Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Hinterkaifeck

47.718 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:30
@Comtesse
Fehlböden gab es damals in JEDEM Haus, denn die Fertigbeton- oder gegossene Betondecke war noch nicht erfunden. Zumindest nicht bei Wohngebäuden. Das Verstecken der Reuthaue stellt allerdings auch mich vor Rätsel, denn vermutlich war sie ja nicht das einzige Mordwerkzeug, warum wurde dann also das andere Werkzeug nicht versteckt?

Sicher davon auszugehen, dass fast bis zur Entdeckung der Tat die Täter auf dem Hof waren, kann man nur, wenn man Hofners Zeugenaussagen als wahr annimmt. Aber da gibt es soviele Ungereimtheiten, dass ich nicht sicher bin, wie ich seine Aussage, die ja auch erst 3 Jahre nach den Taten zustande kam, einordnen soll.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:36
Hofner hat seine Aussage erst Jahre nach den Morden gemacht. Möglicherweise war er in der Erinnerung verschiedene Besuche auf dem Hof durcheinander. Nichts ist so schlecht, wie das menschliche Gedächtnis.


1x zitiertmelden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:36
Man muss wohl davon ausgehen, dass die Haue eben doch das einzige Mordwerkzeug war, wenn sie als einziges versteckt wurde. Die nachträgliche Untersuchung hat ja ergeben, dass die Haue durchaus als Tatwaffe für alle Morde in Frage kommt, allerdings nur, wenn sie dabei vom Täter immer wieder anders eingesetzt wurde (was verständlich wäre, wenn er mit der einen Methode nicht so zufrieden war von der Effektivität her und deshalb eine andere Handhabung/Haltung probiert hätte beim nächsten Opfer, oder schlicht durch Kräftenachlass (ist ja sicher nicht unanstrengend, 5-6 Leuten nacheinander zu erschlagen).

Oder es gab noch eine weitere Tatwaffe, die aber vom Täter danach noch als Werkzeug o.ä. gebraucht/benutzt wurde und daher nicht versteckt wurde. Warum die Haue so gut verstecken? Vielleicht weil sie so leicht als Eigentum Grubers zu identifizieren war durch die Schraube. Und wer hätte widerum einen Grund gehabt, dass niemand die Morde mit seinem Werkzeug in Verbindung bringt? Der dem die Haue gehörte. ;-)


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:38
Zitat von drahdiwaberldrahdiwaberl schrieb:Hofner hat seine Aussage erst Jahre nach den Morden gemacht. Möglicherweise war er in der Erinnerung verschiedene Besuche auf dem Hof durcheinander. Nichts ist so schlecht, wie das menschliche Gedächtnis.
Eben. Und nach all den Gerüchten und Gerede nach den Morden wäre es auch durchaus denkbar, dass der Hofner seine Geschichte durch das wiederholte Erzählen nach und nach etwas ausgeschmückt hat und hinterher dann selbst nicht mehr wusste, was eigentlich wirklich genau wie war an dem Tag.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:38
Zitat von ComtesseComtesse schrieb:Also, eine kranke Familie war's ja schon, bäh, statt dass die Frauen sich zusammen tun und dem Alten eins überbraten, dass sie ihn endlich los sind... Hat irgendwie was von Fritzl, der Fall, diese unglaubliche Hörigkeit und Unterwürfigkeit von Frauen, die blind, taub und stumm spielen. :(
Ich halte den alten Gruber nicht für ein Monster. Der stand halt auf jüngere Frauen. Geheiratet hat er aber eine wesentlich ältere Frau. Aus der Sicht der Cäzilia Gruber musste der Hof bewirtschaftet werden, und der Andreas Gruber wollte Bauer sein. Das war sicherlich auch eine Zweckheirat.

es gab sicherlich viele junge Männer die bei der Hofübergabe leer ausgingen und dann nur die Möglichkeit hatten als Knecht am Hofe des Bruder zu bleiben oder irgendwoanders in Glück zu suchen


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:39
Aber, jemand der einen Mord plant, nimmt doch nicht so nen übliches Handwerkzeug, sondern ehr ein Messer oder ähnliches, vorallem wenn du planst, einen kräftigen Kerl wie den Gruber umzunageln, wirst du doch ehr mit einer Mistgabel o. ä. auf ihn losgehen, als ihn mit so ner kurzen Haue.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:42
Hm, ja, aber auf jüngere Frauen stehen und die eigene Tochter gegen deren Willen (davon ist wohl auszugehen) zu missbrauchen, das ist für mich schon ein gewaltiger Unterschied. Da hätte er sich auch im Dorf irgendwo ein "Flietscherl" halten können oder sich an die Magd halten, aber nicht ans eigene Kind. Dieses Tabu zu überschreiten, sich sexuell zu seinem eigenen Kind hingezogen gzu fühlen (auch wenn es inzwischen erwachsen ist), das ist schon ein rechtes Schwein in meinen Augen, das sowas tut (und für die Tier noch eine Beleidigung). Dass er so empfunden hat, kann ich nachvollziehen, dass er es sich auch genommen hat, ist unverzeihlich.


1x zitiertmelden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:43
das stimmt schon, er war ein Schwein.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:45
Glaube ja auch nicht, dass der Mord geplant war, da nahm der Mörder das, was gerade greifbar war (oder womit er seinerseits vom Opfer zunächst angegriffen worden ist, wäre ja auch denkbar).

Und die Haue war nicht kurz, die war wie eine Spitzhacke, nur mit kürzerem breiterem Blatt, aber man nahm sie um den Boden aufzuhauen, also hatte sie einen langen kräftigen Stiel.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:45
In Ordnung war das nicht, und er wurde ja auch bestraft dafür. Die Vik aber gleich mit!


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:46
Aber Viktoria saß doch auch in Haft, weils angeblich einvernehmlich war.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:47
@Kunibert
Das kommt heute noch vor, dass es heißt, das sei einvernehmlich


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:47
@Comtesse

Achso, sorry, hatte nur ein Bild gesehen, da sah das ehr nach nem Handwerkzeug mit kurzem Stil aus, aber gut, jetzt bin ich im Bilde....das macht die verletzungen noch etwas ekliger ;)


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:47
Dass die Vik mit bestraft wurde, wird wohl daran liegen, dass sie ihn nicht selbst angezeigt hat, also war es für das Gericht kein Missbrauch oder Vergewaltigung, sondern einvernehmlich. Dass ein Mädchen/eine Frau sich nicht wehrt dagegen und TROTZDEM Opfer ist, soweit war man damals noch nicht, also war sie mit dran. In meinen Augen ist Viktoria in dem ganzen Drama die tragischste Figur, was für ein sch... Leben.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:47
@drahdiwaberl

Dessen bin ich mir auch bewusst, deshalb ja das "angeblich".
Wollts nur noch mal anmerken.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:48
es waren auch harte Zeiten, und das Problem begann eigentlich schon mit der Heirat zwischen Cäzilia und Andreas Gruber. Man sollte aus Liebe heiraten und nicht aus einem Zweckbündnis heraus, um das wie ich glaube es sich hier handelte.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 11:50
@jack-inOut-box
Ich denke, Liebesheiraten waren damals auf dem Land eher selten und noch meine Großeltern in der Stadt haben wohl u.a. geheiratet, weil "Geld zu Geld gehört". Das ging nicht gut, meine Großmutter war zu selbstbewusst, aber das war in jenen Zeiten die Ausnahme.

Auf dem Land gab es den Spruch: "Liebe vergeht, Tagwerk besteht!" - der sagt doch schon alles.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 12:04
Naja, und ganz ehrlich, guckt Euch doch um, wie lange halten denn die "Liebesheiraten"? Jede 2. Ehe wird wieder geschieden, heutzutage, wo man den Luxus hat, sich den Partner nach dem Herzen aussuchen zu können. Und wieviele Singles haben wir, die suchen, was es nkicht gibt?

Anfängliche Liebe/Verliebtheit ist keine Garantie, dass zwei Menschen auch für ein glückliches Leben miteinander geschaffen sind. Meine Uroma hat eine Liebesheirat gehabt - und war unglücklich. Ihr schöner Mann ging über die Dörfer und behandelte sie schlecht. Ihre Schwester ist eine Vernunftsehe eingegangen - aus Sympathie entwickelte sich Freundschaft, aus Freundschaft Liebe... Am Ende ein glückliches altes Ehepaar, wo der eine kurz nach dem Anderen an gebrochenem Herzen starb. Egal wie/warum eine Ehe geschlossen wird, was draus wird, hängt von ganz anderen Faktoren ab.

Die Cäcilia Gruber war Witwe und brauchte einen Mann für ihren Hof, den sie nicht allein führen konnte, der tatkräftige Andreas Gruber kam ihr sicher gerade Recht, und sie ihm auch, nur die 11 Jahre Altersunterschied haben sich dann natürlich irgendwann negativ für sie ausgewirkt, anfangs war sie sicher noch ganz adrett, aber spätestens als er den Vergleich zur knackigen 16jährigen Tochter hatte, wird er ihrer überdrüssig geworden sein sexuell, die ihn vielleicht auch schon seit Jahren nicht mehr rangelassen hat oder nur unter Unmut, und ganz froh war, dass er seine Begierden nun auf jemand anders übertrug und sie in Ruhe ließ, auch wenn es die eigene Tochter war.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 12:16
nochmals zurück zur Version, dass der Andereas Gruber Amok lief und der Schlittenbauer ihn nachfolgend erschlug. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit wäre, dass der Schlittenbauer in das Anwesen eingedrungen ist, die zweite er hat beim Gruber "angeklopft".

Frage: Konnte er denn überhaupt in das Haus/Stadel eindringen. Hat der Gruber denn nicht üblicherweise das Anwesen verschlossen ? Ist diese Version des Eindringen überhaupt plausibel ? Kann man das dem Schlittenbauer überhaupt zutrauen, dass er ohne Erlaubnis des Grubers dessen Haus betritt?

Frage: Wäre es denn plausibel, dass der Schlittenbauer am Sonntag oder Montag Abend noch den Gruber, schon in "Unterhosen", aus dem Haus "klingelt" und nachfrägt ob alles in Ordnung ist, weil er ja am Sonntag nicht in der Kirche war?


1x zitiertmelden

Mordfall Hinterkaifeck

18.10.2011 um 12:26
@jack-inOut-box
Mir fehlt vorallem das Motiv, weshalb Andreas Gruber seine gesamte Familie nebst Magd ausgelöscht haben sollte. Nehmen wir an, der Auslöser war tatsächlich, dass seine Tochter abhauen wollte. Dann hätte es doch gereicht, wenn er seine Tochter umbringt, die anderen hätten dann schon dichtgehalten, wenn er das nötige Drohszenario aufgebaut hätte. Wozu dann das sinnlose Auslöschen der ganzen Familie? Und wieso geht der Entdecker nicht einfach zur Polizei und sagt, "Iim Stadel von Hinterkaifeck hockt der alte Gruber im Seidenpyjama und der hat seine ganze Famiie ausgelöscht"?

Mir ist das alles zu spekulativ!


melden