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Mord an Frauke Liebs

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

12.06.2019 um 23:19
@Sven1213
Sven1213 schrieb:Der Täter, selbst wenn in Paderborn wohnend oder sie dort festgehalten wurde, hat sie niemals aus dem Verstecke hinaus, in ein Fahrzeug verbracht, in ein Gewerbegebiet gefahren, 20 Sekunden telefonieren lassen und das alles wieder zurück.
Sven1213 schrieb:Das muss viel einfacher gewesen sein. Wir denken vielleicht nur zu kompliziert.
Glaubst Du, es wäre sinnvoller gewesen, der Täter hätte sie von dem Ort telefonieren lassen, an dem er sie gefangen hielt? Das wäre zwar "unkomplizierter" gewesen, aber mit fatalen Folgen für den Täter.

Ich verstehe Deinen Ansatz größerer Einfachheit, glaube aber, dass man hier schnell den Fehler machen kann, zu sehr von unseren Vorstellungen auszugehen. Der Täter hat ein Verbrechen begangen, das jenseits jeder "Normalität" liegt. Daher kann es nach meiner Ansicht in die Irre führen, wenn wir seine einzelnen Schritte zu "normalisieren", d. h zu sehr unserem "normalen" Verständnis von Folgerichtigkeit anzupassen versuchen.

Ich glaube, der Täter hat aus seiner Sicht durchaus folgerichtig und unter Abwägung von "Kosten" und "Nutzen" gehandelt, aber er ist sein Motiv, das seine Tat und ihre einzelnen Schritte für uns ins "Komplizierte" und Unerklärliche verzerrt.


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Mord an Frauke Liebs

12.06.2019 um 23:50
Gogo84 schrieb:Wenn man ein grundstück hat mit haus und keller, hat man sicher auch einen geräte schuppen wo man einen spaten drin hat ... gerade wenn man ländlich lebt. Der hätte die leiche so gut versteckt das kein mensch sie gefunden hätte... wenn er es nicht getan hat dann hatte er nicht die mittel zu.
Für mich macht der Täter den Eindruck als wäre er die ganze Zeit überfordert. Vielleicht wurde er selbst von dem Tod überrascht...K.O. Tropfen überdosiert, verdurstet oder was auch immer und auf einmal ist es nicht mehr nur eine Entführung sondern Mord.

Das wird der "dunkelste", abgelegenste und einfach für ihn zu erreichenste Ort gewesen sein den er kannte. Zudem im Wald unter Bäumen buddeln ist nicht gerade einfach und schnell gemacht. Dazu steht dann noch sein Fahrzeug während dessen an der Straße... was an so einer abgelegen Straße nicht unbedingt unaufällig ist.
redsherlock schrieb:Nochmal: wie wäre es mit der Vorstellung, der (oder die) Täter hätten sie in gewerblichen Räumen etwa im Benhauser Feld festgehalten? Etwa weil die Belegschaft ausgeflogen war wegen Betriebsferien (Fußball-WM!). Aus Nieheim wurde die erste SMS nur zur Verwirrung abgeschickt. Wäre es denkbar, dass ansonsten alle Handy-Einbuchungen von dort aus stattfgefunden haben könnten? Denkbar wäre auch ein Firmenwagen (Kastenwagen o. ä.) und eine Tiefgarage der Firma, so dass "Ausfahrten" unauffällig hätten stattfinden können.
Die Funkzellen überschneiden sich zwar teilweise aber generell bucht sich das Handy immer da ein wo das stärkste Signal herkommt. Spätestens beim 2. Anruf aus Hövelhof oder bei dem Samstag Anruf hätte es rein technisch wahrscheinlich nicht funktioniert...dazu müsste man aber jetzt die genau Abstrahlwinkel etc. aus dem Jahr 2006 kennen. Wenn er nicht gerade mit entsprechend Messgeräten unterwegs war konnte er ja nicht wissen in welcher Funkzelle er unterwegs ist und musste davon ausgehen das die Polizei vielleicht doch eine Ortung/Peilung vornimmt ...daher denke ich schon das er mobil war und die Standorte immer absichtlich gewechselt hat.


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 01:31
@orenoa
Ich gebe dir mit der Übeforferung recht.... aber das der Tod unerwartet kam glaub ich nicht. Ich denke schon das es seine Absicht Frauke " loszwerden" indem er sie tötet/sterben lässt und nie vorhatte sie wirklich wieder nach Hause gehen zu lassen.. er konnte sie nicht gehen lassen. Sie hätte ihn auf jeden Fall verraten.
Und ich habe versucht simple zu denken.
Der hat sie anrufen lassen weil er selber was davon hatte und nicht weil es irgendwelche Verbindungen gab oder weil er iwen quälen wollte oder weil er das geniessen wollte. Der muss einen Vorteil daraus gezogen haben. Welchen?Evtl Das sie nicht gesucht wird! Aber warum hört das nach exakt einer Woche auf? Weil es ihm dann wohl egal war ob sie suchen oder nicht... weil er dann nicht mehr da ist und wirklich nix mehr mit ihm mehr in Verbindung gebracht werden kann. Jemand der da fest wohnt hätte meiner Ansicht nach sich mehr Zeit genommen oder nehmen können um eine Leiche so zu entsorgen damit sie viel später bis nie gefunden wird ...Zur eigenen Sicherheit. Graben ist zu schwer? Dann findet sich sicher eine andere bessere Möglichkeit. Dann fahren wir die ganz weit weg und versenken sie im See! Man sucht doch immer nach der besten und einfachsten Lösung.
Da jeder Täter so weit es geht von sich ablenken will halte ich es auch für unwahrscheinlich das er sein Opfer nur paar km weiter von seinem festen Wohnsitz einfach so ablegt( 30 von Nieheim... 20 von Paderborn).. der hätte sie auch 150 km weiter ablegen können und schon hätte man von der Gegend abgelenkt. Und wenn man schon 500 km mit einer lebenden fährt dann kann man auch weitere 200 mit einer leiche fahren...
Ich habe also nicht das Gefühl das er als nicht sorgfältig war, sein Plätzchen hat er schon sorgfältig gewählt ,sondern das er unter Zeitdruck stand weil er weg musste und nicht die Mittel hatte um es besser zu machen. Weitere Variante: Er hat nicht die Notwendigkeit gesehen es besser zu machen, weil er wusste das selbst wenn brauchbare Spuren gefunden werden diese nicht automatisch zu ihm führen. Auch wenn ein Massengentest gemacht wird, weil er nicht mehr in der Gegend sein wird.


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13.06.2019 um 09:24
Also ich sehe hier immernoch keine Indizien für einen abgeklärten, kaltblütigen Täter mit Kontrollzwang.

Ein Sadist, dem daran gelegen gewesen wäre, die Familie zusätzlich zu quälen, hätte doch wohl anders reagiert und keine "versöhnlichen" Anrufe und SMS zugelassen.

Auch der Ablageort spricht gegen eine (langwierige) Planung. Man wollte schnell loswerden, was man loswerden wollte. Dass Fraukes Überreste erst so spät gefunden wurden, ist glückliche Fügung für den Täter. Hätte aber eben auch anders ausgehen können.


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 12:07
Kältezeit schrieb:Auch der Ablageort spricht gegen eine (langwierige) Planung. Man wollte schnell loswerden, was man loswerden wollte. Dass Fraukes Überreste erst so spät gefunden wurden, ist glückliche Fügung für den Täter.
Oder planerisches Geschick bzw. Ortskenntnisse.
Herr Östermann denkt ja auch nicht dass die Leiche so mir nix dir nix abgelegt wurde.


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 13:20
orenoa schrieb:Doverex schrieb:
Da bei der letzten Einbuchtung (was wir nur als Gerücht kennen) aber keinerlei Kommunikation passiert wäre, hätte man eine alleinige Einbuchtung des Handys in einem Sendemasten (also eine Standortbestimmung ihres Handys) dann gar nicht erheben dürfen.

Dafür kam das Gerücht aber ziemlich oft auf!? Im t-online Artikel, im Focus und ich meine auch vom Staatsanwalt wurde in einen Interview mitgeteilt das es einige Stunden nach dem letzten Telefonat noch eine Einbuchung in Nieheim gab.
Das wäre ja interessant, wenn du einen Artikel findest und hier verlinken kannst, wo diese angeblich letzte Einbuchtung (nochmal Nieheim) darin auch erwähnt wird.
Wenn du nix findest, keine Quellenangabe ("ich meine auch...." zu schreiben ist sicher keine Quellenangabe) machen kannst, müssen wir dies wohl nur als ein Gerücht weiter bewerten und als sonst nix anderes. Und Gerücht könnte zwar mal stimmen, aber auch völlig falsch & verkehrt sein.


orenoa schrieb:Wie sollte das durch die Gerichtsmedizin fest gestellt werden? Blut oder Urin waren wohl nicht mehr vorhanden. Gewebe eignet sich ebenfalls schlecht. Bleiben noch die Haare, die eignen sich eigentlich auch nur....
Genauso hier wie oben!
Wo gibt es einen Artikel (eine Quelle dazu) wo darin gesagt/geschrieben wird (wie du es oben behauptest), dass bei Fraukes Leiche für die Gerichtsmedizin total arge Beschränkungen vorgelegen wären, sie deshalb nicht wirklich (etwa eine Drogeneinnahme) hätten nachweisen können?
Hier hat dann unlängst schon wer mal was (völlig falsch) dahergeschwafelt und behauptet, Fraukes Leiche war angeblich vollständig skelettiert, und jetzt auf einmal kann die Gerichtsmedizin schon gar nichts mehr wirklich feststellen, ob Frauke überhaupt Drogen genommen hätte oder nicht?
Woher weißt du also, dass etwa keinerlei Blut (etwa in getrockneten Zustand) mehr am Leichnam vorhanden war, wo kannst du das nachweißen, dass sich dies tatsächlich so verhält?

Mir persönlich ist leider keine einzige Meldung bekannt (vielleicht eben mein Fehler???), wo Gerichtsmedizin etwa in diese Richtung darüber gejammert hätte: "Wir konnten nichts mehr wirklich feststellen, ob etwa Frauke Drogen einnahm oder nicht, weil alles schon so verwest war...". Mir ist nur bekannt, dass sie sehr wohl feststellten, ob Frauke nun Drogen genommen hätte oder nicht und darüber ein Untersuchungs-Ergebnis vorlegen konnten.

Dazu kommt (als weiterer Gedankengang), dass Fraukes Leiche ja unter/bei einem Baum lag. Ein Baum und seine Äste schützen wohl fast den ganzen Tag vor einer direkten Sonneneinstrahlung. Dies würde ja weiters bedeuten, unter dem Baum ist es kühler (eben Schatten) als in der Umgebung und an heissen Sommertagen eine kühlere Stelle. Aber was vielleicht noch viel wichtiger möglicherweise dabei sein könnte (unter einem Baum), dass der Boden (somit auch die Leiche) unter'm Baum bei weitem nicht so naß wird durch den Regenfall. UND dazu, dass die Wurzeln des Baumes den Boden recht gut trocken halten, sie entziehen den Boden eine große Menge an Feuchtigkeit.

Aus diesen Umständen kann ich mir sehr sehr gut vorstellen, eben weil wohl fast keine direkte Sonneneinstrahlung passierte, eher dort erheblich weniger Feuchtigkeit im Boden selbst vorhanden war, ein Regenfall wird auch eher abgehalten von den Ästen, dass in den 3 Monaten die Leiche von Frauke niemals deshalb vollständig verwest/skelletiert ist/war. Also auch Blut im eingetrockneten Zustand in einem Gewebe noch vorhanden war.

Denn bei jedem normalen Komposthaufen etwa, (weiß jeder Gärtner) ist die Feuchtigkeit der Antrieb - je feuchter umso schneller geht es mit der Umwandlung darin voran.

Dazu lassen mich auch die Fotos eher in die Richtung tendieren, dass etwa unter der (Jeans)hose es mir scheinbar als Möglichkeit so vorkommt, als wäre gerade dort noch genügend davon (Gewebe) vorhanden gewesen? Vielleicht stellte die Hose auch einen gewissen Schutz dar, vor möglichen Tierfraß von Wildschweinen und auch dafür, Feuchtigkeit des Körpers aufzunehmen? Ein möglicher Grund vielleicht, dass die Verwesung/Skelettierung dort darunter etwas dann längere Zeit in Anspruch nimmt?

Beitrag von Malinka, Seite 885 (Fotos)

Aber es ist im Grunde eh unwichtig was ich selbst denke, dass Wichtigste dabei ist doch dabei, dass wir alle hier sehr wohl wissen, dass die Gerichtsmedizin darüber ein Ergebnis liefern konnte (keinerlei Drogenkonsum von Frauke darin im Gutachten festgestellt wurde - Ausnahme -> Mitteln die sich schnell abbauen), aber dazu ist es ein total naheliegender Gedankengang, dass sehr wohl auch noch genug (getrocknetes Blut in einem vorhandenen Gewebe etwa) für dieses Gutachten vorhanden gewesen wäre (mMn.).

Ansonsten hätten sie ja wohl viel eher verlautbart: "Wir konnten nix mehr genau - Drogen oder nicht - feststellen.... weil die Leiche schon so vollständig skelettiert war". Und so eine Verlautbarung der Gerichtsmedizin habe ich noch nirgends im Fall Frauke irgendwo darüber lesen können. Warum sollte man dies dann überhaupt andenken, was nie jemand so verlautbart hätte?


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13.06.2019 um 13:44
orenoa schrieb:...Vielleicht war der Täter in der Annahme das die Anruf glaubwürdiger und besser funktionieren als SMS oder er dachte das die Gespräche aufgezeichnet werden und die Polizei mithört. Und eben durch diesen Anruf tagsüber wurde die Maßnahmen der Polizei ja noch weiter zurückgefahren...
orenoa schrieb:Wenn er nicht gerade mit entsprechend Messgeräten unterwegs war konnte er ja nicht wissen in welcher Funkzelle er unterwegs ist und musste davon ausgehen das die Polizei vielleicht doch eine Ortung/Peilung vornimmt ...daher denke ich schon das er mobil war und die Standorte immer absichtlich gewechselt hat.
Wenn der Täter die Kontakte stattfinden lassen hat, damit der Polizei die Hände gebunden sind, ist es
dann nicht widersprüchlich gleichzeitig davon auszugehen, das die Polizei mithört, aufzeichnet oder ortet?
Frauke hätte ohne Problem zusätzlich erwähnen können, dass die Polizei und alle anderen sie nicht
suchen brauchen. Hätte die Sache auf jeden Fall eindeutig gemacht und erleichtert.


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13.06.2019 um 15:11
Sven1213 schrieb:Es muss für den Täter ein einfachen Weg gegeben haben, um sie aus Paderborn telefonieren lassen zu können.

Der Täter, selbst wenn in Paderborn wohnend oder sie dort festgehalten wurde, hat sie niemals aus dem Verstecke hinaus, in ein Fahrzeug verbracht, in ein Gewerbegebiet gefahren, 20 Sekunden telefonieren lassen und das alles wieder zurück.

Niemals!

Das muss viel einfacher gewesen sein.
Wir denken vielleicht nur zu kompliziert.
Was wäre dann die einfachste Alternative? Dass er sie direkt vom Festhalteort telefonieren ließ, wohl kaum. Und zufällig sind die beiden ersten Kontakte nach dem Verschwinden diejenigen, die am weitesten voneinander, und auch von allen anderen entfernt liegen, und zumindest beim zweiten Kontakt war FL definitiv dabei. Wenn er sie nicht jedes Mal ins Fahrzeug verbracht hat, bleibt nur die Alternative, dass sie die ganze Zeit im Fahrzeug war, mehr auch nicht, gefahren wurde jedenfalls.
Dass er sie da jedes Mal eine Stunde aus Nieheim angekarrt hat, glaube ich auch nicht, aber dass der Osten PBs mit den Industriegebieten dem Festhalteort nahe war, wäre dann wohl unter diesen Annahmen aufwandsminimal und damit am einfachsten.
Es wäre interessant zu erfahren, inwieweit abgelegene Liegenschaften im Osten PBs bei der Fahndung eine Rolle gespielt haben, wie auch Leute aus FLs (und Cs) nahem und fernerem (auch indirektem) Bekanntenkreis, die auf einen Kastenwagen oder Wohnmobil samt einer solchen Alleinliegenschaft Zugriff hatten, im Fokus standen, oder auch allgemein die Liegenschaften im Osten PBs, so viele sind das ja nicht.


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13.06.2019 um 15:18
Kangaroo schrieb:Herr Östermann denkt
Sein Denken hat ihn jetzt aber auch 13 Jahre nicht wirklich weiter gebracht.


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13.06.2019 um 15:30
@Doverex
Die angeblich letzte Einbuchung des Handys wurde u.a.in einem t-online Artikel von 2018 erwähnt, der hier auch schon verlinkt wurde. Wenn ich das richtig in Erinnerung hab, hatte auch jemand aus dem Forum bei t-online nachgefragt. Ob es diese Ortung wirklich gab, weiß wohl am Ende wohl nur die Polizei. Im Eingangspost des Threads hier wird die evtl Einbuchung auch erwähnt


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13.06.2019 um 15:43
abberline schrieb:Die angeblich letzte Einbuchung des Handys wurde u.a.in einem t-online Artikel von 2018 erwähnt, der hier auch schon verlinkt wurde. Wenn ich das richtig in Erinnerung hab, hatte auch jemand aus dem Forum bei t-online nachgefragt. Ob es diese Ortung wirklich gab, weiß wohl am Ende wohl nur die Polizei.
Wäre es dann nicht logisch gewesen diese nochmalige Einbuchtung des Handys in Nieheim auch in allen
anderen Artikeln und TV Berichten zuvor zu erwähnen? Wenn die Erwähnung dieser Einbuchtung aus taktischen Gründen weggefallen ist, warum sollte der Autor des T-Online Artikels da eine Ausnahme bilden?


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 16:04
@Malinka
Das Problem ist, dass wir das hier schlecht prüfen können. Es kommt ja ab und an mal vor, dass... gerade am Anfang von Ermittlungen, mitunter ganz kurz mal Infos in Zeitungen stehen, die später nicht erwähnt werden. Ob das dann eine Ente ist, oder bewusst klein gehalten wird, das ist halt schwer zu sagen. Ich denke, wir wissen einiges nicht. Möglich ist beides. Man müsste halt rausfinden, wer hier die ursprüngliche Quelle war und das dürfte für uns schwierig sein. Es würde natürlich den Fokus auf Nieheim erklären, aber ich würde auch gerne wissen, ob das ein Fakt ist.


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13.06.2019 um 16:09
abberline schrieb:Es würde natürlich den Fokus auf Nieheim erklären, aber ich würde auch gerne wissen, ob das ein Fakt ist.
Ich würde auch gerne wissen, ob es ein Fakt ist. Fraglich ist nur, warum man den letzten Kontakt von Frauke, nachdem er
den Ermittler bekannt war, nicht bereits erwähnt hatte, noch bevor Fraukes Leichnam gefunden wurde und das ganze als Kapitalverbrechen behandelt wurde. Da Frauke sich Wochen nach dem letzten Telefonat nicht mehr gemeldet hat, hätte man doch dadurch Vorteile
gehabt, was die Zeugen angeht. Mir fehlt diese, wie ich finde immens wichtige Information schon vor, aber vor allem nach dem Leichenfund.
Welchen Vorteil, deiner Meinung nach, hätten die Ermittler durch das Zurückhalten dieser Information gehabt?


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 16:21
@Malinka
Auf Seite 3588 findest Du einen Beitrag von Mister X, der sich dankenswerterweise diesbezügl direkt an t-online gewendet hat.
Die Quellen für die Aussage sind demnach das Buch "Tatort ungeklärte Fälle" von Natalis Artor, sowie eine angebliche Aussage von Herrn Östermann in der Sendung Hallo Deutschland aus dem ZDF vom 22.06.11
Herr Östermann habe den Punkt vor Herausgabe des Artikels nicht dementiert. Aber...das sind somit immer noch nur vage Aussagen. Danke an Mister X
Leider findet man die Hallo Deutschland Sendung nirgends, somit ist das alles möglich, aber nicht für uns wirklich belegbar.


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 17:34
Doverex schrieb:wenn du einen Artikel findest und hier verlinken kannst, wo diese angeblich letzte Einbuchtung (nochmal Nieheim) darin auch erwähnt wird.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_84945626/was-geschah-mit-frauke-liebs-.html

"Die erste SMS, zwei Stunden nach dem Verschwinden, kam aus dem Bereich des Sendemastes Nieheim-Entrup, 40 Kilometer östlich, die an den Folgetagen aus verschiedenen Gewerbegebieten rings um Paderborn. Stunden nach dem letzten Gespräch eine letzte Ortung: Wieder aus Nieheim-Entrup. Dann war Stille."

https://www.focus.de/panorama/welt/polizeikreise-ehepaar-aus-hoexter-soll-weiteren-mord-gestanden-haben_id_5490980.html

"Sie soll zum Teil rätselhafte und widersinnige Angaben gemacht haben. Danach brach jeder Kontakt ab. Zum letzten Mal wurde ihr Handy erneut im Kreis Höxter geortet."

Das mit dem Staatsanwalt oder Östermann finde ich auf die schnelle nicht. Wenn ich mich richtig erinnere war es ein Interview im Zusammenhang mit der OFA... entweder war es in einer Tageszeitung oder direkt aus einer Pressemappe. Bei Langweiler findet es ggf. man hier:
http://www.gidf.de oder durchsucht eben die Archive.

Einen "Beweis" für die Einbuchung stellt das natürlich nicht dar aber um's wirklich genau zunehmen müsste man die Ermittlungsakten kennen, da sollte es (wenn nicht geschlampt wurde) enthalten sein. So kann man dann aber auch gegen jeden Artikel argumentieren.
Doverex schrieb:Wo gibt es einen Artikel (eine Quelle dazu) wo darin gesagt/geschrieben wird (wie du es oben behauptest), dass bei Fraukes Leiche für die Gerichtsmedizin total arge Beschränkungen vorgelegen wären, sie deshalb nicht wirklich (etwa eine Drogeneinnahme) hätten nachweisen können?
Da kann ich einfach Österman aus dem Stern Artikel zitieren "Es wurde schwierig für die Rechtsmedizin...In Knochen und Haaren keine Spuren von Drogen."

Das bedeuten doch schon das alles andere wahrscheinlich nicht mehr verwendbar war. Google einfach mal zum Thema Haaranalyse wie zuverlässig diese ist oder befrag ein Mediziner/Labor die diese vornehmen. Um einen langfristigen Konsum unter Umständen nachzuweisen vielleicht noch ok aber...
Doverex schrieb:Dazu kommt (als weiterer Gedankengang), dass Fraukes Leiche ja unter/bei einem Baum lag. Ein Baum und seine Äste schützen wohl fast den ganzen Tag vor einer direkten Sonneneinstrahlung.
Sonne ist nicht sooo ausschlaggebend, Sauerstoff ist es was eine Verwesung fördert. Wenn z.bsp. ein "Schluchtenscheisser" (der Ötzi) unter dem Eis liegt ist die Leiche auch nach 5000 Jahren gut erhalten oder z.bsp. im Moor. An der Luft wird's halt auch mit einer Hose echt schwer. Seinerzeit gab es auch in einen englischen Board unverpixelte Bilder.

Wikipedia: Verwesung

Schau dir mal die Bilderreihe mit dem Schwein an. Also an Tag 39 ist da nicht mehr viel übrig.
Gogo84 schrieb:Aber warum hört das nach exakt einer Woche auf? Weil es ihm dann wohl egal war ob sie suchen oder nicht... weil er dann nicht mehr da ist und wirklich nix mehr mit ihm mehr in Verbindung gebracht werden kann.
Also ich denke das der Täter ab dem Zeitpunkt realisiert hat das die Anrufe (auch der letzte lange Anruf) nicht zum gewünschten Ziel führen und ewig konnte er ja auch nicht mit ihr durch die Gegend fahren. Oder es ist eben aus einen anderen Grund (verdurstet, vergiftet etc.) zum Tod gekommen und die Anrufe hatten sich dadurch erledigt.
Gogo84 schrieb:Da jeder Täter so weit es geht von sich ablenken will halte ich es auch für unwahrscheinlich das er sein Opfer nur paar km weiter von seinem festen Wohnsitz einfach so ablegt(30 von Nieheim... 20 von Paderborn).. der hätte sie auch 150 km weiter ablegen können und schon hätte man von der Gegend abgelenkt.
Das ist ein Trugschluss...die meisten Täter legen die Leiche mehr oder weniger vor ihrer "Haustür" oder teilweise sogar häufig in Sichtweite ab. Ich kann mir auch durchaus vorstellen das der Täter regelmässig zur arbeiten oder privat die Strecke gefahren ist oder sogar noch heute da lang kommt. Aber das geht dann in den Bereich Statistik und Wahrscheinlichkeiten
Malinka schrieb:Wenn der Täter die Kontakte stattfinden lassen hat, damit der Polizei die Hände gebunden sind, ist es dann nicht widersprüchlich gleichzeitig davon auszugehen, das die Polizei mithört, aufzeichnet oder ortet?
Die Polizei hat ihre Aktivitäten zurückgefahren aber sicher gehen oder wissen konnte er es ja zu dem Zeitpunkt nicht... also keine genauen Informationen ob gesucht oder nicht gesucht wird.


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13.06.2019 um 19:58
@orenoa
orenoa schrieb:Die Polizei hat ihre Aktivitäten zurückgefahren aber sicher gehen oder wissen konnte er es ja zu dem Zeitpunkt nicht...
Es sei denn, der Täter hatte irgendeinen Kontakt zu FLs Freundeskreis (ohne jedoch selbst dazu zu gehören; unter dieser Voraussetzung hätte er der Überprüfung durch die Polizei entgehen können).
Die Empörung über die Einstellung der Ermittlungen war unter denen, die FL nahe standen, groß. Ich glaube nicht, dass es schwierig gewesen wäre, diese Information in einem völlig unverdächtigen Gespräch zu erhalten.


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13.06.2019 um 20:08
orenoa schrieb:Einen "Beweis" für die Einbuchung stellt das natürlich nicht dar aber um's wirklich genau zunehmen müsste man die Ermittlungsakten kennen, da sollte es (wenn nicht geschlampt wurde) enthalten sein. So kann man dann aber auch gegen jeden Artikel argumentieren.
Es ging mir nicht darum, gegen einen Artikel zu argumentieren, sondern eher darum: "Warum stellte kein einziger von den Journalisten - in nun fast 13 Jahren - niemals die Frage den Ermittlern, ob diese letzte Einbuchtung in Nieheim der Wahrheit entspricht oder nicht"? Schließlich wäre diese Einbuchtung, so es sie tatsächlich gab, keine Nebensächlichkeit, oder?
Woran liegt das? An schlechter Recherche, an Desinteresse oder weil man eh oft nur mehr im digitalen Zeitalter "Einer vom Anderen" abschreibt? Ich weiß es nicht! Ich stelle mir nur die Frage!

Ich denke hier unten 2 Möglichkeiten an, WARUM die Polizei vielleicht die klare Info darüber zurückhält - falls es diese letzte EInbuchtung auch tatsächlich gegeben hätte.

1) Wie im Fall Rebecca Reusch, wo diese Info raus kam, dass alle Autos auf der Autobahn die Richtung Polen fahren automatisch geblitzt und erfasst werden, wegen Autoverschieberei. Auch hier schnaubte dann die brandenburgische Polizei-Behörde vor Wut, dass diese Info überhaupt von den Berlinern raus kam.
Hier bei Frauke auch, es wäre ja voll klar dann, wenn diese letzte Einbuchtung festgestellt werden konnte ohne dass ein Handy für irgendeine Kommunikation zu benutzen, dass ein aufgedrehtes Handy und dessen Einbuchtung vollauf & allein genügt, um den Standort des Handys feststellen zu können.
Das solche öffentlichen Infos der Polizei für die Verbrechensaufklärung nicht wirklich passen kann, könnte darin ja gut möglich sein? Gerade eben oben beim Fall Reusch zeigt es doch deutlich auf, wie die Polizei zu ihren Daten kommt, hält sie gerne vollständig verdeckt vor der Öffentlichkeit und lässt sich nicht gerne in ihre Karten schauen. :D

Und 2)
wäre eben diese Ermittlung und Feststellung der letzten Einbuchtung von der Unterschrift des Richters damals (2006) nicht gedeckt gewesen. Hätten sie gar nicht tun dürfen, wenn das Handy in diesem Moment zu keinerlei Kommunikation von Frauke benutzt wurde - also dort dann nur aufgedreht wurde - (so war damals die Gesetzeslage) bei einem Sendemasten-Nieheim.

Und 3) ...bleibt/bliebe eben natürlich die weitere Möglichkeit, es gab diese Einbuchtung auch nie! Was nun stimmt, weiß keiner genau von uns hier.


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13.06.2019 um 20:27
Wer sagt denn bitte dass Östermann den ganzen Artikel zur Durchsicht bekommen hat?
Und selbst wenn, der Mann war kurz vor der Rente und warum soll er eine damalige zur hoher Wahrscheinlichkeit rein Taktisch getätigte Aussage revidieren? Das würde der Polizei die Glaubwürdigkeit nehmen.

Hätte es die zweite Ortung jemals gegeben fragt sich warum die nirgendwo wieder erwähnt wurde in all den Jahren obwohl die Angehörigen als auch die Polizei an einigen TV Beiträgen selbst beteiligt waren.


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13.06.2019 um 21:13
@Doverex
Ich denke es ist wie du sagst. Vermutlich hat die letzte ortung in irgendeiner form gegen das damalige Gesetz verstossen und wurde anfänglich genannt und dann wieder revidiert. Wie im fall Reusch....
Wäre in diesem Fall ja nicht das erste mal das man Etwas veröffentlicht hat und es später wieder zurück genommen hat.....


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Mord an Frauke Liebs

13.06.2019 um 21:21
Man kann ja mal beide Varianten durchspielen. Was würde sich konkret ändern, wenn es diese Ortung gegeben haben sollte? Würde Nieheim und Umgebung dadurch noch mehr in den Fokus gerückt, oder suchte der Täter evtl nur eine Stelle?


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