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Mord an Frauke Liebs

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

15.06.2019 um 07:00
birkensee schrieb:Demnach ist der Täter bisher nicht als Tatverdächtiger in den Focus der Polizei geraten.
Ich frage mich immer noch,was das für Spuren sein sollen, DNS wohl kaum, jedenfalls ist mir nichts bzgl. Massentests bekannt. Auch sonst hätte man dann den Kreis der Verdächtigen präziser definieren und einschränken können müssen, das war alles nicht, wobei ich nicht weiß, welche Verdachtsmomente gegen diejenigen vorlagen, bei denen eine Durchsuchung stattgefunden hat, am ehesten wohl einschlägige Vorstrafen.
Letztlich war Östermann wohl zu optimistisch, oder hat es aus ermittlungstaktischen Gründen geäußert.


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15.06.2019 um 09:07
@rayden
Da stecken wir nicht drinne.
Aber ich habe mal eine generelle Frage.
War der Mord an Frauke ein Verdeckungsmord?


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Mord an Frauke Liebs

15.06.2019 um 09:20
Zur Klarstellung:

Thesen, die den Regeln widersprechen, werden auch nicht angedeutet! Wenn die These nicht diskutiert werden kann, kann sie nicht diskutiert werden und damit wird sie gar nicht thematisiert, Punkt! Wir werden definitiv nicht zuschauen, wie wilde Spekulationen angedeutet werden, aber auf Nachfrage erwartet wird, dass respektiert wird, dass nicht näher darauf eingegangen werden kann, weil die Regeln das untersagen. Sollten solche Andeutungen weiterhin im Thread stattfinden, werden wir sie so sanktionieren, wie wir die klar „ausgesprochene“ Spekulation sanktionieren würden! Wer kryptische und wilde Spekulationen diskutieren will, kann das per PN tun, da interessiert das nicht. Hier im Thread werden die Vorgaben der Verwaltung eingehalten!


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Mord an Frauke Liebs

15.06.2019 um 12:58
orenoa schrieb:gegen Unfreiwillig spricht aber meiner Meinung zu viel:
Wieso dann einen belebten (es war draussen warm und WM) Sommerabend mitten in der Stadt?
Das Opfer hätte sich gewehrt, dabei wäre vielleicht Kleidung zerrissen oder Täter hätte selbst Kampfspuren (Kratzer im Gesicht oder was auch immer) davon getragen. Eventuell hätte FL geschrien was wieder Zeugen auf den Plan ruft oder es kommt doch aufeinmal ein Auto aus einer Seitenstraße...
Wenn Frauke freiwillig in PB am Heimweg in ein Auto eingestiegen wäre, heisst dies ja nicht automatisch, dass deshalb die 1.Sms noch freiwillig gewesen wäre. In der Zeit vom freiwilligen Einsteigen ins Auto bis zu dieser ersten Sms kann ja recht viel passiert sein?

Ich finde, man darf solche Eckpunkte nicht zu stark miteinander verknüpfen.
Wenn sie freiwillig in ein Auto stieg, gibt es ebenfalls keinerlei zerissene Kleidung, nur dies ist kein Indiz dafür, dass dann die 1.SMS auch noch freiwillig gewesen wäre.
Für mich ist es nur wahrscheinlicher, wenn sie echt freiwillig bei wem einstieg, dass sie diesen Menschen auch kannte. Genauso ist es eben unwahrscheinlich, dass ein Abgreifen von Frauke vorher lange irgendwie nur geplant gewesen sein könnte, dafür ist ihr Heimgang um diese Uhrzeit an diesem Tag eher viel zu spontan und einmalig, als es etwa ein routinemäßiger, täglich passierender nach Hause-Weg dazu viel passender darstellen würde (und dies bei den meisten geplanten Entführungen auch genauso passiert).

Ich sehe also durchaus die Möglichkeit als gegeben an, dass Frauke freiwilllig in ein Auto einstieg und die erste SMS schon nicht mehr freiwillig (oder von ihr geschrieben) war. Umgekehrt aber, falls diese erste SMS tatsächlich noch freiwilliger Natur gewesen wäre, weiß aber auch dann keiner, zu welchen Zeitpunkt genau wandelte sich dieses ihre Freiwilligkeit in ein Festhalte-Szenario von Frauke um? 10 Minuten nach der ersten SMS oder kurz vor dem ersten Anruf (Do.) oder gar erst noch viel später? Dies weiß doch auch keiner genau.

Falls die erste SMS also schon nicht mehr freiwillig gewesen wäre, so gibt dies immer noch ein "freiwilliges Einsteigen" von Frauke her - als Möglichkeit.

Ich möchte eigentlich nur darauf hinweisen, dass hier kein zwingender Zusammenhang bestehen muss! Freiwilliges Einsteigen bedeutet eben nicht automatisch, diese SMS aus Nieheim hat Frauke dann auch noch freiwillig oder selbst geschrieben.

Ja und ich denke auch, diese so aufwendige Suche nach einem Versteck in Nieheim und das Ergebnis daraus (also NULL-Spur dafür gefunden) hat sicher Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit ob die erste SMS noch freiwillig geschrieben wurde oder nicht. Nur leider ist dieses "Null-Spur Ergebnis" kein garantierter Beweis dafür, dass Frauke diese erste SMS nicht doch noch selbst oder freiwillig schrieb. Aber was es schon ist (keinerlei Spur eines Versteckes/Verdächtigen mMn.), dieses Ergebnis, dass es eher dafür spricht, dass diese erste SMS nicht mehr freiwillig war.

Also ich würde darüber glauben, zur Zeit der OF-Analyse und eben vor der ganzen aufwendigen Suche nach einem Versteck oder Verdächtigen in der Gegend Nieheim, war die Wahrscheinlichkeit, dass Frauke diese erste SMS tatsächlich dort noch freiwillig schrieb bei weitem höher als danach. Dieses Ergebnis -> "dort so gar nix zu finden" ist eher dann mehr ein Ausschlag in eine andere Sichtweise, also dass es dort wirklich je ein Versteck gab und auch gleichzeitig damit hat sich die Wahrscheinlichkeit einer freiwilligen ersten SMS - durch dieses Ergebnis - sicher stark reduziert. Nur leider reicht dies dazu nicht aus, dass man eine freiwillige erste SMS deshalb völlig ausschließen könnte. Denn es bleiben immer noch Punkte übrig, wo es darin plausibler erscheint, wenn eine freiwillige erste SMS darin angedacht wird.

Aber hier denken/glauben eben schon viele User, dass die erste SMS nicht mehr freiwillig gewesen wäre. Dieses würde aber bedeuten, dass diese erste Konaktaufnahmen schon allein nur aus Täterinteresse heraus passierte und gegen den Willen (des Interesses) Fraukes.
Wenn diese erste Kontaktaufnahmen schon mit einem vollen Zwang begann, ist es doch recht naheliegend, dass ALLE weiteren Kontakte genauso erzwungen wurden (selbes Muster) und völlig gegen das Interesse von Frauke stattfanden, rein im Täterinteresse lagen? Dies würde ja den Aufwand/Risiko eher erklären, welchen er dafür trieb. Für sich... nicht für Frauke der ganze Aufwand.

Denn erst zwingt er Frauke, diese SMS zu schreiben, danach "kniet" und "bettelt" Frauke ihn darum einen Kontakt herzustellen....hmmm... so ein Szenario widerspricht sich eigentlich total.

Wenn also die erste SMS noch freiwillig gewesen wäre, könnte es durchaus möglich sein, dass Frauke weitere Kontakte wollte. Erzwang der Täter aber schon den ersten Kontakt gegen den Willen Fraukes, tendiere ich eindeutig dazu, dann waren wahrscheinlich alle Kontakte vom Täter erzwungen und kein einziger Kontakt hat unter den Willen/Interesse von Frauke stattgefunden. Dieses "Kontakte erzwingen von Frauke" würde dann also schon bei der ersten SMS starten und beginnen und sich in allen weiteren Kontakten nur fortsetzen?


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15.06.2019 um 15:49
Macht schrieb:Aber ich habe mal eine generelle Frage.
War der Mord an Frauke ein Verdeckungsmord?
Könnte ich mir gut vorstellen, dass es dazu diente, die Entführung mit etwaigen einher gegangenen Vergewaltigungen oder dergleichen zu verdecken.
Doverex schrieb:Für mich ist es nur wahrscheinlicher, wenn sie echt freiwillig bei wem einstieg, dass sie diesen Menschen auch kannte. Genauso ist es eben unwahrscheinlich, dass ein Abgreifen von Frauke vorher lange irgendwie nur geplant gewesen sein könnte, dafür ist ihr Heimgang um diese Uhrzeit an diesem Tag eher viel zu spontan und einmalig, als es etwa ein routinemäßiger, täglich passierender nach Hause-Weg dazu viel passender darstellen würde (und dies bei den meisten geplanten Entführungen auch genauso passiert).
Und genau diesen Ansatz verfolgte ja auch die Polizei mit großem Aufwand, fand aber nichts.
Was langfristige Planung anbelangt: Entweder war sie ein Zufallsopfer, oder der Täter war auf ihrem Heimweg beheimatet, und dann wohl nahe der Wohnung, sonst macht auch für mich ein Abgreifen FLs als gezieltem Opfer wenig Sinn, da zu viele Unwägbarkeiten vorlagen.
Fuhr sie denn mit dem Bus zur Arbeit? Oder ging sie auch da mal zu Fuß, oder nahm das Fahrrad? Und wenn eines von letzteren beiden: Welchen Weg schlug sie da ein, ist das bekannt? Wäre dann doch hoch wahrscheinlich, dass sie den auch an dem Abend genommen hat.


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15.06.2019 um 22:12
@rayden
Es kann ja auch eine Mischung aus zufällig und geplant gewesen sein. Die Fantasie einer solchen Aktion war schon länger da, der Moment vielleicht günstig. Die Tat kann sich in der Fantasie bereits abgespielt haben. Irgendwie passt mir da nur diese extrem persönliche Komponente nicht mit rein. Was wäre zb gewesen, wenn Chris sich am Tel gemeldet hätte und den Hörer heimlich an die Eltern oder sonstwem gegeben hätte und diese plötzlich geantwortet hätten... oder die Polizei mithört und im Raum ist. Wissen konnte das der Täter nicht, wenn er nicht auch noch die Wohnung hätte von wem beobachten lassen. Wenn ein Lautsprecher an war und der Täter mithört, hat man das doch am anderen Ende meist gemerkt?


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16.06.2019 um 00:22
abberline schrieb:Es kann ja auch eine Mischung aus zufällig und geplant gewesen sein. Die Fantasie einer solchen Aktion war schon länger da, der Moment vielleicht günstig. Die Tat kann sich in der Fantasie bereits abgespielt haben. Irgendwie passt mir da nur diese extrem persönliche Komponente nicht mit rein. Was wäre zb gewesen, wenn Chris sich am Tel gemeldet hätte und den Hörer heimlich an die Eltern oder sonstwem gegeben hätte und diese plötzlich geantwortet hätten... oder die Polizei mithört und im Raum ist. Wissen konnte das der Täter nicht, wenn er nicht auch noch die Wohnung hätte von wem beobachten lassen. Wenn ein Lautsprecher an war und der Täter mithört, hat man das doch am anderen Ende meist gemerkt?
Nicht nur die Fantasie, entsprechende Vorbereitungen sind auch erfolgt, sonst kann man mE einen Menschen nicht mal eben abgreifen und eine Woche lang unbemerkt gefangen halten. D.h. die Tat an sich war geplant und vorbereitet, die Frage ist eher, ob FL dann das gezielte oder beliebiges Opfer war, weil einfach die Gelegenheit gerade günstig war? Als gezieltes Opfer stelle ich mir das abseits der alltäglichen Pfade sehr schwer vor, am einfachsten eben noch wie gesagt im unmittelbaren Wohnumfeld.
Ich glaube auch, dass dem Täter egal war, ob und wer da alles mithört, Polizei eventuell ausgenommen, sonst hätte er sie nicht den Anruf von ihrem Bruder annehmen lassen, und sie beim letzten Telefonat noch mit Karen telefonieren lassen, und wären die Eltern noch da gewesen, mit denen wohl auch, jedenfalls konnte sie ja auch nach denen fragen.


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16.06.2019 um 23:25
@rayden
rayden schrieb:Ich frage mich immer noch,was das für Spuren sein sollen, DNS wohl kaum, jedenfalls ist mir nichts bzgl. Massentests bekannt. Auch sonst hätte man dann den Kreis der Verdächtigen präziser definieren und einschränken können müssen,
Ich glaube auch nicht, dass damals DNS gefunden wurde. Es müssten Spuren sein, die es nicht erlauben, den Täter aus einem unüberschaubar großen Personenkreis herauszufiltern (wie es z. B. bei einem Massengentest möglich wäre), sondern sich nur für eine Beweisführung angesichts eines konkreten Tatverdächtigen eignen.

Als Beispiel für die Richtung dieser Überlegung verweise ich auf eine Idee, die hier mal eine Userin hatte (weiß leider den Namen nicht mehr), die Spuren eines Haustiers vermutete (und die sich auch nach dem Tod des Tieres vielleicht noch in der persönlichen Umgebung des Täters nachweisen ließen. Es gibt offenbar Spuren, die die Identifizierung eines Tieres zulassen, z. B. bei Wolfsrissen.)

Aber das nur als Beispiel - ich glaube, dass da ganz unterschiedliche Arten von Spuren denkbar sind, die zwar nicht zum Täter führen können, bei einem konkreten Tatverdacht aber durchaus von Nutzen wären.


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Mord an Frauke Liebs

17.06.2019 um 00:42
@birkensee
Leider kann der genetische Code bei Tieren öfter vorkommen... d. H mehrere Individuen können die gleiche DNA haben. Bsp: Hunde
Man kann also nicht zweifelsfrei beweisen das es sich um das Individium handelt...


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Mord an Frauke Liebs

17.06.2019 um 00:52
@Gogo84


Da bei Wölfen eine solche Identifikation möglich, nahm ich an, dass es z. B. auch bei Hunden gelingt. https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/wolf-in-der-eifel-100.html

Aber ich bin auch alles andere als überzeugt, dass die Spuren eines Haustieres gefunden wurden. Es ging mir mehr um ein Beispiel für die Eigenart dieser Spuren.


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17.06.2019 um 02:33
rayden schrieb:D.h. die Tat an sich war geplant und vorbereitet, die Frage ist eher, ob FL dann das gezielte oder beliebiges Opfer war, weil einfach die Gelegenheit gerade günstig war? Als gezieltes Opfer stelle ich mir das abseits der alltäglichen Pfade sehr schwer vor, am einfachsten eben noch wie gesagt im unmittelbaren Wohnumfeld.
FL als beliebiges Opfer ist natürlich nicht auszuschließen, aber aufgrund der Umstände (z B. Telefonate) vermute ich das nicht.

Dass sie als gezielt ausgesuchtes Opfer "abseits der alltäglichen Pfade" entführt wurde, fände ich sehr plausibel:
Nach den Informationen hier im Thread besaß FL (soweit ich mich erinnere) ein Auto und ein Fahrrad. Das Krankenhaus lag von ihrem Wohnhaus nicht allzu weit entfernt - aber für eine Fußstrecke wohl doch zu weit (vor allem, wenn man morgens nicht viel Zeit hat). Ich nehme daher an, dass FL für den Weg zur Schule und zum Krankenhaus ihr Auto oder ihr Fahrrad nutzte, ebenso zum Einkaufen.
Das hätte die gut kalkulierbaren "Zugriffsmöglichkeiten" eines Täters, der es auf FL abgesehen hatte, sehr eingeschränkt.

Ein FL flüchtig über ihren Freundeskreis bekannter Täter hätte zwar nicht wissen können, dass sie an jenem Abend in den Pub geht, aber vielleicht wusste er um die Möglichkeit. Die nächste Ungewißheit hätte für den Täter natürlich in der Möglichkeit bestanden, dass FL in Begleitung den Pub verlässt.
Aber ich glaube nicht, dass ein Täter, der mit einem solchen Verbrechen alles riskiert, um FL in seine Gewalt zu bringen, nur zu einem einzigen Versuch bereit gewesen wäre. Es hätte keine sichere Variante gegeben. Er wäre auf Glück angewiesen gewesen, und das heißt auch, auf etwas Geduld. Vielleicht hatte er schon öfter vergeblich gewartet.

@abberline
abberline schrieb:Die Tat kann sich in der Fantasie bereits abgespielt haben.
Ich gehe davon aus, dass entsprechende Phantasien diese Tat "vorbereitet" haben.
abberline schrieb:Irgendwie passt mir da nur diese extrem persönliche Komponente nicht mit rein. Was wäre zb gewesen, wenn Chris sich am Tel gemeldet hätte und den Hörer heimlich an die Eltern oder sonstwem gegeben hätte und diese plötzlich geantwortet hätten... oder die Polizei mithört und im Raum ist.
Beim 1. Telefonat war das ausgeschlossen. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt mit einem Anruf bei Chris rechnen, und das Gespräch war viel zu kurz, um den Hörer weiter zu reichen (Chris konnte nicht einmal eine Frage stellen).

Beim 2. Anruf: FL hat nichts verraten können und der Täter ist überhaupt nicht in Erscheinung getreten.

Der 1. Anruf fand an einem Ort statt, der am weitesten von den anderen entfernt lag. Auch der Ort, von dem beim 2. mal telefoniert wurde, hätte sich nicht berechnen lassen.

Anders bei den Orten am Sonntag und vor allem am Dienstag. Da hätte die Polizei das geographische Muster der Orte bereits erkannt haben können - sogar mit größter Wahrscheinlichkeit. Aber zu diesem Zeitpunkt waren die Ermittlungen bereits eingestellt.

Deshalb bin ich davon überzeugt, dass der Täter irgendeinen (oberflächlichen) Kontakt zu FLs Freundeskreis hatte. Dann hätte er vollkommen unkompliziert und unverdächtig erfahren können, dass ihm von der Polizei keine Gefahr mehr drohte. Unter dieser Voraussetzung hätten die Orte der beiden letzten Telefonate für ihn sogar eine Art Triumph über die Polizei sein können.

Und wenn es dem Täter um das Machterlebnis ging: Im Kontakt mit Leuten aus FLs Freundeskreis hätte er den "Erfahrungsraum" seiner Macht eindrucksvoll erweitern können.


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17.06.2019 um 13:29
birkensee schrieb:sondern sich nur für eine Beweisführung angesichts eines konkreten Tatverdächtigen eignen.

Als Beispiel für die Richtung dieser Überlegung verweise ich auf eine Idee, die hier mal eine Userin hatte (weiß leider den Namen nicht mehr), die Spuren eines Haustiers vermutete (und die sich auch nach dem Tod des Tieres vielleicht noch in der persönlichen Umgebung des Täters nachweisen ließen. Es gibt offenbar Spuren, die die Identifizierung eines Tieres zulassen, z. B. bei Wolfsrissen.)
Nur wenn Östermann der Überzeugung war, dass der Täter ihm schon gegenüber saß, dann können das auch nicht so viele gewesen sein, und bei denen hätte man dann doch die Übereinstimmung mit der Spurenlage überprüfen können müssen, um den Tatverdächtigen sicher auszuschließen, oder halt den Kreis deutlich enger ziehen zu können, aber beides ist nicht geschehen meiner Kenntnis nach. Insofern waren die Spuren zum damaligen Zeitpunkt offenbar ziemlich wertlos. Inwieweit der technische Fortschritt das geändert haben könnte, weiß ich nicht, es bleibt aber dabei, dass Östermanns Äußerung bezüglich der Spuren zu optimistisch und nicht zutreffend war.
birkensee schrieb:FL als beliebiges Opfer ist natürlich nicht auszuschließen, aber aufgrund der Umstände (z B. Telefonate) vermute ich das nicht.

Dass sie als gezielt ausgesuchtes Opfer "abseits der alltäglichen Pfade" entführt wurde, fände ich sehr plausibel:
Nach den Informationen hier im Thread besaß FL (soweit ich mich erinnere) ein Auto und ein Fahrrad. Das Krankenhaus lag von ihrem Wohnhaus nicht allzu weit entfernt - aber für eine Fußstrecke wohl doch zu weit (vor allem, wenn man morgens nicht viel Zeit hat). Ich nehme daher an, dass FL für den Weg zur Schule und zum Krankenhaus ihr Auto oder ihr Fahrrad nutzte, ebenso zum Einkaufen.
Das hätte die gut kalkulierbaren "Zugriffsmöglichkeiten" eines Täters, der es auf FL abgesehen hatte, sehr eingeschränkt.
Aber dann hätte er sie schon länger auf Schritt und Tritt verfolgen müssen, ohne dass jemand etwas bemerkt, dazu die Unwägbarkeiten bzgl. des Heimweges, welche Route sie nun einschlägt, etc., ich stelle mir das sehr schwierig bis unmöglich vor, und am ehesten noch im direkten Wohnumfeld möglich.
Aber zweifellos war es mit die beste Möglichkeit, FL abzugreifen, wenn sie gezieltes Opfer war. Ich weiß allerdings auch nicht, wie häufig sie den Fußweg spätabends nach Hause antrat, glaube schon, dass das häufiger vorkam, als junge(r) Erwachsene(r) ist man idR häufig unterwegs zu Abend- und Nachtzeiten.


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17.06.2019 um 14:04
Vor allem war der Pub Besuch ja bis kurz vorher gar nicht mal so sicher und da sie kein Stammgast an bestimmten Tagen war, hätte ein verfolgender Täter das ja erstmal wissen müssen. Und selbst Zeit haben. Und es war nicht sicher, ob Frauke allein nach Hause gehen würde. Oder vielleicht noch stundenlang im Pub bleibt


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Mord an Frauke Liebs

17.06.2019 um 14:25
rayden schrieb:Nur wenn Östermann der Überzeugung war, dass der Täter ihm schon gegenüber saß, dann...
Mich würde schwer interessieren, WO du das her hast? Quelle -Bitteschön !!!
Sonst reden wir schon wieder nur um ein Gerücht herum, was niemand bestätigen kann.


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17.06.2019 um 15:20
Gerüchteküche!

Hierbei bei den unteren 5 Punkten handelt es sich um reine Gerüchte ohne je erbrachte Belege/Beweise oder um ein nachvollziehbares Quellenverzeichnis, dass sie auch stimmen könnten.

1) Fraukes Handy wurde noch einmal nach dem letzten Gespräch (Di. 27.Juni 06) in Nieheim-Gegend am Sendemast eingeloggt festgestellt.

2) Östermann behauptete, dem Täter schon mal am Vernehmungstisch gegenüber gesessen zu sein.

3) Frauke war schon einmal viel früher für ein paar Tage mal untergetaucht.

4) Frauke wurde von einem Zeugen am Tag ihres Verschwindens, ganz kurz bevor sie in der WG angetroffen wäre, gesichtet.

5) Fraukes Leiche wäre vollständig skelettiert gewesen bei ihrer Auffindung (Okt. 06).

Solche Gerüchte darf man nicht so einfach als "bare Münze" (eben ! als Wahrheit !) annehmen, sondern sollten vielmehr auch, wenn sie hier mal schriftlich geäussert werden, als reines Gerücht (welches genausogut die Unwahrheit - Lüge - repräsentieren könnte) gekennzeichnet werden.

Wir sollten solch ein Thema wenn es sich dabei um Gerüchte handelt, differenzierbarer umschreiben (ganz sicher nicht als wären sie ein Fakt), damit es alle anderen User/innen, die in das Thema nicht so eingelesen sind, es viel leichter haben, die Unterschiede zu bemerken/erfassen (mMn.).


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17.06.2019 um 17:10
Doverex schrieb:Ich sehe also durchaus die Möglichkeit als gegeben an, dass Frauke freiwilllig in ein Auto einstieg und die erste SMS schon nicht mehr freiwillig (oder von ihr geschrieben) war.
Wenn diese 1. SMS also nicht freiwillig war und quasi vom Täter diktiert oder geschrieben wurden. Welchen Zweck sollte diese mit dem Inhalt dann haben? Um auf die Region Nieheim zu lenken? Zu diesen Zeitpunkt (um 0:49Uhr) konnte er nicht wissen ob es nicht doch Zeugen gab die das einsteigen oder was auch immer beobachtet haben bzw. das die Polizei im weiteren Verlauf den Fokus auf überhaupt auf Nieheim legt. Zumal wenn es ein Ablenkungsmanöver sein sollte wieso hat er dann nicht weitere Telefonate/SMS von Nieheim aus geführt? Spätestens für den 2. bzw. den Anruf am Samstag musste er
mobil mit Frauke unterwegs gewesen sein hätte er auch wieder in Bereich Nieheim fahren können um die Aufmerksamkeit dahin zu legen.
Ebenso mit dem Inhalt der SMS verschafft er sich max. Zeit bis zum nächsten Tag und ab da ist er wieder im Zugzwang. Hätte seinerzeit die Polizei z.bsp. eine Ringfahndung vorgenommen (was der Täter zu dem Zeitpunkt vermutlich auch nicht wissen konnte) hätte er spätestens ab dem 5. Anruf schlechte Karten in PB gehabt.

Ausschließen kann man es zwar alles nicht aber aus meiner Sicht spricht wesentlich mehr dagegen und es spricht auch alles nicht für einen besonders planenden Täter.
Doverex schrieb:Aber was es schon ist (keinerlei Spur eines Versteckes/Verdächtigen mMn.), dieses Ergebnis, dass es eher dafür spricht, dass diese erste SMS nicht mehr freiwillig war.
Ob es wirklich eine NULL-Spur war? Da gibt es sicherlich noch andere Anhaltspunkte wie die die wir hier kennen. Wie schon als Beispiel genannt kann es gut falsche Alibis geben haben. Einen Durchsungsbefehl gibt es auch immer nur für die Räume eines Beschuldigten. War der Festhalteort/Tatort jetzt aber nicht dem Täter (als Beispiel: ein Gartenhaus vom Großonkels) dann müsste das erstmal der Polizei bekannt sein und dann benötigt man natürlich einen Durchsungsbefehl für die Räumlichkeiten des Großonkels. Oder anderes Beispiel der Täter lebt in einer WG, wenn X beschuldigt wird darf das Zimmer von Y nicht durchsucht werden.


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17.06.2019 um 18:26
Doverex schrieb:Mich würde schwer interessieren, WO du das her hast? Quelle -Bitteschön !!!
Sonst reden wir schon wieder nur um ein Gerücht herum, was niemand bestätigen kann.
Habe es irgendwo mal gelesen, er habe das Gefühl gehabt, finde es aber nicht wieder, zudem habe ich es aber auch wieder einmal mit "wenn" als Konditionalsatz gekennzeichnet, es steht dir frei, das Gegenteil anzunehmen.
Und ebenso ist die Behauptung, FLs Leiche sei vollständig skelettiert gewesen, nur dahingehend von Belang, ob die Verabreichung von Substanzen noch nachgewiesen werden konnte, oder nicht. Nur zweifelsfrei ausgeschlossen hat es die Polizei mW nach bis Heute nicht öffentlich, insofern kann man beiderlei Behauptungen, FL stand unter Einfluss von Substanzen oder auch nicht, weder bestätigen noch widerlegen. Wenn du behauptest, sie sei vollkommen klar und frei von Medikamenteneinflüssen gewesen, ist das nicht mehr oder weniger belegbar, als wenn ich das Gegenteil behaupte.


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17.06.2019 um 18:32
orenoa schrieb:Wenn diese 1. SMS also nicht freiwillig war und quasi vom Täter diktiert oder geschrieben wurden. Welchen Zweck sollte diese mit dem Inhalt dann haben? Um auf die Region Nieheim zu lenken? Zu diesen Zeitpunkt (um 0:49Uhr) konnte er nicht wissen ob es nicht doch Zeugen gab die das einsteigen oder was auch immer beobachtet haben
Genau das würde doch einer unfreiwilligen 1. SMS Sinn geben.

Wenn wir mal hypothetisch davon ausgehen, dass FL den Täter nur flüchtig kannte, hatte er von einer Überprüfung ihres näheren Bekanntenkreises nichts zu befürchten. Er hätte sich ziemlich sicher sein können, dass es keine Spur gab, die von FL zu ihm führen könnte.

Problematisch wäre vor allem der Ort gewesen, an dem die beiden - Opfer und Täter - an jenem Abend aufeinander trafen. Zudem hätte der Täter, der nicht wissen konnte, wann FL den Pub verlässt, auf sie warten müssen.
Ein wartender Mann, der in einem Auto sitzt oder rauchend um den Pub herumschlendert, ist eine Allerweltserscheinung. Doch die Belanglosigkeit einer solchen Beobachtung verkehrt sich schlagartig ins Gegenteil, sobald man erfährt, dass ein junges Mädchen nach dem Pubbesuch an jenem Abend verschwand und die Polizei ein Verbrechen vermutet.

Ohne jene 1. SMS wären die Polizei und die Öffentlichkeit davon ausgegangen, dass FL auf ihrem Nachhausweg etwas passiert sei. Zeugen, die z. B. einen in der Nähe des Pubs längere Zeit wartenden Mann bemerkten, hätten alle Veranlassung gehabt, das der Polizei mitzuteilen.

Durch die 1. SMS wurde aber suggeriert, dass es FL noch 2 Stunden nach Verlassen des Pubs sehr gut ging. Demnach war ihr auf dem Nachhauseweg überhaupt nichts passiert - sie hätte sich vielmehr freiwillig entschieden, entgegen ihrer Ankündigung im Pub noch nicht nach Hause zu gehen und saß nun fröhlich mit einer anderen Person zusammen.

D. h. für die Polizei, die damals die 1. SMS als freiwillig verfasst einschätzte, war damit der Nachhauseweg kein Ort eines (potentiellen) Verbrechens. Diese Ablenkung von Ort und Zeit der Entführung wäre für einen Täter, der FL bereits in PB entführte, äußerst sinnvoll gewesen. (Und eine Entführung in PB schließt natürlich nicht aus, dass FL freiwillig in sein Auto stieg.)


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17.06.2019 um 18:43
@rayden
rayden schrieb:Nur wenn Östermann der Überzeugung war, dass der Täter ihm schon gegenüber saß
Diese Behauptung tauchte gelegentlich hier im Thread auf, aber auch nach meinem Kenntnisstand hat sich nie ein Beleg für eine solche Aussage von Herrn Östermann finden lassen.
Gäbe es sie, wäre natürlich seine Aussage über die Spuren widerlegt. Aber wenn diese mehrfach kolportierte "Info", dass Herrn Östermann glaube, dem Täter schon einmal gegenüber gesessen zu haben, falsch wäre (wofür offenbar alles spricht)?


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17.06.2019 um 19:04
Ohne Jemand zu nahe treten zu wollen aber ist ja auch voll wichtig ob das nun Wirklich so war oder nur ein Gerücht ist.
Das würde den Fall ja auch in ein völlig neues Licht stellen wenn Herr Östermann tatsächlich der Überzeugung ist, dem Täter schon mal gegenüber gesessen zu haben ..

Wenn sich die betreffende Aussage doch irgendwann finden lässt dann heißt es plötzlich: "Hey, wer weiß ob er das Wirklich denkt oder nur Ermittlungstaktik war"...

Bzgl. des "Zeugen" welcher Frauke unweit der WG gesehen haben will:
Selber "Zeuge" behauptet auch bei einem anderen Mordfall in Berlin Zeuge gewesen sein und will im Fall Liebs angeblich mit seinem Hund am Park an der Borchener Straße gecampt haben der zu dem Zeitpunkt schon tot war.
Dieser Mensch ist einfach verwirrt.


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