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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:17
Ich denke ja auch eher, wenn es ein Einzeltäter war, dass SIE es war in diesem Fall hier, denn warum hätte sie sonst lügen sollen? Sie wirkt schon weitaus abgezockter in ihrer Art und Weise, wie sie sich vor und nach den Morden verhalten und geäußert hat. Ich wollte nur nicht völlig ausschließen, dass er es nicht DOCH auch (mit) gewesen sein kann, denn WISSEN kann man es am Ende nicht. Einer von beiden war es, das ist klar, evtl. beide zusammen, die Sympathien fliegen eher in seine Richtung, ich weiß nur nicht, inwiefern das dann auch objektiv geurteilt ist, man sollte halt schon bei den Fakten bleiben. Sie hat gelogen, das spricht gegen sie. Aber eine Lüge macht noch keinen Mörder. Und dass man ihm nie eine Lüge nachweisen konnte heißt nicht, dass er nicht gelogen hat. Vielleicht war er einfach nur schlau genug, sich dabei nicht erwischen zu lassen. ;) Was am Ende wirklich war, wissen nur die Beiden, und müssen damit leben bis an ihr Ende. Ich kann mir vorstellen, dass es eine Gemeinschaftstat war, denn ansonsten hätte doch zumindest einer von Beiden irgendeinen Beweis für die eigene Unschuld oder für die Schuld des Anderen geliefert.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:35
@Comtesse
Und das Motiv? Wir trennen uns, können uns aber nicht entscheiden, wer die Kinder kriegen soll, also bringen wir sie um?

Warum hat Reinhard Weimar (meines Wissens) dann nie eine eigene Version gebracht, die seine Frau belastete?

Wenn ich mit jemandem irgendwas Illegales gemacht hätte und der würde mich dann versuchen in die Sch**ße zu reiten mit irgendwelchen gefälschten Briefen, den würd ich aber sowas von belasten...da hätt ich ALLES ganz genau gesehen.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:43
Ich denke, in dem Fall war die Konstellation so, dass sie die Stärkere/Dominantere in der Beziehung war und er ihr eher schon fast verfallen. Welcher Mann würde überhaupt noch mit seiner Frau Tisch und Bett teilen, wenn die mit anderen Männern rummacht, außer einer, der der Frau quasi hörig ist? Das könnte auch erklären, warum er sich danach so willfährig verhalten hat, obwohl er unschuldig war - weil er dieser Frau bis zum Schluss und vielleicht sogar bis heute hörig und unterlegen war.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:46
Und jemand, der hörig ist, der handelt auch nicht mehr vernünftig, der macht auch teilweise was "im Auftrag" - dem Anderen zuliebe - was er von sich selbst aus nie tun würde. Es gab da in den USA mal einen Fall von einem Pärchen, wo die Frau ihrem sadistischen Freund dermaßen verfallen war, dass sie ihm sogar dabei geholfen hat, ihre eigene kleine Schwester zu vergewaltigen und zu töten. Es gibt so unglaubliche Partnerschaften von Dominanz und Kontrolle geprägt, wo der liebenswerteste Mensch plötzlich zum Monster werden kann, wenn er Andere es von ihm verlangt.


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Leni2009
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:53
Ich wollt nur am Rande mitteilen, das "bimbo" auch "Sklave" heißt bzw. mit der Bedeutung genutzt wird. Zwar ist der Ursprung ein anderer ( wie bereits erklärt) dennoch ist das auch sehr geläufig. Daher finde ich persönlich das nicht so abwegig, dass Herr W. Den Geliebten so benennt.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:55
Comtesse schrieb:Welcher Mann würde überhaupt noch mit seiner Frau Tisch und Bett teilen, wenn die mit anderen Männern rummacht, außer einer, der der Frau quasi hörig ist?
Dazu passt aber dann gar nicht, dass Reinhard W. nach Aussage seiner Schwägerin die Monika nicht wirklich liebte. Eine "Hörigkeit" kriegen Außenstehende meist mit.

Dazu passt auch nicht, dass er in seinem Verein rumhängt und sie alleine in die Disco lässt, wo sie in aller Seelenruhe ihrer Liebschaft frönen kann.

Ich hab eher den Eindruck, ihm war das reichlich wurscht, was die Monika macht. Der hat in seiner eigenen kleinen Welt gelebt, in der eine Scheidung zwar nicht in Frage kommt, aber man auch so problemlos nebeneinander herleben kann.
Comtesse schrieb:Und jemand, der hörig ist, der handelt auch nicht mehr vernünftig, der macht auch teilweise was "im Auftrag" - dem Anderen zuliebe - was er von sich selbst aus nie tun würde. Es gab da in den USA mal einen Fall von einem Pärchen, wo die Frau ihrem sadistischen Freund dermaßen verfallen war, dass sie ihm sogar dabei geholfen hat, ihre eigene kleine Schwester zu vergewaltigen und zu töten. Es gibt so unglaubliche Partnerschaften von Dominanz und Kontrolle geprägt, wo der liebenswerteste Mensch plötzlich zum Monster werden kann, wenn er Andere es von ihm verlangt.
Und jetzt wende diese Überlegung mal auf Monika an.

Reinhard W. hat wohl keinerlei Anstalten gemacht, sie "zurückzugewinnen".
Monika aber spricht während den Ermittlungen öfters mit Pratt und bettelt ihn quasi an, sich zu treffen, ein Kind zu zeugen, egal unter welchen Umständen.

Hinweise findest Du immer nur bei Monika in Bezug auf Pratt. Bei Reinhard findest Du da keine Anzeichen.
Leni2009 schrieb:Ich wollt nur am Rande mitteilen, das "bimbo" auch "Sklave" heißt bzw. mit der Bedeutung genutzt wird. Zwar ist der Ursprung ein anderer ( wie bereits erklärt) dennoch ist das auch sehr geläufig. Daher finde ich persönlich das nicht so abwegig, dass Herr W. Den Geliebten so benennt.
Welche Assoziation zu "Sklave" sollte Reinhard W. im Bezug auf den Liebhaber seiner Frau haben?


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Mao1974
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:55
@Comtesse
Daß er ihr hörig war denke ich nun nicht, er wusste nach eigener Aussage nicht, wo "er hinsoll". Solange ihn seine Frau "versorge und ihm nicht die Kinder wegnehme" ging das schon für ihn...
Und das passt sehr gut zu dem Eindruck, den er hinterlässt. Ein geistig träger, teilweise auch damals schon psychisch kranker Mann. Der hat es damals eben einfach so laufen lassen.
Daß er so raffiniert gelogen haben soll, daß ihm keiner auf die Schliche kam, ist für mich nahezu absurd.

Und eine Gemeinschaftstat halte ich für ausgeschlossen, warum sollten denn diese beiden Menschen, die sich nichtmehr ausstehen konnten, den Mord an ihren Kindern gemeinsam begehen ?
Zumal soetwas auch eine Planung voraussetzen würde und eine Absprache, wie man sich danach verhält, die gab es aber offenbar gerade nicht...


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:57
Mao1974 schrieb:Und eine Gemeinschaftstat halte ich für ausgeschlossen, warum sollten denn diese beiden Menschen, die sich nichtmehr ausstehen konnten, den Mord an ihren Kindern gemeinsam begehen ?
Zumal soetwas auch eine Planung voraussetzen würde und eine Absprache, wie man sich danach verhält, die gab es aber offenbar gerade nicht..
Eben. Spätestens mit der 3. Verurteilung wäre Monika doch mit der Wahrheit dann rausgerückt. Frei nach dem Motto: "Wenn ich schon untergehe, dann gehst Du mit."


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Leni2009
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:01
@LivingElvis

Also entweder als allgemeine Beleidigung oder weil er der Meinung ist, dass sie die dominantere aus der Affäre ist und er dann der Sklave.
Fest steht das "Bimbo" nicht nur für stark Pigmentierte Menschen als Beleidigung gilt.


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Mao1974
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:03
@Bundeskanzleri
Was die Zeugen betrifft, die die Kinder morgens noch gesehen haben. Diese haben direkt nach dem Verschwinden ausgesagt, da ging es noch nicht darum ob "sie oder er", man dachte zunächst an einen Unbekannten. Die hätten also garnicht wissen können, wen sie damit belasten.

Die Zeugen kannten die Kinder, eine Verwechslung kann man quasi ausschließen, zumal die Melanie mit ihren roten Haaren ein recht auffälliges Kind war...


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:06
Leni2009 schrieb:Also entweder als allgemeine Beleidigung oder weil er der Meinung ist, dass sie die dominantere aus der Affäre ist und er dann der Sklave.
Fest steht das "Bimbo" nicht nur für stark Pigmentierte Menschen als Beleidigung gilt.
Hmm...halt ich für sehr weit hergeholt.

Ich vermute eher, dass die Dame einfach nur wusste, dass das ein Ami ist und sich nen Schwarzen vorgestellt hat. Hör sie Dir im Fernsehinterview mal an. Wenn das nicht gelogen ist, weiß ich auch nicht.



Minute 37:00 - direkt danach kommt, was Monikas Verteidiger Strate zu der Dame sagt.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:07
Ja, das klingt wirklich eher nach einem geistig trägen Mann, der aus purer Bequemlichkeit an der Beziehung festhielt, solang es ging. Einer, dem man vielleicht als Frau, die da ausbrechen will, auch die Kinder nicht überlassen würde, weil man befürchten würde, dass er sie nicht mehr gut versorgen kann. Es gibt ja immer diese Fälle, wo Elternteile ihre ganze Familie töteten, aus dem irren Glauben, dass sie ihnen damit ein Leid ersparen. Sie wollte die Kinder nicht mitnehmen, bei ihm lassen konnte sie sie auch nicht guten Gewissens, also dachte sie, das beste ist es für die Kinder, dann lieber tot zu sein.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:10
@Comtesse
DAS klingt plausibel


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:15
Zumal wenn die Rechnung aufgegangen wäre, wäre sie dadurch eine viel bemitleidete Mutter gewesen, deren Kinder von einem Unbekannten entführt und getötet worden sind, und nicht die herzlose Ami-Schlampe, die ihren armen Mann mit den Kindern sitzen gelassen hat. Aus ihrer kranken Sicht konnte sie daraus also nur als Siegerin hervorgehen. Die armen Kinder, ich werde Eltern nie verstehen, denen das eigene Wohl so sehr über das der Kinder geht, dass sie dafür bereit sind, ihre Kinder zu vernachlässigen, misshandeln, missbrauchen oder eben gar zu töten.


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Mao1974
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:16
@LivingElvis
@Comtesse
Genau.
Und gerade bei diesen Äußerungen was die Ehe betrifft kann ich ihn mir garnicht als Täter vorstellen. Er wollte ja sosehr, daß die Ehe halt irgendwie bestehen bleibt und er versorgt ist, daß er sogar die Demütigungen durch diese Affäre ertragen hat (Frau geht mit Liebhaber und Kindern gemeinsam baden oder fährt übers Wochenende weg).
Es war ihm doch klar, daß er durch eine Tötung der Kinder natürlich auch seine Frau verloren hätte und eine "Zuflucht" für ihn war nicht in Sicht. Die (lebenden) Kinder waren für ihn doch eher noch eine Chance, daß seine Frau der Kinder wegen bei ihm bleibt.


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MinnieMaus
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:18
@Comtesse
Comtesse schrieb:Es gibt ja immer diese Fälle, wo Elternteile ihre ganze Familie töteten, aus dem irren Glauben, dass sie ihnen damit ein Leid ersparen. Sie wollte die Kinder nicht mitnehmen, bei ihm lassen konnte sie sie auch nicht guten Gewissens, also dachte sie, das beste ist es für die Kinder, dann lieber tot zu sein.
Wobei ich das eigentlich immer nur von Vätern kenne. Also, das Auslöschen der Familie, meine ich.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:24
@MinnieMaus

Ja, aber man kennt es auch eher von Vätern, dass sie "rumhuren", während das Frauchen brav zu Hause mit den Kindern sitzt und das duldet, aus Angst, sonst unversorgt zu bleiben. Bei den Weimars waren die Rollen da vertauscht, warum dann nicht auch in Bezug auf den Kindsmord?


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:27
Und Mütter, die ihre eigenen Kinder umbringen, um sich zu befreien von einer Last, gibt es ja auch öfter. Da gab es doch einen ähnlichen Fall in den USA, wo eine Mutter ihre schlafenden Kinder mitsamt Auto in einem See versenkt und danach behauptet hat, jemand habe sie mit Waffengewalt aus dem Auto geholt und sei mitsamt den darin sitzenden Kindern weggefahren. Nachher kam raus, dass sie für ihren neuen Partner frei sein wollte.

Uaaah, plötzliches Unwetter draußen!


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:27
@MinnieMaus
http://www.bild.de/news/inland/familiendrama/mutter-toetet-sohn-mit-mehreren-messerstichen-22653124.bild.html

http://www.fnp.de/nnp/region/lokales/limburg-lahn/mutter-toetet-drei-s-uglinge_rmn01.c.9192156.de.html

http://www.news.at/articles/1210/10/321586/familientragoedie-ooe-frau-kind-u-haft

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article13678792/Es-war-so-laut-ich-wollte-nur-noch-Ruhe.html

Das liegt auch an der Wahrnehmung. Frauen gelten bei solchen Taten gern mal als "überfordert", quasi Opfer ihrer eigenen Unzulänglichkeit, während dem Mann stets nieder Motive unterstellt werden.

Aber das kann dann auch mal passieren, weil man lieber zum "Poppen" fährt:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kindesvernachlaessigung-mutter-liess-elfjaehrige-fast-zwei-wochen-allein/4285014.html

oder aus "Angst den Freund zu verlieren":

http://www.news.de/gesellschaft/855196577/polizistin-ersticht-ihr-baby-und-muss-in-knast/1/

Beim letzten Fall sieht man wieder schön den Bonus, den Frauen vor Gericht haben. 4,5 Jahre für den Mord an einem Kind, weil man Angst hat, sonst verlassen zu werden. Also Eifersucht ist ein "niederer Beweggrund", aber "Angst verlassen zu werden" nicht? Versteh das bloß ich nicht?


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 15:30
Und nicht zu vergessen der Fall dieser Mutter, die 2 ihrer 3 Töchter tötete, eine davon Zwillingskind, die andere Zwillingstochter konnte sich zu Oma und Opa retten. Auch da Überforderung das Motiv. Wobei ich das bei den meisten Frauen dann auch glaube, die sind danach ja dann so fertig, dass sie selbst die Polizei rufen und gar nicht Anstalten machen, das zu verschleiern oder jemand anders in die Schuhe zu schieben. Das Morden der Monika Weimar hat da schon eine andere "Qualität".


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