Mordfall Daniel Emminger Bedernau/Kunzach
18.08.2026 um 22:59Nachtrag an @kaleko die von Dir eingestellten Links von der lfu.bayern.de ließen sich jetzt doch ganz einfach öffnen
Das glaube ich eher nicht.....siehe Hinweis zum Kleinunternehmer-Status. Und ihm gehörte der Hof nicht, D.E. hatte den Hof nur gepachtet.MissMary schrieb:Er schaffte es ja, unter schweren Bedingungen (der Hof hat ja nicht umsonst 10 Jahre leergestanden), das Land so zu bewirtschaften, dass es vermutlich, auf den Quadratmeter gerechnet, wesentlich mehr Umsatz brachte das die konventionellen Höfe um den Hof.
Tut es nicht, als zuständige ermittelnde Polizeidienststelle ist selbst auf der BKA-Seite die Kripo Memmingen ausgeschrieben.Mea schrieb:das BKA auch immer noch mit-ermittelt.
Der zitierte Beitrag von GrafOskar wurde gelöscht. Begründung: Wie zuvorIch finde die Aussage von einem Kommunalpolitiker schon schwierig, er war 12 Jahre Bürgermeister und kennt sich mit den Dingen gut aus, müsste also wissen, dass der Hof (vermutlich) keinen Kanalanschluss hatte bzw. die Gemeinde diesen einrichten müsste, und wenn das so ist, gibt es eine Anschlusspflicht.
Ich denke auch, dass war geklärt. Wenn ein Feuerwehrfest stattfindet, was für Auflagen gibt es da? Normal sind doch dann Toilettenwagen aufgestellt. Und wieviel Events mit bis zu 150 Leuten mag es bei Herrn Emminger gegeben haben? Wohl doch eher nur eines.321meins schrieb:Ich persönlich sehe da irgendwie keine Schwierigkeit mit dem Abwasser, kann mich aber natürlich täuschen.
Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen....von einem bisschen Gemueseverkauf und den Einnahmen aus den Workshops (die zT durch externe Referenten durchgeführt wurden), Gelegenheitsjobs, und die ein oder andere Stellplatzvermietung wird nicht so viel hängengeblieben sein.MissMary schrieb:Er schaffte es ja, unter schweren Bedingungen (der Hof hat ja nicht umsonst 10 Jahre leergestanden), das Land so zu bewirtschaften, dass es vermutlich, auf den Quadratmeter gerechnet, wesentlich mehr Umsatz brachte das die konventionellen Höfe um den Hof.
Ich sehe nicht, dass er 'was aus dem Hof gemacht hat'.Tritonus schrieb:Ich kann mir die Atmosphäre rund um DE's Hof gut vorstellen. Da pachtet jemand von "woanders her" den Hof, der 10 Jahre leer stand und macht auch noch was draus. Und zwar "alternativ", also kein Hotel o.ä., was der Gemeinde indirekt zugute käme (Letzteres besonders wichtig). Das kann, je nachdem wie konservativ die Umgebung ist, böses Blut geben,
Wie bereits aufgeführt wurde, gibt es Alternativen, wenn es keinen Anschluss gibt.kaleko schrieb:keinen Kanalanschluss hatte bzw. die Gemeinde diesen einrichten müsste, und wenn das so ist, gibt es eine Anschlusspflicht.
Vielleicht fehlte dieser ...kaleko schrieb:as für Auflagen gibt es da? Normal sind doch dann Toilettenwagen aufgestellt
Ja schon klar, aber wenn es der Gemeinde zu teuer ist, hast Du trotzdem bestimmte Pflichten, wie das Abwasser zu behandeln ist und kannst es nicht einfach in die Gegend leiten.Justsaying schrieb:Wie bereits aufgeführt wurde, gibt es Alternativen, wenn es keinen Anschluss gibt.
Und die Gemeinde muss auch keinen Anschluss errichten.
In diese Richtung denke ich auch.kaleko schrieb:Bezüglich der Feste, also ich denke schon, dass Daniel ein Mensch war, der die Regeln locker genommen hat.
Aber es gab bestimmt viel Anfahrerei, Lärm, Unruhe...
Bestimmt musste sich der Herr Bürgermeister einiges an Beschwerden anhören
Sicher. Hier könnte ich mir vorstellen, dass eine entsprechende "Sickergrube" vorhanden war - der Hof war ja auch früher bewohnt.kaleko schrieb:hast Du trotzdem bestimmte Pflichten, wie das Abwasser zu behandeln ist und kannst es nicht einfach in die Gegend leiten.
Kann ja alles passiert sein. Aber nur weil sich jemand beschwert, ist das ja noch kein Beweis für einen Mord. Und dieser (z.B. in Form der Tatwaffe) fehlt nunmal (noch). Nur aufgrund dessen kann man niemanden verhaften. Es ist lediglich ein mögliches Motiv. Letztes Jahr gab es bereits das Festival. Und dieses Jahr (2 Monate nach dem Mord), sollte es wieder dort stattfinden. Dass allein nur um das Festival ging glaube ich auch nicht. Es war aber vielleicht der "eine Tropfen zu viel". Wenn der Artikel auf Schleswig Holstein stimmte, gab es ja Streit. Nicht umsonst bekam die Polizei 2x einen Durchsuchungsbefehl.sarachasauce schrieb:Wenn man das Ganze nüchtern betrachtet halte ich einen Mord allein wegen seiner Veranstaltungen eher für schwer vorstellbar. Wenn sich tatsächlich jemand massiv durch die Veranstaltungen auf dem Hof gestört gefühlt hätte, wäre doch normalerweise einer der ersten Schritte sich bei der Polizei oder einer zuständigen Behörde zu beschweren. Sollte es solche Beschwerden gegeben haben, müssten sich dazu vermutlich auch entsprechende Vorgänge finden lassen denen die Ermittler längst nachgehen konnten.
Bei einer Affäre oder Beziehung hätte es ja vermutlich Kontakt im Vorfeld gegeben. Das Handy vom DE wurde sicher von den Behörden akribisch ausgewertet und man hat ja wahrscheinlich nicht per Brieftaube kommuniziert... Auf eine solche Person wäre man ziemlich schnell gekommen und hätte deren "Umfeld" bzw Lebensunstände mal genauer unter die Lupe genommen (Stichwort Ehemann/Partner).sarachasauce schrieb:Da der Fall nun aber auch nach mehreren Monaten noch ungeklärt ist halte ich persönlich eine Beziehungstat für wahrscheinlicher. Gerade wenn es stimmt, dass Daniel die eine oder andere Affäre hatte, könnte Eifersucht eine Rolle gespielt haben. Etwa ein Partner oder Ehemann einer Frau mit der Daniel etwas hatte.
Die dab es. Sie sind auf seinem Social Media mit i zu sehen. Allerdings anscheinend weitaus weniger, als es ab ca Mitte 2025 und dann 2026 der Fall gewesen war (was natürlich mit der neuen Obergrenze für Kleingewerbetreibende zu tun gehabt haben könnte).321meins schrieb:Es ist ja nicht bekannt ob überhaupt in der Anfangszeit Seminare oder Veranstaltungen abgehalten wurden, zumindest habe ich nichts zu einem Starzeitpunkt gefunden. Falls Du Veranstaltungen als Beschwerdepunkt meintest.
Man hat Stress mit einem Mieter und bringt deswegen den Vermieter um? Gewagte These... Vermutlich ging es auch, wenn das das Problem gewesen sein sollte, nicht um eine dreiköpfige Familie, die dort lebte, sondern dann eher um die steigende Anzahl an Besuchern dort. Es macht schon einen Unterschied, ob 3 Leute die Gegebenheiten dort nutzen, oder eben ein paar hundert im Jahr.sarachasauce schrieb:Aber dann entledige ich mich doch dem Eigentümer und nicht dem Mieter?
Dann wäre er aber eben nicht autark gewesen, wie er es ja selbst sagt...kaleko schrieb:Und wegen des Stromes, Herr Emminger beschreibt sehr ausführlich auf seiner Seite, dass ihm hier Autarkie gelungen sei, mit Sicherheit gibt es einen Anschluss an das öffentliche Netz.
Das beschreibt er ja ebenfalls auf seiner Homepage.Oberleutnant schrieb:Ist kein Abwasserkanal vorhanden (hier vermutlich der Fall), wird behördlicherseits eine andere Lösung (biologische Kläranlage) vorgeschrieben.
Das ist keine Spekulation, sondern wird in JEDER Quelle so gesagt. Seien es nun O-Töne und Beschreibungen von DE selbst, Aussagen des Bürgermeisters, XY Beitrag oder Presseberichte. Es ist Fakt, scheint aber trotzdem für einige schwer vorstellbar zu sein.321meins schrieb:Ich glaube es gab keinen Anschluss an das Netz und auch keinen Anschluss an die Kanalisation wie hier beschrieben
So sehe ich es auch. Und das mit anscheinend immer mehr werdenden Besuchern...GrafOskar schrieb:Genau, weiter oben hatte ich mal geschrieben, dass die Zündschnur mit jedem Jahr kürzer wurde.
Immerhin durfte er aufgrund der neuen Kleinunternehmerregelung ab 2025 fast das Doppelte an Gewinn machen.Mea schrieb:Das glaube ich eher nicht.....siehe Hinweis zum Kleinunternehmer-Status.
Bisherige Regelung (bis 31.12.2024)Quelle: https://www.ihk.de/stuttgart/fuer-unternehmen/recht-und-steuern/steuerrecht/umsatzsteuer-national/kleinunternehmerregelung-in-der-umsatzsteuer-1843632
Kleinunternehmer ist, wer
Im vorangegangenen Kalenderjahr einen (nach vereinnahmten Entgelten berechneten) Umsatz von nicht mehr als 22.000 Euro (Bruttobetrag)
und
Im laufenden Kalenderjahr einen voraussichtlichen Umsatz von nicht mehr als 50.000 Euro (Bruttobetrag) hat.
Neue Regelung (seit 1.1.2025)
im vorangegangenen Kalenderjahr einen (nach vereinnahmten Entgelten bemessenen netto) Gesamtumsatz von nicht mehr als 25.000 Euro hat
und
im laufenden Kalenderjahr nicht mehr als 100.000 Euro Umsatz macht.
Er beschreibt es doch auf seiner Homepage:Justsaying schrieb:Sicher. Hier könnte ich mir vorstellen, dass eine entsprechende "Sickergrube" vorhanden war - der Hof war ja auch früher bewohnt.
Und fuer eine kleine Familie kann man das Abwasser auch gering halten, zB durch Verwendung einer Trockentoilette
AbwasserQuelle: https://www.autarkia-naturnah.de/akademie/autarkie/wasser/
Wer Autark sein Wasser bezieht muss auch schauen wie man sein Abwasser vernünftig beseitigt.
Wenn es nicht absehbar ist sich an die Kanalisation anzuschließen kommen mehrere Varianten in Frage.
Eine davon ist die Klärgrube mit einem Klärteich. Der Bau und die Funktion müssen von der zuständigen Behörde abgenommen werden. Ganz grob erklärt:
Das Abwasser vom Haus wird in einem 3-Kammer-System vorgeklärt. Das kann ein Betonschacht mit dreierlei Kammern sein. In jeder dieser Kammer setzen sich Grobstoffe auf dem Schachtboden ab. Danach wird das vorgeklärte Wasser in einen Teich geleitet der mittels Pflanzen den Rest des Wassers filtert um es dann anschließen wieder ins Erdreich versickern zu lassen. Die gesetzten Grobstoffe müssen minimal alle 2 Jahre mit Entsorgungsnachweiß abgepumpt werden.
Früher wurde das ganze mit in die Güllegrube von der Viehhaltung geleitet um es dann auf Feldern und Äckern als Dünger auszubringen. Klingt wesentlich leichter und effizienter, ist aber nicht mehr erlaubt!
Hast Du eine Quelle die belegt dass es in diesem Jahr erneut auf dem Hof von Herrn Emminger stattfinden sollte? Ich finde keine, hatte schon mal einen Link eingestellt auf dem bei den offenbar jährlichen Festen jeweils unterschiedliche Orte angegeben sindjeangreen schrieb:Und dieses Jahr (2 Monate nach dem Mord), sollte es wieder dort stattfinden.
sooma schrieb:Es ist das "Anima Terra Festival" und findet regelmäßig an unterschiedlichen Orten statt. Der Name ist immer gleich und gleichzeitig Programm
und denke es ist wichtig dass dieser Punkt -gab es einmalig ein Anima Terra Fest welches generell jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindet oder sollte es in diesem Jahr wieder bei Herrn Emminger stattfinden- korrekt dargestellt wird.kaleko schrieb:Und wieviel Events mit bis zu 150 Leuten mag es bei Herrn Emminger gegeben haben? Wohl doch eher nur eines.
Ach so, Du meinst, er hatte den Termin einfach auf seiner Seite eingetragen, stattfinden sollte er aber eben woanders? Ja, das kann durchaus sein. Das hätte aber auch der mögliche Täter eben anders verstehen können beim Blick auf DEs Terminkalender. Auf der Seite von Planting Dreams hieß es lediglich, dass man froh sei, dass das Festival trotz Herausforderungen und den Umständen stattfinden kann.321meins schrieb:Hast Du eine Quelle die belegt dass es in diesem Jahr erneut auf dem Hof von Herrn Emminger stattfinden sollte? Ich finde keine, hatte schon mal einen Link eingestellt auf dem bei den offenbar jährlichen Festen jeweils unterschiedliche Orte angegeben sind
Ja, Du meine Güte. Ist alles doch schon längst hier verlinkt und beschrieben!jeangreen schrieb:Ach so, Du meinst, er hatte den Termin einfach auf seiner Seite eingetragen, stattfinden sollte er aber eben woanders?
Die Links hatte ich gesehen! Allerdings nirgendwo, ab wann der Termin mit der Location Großerlach publiziert wurde. Vielleicht habe ich das überlesen. Dann bitte ich um Entschuldigung.sooma schrieb:Ja, Du meine Güte. Ist alles doch schon längst hier verlinkt und beschrieben!
Ich lese das so, dass der Bürgermeister ganz genau darüber informiert war, dass der Hof keinen Anschluss an die Kanalisation hat und DE deswegen gegen Regeln verstossen hatte die z.B. für Feuerwehrfeste mit einer ähnlichen Besucherzahl gelten.kaleko schrieb:
Der zitierte Beitrag von GrafOskar wurde gelöscht. Begründung: Wie zuvorIch finde die Aussage von einem Kommunalpolitiker schon schwierig, er war 12 Jahre Bürgermeister und kennt sich mit den Dingen gut aus, müsste also wissen, dass der Hof (vermutlich) keinen Kanalanschluss hatte bzw. die Gemeinde diesen einrichten müsste, und wenn das so ist, gibt es eine Anschlusspflicht.
Im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Grenzverletzungen können leicht zu (Nachbarschafts-) Kriegen führen.jeangreen schrieb:Das ist es eben. Eine solche Abwasserentsorgung reicht für eine Familie sicher aus, aber eben nicht für größere Gruppen. Daher ja auch die Aussagen (u.a. bei XY durch die Ermittlerin): "Der Hof war dafür nicht ausgelegt und stieß an seine Grenzen".
Am 18.2.2026 hat Planting Dreams jedenfalls noch folgendes veröffentlicht:sooma schrieb:Ja, Du meine Güte. Ist alles doch schon längst hier verlinkt und beschrieben
Original anzeigen (0,7 MB)Ich habe es anfangs auch missverstanden, man kann denken da es auf dem Kalenderjeangreen schrieb:Vielleicht habe ich das überlesen. Dann bitte ich um Entschuldigung.
Das könnte ich mir auch vorstellen, entweder weil er selber den Terminkalender angesehen hat oder es von jemanden erzählt bekommen hat der es ebenfalls mißverstanden hat.jeangreen schrieb:Das hätte aber auch der mögliche Täter eben anders verstehen können beim Blick auf DEs Terminkalender
Also ich glaube, ich habe das schon richtig verstanden... Das Festival war ursprünglich auf dem Hof geplant und aufgrund des Todes von DE wurde es dann nach Großerlach verlegt. Das passt dann auch zusammen mit der Aussage, man sei froh, dass das Festival aufgrund der Hindernisse und den Umständen stattfinden kann.321meins schrieb:Ich habe es anfangs auch missverstanden, man kann denken da es auf dem Kalender
steht findet es auch auf dem Hof statt.
Das scheint dann tatsächlich so, wie auf dem Bild zu sehen. Das fände ich allerdingsjeangreen schrieb:Also ich glaube, ich habe das schon richtig verstanden...