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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

955 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mordfall, Memmingen, daniel emminger ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 10:15
Zitat von 321meins321meins schrieb:Das fände ich allerdings
insofern merkwürdig als dass die Veranstaltungen vorher immer jährlich woanders waren und ich könnte mir vorstellen dass es nach dem Anima Terra Fest 2025 auf dem Hof schon größere Diskussionen und Beschwerden gegeben hat, das Fest dann erneut auf diesem Hof stattfinden zu lassen hätte zumindest ich nicht erwartet.
Ich denke es ist grundsätzlich nicht einfach, für ein solches Event einen passenden Veranstaltungsort zu finden. Da war DEs Hof ja eigentlich perfekt und bot sich an. DE hat die vorausgegangenen Beschwerden vielleicht etwas zu "sportlich" gesehen. Das lässt ja auch der ehemalige Bürgermeister ein bisschen so durchklingen... Und mit dem neuerlich geplanten Festival war dann der Punkt "Jetzt reicht's mir" halt erreicht (der "Tropfen")...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 10:28
Streit um öffentliche Veranstaltungen
Tempel ergänzt: „Er veranstaltete Events mit bis zu 150 Gästen, obwohl sein gepachteter Hof weder über fließend Wasser noch einen Anschluss an die Kanalisation verfügte. Jede Feuerwehr muss für ihre Feste bestimmte Auflagen erfüllen. Für ihn schienen die Regeln nicht zu gelten.“
Quelle: https://thepik.de/der-verborgene-kultraum-des-getoeteten-oeko-gurus


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 10:39
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb: Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen....von einem bisschen Gemueseverkauf und den Einnahmen aus den Workshops (die zT durch externe Referenten durchgeführt wurden), Gelegenheitsjobs, und die ein oder andere Stellplatzvermietung wird nicht so viel hängengeblieben sein.
Deshalb schreibe ich ja auch: Pro Quadratmeter, er hatte ja extrem wenig landwirtschaftliche Fläche zur Verfügung. Ich persönlich nehme an, dass der Hof aufgegeben wurde (also vom Vornutzer), die Erben die dazugehörigen Felder verpachtet oder veräußert haben und das Haus stand dann eben 10 Jahre leer, bevor Daniel Emminger auftauchte. Für Leute, die in die Richtung denken, war es schon auch wenig Grund, er sagt das ja auch in Bezug auf seine Ziegen.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Ich finde die Aussage von einem Kommunalpolitiker schon schwierig, er war 12 Jahre Bürgermeister und kennt sich mit den Dingen gut aus, müsste also wissen, dass der Hof (vermutlich) keinen Kanalanschluss hatte bzw. die Gemeinde diesen einrichten müsste, und wenn das so ist, gibt es eine Anschlusspflicht.
Ich glaube, dass da einfach mitunter "bewusst" weggeschaut wird. Es betrifft 3% der Bayern und ich würde mal behaupten, wer im Jahr 2026 in einem solchen Haus mit so einem Standard lebt, ist in der Regel nicht nun niemand, der über genug finanzielle Mittel verfügt, um sich eine dreikammerige Klärgrube nach neusten Standards zu bauen. Wenn das nur auf einen gewissen Prozentsatz der Bewohner zutrifft, hast du irgendwann noch mehr Leerstand im ländlichen Raum. Bei uns gibt es auch Schrebergärten, die zu keinen Verein gehören. Da darfst du dir auch eine Schutzhütte bauen, aber offiziell auch nicht übernachten, weil die Abwasserfrage nicht geklärt ist. Solange du es nicht übertreibst, schaut aber gar niemand, was du machst und wie oft du auf dem Grundstück bist. War da vermutlich ähnlich, Kläger - Richter, und wenn 150 Vereinsmitglieder kommen gegen Spendenbasis oder so, hast du vermutlich einen gewissen rechtsfreien Raum.


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19.08.2026 um 10:41
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ich denke es ist grundsätzlich nicht einfach, für ein solches Event einen passenden Veranstaltungsort zu finden
Das sehe ich auch so und findet das Event an einem Ort statt wo alles gut klappt und es keine oder keine größeren Beschwerden gibt würde ich den Ort auch für passend erachten.
Bei Schwierigkeiten oder Beschwerden wäre ein Hof mit diesen Voraussetzungen
Durch unsere absolute Alleinlage mit großzügigen Terrassen und viel Platz in und um unser Anwesen kannst du bis zu 160 Freunde einladen.
Quelle: https://www.derschweizerhof.de/heuhotel
wo das Anima Terra Fest 2026 offenbar dann stattgefunden hat
https://plantingdreams.de/events/
schon auf Grund der Alleinlage meiner Meinung nach besser geeignet.
Ohne dass ich damitsagen möchte dass ein erneutes Anima Terra Fest auf dem Hof von Herrn Emminger in irgendeiner Weise einen Mord rechtfertigen würde.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 10:59
Zitat von 321meins321meins schrieb:schon auf Grund der Alleinlage meiner Meinung nach besser geeignet.
Und den anderen gegebenen Umständen wie:
Zur Verfügung stehen der Veranstaltungsraum mit

ca. 80 m² inkl. Küche und der Yogaraum mit ca. 40 m².

In unserer hochwertigen Küche, ausgestattet mit Gaggenau Geräten, fehlt es an nichts. Zur Ausstattung gehören ein großer Kühlschrank, Gefrierschrank, Mikrowelle, Dampfgarer, 2 Backöfen und ein Induktionsherd. Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster, Geschirr, Gläser, Besteck, Töpfe, Pfannen etc. sind ebenfalls vorhanden.

Im Heu können ca. 30 Menschen übernachten, bitte Schlafsack mitbringen. Außerdem haben deine Freunde die Möglichkeit, in unserer Ferienwohnung oder im eigenen Zelt oder Wohnmobil zu schlafen.
Quelle: https://www.derschweizerhof.de/heuhotel

Geplant war es aber eben ursprünglich offensichtlich anders.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 11:13
DE hatte wahrscheinlich einfach auch "Bock" drauf, weil es eben seiner Vision entsprach und er diese Vision und den Hof mit Menschen teilen wollte. Vermutlich versprach er sich dadurch aber auch abgesehen davon gewisse finanzielle Möglichkeiten durch mehr Leute, die den Hof und seine Workshops dadurch kennenlernen für die Zukunft. Ich denke, er hat das für sich einfach als "das passt schon so" und "man kriegt das schon alles hin; man kann ja über alles reden und entwickeln/verbessern", gesehen.


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19.08.2026 um 11:41
Streit um öffentliche Veranstaltungen
Tempel ergänzt: „Er veranstaltete Events mit bis zu 150 Gästen, obwohl sein gepachteter Hof weder über fließend Wasser noch einen Anschluss an die Kanalisation verfügte. Jede Feuerwehr muss für ihre Feste bestimmte Auflagen erfüllen. Für ihn schienen die Regeln nicht zu gelten.“
Quelle: https://thepik.de/der-verborgene-kultraum-des-getoeteten-oeko-gurus

Wenn DE das Festival nicht als öffentliche Veranstaltung angemeldet hat, muss nunmal auch keine Feuerwehr da sein. Theoretisch darf man ja auch eine private Feier mit 200 Gästen auf seinem Grundstück veranstalten (es war aber ja nicht seins - wenn auch vielleicht so angestrebt - Gespräche dazu gab es ja anscheinend). Ob es die Nachbarn super finden, wenn das dann 2x hintereinander so stattfindet und ob das Grundstück groß genug/geeignet ist mit fehlender Anbindung ans öffentliche Netz, ist natürlich eine andere Frage. Und in wieweit das noch als Privat durchgeht oder gegeben ist, wenn das Ganze dann 6 Tage lang geht....? Es geht ja nicht um einen Abend... Also ich weiß nicht...


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 11:53
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Wenn DE das Festival nicht als öffentliche Veranstaltung angemeldet hat, muss nunmal auch keine Feuerwehr da sein.
Es geht ja nicht um die Feuerwehr sondern um die Infrastruktur die es bei grösseren Festveranstaltungen braucht, z.B. Toiletten und deren Entsorgung. Ich kenne das von einem Reiterhof der beim Tag der offenen Tür mit Bewirtung extra einen Toilettenwagen mietet und diesen an die dort vorhandene Kanalisation anschließt. Die Veranstaltung bei DE war sicher auch öffentlich, jeder konnte kommen.


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Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach

19.08.2026 um 11:59
Natürlich gibt es viele Seminare und Veranstaltungen mit über 100 Personen, Schulausflüge über ein Wochenende inkl Zelten mit ähnlicher Anzahl usw. (selbst schon mehrmals so gehabt). Das sind aber eben ausgewiesene Veranstaltungsorte für genau sowas unter gegebenen Voraussetzungen und mit entsprechenden Berechtigungen und Genehmigungen (Jugendherbergen, Veranstaltungszentren, angemeldete Höfe). Ich glaube nicht, dass das hier der Fall war...


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19.08.2026 um 12:01
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Es geht ja nicht um die Feuerwehr sondern um die Infrastruktur die es bei grösseren Festveranstaltungen braucht, z.B. Toiletten und deren Entsorgung
Ich habe hier einfach nur auf das Zitat des Bürgermeisters Bezug genommen. Alles andere habe ich danach doch noch erläutert im gleichen Post (das kam eben noch dazu).


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19.08.2026 um 12:13
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Was mich übrigens wundert ist, dass der Nachbar sowohl fließend Wasser als auch Strom hat, es wurde also eine Trinkwasserleitung und auch eine Stromleitung nach Kunzach verlegt aber keine Kanalisation.
Woher weißt Du das? Und natürlich ist das möglich. Wäre es auch für DE vermutlich gewesen. Kostet halt! Und ggf verfügt zumindest der Nachbarhof eben evtl über einen Brunnen, was das Wasser angeht, DEs Hof offensichtlich eben nicht.


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19.08.2026 um 12:22
Und nochmal: es war doch DEs Lebensphilosphie, genau das eben nicht haben zu WOLLEN, um autark zu leben! Genau darum ging es ihm doch...


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19.08.2026 um 13:37
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Hier könnte ich mir vorstellen, dass eine entsprechende "Sickergrube" vorhanden war - der Hof war ja auch früher bewohnt.
Und fuer eine kleine Familie kann man das Abwasser auch gering halten, zB durch Verwendung einer Trockentoilette.
Eher wurde die Güllegrube genutzt. Ich kenne das selbst aus unserer Zeit auf einem Bauernhof - und das war so bis vor 2 Jahren, als wir da weggezogen sind, und wird dort auch heute mit Sicherheit nicht anders gehandhabt.

Da passt jedenfalls eine große Menge rein und auch gelegentliche Veranstaltungen dieser Größenordnung dürften die keineswegs zum Überlaufen bringen. Ich denke, das Problem wäre da eher, dass die Güllegrube eben hin und wieder in jedem Fall geleert werden muss, und wenn kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr existiert, fährt eben auch kein Bauer die Gülle aufs Feld.

Eine 3-Kammer-Sickergrube ist in ländlichen Gegenden üblich, und wenn die für eine kleine Familie ein, eineinhalb Jahre reicht, kann man sich ausrechnen, wie das bei entsprechenden Veranstaltungen wäre.
Wir wissen aber nicht, wie diese dimensioniert war, deshalb ist das nur ansatzweise einschätzbar.


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19.08.2026 um 14:18
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Ganz genau so, derlei Geschichten gibt es x-fach. Man kann die überhaupt nicht einordnen, wenn man nicht mal eine Weile auf dem Land gelebt hat.
Ich selbst kenne das Landleben allerdings so, dass sich da viele ihre eigenen Gesetze machen (und sich keinen Deut um alles andere scheren), insbesondere, wenn es um "ihr" Land geht - und das schließt auch schonmal ehemaliges Land und ähnliches mit ein. Wenn der Hof tatsächlich jahrelang leer stand, hat der Nachbar das Grundstück gedanklich möglicherweise bereits als "seins" vereinnahmt gehabt.

Was mir in dem Film aufgefallen ist: Daniel erzählt, mit dem (einzigen) Nachbarn verstehe man sich gut. Gleich darauf spricht er allerdings über Konflikte oder Streit (und wie man sie lösen könnte, also drüber sprechen und einen Weg finden)...
Angesichts dessen, wie sein Leben geendet ist, scheint es mir, als hätte sich da einiges hochgeschaukelt und er den Ernst seiner Lage vermutlich bis zuletzt nicht erkannt.
Sehr traurig. Er wirkt in dem Film so freundlich, bemüht, zuversichtlich. Eben geerdet.


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19.08.2026 um 16:26
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Woher weißt Du das? Und natürlich ist das möglich. Wäre es auch für DE vermutlich gewesen. Kostet halt! Und ggf verfügt zumindest der Nachbarhof eben evtl über einen Brunnen, was das Wasser angeht, DEs Hof offensichtlich eben nicht.
Ich weiss es natürlich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass man so einen großen Hof nur mit Wasser aus einer Quelle bewirtschaften kann.
Für DE war es nur dann möglich wenn der Eigentümer zustimmt (und bezahlt).


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19.08.2026 um 21:08
Der zitierte Beitrag von GrafOskar wurde gelöscht. Begründung: Trauerseite
Dies ist eine Kopie des Artikels der BILD, der hinter einer Bezahlschranke steht.


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