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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

05.07.2012 um 09:04
Der Kevin hat Frau Weimar aber auch nicht von seiner Frau und Kindern daheim in den USA erzählt. Inwiefern dessen Aussage über das Mögen der Kinder stimmt, darf durchaus angezweifelt werden. Er wäre schön dumm, vor Gericht etwas Anderes zu behaupten, denn dann hätte man ihm eine moralische Mitschuld am Tod der Kinder gegeben. Da er ihr schlecht sagen konnte, dass er sie wegen seiner eigenen Familie daheim nicht mitnehmen kann in die USA, wäre es durchaus naheliegend, IHRE Kinder als Grund vorzuschieben.


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berlinisshit
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Der Mordfall Weimar

05.07.2012 um 09:29
Denke mal, er wollte irgendwie aus dieser Nummer rauskommen, bevor er zurück nach Amerika zu seiner Familie gegangen ist. Sich irgendwie rauswinden und dazu war ihm wohl jedes Mittel Recht.
Dieser GI ist mir sowieso ziemlich suspekt, scheint jemand zu sein, der null Arsch in der Hose hat und sich immer nur herausredet und nicht zu dem steht, was er getan hat, geschweige denn Verantwortung zu übernehmen, in welcher Form das jetzt auch immer sein mag aber es geht um das Prinzip und da sieht er eher schwach und feige aus.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

08.07.2012 um 03:46
@talida
Daß es in dieser Ehe zu gegenseitigen Demütigungen gekommen ist, daran besteht kein Zweifel...
Ob M. W. eine gute Mutter war, keine Ahnung. Die Kinder waren gut genährt, trefflich angezogen und frisiert, zur Höflichkeit erzogen, richtig.
Wie die emotionale Bindung ausgesehen hat, darüber gibt es unterschiedliche Angaben.
Ich finde vieles befremdlich, zB daß der Schulranzen der Melanie kurz nach ihrem Tod zurückgebracht wurde, um sich das Geld auszahlen zu lassen, man "brauchte den ja nichtmehr". Das dreht mir fast den Magen um.Wie kaputt war denn diese Familie (und ich meine damit nicht nur die Eltern).?
Was Pratt betrifft:
Mag sein, daß er da mal kurz "neue Familie" gespielt hat und es vielleicht toll fand "Daddy" genannt zu werden (was ich von M.W. ein absolutes Unding finde, das zuzulassen). Aber wie hätte es denn ausgesehen, wenn er tatsächlich die Verantwortung gehabt hätte? Ziemlich mies, oder?
Der war ja noch nichtmal für seine eigenen Kinder ein Vater!
Und das will er aber für die Weimar-Kinder gewesen sein, die er noch nichtmal richtig verstand? Das ist doch lachhaft...
Mal im Schwimmbad paar Stunden spielen, mit der Mutter angenehme Stunden im Auto verbringen, das kann nun wirklich jeder, hat aber nichts mit Vatersein zu tun und das wusste Monika Weimar ganz genau.


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Der Mordfall Weimar

13.07.2012 um 16:08
Nun möchte auch ich mich einmal im 'Mordfall Weimar' dazuschalten.

Auch ich habe mich lange Zeit mit dem Fall beschäftigt und kann nur sagen: Die 'Nachtversion'
gehört ins Reich der Märchen, sie kann definitv nicht stimmen.
Lassen wir sämtliche Zeugenaussagen einmal weg (viele, vor allem später gemachte Aussagen verwirren das Ganze nur), und halten uns an ein paar aussagekräftigen Indizien fest:
- Mageninhalt der Kinder (das waren keine 'ein paar Schokokekse')
- Fasern des Autoschonbezuges AUF den an den Kindern haftenden unzähligen Kletten (wie sollen
die die unzähligen Kletten mit den Fasern auf die Kinder gekommen sein, wenn sie nachts im Bett getötet und von dort aus direkt ins Auto gelegt wurden?)
- Die von innen demolierte Windschutzscheibe, von der Frau Böttcher mehrere Versionen parat hatte.
Mit toten Kindern kann eine derartige Zerstörung der Scheibe nicht passiert sein.

Die Erklärung der zerbrochenen Windschutzscheibe bildet m. E den Schlüssel zum eigentlichen Tathergang. Diese Erklärung verschweigt jedoch Frau Weimar. Sie hat vom ersten Tag an nur gelogen. Der Polizei sagte sie einmal: 'Nur mein Mann und ich wissen, wie die Kinder zu Tode kamen'. Sogar dies war gelogen, denn nur sie allein weiss, wie und wo es genau passiert ist. Die Tat hat sie bis heute nicht gestanden, Und sie wird es auch nie tun. Sie hat heute eine zweite Identität und hat sich von der damaligen 'Frau Weimar' gelöst. Eine Mutter, die ihre toten Kinder wissentlich 3 Tage und 3 Nächte im Wald liegen lässt (und diese wären bei Nichtentdecken noch länger gelegen), so eine Mutter ist zu vielem fähig. Und diese Frau wollte den 'Mörder ihrer Kinder' schützen?


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 09:24
Eine neutrale Frage:

Ich lese gerade diesen geposteten Link:

http://www.strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html

Warum wurden eigentlich Fehler bei den Fasergutachten gemacht? Waren es an sich Fehler, weil ja anfangs die Kinder nur vermisst wurden oder muss man bei vermissten Kindern gleich alles auf den Kopf stellen?

Hier zb. ein Auszug aus dem Link:

Bettlaken, Bettbezug und Kopfkissen wurden zusammengepackt in einem Plastiksack an das Hessische Landeskriminalamt geschickt. Zwischen den Wäschestücken sowie in den Faltlagen befand sich kein Isolierungsmaterial (z.B. Seidenpapier), durch das Faserübertragungen von einem Wäschestück auf das andere hätten vermieden werden können.
Die Bettwäsche usw. wurde erst nach 11 Tagen abgezogen und untersucht.
Dann wurde auch noch verkehrt abgeklebt bzw die Rückseite beim Abkleben vergessen.
Völlig ignoriert wurden bei der Faseruntersuchung jeweils zwei kleine Kopfkissen und eine Schlummerrolle, die sich in den Betten beider Kinder befanden, sie waren ebenfalls von der Kriminalpolizei Bad Hersfeld dem Hessischen Landeskriminalamt zur Untersuchung übersandt, dort aber schlicht übersehen worden

Naja lest es euch einfach mal durch, das ist sicher besser als wenn ich alles kurz und knapp nur poste und es evlt zu Ungereimtheiten kommen kann.

Desweiteren würde mich interessieren, so wurde gesagt, das es mehr Fasergutachten von Monika Weimar als von Reinhard Weimar gab/gibt.

Hier noch ein Auszug zb. vom Mageninhalt:
Ob und was Melanie getrunken und gegessen hatte, konnte infolge eines versehentlich vollständigen Verbrauchs des Mageninhalts für eine Gift-Untersuchung nicht mehr exakt festgestellt werden.

Ist zwar kein Einzelfall, aber wären diese Fehler nicht passiert, wäre man evtl doch schon nen Schritt weiter und man wüsste nun wer wie wo was geschah :-)


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 13:20
@Sweetgwen

Diese Seite kenne ich, und dass bei den Ermittlungen mehr als geschlampt wurde sieht man ja an diesem Bericht.

Die Ermittler haben nach dem 1. Verhör des armen Herrn Weimar nur noch in Richtung Frau Weimar ermittelt und selbst seine damalige Aussage er wisse nicht ob er die Kinder totgemacht hätte, sich aber sicher sei, dass er sie weggebracht hätte, weil daran könne er sich erinnern .. keine weitere Bedeutung geschenkt, warum auch, das sagt ja ein betrogener und gedemütigter Ehemann, dem glaubt man das.
Sweetgwen schrieb:Warum wurden eigentlich Fehler bei den Fasergutachten gemacht? Waren es an sich Fehler, weil ja anfangs die Kinder nur vermisst wurden oder muss man bei vermissten Kindern gleich alles auf den Kopf stellen?
Der Fehler bestand darin, wie beschrieben

- Erst 11 Tage nach der Tat
- Falsche Seite abgeklebt und andere Seite vergessen
- Bettzeugs zusammen eingetütet, wonach man dann nicht mehr sagen konnte welche Faser
ursprünglich an welchem Bettzeug waren, noch welche in der Tüte zurückblieben.
- Kissen und Schlummerrolle vergessen (davon kann ein Stück z. b. zum ersticken benutzt worden sein)
Sweetgwen schrieb:Desweiteren würde mich interessieren, so wurde gesagt, das es mehr Fasergutachten von Monika Weimar als von Reinhard Weimar gab/gibt.
Auch das stimmt, steht auch in diesem Strate-Bericht .. von Frau Weimar wurde die gesamte Kleidung die der Jahreszeit (also Sommer) entsprach untersucht, was 27 Teile waren.
Von Herrn Weimar wurden lediglich 3 Kleidungsstücke untersucht die er zudem noch selbst genannt hatte, dass er sie trug. Frau Weimar hatte z.b. ein anderes T-Shirt und auch eine andere Hose benannt die er nachts getragen haben soll als sie ihn an den Betten der Kinder fand, diese Kleidung wurde aber nicht untersucht.

Selbst nachdem feststand, dass an den Kindern Fasern gefunden wurden die weder von den untersuchten Kleidungsstücken der Frau Weimer noch von Herrn Weimar stammen, kam keiner auf die Idee, dass Herr Weimar vermutlich mehr als 2 T-Shirts im Schrank haben könnte, die man auch noch hätte untersuchen können.
Sweetgwen schrieb:Hier noch ein Auszug zb. vom Mageninhalt:
Ob und was Melanie getrunken und gegessen hatte, konnte infolge eines versehentlich vollständigen Verbrauchs des Mageninhalts für eine Gift-Untersuchung nicht mehr exakt festgestellt werden.
Diese "Frühstücksversion" passte eben besser zu der Tagversion und der Schuld der Frau Weimar.
So unmöglich finde ich es nicht, dass die Kinder nachts, wenn sie aufwachen einen Becher Milch trinken und sich einen Keks dazu holen, es war ja keiner da der es hätte verbieten können, der Papa schlief ja tief und fest und Mama war nicht da, zumal ja Karola wach war und die Tante sie noch umgezogen hatte.
Deshalb passt für mich auch die Nachtversion- Herr Weimar wurde von den Kindern geweckt, oder wachte von selbst auf und es passte dann aus einem Affekt heraus, weil die Kinder z.b. nach ihrer Mutter fragten und er austickte.


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 19:59
Es ist für mich immer noch erstaunlich, wie viele Leute es gibt, die an die 'Nachtversion' glauben.
Nahezu alle Indizien sprechen gegen die Nachtversion. Sollte es Herr Weimar - nach wie vielen Flaschen Bier auch immer - es tatsächlich geschafft haben, die beiden Kinder - trotz 'Zwischenbesuch' von Monikas Schwester Brigitte um 2.45 Uhr - zu ermorden, die Kinderleichen anzuziehen (Socken, Sandalen, Höschen) und die Leichen auch noch zu kämmen? Das kommt im besten Gruselfilm nicht vor!
Konnte Herr Weimar, nachdem er die Kinder ermordet, alleine ins Auto geschleppt und die Leichen im Wald versteckt hat, sich zu Hause ins Bett legen und erst einmal lange Zeit schlafen, bis er von Geräuschen aus der Wohnung um 10.30 Uhr geweckt wurde?
Wie konnte Frau Weimar der Polizei erzählen, das ihr die Karola am Morgen des 4. August vom nächtlichen Besuch Brigittes wegen dem nassen Höschen berichtete, obwohl diese zu diesem Zeitpunkt nach der Nachtversion schon längst tot im Wald lag?
Es passt alles nicht, was Frau Weimar über mehrere Wochen der Polizei erzählte. Wäre sie unschuldig, hätte sie die ganzen Ausreden und falschen Erklärungen überhaupt nicht nötig gehabt.
Nein, sie ist 2 x zu Recht für schuldig gesprochen worden und hat ihre Strafe verbüßt.


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 21:49
bemerkenswert ist aber ,dass man Frau Weimar oft sogar ganz direkt als notorische Luegnerin bezeichnet und ihr am Ende nix mehr geglaubt hat; die einzige Aussage die man ihr aber sofort glaubt ist die mit der sie sich selber sehr stark belastet (Ihre Tochter haette ihr am Vormittag von dem nassen Hoeschen erzaehlt). Was wenn die "Luegnerin" hier nun aber auch gelogen hat..?..Hier glaubt man ihr aber ausnahmsweise auf Anhieb, dass sie die Wahrheit sagt weil es so viel besser in den Gesamtkontext passt sich auf sie als Taeterin zu fixiren. Ich denke die Richter waren sich am Ende selber nicht einig, denn wenn man mal davon ausgeht (nur als Gedanke) dass sie es tatsaechlich war, dann ist das Urteil (insgesamt war sie "nur " 15 Jahre im Bau) erstaunlich milde, fuer eiskalten, kaltbluetig geplanten und kaltbluetig ausgefuehrten Doppelmord, falscher Belastung anderer etc etc.) wenn alles so klar waere haette sie auch leicht 25 Jahre oder noch mehr bekommen koennen.


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 22:01
@goldene-acht
Liegt vielleicht daran, dass es keinen Grund dafür gibt, zu lügen. Die Äußerung kam zudem spontan. Die hat da einfach nicht nachgedacht.

Deine juristische Einschätzung trifft nicht zu.
M.W hat (meines Wissens) eine lebenslange Freiheitsstrafe bekommen. Die kann nach 15 Jahre erstmals zur Bewährung ausgesetzt werden. Bei Frauen ist das üblich. (Soviel zur Gleichberechtigung)

Manchmal wird wegen der besonderen Schwere der Schuld eine Mindestverbüßungszeit von 20 Jahren festgesetzt. Auch das gibt´s bei Frauen sehr selten. Die Mädels haben vor Gericht einfach nachweisbar Vorteile.


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 22:05
@LivingElvis
Ich denke mal, das entscheidet sich daran, ob Wiederholungsgefahr besteht. Diese bestand bei Frau Weimar nicht, ebensowenig wie bei den meisten anderen Frauen, die wegen Mord einsitzen, denn es gibt sehr selten Frauen, die "grundlos" töten (also aus Trieb oder Sadismus) - daher kommen die Mädels dann wahrscheinlich auch bei erster Gelegenheit wieder raus, während bei männlichen Mördern die Rückfallgefahr in den meisten Fällen deutlich höher ist.


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Der Mordfall Weimar

14.07.2012 um 22:41
@Comtesse
Das ist bei Männern nicht anders.

Da sind auch die meisten Täter Beziehungstäter.
Das liegt mehr daran, dass man Männern das eher zutraut.

Aber es ist ein nachweisbarer Fakt, dass Frauen bei gleichen Taten mildere Strafen bekommen als Männer. Spricht nur keiner drüber, da bemüht man lieber die Legende von der schlecht verdienenden Frau. Ist zwar nachweislich auch falsch, juckt aber keinen.


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iYoUwE
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

15.07.2012 um 01:46
@LivingElvis
LivingElvis schrieb:Aber es ist ein nachweisbarer Fakt, dass Frauen bei gleichen Taten mildere Strafen bekommen als Männer.
Glaube ich nicht. Quelle bitte.


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Der Mordfall Weimar

15.07.2012 um 02:20
@iYoUwE
Kann man zB bei Stein-Hilbers "Zur Frage der geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Strafverfolgung" nachlesen.

Wer´s lieber im Internet hat:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1311004/Judges-ordered-mercy-women-criminals-deciding-sentences.html

Oder hier:
Professor Ulrich Vultejus, Richter am Berliner Amtsgericht a. D., hatte im April gegenüber der „Zeitschrift für Rechtspflege“ erklärt, er habe sich in Verfahren gegen Frauen immer wieder gefragt, welche Strafe er gegen einen Mann verhängen würde, und dann „auf diese Strafe abzüglich eines ‚Frauenrabatts’ erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben.“ Ein „Rabatt“, setzte Vultejus hinzu, sei gerechtfertigt, „weil es Frauen im Leben schwerer haben“.
http://www.focus.de/politik/deutschland/gesellschaft-das-geschwaechte-geschlecht_aid_338086.html

Wird freimütig zugegeben. Man findet es halt nicht schlimm.


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Der Mordfall Weimar

15.07.2012 um 08:32
@LivingElvis

Also, dass Männer nach einer Trennung ihre Partnerin und manchmal sogar die gemeinsamen Kinder töten, sowas hört man häufiger. Von einer Frau, die dies getan hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört, was nicht heißt, dass es das nicht gibt, aber wenn dann doch wohl deutlich seltener. Das sieht man ja auch an den Threads hier sehr deutlich, wenn man sich anguckt, wieviele Frauen hier Opfer des Ex-Mannes oder Freundes wurden.

Dann muss man auch noch die Gründe berücksichtigen. Männer töten in Beziehungstaten meist aus verletztem Stolz. Frauen töten entweder ihre eigenen Kinder um frei zu sein für einen neuen Mann oder aus Überforderung. Oder sie töten um sich aus einer unerträglich gewordenen Partnerschaft zu befreien. Dann gibt es noch die "Todesengel" in Kliniken und Altenheimen, die Patienten vergiftet haben. Andere Gründe findet man bei Frauen doch eher selten, so ist ein Fall Horchheim, wo der Täter scheinbar eine Frau war, doch äußerst selten. Brutale Mörderinnen waren doch auch meist nur Co.-Partner.

Man wird es dann ja am Fall Horchheim sehen, wenn es zur Verurteilung kommt, ob es hier einen Frauen-Bonus geben wird. Wie gesagt, wenn man diesen gibt, weil die Umstände andere sind und keine Wiederholungsgefahr besteht, verstehe ich das - aber der Fall Horchheim ist einer, wo ich sagen würde, hier ist keine mildere Strafe gerechtfertigt, nur weil es eine Frau war, die Tat bleibt dieselbe, und die ist von solcher Brutalität und dazu wahrscheinlich aus reiner Habgier - das ist so kaltblütig, dass man nicht sicher sagen kann, wenn diese Person noch mal freikommt, würde sie sowas nicht wieder tun.

Ansonsten, auch wenn der zitierte Richter sowas sagt, fehlen mir doch direkte Vergleiche, wo Mann und Frau dieselbe Tat auf dieselbe Art aus den selben Gründen begangen haben und beide vom gleichen Gericht unterschiedlich bestraft wurden. Ich fürchte, so ein Fall wird sich auch kaum finden lassen, und da jeder Fall anders gelagert ist und jeder Richter anders zu urteilen pflegt, wird es schwer, diese These aufgrund der Einzelentscheidungen einzelner Richter aufrecht zu erhalten.


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Der Mordfall Weimar

15.07.2012 um 10:36
@Comtesse
Comtesse schrieb:Also, dass Männer nach einer Trennung ihre Partnerin und manchmal sogar die gemeinsamen Kinder töten, sowas hört man häufiger. Von einer Frau, die dies getan hat, habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört, was nicht heißt, dass es das nicht gibt, aber wenn dann doch wohl deutlich seltener. Das sieht man ja auch an den Threads hier sehr deutlich, wenn man sich anguckt, wieviele Frauen hier Opfer des Ex-Mannes oder Freundes wurden.
Die absolute Häufigkeitszahl spielt doch diesbezüglich keine Rolle.

Es wäre absurd zu sagen, Frauen begehen insgesamt weniger Morde, deswegen bekommt eine Frau im Einzelfall eine mildere Strafe.

Daneben liegen die Gründe in der Sozialisation. Frauen instrumentalisieren auch gerne mal mittels Intrigen ihre Liebhaber, um den unliebsam gewordenen Ehemann umzubringen. Einem Mann bleibt ein solcher Weg verschlossen, er "muss" es quasi selbst tun und kann nicht die "Drecksarbeit" auf die neue Freundin abwälzen.
Comtesse schrieb: Brutale Mörderinnen waren doch auch meist nur Co.-Partner.
Schönes Beispiel für Vorurteile.

Es ist immer so, schon im Kleinen. Geht Mann fremd, ist er ein triebgesteuertes Schwein, geht Frau fremd, ist sie von ihren Gefühlen überwältigt oder verführt worden. Oder vom Ehemann vernachlässigt worden.
Comtesse schrieb:Dann gibt es noch die "Todesengel" in Kliniken und Altenheimen, die Patienten vergiftet haben.
Da sind auch etliche Pfleger darunter.
Comtesse schrieb:Man wird es dann ja am Fall Horchheim sehen, wenn es zur Verurteilung kommt, ob es hier einen Frauen-Bonus geben wird. Wie gesagt, wenn man diesen gibt, weil die Umstände andere sind und keine Wiederholungsgefahr besteht, verstehe ich das - aber der Fall Horchheim ist einer, wo ich sagen würde, hier ist keine mildere Strafe gerechtfertigt, nur weil es eine Frau war, die Tat bleibt dieselbe, und die ist von solcher Brutalität und dazu wahrscheinlich aus reiner Habgier - das ist so kaltblütig, dass man nicht sicher sagen kann, wenn diese Person noch mal freikommt, würde sie sowas nicht wieder tun.
Wenns darum ginge, dann müssten wir Mörder per se deutlich milder bestrafen, als Einbrecher. Mörder sind extrem selten Wiederholungstäter, Einbrecher extrem häufig.
Comtesse schrieb:Ansonsten, auch wenn der zitierte Richter sowas sagt, fehlen mir doch direkte Vergleiche, wo Mann und Frau dieselbe Tat auf dieselbe Art aus den selben Gründen begangen haben und beide vom gleichen Gericht unterschiedlich bestraft wurden. Ich fürchte, so ein Fall wird sich auch kaum finden lassen, und da jeder Fall anders gelagert ist und jeder Richter anders zu urteilen pflegt, wird es schwer, diese These aufgrund der Einzelentscheidungen einzelner Richter aufrecht zu erhalten.
Es ist mehr als selten, das ein Richter diese -absolut unzulässige- Geschichte offen anspricht. Und das nur, weil er darin nichts Schlimmes sieht. Umso bedeutender ist die Aussage. Wäre die Aussage andersherum getätigt worden, wäre es ein Skandal, der durch alle Medien gegangen wäre und man hätte 3 Wochen lang Alice Schwarzers wütendes Gesicht in allen Talkshows gesehen.
So rum nimmt man das achselzuckend zur Kenntnis. Jaja...die Frauen habens halt schwerer. Wieso sagt einem keiner. Is halt so, muss man nicht begründen.

Man kann da gerne mal die Akten durchgehen und sich anschauen, welche Strafen verhängt werden. Das kann ich im Internet nicht alles bequem verlinken, da bedarf es schon mal eines Ganges zum Amts- oder Landgericht und dann guckt man sich in gleicher Sache mal ne Verhandlung gegen nen Mann und mal gegen ne Frau an. Klar -Einzelfall. Nur ganz viele Einzelfälle ergeben eine Regel. Diese Regel kann man dann statistisch nachweisen. Muss man halt nachlesen, so ganz kleine mundgerechte Häppchen wird man in solchen -politisch unerwünschten- Fragen nicht finden.

Man kann das Problem aber auch mal von der psychologischen Seite angehen - wo wäre man den selber eher geneigt, härter zu strafen. Beim 100kg Hakan mit Goldkette und Brusthaar oder bei der 50kg Susi mit dem netten Lächeln? Da gibts einfach Mechanismen, die da greifen.

Wie man am Horchheim-Thread und auch hier gut sehen kann, trauen alle (Männer und Frauen) einem Mann eher eine brutale und niederträchtige Tat zu. Männer mögen da auch aufgrund unterschiedlicher Faktoren eher zu neigen. Das führt aber in der Folge dazu, dass man bei Susi viel stärker nach entschuldigenden oder schuldmildernden Gründen sucht, als bei Hakan.

Das selbe Phänomen hast Du auch bei Jugendlichen. Man unterstellt per se, dass 16-jährige Mädels von der großen Liebe träumen, lieb und gut und nett sind. Und dann hat man eine Traci Lords, die schwindelt, damit sie im Pornogeschäft einsteigen kann. Dann greifen wieder dieselben Mechanismen und vor dem geistigen Auge breitet sich große wirtschaftliche Not aus, die die Mädels zu solchen Jobs führt. Erinnerst Du Dich noch an die Aufregung, als bekannt wurde, dass Michaela Schaffrath in Swingerclubs geht? Die Frau hat Pornos gedreht. Was war daran verwunderlich? Man kam einfach damit nicht klar, dass es Frauen gibt, die daran Spaß haben. Das war in der öffentlichen Wahrnehmung eine Männerdomäne. Am besten große, hässliche, haarige, grobe Bären, aber doch keine blonde, hübsche, zierliche Frau.

Und genauso ist es bei Gewaltverbrechen. Dass Hakan einen totschlägt, ja klar, hat man schon immer gewusst. Susi? Der hätte ich das nie zugetraut....irgendwas muss die dazu getrieben haben. Klar, ganz sicher; allerdings Hakan kam auch nicht als böser, grober Bär auf die Welt.

Zugegebenermaßen brechen diese Denkmuster langsam auf, aber noch ist es so, dass sie vorherrschen.


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iYoUwE
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15.07.2012 um 12:29
@LivingElvis

Entschuldigung, aber das ist für mich keine seriöse Quelle. Nur weil jemand (auch wenn es ein Richter ist) meint zu glauben, dass Frauen weniger hoch bestraft würden, also den sogenannten Frauenbonus bekämen, ist das für mich noch lange kein Grund, den Inhalt dieser Aussage als gegeben hin zu nehmen. Da bedarf es doch wohl einer umfassenderen Recherche. Behaupten kann man viel.

Was deine sog. psychologischen Beispiele betreffen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, was das nun wieder mit der tatsächlichen Strafzumessung zu tun hat

Hier mal ein Auszug aus einem Artikel von Schmölzer (http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/228/236), da werden auch Untersuchungen zitiert, die das genaue Gegenteil dessen sagen, was dein obiger Richter ausführt:

„Gibt es eine geschlechtsdifferenzierte Strafverfolgung?
Die „klassische“ deutschsprachige Literatur zur Frauenkriminalität[55] präg(t)en unter anderem Namen wie Einsele[56], die – edenfalls für eine Gruppierung von Täterinnen – „soziale Schwäche“ ortete, oder etwa Leder[57] mit seiner „These der tendenziellen Gleichverteilung zwischen Männer- und Frauenkriminalität“, die er unter dem Druck der vielfachen Kritik zuletzt in eine – ebenso wenig haltbare –[58] „tendenzielle Annäherung an die Gleichverteilung“ abgeschwächt hat.[59] Bereits im Jahr 1980 stellte Brökling[60] für die geringere Delinquenzbelastung der Frau die „Theorie der doppelten Unterdrückung“ (durch kapitalistische Systeme und patriarchale[61] Strukturen) auf,[62] die sich auch in späteren Arbeiten von Gipser[63] findet. Seit geraumer Zeit wird unter anderem immer wieder auf die auch strafrechtlich Ungleichheit produzierenden legislativen Instanzen und/oder auf geschlechtsdifferenzierte Strafverfolgung sowie Sanktionierung durch die Sicherheitsbehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichte hingewiesen („Ritterlichkeitstheorie“, „Frauenbonus“)[64], oder es wird diese These widerlegt: So kam etwa Junger[65] auf Grund ihrer Analyse des Mordmerkmales „Heimtücke“ zu dem Ergebnis, dass im konkreten Kontext dieses Deliktsmerkmales die Tendenz bestünde, Männer milder zu bestrafen. Nach einer neueren Untersuchung erklärt sich das durchschnittlich geringere Strafmaß bei weiblichen Verurteilten im Bereich der Tötungsdelikte jedoch „allein aus der Besonderheit der von ihnen begangenen Taten.“ Soweit Männer „in vergleichbaren Situationen handeln, lassen sich auch für sie vergleichbar geringe Strafen nachweisen.“[66] Zu einem ähnlichen Ergebnis kam bereits Steffen[67], die in ihrer sorgfältigen Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex allgemein darauf hingewiesen hat, dass festgestellte Unterschiede eher als delikts- denn als geschlechtsspezifisch anzusehen seien.[68] Die Frage nach Unterschieden zwischen der Kriminalität von Männern und der von Frauen ist bislang weitgehend ungeklärt. Es lässt sich „keine neuartige, etwa der Gewalt zuneigende weibliche Kriminalität finden. Verstärkte Forschungsbemühungen erscheinen gleichwohl angezeigt.“[69] Dem ist nur beizupflichten; auch wenn – nach einer Verurteiltenprognose für Nordrhein Westfalen – bis zum Jahr 2015 „Kriminalität mehr noch als bisher eine Männerangelegenheit wird“.[70]„

Hier eine interessante Dissertation zum Thema:
http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000015696

Fazit der obigen Dissertation: „Betrachtet man die vorliegenden Ergebnisse, so kann die Forschungsfrage, ob Frauen vor Gericht anders behandelt werden als Männer, nicht eindeutig bejaht werden. Die hiesigen Befunde sprechen vielmehr dafür, dass Männer und Frauen mit vergleichbaren Delikten und vergleichbarer strafrechtlicher Vorgeschichte vom Gericht weitgehend gleich beurteilt werden.“


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Der Mordfall Weimar

15.07.2012 um 15:42
In "Deiner" Dissertation steht aber auch ziemlich eindeutig:
Allerdings wurden Männer signifikant häufiger zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt als Frauen. Trotz eines erkennbaren Trends konnte bei hoher Standardabweichung kein signifikanter Unterschied zwischen den Untersuchungsgruppen in Bezug auf die angeordnete Gesamthaftdauer gefunden werden.
Die Dissertation muss ich mir in 2 Wochen mal in ihrer Gänze durchlesen, da fehlt mir leider die Zeit zu. Aber 80 Vergleichsfälle finde ich für eine Dissertation dünn.
iYoUwE schrieb:Da bedarf es doch wohl einer umfassenderen Recherche. Behaupten kann man viel.
Genau. Und die kann ich Dir schlecht bei Allmystery vorkauen.
iYoUwE schrieb:Entschuldigung, aber das ist für mich keine seriöse Quelle. Nur weil jemand (auch wenn es ein Richter ist) meint zu glauben, dass Frauen weniger hoch bestraft würden, also den sogenannten Frauenbonus bekämen, ist das für mich noch lange kein Grund, den Inhalt dieser Aussage als gegeben hin zu nehmen. Da bedarf es doch wohl einer umfassenderen Recherche. Behaupten kann man viel.
Moment!
Der Richter "meint nicht zu glauben", er berichtet WAS ER GETAN HAT!
Den Inhalt kann man schlecht überprüfen, man kann sich aber die Frage stellen, warum der Herr lügen sollte, zumal er dieses Verhalten ja als richtig empfindet.

Im Übrigen stehen in Deinem Text etwa ebenso viele Belege für, wie gegen eine Bevorzugung von Frauen bei Gericht. Das Problem ist immer die Vergleichbarkeit der Fälle und man muss sich anschauen, um welche Delikte es sich handelt. Ich spreche rein von Gewaltdelikten. Den Rest muss man ausklammern - und siehe, wie sich der Trend wandelt. Können wir gerne in 2 Wochen nen Thread zu aufmachen. Über nen Austausch würde ich mich da freuen. Es gehört aber so gesteigert nicht hierher und mir fehlt leider jetzt die Zeit.


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Der Mordfall Weimar

04.08.2012 um 23:09
@goldene-acht
goldene-acht schrieb:bemerkenswert ist aber ,dass man Frau Weimar oft sogar ganz direkt als notorische Luegnerin bezeichnet und ihr am Ende nix mehr geglaubt hat; die einzige Aussage die man ihr aber sofort glaubt ist die mit der sie sich selber sehr stark belastet (Ihre Tochter haette ihr am Vormittag von dem nassen Hoeschen erzaehlt). Was wenn die "Luegnerin" hier nun aber auch gelogen hat..?..Hier glaubt man ihr aber ausnahmsweise auf Anhieb, dass sie die Wahrheit sagt weil es so viel besser in den Gesamtkontext passt sich auf sie als Taeterin zu fixiren.
Bei dieser Argumentation lässt Du aber außer Acht, dass es sich bei Monika Weimars Aussagen zu dieser Sache IN JEDEM FALL um Teile eines Lügengespinsts ihrerseits handelt, denn:

- falls Monika Weimars 'Nachtversion' stimmt, dann kann Karola ihr das mit der nassen Hose am nächsten Morgen nicht erzählt haben, da das Kind zu diesem Zeitpunkt bereits tot gewesen sein muss.

- falls Karola ihrer Mutter das tatsächlich am nächsten Morgen erzählt hat, dann kann Monika Weimars Nachtversion nicht stimmen.

Heute auf den Tag genau vor 26 Jahren, am 4. August 1986, wurden Melanie und Karola von ihrer Mutter als vermisst gemeldet. Drei Tage später fand man die Leichen der Kinder.

Nach insgesamt drei Prozessen, deren letzer mit einer erneuten Verurteilung Monika Böttchers (sie hatte zu dem Zeitpunkt wieder ihren Mädchennamen angenommen) endete, wurde sie am 18. August 2006 aus der Frankfurter Justizanstalt Preungesheim entlassen.


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05.08.2012 um 22:22
Daneben gibt es das kleine Problemchen, dass ALLE Versionen Monika Weimars Reaktionen auf Veränderungen in der Beweislage waren.

Einzige Ausnahme ist die Höschenwechsel-Sache. Das war spontan.


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Der Mordfall Weimar

12.08.2012 um 11:16
Ich komme nochnmals zurück auf die am 31.05.12 diskutierte Situation um die Leiche von Melanie.

Im Film 'Die spektakulärsten Kriminlfälle' haben sich , was den 'Parkplatz Fundort Melanie' betrifft, anscheinend 2 Fehler eingeschlichen. Wie auch immer: Melanie kann nicht 3 Meter weit 'geworfen' worden sein, weder von Monika Weimar noch von Reinhard Weimar. Im Buch von Gisela Friedrichsen wird jedenfall berichtet, dass 'einige Meter weiter im Gebüsch' eine von Melanies Haarspangen gefunden wurde. Somit ist ein Wurf ausgeschlossen; das Kind muss ins Gebüsch getragen worden sein, darüber hinaus hätte man an der Leiche mit Sicherheit Prellungen festgestellt. Die Leiche aber war 'völlig unversehrt.' Nach 3 1/2 Tagen und 3 Nächten ist es natürlich schwer, Fußspuren im Gestrüpp zu finden.

Was den fehlenden 'Sand' an den Schuhen betrifft: Im Sandkasten der Kinder soll es ein äußerst grober Sand mit winzigen Steinchen gewesen sein, zudem noch völlig trocken, da es damals tagelang sehr heiss war und nicht geregnet hatte. So ein Sand bleibt nicht an den Sandalen hängen.

Die Berichterstattung der Aussage vom Motorradfahrer im Film ist ebenfalls nicht richtig: Der Fahrer sagte vor der Polizei damals aus, dass er auf dem Rückweg vom Zahnarzt nicht den gleichen Weg genommen hat und somit nicht sagen kann, dass der Wagen von Monika Weimar immer noch auf dem Parkplatz stand. Monika Weimar muss also nicht unbedingt volle 20 Minuten zur Tatplanung dort gewesen sein, vielleicht war sie auch 5 Minuten weniger dort. Das bedeutet: wieder ein paar Minuten mehr Zeit für die Tat...


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