hat.


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gestern um 13:56
Zitat von CoscorobaCoscoroba schrieb:Schließlich hat die Polizei zwei Hausdurchsuchungen in der Nachbarschaft durchgeführt. Und um das tun zu dürfen, muss die Polizei dem zuständigen Richter schon etwas geliefert haben. Ein Satz wie "der wohnt in der Nähe, das macht ihn verdächtig" wird da nicht gereicht haben.
Damit wirst Du Recht haben, hier steht
Voraussetzung für eine Durchsuchung beim Verdächtigen sind zureichende tatsächliche Anhaltspunkte, dass eine bestimmte Straftat verübt wurde und aufgrund kriminalistischer Erfahrung die Vermutung besteht, dass der Zweck der Durchsuchung (s. o.) erreicht werden kann (konkretisierter Anfangsverdacht, § 102 StPO), aber noch kein hinreichender Tatverdacht.[
Anders als für die Durchsuchung bei anderen Personen reicht es bei der Durchsuchung beim Verdächtigen, dass die allgemeine Aussicht besteht, irgendwelche
relevanten Beweismittel zu finden.[14
Objekt der Durchsuchung können die Wohnung (sogenannte Hausdurchsuchung), andere Räumlichkeiten, sonstige Sachen des Verdächtigen sowie der Verdächtige selbst sein
Quelle: Wikipedia: Durchsuchung (Recht)#Auswahl des Rechtsgebietes
Zitat von MeaMea schrieb:Ich denke, der Zeitpunkt der Tat war vielleicht nicht zufällig gewählt. Die Tat passierte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch
Die Osterferien haben ja am Montag 30.03. begonnen, vielleicht hat der Täter Familie die in den Ferien verreist ist, dann könnte ich mir auch vorstellen dass er die Tat deshalb innerhalb der Ferien begangen hat.
Zitat von MeaMea schrieb:Dürfte ja ein leichtes sein, die HNO-Ärzte und Krankenhäuser in der Umgebung abzutelefonieren, ob da jemand mit Hörschaden/Hörverlust vor oder nach Ostern behandelt wurde.
Eigentlich würden diese ja wohl der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen, ich habe keine Ahnung ob in besagtem Fall diese gebrochen werden kann. Hier steht :
Das Strafverfolgungsinteresse bei begangenen Straftaten rechtfertigt eine Durchbrechung der ärztlichen Schweigepflicht in der Regel nur dann, wenn es sich um schwere Taten gegen Leben, Gesundheit, Freiheit oder die innere und äußere staatliche Sicherheit handelt und Wiederholungsgefahr besteht.
Quelle: https://www.aekb.de/recht/berufsrecht-berufsordnung/aerztliche-schweigepflicht
Die Wiederholungsgefahr würde ich persönlich schon sehen, ich könnte mir bei jemanden der eine Tat auf diese Art begeht, sich bisher offenbar nicht selbst gestellt hat, auch weitere ähnliche Taten vorstellen aber ob das auch rechtlich so gilt weiss ich nicht.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 14:57
Zitat von MeaMea schrieb:Dürfte ja ein leichtes sein, die HNO-Ärzte und Krankenhäuser in der Umgebung abzutelefonieren, ob da jemand mit Hörschaden/Hörverlust vor oder nach Ostern behandelt wurde.
Ist da jemand fachkundig - wenn ein derartiger Hörschaden nicht behandelt wird, regeneriert sich das dann von selbst, zumindest teilweise? Wie kann man sich denn die Behandlung vorstellen? Wie fällt das im Alltag auf?


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gestern um 17:32
@MissMary
Fachkundig bin ich bezüglich eines möglichen Hörschadens nicht, aber lies mal hier:

Wikipedia: Knalltrauma

Ich vermute es kann von einem leichten dauerhaften Piepston bis zum Hörverlust alles sein.

Tinnitus hört ja nur derjenige selbst, erst ein plötzlicher Hörverlust würde Angehörigen vermutlich nach und nach auffallen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

gestern um 17:52
Die Frage ist eben, ob ein erfahrener Schütze das nicht in Erwägung ziehen würde. Ich würde mal behaupten, auf jedem Hof gibt es Ohrenschützer, nur werden sie oft nicht genutzt "Ich mache nur schnell...".

Was ich auch nicht weiß: War da generelle Schonzeit? Für Rehe ja, aber wie sieht es mit Schwarzwild etc. aus? Sonst wäre es eben auch mit Schmauchspuren schlecht.


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gestern um 21:15
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Fachkundig bin ich bezüglich eines möglichen Hörschadens nicht
Ich ebenfalls nicht. Wenn ich es richtig sehe gibt es aber Unterschiede der Wirkung auf das Ohr in Bezug auf die Zeit in der der Lärm auf das Ohr wirkt, gemessen wohl in ms. Da die Polizei von mehreren gefundenen Projektilen spricht
Projektile konnten am Tatort sichergestellt werden,
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-juli-2026-selbstversorger-hof-daniel-emminger-erschossen-100.html
könnte ich mir vorstellen dass der Lärm länger als 3 Sekunden ging. Dann würde es sich wohl um ein Explosionstrauma handeln
Explosionstrauma (des Ohres)
Man spricht von einem Explosionstrauma des Ohres, wenn durch eine akute Schalleinwirkung eine Verletzung des Trommelfelles und eventuell des Mittelohres verursacht wird. Eine Schädigung des Innenohres kann zusätzlich auftreten. Die Dauer des Schallereignisses ist > 3 ms.
Knalltrauma
Eine sehr kurze Schalleinwirkung (< 3 ms) mit extrem hohem Schalldruck (Schüsse, Knallkörper) führt zu einer Schädigung des Cortischen Organes. Man spricht von einem Knalltrauma, wenn nur das Innenohr geschädigt wird, Trommelfell und Mittelohr (Gehörknöchelchen) aber unverletzt bleiben.
Quelle: Wikipedia: Schalltrauma
Bei einem Explosionstrauma hören sich die Auswirkungen für mich schon ziemlich stark an
1. Knalltrauma Ursache: kurzer, lauter Knall Auswirkung: Schädigung der Haarzellen im Corti-Organ Symptome: Hörminderung, Tinnitus, Schwindel

2. Explosionstrauma Ursache: kurze, extrem laute Explosion Auswirkung: Trommelfell reißt. Schädigung der Gehörknöchelchen und Haarzellen Symptome: Gehörgang blutet, Hörminderung, Tinnitus, Schwindel, Übelkeit
Quelle: https://www.neuroth.com/de-DE/hoeren-und-gesundheit/knalltrauma/
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Was ich auch nicht weiß: War da generelle Schonzeit? Für Rehe ja, aber wie sieht es mit Schwarzwild etc. aus?
Da gibt es eine Tabelle wobei das vielleicht regional noch unterschiedlich ist, auch damit kenne ich mich nicht aus, es sieht so aus als könne man etliches an Wild Ende März/Anfang April bejagen
https://www.jagdbildungszentrum.de/jagdausbildung/wissenswertes/jagd-und-schonzeiten-bayern-272.html
wobei da auch noch der Hinweis steht
Jedes Wild hat unterschiedliche Jagd- und Schonzeiten. Wichtig ist dabei ebenfalls die Beachtung des Schutzes der Elterntiere und Aufzuchtzeiten!
Quelle: https://www.jagdbildungszentrum.de/jagdausbildung/wissenswertes/jagd-und-schonzeiten-bayern-272.html


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um 07:54
Zitat von 321meins321meins schrieb:Die Osterferien haben ja am Montag 30.03. begonnen, vielleicht hat der Täter Familie die in den Ferien verreist ist, dann könnte ich mir auch vorstellen dass er die Tat deshalb innerhalb der Ferien begangen hat.
Das ist gut möglich... Ich msste da gerade spontan an den Fall A. Darsow in Babenhausen denken...


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um 08:08
Zitat von 321meins321meins schrieb:Eigentlich würden diese ja wohl der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen, ich habe keine Ahnung ob in besagtem Fall diese gebrochen werden kann. Hier steht :
So wie ich es verstehe, gilt die Entbindung der Schweigepflicht, wenn z.B. ein Mord geplant ist und der Arzt davon weiß. Wie genau es sich in diesem Fall hier verhalten würde, weiß ich nicht. Ein womöglicher Hörsturz bei einem Patienten wäre aber ja noch kein Beweis dafür, dass diese Person überhaupt der Mörder ist! In sofern wahrscheinlich schwierig und für mich keine Begründung für eine Entbindung der Schweigepflicht.
Hinweis auf schwere Straftaten

Ein äußerst seltener, jedoch möglicher Fall dieser Art, ist die Ermittlung einer geplanten schweren Straftat wie Mord. Sollte der Arzt eine sogenannte Katalogtat (aufgeführt in Paragraf 138 Strafgesetzbuch) erfahren, ist er verpflichtet diese zu melden und ist somit von der Schweigepflicht entbunden.
Quelle: https://www.praktischarzt.de/magazin/aerzte-schweigepflicht/


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

um 08:33
Laut der Ermittler handelt es sich ja um eine Langwaffe, evtl. ältere Jagdwaffe, großes Kaliber. So viele kommen da anscheinend nicht in Frage. Z.B. wäre das die Mauser 98k.
Dazu steht bei Wikipedia:
. Später wurden diese Waffen ausgemustert und durch Waffen sowjetischen Ursprungs ersetzt. In der Bundesrepublik Deutschland waren zunächst Zoll und Bundesgrenzschutz mit dem Karabiner 98k ausgerüstet, daneben auch Verbände der Bereitschaftspolizei. Noch in den 1950er-Jahren erschien der sogenannte „Zollkarabiner“ auf Basis des Karabiners 98k.

Das Wachbataillon der Bundeswehr verwendet für zeremonielle Anlässe nicht das jeweils eingeführte Sturmgewehr, sondern auch heute noch den Karabiner 98k als G21. Diese Karabiner sind schussunfähig gemacht. Erst 1995 wurde bekannt, dass ein Teil der Karabiner noch Hakenkreuze trug, die dann entfernt wurden.

Daneben gibt es auch zivile Umrüstungen des Karabiners 98k als Jagdwaffe.
Quelle: Wikipedia: Karabiner 98k

Hier mal, wie sich so ein Gewehr anhört:

Youtube: 1941 Mauser 98k shooting #98k #wehrmacht #ww2
1941 Mauser 98k shooting #98k #wehrmacht #ww2
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Ein Schuss hat einen Schalldruckpegel von 135 bis 178 Dezibel (dB (C)), je nach Waffenart und Kalibergröße. Die Schmerzgrenze liegt bei 130 dB.
Quelle: https://hundertprozent.bghw.de/laermschutz-im-visier

Noch seltsamer wäre es da, wenn der Nachbar oder seine Familie diese Schüssel nicht gehört haben will? Wissen wir natürlich nicht, was diesbezüglich gesagt wurde...


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