Mord an Frauke Liebs
09.04.2018 um 16:51Andere Kleidung hätte ein Spur zum Täter sein können. Deshalb wird sie ihre Kleidung getragen haben.AlteTante schrieb:Vielleicht hat sie die die ganze Zeit lang tragen müssen?
Andere Kleidung hätte ein Spur zum Täter sein können. Deshalb wird sie ihre Kleidung getragen haben.AlteTante schrieb:Vielleicht hat sie die die ganze Zeit lang tragen müssen?
Ja davon gehe ich auch stark aus.AlteTante schrieb:Vielleicht hat sie die die ganze Zeit lang tragen müssen?
Verstehe ich deine Argumentation richtig:brennan schrieb:AlteTante schrieb:
Vielleicht hat sie die die ganze Zeit lang tragen müssen?
Andere Kleidung hätte ein Spur zum Täter sein können. Deshalb wird sie ihre Kleidung getragen haben.
Westfalen-Blatt vom 23.09.2011 / WarburgVielleicht haben auch manche diesen Part missinterpretiert.
Polizei hat/ zwei neue Hinweise/ Mordfall Frauke Liebs
Nieheim/Bad Driburg/Paderborn(vah/rob). In die Ermittlungen im Mordfall Frauke Liebs kommt nach fünf Jahren möglicherweise wieder Bewegung. In der Fernsehsendung »Ungeklärte Morde« bei RTL 2 ist die Tat am Montagabend noch einmal aufgerollt worden.
Frauke Liebs' Mörder wird seit fünf Jahren auch im Kreis Höxter gesucht.
Im Anschluss an die Sendung haben sich zwei Zuschauer bei der Polizei in Bielefeld gemeldet. Die Kontaktnummer war während der Sendung eingeblendet worden. Den neuen Hinweisen werde nun nachgegangen, berichtet die Polizei. Eine konkrete Information über den Täter sei nicht dabei gewesen.
Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann hatte den Tathergang in der Sendung noch einmal geschildert und auf Besonderheiten hingewiesen. Frauke Liebs, die aus Lübbecke stammt, war während der Fußball-WM in Deutschland nach dem Spiel Deutschland gegen Schweden am 20. Juni, das sie sich im Irish-Pub in Paderborn angesehen hatte, spurlos verschwunden.
Freunde erhielten in den folgenden Tagen noch Handy-Nachrichten von ihr. Mit einem damaligen Freund telefonierte sie - nach Einschätzung der Polizei saß ihr der Mörder jedoch bereits gegenüber. Die Gespräche sind nach Ermittlungen der Polizei aus dem Großraum Paderborn/Höxter geführt worden. Etliche Gespräche kamen über den Sendemast Nieheim-Entrup, weshalb im Raum Nieheim zeitweise besonders stark mit Flugblättern gefahndet wurde.
Am 4. Oktober 2006 fand ein Jäger die Leiche der Schwesternschülerin, deren Mutter Ingrid Liebs Schulleiterin am Städtischen Gymnasium in Bad Driburg ist und die im TV-Film zu Wort kam, in einem Wald zwischen Asseln und Neuenheerse. Seither ermittelt die Bielefelder Mordkommission. Der Mörder ist weiter auf freiem Fuß.
Quelle: Westfalen-Blatt vom 23.09.2011
Ressort: Warburg
Dokumentnummer: 7920B70AEE367B359F9A49E7C31FD28C
Dauerhafte Adresse des Dokuments: https://www.genios.de:443/document/WFB__7920B70AEE367B359F9A49E7C31FD28C
Wäre es denn nach all den Monaten noch klärbar gewesen, ob eins vorlag?Kangaroo schrieb:Wäre Frauke ohne Kleidung aufgefunden worden würde dies aber für ein sexual Delikt sprechen.
Vielleicht wollte der Täter dies nicht suggerieren oder fand es "unwürdig" die Leiche ohne Kleidung abzulegen.
Das klingt in anbetracht dessen dass er Frauke ermordet hat zwar merkwürdig aber Mörder denken teilweise auch sehr merkwürdig.
Wieso sollte es einem solchen Täter wichtig sein, ob man im Nachhinein von einem Sexualdelikt ausgeht oder nicht?Kangaroo schrieb:Ob es klärbar gewesen ist oder nicht spielt da weniger eine Rolle denke ich.
Der Umstand das sie Nackt abgelegt wurde, wird da wohl der größte Indikator sein von einem Sexualdelikt auszugehen.
Der Täter hätte da auch viel verraten denn wenn man sein Opfer Nackt ablegt spricht das eher dafür das der Täter keine Bindung zum Opfer hatte.
Ja die Wahrscheinlichkeit liegt nah. Vielleicht wurde ihr sogar vermittelt, dass "jetzt" nach Hause darf.alexm schrieb:Man könnte man sich fragen, ob es vielleicht so war, dass Frauke nicht in der Örtlichkeit starb (und vermutlich getötet wurde)
wo sie überwiegend festgehalten wurde, sondern außerhalb und dass es daher notwendig war, dass sie angezogen war, weil die Möglichkeit bestand, dass sie während der letzten Autofahrt zum Tatort, oder beim Einstiegen in das Fahrzeugs oder auch beim Aussteigen gesehen worden wäre bzw evtl tatsächlich gesehen wurde.
Nun, es hätte in seinen Augen die Gefahr bestehen können, dass die Leiche genauer untersucht wird und vielleicht Spermaspuren oder sonstige DNA von ihm gefunden werden. Aber eine solche Untersuchung wird ja hoffentlich sowieso gemacht, wenn die Leiche einer jungen Frau gefunden wird.Malinka schrieb:Wieso sollte es einem solchen Täter wichtig sein, ob man im Nachhinein von einem Sexualdelikt ausgeht oder nicht?
Das sollte einem Mörder doch egal sein.
So stelle ich mir das auch vor. Der Täter hat sich anscheinend nach ihrem Tod nicht mehr allzu viele Gedanken gemacht und hatte das Glück, dass Frauke erst entdeckt wurde, als die Witterung schon alle möglichen Spuren beseitigt hatte.alexm schrieb:Sie dürfte, als sie starb, angezogen gewesen sein (Vermutung); und er lies sie in der Kleidung.
Er wollte sie danach nur los werden, möglichst wenig Umstände und halbwegs schnell.
Vermutlich hat er sich Fragen bezüglich kriminalistischer Nachverfolgbarkeit nicht so im Detail oder letztlich fast gar nicht gestellt.
Ich setzte nicht voraus, dass man hier gradlinig dem Bilderbuch Täter betrachten muss,AlteTante schrieb:Nun, es hätte in seinen Augen die Gefahr bestehen können, dass die Leiche genauer untersucht wird und vielleicht Spermaspuren oder sonstige DNA von ihm gefunden werden. Aber eine solche Untersuchung wird ja hoffentlich sowieso gemacht, wenn die Leiche einer jungen Frau gefunden wird.
Trotzdem hätte der Täter hoffen können, dass die Polizei, wenn die Leiche irgendwann gefunden wird, glaubt, dass sie eines natürlichen Todes starb und sich vielleicht nur verlaufen hatte.
Nunja, ob nackt oder nicht, die Polizei prüft dennoch, ob ein Sexualverbrechen vorliegt.Kangaroo schrieb:Ob es klärbar gewesen ist oder nicht spielt da weniger eine Rolle denke ich.
Der Umstand das sie Nackt abgelegt wurde, wird da wohl der größte Indikator sein von einem Sexualdelikt auszugehen.
Speichel kann man ziemlich sicher nachweisen, wenn welcher vorhanden war.Kangaroo schrieb:Die Frage die ich mir Stelle ist auch wie Ressistent die Spuren auf der Kleidung sind. Es war ein sehr warmer Sommer aber es hat wenn ich mich nicht irre auch nicht selten geregnet oder?
Da wäre es Interessant zu erfahren wie haltbar oberflächliche Spuren sind wenn sie Regen ausgesetzt sind.
Mir ist bewusst das die Leiche nicht auf offenen Feld lag aber komplett geschützt vor der Witterung war sie auch nicht.
Blut ist sicher sehr hartnäckig aber wie sieht es mit Speichel aus?
Wäre ich der Täter und aus der Gruppe mit plausibel erklärbaren Spuren, würde ich sie keineswegs in anderen Kleidern ablegen als am Tag des Verschwindens. Hautschuppen oder Haare wären vielleicht noch schwach erklärbar. "Vielleicht hatte sie das in ihren Haaren, und es wurde vom Wind auf die neuen Kleider geweht." Aber ein Speicheltropfen wäre wohl endgültig nicht mehr zu erklären. Aus diesem Grund würde ich sie auch nicht nackt ablegen. Auf den Kleidern plausible Spuren würden nun eventuell eine Ebene tiefer zu finden sein, nämlich auf der Haut, was wieder nur schwach mit einem Kontakt vor dem Verschwinden zu erklären wäre.Malinka schrieb:Somit muss der Täter hier schon damit rechnen können, dass
wenn Frauke 1 Woche lang mit ihm und bei ihm unterwegs ist,
Spuren von demjenigen definitiv auf der Leiche zu finden wären.
Wenn es denn wie gesagt solche Funde an der Leiche gab.türeuner schrieb:1.) Alle, die an Fraukes Kleidung plausibel erklärbare Spuren hinterlassen haben dürfen.
Bei Hautschuppen, Speichel, Haaren gilt das für alle, auf die sie zwischen dem letzten bekannten Waschgang der Auffindekleider und ihrem Verschwinden getroffen ist. Also
- alle, die offiziell und bekanntermaßen in dieser Zeit auf sie getroffen sind, beruflich und privat,
- alle, die nachweislich im Pub waren, unabhängig davon, ob Frauke sie kannte oder nicht,
- sowie Menschen des täglichen Lebens, wie z.B. Busfahrer, Kassierer, Verkäufer, Restaurantkellner, auf die sie möglicherweise getroffen ist und die das nachweisen könnten.
Ich finde, deine Argumentation macht hier durchaus Sinn.türeuner schrieb:Die Tatsache, dass sie in Kleidern gefunden wurde, beweist nun natürlich nicht, dass der Täter aus der 1. Gruppe stammt! Ich habe einfach mal dargelegt, wie meine Denkweise wäre, gestehe aber ein, dass da einiges unausgegoren oder unlogisch sein könnte. (Bin geistig nicht voll da und ziemlich müde.)
Malinka schrieb:r
Guten Abend, ich bin nun jetzt etwas irritiert, bis her, ging ich davon aus, das es nur eine SMS aus Nieheim-Entrup gab. Nun lese ich im verlinkten Beitrag von Malinka das "Etliche Gespräche" über den Sendemast Nieheim- Entrup kamen, ist das noch niemandem aufgefallen, oder verstehe ich was falsch?Malinka schrieb:Freunde erhielten in den folgenden Tagen noch Handy-Nachrichten von ihr. Mit einem damaligen Freund telefonierte sie - nach Einschätzung der Polizei saß ihr der Mörder jedoch bereits gegenüber. Die Gespräche sind nach Ermittlungen der Polizei aus dem Großraum Paderborn/Höxter geführt worden. Etliche Gespräche kamen über den Sendemast Nieheim-Entrup, weshalb im Raum Nieheim zeitweise besonders stark mit Flugblättern gefahndet wurde.