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Der Yogtze-Fall

7.842 Beiträge, Schlüsselwörter: 1984, Ungeklärte Mordfälle, Yogtze, Anzhausen

Der Yogtze-Fall

26.07.2019 um 10:29
Mir fällt nicht ein, so etwas gelesen zu haben, was aber nichts zu bedeuten hat. Ich frage mich, ob das eine Info war, die damals an die Öffentlichkeit gegangen wäre?
Wäre der Fall "heute" passiert, gäbe es generell mehr Informationen, denke ich.


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Der Yogtze-Fall

26.07.2019 um 10:45
Na ja, hätte man medizinisch sich festlegen können, z.B. "Stoll kann diese Verletzung nicht länger als 45 Minuten vor dem tatsächlichen Todeseintritt überlebt haben" hätte man tatsächlich die Suche nach dem Tatort auf ein bestimmtes Gebiet konzentrieren können.

Soweit ich weiss hat es eine solche Einschränkung aber nie gegeben, es stand im Prinzip immer das gesamte Gebiet irgendwo zwischen Haigerseelbach und Hagen zur Diskussion. Daraus könnte man jetzt folgern, dass die Sache medizinisch einfach nicht so eindeutig war. Die Verletzungen waren zwar am Ende tödlich aber man konnte sich nicht auf eine maximale Überlebenszeit festlegen, die ausschliessen würde, dass er doch aus dem Landkreis Siegen nach Hagen transportiert wurde. So bleibt alles offen.


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26.07.2019 um 11:12
Ja, alles wie immer.
Es lässt sich einfach kein Licht reinbringen.
Beleuchtet man den einen Winkel, wird der andere dadurch wieder fragwürdig oder unlogisch.


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26.07.2019 um 11:52
Hm, einsamer Mensch, trinkt sich was und kippt hinüber. Evtl. Schon lange bereits Psychosen gehabt, Verfolgungswahn o.ä. Deshalb Besuch bei der alten, ihm lange bekannten, Frau zum reden.
Dann sein angebl. Wissen bzgl seines Todes. Könnte sein, dass er einen Suizid meinte und dies nicht so ausgesprochen hat.
Dann evtl. Versuch eines Suizid per Autounfall Misslungen.
Evtl. in weiterer Psychose naggich gemacht und auf die Strasse gelegt. Dabei überfahren mit Fahrerflucht. Er überlebt, geht zurück zum Auto, schreibt die Buchstaben auf ohne dass sie einen Sinn haben und verstirbt später dann doch an den Verletzungen.

Ziemlich schlüssig für mich als Reaktion in einer akuten psychotischen Phase.


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Der Yogtze-Fall

26.07.2019 um 11:55
Vielmehrich schrieb:Hm, einsamer Mensch, trinkt sich was und kippt hinüber. Evtl. Schon lange bereits Psychosen gehabt, Verfolgungswahn o.ä. Deshalb Besuch bei der alten, ihm lange bekannten, Frau zum reden.Dann sein angebl. Wissen bzgl seines Todes. Könnte sein, dass er einen Suizid meinte und dies nicht so ausgesprochen hat.Dann evtl. Versuch eines Suizid per Autounfall Misslungen.Evtl. in weiterer Psychose naggich gemacht und auf die Strasse gelegt. Dabei überfahren mit Fahrerflucht. Er überlebt, geht zurück zum Auto, schreibt die Buchstaben auf ohne dass sie einen Sinn haben und verstirbt später dann doch an den Verletzungen.Ziemlich schlüssig für mich als Reaktion in einer akuten psychotischen Phase.
gar nichts ist da schlüssig. so ziemlich alles falsch. Stoll hatte nichts getrunken und hat die Buchstaben schon gar nicht nach dem Unfall aufgeschrieben. Ich glaube Du kennst den Fall überhaupt nicht


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Der Yogtze-Fall

26.07.2019 um 12:00
Nur am Rande.
Dennoch denke ich nicht, dass zwangsläufig ein mord stattgefunden haben muss.
Ob die Buchstaben vorher oder nachher geschrieben wurden ist mMn egal. Es muss nicht alles Sinn machen. Schon gar nicht, wenn jemand verwirrt ist.
Menschen mit Psychosen oder Schizophrenie reden sehr viel von Gott und so.
Darum wundert es mich nicht, dass er zu der Dame ging. Die Menschen sind dann sehr gefangen in ihrem Denken und Reden bzgl. GOTT, und da wäre die Dame der beste Kontakt in dem Moment.
Ich gehe neutral an die Sache heran, ohne viel Background vorher, wobei ich mir nun ein Bild durch Lesen gemacht habe. Nichts destotrotz denke ich nicht an Drogen, Holländer und co. 😉 Manchmal ist alles anders als man denkt.


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26.07.2019 um 12:06
Vielmehrich schrieb:Ich gehe neutral an die Sache heran, ohne viel Background
Da ist was dran mit dem fehlendem Background. Du gehst ja auch davon aus, dass der Unfall, bei dem der Golf beschädigt wurde vor dem Überrollen stattgefunden hat
Vielmehrich schrieb:Dann evtl. Versuch eines Suizid per Autounfall Misslungen.Evtl. in weiterer Psychose naggich gemacht
Vielmehrich schrieb:trinkt sich was und kippt hinüber
nee, nüchtern
Vielmehrich schrieb:geht zurück zum Auto, schreibt die Buchstaben auf
nee, der Yogtze-Zettel war schön brav daheim, wenn es ihn gab


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Der Yogtze-Fall

26.07.2019 um 17:50
Rick_Blaine schrieb:Was aber die These der barmherzigen Samariter hier so unwahrscheinlich macht ist nicht nur, dass der normale, rational denkende Mensch, der zufällig auf einen Schwerverletzten trifft, die nächstmögliche Gelegenheit wahrnimmt, einen Notruf abzusetzen und nicht meilenweit durch die Nacht fährt, sondern vor allem, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass dieser Samariter sein eigenes Fahrzeug in der Pampa zurücklässt. Das müsste aber so gewesen sein, wenn es sich nur um einen einzigen Samariter handelt.
Es wäre sicher zu viel verlangt, erstmal alle 390 Seiten zu sichten, bevor man hier postet, aber die letzten 2-3 sollten es dann schon sein. Auf genau diese Fragen gab es schon recht plausible Antworten.

- Notrufsäulen stehen im Abstand von 1,5 km auf der BAB. Wenn man sich genau dazwischen befindet, sind es 750 Meter. Man müsste diese Strecke dann nicht nur in der Dunkelheit hin, sondern auch wieder zurückjoggen und Stoll so lange alleine liegen lassen, falls man selbst alleine unterwegs ist. Und das auch noch auf dem Standstreifen, wo man selber angefahren werden könnte.
Über Stolls genaue Verletzungen ist nicht viel bekannt, aber viele Quellen berichten von sehr massiven Verletzungen. Bis der RTW eingetroffen wäre, wäre Stoll möglicherweise schon verblutet und das hat der Finder erkannt. Ein nahezu abgetrennter Arm ist schon ein verstörender Anblick, wo man gerade als junger Mensch intuitiv handelt.

- Wenn es um Menschenleben geht, würde ich mein Auto sonst wo zurücklassen. Ich würde zum Transport eines blutenden Fremden allerdings nach Möglichkeit nicht meine eigenen Autositze opfern wollen. Sollte der Unfallfahrer nicht alleine gewesen sein, hätte eine zweite Person auch die Weiterfahrt mit dem eigenen PKW übernehmen können. Zudem hätte die Polizei im Anschluss an das Krankenhaus noch einige Fragen und kann einen dann mit zum Fundort nehmen, wo das eigene Auto steht.

- Ob derjenige wirklich "meilenweit" mit Stoll gefahren ist, ist fraglich. Laut LKW-Fahrer Volker M. (Originalname) war die Motorhaube kalt.


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Der Yogtze-Fall

27.07.2019 um 13:46
Immer diese Notrufsäulennummer mit der versucht wird zu widerlegen, daß man Stoll helfen wollte

Es ist doch gar nicht klar ob das alles überhaupt auf der BAB oder auf der Landstraße passiere mit dem Überrollen.
Vielleicht ist man auch auf einfach auf die Idee gekommen; " Wo sind um die Zeit noch Leute, denen man das Helfen überlassen kann?" und hatte dann eine Autobahnrastätte, den Einzigen Ort wo nachts noch Leute antzutreffen sind, eingefallen und man ist erst dann auf die BAB aufgefahren
Adebar schrieb:Bis der RTW eingetroffen wäre, wäre Stoll möglicherweise schon verblutet und das hat der Finder erkannt. Ein nahezu abgetrennter Arm ist schon ein verstörender Anblick, wo man gerade als junger Mensch intuitiv handelt.
Adebar schrieb:Notrufsäulen stehen im Abstand von 1,5 km auf der BAB. Wenn man sich genau dazwischen befindet, sind es 750 Meter. Man müsste diese Strecke dann nicht nur in der Dunkelheit hin, sondern auch wieder zurückjoggen und Stoll so lange alleine liegen lassen, falls man selbst alleine unterwegs ist. Und das auch noch auf dem Standstreifen, wo man selber angefahren werden könnte.
Volle Zustimmung.
Zumal ich 1982 gelernt habe, man wird dort mit der Autobahnmeisterei verbunden wird was wiederum Zeit gekostet hätte, weil die sicher zuerst mal jemanden zum schauen vorbei geschickt hätte. Vielleicht auch die Polizei, die aber auch ncht effektiv helfen könnte
Sicherlich eine Möglichkeit Stoll Hilfe zukommen zu lassen. Vielleicht auch die Beste aber eben nicht die Einzige.

Aus der Tatsache daß keine Notrufsäule benutzt wurde, kann man doch nicht auf das Gesamtszenario schließen
Kann sein, daß man diese Idee einfach nicht gehabt hat.


Die Beteiligten (in meinem Unfall- Szenario von vor ein paar Tagen) konnten sich ja nun auch nicht nachts im Kreis setzen erst mal Tee kochen und durchdiskutieren, welche Ideen nun die besten sind.

Auf mein vor einigen Tagen ausführich geschriebenes Szenario des zufälligen Überrollens (Unfall) gibt es m.E folgende Möglichkeiten auf die man aber auch erst einmal in der Situation kommen muss::

a) man fährt vom Parkplatz auf die Autobahn auf, hält mit 2 Fahrzeugen vor einer Notrufsäule Warnblinker an setzt den Notruf ab und läßt den Golf mit dem Verletzten dort stehen. Dabei besteht natürlich die Gefahr, das es vorbei ist mit der Anonymität, weil das bestimmt auch anderen Verkehrsteilnehmern aufgefallen wäre, die hinter den Autos gehalten hätten um evtl zu helfen.

b) Man verbringt den Mann an einen Ort wo sich andere um ihn kümmern können. Da bleibt des Nachts nur eine Autobahnrastätte.

c) Man fährt den Mann vor ein Krankenhaus, stellt den Wagen ab sagt beim Pförtner Bescheid und verschwindet.

d) man fährt mit dem eigenen Auto ins nächste Dorf und sucht eine Telefonzelle, bei der man dann einen anonymen Anruf absendet.
Nachteil ist, man muss erst einmal wissen wo man sich überhaupt genau befindet und wo man eine Telefonzelle findet.
Mit medizinischer Hilfe kann man nicht vor 2 Stunden rechnen. Wahrscheinlich würde erst einmal ein Streifenwagen losgeschickt, der dem annonymen Anruf nachgeht. Der muss dann auch erst einmal den verletzten Stoll finden und dann die Rettung nachalarmieren.

e) Man überlässt den Mann, der es ja nicht anders wollte, seinem Schicksal und verschwindet so.

Wie schon geschrieben; man muß auf all das erst mal kommen und wird in so einer außergewöhnlichen Stressituation, vielleicht noch angetrunken, wohl eher intuitiv handeln.
Adebar schrieb:- Ob derjenige wirklich "meilenweit" mit Stoll gefahren ist, ist fraglich. Laut LKW-Fahrer Volker M. (Originalname) war die Motorhaube kalt.
Das hatten wir schon diskutiert und ich bin der festen Meinung, das dies niemals stimmen kann.
Der Golf wurde nachweislich warm gefahren in der Nacht. Abkühlen der Motorhaube dauert ne halbe Stunde.
Selbst wenn der Wagen nach dem Besuch bei Fr Hellfritz irgendwo eine Stunde gestanden haben sollte ist die Motorhaube nach zwei Minuten Fahrt wieder warm.
(Solange kann er aber auch gar nicht gestanden haben da er ja bis kurz vor Hagen gekommen ist)

Das er dort oberhalb der Böschung verunfallt, über 30 Minuten unbemerkt gestanden hat, dann aber innerhalb von einer Minute von zwei LKW Fahrern bemerkt wurde, halte ich für nahezu ausgeschlossen.
Zumal der Fahrer ja auch noch um den Wagen lief. Der wäre bestimmt nach 10 Minuten spätestens weg gewesen oder hätte sonst irgendwie gehandelt.

Die Frage ist, ob die erkaltete Motorhaube nicht erst später bemerkt wurde, z.B. als die Polizei eintraf und das in der Presse falsch berichtet wurde. Dann schrieb einer vom Anderen ab und schon steht das so im Raum
Rick_Blaine schrieb:eht hier wirklich alles mit hehren Motiven zu, dann können die Samariter anhalten, sind froh, dass sie nun ihre Verantwortung auf weitere Personen, die LKW Fahrer, abladen können, ihren Kumpel wieder aufnehmen, und nun der Dinge harren, die da kommen mögen. Sie haben schliesslich nur gute Motive.

Tatsächlich aber verschwinden die Samariter so schnell es geht irgendwohin, scheinen ihren Kumpel in der Pampa sitzen zu lassen, und der hat nun Glück, dass er zu Fuss verschwinden kann. Mir jedenfalls scheint das eher darauf hinzuweisen, dass die "Samariter" keine lauteren Motive bei der Sache haben sondern auf gar keinen Fall mit der Polizei konfrontiert werden wollen.
Bis auf die Aussage, das die Beteiligten anonym bleiben wollten ist das doch völlig fern der Realität und lässt erst recht nicht auf einen kriminellen Hintergrund schließen

Bist Du schon mal nachts "Kolonne" gefahren?
Da verschwinden hinter Dir die Scheinwerfer und eh Du das richtig schnallst bist Du schon 1 km weiter ( und zurücksetzten kann man ja nicht auf der AB)
Selbst wenn der verunfallte Golf vorgefahren wäre, hätte es mehrere hundert Meter Fahrstrecke gedauert bis man, ohnehin schon in Stressituation, auf die neuerliche Wendung der Situation hätte reagieren können.


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Der Yogtze-Fall

29.07.2019 um 09:08
Nightrider64 schrieb:Zumal ich 1982 gelernt habe, man wird dort mit der Autobahnmeisterei verbunden wird was wiederum Zeit gekostet hätte, weil die sicher zuerst mal jemanden zum schauen vorbei geschickt hätte. Vielleicht auch die Polizei, die aber auch ncht effektiv helfen könnte
Dieser Argumentation, kann ich nicht folgen.

Zeit würde verloren gehen, wenn der Notruf direkt bei der Polizei auflaufen würde. Die Person, die den Notruf auslöst... nach stundenlanger Nachtfahrt nur einen ungefähren Unfallort angeben kann, nach dem Motto.." Ach wissen sie, ich habe vor ungefähr 15 Minuten Ausfahrt XY passiert. Ihre Kollegen im Streifenwagen und im RTW, können sich dann ja pi mal Daumen ausrechnen, wo der Unfallort ist"...…

Deshalb macht es Sinn, dass der Notruf bei der Autobahnmeisterei aufläuft, weil die von der Technik angezeigt bekommen, welche Notrufsäule meldet. Die Person die den Notruf absetzt, muss dann nur noch befragt werden ob sich der Unfallort ober/unterhalb in Fahrtrichtung, von der Säule aus gesehen befindet.

Die Autobahnmeisterei, kann dann die Rettungskräfte bis auf wenige hundert Meter direkt zum Unfallort alarmieren. Dann brüht man in der Unterkunft noch eine Kanne Kaffee auf, macht dann in Ruhe den Gerätewagen startklar und tuckert dann selber zum Unfallort, um nach dem Abziehen der Rettungskräfte die Fahrbahn von eventuellen Verunreinigungen zu säubern, defekte Leitplanken/Schilder zu ersetzen.


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29.07.2019 um 15:15
@EDGARallanPOE
Ich habe doch oben und vorher mehrmals geschrieben,

daß man aus der Tatsache, das man keine Notrufsäule benutzt hat, sondern andere Möglichkeiten gewählt hat, nichts aber auch gar nichts auf den Hintergrund der Vorkommnisse schließen kann

Das muß man doch jetzt nicht zum aberdutzenden Male breit treten ohne irgend einen Bezug auf den konkreten Fall aufzuzeigen.


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29.07.2019 um 18:27
Wenn ich exakt weiss, wo sich das nächste Krankenhaus befindet und ich befürchten muss, dass mir die schwerverletzte Person auf dem Beifahrersitz in Kürze wegstirbt, dann würde ich auch selber fahren und nicht nochmal anhalten und per Notrufsäule den RTW rufen. Ich könnte das gut nachvollziehen.
Heute im Handyzeitalter würde ich mich auch anders verhalten.


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Der Yogtze-Fall

30.07.2019 um 05:42
Nightrider64 schrieb:Ich habe doch oben und vorher mehrmals geschrieben,daß man aus der Tatsache, das man keine Notrufsäule benutzt hat, sondern andere Möglichkeiten gewählt hat, nichts aber auch gar nichts auf den Hintergrund der Vorkommnisse schließen kannDas muß man doch jetzt nicht zum aberdutzenden Male breit treten ohne irgend einen Bezug auf den konkreten Fall aufzuzeigen.
Ich habe in meinem Diskussionsbeitrag, auch keinen Bezug auf die Hintergründe der Vorkommnisse genommen.


Durch deine persönliche Erfahrung, die du beschrieben hast, hast du aber versucht den Eindruck zu erwecken, dass durch die Benutzung der Notrufsäule ein erheblicher Zeitverlust in der Rettungskette entstehen würde.


Auch wenn dann von dir nicht weiter ausgeführt...habe ich deine Aussage dahingehend interpretiert, dass ein Helfer dem selben Gedankengang folgt und deswegen auf eine Alarmierung der Rettungskette per Notrufsäule verzichtet hätte.

Deswegen war es mir wichtig meine Meinung zu äußern...Nämlich das die Alarmierung per Notrufsäule, die Rettungskräfte zielsicher und zeitnah an die Unfallstelle gelangen lässt.


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09.08.2019 um 10:13
Nightrider64 schrieb am 27.07.2019:Immer diese Notrufsäulennummer mit der versucht wird zu widerlegen, daß man Stoll helfen wollte
Da gebe ich Dir völlig recht. Aus der Tatsache, dass man eine Notrufsäule nicht benutzt hat, lässt sich gar nichts ableiten. Aus meiner Sicht spricht hier (und zwar egal ob Unfall oder Vorsatz) doch viel mehr dafür, dass sich das Überrollen gerade nicht an einer Autobahn ereignet hat. An einer Landstraße u.a. gibt es nun einmal keine Notrufsäulen. Und wenn man sich dann einmal dazu entschlossen hat, den Stoll einzuladen, um ihm zu helfen, muss man ja auch bei diesem Plan bleiben. Es wäre doch völlig abwegig, mit Stoll zur BAB zu fahren und dann an einer Notrufsäule anzuhalten, um den Rettungsdienst zu informieren. Hier würde nun wirklich völlig sinnlos erhebliche Zeit vergehen.

Lassen wir mal alle unsicheren Faktoren, wie den Vorfall im Papillon, Stolls Ängste, den Yogtze Zettel und den bizarren Aufritt bei Frau Helfritz weg. Gleiches auch für die Tatsache, dass die Jungs sich entfernt haben. All dies kann "so oder so" interpretiert werden und für einen Suizidversuch mit Rettungsbemühungen, aber auch für eine vorsätzliche Tat sprechen.

Was für mich aber die erstaunlichste Tatsache ist, dass Stoll eben völlig unbekleidet und noch mit Laubanhaftungen gefunden wurde. Stoll wurde also in keiner Weise zugedeckt, geschweige denn wurde sonst irgendwie erkennbar, dass man Stoll verbinden wollte. Man hat augenscheinlich überhaupt nichts unternommen, um Stoll zu helfen.
Nightrider64 schrieb am 27.07.2019:Zumal ich 1982 gelernt habe, man wird dort mit der Autobahnmeisterei verbunden wird was wiederum Zeit gekostet hätte, weil die sicher zuerst mal jemanden zum schauen vorbei geschickt hätte.
Also das kann ich mir auch in den 80er Jahren kaum vorstellen. Man betätigte den Notruf, meldet, dass da jemand im Sterben liegt und die schicken erstmal einen Kollegen von der Autobahnmeisterei vorbei, der "mal nachschaut, was so los ist"?. Never.


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09.08.2019 um 10:27
mattschwarz schrieb:Also das kann ich mir auch in den 80er Jahren kaum vorstellen. Man betätigte den Notruf, meldet, dass da jemand im Sterben liegt und die schicken erstmal einen Kollegen von der Autobahnmeisterei vorbei, der "mal nachschaut, was so los ist"?. Never.
Wie so oft und ermüdend in diesem Forum drehen wir uns wieder im Kreis. Natürlich wird da nicht erst mal irgendjemand vorbeigesandt. Ich melde eine schwerverletzte Person und die Autobahnmeisterei wird sofort Polizei und Rettungsleitstelle verständigen, und die setzen sich sofort in Bewegung. Das ist keine Frage, und wer mich um eine Quelle bittet, dem sage ich, dass ich selbst in jener Zeit immer mal auf einem RTW gefahren bin, auch auf die Autobahn, auch, wenn sich am Ende herausstellte, die "schwerverletzte Person" hat sich in den Finger geschnitten.

Was mir eher unverständlich ist, ist, dass jemand meinen könnte, es macht mehr Sinn mit einer offensichtlich schwer verletzten Person in der Nacht in dessen PKW durch die Pampa zu fahren, ohne anscheinend zu wissen, wo das nächste Krankenhaus ist, ohne wenigstens fundamentale Kenntnisse der Ersten Hilfe zu zeigen, als professionelle Helfer zu alarmieren, die sich geographisch und medizinisch auskennen und mit Blaulicht etc. recht schnell zur Stelle sein können. Ich würde nie auf so eine Idee kommen.

Und daher denke ich, muss ein anderer Grund für dieses Verhalten vorliegen.


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09.08.2019 um 10:28
mattschwarz schrieb:Es wäre doch völlig abwegig, mit Stoll zur BAB zu fahren und dann an einer Notrufsäule anzuhalten, um den Rettungsdienst zu informieren. Hier würde nun wirklich völlig sinnlos erhebliche Zeit vergehen.
Keine Frage dem wäre so. Aber es wäre auch völlig abwegig von der Landstrasse auf die BAB zufahren um Stoll in ein KH zu verbringen. Und da nun mal der Fundort auf der BAB war scheint es naheliegend, dass das Überrollen an der BAB geschehen sein muss.


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09.08.2019 um 10:35
schluesselbund schrieb:Keine Frage dem wäre so. Aber es wäre auch völlig abwegig von der Landstrasse auf die BAB zufahren um Stoll in ein KH zu verbringen.
Warum denn das? Vielleicht war die geplante Strecke über die Autobahn schlichtweg der schnellste Weg zu einem KH.
Rick_Blaine schrieb:Ich melde eine schwerverletzte Person und die Autobahnmeisterei wird sofort Polizei und Rettungsleitstelle verständigen, und die setzen sich sofort in Bewegung.
Ganz genau so isses!
Rick_Blaine schrieb:Was mir eher unverständlich ist, ist, dass jemand meinen könnte, es macht mehr Sinn mit einer offensichtlich schwer verletzten Person in der Nacht in dessen PKW durch die Pampa zu fahren, ohne anscheinend zu wissen, wo das nächste Krankenhaus ist, ohne wenigstens fundamentale Kenntnisse der Ersten Hilfe zu zeigen, als professionelle Helfer zu alarmieren, die sich geographisch und medizinisch auskennen und mit Blaulicht etc. recht schnell zur Stelle sein können.
Man weiß nicht, ob die Jungs wussten, wo das nächste (und zwar für sie geeignete und bekannte) Krankenhaus ist. Sonst völlig richtig. Ergänzend noch: ich brauche keine großen Erstehilfekenntnisse um zu wissen, dass gerade bei großem Blutverlust und relativer Kälte zumindest das Zudecken des Verletzten angezeigt ist.


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09.08.2019 um 10:39
mattschwarz schrieb:Ganz genau so isses!
In unserem Landkreis war es sogar so, dass die Autobahnmeisterei in solchen Fällen das Gespräch direkt durchgestellt hat an die Autobahnpolizeistation, so dass man direkt von der Notrufsäule mit einem Polizeibeamten sprechen konnte.

Vielleicht war genau das der Grund, warum man hier einen Notruf vermieden hat.


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09.08.2019 um 12:28
mattschwarz schrieb:Warum denn das? Vielleicht war die geplante Strecke über die Autobahn schlichtweg der schnellste Weg zu einem KH.
Bedarf aber schon der Annahme, dass der er/sie in Hagen ein KH kannten. Ein solches gibt es auch in Lüdenscheid. Zugleich ist Lüdenscheid Nort die letzte Auffahrt zur BAB bis Hagen Süd.


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09.08.2019 um 13:57
schluesselbund schrieb:Bedarf aber schon der Annahme, dass der er/sie in Hagen ein KH kannten. Ein solches gibt es auch in Lüdenscheid. Zugleich ist Lüdenscheid Nort die letzte Auffahrt zur BAB bis Hagen Süd.
Gut, gehen wir mal einfach davon aus, die Buben wollten sich wirklich als Rettungstrupp versuchen. Unstreitig hatten die Jungs was zu verbergen, sonst wären sie nicht abgehauen oder hätten sie zumindest später mal gemeldet. Jetzt stellt sich die Frage, wie wichtig ihnen das Unerkanntbleiben so war. Bei ganz massiven Gründen wäre doch denkbar, dass sie weniger Bock auf das nächste Krankenhaus hatten, sondern wichtiger war, dass es dort besser möglich ist unerkannt zu verschwinden.


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