@drosophila Die Polizei Heidenheim erklärte am Abend, sie habe gar nicht versucht, das Lösegeld selbst zu besorgen. In der Mitteilung der Polizei heißt es, die vom Täter im einzigen Telefonat aufgestellten detaillierten Forderungen mit einem äußerst engen Zeitfenster und einer atypischen Stückelung hätten der Polizei nur "extrem begrenzte Handlungsalternativen" gelassen.
Der Ehemann der Entführten, Sparkassendirektor Thomas Bögerl, habe sofort, ohne eine entsprechende Bitte seitens der Polizei, erklärt, die geforderte Summe entsprechend den Tätervorgaben bereitstellen zu können.
"Das Angebot des Vorstands der Kreissparkasse Heidenheim erschien als der am ehesten erreichbare Ansatz, die Forderungen des Erpressers rechtzeitig zu erfüllen", so die Polizei. "Deshalb hat die Polizei nicht versucht, das Lösegeld selbst zu besorgen." Leider habe die Summe in der vom Täter detailliert vorgegebenen Stückelung erst kurz vor 15 Uhr beschafft und gegen 15.27 Uhr von Bögerl an dem vorgegebenen Ort deponiert werden können.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,699544,00.html (Archiv-Version vom 20.07.2011)./.
Laut "Stuttgarter Zeitung" soll der Ehemann nicht auf das Geld zurückgegriffen haben, das Banken für solche Entführungsfälle bereithalten.
Er habe stattdessen den Betrag alleine in der vom Entführer geforderten Stückelung zusammenstellen wollen. "Er wollte alles dafür tun, dass das Leben seiner Frau nicht gefährdet wird", zitiert das Blatt einen Insider.
Demnach war Bankchef Thomas Bögerl daraufhin selbst aufgerufen, die Restsumme aufzutreiben.
In einem internen Vermerk schrieb die Polizei wenig später, der Mann der Entführten weigere sich, zum geforderten Zeitpunkt mit dem Teillösegeld und einer Nachricht an den Täter zum Übergabeort an der Autobahn A7 zu fahren.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,699442,00.htmlWie man es dreht und wendet, man wird nicht schlau daraus.
Jeder behauptet etwas anderes.