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Der Yogtze-Fall

8.784 Beiträge, Schlüsselwörter: 1984, Ungeklärte Mordfälle, Yogtze, Anzhausen

Der Yogtze-Fall

22.03.2020 um 17:44
Bergschaf schrieb:und für eine These brauche ich keine Belege, eine These stellt für mich einen Gedankengang dar basierend auf dem was hätte sein können.

Das ist grundsätzlich richtig. Nur sollte man bei einer These nicht nur Annahmen einbringen, ohne die Fakten mit einzubeziehen. Ansonsten sich die Thesen in den Weiten der Gedankengänge im Uferlosen sich bewegen. Und sich so von der Wirklichkeit entfernen. Das einfach mal generell.


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Der Yogtze-Fall

22.03.2020 um 18:10
@off-peak
ich denke ich muss mich näher erklären:

nehmen wir folgende Arbeitsgrundlage als Ausgangspunkt.

Du fährst mit Deinem Auto, bist einen Moment unachtsam, suchst Deine Zigarette usw. und Du überrollst einen Menschen. Was ist die logische Handlung? Du holst die Polizei und die Rettung.

Jetzt kann es ja sein, dass Du aus verschiedenen Gründen keine Polizei haben willlst, Du hast getrunken, Drogen genommen, es ist nicht Dein Auto, Du wirst polizeilich gesucht etc.

Also, machst Du Dich so unauffällig wie möglich aus dem Staub und hoffst dass Dich keiner gesehen hat. Was Du siicher nicht machen wirst, ist das Opfer zu entkleiden und mitsamt seinem Auto woanders zu platzieren.

Jetzt komme ich zur Grundlage meiner Überlegungen (These trau ich nicht mehr sagen):

GS hatte Probleme und/oder sich mit den falschen Leuten eingelassen, wie ich schon sagte ging es sicherlich um Geld. Illegale Geledintreiber halten sich nicht an das gesetzliche Mahnwesen (Moskau Inkasso...ich weiß Sie sprechen kein Russisch aber Sie werden unsere Mitarbeiter verstehen).
Daher kam mir die Idee, dass GS vor seinem Tod gefoltert wurde. Natürlich hast Du Recht, dass es unmöglich ist einen Menschen präzise zu überfahren. Aber nehmen wir mal an, das Auto das ihn überrollte hatte tat dies drei bis vier mal.

Ich biin kein Mediziner und habe auch mit der Folter und dem Überrollen von Menschen ikeine Erfahrungen.
Aber der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass es schwer it eine z.B. zertrümmerte Kniescheibe einem Unfall oder dem gezielten Schlag mit einem Gegenstand zuzuordnen.

Zudem ist bei mir der Eindruck entstanden, dass in diesem Fall auch geschlampt wurde. Vielleicht war das Interesse des Gerichtsmediziners nicht sonderlich hoch exakt hinzuschauen.


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22.03.2020 um 18:32
Bergschaf schrieb:Jetzt kann es ja sein, dass Du aus verschiedenen Gründen keine Polizei haben willlst, Du hast getrunken, Drogen genommen, es ist nicht Dein Auto, Du wirst polizeilich gesucht etc.

Also, machst Du Dich so unauffällig wie möglich aus dem Staub und hoffst dass Dich keiner gesehen hat. Was Du siicher nicht machen wirst, ist das Opfer zu entkleiden und mitsamt seinem Auto woanders zu platzieren.
Sicher nicht unmöglich. Aber aus diesem Sachverhalt wäre Fahrerflucht naheliegend.


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22.03.2020 um 18:33
@schluesselbund
das habe ich ja gesagt....Du haust ab und machst sonst nix.


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22.03.2020 um 19:03
Bergschaf schrieb:wurde GS evtl. gefoltert was ja im Zustand des Nacktseins gut möglich ist, und dann hat man ihn überrollt um Spuren zu verschleiern/verwischen.
das Problem an dieser These ist, dass die Leiche von GS mit Sicherheit intensiv untersucht worden ist und offenbar keinerlei Spuren gefunden wurden, die nicht mit dem Überrollen oder dem Unfall auf der Autobahn in Einklang zu bringen sind.
GS müsste dann also in einer Weise gefoltert worden sein, die nur Spuren hinterlässt, die von denen eines Überrollens nicht zu unterscheiden sind. Wenn dem wirklich so war, dann müssten die Täter das Überrollen gleich von Anfang an geplant haben, um sicherzustellen, dass nur solche Folterspuren entstehen, die dem Plan nicht widersprechen.

Ich halte es da für sehr viel wahrscheinlicher, dass das Überrollen die Folter selbst war, genaugenommen eine aus dem Ruder gelaufene Folter bzw. Drohung: danach wäre GS gedroht worden, ihn zu überrollen, ein oder mehrere Täter haben den Arm von GS auf den Boden gedrückt vor das Rad ihres Wagens, ihm gedroht, wenn er nicht <was auch immer sie von ihm wollten> macht, werde man ihn überfahren. Dann ist dem Fahrer des Wagens ein Fehler passiert, er ist zB. versehentlich in der Aufregung von der Kupplung abgerutscht und der Wagen machte einen Satz nach vorne, oder er hat versehentlich auf Gas statt Bremse gedrückt... Und schon war es passiert, GS lag mit halb abgefahrenem Arm da. Die Täter hatten sowas nicht geplant, sie wollten GS ja nur Angst machen, nicht wirklich ihn verletzen, also gab es keinen Plan, was nun zu tun sei, die Panik war groß! Und in dieser Situation ist ein seltsamer und wahrscheinlich mit kühlem Kopf kaum nachvollziehbarer Plan entstanden, was man mit GS nun tun sollte, ein Plan, der dann durch den Unfall auf der Autobahn scheiterte.
Bergschaf schrieb:Was Du siicher nicht machen wirst, ist das Opfer zu entkleiden und mitsamt seinem Auto woanders zu platzieren.
GS war bereits entkleidet, als er überrollt wurde!
Bergschaf schrieb:Aber nehmen wir mal an, das Auto das ihn überrollte hatte tat dies drei bis vier mal.
ich nehme an, dass man die Spuren von einmaligem Überrollen und von mehrmaligem Überrollen sehr gut medizinisch auseinanderhalten kann und dass die Polizei sicher irgendwann mal etwas davon gesagt hätte, wenn es Indizien für ein mehrfaches Überrollen gegeben hätte!
Bergschaf schrieb:Zudem ist bei mir der Eindruck entstanden, dass in diesem Fall auch geschlampt wurde. Vielleicht war das Interesse des Gerichtsmediziners nicht sonderlich hoch exakt hinzuschauen.
hast Du für diesen Vorwurf irgendeinen Beleg?


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22.03.2020 um 20:37
Bergschaf schrieb:das habe ich ja gesagt....Du haust ab und machst sonst nix.
Absolute Zustimmung.
Bei der Suizidthese wird genau das angenommen was du schreibst, um damit das verhalten der Täter nach dem überrollen zu erklären.
Aber das ist nur ein Teil warum die Suizidthese krankt. Der andere Teil ist der, dass sich Stoll auf die Strasse gelegt hat, und wartet bis das Ereignis des Überrollens eintrifft.

Genau darum schreibe ich:
schluesselbund schrieb:Ansonsten sich die Thesen in den Weiten der Gedankengänge im Uferlosen sich bewegen. Und sich so von der Wirklichkeit entfernen.
Also ich denke auch, dass deine These nicht zutrifft.


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22.03.2020 um 22:01
ich weiß ja nicht ob schon hier irgendwann mal erwähnt wurde, aber es ist ja von überrollen die Rede, nicht von überfahren.

Das ist würde ja eine Selbstmordthese mit größter Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Überrollen ist nicht überfahren


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22.03.2020 um 22:19
@ayahuaska

Genau gen0mme wird bei XY von beidem gesprochen. So wie ich das noch auf dem Schirm habe. Definiere mal den Unterschied.


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22.03.2020 um 23:09
Ein Problem war ja auch, das der Auffindeort vom Opfer erst mal nicht als Tatort galt. Man ging ja bei der Polizei von einem Unfallgeschehen aus.

Da wurden sicher Spuren erstmal verunreinigt. Nicht aus böser Absicht. Nur aus der Unkenntnis heraus, es hier mit einem Mordfall zu tun zu haben.


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23.03.2020 um 15:38
otternase schrieb:as Problem an dieser These ist, dass die Leiche von GS mit Sicherheit intensiv untersucht worden ist und offenbar keinerlei Spuren gefunden wurden, die nicht mit dem Überrollen oder dem Unfall auf der Autobahn in Einklang zu bringen sind.
Es wurden keinerlei Gewaltspuren außer denen vom Überrollen und dem Unfall auf der AB bei Stoll gefunden. Insbesondere wurden auch keine Spuren an Stoll bzw an dessen Kleidung gefunden, die auf ein Gewaltsames Auskleiden hinweisen. Sprich: Stoll hat sich von alleine ausgezogen.
otternase schrieb:Ich halte es da für sehr viel wahrscheinlicher, dass das Überrollen die Folter selbst war, genaugenommen eine aus dem Ruder gelaufene Folter bzw. Drohung: danach wäre GS gedroht worden, ihn zu überrollen, ein oder mehrere Täter haben den Arm von GS auf den Boden gedrückt vor das Rad ihres Wagens, ihm gedroht, wenn er nicht <was auch immer sie von ihm wollten> macht, werde man ihn überfahren
Er wurde mit mittlerer Geschwindigkeit überrollt. Eine Geschwindigkeit, die so hoch war, daß ein Arm so gut wie abgerissen wurde.
Wer so etwas mit Absicht durchführt riskiert, einen erheblichen Schaden an dem überrollenden Fahrzeug. Eine "Dosierung" des Überrollens scheint nicht stattgefunden zu haben und ist auch schwer möglich.

Das ist eben die Crux an der Verbrechertheorie. Wenn man ihn hätte foltern wollen, hätte es dutzende einfachere, saubere, sichere, schnellerer und besser zu dosierendende Möglichkeiten gegeben.

Hätte man ihn töten wollen ( so wie Stoll ja selbst erzählte) hätte es ebenfalls wesentlich einfachere Methoden gegeben, man hätte sich die Möglichkeit das Ganze zu vertuschen nicht vermasseln brauchen durch das ausziehen lassen, sein Auto nicht gefährden brauchen durch das Überrollen , entsprechende Spuren gar nicht erst entstehen zu lassen. Man hätte die Nummer bis zum Ende durchgezogen, ohne das der Mann noch hätte reden können und man hätte ihn schon gar nicht auf dem Beifahrersitz gesetzt, wo es am Auffälligsten war um dann mit ihm über die einzig belebte Straße im Siegerland wohin auch immer zu fahren.


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23.03.2020 um 16:58
Nightrider64 schrieb:Er wurde mit mittlerer Geschwindigkeit überrollt. Eine Geschwindigkeit, die so hoch war, daß ein Arm so gut wie abgerissen wurde.
So und von woher weisst du das? Und was ist eine mittler Geschwindigkeit?
Nightrider64 schrieb:Hätte man ihn töten wollen ( so wie Stoll ja selbst erzählte) hätte es ebenfalls wesentlich einfachere Methoden gegeben,
Ist mir neu, dass Stoll erzählt man wolle ihn Töten.

Auch wenn ich nur in Teilen der Meinung von @otternase übereinstimme, so scheint sie mir immer noch plausiebler als die Suizidthese.


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24.03.2020 um 12:54
Nightrider64 schrieb:Es wurden keinerlei Gewaltspuren außer denen vom Überrollen und dem Unfall auf der AB bei Stoll gefunden. Insbesondere wurden auch keine Spuren an Stoll bzw an dessen Kleidung gefunden, die auf ein Gewaltsames Auskleiden hinweisen. Sprich: Stoll hat sich von alleine ausgezogen.
Ist das zu 100 % gesichert? Natürlich wurde nichts von anderen Spuren berichtet. Aber ich erinnere daran, dass die ermittelnden Kommissare eben unzweideutig von einem Verbrechen ausgehen. Wäre es so fernliegend anzunehmen, dass es ganz objektive Spuren an Stolls Körper gab, die weitere "unnatürliche" Gewalteinwirkungen zeigen und damit klar auf ein Gewaltverbrechen hindeuten? Wäre es so abwegig anzunehmen, dass man diese eben nicht veröffentlicht, um kein Täterwissen preiszugeben, was de Ermittlungen gefährden könnte? Wenn man dem entgegenhält, dass die Gefahr nach so langer Zeit kaum mehr gegeben ist, möchte ich entgegnen, dass die Veröffentlichung auch keinen Vorteil für die Ermittlungen bieten würde und kein "Anspruch" der Öffentlichkeit besteht, mit Obduktionsergebnissen in einem Fall bedient zu werden, der keine Person des öffentlichen Lebens betrifft.
Nightrider64 schrieb:Er wurde mit mittlerer Geschwindigkeit überrollt. Eine Geschwindigkeit, die so hoch war, daß ein Arm so gut wie abgerissen wurde.Wer so etwas mit Absicht durchführt riskiert, einen erheblichen Schaden an dem überrollenden Fahrzeug. Eine "Dosierung" des Überrollens scheint nicht stattgefunden zu haben und ist auch schwer möglich.
Wie schon von @schluesselbund gefragt, würde ich auch gerne wissen, woher Du diese Information hast. Hierzu wurde mE nie etwas gesagt. Der Schluss, dass die Geschwindigkeit so hoch war, dass der Arm so gut wie abgerissen ist, scheint mir jedenfalls falsch. Schon die grundsätzliche Annahme höhere Geschwindigkeit = höhere Verletzung ist nicht richtig. In der Regel dürfte sogar das Gegenteil der Fall sein. man stelle sich nur vor, ein PKW würde (versehentlich) über einen Fuß fahren. Hier dürfte eher gelten, je langsamer, desto größer die Verletzung.

Eine Dosierung der Überrollgeschwindigkeit scheint mir problemlos möglich. Dafür dürfte gelten: Je langsamer man über einen Arm fährt, desto geringer ist die Gefahr eines Fahrzeugschadens und desto höher die Gefahr der Verletzung (und was hier eine Rolle spielen könnte: desto höher die Schmerzen).
Nightrider64 schrieb:Das ist eben die Crux an der Verbrechertheorie. Wenn man ihn hätte foltern wollen, hätte es dutzende einfachere, saubere, sichere, schnellerer und besser zu dosierendende Möglichkeiten gegeben
Richtig! Nur ging es hier wahrscheinlich nicht um rationale Entscheidungen. Die Wahl der Mittel hängt dabei ja nicht davon ab, was am besten wäre. Es kommt auf die Situation, die Emotionen und auch auf die Art von Leuten an, die so etwas tun. Es könnte sich auch eine Art Gruppendynamik entwickelt haben, bei der jeder nicht hinter dem anderen zurückstehen will.

Letztlich wäre sicher auch das Motiv für eine unterstellten Folterung entscheidend:

* einem Dieb schlägt man vielleicht die Hand ab
* jemandem der "ausgepackt" hat, entfernt man vielleicht die Zunge
* jemandem der vergewaltigt hat, könnte man Gewalt am Unterleib antun

usw.. Derartige "Strafen" stellen eine Art Symbol dar und können auch für andere als deutliche Warnung dienen.

Würde man dem Folgen, könnte man überlegen, was ein Überrollen des Arms bedeuten könnte. Der Arm als Erweiterung der Hand? Also jemand, der sich an irgendetwas vergriffen hat, was ihm nicht zusteht? Oder ein Arm, der gegen jemanden anderen erhoben wurde und daher zur Rechenschaft gezogen wird? Vielleicht ein Arm der gegen eine wehrlose Frau erhoben wurde, was ein Dritter nicht hinnehmen kann und Rache üben muss? Es gäbe hier zudem eine Frau, die wohl durch Stolls Arm (zumindest einmal, vielleicht aber auch schon zuvor) im Vorfeld verletzt wurde ...


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24.03.2020 um 16:19
mattschwarz schrieb:Ist das zu 100 % gesichert? Natürlich wurde nichts von anderen Spuren berichtet. Aber ich erinnere daran, dass die ermittelnden Kommissare eben unzweideutig von einem Verbrechen ausgehen. Wäre es so fernliegend anzunehmen, dass es ganz objektive Spuren an Stolls Körper gab, die weitere "unnatürliche" Gewalteinwirkungen zeigen und damit klar auf ein Gewaltverbrechen hindeuten? Wäre es so abwegig anzunehmen, dass man diese eben nicht veröffentlicht, um kein Täterwissen preiszugeben, was de Ermittlungen gefährden könnte? Wenn man dem entgegenhält, dass die Gefahr nach so langer Zeit kaum mehr gegeben ist, möchte ich entgegnen, dass die Veröffentlichung auch keinen Vorteil für die Ermittlungen bieten würde und kein "Anspruch" der Öffentlichkeit besteht, mit Obduktionsergebnissen in einem Fall bedient zu werden, der keine Person des öffentlichen Lebens betrifft.
ich denke mir entweder gibt es noch Dinge die nicht veröffentlicht wurden, weil wie du sagst Täterwissen oder sogar gar nichts. Meiner Meinung nach könnten die, sollte es noch welche geben diese schon veröffentlichen. Man kann eher gewinnen als verlieren, die Zeit wird knapp. Aber das ist meine Meinung. Weiß auch nicht ob es einen Unterschied macht ob Pers. des öffentlichen Lebens oder nicht, rechtlich gesehen.
mattschwarz schrieb:Wie schon von @schluesselbund gefragt, würde ich auch gerne wissen, woher Du diese Information hast. Hierzu wurde mE nie etwas gesagt. Der Schluss, dass die Geschwindigkeit so hoch war, dass der Arm so gut wie abgerissen ist, scheint mir jedenfalls falsch. Schon die grundsätzliche Annahme höhere Geschwindigkeit = höhere Verletzung ist nicht richtig. In der Regel dürfte sogar das Gegenteil der Fall sein. man stelle sich nur vor, ein PKW würde (versehentlich) über einen Fuß fahren. Hier dürfte eher gelten, je langsamer, desto größer die Verletzung.

Eine Dosierung der Überrollgeschwindigkeit scheint mir problemlos möglich. Dafür dürfte gelten: Je langsamer man über einen Arm fährt, desto geringer ist die Gefahr eines Fahrzeugschadens und desto höher die Gefahr der Verletzung (und was hier eine Rolle spielen könnte: desto höher die Schmerzen).
Wenn GS auf dem Boden lag als er überfahren oder überrollt wurde, wurde ich auch eher sagen, dass man nicht unbedingt davon ausgehen muss, dass eine höher Geschwindigkeit = größere Verletzung bedeutet.. Es kann aber muss nicht

Ich stell mir grad vor, jemand wird für Absicht überrollt, es ist einem also Bewusst, was gleich geschieht. Vielleicht spannt man wie bei einem Boxtraining die Muskulatur an und hat minimale größerer "Bauchpanzer" als wenn es einem unvorbereitet trifft.

Wegen dem Arm, da hab ich mir schon öfter den Kopf zerbrochen, ob der nicht durch was anderes verletzt wurde als durch ein Überrollvorgang. Vielleicht ist irgendwas davor passiert oder während der Fahrt, das er durchs geöffnete Fenster griff und sich irgendwo versuchte festzuhalten, oder der Arm an irgendwas dran schlug. Hab echt keine Ahnung, denke aber es könnte Möglichkeiten geben die Armverletzungen nicht unbedingt durch ein Überrollen in Einklang zu bringen.
Nightrider64 schrieb:Das ist eben die Crux an der Verbrechertheorie. Wenn man ihn hätte foltern wollen, hätte es dutzende einfachere, saubere, sichere, schnellerer und besser zu dosierendende Möglichkeiten gegeben
Dem Stimme ich 100% zu.

Und denke auch, sollte er gefoltert worden sein, hätte man dies auf jeden Fall feststellen können und er währe mit größerer Wahrscheinlichkeit erwähnt worden. Das Verbrechen, wenn es eines war, wäre eh schon schlimm genug; dass hätte der Filmfall auch nicht wesentlich dramatischer gemacht als er eh schon ist.


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24.03.2020 um 16:27
schluesselbund schrieb:Genau gen0mme wird bei XY von beidem gesprochen. So wie ich das noch auf dem Schirm habe. Definiere mal den Unterschied.
ich hab das damals geschrieben, da ich einen link fand auf dem folgendes stand:

A10 A10 Fußgängerunfällelink.springer.com › content › pdf

Überfahren oder Überrollen hat im Grunde die gleiche Bedeutung. ... Unterschied wird durch den Anstoßfaktor AF ausgedrückt, so dass gilt: Fußg. Fzg. v. AF v.

leider wenn man öffnet fand ich nichts dergleichen oder ich habs übersehen.

Hab jetzt noch einen link gefunden, dort steht stehen auch andere Unterschiede:

rechtsmedizin - Kantonsspital St.Gallenwww.kssg.ch › system › files › Skript_ReMed_Teil2_2010_0



Überfahren / Überrollen . ... Überrollen: Körper durch eines oder mehrere Räder direkt überrollt. Unterscheide weiterhin ... Unterschied: FuD-Auswirkungen auf.

unter Punkt 3.3.4. Überfahren / Überrollen

Sorry, bekomme das grad nicht gebacken mit der Verlinkung, bitte die URL zu kopieren, oder google Suche: unterschied überfahren überrollen
erste beiden Suchergebnisse


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24.03.2020 um 16:48
Irgend jemand ( Mehrere) mit medizinischen Kenntnissen haben hier mal beschrieben (vor ca 2 Jahren), wie die Verletzungen mit fast Abtrennen des Arms zustande gekommen sein müssen.
Kann ich jetzt im Einzelnen nicht mehr zitieren, aber es kam heraus, daß es keinesfalls um ein Überrollen mit Schrittgeschwindigkeit gehandelt haben kann, aber mehr als 40 km/h auch unrealistisch sind.
Soweit ich mich erinnere gingen die sich als "Notfallmediziner" hier davon aus, daß sich der Körper des Stoll beim Überrollen unter dem Wagen "verkanntet" worden sein muß um diese Art von Verletzung hervor zu rufen.


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24.03.2020 um 16:58
Nightrider64 schrieb:Irgend jemand ( Mehrere) mit medizinischen Kenntnissen haben hier mal beschrieben (vor ca 2 Jahren), wie die Verletzungen mit fast Abtrennen des Arms zustande gekommen sein müssen.
Kann ich jetzt im Einzelnen nicht mehr zitieren, aber es kam heraus, daß es keinesfalls um ein Überrollen mit Schrittgeschwindigkeit gehandelt haben kann, aber mehr als 40 km/h auch unrealistisch sind.
Soweit ich mich erinnere gingen die sich als "Notfallmediziner" hier davon aus, daß sich der Körper des Stoll beim Überrollen unter dem Wagen "verkanntet" worden sein muß um diese Art von Verletzung hervor zu rufen.
aber wie konnte GS dann keine großartigen Gesichtsverletzungen durch ein Überrollen haben
Ich versuche das irgendwie durchzudenken, auch wegen dem Radabstand vorne L / R

Wenn über den Arm, wo wäre dann der linke Reifen drüber, über die Beine oder reicht der Abstand noch zum Unterbauch oder doch mehrmals überollt?

nur ich denke wenn gelegen über Gesicht, wären sofort die Lichter aus gegangen? Genickbruch?


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24.03.2020 um 17:09
@ayahuaska
ayahuaska schrieb:Überfahren oder Überrollen hat im Grunde die gleiche Bedeutung
Danke. Endlich mal Klarheit. Ich interpretier das mittlerweile so, dass "Überfahren" der Oberbegriff ist Wen jemand von einem Auto erfasst und weg geschleudert wird, ohne das der Wagen dann über ihn rollt oder nur einen Arm oder ein Bein erwischen würde, wäre das auch ein Überfahren.

"Überrollen" würde ich dann eher als genauere Beschreibung verwenden, wie eben Im Fall Stoll, über den ein Auto direkt drüber fuhr.

Nur kann man somit eben diese beiden Begriffe nicht mehr als Indiz für eine Bestimmte Geschwindigkeit heran ziehen.
ayahuaska schrieb:aber wie konnte GS dann keine großartigen Gesichtsverletzungen durch ein Überrollen haben
Weil der Kopf vermutlich eben nicht erfasst wurde.




@Nightrider64
Nightrider64 schrieb:Irgend jemand ( Mehrere) mit medizinischen Kenntnissen haben hier mal beschrieben (vor ca 2 Jahren), wie die Verletzungen mit fast Abtrennen des Arms zustande gekommen sein müssen.
Ich meine mich zu erinnern, dass das @LivingElvis wäre.


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24.03.2020 um 17:40
@mattschwarz
mattschwarz schrieb:Je langsamer man über einen Arm fährt, desto geringer ist die Gefahr eines Fahrzeugschadens und desto höher die Gefahr der Verletzung (und was hier eine Rolle spielen könnte: desto höher die Schmerzen).
Das mag in einzelnen Fällen so sein, ist aber keinesfalls die Regel.
Ich habe selbst erlebt, wie ein alter Mann beim rückwärtigen Raus fahren aus der Garage seine Frau umstiess und mit den Hinterrädern überrollte. Nachdem er erfolglos versuchte, seine Frau unter dem Auto hervorzuziehen, setzte er sich wieder ins Auto und fuhr den Wagen vorwärts in die Garage. So schnell haben wir von der gegenüberliegenden Strassenseite gar nicht reagieren können. Der hätte tatsächlich seine Gattin zweimal überrollt! Und sie stand auf und machte ihn verbal rund! Später hörten wir, dass sie nur einige blaue Flecken davontrug.
Anderer Fall: Im Winter musste meine Kollegin die Scheiben ihres Autos freikratzen. Vorher machte sie den Motor und Heizung an und vergass die Handbremse. Das Auto fing rückwärts zu rollen an. Beim Versuch, die Handbremse zu erreichen, stiess die offene Fahrertür sie um und ein Vorderrad überrollte ihren Oberschenkel. Resultat: blaue Flecken.

Ich glaube auch, dass ein Abtrennen oder fast Abtrennen eines der Gliedmassen nur durch Verkanten unter dem Auto möglich ist.....egal bei welcher Geschwindigkeit. Unter dem Auto ist doch allerlei an Gestänge und Rohre und Blechteile. Diese verursachen eine schwere Verletzung, nicht die Reifen.


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Der Yogtze-Fall

24.03.2020 um 17:45
@ayahuaska

Ich habe das weiter vorne auch mal so definiert.
ayahuaska schrieb:Überrollen: Körper durch eines oder mehrere Räder direkt überrollt.
Und es schein auch logisch. Da ein Rad im physitalischen Sinne ist nichts anderes ist als eine Rolle. Eine Rolle kann man über einen Gegenstand bewegen. Oder eben überrollen.

Überfahren setzt eine Aches voraus. Bei welcher sich an den Enden je eine Rollen befindet. Ein Gegenstand wird zwischen den Rollen überfahren.
ayahuaska schrieb:Wegen dem Arm, da hab ich mir schon öfter den Kopf zerbrochen,
Ihr wird von einem halb abgerissen Arm berichtet. Welcher nur noch herunterhängt. Das lässt mich erst einmal annehmen, dass ein Gelenk ausgekugelt ist. Dies kann durch eine schnelle Zugbelastung geschehen sein. Äussere Blutungen müssen da nicht sichtbar sein.

Bei einem überrollen wäre wohl eher von Bruch und Quetschung auszugehen. Bei einem überfahren besteht die Möglichkeit, dass sich der Arm kurze Zeit an mechanischen Teilen verfangen hat. In dem Fall würde ich davon ausgehen, dass Stoll gleich nach dem überfahren verstorben wäre. Das sicher bei mittlerer Geschwindigkeit.

Mit Bestimmtheit kann man nur sagen, dass Stoll nicht durch den Abflug in die Botanik verstorben ist. Und genau aus diesem Unfall könnt auch der halb abgerissen Arm seine Erklärung finden.


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Der Yogtze-Fall

24.03.2020 um 19:39
schluesselbund schrieb:Bei einem überrollen wäre wohl eher von Bruch und Quetschung auszugehen. Bei einem überfahren besteht die Möglichkeit, dass sich der Arm kurze Zeit an mechanischen Teilen verfangen hat. In dem Fall würde ich davon ausgehen, dass Stoll gleich nach dem überfahren verstorben wäre. Das sicher bei mittlerer Geschwindigkeit.
Man sprach immer von einem Überrollen und nicht von einem "Niederfahren"
Warum wohl?
Weil bei einem Überfahren im Stand bei einer Obduktion eine Aufprallmarke festgestellt worden wäre und weil der stehende Mensch, wenn er überfahren wird nach oben "weggeschleudert" wird.
Hier wurde es aber immer so vermittelt, daß Stoll bereits auf dem Boden liegend überollt wurde.
Auch ein vorheriges Überfahren und danach ein Überollen des dabei verletzt auf dem Boden liegenden Mannes scheint ausgeschlossen, weil wohl die typischen Aufprallmarken fehlen.


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