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Mordfall Hinterkaifeck

47.718 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 17:52
@spekulatius,

gehst Du davon aus, dass der Täter die Kreuzhacke in der Hand hielt? Wenn ja, macht das mit den Fingerabdrücken keinen Sinn.

@drahdiwaberl,

das Verfolgen von Spuren heißt noch lange nicht, dass ich mir dahingehend eine Theorie zurechtgelegt habe. Die Döner-Morde zeigen nunmal deutlich, dass man nichts ausschließen sollte.

@holzinger,

und welcher Knecht liegt denn nun näher an der Wahrheit?
Merkwürdigerweise spielt diese Reuthaue beim Verhör 1931 keine Rolle, dabei hätte man ihn damit sicherlich etwas in die Enge treiben können. Gehst Du davon aus, dass die Ermittler L.S. gar nicht als Täter sehen wollten, wenn ja, was könnte der Grund dafür gewesen sein?


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 17:59
Zitat von canalescanales schrieb:gehst Du davon aus, dass der Täter die Kreuzhacke in der Hand hielt? Wenn ja, macht das mit den Fingerabdrücken keinen Sinn.
... hätte ich schon gedacht, daß der Mörder das Mordinstrument in den Händen hielt? Wieso meinste?

Spekulatius.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 18:39
Hallo @spekulatius,
schön mal wieder mal was von Dir zu "hören". Ich hoffe es geht Dir gut!
THöchstens, wenn man sich beim Verstecken für ziemlich schlau hielt, nach dem Auffinden aber befürchten muß, man könne tatsächlich soetwas wie Fingerabdrücke nachweisen - dann wäre die Aussage, das sei ja die eigene Hacke, nicht unklug.
... hätten man die Tatwaffe nicht weg geholt, als bekannt wurde, dass der Hof abgerissen wird?
Das spricht eher dafür, dass der Täter nicht in der Nähe vom Hof war, also nicht einfach zurück kehren konnte um das Teil zu holen.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 18:55
Zitat von canalescanales schrieb:Merkwürdigerweise spielt diese Reuthaue beim Verhör 1931 keine Rolle, dabei hätte man ihn damit sicherlich etwas in die Enge treiben können. Gehst Du davon aus, dass die Ermittler L.S. gar nicht als Täter sehen wollten, wenn ja, was könnte der Grund dafür gewesen sein?
Dass die Reuthaue nach der Auffindung und auch später keine Rolle mehr spielte lag daran, dass Schlittenbauer mit seiner Aussage:
„die am Dachboden gefundene Reuthaue gehört mir, sie wurde mir aber gestohlen“
den Wind aus den Segeln genommen hatte.

Wenn nämlich z.B. irgendjemand der Polizei mitgeteilt hatte, dass er diese Reuthaue als die des Ortsführers erkenne, dann hätte im der Polizeibeamte wahrscheinlich geantwortet, lieber Mann das wissen wir schon, die hat ihm ja der Gruber gestohlen.

pilvax


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 18:55
Huhu Heike :-)
Zitat von heike75heike75 schrieb:Das spricht eher dafür, dass der Täter nicht in der Nähe vom Hof war, also nicht einfach zurück kehren konnte um das Teil zu holen.
Oder Schiss hatte, erwischt zu werden. Beim Aufstemmen der Bodenbretter und dem Rauskramen der Hacke erwischt zu werden wäre auch nicht gut gewesen. ;-)

Spekulatius.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 18:59
Dass Schlittenbauer das Kind, von dem er annahm, dass es vielleicht doch von ihm war, erschlagen "musste", halte ich für abwegig. Sicher ist bei Schlittenbauer irgendwas nicht ganz sauber, das ist mir klar, aber ich bin sicher, dass er jedenfalls nicht zugeschlagen hat. Es waren ja auch ZWEI Tatbeteiligte! Die zwei Kuhlen im Heu sowie die Kackhaufen, dann die Essensreste waren unmittelbar neben dem Seil, das am Dachbalken neben den Heukuhlen befestigt war, die zwei verschobenen Dachziegel waren ebenfalls in UNMITTELBARER Nähe der Heukuhlen. Das sind Indizien, die jedes deutsche Gericht so deuten würde. Denkbar, dass Gabriel sich des Schlittenbauers versichert hat, um sich auf "seinem" Hofe (z.B. gegen Attacken von Gruber oder irgendwelche anderen Unanehmlichkeiten) abzusichern. Ich denke nicht, dass er mit Mordvosatz hergekommen ist. Schlittenbauer mag die ersten Morde mit angesehen haben, aber in dem Moment, wo Gabriel wutschnaubend aus dem Stadel lief, mag er schreckensbleich aus dem Stadel raus ins Freie sein. So hätte er den Mord an seinem Sohn nämlich nicht mitbekommen. "Wo is denn bloß mei Bua" fragte er doch unter Beisein beider Zeugen, und ging, ihn zu suchen.

Aber ich muss sagen, die Ermittlungsbehörden haben so grob fahrlässig ihre diversen Pflichten versäumt, dass es manchmal den Anschein hat, da sei Vorsatz mit im Spiele gewesen. Wie konnte ein Gericht den Abriss des Tatortes während der laufenden Ermittlungen genehmigen??? Das wäre heute völlig undenkbar.

Schlittenbauer hatte überhaupt kein Motiv, den Opfern bis zu neunmal den Schädel zu zerhacken, aber irgendwie hängt der damit drin. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Karl Gabriel der Haupttäter war. Dazu habe ich auch ein Szenario, wonach er und ein Zweiter da waren, um sein Recht einzufordern und um überhaupt "nach dem Rechten" zu sehen. Vom Heuboden, wo das Seil befestigt war, sah Karl Gabriel am Abend des 31. März 1922, wie Gruber mit Victoria in den Stadel geschlichen kamen und dort begannen, Geschlechtsverkehr zu haben. Nun war ihm alles schlagartig klar, es blitzte in ihm auf: Josef und Cilli waren auch von Gruber!!! Er ließ sich am Seil herab und stürzte sich auf die beiden. Gruber erhob sich und wich zur Stadeltür zurück, Victoria erhob sich auch halb, Gabriel stürzte sich unter wüsten Beschimpfungen auf sie und würgte sie, worauf der alte Gruber ihn von hinten packte und wegziehen wollte. Da kriegte Gabriel es erst recht mit der Wut: "Dieses Schweinepack"! Und er griff sich die Reuthaue, die bekanntlich angelehnt unweit der Stadeltür zum Stall stand. Er holte zuerst damit aus und schlug sie dem Gruber, von rechts ausholend, auf die ihm zugewandte Gesichtshälfte, das passt perfekt zum festgestellten Verletzungsbild. Warum mit der stumpfen Seite? Na, automatisch, denn dort lag der Schwerpunkt, mit der spitzen und langen Seite konnte man nicht so gut zielen und treffen. Gruber ging zu Boden, in dem Moment stürzte sich Victoria auf Gabriel und packte ihn, um ihm vielleicht sogar die Reuthaue zu entwinden. Es entspann sich ein Handgemenge, in dessen Verlauf Gabriel sich losriss und zuschlug, vor irrsinniger Wut insgesamt neunmal, Gruber, der stöhnend am Boden lag, kriegte auch noch was auf den Schädel, damit er Ruhe gab. In dem Moment war die Gruberin schon in der Stadeltür, da es ihr verdächtig vorgekommen war, dass Gruber in Unterwäsche weg war und auch Victoria nicht auffindbar war. Wie oft schon hatte sie mit ansehen müssen, was ihr Mann und Victoria trieben. Da schwante ihr: Die treiben es wieder mal im Stadel! (Nicht das erste Mal dort!) Sie muss eilenden Schritts dorthin sein, gefolgt von Cilli, die auch nicht allein bleiben wollte, zumal die Gruberin ihr gesagt hatte: "Du bleibst jetzt hier, ich sehe nur nach, wo Gruber und deine Mama so lange bleiben". Gabriel, im Blutrausch, auch überzeugt, dass die Gruberin Mitwisserin und Dulderin des Inzestes war (damit lag er richtig), gab ihr ebenfalls sechs Schläge auf den Dez und traf dabei Cilli am Unterkinn, daher die klaffende Wunde. Zwei weitere Schläge ließen Cilli zu Boden gehen, wohl bewusstlos. Nun lief Gabriel mit der bluttriefenden Reuthaue durch den Stall in die Wohnung, der Bastard wurde mit einem Schlag "ruhiggestellt". Aus dem Mägdezimmer fiel Licht - aha, die Magd, die durfte als Zeugin nicht am Leben bleiben, also einen wuchtigen Schlag auf den Hinterkopf! Natürlich ist das nur ein Exzerpt meiner Theorie, vorher und nachher gibt es noch viel zu rekonstruieren.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 19:23
@spekulatius,
Zitat von spekulatiusspekulatius schrieb:... hätte ich schon gedacht, daß der Mörder das Mordinstrument in den Händen hielt? Wieso meinste?
Ich meine es macht wenig Sinn die Reuthaue zu verstecken aus Angst wegen der Fingerabdrücke und die Kreuzhacke (wenn man sie denn in der Hand gehabt hat) als Einladung an die Ermittler in den Futterbarren zu stellen.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 20:00
@pilvax,
Zitat von pilvaxpilvax schrieb:„die am Dachboden gefundene Reuthaue gehört mir, sie wurde mir aber gestohlen“
In welcher Akte ist dies so vermerkt?


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 20:30
Das hat A. Schwaiger 1980 erklärt.

Gleich vorneweg, ich kann nicht erkennen, dass das nicht stimmen sollte.

pilvax


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 20:37
Zitat von canalescanales schrieb:Ich meine es macht wenig Sinn die Reuthaue zu verstecken aus Angst wegen der Fingerabdrücke und die Kreuzhacke (wenn man sie denn in der Hand gehabt hat) als Einladung an die Ermittler in den Futterbarren zu stellen.
Das sah ich auch immer so, komme aber daher zu dem Schluß, daß die Benutzung beider Tatwerkzeuge (vorausgesetzt, sie wurden überhaupt beide für die Tat verwendet) nichts miteinander zu tun haben.
Sprich, Täter A versteckt sein Tatwerkzeug im Fehlboden, Täter B läßt sein Tatwerkzeug einfach im Futtertrog liegen. Das macht nur Sinn, wenn Täter A und Täter B nichts miteinander zu tun haben.

Spekulatius.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 20:49
@wydmond

die Geschichte ist zweifellos nicht schlecht, ich zweifle jedoch daran, dass sich die alte Gruberin auf den Weg macht, wenn sie die Viktoria mit dem alten Gruber sich der menschlichen Lust hingebend im Stadl vermutet, um die beiden zu stellen. Ich glaub eher, sie hat das ziemlich gut verdrängt.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 21:24
@wydmond
Warum bist du so verbissen darauf, dass KG nicht Tod ist? Ich glaube, dass Du Dich gedanklich etwas festgefahren hast, oder weisst Du was, was sonst keiner hier weiss?


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Mordfall Hinterkaifeck

25.11.2011 um 23:35
Die Haue kann mit dem Verlassen des/der Mörder HK verlassen haben; würde auch erklären, dass die Spürhunde auf dem Dachboden nicht anschlugen.
Dann wäre sie später zurückgekommen, um gefunden zu werden.

Grüße aus Gröbern


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 02:27
@Lahkai
ich dachte, die Hunde hätten angeschlagen, die Polizei aber nichts gefunden??


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 09:24
Ja, die Hunde sollen angeschlagen haben, die Hundeführer aber gemeint haben "logisch, hier sind ja auch überall Blutdappsen".
Hund war also anscheinend schlauer als Herrchen.

S.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 10:04
Zitat von LahkaiLahkai schrieb:Die Haue kann mit dem Verlassen des/der Mörder HK verlassen haben; würde auch erklären, dass die Spürhunde auf dem Dachboden nicht anschlugen.
Dann wäre sie später zurückgekommen, um gefunden zu werden.
Wie schon geschrieben, haben die Hunde sehr wohl angeschlagen, die Hundeführer sind nur nicht auf die Idee gekommen, UNTER den Dielenbrettern nachzuschauen.

Außerdem wäre es wohl ziemlich unlogisch, mit einer blutverschmierten Haue voller Menschenhaare den Hof zu verlassen, um die Haue dann später genau in diesem Zustand dort wieder hinzubringen um sie dort verstecken. Warum sollte jemand so ein Risiko eingehen, dabei dann sich erwischen zu lassen, wo der Hof nach der Tat wochenlang non stop von Schaulustigen besucht wurde?


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 10:07
Als die Haue versteckt worden ist, war das sicher eine spontane Aktion. Hätte der Täter das Ding hin und hergeschleppt, er hätte die Haue wohl irgendwo gereinigt.


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Mordfall Hinterkaifeck

26.11.2011 um 10:40
Meines Erachtens geht das Verstecken der Haue in die gleiche Richtung wie das abdecken der Leichen : Weg damit , die Tat ungeschehen machen wollen.Wie es zu Erwarten ist bei einer Beziehingstat mit aufgestautem Frust und Zorn als Hintergrund.Eine Tat, die in dem Moment unangenehm wird, wo die Selbstbeherrschung wieder überhand gewinnt.Wo der Amoklauf gegen die Hk ler
im Kopf des Täters erst real wird.Der Ausbahmezustand flaut ab und Krankheiten wie Asthma fangen erst dann wiedet zu greifen an ....


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26.11.2011 um 11:13
Schon einmal daran gedacht, dass der LS evtl. mit dem Moerder gemeinsame Sache gemacht hat. Mal spekuliert: so ich kann die wegen meiner Krankheit nicht umbingen aber jemand anders schon, wenn es rauskommt kann ich die Spuren verwischen und der andere kann ungehindert fliehen!


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26.11.2011 um 11:17
warum sollte ein andere das tun? Geld blieb ja haufenweise zurück am Hof und der Schlitti war ja nicht so reich oder?


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