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Mordfall Tristan

21.027 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Frankfurt, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

23.04.2021 um 19:33
@Niederbayern23

6. Es waren 2 Täter und der Zopfmann hat war der wo aufgepasst hat ob jemand kommt?


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Mordfall Tristan

23.04.2021 um 20:07
Zitat von Cavo93Cavo93 schrieb:6. Es waren 2 Täter und der Zopfmann hat war der wo aufgepasst hat ob jemand kommt?
Diese These (im Hinblick auf die tschechische Karte im Rucksack) betreffend, müsste der Haupttäter die Person gewesen sein, die die tschechische Karte tatsächlich benötigte. Zurück in FfM blieb der Helfer, der Zopfmann.
Das Motiv betreffend Zopfmann wäre mir noch unklarer als das des Hauptakteurs.
Als Hauptakteur drängt sich bei mir wieder unweigerlich der Kiosktyp auf.
Die These ginge irgendwie schon auf, jedoch hängt sie enorm am Mittätermotiv Zopfmann.


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23.04.2021 um 20:26
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Ohne im Detail darauf eingehen zu wollen, würde ich dir eine Google-Suche zu optimalem Alter, Geschlecht und Gewicht empfehlen. Du wirst dann relativ schnell eine Tabelle dazu finden.
Diese Tabellen sind total unrealistisch. Ich kenne kein Kind bei dem diese Schätzungen wirklich zutreffen.
Noch dazu ist das Gewicht zur angegebene Größe im oberen BMI angesetzt.
Ich kann mir nicht vorstellen dass ein 13 jähriges Kind fast so viel wiegt wie eine erwachsene Frau.

Bei meinen Kindern passt weder Größe noch Gewicht.


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Mordfall Tristan

23.04.2021 um 20:45
Das Thema Körpergewicht wurde ja hier zum Thema, weil ein User sich nicht vorstellen konnte, dass man einen 50kg Körper nicht allein auf einen Sockel heben kann.
Aus beruflicher Erfahrung weiß ich leider, dass es kein Problem ist, eine bewusstlose Person oder einen Toten in dieser Gewichtsklasse alleine zu positionieren.
Vor Allem im angezogenen Zustand, mit Hosenbund, oder besser noch mit Gürtel, schafft man das, wenn auch mal kein Helfer da ist.


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24.04.2021 um 01:18
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Könnte mir vorstellen, dass der Täter den Rucksack zunächst behielt, evtl ging er davon aus, dass man ihm sowieso nicht auf die Spur kommen würde, dann könnten die EB ihm doch "immer näher gekommen" sein und somit kam beim Täter vll ein gewisser Druck auf, nun pro aktiv etwas zu unternehmen / den Rucksack "loszuwerden" / diesen zu nutzen, um eine falsche Spur (Richtung Tschechien) zu legen.
Insofern wäre es m E sehr interessant, auf wem in der betreffenden Zeit Ende Winter 1998 / Anfang 1999 das Hauptaugenmerk der EB lag bzw in welche Richtung sie damals ermittelten.
Das wäre tatsächlich sehr interessant. Ist in Ergänzung dazu eventuell bekannt, wann die Aufnahme des Überwachungsvideos zum ersten Mal veröffentlicht wurde?

Im September 1998 scheint es auf SAT1 eine Ausstrahlung der Sendung „Fahndungsakte“ zum Mordfall Tristan gegeben zu haben. Ob evtl. damals schon ein Ausschnitt des Videos zu sehen war?

Ist euch abgesehen davon schon einmal aufgefallen, dass Tristan in den Spiegel-TV Sendungen innerhalb 1-2 kurzen Szenen zusammen mit einem Freund gezeigt wird? Ob das zufällig B. ist?


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24.04.2021 um 06:17
Das war ja nur ein Beispiel, aber an einen Arbeiter ob nun Strom oder Landschaftsbau erinnert sich kein Mensch. Egal wie nun, wer "dahin gehört" gehört dahin, das Hirn blendet sowas wahrscheinlich einfach aus.

Eben, es fiel ja nichts Ungewöhnliches auf!
Zitat von ThoFraThoFra schrieb am 20.04.2021:Auch ohne anatomische Kenntnisse kann ich mir schwerlich vorstellen, dass jmnd, der noch nie zuvor einen Körper (ob tierisch oder menschlich) "auseinander genommen" hat, dies in so kurzer Zeit bewerkstelligen könnte
Möglicherweise hat er die auch von Tierquälereien, an Kadavern geübt oder so.(es soll ja so sein, dass viele "Klein" !Anfragen.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wenn ich es richtig verstanden habe, war es die Neubaustrecke. D. h. da wurde nicht nur saniert, sondern komplett neu gebaut. Daher könnte es schon sein, dass es die Unterkunft längere Zeit gab und sie vielleicht auch von mehreren Firmen hintereinander genutzt wurde.
Ja
Zitat von SummetSummet schrieb:50Kg? Wir reden hier von einem 13 jährigen. Meine Kinder sind etwa im gleichen Alter und wiegen 24 bzw 27 Kilo.
Das ist so definitiv nicht durchschnitt, durch den Kampfsport der Kinder kann ich dir sagen: 50kg kommt gut hin
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Fraglich⁶66ll ist auch, ob es eine solche Karte auf Tschechisch im örtlichen Kiosk gibt,
Am Hauptbahnhof denke ich, da ist ein internationaler Zeitungsladen, meine sie haben auch Karten
Zitat von SummetSummet schrieb:Ich kann mir nicht vorstellen dass ein 13 jähriges Kind fast so viel wiegt wie eine erwachsene Frau.
Da liegst du sehr falsch!


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24.04.2021 um 07:52
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Ist euch abgesehen davon schon einmal aufgefallen, dass Tristan in den Spiegel-TV Sendungen innerhalb 1-2 kurzen Szenen zusammen mit einem Freund gezeigt wird? Ob das zufällig B. ist?
Du meinst vermutlich die Ausschnitte der Klassenfahrt. Tristan wechselte ja kürzlich (was bedeutet kürzlich? Wahrscheinlich seit dem aktuellem Schuljahr) erst auf die Meisterschule (Ganztagsschule).
Vermutlich war Boris ein Schüler der aktuellen Schule, (Tagesablauf Tristan am Tattag.. B. versuchte Tristan auf sich aufmerksam zu machen....) dann kannten sie sich aber vermutlich noch gar nicht so lange, ein halbes Jahr!


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24.04.2021 um 08:07
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Je nach Körpergröße sind eher 40-50 kg realistisch, ca. 27 kg sind doch sehr mager für einen 13-jährigen Jungen. Vom Boden bis zum Betonsockel sind es einige Zentimeter, das schafft man auch als "schwacher" Mann alleine.
Man geht bei einem 13 bis 14 Jahre alten, männlichen Jugendlichen bei einer Körpergröße von 1,62 von einem durchschnittlichen Gewicht von 52,4 kg aus.
Tristan war auch kein dürrer, unterernährter Junge. Das sieht man ja auf einigen Fotos. Ich denke also schon, dass das vom Gewicht her hinkommen kann.

Gehen wir mal von 50 kg aus.
Tristan hat sich - scheinbar - massiv gegen den Angriff gewehrt, konnte sogar zu einer Zeit im Tatablauf kurzzeitig flüchten.
Ich bin mir eigentlich sicher, dass der oder die Täter nicht mit einer derartigen Gegenwehr gerechnet habt / haben.

Die ungefähre Dauer des Tatablaufes kennen wir ja.

Täter + Tristan standen also zunächst IM Bauchlauf.
Auf einem der Tatortfotos kann man sehr gut sehen, wie hoch genau der Wasserpegel damals zu der Zeit stand.
Er wurde ja erst im Verlauf trocken gelegt.
Tristan, als auch der Täter müssen als mindestens nasse Schuhe / Füße und Hosenbeine gehabt haben.
Das es so war wird ebenfalls in einigen Tatablaufbeschreibungen der Ermittler beschrieben.

(zitat) "Der Täter versuchte noch die Hose des Jungen wieder hoch zu ziehen. Zumindest der Versuch ist erkennbar". (zitat ende)

Ich frage mich immer noch wie ein angeblich hagerer Mann, mit nassen (ergo rutschigen) Schuhen es nach einem derartigen Angriff geschafft hat, den Jungen mal eben im angegebenen Zeitfenster in den Tunnel zu bekommen und dann die weiteren Tatschritte auszuführen.
Das muss wirklich nicht einfach gewesen sein, denn ich war selber im Tunnel und insbesondere die Schrägen sind extrem glitschig.
Es muss für den Täter jedenfalls ein ganz schöner Akt gewesen sein, den 50 kg Jungen erstmal hoch an die rechte Seite und dann in den Tunnel zu bekommen.

7-SuCC88deingang-des-Tunnels

Im Foto sieht man die Schräge gut, von der ich gesprochen habe.
Der Wasserpegel war zu der Zeit ca. Kniehoch.

1111Original anzeigen (0,7 MB)

Bei meinem Besuch war der Tunnel fast trocken, nur an einigen Stellen an der Südseite war noch ein geringerer Wasserpegel.
Ich habe mich dann also in das Nass gestellt und anschließend versucht da hoch in den Tunnel zu kommen.
Das ist nicht mal eben so gemacht. Da muss man sich schon anstrengen und festhalten.. wie sagt man so schön "hoch kraxeln".
Und das soll er mit einem 13 Jahre alten Jungen auf dem Arm / im Schlepptau gemacht haben...
Ich finde das schwer nachvollziehbar. Wirklich....


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 08:43
Der hagere/sportliche Mann mit Zopf der als Querschnitt aller Beobachtungen zum Phantombild wurde...

Wenn du mich fragst, der größte Fehler hier


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 09:03
Zitat von ThoFraThoFra schrieb am 17.04.2021:Frage mich allerdings, ob nach dieser (doch ziemlich kurzen) Zeit schon ernsthaft damit zu rechnen war, dass von Tristans sterblichen Überresten hauptsächlich nur noch Knochen übrig geblieben sind, sodass der Täter (wenn es denn tatsächlich der Täter / Mörder gewesen sein sollte, der Tristans Grab schändete) davon ausgehen konnte, diese leicht dem Grab / Sarg entnehmen zu können?

Habe einen Bestatter im Bekanntenkreis, der mir schon häufiger davon erzählt hat, dass erdbestattete Leichen nicht gerade selten zu Wachsleichen werden bzw nicht so verwesen, wie es eigentlich "normal" zu erwarten wäre, dies hängt wohl u a von der Beschaffenheit des Bodens / der Erde sowie auch vom jeweiligen Sarg (Materialien..) ab.
Könnte ihn bei Gelegenheit nochmal fragen, was er von so einer "Grabschändung" wie im Fall Tristan hält bzw was ihm dazu einfällt.

Obwohl ich mich schon so lange mit dem Fall Tristan Brübach beschäftige, bin ich mir bei einigen Details des Falles nach wie vor nicht sicher, was ich davon halten soll.
Z B auch bei dieser Grabschändung:
M E gibt es sowohl (gute) Argumente dafür, dass diese vom Täter / Mörder begangen wurde, genauso gibt es aber auch (gute) Argumente, die dagegen sprechen.
Hattest Du bereits die Möglichkeit bei dem Bestatter mal nach zu fragen? Ich persönlich kenne mich da mit Einzelheiten nicht aus da ich kein Grabschänder bin^^ Allerdings...wenn man die Verhaltensmerkmale die der Täter bei der eigentlichen Tat bereits zeigte, also ein unbedingter (Tötungs-)Wille gepaart mit einer extrem hohen Risikobereitschaft, auf die Grabschändung anwendet dann kann ich mir nicht vorstellen dass der Täter sich von irgendwelchen Umständen davon hätte abhalten lassen sich das zu nehmen was er wollte, auch wie bei der eigentlichen Tat. Er wird sich vorbereitet haben und neben Klappspaten und einer kleiner Taschenlampe auch dementsprechendes weiteres Werkzeug dabei gehabt haben. Immer voraus gesetzt natürlich dass der Täter auch der Grabschänder war, wovon ich persönlich ausgehe.

Einzig dabei entdeckt zu werden, das wollte er nicht in Kauf nehmen und so kam es dann zum Abbruch der Grabschändung.
Zitat von SunnyBeatzSunnyBeatz schrieb:Bei meinem Besuch war der Tunnel fast trocken, nur an einigen Stellen an der Südseite war noch ein geringerer Wasserpegel.
Ich habe mich dann also in das Nass gestellt und anschließend versucht da hoch in den Tunnel zu kommen.
Das ist nicht mal eben so gemacht. Da muss man sich schon anstrengen und festhalten.. wie sagt man so schön "hoch kraxeln".
Und das soll er mit einem 13 Jahre alten Jungen auf dem Arm / im Schlepptau gemacht haben...
Ich finde das schwer nachvollziehbar. Wirklich....
Gibt es etwas was Du daraus schliesst? ZB. dass es mehr als ein Täter war? Oder dass alles ganz anders ablief als bisher angenommen? Ich persönlich gehe von einem Täter aus bei so einer doch sehr speziellen Tat. Voll mit Adrenalin wird er ebenfalls gewesen sein was nochmal extra Kräfte freisetzt.

Gibt es Hinweise oder Berichte darüber ob die Kleidung von Tristan komplett nass, teilweise nass oder doch trocken war? Das könnte doch Rückschlüsse auf den eigentlichen Tatablauf zulassen.


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 10:50
Zitat von vonCarsteinvonCarstein schrieb:Gibt es Hinweise oder Berichte darüber ob die Kleidung von Tristan komplett nass, teilweise nass oder doch trocken war? Das könnte doch Rückschlüsse auf den eigentlichen Tatablauf zulassen.
Es gab ja die nasse Schleifspur, die kurz außerhalb des Tunneleingangs beginnt und ins Innere des Tunnels führte. Daraus schließt man, daß der Täter sein Opfer dort auf den Sockel gezogen (oder geschoben?) hat, bevor er ihn zum Ablageort zog.
Tristans Kleidung muß also naß gewesen sein. Nur nasse Schuhe und Hosenbeine hätten so eine Spur wohl nicht hervorgerufen.

Bezüglich der Haare gibt es etwas widersprüchliche Informationen. In der nachgestellten Szene einer Aktenzeichen XY Sendung werden die Haare des Opfers, auf dem Betonsockel liegend, naß dargestellt. Im Buch von Nadja Malak steht aber, daß seine Haare trocken gewesen seien.

Auf die Frage, woher man denn eigentlich wissen kann, daß Tristan bei der Auseinandersetzung (oder doch eher nach der Tat, beim In-den-Tunnel-schleifen?) einen Schuh verloren hatte, der dann vom Täter nachträglich geholt worden sei, wurde hier im Thread spekuliert, daß man dies wohl rekonstruiert haben könnte, wenn ein Fuß naß, der andere aber noch trocken gewesen wäre.
Diese These paßt aber eigentlich nicht zur Annahme, daß der Täter mit seinem Opfer im Bachbett gestanden hat, dann wären doch beide Schuhe und Socken naß gewesen.
Also, wie kommt man sonst zu dieser Annahme, daß es vor dem Tunneleingang zunächst einen Kampf gegeben habe, Tristan sich noch kurz losreißen konnte, zu fliehen versuchte und dabei einen Schuh verlor?


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24.04.2021 um 11:09
Zitat von Banshee202Banshee202 schrieb:Diese These paßt aber eigentlich nicht zur Annahme, daß der Täter mit seinem Opfer im Bachbett gestanden hat, dann wären doch beide Schuhe und Socken naß gewesen.
Also, wie kommt man sonst zu dieser Annahme, daß es vor dem Tunneleingang zunächst einen Kampf gegeben habe, Tristan sich noch kurz losreißen konnte, zu fliehen versuchte und dabei einen Schuh verlor?
Laut Aussage von Herrn Axel Petermann (ich hatte mit ihm bei Facebook dazu Nachrichten ausgetauscht. Vorrangig aber wegen Meiner Fragen der angefertigten Obduktionsskizze von Herrn Prof. Dr. Bratzke) kann es dafür mehrere "Gründe" geben.

Zum Beispiel (so fügte er an) könnte dies abgeleitet worden sein, weil Tristan an besagtem Fuß Verletzungen gehabt haben könnte, die darauf schließen ließen, dass er an dem Fuß keinen Schuh (mehr) trug oder Textilbeschädigungen (ich denke, er meinte den Socken damit) gefunden wurden.

Ich halte das für schlüssig und bin mir ziemlich sicher, dass Herrn Prof. Bratzke mögliche Verletzungen entsprechen einordnen konnte.

In Bezug auf die Obduktionsskizze riet er mir den Professor persönlich dazu zu kontaktieren aber leider fand ich bisher keine Möglichkeit, dies zu tun. Ich hätte weiterhin eine Frage in Bezug auf seine angefertigten Skizzen.



axel petermann


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24.04.2021 um 11:15
Zitat von Banshee202Banshee202 schrieb:Auf die Frage, woher man denn eigentlich wissen kann, daß Tristan bei der Auseinandersetzung (oder doch eher nach der Tat, beim In-den-Tunnel-schleifen?) einen Schuh verloren hatte, der dann vom Täter nachträglich geholt worden sei, wurde hier im Thread spekuliert, daß man dies wohl rekonstruiert haben könnte, wenn ein Fuß naß, der andere aber noch trocken gewesen wäre.
Diese These paßt aber eigentlich nicht zur Annahme, daß der Täter mit seinem Opfer im Bachbett gestanden hat, dann wären doch beide Schuhe und Socken naß gewesen.
Also, wie kommt man sonst zu dieser Annahme, daß es vor dem Tunneleingang zunächst einen Kampf gegeben habe, Tristan sich noch kurz losreißen konnte, zu fliehen versuchte und dabei einen Schuh verlor?
Wahrscheinlich waren beide Füße, beide Socken und lediglich ein Schuh teilweise noch nass bzw. befeuchtet, während der zweite Schuh wohl trocken vorgefunden wurde.

Wahrscheinlich konnte daraus geschlossen werden, dass Tristan diesen bei seinem Fluchtversuch verloren haben müsste, noch bevor es zum Schlagen, zum Würgen und zur Ausblutung im Bachbett kam.

Dazu passen dann auch die von Sunny beschriebenen Schrägen bzw. die Nässe am Tatort. Da könnte er dann relativ schnell einen Schuh in der Hektik und beim Fluchtversuch verloren haben.


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24.04.2021 um 11:39
@SunnyBeatz
@anonymous91

Vielen Dank!! Ja, so wird es gewesen sein. Nachvollziehbar und schlüssig.

Auf dem Bild 78 des Fotoarchivs dieses Threads sind drei Markierungs-Schilder der Spurensicherung, unterhalb des Betonsockels zu sehen. Dort hat man also irgend etwas (kleines) vorgefunden. Vermutlich aber wohl leider nichts, was spezifisch zum Täter führen konnte.

https://www.allmystery.de/i/t2e304a_Tristan_Bruebach-Fundort.png


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24.04.2021 um 12:47
Zitat von Banshee202Banshee202 schrieb:Es gab ja die nasse Schleifspur, die kurz außerhalb des Tunneleingangs beginnt und ins Innere des Tunnels führte.
Gibt es für diese Aussage auch eine Quelle?
Zitat von Banshee202Banshee202 schrieb:Auf dem Bild 78 des Fotoarchivs dieses Threads sind drei Markierungs-Schilder der Spurensicherung, unterhalb des Betonsockels zu sehen. Dort hat man also irgend etwas (kleines) vorgefunden. Vermutlich aber wohl leider nichts, was spezifisch zum Täter führen konnte.
Ganz am Sockel (Bild 78) liegt etwas weißes. Sieht aus wie ein Stück Papier oder Taschentuch... oder?
Interessant finde ich auch die schwarz-farbenen Spuren/Muster etwas weiter vor dem Auffindeort, links und rechts vor der Kabeltrommel.
Da könnte man schon eine Schleifspur vermuten, denn der Untergrund sieht im Gegensatz zum direkten Umkreis auffällig "sauber" aus.


Hier auf dem Bild gibt es übrigens auch noch ein solches Schildchen ganz am Anfang des Tunnels.
Ein bisschen weiter hinten auf dem Betonsockel liegen ebenfalls weiße "Objekte". Diese sind aber nicht markiert.

vlcsnap-6321-10-21-10wes5qOriginal anzeigen (0,3 MB)


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 12:52
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:Du meinst vermutlich die Ausschnitte der Klassenfahrt. Tristan wechselte ja kürzlich (was bedeutet kürzlich? Wahrscheinlich seit dem aktuellem Schuljahr) erst auf die Meisterschule (Ganztagsschule).
Vermutlich war Boris ein Schüler der aktuellen Schule, (Tagesablauf Tristan am Tattag.. B. versuchte Tristan auf sich aufmerksam zu machen....) dann kannten sie sich aber vermutlich noch gar nicht so lange, ein halbes Jahr!
Genau, gemeint sind die Ausschnitte der Klassenfahrt und Danke, da wirst du wohl vollkommen Recht haben. Wenn man zudem annimmt, dass B. in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde, dann wäre eine derartige Veröffentlichung doch zu riskant.
Zitat von SunnyBeatzSunnyBeatz schrieb:Es muss für den Täter jedenfalls ein ganz schöner Akt gewesen sein, den 50 kg Jungen erstmal hoch an die rechte Seite und dann in den Tunnel zu bekommen.
Genau diese Annahme + der Gedanke, dass eine Leiche aufgrund der fehlenden Muskulaturspannung noch schwerer sein müsste, waren auch der Hintergrund, warum ich das Gewicht in den Raum geworfen hatte und den Gedankengang hin zu einem möglichen zweiten Täter verargumentieren wollte. Aufgrund der Rückmeldungen und geschilderten Erfahrungen kann ich mir jedoch mittlerweile gut vorstellen, dass ein erwachsener Mann auch alleine wohl doch keine Probleme damit haben sollte und der Aspekt „Gewicht“ wohl doch kein Indiz für einen zweiten Täter sein müsste.
Zitat von IvaIva schrieb:Der hagere/sportliche Mann mit Zopf der als Querschnitt aller Beobachtungen zum Phantombild wurde...

Wenn du mich fragst, der größte Fehler hier
Das sehe ich eigentlich genauso, denn das Phantombild scheint zu viele Aspekte zu beinhalten, welche nicht wirklich auf den wahren Täter zurückzuführen sein dürften. Die Vermischung bzw. Kombination anhaltsloser Aussagen war wohl tatsächlich ein größerer Fehler im Hinblick auf die Veröffentlichung des Bildes. Mir persönlich kommt es so vor, als ob das Phantombild ein Resultat der Hirngespinste ist, welche von den aussagenden Personen im Hinblick auf den brutalen und monströsen Tathergang ausgingen.

Meiner Meinung nach gibt es hinsichtlich des Bildes nur eine valide und womöglich passende Aussage - nämlich die des 13-jährigen Mädchens. Alle anderen Aussagen sind im Hinblick auf das Phantombild stark zu hinterfragen und meiner Meinung nach doch weit hergeholt.

Gut, man könnte dann höchstens noch die Aussage bzw. Bestätigung der Nachhilfelehrerin zur validen Erstellung des Phantombilds dazu addieren, wobei deren Aussage vielmehr auf mich so wirkt, als ob sie die Gültigkeit des damals erstellten Phantombilds (vor den laufenden Kameras und auch dem Fey gegenüber) bekräftigen wollte.

„Dem Phantom ein Gesicht geben“ und das Phantombild erstellen, war wohl einer der letzten vielversprechenden Maßnahmen, welche der Kripo überhaupt übrig geblieben sind. Man hatte ja ansonsten sowieso kaum Anhaltspunkte und neue Informationen mussten her. Deshalb gab es wohl auch die erst doch sehr späte Veröffentlichung. Vor diesem Hintergrund finde ich die Erstellung des fragwürdigen Phantombilds natürlich weiterhin fehlerhaft, jedoch auch mittlerweile doch nicht mehr so unbegreiflich, denn genau das zeigt uns, dass die Kripo mit allen Mitteln an die Lösung des Falls herangegangen ist. Es wurde wohl tatsächlich nichts unversucht gelassen, weswegen man vor allem die Bemühungen Uwe Feys hoch anerkennen und immens dankbar sein sollte. Dieser Mann kann trotz allem stolz auf sich sein, denn aufgegeben scheint er (trotz dieses Falls, jenseits aller Gedanken) wirklich nie zu haben.


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 12:53
Man könnte auch hier (siehe Markierungen im Bild) eine mögliche Schleifspur "sehen"...


vlcsnap-6321-10-21-10wes5q2Original anzeigen (0,5 MB)


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24.04.2021 um 13:15
@SunnyBeatz
Danke für das Einstellen dieser Infos.

Seltsam ist nur auch, dass so ein Zopftyp (mutmaßlich - Mörder) VOR der Tat nie gesehen wurde.
In der Nähe des späteren Tatortes - im engen Zeitfenster - zur Tat.
Nähe vom Tunnel, in der Nähe der Eingänge, NIX.


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 13:22
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Meiner Meinung nach gibt es hinsichtlich des Bildes nur eine valide und womöglich passende Aussage - nämlich die des 13-jährigen Mädchens. Alle anderen Aussagen sind im Hinblick auf das Phantombild stark zu hinterfragen und meiner Meinung nach doch weit hergeholt.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Seltsam ist nur auch, dass so ein Zopftyp (mutmaßlich - Mörder) VOR der Tat nie gesehen wurde.
Das stimmt so nicht !
Bitte lese mal meinen verfassten Artikel zu den unterschiedlichen Zeugen und deren Aussagen.
Ich füge ihn dir weiter unten an.

Zeugin 1 - Tag der Tat: Mädchen sah Mann aus Gebüsch treten - sah einen Mann der aussah wie folgt:
- Die Person trug eine Mütze, bei der hinten ein Pferdeschwanz oder ein Zopf herausschaute.

Zeugin 2 - Wenige Tage VOR der Tat: Nachhilfelehrerin - sah Tristan mit einem Mann den sie so beschrieb:
-
„Ja. […] Also nach dem was ich so wahrgenommen habe, kommt das Phantombild in etwa hin.“
Anmerkung: Ich persönlich finde den Großteil des Aussagen dieser Dame äußerst fragwürdig und auch widersprüchlich.

Zeugen 3 - kurz nach der Tat: Anwaltskanzlei - sahen einen Mann der so aussah:
- Darauf verschwand der Mann, dessen Alter, Größe und Gestalt der Beschreibung der ersten Zeugin ähnelte. Auffälligstes Merkmal: Sein langes, dunkleblondes Haar, das er zu einem Zopf oder Pferdeschwanz gebunden trug und eine auffällige Veränderung der Oberlippe, die von einer Vernarbung stammen mag oder eine charakteristische, angeborene Fehlstellung ist.

Zeugin 4 - nach der Tat: War 14 Jahre und meldete sich von alleine bei der Polizei, sagte folgendes aus:
-
Ende März 1998 erschien dann eine 14-Jährige bei der Kripo und machte Angaben über einen Unbekannten, den sie in der Nähe des Tatorts gesehen haben wollte: Ein junger Kerl, das Haar zu einem Pferdeschwanz oder Zopf gebunden. Trotz weiterer Ermittlungen blieb die Identifizierung dieses Mannes unmöglich.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/fall-tristan-mann-mit-narbe-und-zopf-gesucht-a-543707.html

Zeuge 5 - VOR der Tat: - der Junge der aus Angst die Straßenseite wechselte:
- beschrieb den Mann ebenfalls blondhaarig mit Pferdeschwanz
- ist sich sicher den Mann 2 Jahre nach dem Mord erneut im Tunnel gesehen zu haben.

Zeuge 6 - JAHRE vor der Tat: D. S. welcher sich mit einem ebenfalls blonden Zopfmann verabredet hat um nach Höchst zu fahren.

Die zwei Zeugen (JVA) lasse ich weg, weil diese sich ausschließlich auf das Phantombild beziehen; den Mann erkannt haben wollen.


SECHS Zeugen... die allesamt einen Mann mit blonden Haaren gesehen haben wollen, die zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden waren. Die Sichtungen/Kontakte fanden vor und nach dem Mord statt. Die Aussagen stammen von Zeugen, die in keiner Verbindung zueinander stehen. Es gab unterschiedliche "Kontakte" mit diesem Mann. Das kann kein Zufall sein.

Einige der Zeugen beschrieben dann auch unabhängig voneinander die Auffälligkeit an der Oberlippe.

Es ist schade, dass nicht mehr Informationen der Zeugen 5 und 6 veröffentlicht wurden.

Im Falle des Zeugen 5 kann ich mir gut vorstellen, dass er auch eine Auffälligkeit der Oberlippe sah, denn warum sonst sollte der Mann so furchteinflößend auf ihn gewirkt haben? Der Mann muss also irgendwas an sich gehabt haben, was den jungen dazu veranlasst hat, die Seite zu wechseln, wenn der Mann ihm wieder mal entgegen kam.

Was ich generell interessant finde, denn wenn der Junge die Seite wechselte, tat der Mann es ihm gleich, so dass er an ihm vorbei gehen musste. Die haben sich auch nicht nur ein mal zufällig getroffen, sondern hat der Junge berichtet, dass dies mehrfach passiert ist und zwar immer dann, wenn er auf dem Weg zur Schule war oder von der Schule nach Hause ging.

Insbesondere der Zeuge D.S. (Zeuge 6) muss den Mann ja wesentlich besser beschrieben haben können, als das was veröffentlicht wurde. Er hat sich mit dem Mann verabredet. Ist mit ihm nach Höchst gefahren. (Wie man nach Höchst kam ist offen. Auto? Bus? Bahn?...) Da ergibt sich ja sicher auch "Small Talk" und der Mann wird sich ja wohl zumindest mit irgendeinem Namen bei dem junden vorgestellt haben und/oder vielleicht auch sonst irgendwas "interessantes" erzählt haben.


Hier der Link zu meinem Artikel:

https://www.thekasaantimes.de/item/item/19339-tristan-bruebach-wie-viele-zopfmaenner-gab-es-wirklich


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Mordfall Tristan

24.04.2021 um 17:08
Zitat von SunnyBeatzSunnyBeatz schrieb:Im Falle des Zeugen 5 kann ich mir gut vorstellen, dass er auch eine Auffälligkeit der Oberlippe sah, denn warum sonst sollte der Mann so furchteinflößend auf ihn gewirkt haben? Der Mann muss also irgendwas an sich gehabt haben, was den jungen dazu veranlasst hat, die Seite zu wechseln, wenn der Mann ihm wieder mal entgegen kam.
Naja, aber meinst Du nicht, dass da ein wenig der Wunsch der Vater des Gedankens ist? Also im Sinne von: Man hat Informationen und legt sie unbewusst so aus, dass sie zu dem passen, an das man sowieso schon glaubt?

Wenn der Zeuge sich konkret vor etwas gefürchtet hätte, dann hätte er das mit Sicherheit doch auch benannt. Also z. B. die Narbe. Oder ein finsterer und stechender Blick. Oder eine Hand, mit der er etwas unter der Jacke hält, das eine Waffe sein könnte.....Oder, oder....

Und wenn der Zeuge nur gesagt hätte "Ich hatte Angst vor ihm!" Dann wäre doch die erste Frage des Gegenübers: "Aha, und warum denn?" Worauf dann entweder gekommen wäre: "Weil er....." oder aber eben "Ich weiß nicht recht, irgendwie hatte er etwas furchteinflößendes...."


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