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Mordfall Hinterkaifeck

47.641 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 11:20
Wer trotz Krankheit noch einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften kann, könnte sicherlich auch einigen Leuten den Schädel einschlagen...

Halte Schlitti aber nicht für einen Mörder...

Spekulatius.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 11:52
Der Angerstein hatte Tuberkulose in fortgeschrittenem Stadium und hat auch 8 Leute nacheinander mit nem Beil erschlagen.


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26.11.2011 um 11:58
Die Haue dürfte nicht wegen verfänglicher Fingerabdrücke im Fehlboden versteckt worden sein. Ich schliesse mich @mitdenker an, das Verstecken der Haue war eine Kurzschlusshandlung, die nicht aus rationaler Motivation heraus geschehen ist.
Wenn man von einem Beziehungstäter aus der Nachbarschaft der Opfer ausgeht, dann dürfte dieser zeitgleich mit den Ermittlern am Hof gewesen sein, dürfte mitbekommen haben, wie Spürhunde eingesetzt wurden und er wird Zeuge der Tatortarbeit geworden sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte er versuchen müssen, die Tatwaffe an sich zu bringen oder sie zumindest gründlich zu reinigen.
Schlittenbauer wusste bereits im Frühjahr 1923, dass er von vielen Einheimischen als Täter angesehen wurde. Sein Versuch, die Haue als sein Eigentum zu deklarieren, wird den Hintergrund haben, dass er annahm, die Verdächtigungen gegen sich würden wegen der Haue zusätzlich genährt werden. Ich nehme an, wenigstens der Stiel der Haue stammte ursprünglich vom Hof Schlittenbauers.

Ich erkenne allein in diesem Umstand keinen direkten Verdachtsmoment gegen den Nachbarn.
Man kan das aber auch völlig anders sehen.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 12:08
Laut dem Knecht der Grubers soll der Stiel aber vom Gruber höchstpersönlich geschnitzt worden sein, er hat das laut seiner Aussage selbst gesehen und erklärte auch die provisorische Schraubverbindung zwischen Haue und Stiel damit, dass der Gruber den Stiel ja nicht fachmännisch herstellen konnte. Wenn der Schlitti echt Holzstiele hergestellt/vertrieben hat, wird der doch wohl professionellere Stiele verkauft haben und nicht so ein zusammengeschustertes Modell Marke Eigenbau.

Durch die Aussage des Knechts geh ich davon aus, dass die Haue wirklich Gruber's Eigentum ist/war. Warum der Schlitti meinte, sie als sein Eigentum ausgeben zu müssen, ist schon komisch.


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26.11.2011 um 12:21
Vielleicht weil seine Fingabdruecke darauf waren aus welchen gründen auch immer.


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26.11.2011 um 12:35
Wenn der Täter bei den Ermittlungen mit auf dem Hof war, warum haben denn bei ihm die Hunde nicht angeschlagen? Wenn sie bei der Haue auf dem Boden angeschlagen haben, hatten sie doch auch den Geruch des Täters in der Nase. Hunde haben einen sehr empfindlichen Geruchssinn.


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26.11.2011 um 12:51
Es sind so viele durch das Blut gelatscht, da haben die Hunde ja auch angeschlagen, aber da konnte man halt nicht unterscheiden, ob unter denen auch der Täter war oder die Hunde nur anschlugen, weil die Leute nach Auffinden der Leichen da überall rumgerannt sind.


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26.11.2011 um 15:11
@pilvax,
Zitat von pilvaxpilvax schrieb:Das hat A. Schwaiger 1980 erklärt.

Gleich vorneweg, ich kann nicht erkennen, dass das nicht stimmen sollte.
Es ist nur merkwürdig, dass in den Akten darüber nichts auftaucht, nur die Beschreibung der Haue durch den Knecht Siegl, der die Haue ja Gruber zuordnet, sowie von K.Rieger und dem weiteren Knecht, der den Stiel eher L.S. zuordnet.
Wem wurde die Haue eigentlich vorgelegt, nachdem sie aufgefunden wurde? Wurden die Personen vernommen, welche zur Haue eine Aussage machten oder kamen sie von sich aus? Ergibt sich aus den Akten leider nicht.
Ob bei der Auffindung Schwaiger und L.S. dabei waren? L.S. wohl eher nicht, nachdem er eher negativ über die Familie sprach dürfte er kaum noch Kontakte zur Familie gehabt haben. Wann und wo sollte er also diesen Ausspruch getan haben? Offensichtlich wurde ihm die Haue ja wohl nicht vorgelegt, oder die Aussage dazu wurde nicht niedergeschrieben.
Es sind durchaus Zweifel erlaubt, ob denn diese Aussage von Schwaiger 1980 so zutrifft.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 15:18
Ich denke, die Hunde haben auf den Leichengeruch reagiert, nicht auf den Menschengeruch.

Wir wollen es ja nicht überbewerten aber die Hellseherin Jü hat doch einen Mann mit Schwindsucht und Husten gesehen? Neben Hund, Kinder im richtigen Alter, Kopfverletzungen, den Bauernhof...


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26.11.2011 um 19:23
Für mich ist es ganz offensichtlich, dass der Richter hinsichtlich Siegls Formulierungen mitgeholfen hat. Er wird damit die Herkunft der Tatwaffe zweifelsfrei feststellen haben lassen, gerade auch im Hinblick auf die Beweisaufnahme in einem späteren Prozess. Schliesslich gab es Gerüchte und Widersprüche in den Verhören im Zusammenhang mit dem Stiel der Haue.
Daher auch Siegls detaillierte Erinnerung an die Maserungen am Stiel des Werkzeugs nach mehreren Jahren.
Gleichwohl möchte ich den Kern der Aussage des Knechts aber nicht anzweifeln. Ich gehe davon aus, dass der Täter die Haue nicht mit zum Tatort gebracht hat, sondern diese dort vorgefunden hat.

Wie kommt Schlittenbauer dazu, die eben gefundene Tatwaffe einzufordern?
Schlittenbauer war täglich bei der Tatortarbeit der Ermittler zugegen und sollte schon deshalb den Wert eines Beweisstücks in einem Sechfachmord kennen.
Unabhängig davon, ob ihm die Haue früher von Gruber gestohlen worden ist oder nicht, dieses Verhalten ist sehr ungewöhnlich und alarmierend.
Sollte Schlittenbauers Forderung nach der Reuthaue der Furcht geschuldet sein, Fingerabdrücke auf dem Werkzeug hinterlassen zu haben, dann wäre seine Tatbeteiligung nur schwer leugenen. Hier stellt sich aber die Frage, weshalb Schlittenbauer die Tatwaffe dann nicht in den Tagen vor dem Abriss des Gebäudes aus dem Versteck geholt hat. Er sollte als Ortsführer genau gewusst haben, wann der Abbruch des Hofes stattfinden wird. Da hätte es akuten Handlungsbedarf für ihn gegeben.
Folglich tendiere ich eher dazu anzunehmen, das schier unmögliche Verhalten Schlittenbauers könnte damit zusammenhängen, dass die Haue Merkamle aufwies, die von den Einheimischen mit Schlittenbauer in Verbindung gebracht hätten werden können. Den Aussagen und einigen Gerüchten zufolge könnte das mit dem Stiel der Haue zu tun gehabt haben. Quasi eine Flucht nach vorne um den Tatverdacht gegen seine Person nicht noch weiter zu nähren.

Freilich könnte auch Schwaiger einiges falsch verstanden oder falsch interpretiert haben. Es muss jeder für sich entscheiden, wie er Schwaigers Ausführungen werten will @canales


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 19:33
@holzinger

Dass der Oberamtsrichter Schöntag bei der Identifizierung der Reuthaue "mitgeholfen " hat,sehe ich genauso. Ich hatte dazu vor einem Jahr schon etwas geschrieben.

Siehe meinen Beitrag vom 11.10.2010, 19.23 Uhr.


Beitrag von AngRa (Seite 1.299)

Man kann die Dinge nicht ständig wiederholen.Ich verweise daher auf meine früheren Beiträge.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 20:09
Fast alle Aussagen sind nicht wortwörtlich sondern nur sinngemäß wiedergegeben worden, das macht die Polizei sogar heute oft noch so, wenn man z.B. eine Anzeige aufgibt. Man schildert den Sachverhalt und der Polizist schreibt es aber nicht wortwörtlich sondern nur sinngemäß im "Amtsdeutsch" nieder, danach liest er einem das Niedergeschriebene noch mal vor, damit man Gelegenheit hat, es abzunicken oder noch was ändern oder hinzufügen zu lassen, dann setzt man seinen Kaiser Wilhelm drunter und fertig ist die Aussage.

Es wundert daher nicht, dass hier sprachlich der Richter durchschimmert, es war die übliche Vorgehensweise damals und wenn man die Aussagen der anderen Leute durchliest in diesem Fall, sieht man, dass dies größtenteils auch da der Fall so war.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 20:13
@holzinger

Ich glaube nicht, dass Schlitti das Risiko eingehen wollte, beim Entfernen der Reuthaue durch die Gabriels oder sonst wen erwischt zu werden, da war es sicherer, den Fund abzuwarten mit dem Hintergedanken, dann sofort hinzumarschieren und die Haue als die Eigene zu identifizieren. Schade, dass es außer der Aussage vom Schwaiger von 1980 (!) hierzu keine weiteren Belege gibt. Da der Schlitti laut Schwaiger die Herausgabe der Haue von der Polizei gefordert haben soll, was ihm natürlich verwehrt wurde, verwundert es um so mehr, dass die Polizei hier nicht nachgehakt hat, spätestens nach der Aussage vom Siegl hätten sie hellhörig werden müssen. Ich schätze, es haben sich damals einfach zu viele Leute mit dem Fall bei der Polizei befasst und es gab weniger "Brainstormings" als heute, sodass dieser Widerspruch einfach niemandem aufgefallen ist.


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26.11.2011 um 20:16
@Comtesse

Das stimmt so nicht.

Oft sind Aussagen in indirekter Rede wiedergegeben worden, aber schau Dir doch bitte mal die Siegl-Aussage an.Wer weiß denn schon nach so langer Zeit wie die Maserungen im Holz verlaufen sind. Der Richter hatte die Tatwaffe vorliegen und er hat sie beschrieben.

@Comtesse und bitte, kannst Du statt "Schlitti" nicht vielleicht LS schreiben? Nur mal so am Rande.Schlitti wirkt so lustig und so lächerlich und das ist dem Fall mit sechs Toten nicht angemessen. Das solltest Du vielleicht mal berücksichtigen.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 20:53
Zitat von AngRaAngRa schrieb:Man kann die Dinge nicht ständig wiederholen.Ich verweise daher auf meine früheren Beiträge.
Gewiss bei 1.580 Seiten sehr mühselig.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 20:57
@AngRa
Ja, hast Recht mit dem "Schlitti", zumindest wenn man davon ausgeht, dass er evtl. der Mörder war, ist eine Verniedlichung unpassend - BTW habe ich diese Abkürzung aber auch nur hier von Anderen übernommen und nicht selbst kreiert. ;)


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26.11.2011 um 21:04
Nenne ihn ab sofort gerne Lorenz. Für mich war er eh nie der Mörder.

;-)


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 21:09
@AngRa

Ich verweise gerne auf Deinen Beitrag vom 11.10.2010.
Schliesslich geht es primär um die Sache und es ist augenscheinlich, dass hier nicht die Worte eines jungen Mannes aus bäuerlichen Verhältnissen niedergeschrieben wurden. Nicht einmal sinngemäss. Dafür musste es Gründe gegeben haben.

@Comtesse

Dann gehst Du davon aus, dass sich Schlittenbauers Fingerabdrücke auf dem Werkzeug befunden haben könnten?
Zitat von ComtesseComtesse schrieb:Ich glaube nicht, dass Schlitti das Risiko eingehen wollte, beim Entfernen der Reuthaue durch die Gabriels oder sonst wen erwischt zu werden, da war es sicherer, den Fund abzuwarten mit dem Hintergedanken, dann sofort hinzumarschieren und die Haue als die Eigene zu identifizieren
Seinen Anspruch auf das Werkzeug öffentlich anzumelden hätte nicht genügt. Schlittenbauer hätte die Haue unbedingt in den Händen halten müssen, um dadurch gezielt seine Fingerabdrücke hinterlassen zu können. Kalkulierbar ist das m.E. nicht.
Aber wie gesagt, ich gehe ohnehin nicht davon aus, dass Schlittenbauer ernsthaft besorgt war, seine Fingerabdrücke könnten auf der Haue nachweisbar sein.
Gänzlich auszuschliessen ist es aber selbstverständlich auch nicht.

Schlittenbauer war in den Augen der Ermittler sowieso aussen vor, die Tat war ihm nicht zuzutrauen und ein Tatmotiv fehlte. Ein gut beleumundeter und gut situierter Bauer, der einen Raubmord nicht nötig hatte.


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Mordfall Hinterkaifeck

27.11.2011 um 03:59
Ja, die Hunde haben angeschlagen; aber nicht auf dem Dachboden.
Von "Kurzschlusshandlung beim Verstecken" kann kaum ausgegangen werden, wenn der/die Täter sich noch Tage nach der Tat am Hof aufgehalten hat/haben. Gell?

Gruß ans Merterl


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Mordfall Hinterkaifeck

27.11.2011 um 04:14
Geht man von einem "geplanten Familien-Ehrenmord" aus, sieht auch die Sache mit der Tatwaffe gleich ganz anders aus.
Die kann man sehr sinnvoll "mit Blut und Haar" ein wenig vertragen...
.... und später einem anderem - vielleicht auch nur indirekt Beteiligtem (z.B. jemandem der nicht mehr "mitspielt", oder dem man "die Schuld" gibt) - zuspielen.

Genau dass wollte niemand aus dem "Dunstkreis" - auf einmal im Besitz der Hacke sein. Also: "Schnautze zu und schweigen"!

Hat funktioniert!

Belohnung: Hacke gefunden - Dorf entlastet!

Grüße aus Gröbern ans Marterl


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