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Mordfall Tristan

24.068 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Aktenzeichen Xy, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

06.08.2021 um 18:05
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Ob es im Zusammenhang hierzu Sinn machen würde, nach damaligen Angestellten der Höchst AG Ausschau zu halten, welche offen mit dem Thema „Homosexualität“ umgegangen sind? Nicht, dass das falsch bzw. diskriminierend verstanden wird, aber sofern es sich um ein Sexualdelikt handelt, dann wäre das doch zumindest ein nicht zu ignorierender Ansatz.
Naja, und wenn stattdessen ein Mädchen umgebracht worden wäre, müsste man dann nach allen Mitarbeitern Ausschau halten, die offen mit ihrer Heterosexualität umgegangen sind?

Ich weiß nicht, ob man von der "normalen" sexuellen Präferenz im "Alltag" (also ob jemand auf Männer oder Frauen steht) dann zwangsläufig schließen kann, dass jemand auch solche Verbrechen entsprechend nur an Jungs oder Mädchen begeht, wenn er sie denn begehen würde.

So ein Verbrechen ist doch schon eine ganz andere Nummer als eben "nur" Sexualität. Ich denke mal, wer so etwas tut, der hat nicht unbedingt nur sexuelle Befriedigung im Sinn. Sondern da ist so viel im Kopf "schief", dass da möglicherweise viele Faktoren eine Rolle spielen, die weit entfernt sind von der "alltäglichen" Sexualität einer Person.


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06.08.2021 um 18:09
@brigittsche

Auch wieder wahr und auch sonst muss ich zugeben, dass ich mich mit so einem Gedankengang auf Glatteis bewege. Gleichzeitig möchte man ja nicht, dass etwas in Frage kommendes unversucht bleibt.


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Mordfall Tristan

06.08.2021 um 18:15
Zitat von anonymous91anonymous91 schrieb:Gleichzeitig möchte man ja nicht, dass etwas in Frage kommendes unversucht bleibt.
Klar, da sollte man über alles Nachdenken.... Ich weiß nur nicht, ob man manchmal eben zu schnell in die eine oder andere Richtung denkt und eine mögliche Lösung vielleicht zu einfach ist, auch wenn sie zunächst plausibel erscheint.


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Mordfall Tristan

06.08.2021 um 18:55
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:und woher bekam man dann so eine abgenutzte Karte ? Selbst wenn die nur ein Jahr im Rucksack gelegen hätte, dürfte sie so nicht ausgesehen haben.
Dass auch tschechische Arbeiter in Niedernhausen am ICE-Tunnel beschäftigt waren, entstammte Pressemeldungen, die die Polizei zitierten.

Wenn man "tschechische Karte" sagt, denkt man an eine Karte von Tschechien. Es war aber eine Deutschlandkarte, in Tschechien verlegt. Sie war abgegriffen, weil sie benutzt war. Ich denke, diese Karte sollte bewußt in diese Richtung lenken. Eine Deutschlandkarte aus Tschechien könnte für Tschechen interessant sein, die in Deutschland arbeiten (zur Erinnerung für die Jüngeren unter uns: das war die Zeit, bevor die meisten Navis hatten, wenn man da in Deutschland irgendwo hin wollte, guckte man auf eine Generalskarte und stellte sich seine Routen selbst zusammen). Eine solche Karte hätten aber auch Leute haben können, die aus Deutschland stammen, auf einer Tour in Tschechien sich aber mal eine Deutschlandkarte gekauft haben, fürs Auto z.B., als Gag, als Erinnerung, weil sie billig war, weil man sie vielleicht für den Rückweg haben wollte.

In den 1990er bis 2000er Jahren hatte ich auch einen 10er Kartensatz Deutschlandkarten im Auto dabei. Wenn man im Autoradio auf einen längeren Tour von einem Stau auf seiner Strecke hörte, dann fuhr man rechts ran, suchte sich die passende Karte und eine Umleitung heraus ;-). Auch später noch praktischer, als auf einem Smartphone ewig hin- und herzuscrollen.

Also: die Karte kann m.E. auch von einem Deutschen, der irgendeine Verbindung nach Tschechien hatte, in den Rucksack gelegt worden sein, um Richtung ICE-Baustelle zu verweisen. Eine von vielen Möglichkeiten.

Megavolt (früher hier als Spekulatius unterwegs ;-)

PS @anonymous91 Danke fürs Ausgraben eines Zitats - erschreckend, wenn man feststellt, dass man sich ab und zu, seit 10 Jahren, mit den gleichen Themen beschäftigt und der Fall immer noch nicht geklärt ist...


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Mordfall Tristan

06.08.2021 um 19:33
wenn ich das hier lese, ist die Nummer mit dem "campingkocher-Teil" veraltet ..deswegen vielleicht diese unterschiedlichen Aussagen.
1. Die meisten Pressequellen zum Mordfall Tristan sind viele Jahre alt und beinhalten teils überholte, veraltete Aspekte, die für die polizeilichen Ermittlungen kaum noch von Bedeutung sind. Dazu zählen z.B.
• der unbekannte Anrufer „Dirk Meier“, der sich nach Tristans Beerdigung telefonisch bei der Polizei meldete,
• die Aufnahme von der Überwachungskamera, die Tristan am Kiosk (Bahnhof Höchst) zeigt,
• Das Messer und das Campingkocher-Teil, welche in der Nähe von Tristans Rucksack gefunden wurden.
Informationen dazu finden sich nicht (mehr) auf der Website des BKA oder der Polizei Hessen. Aus diesem Grund erwähnen wir diese Punkte auch nicht mehr auf unserer Website. Auf unserer Seite findet ihr nur Angaben, die noch dem aktuellen Ermittlungsstand entsprechen. Alles, was nicht mehr wichtig ist, haben wir weggelassen.
Quelle: https://mordfall-tristan.de/ueber/

von einer blauen Mülltüte, die im Rucksack war, wird / wurde aber von Hr. fey auch nie etwas erwähnt.
aber in oben genannter Quelle.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Dass auch tschechische Arbeiter in Niedernhausen am ICE-Tunnel beschäftigt waren, entstammte Pressemeldungen, die die Polizei zitierte
das war mir neu. Danke


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Mordfall Tristan

08.08.2021 um 22:11
Den Teil des Buches von Nadja Malak zum Thema „Tristan und die Staatsanwältin“ wurde hier schon vor ein paar Wochen diskutiert.
Es sind schon ein paar interessante Dinge zu lesen, z. B. schreibt sie hier deutlich, dass Tristan zu einer Notlüge gegriffen hat, indem er der Lehrerin erzählte, vom Baum gefallen zu sein (Maik glaubte man hingegen (Steine werfen)).
Wobei das eine das andere nicht ausschließen muss.
Um das „Fallen vom Baum“ als Notlüge bezeichnen zu können, müsste die Obduktion dies entsprechend bestätigt haben. Da sich die Autorin lt. Abspann auf die sorgfältige Recherche bei vielen an der Ermittlung beteiligten Personen bezieht, sollte die Aussage des Opfers wohl richtig dargestellt sein.

In diesem Buch werden noch andere (zum Erscheinungsdatum allesamt ungelöst, ergibt sich auch aus dem Buchtitel- auf freiem Fuß)
Fälle, gut recherchiert, beschrieben.
Was mir aufgefallen ist, dass man 1999 ein Grab Videoüberwacht hat (Parkhausmord), mit der Begründung, dass der Täter erfahrungsgemäß oft an den Tatort oder an die Grabstätte zurück kommt.
Beides hätte im Fall Tristan helfen können (Sichtung Zopfmann am Tatort Nordseite (zugegeben erst ein Jahr später) und die Grabschändung.
Des Weiteren misst man im gleichen Fall einen (ebenfalls) anonymen Anrufer große Bedeutung bei. Dieser hat zwar nicht (wie hier im Fall) die Tat zugegeben, sondern nur eine falsche Fährte gelegt.
Lt. Erfahrungen der Ermittler werden solche Telefonate öfter von Tätern „begangen“ um den Ermittlungsstand zu prüfen (was aus meiner Sicht Quatsch ist).


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Mordfall Tristan

10.08.2021 um 00:28
Zitat von Niederbayern23Niederbayern23 schrieb:sind schon ein paar interessante Dinge zu lesen, z. B. schreibt sie hier deutlich, dass Tristan zu einer Notlüge gegriffen hat, indem er der Lehrerin erzählte, vom Baum gefallen zu sein (Maik glaubte man hingegen (Steine werfen)).
Wir haben als Kids auch Steinewerfen und ähnlichen Quatsch gemacht, aber um davon Rückenschmerzen zu bekommen, muss man entweder von hinten einen Stein in den Rücken bekommen haben (mehrere werden es ja nicht gewesen sein), oder sich beim Werfen irgendwie verrenken. Wie haben die denn Steine geschmissen? Von Baum zu Baum ist denkbar.


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Mordfall Tristan

11.08.2021 um 04:59
Zitat von abberlineabberline schrieb:Wie haben die denn Steine geschmissen? Von Baum zu Baum ist denkbar.
Auf Bäume sind wir früher auch geklettert...wir haben uns aber vor dem klettern nicht die Taschen mit Steinen vollgestopft, um uns dann damit von Baum zu Baum damit zu bewerfen, das ist ein bißchen arg weit hergeholt.


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Mordfall Tristan

11.08.2021 um 10:00
Wäre interessant zu wissen, womit er die starken Rückenschmerzen gegenüber seinem Vater begründet hat? Ob er hier ebenfalls erzählt hat, dass er vom Baum gefallen ist? Schade, dass das im Rahmen der Berichterstattung nicht klargestellt wurde. Bei den Vernehmungen wurde sicherlich auch der Vater danach befragt. Komisch, dass man dann den Freund Tristans in den Medien erwähnt hat, anstatt sich auf eine mögliche Klarstellung des Vaters zu beziehen.


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Mordfall Tristan

11.08.2021 um 19:19
Zitat von Pestilenz_61Pestilenz_61 schrieb:wir haben uns aber vor dem klettern nicht die Taschen mit Steinen vollgestopft, um uns dann damit von Baum zu Baum damit zu bewerfen, das ist ein bißchen arg weit hergeholt.
wir haben das von Sandhügel zu Sandhügel gemacht, das war gar nicht ungefährlich im Nachhinein. Aber auf dem Baum kommt komisch rüber


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Mordfall Tristan

18.08.2021 um 20:05
Was ich unbegreiflich finde ist dass der Täter Tristan nicht etwa in eine verlassene Örtlichkeit gelockt hat oder entführt hat, um in Ruhe und ungestört einem Feitsch nachzugehen (oder wie man es sonst auffassen soll dass er ihm die Muskeln / Hoden entfernt hat), sondern das Risiko erwischt zu werden einfach in Kauf nahm. Wir reden hier über eine Zeitspanne von 20 Minuten inkl. Aufbarren der Leiche und der Schuhe etc, an einem Ort wo jede Sekunde Leute vorbei kommen könnten und ein Spielplatz angrenzend gelegen ist. Entweder es war eine Tat im Affekt bzw spontan gegangen, was auch erklärt wieso er nichts für den Transport dabei hatte - oder es war ein Psychopath der nicht mehr rafft war er tut - die präzise Vorgehensweise spricht jedoch etwas dagegen. So oder so ein erschütternder Fall der mich auch zwanzig Jahre später nicht los lässt


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Mordfall Tristan

19.08.2021 um 12:40
@infostream

Triebtäter agieren eben nicht rational, sie lassen sich von ihrem Trieb steuern. Egal was dahinter steckt, ob nun ein Fetisch, Kannibalismus, oder sexueller Reiz.


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Mordfall Tristan

19.08.2021 um 15:58
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Triebtäter agieren eben nicht rational, sie lassen sich von ihrem Trieb steuern. Egal was dahinter steckt, ob nun ein Fetisch, Kannibalismus, oder sexueller Reiz.
dann ist es nur sehr seltsam, dass es nie einen vergleichbaren Fall gegeben hat. Es sei denn, es gab sehr wohl einen vergleichbaren Fall, nur gelangte der nie an die Öffentlichkeit.


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Mordfall Tristan

19.08.2021 um 16:01
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:dann ist es nur sehr seltsam, dass es nie einen vergleichbaren Fall gegeben hat.
Nun, es wurden in der Vergangenheit (und sicher auch heute noch) Frauen mitten im Freibad vergewaltigt. Nur wenige Meter neben nichtsahnenden Badegästen. Im Kopf solcher Leute steckste halt nicht drin.


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Mordfall Tristan

21.08.2021 um 06:00
Wurde denn je veröffentlicht was für Muskeln entfernt worden sind? Wenn ich richtig liegen sollte, wurde nur davon gesprochen, dass wohl mehr als ein Kg entfernt wurde.

Wenn man sich die Zeichnung vom Autopsiebericht anschaut, sieht es so aus, als ob der Knochen auf der Rückseite des Oberschenkels freigelegt worden ist. Dort liegt die Beinbeuger-Muskulatur, die ihre Sehnenansätze einmal unterhalb des Knies an der Wade hat und einmal im Beckenbereich unterhalb der Po-Muskulatur. Genau dort sind die Verletzungen bei Tristan. Ich bin vor einiger Zeit darüber gestolpert und habe auch schon einmal in die Richtung gehend gepostet, dass es für mich so aussieht, als wollte der Täter sich den kompletten Muskelstrang unbeschädigt habhaft machen. Das könnte dann das für uns zunächst diffuse Verletzungsbild mMn. erklären, da der Täter dort schnitt, wo die Muskelansätze liegen (Wade, Schambein/Darmbein). Soweit ich das beurteilen kann müsste man um an den oberen Ansatz zu kommen entweder zuerst die Pomuskulatur entfernen oder man geht vom Darmbein aus. Wenn der Täter hier zunächst vom Schambein geschnitten hat, deutet das vielleicht darauf hin, dass er in menschlicher Anatomie zwar kein Fachmann war aber sich bei Tieren auskannte, da diese durch den fehlenden aufrechten Gang andere Sehnenansätze haben. Vielleicht übte er vor der Tat sogar an Tieren. Kann ich mir zumindest vorstellen. Das erste Mal wird er das nicht gemacht haben. Das wäre in Anbetracht der Örtlichkeit, der Lichtverhältnisse und dem Entdeckungsrisikos dann eine ziemliche "Leistung" gewesen, die ich einem Laien so nicht zutrauen würde.

Hier die Zeichnung: Beitrag von S_C (Seite 416)

Was mich dann aber wieder von der Idee abbringt ist, dass so etwas doch von den Medizinern sofort erkannt werden würde und warum sollten die Ermittlungsbehörden das dann verschweigen? Zudem frage ich mich warum gerade die Muskeln der Beinrückseite? Sollte ein kanibalistisches Motiv dahinter stecken könnte ich mir vorstellen, dass man das Fleisch aus dem Po nimmt, da dies ein großer Muskel ist oder aus der Vorderseite des Oberschenkels aber doch nicht von der Wade oder vom Beinbizeps. Mir fällt jetzt auf die Schnelle auch nichts ein, dass es etwas beim Tier aus diesen Regionen zum Verzehr gibt.


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Mordfall Tristan

21.08.2021 um 19:24
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Was ich unbegreiflich finde ist dass der Täter Tristan nicht etwa in eine verlassene Örtlichkeit gelockt hat oder entführt hat, um in Ruhe und ungestört einem Feitsch nachzugehen (oder wie man es sonst auffassen soll dass er ihm die Muskeln / Hoden entfernt hat), sondern das Risiko erwischt zu werden einfach in Kauf nahm.
Das habe ich mich auch immer gefragt. Ich mutmaße, dass der Täter vorher Drogen genommen hat oder sowieso drogenabhängig war. Damit gehen die Hemmungen weg. Auch nachdem ihn 3 Kinder bei der Tat erwischten, aber nicht als Mord erkannten, schien er einfach weiterzumachen ohne sofort das Weite zu suchen. Zu der Zeit hatte fast gar kein Kind ein Handy, um die Polizei anzurufen.

Auf der Nordseite befindet sich ein Spielplatz und ein schmaler Weg, vermutlich nicht so stark frequentiert, allerdings ist dort auch ein Gebäude in der Nähe, ich meine dass das DRK dort sitzt (wie es 1998 war, weiß ich nicht). Auf der Südseite befindet sich direkt gegenüber des Tunneleingangs ein Mehrfamilienhaus. Der Tunnel liegt etwas "unten", aber ein Schreien, vor allem durch das Schallen im Tunnel hätte man hören können und der Bereich ist etwas frequentierter. Das waren meine Eindrücke im März 2021 unter Corona.

Ein Psychopath wird er sowieso gewesen sein, aber er war leider nicht dumm. Er hatte sich Kindern in Heimen genähert, aber auf der Rückseite (des Eingangs) im Wald und ist anfangs abgehauen als die Kinder ihn bemerkten und später hatte er Kontakt mit dem einen oder anderen. Wer dieser Mann ist, ist bis heute unbekannt. Nach meinem Empfinden war es der Mörder von Tristan. Warum er ausgerechnet Tristan ermordete und mit anderen "nur" wegging zum Einkaufen usw., bleibt uns ein Rätsel. Es könnte eine weitere Geschichte dazu geben, die nur der Täter wissen wird, falls er noch lebt.
Zitat von SherlockJamesSherlockJames schrieb:Sollte ein kanibalistisches Motiv dahinter stecken
Bei Kannibalen besteht oftmals auch eine sexuelle Störung, es geht also nicht um den einfachen Fleischverzehr, sondern um die sexuelle Befriedigung mit Menschenfleisch (vorzugsweise mit Geschlechtsteilen). Das ist hier eindeutig erkennbar, es gibt noch einige Fälle in den USA, wo ein Kannibale jahrelang vorzugsweise farbige Männer zu sich einlud, dort tötete und die Genitalbereiche abschnitt.
Beim Kannibalen von Rothenburg übrigens auch. Da wurde dem Opfer das Glied abgeschnitten, auch das ist nach meiner Einschätzung Kannibalismus mit sexueller Störung. Bei Manfred Seel sehe ich diese Störung ebenfalls, da ging es nicht um den bloßen Fleischverzehr.

Öffentlich ist seit Jahren nichts mehr zu diesem Fall hinzugekommen. Ich habe ehrlich gesagt kaum noch Hoffnung, dass man den Täter findet. Es ist auch einiges schiefgelaufen. Es gab Gerüchte, dass die Person auf dem Phantombild möglicherweise im Gefängnis saß. Mehrere Personen unabhängig voneinander berichteten, dass sie den Mann kennen, zumindest Ende 90er vom Sehen. Einer meinte, er kenne auch den Namen, wobei natürlich ungewiss ist, ob der auch stimmt. Dass der Täter sich aber vermutlich auch 2 Jahre nach der Tat noch am Tunnel blicken ließ, zeigt dass er kaum Angst hatte, erwischt zu werden.


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Mordfall Tristan

22.08.2021 um 08:48
Zitat von InspectorGaInspectorGa schrieb:Es ist auch einiges schiefgelaufen. Es gab Gerüchte, dass die Person auf dem Phantombild möglicherweise im Gefängnis saß.
Das deckt sich dann mit einem Beitrag vor paar Seiten...
Zitat von angellostangellost schrieb am 09.07.2021:Ich frage mich, warum es einfach nicht möglich scheint den Zopfmann mit seinen markanten Kennzeichen zu identifizieren. Zumal noch nach dem Hinweis der JVA-Beamten zu einem inhaftierten Häftling. Das muss doch >irgendwie< zu klären sein, wer das war. Vielleicht sollte man nochmal diese JVA-Abfrage wiederholen, wo der Rücklauf so erschreckend gering war.
Hat jemand mehr Infos zu dieser JVA Abfrage? Sind es nur Gerüchte oder wurde hier tatsächlich geschlampt?


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Mordfall Tristan

22.08.2021 um 09:01
Zitat von infostreaminfostream schrieb:Hat jemand mehr Infos zu dieser JVA Abfrage? Sind es nur Gerüchte oder wurde hier tatsächlich geschlampt?
Hier, bitte:
Zitat von musikengelmusikengel schrieb am 19.06.2021:Zwei Mitarbeiter der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Höchst meldeten sich 2008 mit dem Hinweis, der Mann auf dem Phantombild habe dort eingesessen. Fey wertete die Akten aus von Gefangenen, die in Frage kamen und in Höchst inhaftiert waren. Aber er hatte nur Zugriff auf die Unterlagen derer, die auch dort entlassen worden waren. An die Akten der Häftlinge, die im Rahmen ihrer Freiheitsstrafe in ein anderes Gefängnis verlegt worden waren, kam er nicht heran.

Fey schickte an alle rund 400 Justizvollzugs- und Maßregelvollzugsanstalten in Deutschland das Phantombild verbunden mit der Frage, ob dieser Mann inhaftiert sei oder einst war: nicht einmal 80 Anstalten beantworteten seine Anfrage.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/tristan-bruebach-20-jahre-spaeter-kommissar-uwe-fey-gibt-nicht-auf-a-1199037.html



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Mordfall Tristan

22.08.2021 um 10:47
@angellost
Danke für den Link, den Artikel kannte ich noch nicht. Da kann man sich nur an den Kopf fassen angesichts der mangelnden Kooperationsbereitschaft, zum einen von den betreffenden JVAs, zum anderen vom Amtsgericht das den Datenschutz über die mögliche Aufklärung eines Mordes stellt.

Ich frage mich jedoch - Warum dauerte es 9 Jahre bis sich die beiden JVA Mitarbeiter meldeten und warum konnten sie wohl offensichtlich nur spärliche Angaben machen? Mir ist zwar klar, dass man als Mitarbeiter nicht jeden Insassen bestens kennt mit Namen etc. Aber da sie ihn ja offenbar erkannt hatten, haben die beiden sich nicht bemüht seinen Namen zu merken? Oder wie muss man sich das vorstellen? Erschütternde Einblicke in Deutschlands Mühlen der Verwaltung und Justiz. Ich plädiere auch stark dafür, nochmals eine Anfrage an die JVAs zu versenden. Gibt es keine Möglichkeit die Anstalten zur Kooperation zu erzwingen?


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Mordfall Tristan

22.08.2021 um 11:13
@infostream @angellost
Ich glaube, das Phantombild wurde erst 2008 veröffentlicht als das Augenmerk bei der nochmaligen Aktensichtung verstärkt auf den Zopfmann fiel.

Es könnte natürlich auch sein, dass die unbeantworteten Nachrichten aus den JVA's als "Negativanzeige" gewertet werden können, also keine Meldung = nicht dort eingesessen, weil man es sonst gemeldet hätte.

Nun kommt jedoch ein weiterer interessanter Aspekt hinzu, wie wir es gegenwärtig zB. im Fall M. Ney sehen, der nach Frankreich ausgeliefert wird. Wenn es auch in diesem Fall eine Verlegung ins Ausland gegeben hätte, hätte die Abfrage in Deutschland auch nicht viel weiterhelfen können.

Eventuell haben die 2 JVA-Angestellten auch erst dann reagiert, als sie den ehemaligen Strafgefangenen in sicherer Entfernung zu ihrem persönlichen Umfeld wägten.


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