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Mordfall Tristan

18.487 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Aktenzeichen Xy, Bahnhof, März 1998, Tristan Brübach, Liederbach, Liederbachtunnel, Frankfurt/höchst +
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

17.09.2020 um 00:02
@1cast
Zu diesem Herrn kursieren die unterschiedlichsten Thesen. Offiziell wurde nicht gefahndet, als Zeuge nie gemeldet. Jemand hat das Video aufgearbeitet und aus dem Filmmaterial x Fotos gemacht. Der Typ trägt anscheinend eine Brille.



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 10:17
Zitat von LillyLego
LillyLego
schrieb:
Ein Zettel, eine Krakelei im Schulbuch, vielleicht ne Zeichnung von einem hohen Gebäude oder Turm/Dach? Irgendetwas in der Art vielleicht und man konnte die Zeichnung oder Schrift eindeutig nicht Tristan zuordnen, weshalb man davon ausgeht, dass es vom Täter stammen könnte?
Schulbücher werden oft an die nächste Klasse weitergegeben. Ein solches Buch könnte also schon mehrere Vorbesitzer gehabt haben, die alle dort hineingekritzelt haben könnten. Und nicht nur die, sondern auch andere Klassenkameraden, kleinere Geschwister und so weiter.

Falls es eine solche Krakelei geben sollte, kämen zig Leute dafür in Frage, die mit dem Mord nichts zu tun hätten. Und die könnten sich vielleicht nicht mehr daran erinnern oder würden es vielleicht gar nicht zugeben, um Ärger mit den eigenen Eltern zu vermeiden.

Außerdem: Wenn eine solche Krakelei vorhanden ist und einem Erwachsenen zugeordnet werden könnte, wäre dann bestimmt ein Bild davon veröffentlicht worden in der Hoffnung, dass jemand die Schrift erkennt.



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 13:27
Nochmal zu dem Thema Täterprofil (Quelle: im Visier der Fahnder): direkt nach der Tat haben Profiler gewarnt dass der Täter sofort nochmal zeitnah zuschlagen könnte. Das Profil weitete sich folgendermaßen aus: zurückgezogen, wohnt alleine in einer Dachgeschosswohnung, Lese- Schreibschwäche und verminderte Intelligenz (!). Habe mal in die Seite BKA bezüglich Erstellung von Täterprofilen nachgelesen: eine vermindert Intelligenz wird laut Profiling einem ungeplanten Mord/ unterbewusste Planung zugeordnet (Quelle BKA). Des Weiteren kann man nachlesen dass eine Doppelmördertheorie sehr, sehr selten zutrifft. Auch interessant: es ist keineswegs notwendig dass der Mörder sein Opfer kannte. Ich versuche mal einen möglichen Tathergang (eher einfach gedacht) mit dem Wissen zu konstruieren: Tristan hatte am letzten Schultag vor den Ferien keinen Bock mehr auf Schule und hat wie so oft geschwänzt, Klassenkameraden nerven ihn. Der Mörder ist aus der Umgebung, benutze als Kind schon den Tunnel und geht auch mehrmals im Monat oder Woche durch weil er entweder dort arbeitet oder am Bahnhof irgendein Millieu suchte. Er wohnt bei einem Elternteil im Haus oder nebenan, keine sex. Kontakte zu Gleichaltrigen erlebt, hat keinen Schulabschluss, keinen Erfolg im Job, keine Freunde, hat negative primitive Gedanken im Kopf (kranke Phantasien) und hat mindestens ein negatives Körpermerkmal ( Hasenscharte, starkes Übergewicht, Schielen oder Ähnliches) und wird zeitlebens dafür gerobbt und einen entsprechend Spitznamen. Ich kann mir vorstellen dass Tristan seinen Mörder kannte weil die sich öfter im Tunnel zufällig begegnet sind oder davor. Tristan hat vielleicht mit seinen Freunden abgehangen, blödes Gelächter der Truppe und der Mörder hat es auf sich bezogen (Dynamik der Kränkung). Tristan traf auf seinen Mörder, er war wie im Rausch. Es hätte genauso gut einen anderen der Clique oder einen Fremden treffen können (der anscheinlich leicht zu überwältigend ist).... Ein schlechter Tag des Mörders könnte ausgereicht haben (lt. Profiling) dass es zum Overkill kam. Dass er seinen Mörder kannte sagte Fey schon, er depersonalisierte sein Opfer (unnötiges Zerstören des Gesichts) und das Abdecken und Richten des Opfers nach der Tat, Bauchlage. Jetzt kommt die Crux bei der Sache: wie konnte ein vermindert Intelligenter so präzise Schnitte setzen? Das lernt man nicht einfach so. Das ist sein täglich Brot. Der hat das gelernt!



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 13:43
Was man im Profiling über das Leben der Mörder nach der Tat beschreibt ist fast nicht zu glauben. Bei dieser Art Täter ist keine Veränderung des Wohnortes, Berufes zu erwarten, im Gegensatz zum planenden Täter. Jetzt kommt’s: viele Mörder tauchten schon als besorgte Bürger auf um bei der Aufklärung mitzuwirken und das in der Öffentlichkeit. Das würde heißen dass der Mörder schon vor ner Kameralinse gestanden sein könnte und sich wichtig gemacht hat oder als falscher Zeuge bei der Polizei aufschlug. Unglaublich.



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 16:08
@Niederbayern23

interessant, aber passt meiner Meinung nach nicht, wie du auch schon anmerktest, wegen der Präzision der Schnitte, usw.


meiner Meinung nach war das kein Junkie, Alki, Intelligenzverminderter, sondern ein eiskalter Typ, der genau wußte, was er wollte...dieses Szenario im Kopf hatte, schon lange...

und nun war sie da, die Chance, diese Phantasie zu realisieren!

und er hat es getan...unabhängig von der Gefahr entdeckt oder erkannt zu werden, dafür trug er sich schon zu lange mit diesem Gedanken, er war übermächtig.

und...hat ja auch geklappt...er ist bis heute nicht überführt worden.



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 16:32
Zitat von Ventil
Ventil
schrieb:
meiner Meinung nach war das kein Junkie, Alki, Intelligenzverminderter, sondern ein eiskalter Typ, der genau wußte, was er wollte...dieses Szenario im Kopf hatte, schon lange...
so denke ich es auch.., der war viel zu abgebrüht, hat keine Spuren hinterlassen usw.

@Niederbayern23
sehr gute Recherchen, die Du da machst.



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 23:38
@Ventil
@musikengel
Wenn man die andere Variante durchspielt und zwar die Kombination aus durchschnittlichen/ überdurchschnittlich intelligenten Täter und die dazugehörige geplante Tat dann gibt es ein Problem in diesem Fall und zwar soll hierbei der Täter die Angst des Opfers und die Macht genießen, das war bei Tristan nicht der Fall. Der Mord erscheint als wäre er nur Mittel zum Zweck. Der Tatort und der Fundort werden in dieser Variante auch (in der Regel) unterschiedlich beschrieben, lt. Profiling. Stimmt bei diesem Fall auch nicht überein. Verhalten nach der Tat: Umzug möglich, Alkohol...Dann gibt es noch 3. die Mischform: Komponenten beider Varianten sind vorhanden. Bei einem Mörder Duo wäre typisch dass Merkmale beider vorhanden sind. Einzeltäter nicht ausgeschlossen. Quelle: BKA, Link habe ich am 16.09.20 gesetzt. Eine Auftragstat, wie schon öfter hier gelesen könnte man sich vorstellen, aber mit was muss hierbei gedroht werden dass man so eine Wahnsinnstat vollbringen kann. Nicht begreifbar.



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 23:44
Zitat von Niederbayern23
Niederbayern23
schrieb:
Tristan hatte am letzten Schultag vor den Ferien keinen Bock mehr auf Schule und hat wie so oft geschwänzt,
Es war nicht der letzte Schultag vor den Ferien!



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Mordfall Tristan

17.09.2020 um 23:48
@oneeightseven
Danke für die Korrektur, war es dann der vorletzte Tag vor den Ferien?



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 08:45
Interessant ist auch, dass zu dieser Tageszeit / Tatzeit, bzw. auch kurz vorher, der Zopftyp nicht gesehen wurde.
Bsp. als er Richtung Tunnel ging, nur hinterher beim Verlassen des Gebüsches.

ich kenne den Tunnel nicht, wie steil ist der Zugang an der Seite, ich glaube Nordseite, wo der Zopftyp herauskam ?



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 09:56
@musikengel
Südseite war das, er ging Richtung Bahnhof. Wo dort genau der Zopfmann raus gekommen ist weiß ich nicht. Im einer Doku sieht man (von unten aus) wie steil ein Weg/ Trampelpfad (direkt am Brückeneingang) nach oben führt. Ich würde sagen, dass man geeignetes Schuhwerk braucht und etwas Schwung. Interessant ist, dass hier eine hohe Fluktuation herrschte weil der Trampelpfad gut „ausgetrampelt“ war.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 10:57
@Niederbayern23

Der Kinderhort liegt südlich vom Tunnel, dort wo der Mord auch geschah. Im Bericht „Im Visier der Fahnder“, erklärt der damalige Ermittlungsleiter Thomas, das der Tunnel regelmässig genutzt wurde. So haben Kinder von der einen Seite (Norden), den Täter mehrere Minuten beobachtet. Und auf der anderen Seite sind Kinder in den Tunnel gegangen und haben dort die Leiche gefunden.

Zur Anmerkung, die Kinder auf der Nordseite, wollten vom Spielplatz, auf die andere Südseite. Sie konnten dabei dann nur einen Schatten sehen und fragten sich, was da passiert. Da Sie Angst hatten, sind Sie aussen herum gegangen.

Die Kinder aus dem Hort, haben die Leiche kurz nach 16h entdeckt. Das spricht dafür, das Sie bis 16h betreut wurden und dann nach Hause gehen durften.

Übrigens ist es auch ein sehr interessanter Punkt, das im Spiegel Bericht „Neue Spuren im Fall Tristan Brübach“, aus dem Jahr 2013, eindeutig gesagt wird, das man davon ausgeht, das der Täter gestört wurde von den Kindern und man gar nicht weiss, was der Täter sonst noch mit dem Körper angestellt hätte. Darin liegt also die Vermutung, das der Täter noch gar nicht damit abgeschlossen hatte und womöglich noch weiter gegangen wäre. Das ist in soweit wieder interessant, da dann wieder der Fall Markus Wachtel ins Spiel kommt.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 11:12
Ein weiterer Punkt möchte ich ebenfalls anmerken, bzgl. der Täterschaft. Die Polizei lässt es offen, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt.

Ich lege einen Link diesbezüglich hier bei:
https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekanntePersonen/Brübach_Tristan/Sachverhalt_Brübach_Tristan....

Das halte ich ebenso für einen wichtigen Punkt. Gerade auch, weil man sich, wenn man vor Ort die Lage sich anschaut, man schon die Frage stellen kann. Wie das für eine Person so einfach möglich sein kann. Zuerst muss man den Jungen überwältigen; hat Ihm im Bachbett ausbluten lassen. Dann den Körper auf den Sockel gehoben und anschließend noch diesen sehr weit in den Tunnel geschleppt. Das ist für eine Person schon eine extreme körperliche Anstrengung.

@musikengel
Zu Beobachtungen des 12 jährigen Mädchen, die den Zopfmann gesehen hat. Da wurde eindeutig gesagt, das Sie denn Mann, aus einem Gebüsch hat kommen gesehen. Das ist dann nur auf der Südseite möglich. Da die Nordseite, recht offen einsehbar ist und natürlich die Südseite vielmehr Raum, zum Verschwinden bot & bis heute bietet.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 13:46
@drallfall
Ich kann nur abschätzen bezüglich Körpergewicht Jungen...mal ganz Vorsicht gesagt...bis zu 50 kg? Ich glaube schon dass das ein Mensch packen kann, es kommt ja auch auf die Technik an und nicht nur auf das Gewicht. Ich habe mehrere Praktikas in der Pflege absolviert und musste auch leider oft mit anpacken wenn’s mit dem Leben zu Ende ging. Einen Erwachsenen umzubetten macht macht man locker zu zweit. Die Mörder- Duo Theorie halte ich dennoch für möglich.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 14:59
@Niederbayern23
Aber das Motiv war doch die Beschaffung der Körperteile. Das muss er vorbereitet haben ( geeignetes Meeser, Sack)



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 15:04
@FritzPhantom
Es gibt ja auch eine unbewusste Planung, Tristan hatte ein Messer dabei und der Zopf soll auch immer ein Messer dabei gehabt haben. Wenn er sein Tupperdöschen dabei gehabt hätte, hätte er nicht den Rucksack von Tristan gebraucht. Das Ausleeren des Rucksacks bescherte der Polizei den Fingerabdruck.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 16:02
@Niederbayern23
Kann schon sein, dass nicht konkret dieser Tag geplant war, aber er hatte es schon vor, sonst wäre er nicht so geschickt gewesen. Tristans Messer war ein Kindertaschenmesser, damit hätte er die Schnitte nicht setzen können. Also muss er ein wirklich scharfes Messer gehabt haben. Im Rucksack waren keine Spuren vom Fleisch, also hatte er noch eine „Tupperdose“ oder einen dichten Plastiksack mit, wo er die Teile sauber verpacken konnte. Der wußte schon genau, was er tat, er wartete nur auf einen günstigen Zeitpunkt, alles andere war nicht spontan.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 16:13
@FritzPhantom
Ja, da hast du recht dass ohne Tüte der Rucksack anders ausgesehen hätte. Noch eine Anmerkung zur Doppel- Mörder- Theorie: das ist ja so selten dass man es fast schon ausschließen könnte, aber das könnte durchaus der Grund sein warum man den Fall noch nicht gelöst hat. Die Spuren weisen kein logisches Profil auf, die berühmten losen Enden. Wenn man ausgerechnet beim Falschen die Fingerabdrücke vergleicht ermittelt man bis u.U. nicht weiter und die heisse Spur verglüht.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 16:25
@Niederbayern23
Nicht vergessen werden sollte, dass der Zopfmann im März 1998 mindestens ein anderes Kind ebenfalls zum Tunnel locken wollte.
Und was den Rucksack angeht darf nicht vergessen werden, dass jeder den hätte mitnehmen können, da der Rucksack über eine Stunde vor dem Tunnel rumlag, bis die Polizei kam.
Das Publikum im Park und rund um den Bhf ist mitunter durchaus so, dass ein rumliegender Rucksack immer interessant wäre.



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Mordfall Tristan

18.09.2020 um 17:38
Thema Profiling. In einer Dokumentation bezüglich dieses Falls wurde berichtet, dass die Profiling Methoden vom FBI bereits angewandt und sogar eigene entwickelt wurden. Das Profiling hat lt Bericht den Sinn, dass man den Täter aus der anonymen Masse herausfiltert. Sollten es zwei Täter gewesen sein, kann das Profiling wenig ausrichten da sich die Merkmale beider Täter vermischen. Sehe ich das so richtig?



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