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Mord an Frauke Liebs

85.139 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

26.03.2018 um 22:22
Bin jetzt kein Technik Experte aber ich glaube nicht das die Länge der Telefonate etwas mit Ortung zutun hatten.
Fraukes Handy muss sich ja irgendwo eingeloggt haben und diese Login Daten bei den jeweiligen Funkzellen dürften ziemlich in Echtzeit verfügbar gewesen sein (Für den Provider)
Die Verschwinden ja nicht. Wenn ein Richterlicher Beschluss verfügbar ist könnten die relativ fix vom Provider erfragt werden.

Das läuft ja meines Wissens nicht über ne Fangschaltung ab wie man sie aus Filmen kennt.

Problem dürfte bis zum Schluß gewesen sein das kein Richterlicher Beschluss verfügbar war da eine eindeutige Bedrohungslage ja bis zuletzt nicht bestand.


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 01:01
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Bin jetzt kein Technik Experte aber ich glaube nicht das die Länge der Telefonate etwas mit Ortung zutun hatten.
na doch, es war damals schon möglich, allerdings ist es nur in Echtzeit, den punktgenauen Standort eines Handy zu ermitteln, weil dieses sich nicht nur in einen Funktmast anmeldet sondern meistens in 3-4 anderen(je mehr desto kleiner der Ortungsbereich).

Auf Grund der Verzögerung der Einlockzeiten (die in Sekundenbereich liegen), ist es möglich, den Standpunkt genau zu erfassen


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 01:07
Verstehe nicht worauf du hinaus möchtest @Siegessicher
Ob das Telefonat nun 2 Minuten dauert oder 10 ist egal wenn man sich an ein und dem selben Fleck aufgehalten hat.
Frauke´s Handy wird aktiviert -> Melden sich an -> Funkmast tauscht Daten aus.
Provider sieht die Daten -> Gibt sie an Polizei weiter wenn ein Richterlicher Beschluss zu dem Zeitpunkt vorhanden ist.

Selbst wenn dabei zu vers. Funkmasten hin und her geswitcht wird, du kannst mir nicht erzählen dass es da nen Unterschied macht ob man sich nun 2 Minuten oder 5 Minuten an dem Ort aufhält. Das geswitche würd ich ja nur Wiederholen.


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 15:01
Einen richterlichen Beschluss kann es gegeben haben - oder auch nicht. Erhellender zu wissen wäre, ob überhaupt zu dieser Uhrzeit, ein Techniker beim Provider vor Ort war. Diese Frage stelle ich mir auch zum Samstag.


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 15:54
Was die Standortermittlung des Handys anbelangt, das kann ich nicht nachvollziehen und weiß auch nicht, inwieweit das seinerzeit möglich gewesen wäre.

Was mich aber weitaus mehr verwundert, ist, warum hat man keine Anstalten unternommen, die eingehenden Telefonate aufzuzeichnen? Möglichkeiten hierfür gab es schließlich. Das hätte ich für weitaus bedeutsamer gehalten, als die Feststellung, wo gerade womöglich ein Auto geparkt ist, aus dem heraus telefoniert wird.


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 16:59
@emz
Daran erkennt man das die Polizei erst nach dem letzten Anruf freie Hand hatten.
In Deutschland dürfen Gespräche nicht unerlaubt aufgezeichnet werden.

Wir haben da die selbe Situation wie mit dem Selbstbestimmungsaufenthaltsrecht.
Wenn rechtlich keine Gründe vorhanden sind dürfen auch keine Anrufe einfach so aufgezeichnet werden, dem muss der Gesprächsteilnehme zustimmen.

Die Familie wollte Aufzeichnen, es scheiterte aber daran das kein Diktiergerät auftreibbar war.


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 17:59
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:Guten Abend an alle.
danke, @Malinka, dass du immer wieder mal ideen einstreust und fragen aufwirst, wenn die diskussion schleppend wird oder gar nicht mehr stattfindet.

die meisten fragen wurden ja schon etliche male diskutiert. daher möchte ich nochmals auf meine gedanken zu einigen fragen hinweisen:
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:3. Wenn man von der SMS wusste: warum kein Kontakt bereits am Mittwoch?
wir müssten vermutlich viel stärker nachschauen, wie der fall in der presse/öffentlichkeit verhandelt wurde bzw. was an welchen tagen/ zu welchen uhrzeiten bekannt gemacht wurde. ich könnte mir nämlich vorstellen, dass der täter seine informationen aus den medien hatte und dementsprechend reagierte.
es wurde mal angemerkt, dass der erste anruf erst nach der veröffentlichung der info, dass FL vermisst wird, stattfand. ich würde mal die these in den raum stellen, dass der täter damit direkt auf die mitteilung reagierte. eventuell gibt es sogar noch mehr solcher zusammenhänge?
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:4. Warum bleibt Frauke am Leben? Wozu?
ich denke, dass es lange zeit gar nicht geplant war, dass sie sterben sollte. ich vermute, dass der täter auch einen ausweg aus der situation suchte, diesen aber nicht fand. die situation spitzte sich zunehmend zu und fand ihren höhepunkt im letzten telefonat.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:8. War es egal wer am Freitag zurückruft?
vermutlich schon. niemand konnte die anrufe, die an FLs handy gingen, steuern und es war vermutlich der bruder, der am schnellsten reagierte, als er die nachricht/sms (vermutlich war es doch so, dass er zuvor versucht hat, FL auf ihrem handy zu erreichen, dann jedoch die nachricht bekam, dass das handy abgeschaltet war und er per sms benachrichtigt wird, sobald das handy wieder zu erreichen ist) bekam, dass das handy wieder erreichbar ist.
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:9. Wozu am Samstag einen Kontakt um diese Uhrzeit und absichtlich vor dem Deutschlandspiel?
war es absichtlich?
welche gründe könnte es geben? wäre das risiko, nicht aufzufallen, nicht eigentlich viel kleiner gewesen während des spiels, wenn fast keine autos mehr auf der straße waren und alle ganz gebannt das spiel schauten? oder wollte er einfach in der masse untertauchen, die sich auf der straße befand? vielleicht hatte der täter ja auch eine verabredung zum fußballgucken und wollte sie nicht absagen. hat er da vielleicht auch mehr informationen über das verschwinden erhalten (wir wissen, dass teilweise ein foto von FL vor den übertragungen auf leinwand gezeigt wurde und infos, dass sie vermisst wurde)?
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:15. Wozu lässt man Frauke einen solch langen Anruf tätigen der auch noch das Offensichtliche bestätigt?

16. Und wenn dies ein Abschied war, warum hat man ihr diesen gewährleistet?
ich denke nicht, dass der täter FL absichtlich quälen wollte, sondern einen ausweg aus der situation suchte. er war überfordert, wollte ihr vielleicht auch nicht wehtun und dachte vielleicht, er tut ihr einen gefallen, wenn er sie ein letztes mal anrufen lässt, um sich zu verabschieden. alternative idee: erst FLs aussagen während des telefonats führten dazu, dass er sie anschließend ermordete weil sie eben ganz offensichtlich dinge ausplauderte, die sie nicht sagen sollte. hat ihn FL dadurch wütend gemacht? sah er sich in die ecke gedrängt und fühlte sich gezwungen, nun so zu handeln?


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 18:10
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Wir haben da die selbe Situation wie mit dem Selbstbestimmungsaufenthaltsrecht.
Damit kann ich jetzt wenig anfangen, weil ich selbiges Recht nicht kenne und dazu auch nichts gefunden habe.

Ich denke mal, man kann es mit der Gesetzestreue auch ein wenig übertreiben, wenn es darum geht, ein Menschenleben zu retten. Und wenn einem wegen dieser Straftat die Muffe geht, muss man es ja nicht weitererzählen.

Zudem heißt es https://dejure.org/gesetze/StGB/201.html
Die Tat nach Satz 1 Nr. 2 ist nur strafbar, wenn die öffentliche Mitteilung geeignet ist, berechtigte Interessen eines anderen zu beeinträchtigen. Sie ist nicht rechtswidrig, wenn die öffentliche Mitteilung zur Wahrnehmung überragender öffentlicher Interessen gemacht wird.
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Die Familie wollte Aufzeichnen, es scheiterte aber daran das kein Diktiergerät auftreibbar war.
Dass es in ganz Paderborn kein Diktiergerät zu kaufen gegeben haben soll, das kann ich nicht so recht glauben.


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 18:19
@emz
Hab jetzt die korrekte Bezeichnung nicht im Kopf.
Aber mal diese Aussage:
„Vermissen kann man jeden“, sagt Kriminalhauptkommissar Andreas Pilz. „Damit wir handeln können, müssen aber mehrere Kriterien erfüllt sein.“ Diese sind in einer Polizeidienstvorschrift geregelt. Bevor die Polizei mit der Suche beginnt, prüfen die Beamten drei Punkte:

Hat der Gesuchte seinen gewöhnlichen Lebensbereich verlassen?
Ist der Aufenthaltsort unbekannt?
Besteht Gefahr für Leib und Leben?

„Letzteres ist wichtig, um nach einem Erwachsenen überhaupt suchen zu dürfen“, sagt Pilz. Denn: Wer volljährig ist, habe grundsätzlich das Recht, sich aufzuhalten wo er will. Erst wenn Gefahr besteht, hat die Polizei eine Handhabe.
Quelle: https://www.tz.de/muenchen/stadt/kommissar-erklaert-so-handelt-polizei-bei-vermisstenfaellen-8355104.html
Zitat von emzemz schrieb:Dass es in ganz Paderborn kein Diktiergerät zu kaufen gegeben haben soll, das kann ich nicht so recht glauben.
Fraukes Mutter selbst tätigte diese Aussage.
Möchtest du Behaupten das sie lügt?


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 19:41
@emz
Der Fall liegt knapp 12 Jahre zurück.
Da wird es mit der Verfügbarkeit etwas anders ausgesehen haben.

Frau Liebs sagte im Crime Artikel man hätte vergebens versucht ein Diktiergerät zu organisieren.
Diese Aussage die von der Mutter stammt anzuzweifeln find ich etwas .. taktlos?


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 19:48
Zitat von MalinkaMalinka schrieb:1. Warum in der Nacht zu Mittwoch die erste SMS?
Um eine sofortige Suche durch Familie und Freunde zu vermeiden. Wenn der Täter bspw aus dem nahen oder erweiterten Umfeld von Frauke kam, dann war es ja wichtig für ihn, Zeit zu gewinnen oder auch uU ein Alibi zu haben.

2. Wissend oder unwissend von der Begleitung geschrieben?
Ich glaube weiterhin wissend. Ich glaube, dass das schon irgendwie zum Plan gehörte.

3. Wenn man von der SMS wusste: warum kein Kontakt bereits am Mittwoch?
Weil die SMS ja eigentlich schon der Mittwochkontakt war, zwar sehr früh aber dennoch.

4. Warum bleibt Frauke am Leben? Wozu?
Tja. Daraus werde ich auch nicht schlau.

5. Warum am Donnerstag keine Behauptung wie " ... ich bin in Paderborn", obwohl sie es offensichtlich war?
Vielleicht wusste sie es selbst nicht, wo sie war. Und der Text war einfach vorgegeben.

6. Warum am Freitag ( nach einem persönlichen Anruf am Donnerstag) eine SMS an Chris?
Aus Zeitmangel des Täters vielleicht?

7. Warum dann noch den Rückruf a)abwarten und b)annehmen ? Keine Ahnung....

8. War es egal wer am Freitag zurückruft? Ja, glaube schon. Das konnte man ja nicht steuern.

9. Wozu am Samstag einen Kontakt um diese Uhrzeit und absichtlich vor dem Deutschlandspiel?
Keine Ahnung....
10. Wozu die Betonung durch das 3x Ich bin in Paderborn?
Es wäre hier sehr interessant zu wissen, wie genau Frauke das betont und gesprochen hat.

11. Warum am Dienstag beim letzten Anruf so viel später als sonst?
Der Täter musste evtl alles vorbereiten für den Mord.

12. War von Anfang an klar, dass Frauke weder behaupten wird in Paderborn zu sein, noch behaupten wird nicht zu wissen wann
sie nachhause zurück kehrt? (Denn sie befand sich offensichtlich in Paderborn) Denke schon.

13. Wozu die Länge des Anrufes? Abschied, wie Karen es gesagt hat.

14. Wenn das Telefon vorher abgeschaltet wurde um z.b. nicht geortet zu werden, wieso hatte man an diesem Abend anscheinend keine Scheue davor es einfach eingeschaltet zu lassen? Die Gefahr, dass die Polizei doch etwas unternimmt würde im fortschreitenden Verlauf der Ereignisse steigen.
Aufgrund dieses Anrufes, so vermuten viele, sei Frauke im Endeffekt auch gestorben. Die Aussagen der Frauke
bei ihrem letzten Anruf führten definitiv dazu, dass intensiver nach ihr gesucht wurde. Weil sie eh sterben sollte vielleicht.

Also Frage ich :
15. Wozu lässt man Frauke einen solch langen Anruf tätigen der auch noch das Offensichtliche bestätigt? Siehe oben

16. Und wenn dies ein Abschied war, warum hat man ihr diesen gewährleistet?
weil sie es vielleicht geschafft hat ihn davon zu überzeugen?


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 19:55
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Bin jetzt kein Technik Experte aber ich glaube nicht das die Länge der Telefonate etwas mit Ortung zutun hatten.
Fraukes Handy muss sich ja irgendwo eingeloggt haben und diese Login Daten bei den jeweiligen Funkzellen dürften ziemlich in Echtzeit verfügbar gewesen sein (Für den Provider)
Die Verschwinden ja nicht. Wenn ein Richterlicher Beschluss verfügbar ist könnten die relativ fix vom Provider erfragt werden.

Das läuft ja meines Wissens nicht über ne Fangschaltung ab wie man sie aus Filmen kennt.

Problem dürfte bis zum Schluß gewesen sein das kein Richterlicher Beschluss verfügbar war da eine eindeutige Bedrohungslage ja bis zuletzt nicht bestand.
So etwas würde ein Laie nicht wissen.
Es ist doch so: vor dem Dienstag Kontakt wurden die Anrufe kurz gehalten.
Frauke sagte nicht viel und sprach auch nicht lange.
Hier kann man doch vermuten, dass bewusst verhindert werden sollte, dass Frauke "zu viel" sagt.
Dann kommt es zum Dienstag Anruf. Hier spricht Frauke länger und gibt auch noch ihre seltsamen
Antworten auf die Fragen und lässt damit den Schluss zu, dass sie unfreiwillig fort ist.
Wie soll der Verlauf des Gespräches dem Täter Vorteile verschafft haben?


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Mord an Frauke Liebs

27.03.2018 um 21:18
Zitat von SiegessicherSiegessicher schrieb:na doch, es war damals schon möglich, allerdings ist es nur in Echtzeit, den punktgenauen Standort eines Handy zu ermitteln, weil dieses sich nicht nur in einen Funktmast anmeldet sondern meistens in 3-4 anderen(je mehr desto kleiner der Ortungsbereich).

Auf Grund der Verzögerung der Einlockzeiten (die in Sekundenbereich liegen), ist es möglich, den Standpunkt genau zu erfassen
Da verwechselst du was. Es stimmt, ein Handy kann in Echtzeit geortet werden. Es ist immer nur in einem Mast - einer Funkzelle - eingebucht. Wenn man die weiß dann kann man über benachtbarte Funkzellen die Signalstärke, des dort zwar nicht eingebuchten aber "anklopfenden" Handys auswerten und hat somit durch den Vergleich der unterschiedlichen Feldstärke an mindestens 3 Zellen eine ziemlich genaue Aussage wo das Handy sich befindet. Je enger die Masten beieinander stehen desto exakter die Ortung.

Verlässt man den Zeitpunkt der Ortung und möchte den Standort eines Handys ein paar Stunden später wissen dann sind nur noch die Logindaten des Netzbetreibers verfügbar, d.h. es gibt nur Aufzeichnungen über die eingeloggte Zelle - der Aufenthaltsort kann quasi überall in dieser Zelle sein.

Früher wurde dies entweder sogar gar nicht gespeichert oder jahrelang. So ganz genau weiß das keiner ;-)

Der Fall Mirko wurde durch diese Logindaten aufgeklärt.


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