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Der Mordfall Weimar

5.456 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

10.11.2023 um 18:33
@Photographer73
Nicht nur Haftentschädigung, sondern auch dass MW die arme Frau ist, die der bösen Männerjustiz zum Opfer gefallen ist.


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10.11.2023 um 19:49
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Das wäre doch erst nach einem Freispruch (nach erfolgreicher Wiederaufnahme) relevant. Sie ist eine verurteilte Mörderin, das Urteil wurde vor vielen Jahren rechtskräftig. Auf welcher Grundlage hätte sie damals Haftentschädigung fordern sollen?
KA, was im Urteil des 2. Prozesses (Freuspruch) stand, ob dort eine Haftentschädigung bewilligt wurde. Nehme nicht an, also ist das vom Tisch, auch was Fristen angeht.

Egal was in einem Wiederaufnahmeprozess passieren KÖNNTE, jetzt wird es auf § 5 und 6 StrEG hinauslaufen

Ausschluss/Versagung der Entschädigung

oder in einfacheren Worten: nix jibbtes.


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22.03.2024 um 11:18
Habe hier im Forum vor einigen Jahren eine Zeit lang mit diskutiert, überlegt und gerätselt. Aber es dreht sich seit Jahren alles im Kreis. Für mich ist die grundsätzlich sehr aufwühlende und aus kriminalistischer Sicht recht spannende Geschichte ausdiskutiert. Daran ändern auch die relativ neuen Erkenntnisse über den Schwager von MW / MB nichts. Diese News aus USA waren nur hilfreich für Herrn Strate, um sicht und den Fall wieder ins Gespräch bringen und damit Aufmerksamkeit für seine Kanzlei erzeugen zu können. Ich habe hier irgendwo und irgendwann mal gelesen, dass es Herrn Strate um Gerechtigkeit geht. Sorry, aber da hätte ich beinahe lachen müssen. Rechtsanwälte und Gerechtigkeit scheint mir irgendwie nicht so richtig zu passen. Ich denke, dass die allenfalls, das Beste für ihren Mandanten / ihre Mandantin herausholen wollen. Gerechtigkeit hin oder her. Rechtsanwälte und Dollar-Zeichen passt da schon eher. Jeder geführte Prozess bringt Geld und das nicht zu knapp, vor allem bei spektakulären Fällen. Schade, dass man den Herrn Bossi nicht mehr fragen kann, was er denn so kassiert hat, bei der Vertretung von prominenten Straftätern. Der Herr Strate wird jedenfalls über seine Honorare kaum Auskunft geben. Aber vielleicht tue ich ihm in dieser Hinsicht sogar Unrecht. Vielleicht kommt er einfach nicht damit klar, dass er den Fall MW / MB am Ende doch verloren hat. Jetzt noch einmal Wirbel zu machen, wird MW / MB sicherlich nicht gefallen. Ob er sie überhaupt gefragt hat, ob sie noch einmal ins Rampenlicht möchte ? Falls ja, hat er sie bestimmt solange belatschert, bis sie zugestimmt hat. Sie hat lange Jahre in der Anonymität und in Ruhe gelebt. Neue Aufmerksamkeit braucht sie ganz bestimmt nicht. Wenn sie noch was Gutes tun will für ihre Kinder, dann geht sie vielleicht mal Nachts an das Grab der beiden und sagt ihnen - ganz leise, damit es niemand hört- dass es ihr leid tut. Bin jetzt wieder weg.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2024 um 15:23
Wie rechtfertigt ein Anwalt sein Tun, wenn er weiß, dass er dabei ist einen Schuldigen rauszuboxen?

Ist mein Job oder
Bringt mir Geld und Ruhm ein und alles andere geht mir am A… vorbei. oder
Klar hat die MW gemordet - auch wenn sie durch meine Hilfe „unschuldig“ wird. Sie hat ja aber keine Kinder mehr übrig, die sie noch umbringen könnte. oder
Wer schon mal gemordet hat, wie Monika Weimar oder Andreas Darsow muss ja zukünftig nicht wieder morden.

Wahrscheinlich ein Mischmasch aus den obigen Gründen mit unterschiedlichen Gewichtungen. Je nach Fall.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2024 um 17:58
@Analyst
Ein Anwalt tut seinen Job und das ist seine Aufgabe seinen Mandanten die bestmögliche Verteidigung zu gewähren. Viele Anwälte sagen auch, dass sie nicht wissen wollen, ob der Mandant schuldig ist oder nicht. Sie machen ihre Arbeit und wenn Polizei , Staatsanwalt und Richter ihre Arbeit gut machen , werden die meisten auch verurteilt.
Und besser zwei Schuldige laufen lassen, als einen Unschuldigen in den Knast bringen.
Und ich bin froh, dass wir in Deutschland leben und nicht wie jetzt wieder Thema ist, in Moskau, wo nach dem Anschlag die Schuldigen wie Tiere behandelt werden und gefoltert werden um das auszusagen , was Putin will, denn auch die haben eine Menschenwürde und die ist unantastbar.
Zweitens wird er die MB nicht rausboxen, denn sie hat ihre Strafe abgesessen und ist in Freiheit und ein Gericht wird einen Teufel tun, da nochmal einen neuen Prozesszu eröffnen.
Wie lange ist das jetzt schon her, das Strate das mit dem Schwager zum Besten gab? Sehr lange und es ist nichts passiert , wie hier schon einige User von Anfang an prognostiziert haben. Heiße Luft , mehr nicht.
Was seine Beweggründe sind immer mal wieder den Weimarfall ins Gespräch zubringen, wird nur er wissen.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2024 um 20:07
Zitat von miltesmiltes schrieb am 22.03.2024:Diese News aus USA waren nur hilfreich für Herrn Strate, um sicht und den Fall wieder ins Gespräch bringen und damit Aufmerksamkeit für seine Kanzlei erzeugen zu können. Ich habe hier irgendwo und irgendwann mal gelesen, dass es Herrn Strate um Gerechtigkeit geht. Sorry, aber da hätte ich beinahe lachen müssen. Rechtsanwälte und Gerechtigkeit scheint mir irgendwie nicht so richtig zu passen. Ich denke, dass die allenfalls, das Beste für ihren Mandanten / ihre Mandantin herausholen wollen. Gerechtigkeit hin oder her. Rechtsanwälte und Dollar-Zeichen passt da schon eher. Jeder geführte Prozess bringt Geld und das nicht zu knapp, vor allem bei spektakulären Fällen. Schade, dass man den Herrn Bossi nicht mehr fragen kann, was er denn so kassiert hat, bei der Vertretung von prominenten Straftätern. Der Herr Strate wird jedenfalls über seine Honorare kaum Auskunft geben. Aber vielleicht tue ich ihm in dieser Hinsicht sogar Unrecht. Vielleicht kommt er einfach nicht damit klar, dass er den Fall MW / MB am Ende doch verloren hat.
Ich denke, es ist eine Mischung. Die Herausforderung, die dieser Fall an jeden Verteidiger stellen würde, das angeknackste Ego, weil er verloren hat, Aufmerksamkeit etc. Dass er die Weimar wirklich für unschuldig hält, kann ich mir nicht vorstellen. Nicht bei der Faktenlage. Strate ist ja nun alles andere als blöd.
Zitat von miltesmiltes schrieb am 22.03.2024:Sie hat lange Jahre in der Anonymität und in Ruhe gelebt. Neue Aufmerksamkeit braucht sie ganz bestimmt nicht.
Das hab ich mir auch immer gedacht. Warum sollte sie die Anonymität nun wieder verlassen, auf dass wieder jeder ihr Gesicht kennt?
Zitat von miltesmiltes schrieb am 22.03.2024:Wenn sie noch was Gutes tun will für ihre Kinder, dann geht sie vielleicht mal Nachts an das Grab der beiden und sagt ihnen - ganz leise, damit es niemand hört- dass es ihr leid tut.
Schöner Gedanke!
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Wie lange ist das jetzt schon her, das Strate das mit dem Schwager zum Besten gab? Sehr lange und es ist nichts passiert , wie hier schon einige User von Anfang an prognostiziert haben. Heiße Luft , mehr nicht.
War doch klar. Über 2 Jahre ist das doch jetzt bestimmt schon wieder her.


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25.03.2024 um 20:42
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Über 2 Jahre ist das doch jetzt bestimmt schon wieder her.
Ich zitiere mich mal selbst
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 21.04.2023:Jetzt mal ernsthaft: Diese „Spur“ mit Ray Elliot kann man doch vergessen. Die RTLplus Doku wurde 2021 gedreht, da hieß es in der begleitenden Berichterstattung, daß i-wo DNA gefunden wurde welche Strate testen lassen wolle. Und nun 1,5 Jahre später......
Und korrigiere "3 Jahre später"


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Der Mordfall Weimar

25.03.2024 um 20:59
@margaretha

Wow, so lange sogar schon. Tja, es wäre wohl von Strates Seite cleverer gewesen, wenn er sich dazu erst öffentlich ausgelassen hätte, nachdem er was greifbares in der Hand hatte.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2024 um 21:31
Zitat von miltesmiltes schrieb am 22.03.2024:herausholen wollen. Gerechtigkeit hin oder her. Rechtsanwälte und Dollar-Zeichen passt da schon eher. Jeder geführte Prozess bringt Geld und das nicht zu knapp, vor allem bei spektakulären Fällen. Schade, dass man den Herrn Bossi nicht mehr fragen kann, was er denn so kassiert hat, bei der Vertretung von prominenten Straftätern. Der Herr Strate wird jedenfalls über seine Honorare kaum Auskunft geben. Aber vielleicht tue ich ihm in dieser Hinsicht sogar Unrecht
Ich glaube wenn Herr Strate bzw . Strafverteidiger generell, nichts als Dollarzeichen in den Augen hätten, dann hätten die schlauen und extrem fähigen darunter nicht dieses Themengebiet gewählt.

Vor ein paar Jahren hat Strate mal gesagt, dass sein Stundensatz bei ca. 400€ liegt. Mittlerweile wird es etwas mehr sein. Das ist im Vergleich nicht utopisch. Weiter sagt er, dass sich ein Mandat entweder fachlich oder finanziell für ihn lohnen muss.

Gerade beim Ersteren kann man sich auch mal vergaloppieren, das muss aber nicht zwingend mit Publicity im Engeren zu tun haben.

Seit Jahren engagiert er sich laut Website für einen damals jungen Mann der in Hamburg zu lebenslang verurteilt wurde. Weder wird der Geld haben, noch kräht irgendjemand nach dem Fall.


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12.03.2025 um 22:14
Die aktuelle Folge des Zeit-Verbrechen Podcast beschäftigt sich mit diesem Fall:

Youtube: Der Fall Monika Weimar | Kriminalpodcast "ZEIT Verbrechen"
Der Fall Monika Weimar | Kriminalpodcast "ZEIT Verbrechen"
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13.06.2025 um 17:16
Zitat von sören42sören42 schrieb am 25.05.2023:Wenn mehrfach durch Zeugenaussagen belegt ist, dass sie am Morgen noch lebten, dann braucht man auch nicht zu prüfen, ob er sie nachts ermordet hat.
MWs Schwester Ursula sagte übrigens am 11.August aus, die Kinder den ganzen Tag nicht gesehen zu haben, also definitiv zu einem Zeitpunkt, als MW noch keine Nachtversion ausgesagt hatte. Die Aussage enthält auch einen indirekten Hinweis, dass der Spielplatzauf enthalt auf Ermittlerseite sehr wohl bereits zu diesem frühen Zeitpunkt infrage gestellt wurde. Weshalb hätte Ursula eine Aussage zum ueblichen Zustand der Kleidung beim Spielen der Kinder im Freien machen sollen, wenn nicht wer auch immer gefragt hat eine gewisse Skepsis hätte erkennen lassen?

In dieser Vermutung bestärkt bin ich durch den Auffindebericht in dem die Kleidung der Kinder als sauber beschrieben wird.


„7. August 1986: Bericht Auffindung Leiche Melanie Weimar: […] Kleidung geordnet, keine Beschädigung erkennbar. Kleidung erscheint sauber.“ (S.19)

„07. August: Bericht Auffindung Leiche Karola Weimar. […] Kleidung geordnet. Nicht beschmutzt.“ (S. 20 – 21)



Quelle: Petra Cichos "Mordakte Weimar" (S. 19 und 20 -21)

Man kann Ursulas Zs. Aussage vom 11. August auch entnehmen, dass nicht nur MWs Aussagen sondern auch die von Brigitte hinterfragt wurden, vgl. die Passage, man hole aus ihren Schwestern nicht so leicht etwas heraus, was sie nicht sagen wollten. Brigitte sagte am 11. August unter anderem aus, dass RW seine Frau MW beschuldigt hätte, in der Vergangenheit einen Reifen vom Wagen gelöst zu haben. Das hätte ihr die Schwester erzählt.
Letzteres wird einen Tag später am 12. August weder von RW noch von MW bestätigt.

Sollte Brigitte am 11. August vor Ursula befragt worden sein, könnte sich das durchaus auch auf einen Teil der Aussagen Brigittes vom 11. August bezogen haben.


Pure Fiktion
War Brigittes Informant womöglich gar nicht ihre Schwester sondern RE? Und wollte Brigitte das nicht sagen?

Quellen:

11.08.1986, Aussage Brigitte E.
„… Reinhard ist wohl der Ansicht, dass meine Schwester ihm die Tabletten verabreicht hätte.

Er hat auch meine Schwester beschuldigt, ein Rad am Auto gelöst zu haben.

Das hat mir alles meine Schwester erzählt[…])“
Petra Cichos: „Mordakte Weimar“ (S. 32, Abs. 2)

12.08.1986, Aussage RW
„Einmal hat mir meine Frau vorgeworfen, dass Melanie gebrochen hätte und fast erstickt wäre. Sie war da gerade nicht da. […]

„Ich werfe meiner Frau vor, dass sie mir die Tabletten eingegeben hat. […]

Ich bin der Meinung, dass jemand meinen PKW manipuliert hat. Wer das gewesen sein könnte, weiß ich nicht.[…]“
Petra Cichos „Mordakte Weimar“, (S. 49 - 50, S. 51, Abs. 3, S. 59, Abs. 4)

12.08.1986, Aussage MW
„… Mein Mann bezichtigte mich damals noch nicht, dass ich ihm Medikamente ins Essen getan hätte. Es war vielmehr so, dass ich diesen Befund selbst gar nicht glauben konnte. […]

Jetzt im Sommer, sagte ich einmal zu meinem Mann die Kohlen in den Keller bringen soll. Ich stand in der Küche. Daraufhin sagte mein Mann: „Dann kannst Du ja wieder was ins Essen machen. […]

„Er hat mich aber auch nicht beschuldigt, die Radmuttern gelöst zu haben. […]
Petra Cichos „Mordakte Weimar“, (S. 46, Abs. 3, S. 47 Abs. 5, 48, Abs. 3)




Anbei zitiere ich aus Ursula Zs. Aussage vom 11. August 1986.


„Ich habe die Kinder am Montag den ganzen Tag nicht gesehen[...]

Ich glaube schon, dass man aus meiner Schwester nicht so einfach etwas herausholt, was sie nicht sagen will. Das gleiche dürfte auch auf ihre Schwester Brigitte zutreffen. […]

Wenn Melanie und Karola am Spielplatz gewesen wären, hätten sie sich sicher sehr schnell schmutzig gemacht. Vorsichtig sind die nie.“


Quelle: Petra Cichos: „Mordakte Weimar“ (S. 37 - 38)

Der Gerichtsmediziner kam laut einem taz-Artikel von September 1986 zu dem Schluss, einer Tötung in den frühen Morgenstunden. Auch dieser rechtsmedizinische Befund dürfte ebenso wie die Aussage Ursulas, die Kinder den ganzen Tag nicht gesehen zu haben, bereits vor MWs Aussage zur Nachtversion vorgelegen haben.

Interessant finde ich auch, dass in dem Artikel nicht etwa steht, der Leiter der SOKO halte RW nicht für den Täter, sondern, dass er "die Eltern" nicht für die Täter halte.

Der Leiter der Sonderkommission (Soko), die in dem Mordfall ermittelt, ließ inzwischen durchsickern, daß er die Eltern nicht für die Täter halte. Er setzte sich damit in Gegensatz zur Staatsanwaltschaft.[…]

Der Gerichtsmediziner Hilgermeier dagegen ist sich vorerst sicher, daß die beiden Mädchen in den frühen Morgenstunden getötet wurden.“[…]

Gegen den Beschluß des Haftrichters, weder die Mutter noch den Vater festzusetzen, reichten Oberstaatsanwalt Matzke und sein untergebener Staatsanwalt in Bad Hersfeld, Sauter, umgehend Beschwerde ein.
Quelle: https://taz.de/Kein-off-limits-fuer-Journalisten-in-Phillipstal/!1877612/ „kein off limits für Journalisten in Philippstal“, von Eva Machnitzke, erschienen in der taz an 16.09.1986




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Der Mordfall Weimar

14.06.2025 um 18:25
Zitat von WMWM schrieb:MWs Schwester Ursula sagte übrigens am 11.August aus, die Kinder den ganzen Tag nicht gesehen zu haben, also definitiv zu einem Zeitpunkt, als MW noch keine Nachtversion ausgesagt hatte.
Zitat von WMWM schrieb:Die Aussage enthält auch einen indirekten Hinweis, dass der Spielplatzauf enthalt auf Ermittlerseite sehr wohl bereits zu diesem frühen Zeitpunkt infrage gestellt wurde.
Zitat von WMWM schrieb:Die Aussage enthält auch einen indirekten Hinweis, dass der Spielplatzauf enthalt auf Ermittlerseite sehr wohl bereits zu diesem frühen Zeitpunkt infrage gestellt wurde.
Wie lange oder eher wie kurz waren die Mädchen denn auf dem Spielplatz? Viel Zeit zum dreckig machen hatten die ja nicht bei einmal rutschen / durch den Sandkasten laufen, als sie von Frau N. gesehen wurden.

Die standen ja kurz nachdem sie raus sind in der geteerten Einfahrt, um dem Besuch zu winken (10.45 – 11.00) , dann waren sie kurz auf dem Spielplatz (ca. 11.00) und wurden dann von der Mutter ins Auto gelockt, die um 11.03 an Melanies späterem Fundort gesehen wurde, und laut eigener Aussage nur deshalb dort war, weil sie Melanie suchte. Da war keine Zeit, um sich dreckig zu machen.


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Der Mordfall Weimar

14.07.2025 um 19:19
Die Zeit, in der die Kinder auf dem Spielplatz (sowie in der unmittelbaren Umgebung um den Spielplatz herum) waren, läßt sich zwischen ca. 10.20 bis ca. 11.30 Uhr eingrenzen.

Ich bringe hier einmal ein bisher nicht genanntes Indiz (Tagversion) mit in die Beiträge: den Ball, den Melanie, nachdem sie bereits mit Karola draußen war, noch nachträglich aus dem Hause Weimar zum Spielen holte.

Befragung am 12.08.86 Monika Weimar: Erst waren die Kinder vor dem Haus, dann kam Melanie und sagte, dass sie zum Spielplatz gingen. Sie haben noch einen Ball mitgenommen. / Als ich nach kurzer Zeit wegfuhr, waren die Kinder am Spielplatz. Ob sie den Ball noch hatten, weiß ich nicht. (Buch Cichos, Seite 43).

Richterliche Vernehmung am 26.09.86 Nachbarin Elisabeth N.: Ich habe jedenfalls nachmittags beim Suchen der Kinder den Ball gefunden. (Buch Cichos, Seite 157).

Befragung am 12.08.86 Monika Weimar: Der Ball wurde mir nachmittags vom Nachbarskind Nicole N. gebracht. Mit der Bemerkung, dass der Ball im Straßengraben gegenüber Spielplatz lag. (Cichos, Seite 43).

Sofern die zeitlichen Angaben der Zeugen passen, die Kinder an jenem Vormittag noch gesehen zu haben (ca. 11.00 Uhr), können die Kinder bei Monika Weimar's Fahrt zu Bank und Post noch nicht im Auto gesessen haben. Daraus schlossen die Ermittler eine Rückfahrt von Frau Weimar vom Parkplatz Herfa und Ankunft nahe des Hauses gegen 11.30 Uhr. Vermutlich wurden die Kinder von der hinteren Seite des Spielplatzes (sogenannte Taubeneinsatzstelle) ins Auto gelockt, da dieser Bereich von den Anwohnern kaum einsehbar ist, und es somit hierfür auch keine Zeugen gibt. Ein eingesetzter Spürhund (dessen Halter übrigens noch am 04.08.86 von Monika Weimar persönlich angerufen wurde) sowie eingesetzte Zollhunde zogen jedenfalls vom Spielplatz auf direktem Weg zur hinteren Taubeneinsatzstelle (Buch Cichos, Seite 75).


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 00:21
@BlackRain

Vielen Dank für die Infos!

Hätte nicht gedacht, dass die Böttcher das wirklich nochmal in Angriff nehmen will, 27 Jahre nach dem letzten Schuldspruch.

Habe den Wiederaufnahmeantrag bisher nur kurz überflogen, muss das in Ruhe lese. Wenn ich das aber richtig sehe, will man jetzt weg von der These des mordenden Vaters, hin zum Mord durch Raymond Elliot, wie ja auch schon vor einigen Jahren angedeutet wurde.

Ich bin sehr gespannt, ob der Antrag angenommen oder abgelehnt wird.

https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/LG_Darmstadt_26-03-17_A_.pdf


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 05:37
Die Einleitung des Antrages ist erst mal relativ schwach, da letztlich nur Glaubwürdigkeits-Gutachten Stellar als "neues" Beweismittel iSd §359 Nr 5 StPO angebracht werden, was - wie der Antrag selbst ausführt - ja aber bereits zuvor im entschiedenen Verfahren beantragt und (wg angeblicher hinreichender eigener Sachkunde des Gerichts) abgelehnt worden war. Sodann wird argumentativ die Alternativtäterthese verbreitet, was mit dem Gutachten als Beweismittel gegen die Tagssichtungszeugen erstmal nur am Rande zu tun hat.

Strate stellt die These auf, dass ein (auch zuvor abgelehntes) Gutachten immer ein neues Beweismittel sei, letztlich aber zieht er nur die Schlüsse des Gerichts in Zweifel, erfahrungsgemäß ist ein Wiederaufnahmenahmeverfahren nicht für eine derartige Argumentation gedacht, da das alles rechtskräftig entschieden und dabei - jedenfalls hinsichtlich des Gutachtenbeweises - berücksichtigt wurde (wenn auch aus Sicht der Verurteilten und des Verteidigers ggf unrichtig).

Muss noch genaueres lesen, ob hinsichtlich der Alternativtäterthese ggf ein weiterer Grund nach §359 StPO angebracht wird, ging erstmal unter, wie der Schriftsatz aufgebaut ist ...

Nach meinem Verständnis sind Antrag inkl Veröffentlichung im Wesentlichen erstmal Litigation - PR (wobei man da einen Einfluss auf den Ausgang nicht völlig ausschließen kann - vielleicht hilft es ja...).


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25.03.2026 um 06:26
Habe jetzt noch gefunden, dass Ermittlungen und Verfahren zum potentiellen Alternativtäter R. E. in Kalifornien wegen Kindesmissbrauch aus dem Jahr 1999 als "neue Tatsache" iSd §359 Nr. 5 angebracht werden.

Das Verfahren in Frankfurt ist ja erst später (Dez 1999) abgeschlossen worden, wurde das bereits gelaufene Verfahren gegen R. E. nicht damals schon angebracht (falls nicht, warum nicht?). War es niemanden bekannt? Das Urteil des LG Frankfurt führt auf S 53-55 die Argumente gegen eine Dritttäterschaft auf, diese sind durch das US Verfahren gegen R. E. wegen Missbrauch nicht in Frage gestellt (allesfalls der recht knappe Ausschluss einer Sexualitat als Motiv eines etwaigen Dritten aufgrund fehlender forensicher Spuren), insbesondere die Auto-Faserspuren, wonach nur die Eltern als Verbringer in Frage kämen nicht.


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25.03.2026 um 07:21
... es steht aber nichts "Neues" im Wiederaufnahmeantrag, wer wann und wie die Mädchen zu den Auffindeorten verbracht hat.


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25.03.2026 um 07:32
Dieser Wiederaufnahmeantrag kommt wahrlich überraschend, obwohl Strate ja angekündigt hatte einen solchen stellen zu wollen, denn die ganzen Jahre bis jetzt hat man weder etwas gehört noch neues dazu vernommen.

Ob der Antrag aber auch tatsächlich angenommen werden wird darf man jedoch gespannt sein. Soweit ich das aus dem Antrag herauslesen konnte fußt er im Wesentlichen auf zwei Säulen nämlich auf einem neuen psychologischen Gutachten zur Glaubwürdigkeit damaliger Zeugenaussagen zur sogenannten „Tagversion“ und dann einer möglichen, hypothetischen, Täterschaft von Raymond Elliot wobei ausgerechnet dieser Part recht dünn ausfällt.

So richtig überzeugt das nach wie vor noch nicht wirklich und es werden auch keine neuen Details oder Erkenntnisse hinsichtlich eines möglichen Tathergangs benannt. Es wird eigentlich nur das wiederholt was bereits in der Doku von 2022 wiedergegeben wurde. Zwar war dieser neue Ansatz substanziell an sich begründet aber klärt damit nicht automatisch den Fall auf und erklärt insbesondere nicht die vielen Lügengeschichten sowie das suspekte als auch widersprüchliche Verhalten von Monika Böttcher und Reinhard Weimar. Und gerade hier ist nicht erkennbar wie Strate das schaffen möchte es einleuchtend zu erklären selbst wenn man jetzt mal von der hypothetischen Täterschaft von Elliot und der daraus resultierenden Unschuld von Monika Böttcher ausginge.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 08:19
Mal sehen, was noch alles kommt. Am Ende hatte noch der Schwager Sex mit Kevin am Kieswerk.

Als Vater eines der Mädchen wurde er ja schon durchs Dorf getrieben.


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