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Der Yogtze-Fall

8.098 Beiträge, Schlüsselwörter: 1984, Ungeklärte Mordfälle, Yogtze, Anzhausen

Der Yogtze-Fall

21.07.2019 um 14:00
@schluesselbund
schluesselbund schrieb:Durchaus möglich dass da Kratzer oder Schürfungen wie Knochenbrüche vorgelegen haben.
Ich habe mir jetzt grad noch mal das Video angesehen und angehört. Der Kommissar spricht da tatsächlich von überfahren, Zimmermann hingegen von überrollen. Damit sind natürlich alle Optionen offfen.


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Der Yogtze-Fall

21.07.2019 um 19:43
schluesselbund schrieb:Das aber Stoll beim zweiten Unfall ins Steuer griff, und so der Golf in der Botanik landete, halte ich schlicht weg für unmöglich
Woraus Schlußfolgerst Du das?
Ich halte das nicht für unmöglich. Warum auch? Könnte doch sein, er war ja zeitweise bei Bewusstsein, wenn auch eingeschränkt.
schluesselbund schrieb:Aber für wahrscheinlich erachte ich es, dass man Stoll zur Verschleierung des ersten Unfallortes weg bringen wollte. Weiter denkbar, dass man Stoll irgend an einem ruhigen Ort verbringen wollt. Wo er dann verstarb.
Dann fährt man nachts doch auch ruhige Straßen und nicht die Autobahn, wo das Entdeckungsrisiko am Größten ist.
Unlogisch
schluesselbund schrieb:Er beschreibt dort einen Parkplatz an der Autobahen mit einem Imbissstand. Da wären auch immer Leute anzutreffen gewesen.
Einen Autobahnparkplatz halte ich für denkbar. Aber nicht da wo Leute anzutreffen sind. Es gab auch in den 80er keine Parkplätze mit Imbissstand, sondern nur Parkplätze oder Raststätten.

Mein Szenario ist das, das die 4(?) Leute einen Parkplatz angesteuert haben, z.B. weil einer sein Bier mal loswerden wollte, der Fahrer zwar den dort stehenden Golf wahrgenommen hat, nicht aber den davor liegenden nackten Mann.
Wie ich darauf komme; weil immer betont wurde, das Stoll nicht in voller Fahrt überrollt wurde.
schluesselbund schrieb:Ein hinfallen aus unerklärlichen Gründen ist immer möglich. Sehe das als 100% richtig an. Da kann auch bei einem späterer Arztbesuch nicht diagnostiziert werden.
Stoll ist im Papillon wohl nicht einfach gestolpert, ansonsten hätte er sich wohl ganz automatisch mit den Händen abgestützt. Das er mit dem Kopf auf den Tresen aufschlug spricht eher für eine kurze Ohnmacht.
Ja stolpern kann jeder mal. Aber ausgerechnet an dem Abend, wo noch so einiges Andere Merkwürdige los war mit ihm?
Er machte auf die anwesenden Gäste jedenfalls zunächst einen Eindruck als wäre er betrunken und nicht hoppalla.

@off-peak
Zimmermann betont das, das er überollt wurde, so interpretiere ich das.


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22.07.2019 um 01:14
Nightrider64 schrieb:Woraus Schlußfolgerst Du das?
Ich halte das nicht für unmöglich. Warum auch? Könnte doch sein, er war ja zeitweise bei Bewussts
Ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass ein schwerverletzter und dem vermeintlichen Helfer eins "rüberzieht". Auch wird für Stoll jede Bewegung schmerzlich gewesen sein. Und ein Arm hin nur noch runter. Zudem warum soll er das machen?
Nightrider64 schrieb:Dann fährt man nachts doch auch ruhige Straßen und nicht die Autobahn, wo das Entdeckungsrisiko am Größten ist.Unlogisch
Nightrider64 schrieb:Einen Autobahnparkplatz halte ich für denkbar.
Das finde ich jetzt unlogisch. Aber gleich zum Autobahnparkplatz. Das war nicht so ein riesen von Parkplatz mit allem drum und dran wie du dir das vorstellest. Mehr ein kleiner Rastplatz. Eben mit einem Imbissstand. Eventuell nicht mal Toiletten.
Nightrider64 schrieb:der Fahrer zwar den dort stehenden Golf wahrgenommen hat, nicht aber den davor liegenden nackten Mann.
Warum soll sich Stoll nackt vor seinen Golf auf den Boden legen? Das noch auf einem kleinem Rastplatz. Zudem bin ich da der Auffassung, da hätte der Fahrer ausweichen oder anhalten können.

Die Unfallthese funktioniert nur, wenn Stoll nach der Bestraffung also das Nacktausziehen vor ein Auto gestossen wurde. Oder er un mittelbar danach ungeachtet vor ein Auto lief. Einfach mit den Gedanken noch bei der Bestraffung.
Nightrider64 schrieb:Wie ich darauf komme; weil immer betont wurde, das Stoll nicht in voller Fahrt überrollt wurde.
Absolute Zustimmung. Anbei es für mich keine so grosse Rolle spielt ob nun von überrollen oder überfahren ausgegangen wird. Das war ein sehr schwerer Zusammenstoss mit einem Auto. Oder einfach gesagt, ein spezieller Fussgänger - Autounfall.
Nightrider64 schrieb:Stoll ist im Papillon wohl nicht einfach gestolpert,
Stoll ist nicht gestolpert im Papillon. Er fiel vom Barhocker.
schluesselbund schrieb:Ein hinfallen aus unerklärlichen Gründen ist immer möglich.


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22.07.2019 um 07:08
Nightrider64 schrieb:Einen Autobahnparkplatz halte ich für denkbar. Aber nicht da wo Leute anzutreffen sind. Es gab auch in den 80er keine Parkplätze mit Imbissstand, sondern nur Parkplätze oder Raststätten.
An der Raststätte Kaltenborn war in den Achtzigern ein sehr bekannter Kiosk/Imbiss, der sehr gut besucht war (Trucker-Omi). Der sollte aber um die Uhrzeit nicht mehr geöffnet gewesen sein.


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22.07.2019 um 18:19
schluesselbund schrieb:Das war nicht so ein riesen von Parkplatz mit allem drum und dran wie du dir das vorstellest. Mehr ein kleiner Rastplatz. Eben mit einem Imbissstand. Eventuell nicht mal Toiletten.
Genau so stell ich mir das vor.
In den 80er gab es meist noch nicht einmal Toiletten auf solchen Parkplätzen geschweige denn Imbisstände.
schluesselbund schrieb:Ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass ein schwerverletzter und dem vermeintlichen Helfer eins "rüberzieht". Auch wird für Stoll jede Bewegung schmerzlich gewesen sein. Und ein Arm hin nur noch runter. Zudem warum soll er das machen?
Da kannst Du nun jeden Krankenpfleger fragen. Menschen in solchen Zuständen schlagen schon mal um sich mit den Armen und müssen dann fixiert werden.
Von eins rüberziehen war nie die Rede, sondern davon, den Fahrer bewusst oder wohl eher unbewusst ins Lenkrad zu greifen oder sonstewie vom fahren abzulenken.
schluesselbund schrieb:Warum soll sich Stoll nackt vor seinen Golf auf den Boden legen?
Um sich umzubringen oder weil er nicht mehr Herr seiner Sinne war.
Ich hatte bereits ein Beispiel genannt, wo ich ähnliches selbst erlebt habe.
Mein WG Mitbewohner legte sich nachts nackt auf den Außenflur, weil er ein bestimmtes Psycho Medikament nicht vertrug. Er wusste nachher nichts mehr davon

Das jemand so etwas tut, das wurde hier vor ca einem Jahr anhand eines konkreten Falles belegt
schluesselbund schrieb:Die Unfallthese funktioniert nur, wenn Stoll nach der Bestraffung also das Nacktausziehen vor ein Auto gestossen wurde. Oder er un mittelbar danach ungeachtet vor ein Auto lief. Einfach mit den Gedanken noch bei der Bestraffung.
Da verstehst Du was falsch.
Wenn die Betreffenden 4 den Mann z.B. auf einem Parkplatz nackt vor seinem Auto liegend überollten, so ist das ein Unfall.


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22.07.2019 um 18:52
@Nightrider64

Es gab einen Kiosk auf dem Rastplatz Kaltenborn von der bei Truckern liebevoll genannten Trucker Oma. Es gibt dazu auch ein Lied auf Youtube "Wer die Oma nicht kennt" von Tom Astor.


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22.07.2019 um 18:55
Szenario:
4 Freunde kommen des nachts von einer Disko. Alle mehr oder weniger betrunken. Der Fahrer noch am wenigsten. Einer der Beifahrer muß dringend mal
So wird der nächste Parkplatz (Autobahn, Landstraße, egal) angesteuert.
Der Fahrer nimmt zwar den vorne stehenden hellen Golf wahr , denkt sich aber nichts dabei und will dahinter anhalten.
Das davor ein nackter Mann auf am Boden liegt sieht er nicht und überollt diesen ohne Absicht.

Anschließend wird beratschlagt was nun zu tun sei. Alle mehr oder weniger betrunken.
Die Polizei zu rufen ist dem Fahrer gar nicht recht, da er dann seinen Führerschein verlieren würde.
Schließlich fühlt er sich keinesfalls schuldig. "Was legt der Idiot sich auch im Dunkeln auf die Straße, kann ich doch nichts für"

Liegen lassen und einfach weg, dazu hat man aber auch zu viel Skrupel. Der Mann lebt noch und eh den jemand findet, vielleicht erst am Morgen ist es vielleicht zu spät.

Im eigenen Auto abtransportieren kommt auch nicht in Frage.
Der verdreckte nackte Mann würde alles voll bluten und der Wagen ist sowieso schon voll besetzt.

Da steht aber noch der Golf mit steckenden Zündschlüssel.
Einer wird bestimmt den Golf zu fahren. Wohin ist erst einmal Ermessenssache ( Wer weiß was denen gerade als bester Ort eingefallen ist)
Entweder ein bekanntes Krankenhaus (wobei dies keinesfalls das nächstgelegene sein muss) oder z.B. eine Autobahnrasstätte, wo man ihn in seinem Wagen abstellen könnte und dafür sorgen, das der Verletzte bemerkt wird.
Der beteiligte Wagen fährt vor, der Golf mit dem auf den Beifahrersitz gesetzten Schwerverletzten hinterher ( oder anders herum, spielt keine Rolle)


Auf dem Weg zu diesem Ort verunfallt der Golf an der Böschung. Warum ist nebensächlich. In Frage würde z.B. die Unerfahrenheit des Fahrers, dessen Alkoholisierungsgrad, der Stress durch die ganze Aufregung oder eben auch ein Eingreifen des Verletzten kommen

Naturgemäß wird das Abkommen von der Fahrbahn im anderen Auto nicht oder erst zu spät wahrgenommen, so daß man nicht mehr anhalten kann um den Kumpel aufzunehmen. ( Man ist sowieso mit der ganzen Situation leicht überfordert)

Dieser, der Fahrer des Golf ist nun umso mehr verwirrt und erst einmal völlig ratlos.
Er geht ums Auto herum bemerkt in dem Moment, das zwei Leute, die LKW Fahrer, auf die Unfallstelle zu kommen.
Er wirft den Zündschlüssel, den er noch in der Hand hat in die offene Heckklappe und macht erst einmal die Biege.

Nächsten Tag trifft man sich (die 4)und beschließt Stillschweigen über die Sache.
Schlechtes Gewissen braucht man nicht zu haben, weil man sich ja nicht als primär am Überrollen verantwortlich fühlt und ja auch aktiv versucht hat den Mann Hilfe zukommen zu lassen.
"Ist halt blöd gekaufen, aber was legt der Typ sich auch auf die Strasse, da können wir ja nichts dafür" so die Gedankengänge


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22.07.2019 um 19:36
@Nightrider64
Szenario:
4 Freunde kommen des nachts von einer Disko. Alle mehr oder weniger betrunken. Der Fahrer noch am wenigsten. Einer der Beifahrer muß dringend mal
So wird der nächste Parkplatz (Autobahn, Landstraße, egal) angesteuert.
Der Fahrer nimmt zwar den vorne stehenden hellen Golf wahr , denkt sich aber nichts dabei und will dahinter anhalten.
Das davor ein nackter Mann auf am Boden liegt sieht er nicht und überollt diesen ohne Absicht.

Anschließend wird beratschlagt was nun zu tun sei. Alle mehr oder weniger betrunken.
Die Polizei zu rufen ist dem Fahrer gar nicht recht, da er dann seinen Führerschein verlieren würde.
Schließlich fühlt er sich keinesfalls schuldig. "Was legt der Idiot sich auch im Dunkeln auf die Straße, kann ich doch nichts für"

Liegen lassen und einfach weg, dazu hat man aber auch zu viel Skrupel. Der Mann lebt noch und eh den jemand findet, vielleicht erst am Morgen ist es vielleicht zu spät.

Im eigenen Auto abtransportieren kommt auch nicht in Frage.
Der verdreckte nackte Mann würde alles voll bluten und der Wagen ist sowieso schon voll besetzt.

Da steht aber noch der Golf mit steckenden Zündschlüssel.
Einer wird bestimmt den Golf zu fahren. Wohin ist erst einmal Ermessenssache ( Wer weiß was denen gerade als bester Ort eingefallen ist)
Entweder ein bekanntes Krankenhaus (wobei dies keinesfalls das nächstgelegene sein muss) oder z.B. eine Autobahnrasstätte, wo man ihn in seinem Wagen abstellen könnte und dafür sorgen, das der Verletzte bemerkt wird.
Der beteiligte Wagen fährt vor, der Golf mit dem auf den Beifahrersitz gesetzten Schwerverletzten hinterher ( oder anders herum, spielt keine Rolle)


Auf dem Weg zu diesem Ort verunfallt der Golf an der Böschung. Warum ist nebensächlich. In Frage würde z.B. die Unerfahrenheit des Fahrers, dessen Alkoholisierungsgrad, der Stress durch die ganze Aufregung oder eben auch ein Eingreifen des Verletzten kommen

Naturgemäß wird das Abkommen von der Fahrbahn im anderen Auto nicht oder erst zu spät wahrgenommen, so daß man nicht mehr anhalten kann um den Kumpel aufzunehmen. ( Man ist sowieso mit der ganzen Situation leicht überfordert)

Dieser, der Fahrer des Golf ist nun umso mehr verwirrt und erst einmal völlig ratlos.
Er geht ums Auto herum bemerkt in dem Moment, das zwei Leute, die LKW Fahrer, auf die Unfallstelle zu kommen.
Er wirft den Zündschlüssel, den er noch in der Hand hat in die offene Heckklappe und macht erst einmal die Biege.

Nächsten Tag trifft man sich (die 4)und beschließt Stillschweigen über die Sache.
Schlechtes Gewissen braucht man nicht zu haben, weil man sich ja nicht als primär am Überrollen verantwortlich fühlt und ja auch aktiv versucht hat den Mann Hilfe zukommen zu lassen.
"Ist halt blöd gekaufen, aber was legt der Typ sich auch auf die Strasse, da können wir ja nichts dafür" so die Gedankengänge
Ein Szenario, dass ich für möglich halte. Natürlich werden sich stimmen melden mit dem Einwand nach so langer Zeit müsste jemand mal auspacken von den Vieren. Meine Frage wäre muss dies immer der Fall sein. Was ist wenn jeder der Betroffenen sich bis heute eisern an den damals getroffenen Schweigeschwur hält? Es kommt vor das Leute ihr Gewissen erleichtern, aber wer weiß wie viele Menschen dies ihren Lebtag nicht getan haben.


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22.07.2019 um 19:43
Ich denke, das schlechte Gewissen hält sich in Grenzen, weil man die Hauptschuld ( in dem Szenario) eben bei dem Mann selbst sieht.
Will man das alles heute wieder " hochkochen"?
Der Mann ist Tod und er wird davon auch nicht wieder lebendig.
Der ganze Rummel der dann entsteht. Dann vielleicht lieber einfach vergessen die Nacht


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Adebar
ehemaliges Mitglied

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23.07.2019 um 22:26
dreizehner schrieb:Ein Szenario, dass ich für möglich halte. Natürlich werden sich stimmen melden mit dem Einwand nach so langer Zeit müsste jemand mal auspacken von den Vieren. Meine Frage wäre muss dies immer der Fall sein.
Möglich ist das natürlich. Es müsste dann allerdings schon ein sehr verschworener Haufen sein, wenn da nach fast 35 Jahren immer noch alle Beteiligten dichthalten und nicht mal einer im Suff oder so eine Anspielung gemacht hat. Könnte mir dann noch am ehesten vorstellen, dass es sich da um nahe Verwandte handelte und Blut ist bekanntlich dicker als Wasser. Oder Ausländer auf der Durchreise, die sich aufgrund der Sprachbarriere hilflos fühlten und das Geschehene in der Heimat, wo der Fall weniger populär ist, schnell wieder verdrängt haben.

Ich würde mich auch nicht zu sehr auf die Angaben von Herrn Stoll verlassen. Das mit den "Vieren im Auto" waren so ziemlich seine letzten Worte, kurz bevor er in Ohnmacht fiel und der Ausspruch, dass er "auch weg wolle" deutet darauf hin, dass er sich der Schwere seiner Verletzungen überhaupt nicht mehr richtig bewusst war.

Meine Tendenz geht auch eher zum Unfall. Wenn es ein gezieltes Verbrechen war, dann war es nicht besonders professionell ausgeführt und die daran Beteiligten hatten mehr Glück als Verstand, dass sie nie ermittelt wurden. Bei den heutigen Möglichkeiten der Forensik stünden die Chancen da nicht ganz so gut.


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Der Yogtze-Fall

23.07.2019 um 23:21
Adebar schrieb:Oder Ausländer auf der Durchreise, die sich aufgrund der Sprachbarriere hilflos fühlten und das Geschehene in der Heimat, wo der Fall weniger populär ist, schnell wieder verdrängt haben.
Das klingt für mich am Plausibelsten.


Ich würde eventuell auch auf Gastarbeiter tippen:

Wenn zuhause meine Frau und Kinder usw. auf mein Einkommen aus dem fernen Deutschland angewiesen sind, ich vielleicht sogar Schulden machen musste, um die Arbeitserlaubnis zu bekommen und nach Deutschland zu reisen, dann würde ich das nicht wegen eines verwirrten selbstmörders, der vor den Wagen springt, den ich fahre oder in dem ich als Mitfahrer sitze, gefährden wollen. Und hätte daher guten Grund, keinen Kontakt zur Polizei zu wollen. Noch mehr gilt dies, wenn ich mich gar illegal in Deutschland aufhalte.
Und wenn ich kaum Sprachkenntnisse habe, werde ich auch kaum in Versuchung kommen, einem Deutschen, gar einem deutschen Polizisten davon zu berichten.

Wenn ich weiterhin kaum Deutschkenntnisse habe und vielleicht auch nicht allzu lange danach wieder zurück in die Heimat gegangen bin, dann würde ich auch kein Aktenzeichen XY schauen und auch sonst keine deutschen Medien konsumieren und daher wahrscheinlich auch nie was von einem Yogtze Fall gehört haben.
Und gleiches gilt dann noch viel mehr für meine Familie und Freunde und Bekannte in meinem Heimatort. Selbst wenn ich dort dann mal beim Bier mich verplapper oder mein Gewissen erleichtern will und dort berichte, dass ich ‚damals in Deutschland‘ mal einen verwirrten Selbstmörder überfahren habe, dann wird das wahrscheinlich für kaum jemand mehr als eine interessante Anekdote sein, jedenfalls wird keiner die Verbindung zu dem dort unbekannten Yogtze Fall ziehen...


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23.07.2019 um 23:34
Nightrider64 schrieb:Entweder ein bekanntes Krankenhaus (wobei dies keinesfalls das nächstgelegene sein muss) oder z.B. eine Autobahnrasstätte, wo man ihn in seinem Wagen abstellen könnte und dafür sorgen, das der Verletzte bemerkt wird.
Oder zur nächsten Notrufsäule, um von dort Hilfe zu holen.


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23.07.2019 um 23:47
@off-peak
Vielleicht auch das, wenn es Ihnen in ihrem Brausekopf eingefallen ist.
Allerdings ist dann mit dem anonym bleiben so eine Sache , wenn man auf dem Standstreifen der Autobahn ( wenn’s da überhaupt einen gab)mit beiden Wagen anhält.
Eher wohl nicht.
Auch nicht wirklich die beste Lösung.
Klappe auf, erzählen da liegt ein Verletzter, die Personalien aber nicht angeben wollen,
Da fährt dann erst einmal einer von der nächsten Autobahnmeisterei los und schaut ob das kein Scherz war.
Da ist dann auch schnell ne Stunde um.


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23.07.2019 um 23:49
@Nightrider64
Nightrider64 schrieb:Allerdings ist dann mit dem anonym bleiben so eine Sache , wenn man auf dem Standstreifen der Autobahn ( wenn’s da überhaupt einen gab)mit beiden Wagen anhält.
Wieso? Anrufen, aufhängen und gehen. Was die Personalien anbelangt, so kann man einen falschen Namen angeben.


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23.07.2019 um 23:51
@Nightrider64
1) ja, es gab dort auch damals schon einen Standstreifen
2) nein, auch wenn man bei einem Notruf keine Personalien angibt, wird der trotzdem ernstgenommen und nicht erst Jupp von der Straßenmeisterei losgeschickt, um zu prüfen, ob da auch wirklich jemand stirbt...


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24.07.2019 um 02:12
petersi schrieb:An der Raststätte Kaltenborn war in den Achtzigern ein sehr bekannter Kiosk/Imbiss, der sehr gut besucht war (Trucker-Omi). Der sollte aber um die Uhrzeit nicht mehr geöffnet gewesen sein.
dreizehner schrieb:Es gab einen Kiosk auf dem Rastplatz Kaltenborn von der bei Truckern liebevoll genannten Trucker Oma. Es gibt dazu auch ein Lied auf Youtube "Wer die Oma nicht kennt" von Tom Astor.
Habe einen passenden Artikel dazu gefunden.

Anlässlich des Todes, der wohl allseits beliebten "Trucker-Omi".

https://www.wr.de/wr-info/trucker-omi-von-der-a-45-gestorben-id503024.html

Zitat aus dem Artikel

Über Jahrzehnte betrieb Hildegard Grassmann mit ihrem Ehemann Stefan den Kiosk auf dem Rastplatz Kaltenborn an der A 45 am "Gulaschberg" zwischen Lüdenscheid - Nord und Hagen - Süd.

Ihre Popularität war bei den Kapitänen der Landstraße ungebrochen. Lang stauten sich die LKW - Schlangen vor dem Kiosk, um bei Grassmann Pause zu machen. Schon zu Zeiten, als die A45 noch bei Lüdenscheid endete, stand sie Tag für Tag hinter dem
Verkaufstresen:" Hauptsache, die Jungs werden satt"



EDIT

@petersi

Weißt du woher der Name Gulaschberg kommt ?

Konnte im Net nichts dazu finden...


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Der Yogtze-Fall

24.07.2019 um 02:20
Nachtrag zu meinem Artikel....

Bearbeitungszeit war leider verstrichen.

Am wahrscheinlichsten ist ja, dass der Name Gulaschberg sich auf eben diesen Imbiß bezieht. Vielleicht war das Gulasch dort legendär und die am meisten georderte Mahlzeit.

Ich wollte nur sicher gehen, dass sich der Name nicht aus einem anderen Umstand ableitet....


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Der Yogtze-Fall

24.07.2019 um 09:33
Die oben geschilderte Version der Geschichte von @Nightrider64 ist für mich eine Möglichkeit. Zumindest, warum der Golf, so wie er gefunden wurde, in der Botanik landete.
Nämlich das Stroll überfahren wurde und die 4 „Täter“ in der Folge irgendwie helfen wollten, aber ohne mit der Tat ein in Verbindung gebracht zu werden.

Nebst der von Nightrider geschilderten „Unfallversion“ halte ich auch noch die „ausgeartete Schuldeneintreibung“ für möglich.. „man“ wollte ihn demütigen („Ausziehen!“) und ordentlich einschüchtern durch gewollt/ungewolltes überrollen des Arms.
G.S. musste sich nackt mit ausgestreckten Armen hinlegen, der Fahrer holte Anlauf und schaffte es dann nicht, rechtzeitig zu bremsen (Alkohol/Drogen?)... oder er wurde gewollt überrollt, jedoch bewusst „nur“ über den Arm, weil man dachte, dass dies kaum ernsthafte Verletzungen verursachen würde, vielleicht max. einen Armbruch...
Kurz: Man wollte G.S. nicht bzw „nur leicht“ verletzen... danach eben die grosse Panik bei den Tätern... weiter gemäss obiger Version von @nightrider

Vom Vorgehen her scheinen die Täter kaum Profis gewesen sein... was wiederum erstaunt, dass dann keiner irgendwann „ausgepackt“ hat...


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Adebar
ehemaliges Mitglied

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Der Yogtze-Fall

24.07.2019 um 10:39
Ich würde nichtmal zwingend davon ausgehen, dass derjenige, der Stoll am Unfallort zurückließ, etwas mit dem Überrollen zu tun hatte. Er kann auch nur derjenige gewesen sein, der ihn verletzt auffand und sich beim Versuch zu helfen, erst den Jackenärmel einsaute, dann auch noch wegen eines Eingreifens von Stoll beinahe selber draufgegangen wäre und sich nach dem Crash von Stoll entsolidarisierte, zumal er das Abbremsen der LKW noch mitbekommen haben dürfte. Bis zum Unfall hat derjenige sich vielleicht eher noch selbst als Helfer gesehen und sich daher auch keine Mühe gegeben, möglichst keine Spuren zu hinterlassen. Aber für den von ihm geschrotteten Golf wollte er dann doch nicht hinterher noch aufkommen müssen. Gut möglich, dass er hinterher noch mit dem Gedanken spielte, zur Polizei zu gehen, aber eine mögliche
Verurteilung wegen Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge sprach dagegen.


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24.07.2019 um 12:35
@Adebar
das ist ein sehr guter Gedanke!
Ich würde es noch allgemeiner fassen: der beim Golf gesehene Fahrer muss gar nichts mit dem ersten Unfall zu tun gehabt haben. Vielleicht hat der nur den bereits verletzten Stoll gefunden und wollte ihn zum Krankenhaus fahren, hat auf dem Weg aber aus welchen Gründen auch immer (Alkohol, mangelnde Fahrerfahrung, Aufregung, Stoll greift ins Lenkrad...) den zweiten Unfall gebaut.

Der erste Unfall war dann entweder ein verwirrter oder selbstmörderischer Stoll, der Unfallfahrer, der Stoll überrollte ist abgehauen oder hat den Vorgang nicht begriffen und dachte, er hätte nur einen Ast erwischt. Oder es war tatsächlich eine hochkriminelle Tat der "Yogtze-Buben", die dachten, Stoll wäre bereits draufgegangen oder würde rechtzeitig sterben, bevor er gefunden wird...

Und der Mann in heller Jacke hat Stoll verletzt gefunden, wollte ihm helfen, hat aber dann den zweiten Unfall gebaut. Hatte dann Angst, für diesen zweiten Unfall, aber auch für den ersten Unfall verantwortlich gemacht zu werden, befürchtete, niemand werde ihm glauben, dass er Stoll bereits verletzt aufgenommen hatte und nur helfen wollte...

Die "Yogtze-Buben" oder aber auch der unfallflüchtige Fahrer vom ersten Unfall würden sowieso dichthalten, der Helfer hätte sich in seiner Befürchtung, auch mit dem ersten Unfall in Verbindung gebracht zu werden, durch die Aktenzeichen XY Darstellung noch bestätigt gesehen und würde daher auch eisern schweigen...


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