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Mordfall Tristan

21.025 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

23.04.2021 um 01:18
Die Suche nach dem Rucksack wurde nur wenige Tage nach dem Mord bekannt gegeben. Der Täter wird das mit Sicherheit über die Medien erfahren haben. Trotz öffentlicher Suche wissen wir, dass der Rucksack nahezu unversehrt vorgefunden wurde. Somit hat sich der Täter aus welchen Gründen auch immer gegen eine vollständige Zerstörung entschieden, was eigentlich das sicherste Vorgehen gewesen wäre, denn kein Rucksack = keine Spuren.

Doch im Gegenteil, er ist tatsächlich das Risiko bzgl. möglicher, vorhandener DNA-Spuren eingegangen. In Ergänzung hierzu ist er durch das Ablegen in der Öffentlichkeit das Risiko eingegangen, dass ein Rückschluss auf dessen wahren Aufenthaltsort möglich wäre. Ich bin mir jedoch sicher, dass das der Täter unbedingt vermeiden wollte (worauf die tschechische DE-Karte im Rucksack hindeuten könnte).

Wenn man sich jetzt versucht in den Täter hineinzuversetzen, dann muss der Druck immens gewesen sein. Die Dimension der Öffentlichkeitsfahndung hätte doch eher zur Annahme beim Täter führen müssen, dass ein möglicher Finder bzw. Zwischenbesitzer das direkt der Kripo, samt wahrem Fundort, mitgeteilt hätte. Vor diesem Hintergrund könnte ich mir dann eher vorstellen, dass dieser sich zum Legen einer falschen Fährte entschlossen hat, damit auch ja nicht in der ihm bekannten, näheren Umgebung gesucht wird. Mit der tschechischen DE-Karte ausgestattet und mit der ihm bekannten Info bzgl. der tschechischen Arbeiter in Niedernhausen, wäre der Rest dann wohl nur noch Formsache.

Was mich persönlich jedoch an dieser Annahme stört ist, dass der Rucksack erst ca. ein Jahr später in Niedernhausen gefunden wurde. Laut Aussage des Finders lag dieser bereits längere Zeit am Fundort, daher ist nicht ganz klar, wann genau dieser dort abgelegt wurde. Ob der Rucksack ein Jahr dort lag und Sommer, Herbst und Winter überdauerte? Dann würde eigentlich vieles zusammen passen. Zumindest wirkt der Rucksack jedoch noch relativ unversehrt auf den Bildern, was dafür sprechen könnte, dass dieser erst gegen Ende des Winters und erst Anfang 1999 dort abgelegt wurde. Ob der Täter den Rucksack jedoch wirklich so lange behalten hätte? Gerade aufgrund des öffentlichen Drucks doch etwas schwer vorstellbar. Warum so lange behalten und das Entdeckungsrisiko eingehen? Und vor diesem Hintergrund macht dann ein möglicher Zwischenbesitzer doch etwas Sinn. Dann wäre aber auch wirklich alles zu perfekt gelaufen, denn wenn man sich mal vor Augen führt, in welche Richtung der vorgefundene Rucksack und dessen Inhalt geführt hat? Solche Zufälle gibt es dann sicherlich kein zweites Mal. Und das alles wäre noch tragischer, wenn dies wirklich so sein sollte.


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23.04.2021 um 11:19
@seneca22
@brigittsche
@anonymous91

Glaube ehrlich gesagt nicht unbedingt, dass der Täter sich Gedanken über möglicherweise vorhandene DNA - Spuren gemacht hat, 1998/1999 waren die forensischen Möglichkeiten der DNA - Analyse längst noch nicht einer breiten Öffentlichkeit so bekannt wie heutzutage.
Vermute jedoch stark, dass dem Täter wohl bekannt gewesen sein dürfte, dass es unklug gewesen wäre, Fingerabdrücke zu hinterlassen und er wahrscheinlich deshalb den Rucksack ausschließlich mit Handschuhen angefasst haben wird.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Möglich wäre auch, dass er z. B. den Rucksack gewaschen hat. Das würde erklären, warum man nicht so eindeutig bzw. nur mit Mühe feststellen konnte, ob der Rucksack zum Transport der Leichenteile benutzt wurde
Reicht denn eine normale Maschinenwäsche aus, um vollständig alle Spuren von Leichenteilen / Fleischstücken zu eliminieren?
1999 war man mit den Analyse - Methoden wohl noch nicht so weit wie heute, gehe aber mal davon aus, dass Tristans Rucksack als wichtiges Asservat aufgehoben wurde und somit auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals hätte untersucht werden können oder vll sogar auch tatsächlich nochmals nachuntersucht wurde.
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:was dafür sprechen könnte, dass dieser erst gegen Ende des Winters und erst Anfang 1999 dort abgelegt wurde. Ob der Täter den Rucksack jedoch wirklich so lange behalten hätte? Gerade aufgrund des öffentlichen Drucks doch etwas schwer vorstellbar. Warum so lange behalten und das Entdeckungsrisiko eingehen? Und vor diesem Hintergrund macht dann ein möglicher Zwischenbesitzer doch etwas Sinn.
Könnte mir vorstellen, dass der Täter den Rucksack zunächst behielt, evtl ging er davon aus, dass man ihm sowieso nicht auf die Spur kommen würde, dann könnten die EB ihm doch "immer näher gekommen" sein und somit kam beim Täter vll ein gewisser Druck auf, nun pro aktiv etwas zu unternehmen / den Rucksack "loszuwerden" / diesen zu nutzen, um eine falsche Spur (Richtung Tschechien) zu legen.
Insofern wäre es m E sehr interessant, auf wem in der betreffenden Zeit Ende Winter 1998 / Anfang 1999 das Hauptaugenmerk der EB lag bzw in welche Richtung sie damals ermittelten.


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Mordfall Tristan

23.04.2021 um 12:50
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:eicht denn eine normale Maschinenwäsche aus, um vollständig alle Spuren von Leichenteilen / Fleischstücken zu eliminieren?
1999 war man mit den Analyse - Methoden wohl noch nicht so weit wie heute, gehe aber mal davon aus, dass Tristans Rucksack als wichtiges Asservat aufgehoben wurde und somit auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals hätte untersucht werden können oder vll sogar auch tatsächlich nochmals nachuntersucht wurde.
Ich weiß es auch nicht, aber ich vermute mal, dass die Polizei sich aus guten Gründen nicht näher dazu äußern wird, wieviel DNA usw. durch Waschen zerstört werden.


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23.04.2021 um 13:16
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Vermute jedoch stark, dass dem Täter wohl bekannt gewesen sein dürfte, dass es unklug gewesen wäre, Fingerabdrücke zu hinterlassen und er wahrscheinlich deshalb den Rucksack aussc
Dann wären wir beim blutigen Fingerabdruck auf dem Schulbuch. Das hat er ja dann liegen lassen, sofern der Abdruck vom Täter stammt.


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23.04.2021 um 13:26
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dann wären wir beim blutigen Fingerabdruck auf dem Schulbuch. Das hat er ja dann liegen lassen, sofern der Abdruck vom Täter stammt.
Vll geriet der Täter dann doch noch in Hektik, nachdem er von den Kindern / Jugendlichen im Tunnel gesehen wurde und hat daraufhin evtl sich auf das - für ihn - "wesentliche" konzentriert, nämlich darauf, die Fleischstücke / Trophäen einzupacken (in Tristans Rucksack) und dabei hat er die Bücher / Hefte unachtsam herausgepackt und dabei den blutigen Fingerabdruck hinterlassen.

Gehe grundsätzlich eigentlich schon davon aus, dass der Mörder bei der Tat Handschuhe trug, sonst hätte er sicherlich mehr Fingerabdrücke hinterlassen - auch wenn es im Liederbachtunnel sicherlich schmutzig und feucht gewesen ist.
Eine Erklärung dafür, warum er dennoch diesen blutigen Fingerabdruck hinterließ, könnte sein, dass der Handschuh (wenn er denn welche trug) an einer Fingerkuppe kaputt gegangen war (während der Tat) oder aber, dass er in der evtl aufgekommenen Hektik die Handschuhe auszog, was ich persönlich aber für unwahrscheinlicher halte.


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23.04.2021 um 13:33
@ThoFra
Ich spiel mal den Advocatus Diaboli und sag jetzt mal, es war der Zopfmann, der schnell wg der Kinder verschwand. Lt Zeugin hatte der aber keinen Rucksack, zumindest nicht erwähnt.
Kann man den unbemerkt unter die Jacke packen und dann im flotten Tempo den steilen Trampelpfad hoch?


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23.04.2021 um 13:49
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Vll geriet der Täter dann doch noch in Hektik, nachdem er von den Kindern / Jugendlichen im Tunnel gesehen wurde und hat daraufhin evtl sich auf das - für ihn - "wesentliche" konzentriert, nämlich darauf, die Fleischstücke / Trophäen einzupacken (in Tristans Rucksack) und dabei hat er die Bücher / Hefte unachtsam herausgepackt und dabei den blutigen Fingerabdruck hinterlassen.

Gehe grundsätzlich eigentlich schon davon aus, dass der Mörder bei der Tat Handschuhe trug, sonst hätte er sicherlich mehr Fingerabdrücke hinterlassen - auch wenn es im Liederbachtunnel sicherlich schmutzig und feucht gewesen ist.
Eine Erklärung dafür, warum er dennoch diesen blutigen Fingerabdruck hinterließ, könnte sein, dass der Handschuh (wenn er denn welche trug) an einer Fingerkuppe kaputt gegangen war (während der Tat) oder aber, dass er in der evtl aufgekommenen Hektik die Handschuhe auszog, was ich persönlich aber für unwahrscheinlicher halte.
Die Ironie des Schicksals wäre, falls sich der Täter tatsächlich beim Abwischen des Messers (in „einem der Hefte“) verletzt hätte und dann erst das Deutschbuch in die Hand nahm.

Zumindest hieß es nie, dass es auf dem Blatt (welches die blutigen Spuren des geriffelten Messers hatte) ebenfalls Fingerabdrücke gab.

Oder war es doch ein Blatt aus dem Deutschbuch? Das wäre sogar weitaus schlüssiger, wenn man davon ausgeht, dass die Verletzung vom Abwischen kam. Unter Adrenalin und nach dieser Wahnsinnstat, könnte ich mir schon vorstellen, dass der Täter das Messer ausversehen etwas härter am Blatt abgewischt hat. Da kann es dann schnell zu einer Schnittverletzung kommen und daraus resultierend wiederum zum blutigen und verwischten Fingerabdruck.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Kann man den unbemerkt unter die Jacke packen und dann im flotten Tempo den steilen Trampelpfad hoch?
Oder in Richtung Höchst AG, hin zu den Parkplätzen. Aber gut, du beziehst dich ja auf die Aussage der 13-jährigen Zeugin. Da wäre das in der Tat etwas schwieriger vorzustellen. Die Flucht über den Trampelpfad wird dem Täter meiner Meinung nach zu riskant gewesen sein, aufgrund des gegenüberliegenden Hauses und der Fußgänger.


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23.04.2021 um 13:56
Zitat von abberlineabberline schrieb:Lt Zeugin hatte der aber keinen Rucksack, zumindest nicht erwähnt.
Kann man den unbemerkt unter die Jacke packen und dann im flotten Tempo den steilen Trampelpfad hoch?
In Eile stelle ich mir das schon etwas schwierig vor, den Rucksack unbemerkt unter die Jacke zu packen, der Täter hätte die Jacke ja zunächst erstmal ausziehen müssen, dann den Rucksack schultern und dann schließlich die Jacke wieder über den Rucksack anziehen.
Glaube ich also eigentlich auch eher nicht.

Muss mich wohl nochmals mit den Infos, die bzgl der Zeitfenster bekannt sind, beschäftigen:
Wurde erwähnt, wieviel Zeit verging zwischen der Zeugensichtung (durch die Kinder) des Täters / "Zopfmannes" im Liederbachtunnel und dem Auffinden von Tristans Leiche (durch den Betreuer des Kinderhauses, der daraufhin dann die Polizei verständigte)?

Wäre es nicht sogar auch denkbar, dass der Täter sich zunächst vom Tatort (Liederbachtunnel) "zurückzog" (z B in's Gebüsch, von wo aus er den Tunnel beobachten konnte) nachdem die Kinder ihn entdeckten und dann während die Kinder den Betreuer informierten, nochmals [kurz] zurückkehrte, sich den Rucksack (inklusive Fleischstücke / Trophäen) schnappte und dann erst endgültig vom Tatort verschwand?


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23.04.2021 um 14:01
@ThoFra
Evtl den leeren Rucksack evtl mit Trophäen einfach vorn unter die Lederjacke, die zumachen und rennen. Sieht man, dass dann jemand was unter der Jacke trägt? Ist vermutlich doch bisschen unförmig


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23.04.2021 um 14:07
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Oder in Richtung Höchst AG, hin zu den Parkplätzen. Aber gut, du beziehst dich ja auf die Aussage der 13-jährigen Zeugin. Da wäre das in der Tat etwas schwieriger vorzustellen. Die Flucht über den Trampelpfad wird dem Täter meiner Meinung nach zu riskant gewesen sein, aufgrund des gegenüberliegenden Hauses und der Fußgänger.
Könnte mir den Weg zu den Parkplätzen der Höchst AG zwar ebenfalls ziemlich gut als Fluchtroute des Mörders vorstellen (wurde hier im Thread ja auch schon überlegt / diskutiert), aber wie ist dann die Aussage des 13-jährigen Mädchens einzustufen?
Hat sie dann evtl einen Mann gesehen, der mit der Tat überhaupt nichts zu tun hatte & sich aus anderen Gründen etwas merkwürdig verhielt?
Zitat von abberlineabberline schrieb:tl den leeren Rucksack evtl mit Trophäen einfach vorn unter die Lederjacke, die zumachen und rennen. Sieht man, dass dann jemand was unter der Jacke trägt? Ist vermutlich doch bisschen unförmig
Ist wahrscheinlich nicht nur etwas unförmig, sondern vor allem bzw in erster Linie unpraktisch, besonders dann, wenn die Person [der Täter / Mörder] dann auch noch versucht, zu rennen, er müsste dann ja - je nach Beschaffenheit der Jacke - auch den Rucksack i-wie noch mit festgehalten haben, damit er beim rennen nicht unten aus der Jacke herausrutscht.


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23.04.2021 um 14:08
@ThoFra
Soweit ich weiss...
Zitat von abberlineabberline schrieb am 13.03.2020:Gegen 15.20 h wurde Tristan von der Dame im Park gesehen. Weg zum Tunnel von da ca. 400 m
Gegen 15.30 h gingen die Kinder vom Spielplatz in Richtung Tunnel und beobachteten dort ca 1-2 Minuten lang (also ca. 15.35 h (?)) wie sich eine Gestalt im Tunnel über etwas beugt. Ist im Tunnel allerdings arg dunkel.
Viel können die Kinder von da nicht gesehen haben, es sei, sie standen näher dran. Angeblich eine Gestalt mit Zopf.
Gegen 15.45 h sieht die Zeugin den Zopftyp aus dem Gebüsch kommen, wo der Trampelpfad zum Tunnel führt. Gegen 16.00 h wird die Leiche von Kindern entdeckt.
Die Zeitangaben schwankten je nach Zeitung um ca 5 Minuten, aber das Zeitfenster bleibt knapp für so eine Tat.



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23.04.2021 um 14:20
@abberline

Danke.

D. h. die Kinder sahen den Täter / "Zopfmann" gegen 15:35 Uhr im Tunnel über Tristan gebeugt, bis dann schlussendlich gegen 16 Uhr die Leiche Tristans entdeckt wurde, vergingen also noch etwa 25 Minuten, daher finde ich es theoretisch schon vorstellbar, dass der Täter (sofern er überhaupt bewusst registriert hat, dass er gesehen worden ist bzw wissen wir ja nicht, ob er die Kinder, die ihn gegen 15:35 Uhr sahen, umgekehrt auch wahrnahm) sich evtl erstmal (z B in's Gebüsch) "zurückzog", den Tunnel beobachtet hat und dann, als die Kinder sich entfernten, in Hektik / Eile nochmals kurzfristig zurück in den Tunnel ging, dort dann hastig die Fleischstücke / Trophäen zusammenraffte (evtl hatte er die auch bereits zuvor schon in Tristans Rucksack verstaut), dann das Messer abwischte im Deutschbuch / Heft und sich dabei evtl auch noch selbst versehentlich schnitt, wie es @anonymous91 als Hypothese aufgestellt hat.

Nicht bzw allenfalls ganz knapp zeitlich gesehen in diese Hypothese hereinpassen würde die Sichtung des 13-jährigen Mädchens, das den "Zopfmann" gegen 15:45 Uhr aus dem Gebüsch kommen sah.


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23.04.2021 um 14:25
@ThoFra
Die Zeitangaben sind sicher auch mit Vorsicht zu geniessen, nicht alle werden exakt auf die Minute auf die Uhr geschaut haben. Und in 3-5 Minuten kann einiges passieren.
Bis die Polizei eintraf, verging ja nochmal wohl ne Stunde, da ist von nach 17 h die Rede


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Mordfall Tristan

23.04.2021 um 14:36
Zitat von abberlineabberline schrieb:Bis die Polizei eintraf, verging ja nochmal wohl ne Stunde, da ist von nach 17 h die Rede
Weiß jemand, ob bis dahin z B der Betreuer aus dem Kinderhaus dort am Tatort auf die Polizei "gewartet" hat oder blieb Tristans Leichnam / der Tunnel sozusagen dann wieder für etwa eine Stunde "unbeaufsichtigt"?


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Mordfall Tristan

23.04.2021 um 14:47
Eigentlich bin ich ja überzeugt von meiner These, dass nur der Täter den Rucksack in Niedernhausen abgelegt haben kann. Wenn man dann den, als deutschsprachig beschriebenen Zopfmann als Täter nimmt, hakt es aber schon wieder bei der tschechischen Deutschlandkarte, das passt nicht zusammen.
Da gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Der Rucksack wurde von einem Unbeteiligten abgelegt
2. Der Rucksack wurde von einem weiteren Beteiligten abgelegt
3. der Einzeltäter möchte eine falsche Spur legen... was unwahrscheinlich ist m. E.
4. Der deutschsprachige Zopfmann ist nicht der Täter, es gibt einen weiteren Zopfmann
5. Der Täter ist ein völlig Unbekannter aus Tschechien
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Weiß jemand, ob bis dahin z B der Betreuer aus dem Kinderhaus dort am Tatort auf die Polizei "gewartet" hat oder blieb Tristans Leichnam / der Tunnel sozusagen dann wieder für etwa eine Stunde "unbeaufsichtigt"?
Ich halte es für ausgeschlossen, dass die Polizei eine Stunde gebraucht hat, bei einer derartigen Meldung bezüglich eines toten Jungen/ Jugendlichen.
Waren nicht auch Rettungskräfte vor Ort?


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23.04.2021 um 14:59
@Niederbayern23

Variante 4.) könnte ich mir ganz gut vorstellen.
Woher wissen wir denn, dass der "Zopfmann" deutschsprachig war?
Eigentlich doch nur durch die Zeugen*innen aus der Wirtschaftsrecht - Kanzlei, oder?
Wenn der Mann, der dort in der Kanzlei aufgetaucht ist, überhaupt nichts mit dem Fall Tristan zu tun hatte, kann der eigentliche / tatsächliche Täter doch jede x-beliebige Sprache gesprochen haben, da doch - meines Wissens nach - keiner der anderen Zeugen mit ihm gesprochen hat bzw ihn hat sprechen hören?!

Könnte mir übrigens auch noch eine weitere Variante vorstellen:
6.) der Täter / "Zopfmann" war deutschsprachig mit tschechischen Wurzeln -> z B zweisprachig aufgewachsen
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Ich halte es für ausgeschlossen, dass die Polizei eine Stunde gebraucht hat, bei einer derartigen Meldung bezüglich eines toten Jungen/ Jugendlichen.
Waren nicht auch Rettungskräfte vor Ort?
Wundert mich ehrlich gesagt auch, dass die Polizei so lange gebraucht haben soll - die Tat ist ja auch nicht irgendwo in einer "ländlichen Einöde" geschehen, sondern in der Metropole Frankfurt a. M.


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23.04.2021 um 15:04
@ThoFra
Dominik Sandner, einer der Jungen, die mit dem Zopfmann beim Einkaufen waren, aus Hofheim, hat mit dem Zopfmann gesprochen.


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23.04.2021 um 15:12
Wenn der Jugendbetreuer an der Nordseite gewartet hat, was ich natürlich nicht weiß, hätte er nicht gleichzeitig das Geschehen am Südeingang beobachten können.


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23.04.2021 um 15:38
@ThoFra
Zitat von SunnyBeatzSunnyBeatz schrieb am 07.07.2020:Die Kinder sind dann irgendwann im Verlauf nach der Sichtung das Mannes in das Kinderhaus gegangen.
Dort tuschelte man zunächst untereinander über die Leiche im Tunnel, bis dann ein Betreuer diese Gespräche mitbekam und sich mit einem anderen Mitarbeiter auf den Weg dort hin machte.
Erst danach verständigte man um 17:08 Uhr die Polizei
Oder hier
https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-letzten-stunden-leben-tristan-bruebach-10681396.html
Etwa eine halbe Stunde später (ca. 16:00 Uhr), nachdem die drei Jugendlichen mit dem Bus zum Sportplatz fahren wollten, entschlossen sich die beiden Kinder ins Kinderhaus auf die andere Seite der Bahnschienen zu gehen.

Auch die beiden nahmen die Abkürzung durch den Tunnel des Liederbaches. Dort fanden sie auf dem Betonsockel die Leiche von Tristan. Die beiden Kinder erzählten dem Betreuer im Kinderheim von ihrem schrecklichen Fund. Nachdem der Betreuer sich vom Wahrheitsgehalt überzeugt hatte, verständigte er die Polizei.
Die Meldung vom Leichenfund ging bei der Polizei erst gegen 17:08 Uhr ein
Quelle: so

Tristan war also wohl eine Stunde unbeaufsichtigt,
da es noch eine ganze Weile dauerte, bis die Polizei benachrichtigt wurde


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Mordfall Tristan

23.04.2021 um 15:51
Ich habe es ebenfalls so verstanden, dass die Polizei relativ zügig nach dem Anruf des Betreuers am Tatort war und eher eine Stunde Zeit verging, bis die Kinder den Fund im Kinderhaus gemeldet hatten bzw. sich der Betreuer ein Bild vom Tatort (gemeinsam mit einem Mädchen aus dem Kinderhaus) gemacht hat. Das war dann am Tattag zwischen 16:00 und 17:08 Uhr.

In der Spiegel-TV Doku kommt ebenfalls der Betreuer zu Wort. Laut Polizeibericht war dieser gemeinsam mit der Kripo „kurz nach 17 Uhr“ vor Ort. Leider geht daraus nicht hervor, ob der Betreuer zwischenzeitlich am bzw. in der Nähe des Tatortes gewartet hat. Es erscheint jedoch vielmehr so, als ob die Leiche zumindest zwischen 16 und 16:45 Uhr unbeaufsichtigt dort lag.

Daher ist es durchaus im Bereich des Möglichen, dass der Täter länger vor Ort war. Wobei ich persönlich weniger damit rechne, da von Schnittverletzungen gesprochen wurde, die wohl nicht zu Ende gebracht wurden. Der Täter wird sicherlich so schnell wie möglich die Fliege gemacht haben.


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