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Mordfall Hinterkaifeck

47.964 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

06.04.2016 um 02:23
Zitat von egahtegaht schrieb:dieser umstand beweist ja gerade dass zwischen täter und den kleinen josef
eine wie auch immer geartete beziehung bestanden haben muss.
Bei einem persönlichem Motiv hätte es kein Grund gegeben das Kleinkind zu töten.
Es kann nichts dafür und die Täter hätten nach dem sie die "scheinbar Schuldigen" im Stall ausgelöscht haben verschwinden können.
Warum gingen sie extra noch hinauf und erschlulgen die Fremde Magd und Josef?

Sinn würde es machen bei Landstreicher oder Untergetauchten wie Bärtl... da eh Jeder sagte das die HK,ler nicht gerade das Aushängeschild von der Umgeumbung sind dort aber viel Geld zu holen wäre lässt die Hemmschwelle für Manche noch einmal sinken. Dazu noch so abgelegen das kein Mensch was hören kann.

Ich glaube das einfach wie bei der Magd ohne Nachzudenken zugeschlagen wurde.
Vielleicht wussten sie nicht "Männer halt"(Damals) wie ein Kind zu versorgen ist damit es still ist keine Erfahrung oder was weiß ich.

Bei den Tieren wussten sie es ist auch nicht allzu schwer.

Stille ist notwendig wenn man paar Tage da bleiben will um zu schlafen.


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Mordfall Hinterkaifeck

06.04.2016 um 12:30
@Schissler
Du hattest mich zitiert aber wohl nicht gemeint mit Deiner Kritik?

@egaht
Zitat von egahtegaht schrieb:dieser umstand beweist ja gerade dass zwischen täter und den kleinen josef
eine wie auch immer geartete beziehung bestanden haben muss.
Nein, tut es nicht. Das ist allein Deine Interpretation. Als solche natürlich zulässig.
Zitat von egahtegaht schrieb:dann vergesse aber nicht die überwältigende mehrheit der gröbener,
der wangener, der waidhofener,der schrobenhausener
Da muss ich @SoSo123 beipflichten. Schlittenbauer wird mitnichten von der überwiegenden Mehrheit dort als erster Name genannt, wenn es um die persönliche Einschätzung der Täterschaft geht. Und selbst dann wäre das nur eine persönliche Einschätzung. Ohne zwingenden Bezug zur Wahrheit. Über 100 Personen wurden überprüft von der Polizei und die allermeisten kamen nicht durch gezielte Ermittlungen in den Fokus sondern durch Meldungen wissender oder übereifriger Bürger. Selbst wenn unter diesen 107 (?) in den Ermittlungen auftauchenden Personen der/die richtige/n dabei gewesen wäre/n: diese Strohfeuer haben die Ermittlungen behindert und Kapazitäten gebunden.

Nach Deiner Logik bräuchte man keine Ermittlungen sondern müsste nach einem Verbrechen nur ne Umfrage unter den Nachbarn, Bekannten und Verwandten starten...

Zum Glück läuft das heutzutage anders.


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Mordfall Hinterkaifeck

06.04.2016 um 12:43
@jaska
Nein nein, Jaska, meine Kritik ging NUR an Zilch, der sich bei Heike, Soso123, Margaretha und Dir für Eure Großmut bedankt. Alles gut. ;-)


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06.04.2016 um 18:44
Zitat von egahtegaht schrieb:die leute die damals gelebt haben und sämtliche
protagonisten gekannt haben, genau wie die leute die heute leben.
@egaht

Was die Leute damals so gedacht haben, lässt sich in den Protokollen nachlesen. Sie haben damals massiv zur Bildung von allerlei Legenden beigetragen. Beispielhaft sei dies an der Beobachtung des M. Blöckl dargestellt, welche sich mit der zeitlichen Entfernung vom Ereignis außerordentlich "entwickelt":
“Am Samstag abend will ein Vorübergehender noch Licht im Backofen gesehen haben, was fast unglaublich scheint, will man nicht an eine besondere Frechheit der Verbrecher glauben, die sich ruhig Zeit liessen.”
(Bayerischer Kurier vom 8. April 1922)
Es wurde im Hause nicht ein einziges Stücklein Brot mehr vorgefunden und im Backofen hatte man die Feuerung zurecht geschichtet.
(Hans Lautenbacher in der Augsburger Zeitung, 08.04.1922)
“Einige Tage nachdem der Raubmord in Hinterkaifeck entdeckt wurde, saß ich in der Kugler-Wirtschaft in Schrobenhausen. Am Tisch erzählte mir ein unbekannter Arbeiter, daß ein Zimmermann von Waidhofen abends von Gröbern und über Kaifeck nach Waidhofen ging. Wie er (der Zimmermann) an dem Hinterkaifeckhof vorbeiging, kam eine ziemlich große Mannsperson aus dem an der Rückseite des Anwesens befindlichen Backofen u. leuchtete ihm ins Gesicht. Darauf soll dieser wieder in dem Backofen verschwunden sein ohne ein Wort gesprochen zu haben. Den Namen des Arbeiters, sowie des in Frage kommenden Zimmermanns kann ich nicht angeben.”
(Lorenz Beckenbecher, 01.06.1922)
Ein Zeuge, Michael Plöckl, der am Samstag, den 1.April morgens, sodann am gleichen Tag des Abends wieder am Hinterkaifeck Anwesen vorbeigegangen ist, will bemerkt haben, dass am Morgen die Backofentüre geschlossen, abends aber ungefähr halb offen war und dass am Abend der Kamin etwas geraucht haben soll; auch will er an dem Wald, der in der Nähe des Anwesens bis nahe an die Strasse geht, am Abend ein aufblitzendes Licht, wie etwa von einer Taschenlaterne kommend, bemerkt haben.
(StA Pielmayer, Zusammenfassung 1926)
“Am Samstag, den 1. Apr. 1922 nachts um 1/2 12 Uhr ging der Zimmermann Michael B l ö c k l von Gröbern nach Mitterhaid. Sein Weg führte hinter dem Hof Hinterkaifeck vorbei. Im Vorbeigehen sah er wie im Backofen, dieser bildete ein gesondertes Häuschen im Hofraume des Anwesens, Feuer brannte. Er blieb stehen und schaute. Im gleichen Moment soll dieser Mann die Öffnung, aus der der Lichtschein hervordrang, geschlossen haben. Dieser Mann ging nun mit einer elektrischen Taschenlampe auf ihn zu. Die Lampe hielt er mit gestrecktem Arm vor sich. Er leuchtete dem Blöckl direkt ins Gesicht ohne etwas zu sagen und ist wieder zurück in den Hof. Blöckl fürchtete sich und lief davon.”
(Wenzeslaus Bley, 1930)
Von dem Gütler und nunmehrigen Gemeindediener Michael Plöckl in Wangen habe ich erfahren, daß derselbe um die Zeit des Mordes tagtäglich am Morgen und am Abend, als dieser von und zur Arbeitsstelle ging, stets am Anwesen des Hinterkaifeckers vorbeigegangen ist. Eines Abends gegen 9:00 Uhr, als Plöckl wieder von der Arbeit heimging, ist dieser in der Nähe von Hinterkaifeck von einer Mannsperson, die aus einem Acker heraus auf ihn zukam, mit einer Taschenlaterne angeleuchtet worden. Diese Mannsperson, die er nicht genau kannte, ist dann ohne etwas zu sagen wieder in den Acker zurückgesprungen. Wie Plöckl zu mir sagte, paßt die Gestalt dieser Mannsperson auf Schlittenbauer. Bei seinem Weitergang hat Plöckl die Wahrnehmung gemacht, daß im Backofen des Hinterkaifeckers, ein Feuer sein mußte, weil er Rauch aufsteigen sah. Dieser Rauch hatte einen widerlichen Geruch und zwar so, als wenn alte Lumpen verbrannt würden. Plöckl hat mir weiters erzählt, daß an diesem Abend, bzw. in dieser Nacht, die Bewohner von Kaifeck umgebracht wurden, wenigstens wurde diese Nacht von der Mordkommission als Mordnacht bezeichnet. Ich bin überzeugt, daß Schlittenbauer an diesem Abend im Backofen seine blutbefleckten Kleider verbrannte.
(Sebastian Maier, 1931)

Man kann die Legendenbildung hier gut ablesen und auch leicht erkennen, wie "wertvoll" das allgemeine Gerede der Leute damals war. Um wieviel "wertvoller" mag es das heutige sein?


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Mordfall Hinterkaifeck

09.04.2016 um 18:22
Zitat von SoSo123SoSo123 schrieb am 06.04.2016:Willst Du mit Deinem Text etwas bestimmtes andeuten oder sammelst Du einfach nur alle Möglichkeiten für Würgemale, ganz ergebnisoffen?
@SoSo123
ich würde immer vorschlagen in vollkommen offenen fällen ergebnisoffen
zu ermitteln.
andererseits würde ich dazu tendieren in relativ klaren fällen ergebnisorientiert
zu ermitteln.


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Mordfall Hinterkaifeck

09.04.2016 um 18:40
Zitat von zilchzilch schrieb:Man kann die Legendenbildung hier gut ablesen und auch leicht erkennen, wie "wertvoll" das allgemeine Gerede der Leute damals war. Um wieviel "wertvoller" mag es das heutige sein?
@zilch
was du legendenbildung nennst ist für mich der redliche, in teilen bestimmt
auch verzweifelte versuch sämtlicher bewohner des direkten umfeldes von
hk die ermittler auf die spur des täters zu setzen.
man muss sich das anders als heute vorstellen, polizisten und kriminale
waren damals amtspersonen oder besser respektspersonen, mit denen sich
die bäuerliche bevölkerung nicht auf augenhöhe unterhalten konnte.

umso blinder sich die ermittler gaben umso wilder und abenteuerlicher wurden die zeugenaussagen. letztendlich hatte dies nur eines zum ziel:
nehmt diesen verdammten teufel doch endlich fest und schlagt ihn den kopf ab.


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Mordfall Hinterkaifeck

09.04.2016 um 18:49
Zitat von jaskajaska schrieb am 06.04.2016: Über 100 Personen wurden überprüft von der Polizei und die allermeisten kamen nicht durch gezielte Ermittlungen in den Fokus sondern durch Meldungen wissender oder übereifriger Bürger.
@jaska
die damilige staatsanwaltschaft zündet eine nebelkerze in form einer
fast unmoralisch hohen belohnung zur ergreifung des täters von HK.
dass das damalige relativ ungebildete, bäuerliche milieu darauf hereinfällt
ist nicht verwunderlich, dass die intelligenz hier im forum in die gleiche
falle tappt überascht allerdings.


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09.04.2016 um 19:34
@egaht
Zitat von egahtegaht schrieb:die damilige staatsanwaltschaft zündet eine nebelkerze in form einer
fast unmoralisch hohen belohnung zur ergreifung des täters von HK.
dass das damalige relativ ungebildete, bäuerliche milieu darauf hereinfällt
ist nicht verwunderlich, dass die intelligenz hier im forum in die gleiche
falle tappt überascht allerdings.
So horrende hoch wie die Belohnung scheint, war sie nicht. Man darf nicht vergessen: dieInflation.
Damit sollte man sich auseinander setzen, 100.000 Mark waren nicht soviel wert, wie man denkt.


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09.04.2016 um 21:02
Im Übrigen muss auch der Hund der Hinterkaifecker jene Person, die die Morde begangen hat, gekannt haben, denn sonst wäre der nicht so ruhig geblieben. Dieser Täter wollte die Hinterkaifecker nicht ausrauben, denn dann hätte er gewartet bis die Leute von HK außer Haus gewesen wären. Die Bewohner des Hofes sind ja Sonntags immer in die Kirche gegangen. Der Täter hatte die Absicht die Hinterkaifecker in den Stall zu locken um sie zu ermorden. Andreas Gruber war der einzige männliche Erwachsene auf dem Hof und zum Tatzeitpunkt bereits 64 Jahre alt. Insofern hatte der Täter dabei relativ leichtes Spiel. Außerdem musste jene Person sichergehen, dass alle auf HK tot sind, um Zeugen auszuschließen, da die Bewohner den Täter vermutlich kannten.


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09.04.2016 um 21:20
@egaht
In Norddeutschlang passierte am selben Wochenende ebenfalls ein Mehrfachmord. Dort wurde 4 Menschen erschlagen und die Belohnung war ebenfalls 100.000 M. @Schissler hat da schon recht mit seinem Hinweis auf die Inflation.


Du kannst nicht zuerst zur Untermauerung die Leute anbringen, die vermeintlich mehr wußten,
Zitat von egahtegaht schrieb am 06.04.2016:dann vergesse aber nicht die überwältigende mehrheit der gröbener,
der wangener, der waidhofener,der schrobenhausener
und später der Staatsanwaltschaft die Schuld zuzuschieben, wenn doch viele Leute rein gar nichts wußten
Zitat von egahtegaht schrieb:die damilige staatsanwaltschaft zündet eine nebelkerze in form einer
fast unmoralisch hohen belohnung zur ergreifung des täters von HK.
Und nebenbei: die Staatsanwaltschaft hatte die Belohnung nicht ausgelobt, das war das Innenministerium.


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10.04.2016 um 23:51
Zitat von egahtegaht schrieb:letztendlich hatte dies nur eines zum ziel:
nehmt diesen verdammten teufel doch endlich fest und schlagt ihn den kopf ab.
Ja, aber diese mob rules haben nicht verfangen. Es gab einfach keinen Anhaltspunkt. Der Tatort zeigte ganz klar die üblichen Spuren eines Raubmordes, der in diesen Zeiten nicht selten vorkam. Lediglich die Zahl der Opfer war ausgeprochen hoch.

Wir können das auch gerne mal zurück spinnen. A. Schlittenbauer hätte ja schon am Mittwoch von der Magd wissen müssen als der im Schnee rückwärts lief ... (wohin eigentlich? Nach Gröbern - ist nicht belegt. 50% Wahrscheinlichkeit, dass die Spur in die Gegenrichtung ging!) ...obwohl das Treffen erst am Donnerstag stattfand. Dann wäre er also eingebrochen, hätte dabei noch sinnloserweise die Motorenhütte aufgebrochen, hätte den Schlüssel gestohlen und ausgerechnet bis Freitag abends gewartet. Dann hätte er sich eingeschlichen, (s)eine Reuthaue genommen und dann ... erst mal ein Opfer gewürgt ...usw. usw.. Das läuft hier schon vollkommen unrund, oder? Ich hab aber grad erst angefangen. Am Ende stimmt da halt nichts mehr, und genau das haben die Kriminaler 1922 eben auch gesehen.


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11.04.2016 um 10:28
@zilch
Sorry, vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber was heißt denn im Klartext "ja, aber diese mob rules haben nicht verfangen"?


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11.04.2016 um 10:28
@zilch
Sorry, vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber was heißt denn im Klartext "ja, aber diese mob rules haben nicht verfangen"?


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11.04.2016 um 16:29
@jaska
vermutlich war die gesamte bevölkerung nach dieser monströsen tat
sehr geschockt und auch verängstigt. scheinbar haben die damaligen ermittler
es nicht geschafft den leuten die angst zu nehmen, sich zu öffnen
und manches deutlicher zur sprache zu bringen. dass lässt letztendlich den
schluss zu dass die mehrheit dachte der täter ist mitten unter uns.
mir ist nur einer bekannt der den schneid hatte die dinge beim namen zu nennen.
daraus entstand dann dieser streit zwischen den einen, der die schlachtfelder
des ersten weltkrieges bestens kannte und den , der sich in den lazaretten
besser auskannte.wie dieser zwist ausging hatten alle gröberner vor augen.
verkehrte welt.feigling besiegt kriegsheld, zurück bleibt nur asche.
das dürfte allen eine lehre gewesen sein.
gesprochen hat man über diese tat sehr wohl noch, unter 4 augen oder
im wirtshaus, vorrausgesetzt einer fehlte.
die bevölkerung hatte in den sinn keine beweise, auch keine beobachtungen
zur tat selbst machen können, aber sie hatten ein gefühl wers gewesen sein
könnte. offensichtlich hatten so ziemlich alle das gleiche gefühl, damals wie heute.

wer damals für belohnungen zur ergreifung eines täters zuständig war,
weiss ich nicht. heute ist es die staatsanwaltschaft.
wenn das damals das innenministerium zuständig war,ist das umso fataler, weil dann
immer politik mit ins spiel kommt.
nicht auszudenken wenn ein damaliger bekannter politiker rein zufällig
den gleichen namen wie ein tatverdächtiger gehabt hätte.


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Mordfall Hinterkaifeck

11.04.2016 um 18:08
Selbiger ist mir weniger wegen seiner Schneid' die Dinge beim Namen zu nennen ein Begriff, sondern vielmehr im Ändern seiner eigenen Äußerungen.

Während 1922 der gewisse Nachbar ihn mit den Worten beim Gabriel müsste etwas los sein, entweder haben die sich aufgehängt oder es ist etwas anderes los alarmierte war es 1952 schon ich glaube, die habens alle erschlagen oder die haben sich aufgehängt
und um den Verdacht gegen seinen Lieblingsnachbarn zu erhärten ist man 1952 als man ihm folgte auch an keine Tür gegangen “An eine Haustür oder an ein Fenster sind wir nicht gegangen, wie es allgemein üblich ist, um Einlass begehrt.“ – wobei er 1922 noch völlig einig mit den beiden Anderen angab das man am Anwesen alle Türen, mit Ausnahme des zum Maschinenhaus führenden, verschlossen vor fand (...) Wir begaben uns dann in das Maschinenhaus u. sprengten dort gewaltsam das Scheunentor auf.


Das er ihn verdächtigt hat ist ja in Ordnung und bis zu einem gewissen Grad legitim. Aber eine zweite Aussage abgeben die der ersten und denen der Mitauffinder in diesen Punkten derart widerspricht ist halt nicht vertrauenswürdig.
Ich weiß ja nicht warum er wegzog aber nach einem Sühneverfahren, und Zivilprozess (?) stand auch der dörflich-familiäre Rückhalt nicht mehr so hinter ihm. (Ein schwarzes Schaf gibt’s halt immer)


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11.04.2016 um 18:16
@egaht
Schau, Du stellst falsche Behauptungen auf, nimmst diese dann als Basis für wilde Spekulationen und stellt ein anderer hier was klar gehst Du darauf nimmer ein sondern schleppst wieder neue und wieder wirre Sachen an.
Jetzt war also die Bevölkerung eingeschüchtert, die Polizei zu unsensibel und Siegl ein Kriegsheld und HK ne Parabel über das Übel der Welt.
Aha.

Lesen magste nicht so gern, Fakten auch nicht.

Wie und mit wem Du Dich austauschen magst erschließt sich mir nicht.


Bleibt ein bitterer Beigeschmack, dass Du bereit bist, auf so einem Niveau jemand anderem sechs Morde zuzuschieben, und große Erleichterung meinerseits, dass die Ermittler samt Gericht hier sorgfältiger waren.
Die konnten nun mal keine Beweise herzaubern.


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11.04.2016 um 18:53
Zitat von egahtegaht schrieb:die bevölkerung hatte in den sinn keine beweise, auch keine beobachtungen
zur tat selbst machen können, aber sie hatten ein gefühl wers gewesen sein
könnte. offensichtlich hatten so ziemlich alle das gleiche gefühl, damals wie heute.
Könnte .. das heißt mitnichten das es so war
damals wie heute ..bei damals orientierst Du Dich an Deinem „Kriegshelden“ oder soll ich besser dem Fähnchen im Wind sagen? Es gibt
damals wie heute Leute in Waidhofen die den Nachbarn nicht mit den Morden in Verbindung bringen.


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11.04.2016 um 19:31
Dass die Polizei damals unter den Verdächtigen keinen Täter fand, heißt nicht, dass niemand unter den Verdächtigen der Täter gewesen war. Zudem war die Polizeiarbeit zum damaligen Zeitpunkt sehr schlecht. Hier wird immer auf die Ermittler von damals verwiesen, die aber wie gesagt eben nicht sorgfältig gearbeitet haben. Und zum Zeitpunkt als der Fall wieder aufgenommen wurde, nämlich nach dem Krieg, stand das Land in Ruinen, waren viele Berichte zu HK vernichtet und Personen wie Adolf Gump und Lorenz Schlittenbauer schon längst verstorben.
Auch sind die Ermittlungsmethoden von damals durchaus anzuzweifeln und nicht mit der heutigen Zeit vergleichbar.
So hat man sich früher eher auf "Irre" aus der Ferne konzentriert als im direkten Umfeld nach dem Täter zu schauen.


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Mordfall Hinterkaifeck

11.04.2016 um 19:56
Zitat von OtortenOtorten schrieb: Dass die Polizei damals unter den Verdächtigen keinen Täter fand, heißt nicht, dass niemand unter den Verdächtigen der Täter gewesen war.
Das sehe ich auch so.
Zitat von OtortenOtorten schrieb: Zudem war die Polizeiarbeit zum damaligen Zeitpunkt sehr schlecht.
Das ist aber jetzt aber schon sehr salopp. Ich finde das zu pauschal, denn andere Kriminalfälle zeitlich vor oder kurz nach Hinterkaifeck wurden ja auch aufgeklärt und auch heute kommt es vor das ein Fall nicht geklärt werden kann (Peggy).
Man hat, so denke ich zu Beginn versäumt den Tatort richtig zu untersuchen und das nähere persönliche Umfeld aller Opfer richtig zu durchleuchten.
Zitat von OtortenOtorten schrieb:Auch sind die Ermittlungsmethoden von damals durchaus anzuzweifeln und nicht mit der heutigen Zeit vergleichbar.
Naja, wenn man damals die Tatwaffe gefunden hätte, Fingerabdrücke entnommen – dann in den PC eingegeben und durch die Datenbank des BKA laufen lassen hätte dann hätte es was werden können! :-)

Ansonsten:
Die Opferverletzungen konnten mit der gefundenen Waffe nicht vereinbart werden daraus resultierend die Abtrennung der Schädel(kalotte) ist doch eine umsichtige Vorgehensweise (für den Fall das ein weiteres Werkzeug auftaucht und man dieses zweifelsfrei zuordnen kann)

Seancen waren damals nicht unüblich und auch diese Möglichkeit wurde genutzt
Zitat von OtortenOtorten schrieb:So hat man sich früher eher auf "Irre" aus der Ferne konzentriert als im direkten Umfeld nach dem Täter zu schauen.
Zustimmung, wobei die Tat scheinbar den Eindruck machte das sie nur ein Irrer durchgeführt haben konnte.


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11.04.2016 um 21:43
Zitat von egahtegaht schrieb:was du legendenbildung nennst ist für mich der redliche, in teilen bestimmt
auch verzweifelte versuch sämtlicher bewohner des direkten umfeldes von
hk die ermittler auf die spur des täters zu setzen.
@egaht

Legenden und Gerüchte in der Welt zu verteilen, hat niemals ein „redliches“ Motiv, das sei mal klar gestellt!
Ich will jetzt keine Grundsatzdiskusion weg von HK starten, aber Gerüchteverteiler und –Erzähler folgen niederen Motiven,
die nicht im entferntesten damit zu tun haben, Klarheit in Irgendwas zu bringen. Alles andere halte ich für ein Gerücht ;-/
Zitat von egahtegaht schrieb:mir ist nur einer bekannt der den schneid hatte die dinge beim namen zu nennen.
Ganz offensichtlich definierst Du „den Schneid haben, etwas zu tun“ vollkommen anders als manch anderer Mensch.
Was daran Mut erfordert, heimlich im Wirtshaus ohne Beisein der Zielperson von Beschuldigungen ein großes Mundwerk zu haben, erschließt sich mir jedenfalls nicht. Wenn man nach der Wortherkunft geht, passt es jedenfalls nicht, hat eher wenig mit dem "mutigen" Verhalten zu tun, sich etwas zu stellen.
Nebenbei: Burschenschafts-Romantik ist einfach nur zum Schmunzeln dämlich, deswegen mag ich die Redewendung mit dem Schneid prinzipiell nicht so. Lese ich vielleicht bei Dir zuunrecht einen Respekt heraus bzgl. dieser Gedankenwelt dahinter? Also Mut, Ehre, Heldentum etc.?
Zitat von egahtegaht schrieb:gesprochen hat man über diese tat sehr wohl noch, unter 4 augen oder
im wirtshaus, vorrausgesetzt einer fehlte.
Ja, das ist wahrlich der Mut der kleinen Leute ;-/
„Kleine Leute“ im Sinne von kleingeistig, nicht auf die Herkunft bezogen, denn erfahrungsgemäß ist ein ehrenwertes Verhalten nicht zwingend abhängig vom Bildungsstand. Doch nur dumme Menschen reden hinterm Rücken eines andern, das sollte man spätestens in der Grundschule gelernt haben.
Zitat von egahtegaht schrieb:die bevölkerung hatte in den sinn keine beweise, auch keine beobachtungen
zur tat selbst machen können, aber sie hatten ein gefühl wers gewesen sein
könnte. offensichtlich hatten so ziemlich alle das gleiche gefühl, damals wie heute.
Mitnichten, denn woher willst denn Du wissen, wieviele Leute dort damals und heute „dasselbe Gefühl“ hatten.
Achja, ich erinnere mich, vom Hörensagen doch wohl? Befragt hast Du ja sicher nicht diese „alle“, oder etwa doch?
Ich habe übrigens etwas ganz anderes vom Hörensagen gehört als anscheinend Du ;-)

Aber wie auch immer: seit wann ist "das sagen aber alle!" ein Argument? Habe ich da was verpasst oder ist das jetzt ein anerkanntes Kriterium, um Menschen ohne Prüfung zu verurteilen?
Ist denn dieser Logik nach jemand halb schuldig, wenn "nur manche" dasselbe sagen? Und unschuldig, wenn "niemand" Gerüchte über sie verbreitet?

@Otorten
Zitat von OtortenOtorten schrieb:Im Übrigen muss auch der Hund der Hinterkaifecker jene Person, die die Morde begangen hat, gekannt haben, denn sonst wäre der nicht so ruhig geblieben.
Woher hast Du denn die Info, daß der Hund ruhig war, als der/die Täter auf dem Hof waren?
Genau genommen wissen wir eben nichts dazu, aber Du formulierst das einfach mal so, als weäre das ein feststehender Fakt und knüpfst weiter daran an?!
Zitat von OtortenOtorten schrieb:Zudem war die Polizeiarbeit zum damaligen Zeitpunkt sehr schlecht.
Das stimmt nicht. Wie Du auf so eine Aussage kommst, wirst Du aber wahrscheinlich nicht beantworten wollen?
Zitat von OtortenOtorten schrieb:Auch sind die Ermittlungsmethoden von damals durchaus anzuzweifeln und nicht mit der heutigen Zeit vergleichbar.
Stimmt wieder nicht.
Sehr wohl sind die damaligen Ermittlungsmethoden mit den heutigen vergleichbar.
Zitat von OtortenOtorten schrieb:So hat man sich früher eher auf "Irre" aus der Ferne konzentriert als im direkten Umfeld nach dem Täter zu schauen.
Stimmt wieder nicht. Natürlich ist man auch gründlich den Hinweisen im Umfeld nachgegangen.


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