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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 11:01
ooops es ist lange her als ich viel ueber den Fall gelesen hatte,im Fall Weimar war es ein Prostituierte ,oder,der er es gestanden haette? Das habe ich mit dem Paradise lost fall verwechselt,da war's die Lebensgefaehrtin


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Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 11:20
@claudicici
Nein, es war eine Mitinsassin der psychiatrischen Klinik die behauptete, Reinhard Weimar habe ihr gestanden.

Die Dame gab an, Reinhard habe gesagt, dass er auch Monika Weimar habe umbringen wollen: "Und wär die Alte net bei dem Bimbo gewesen, hätt ich sie auch noch kalt gemacht."

Das ist Käse. Erstens unternimmt Reinhard Weimar selbst in Monika Weimars Nachtversion keine Anstalten sie in irgendeiner Form anzugreifen bzw. umzubringen und zweitens war Kevin Pratt weiß. "Bimbo" ist aber gewöhnlich eine abwertende Bezeichnung für einen Schwarzen. Das ist Belastungseifer gepaart mit Fehlinformationen.

Die Frau bezeichnet Monika Weimars Anwalt Strate als "etwas zweischneidige" Zeugin. Sprich - selbst der glaubt der kein Wort. Die Story kann man getrost vergessen.


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Mao1974
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Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 11:35
@claudicic
Na, es war ja von ihr auch nicht so geplant, daß dem Pratt sie als Täterin bekannt würde
Von Röhrigshof-Nippe bis Amerika ist aber ein weiter Weg und dann war da noch der Ehemann...
In ihrer Vorstellung waren das sicher Welten, die eine mit den Kindern, die andere...nunja...


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Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 12:16
@Mao1974
Der Pratt hatte offensichtlich nie vor, eine ernsthafte Beziehung mit der Weimar zu führen. So schnell wie der hinterher das Weite gesucht hat.

Ich könnte mir denken, dass die gut geklammert hat. Sie wollte raus aus der Provinz, sieht ihn als "Sprungbrett". Er genießt das vielleicht anfänglich, aber nach und nach schmiert der sie ein bisschen ab, was sie natürlich merkt, aber die Gründe nicht kennt.

Dazu passt die Story mit der Blondinen.

Möglicherweise hat Pratt nach Ausflüchten gesucht, sie nicht mit nach Amerika nehmen zu müssen. Seine Familie, ihre Kinder, ihr Mann. Das muss nicht ersnt gemeinst gewesen sein, sondern lediglich ein Vorwand. Vielleicht ist er noch eingestiegen, dass sie das nicht tun könne, ihre ganze Familie verlassen. Was sollen ihre Eltern denken?

Ja, was sollen die denken? Die brave Monika lässt Mann und Kinder zurück, um mit einem Ami in die USA zu gehen. Möglicherweise war das ein Grund - die Kinder getötet vom eigenen Mann und die Monika steht ganz alleine da. Enttäuscht vom Leben und natürlich ihrem Mann. Wer würde es ihr jetzt verdenken, wenn sie den Ort ihres Trauma, den Mann der ihr das angetan hat, verlässt. Und siehst Du, Kevin, was ich alles für Dich zu tun bereit bin?


Is ne Hypothese. Ich find sie deutlich schlüssiger, als das Monika Weimar ihren Mann deckt und dann doch nicht deckt. Warum denn auch? Die großen Schuldgefühle? Wären die so groß gewesen, wär sie doch nicht ständig in der Disco rumgelaufen.


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30.05.2012 um 16:46
Habe jetzt nicht alles gelesen, aber wurde denn auch mal versucht, diesen Fall mit den neuen DNA-Kenntnissen aufzuklären? Wenn keinerlei Fremd-DNA auf den Kinder gefunden wurde, ist doch klar, dass es nur einer von den Eltern gewesen sein kann. Vielleicht waren sie es auch beide zusammen (wenn sie ernsthaft vor hatte, ihn zu verlassen, kann ja sein, dass er die Kinder auch nicht mehr haben hätte wollen und sie so gemeinsam entschieden, dass die Kinder weg müssen, damit sie beide danach frei sind und jeder seiner Wege gehen kann).


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Mao1974
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30.05.2012 um 17:02
@Comtesse
Daß es nur ein Elternteil gewesen ist ist eh klar...
Beide zusammen? Nö, echt nicht...


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Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 18:25
Comtesse schrieb:wenn sie ernsthaft vor hatte, ihn zu verlassen, kann ja sein, dass er die Kinder auch nicht mehr haben hätte wollen und sie so gemeinsam entschieden, dass die Kinder weg müssen, damit sie beide danach frei sind und jeder seiner Wege gehen kann
Damit der so "freigewordene" Vater ohne Kinder in die Klapse kann und sich heute um seine hochbetagten Eltern kümmern kann? Klingt nicht nach "neuen Wegen".

Fremd-DNA wird schwierig. Ich wüsste nicht, dass da überhaupt was sichergestellt wurde. Die Kinder sind ja auch nicht missbraucht worden und da kein Kampf stattgefunden hat, wird auch unter den Fingernägeln nix gewesen sein.

Der einzige mit Fremd-DNA, der infrage käme, wäre Pratt. Alles andere lässt sich kaum begründen.


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Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 22:20
der Kardinalfehler der Justiz war, dass Sie aus M. Weimar's (wahrscheinlich) erfundener Nachtversion den Schluss geleitet haben: Ihr Vorwurf ist eindeutig falsch, also ist der Mann unschuldig. Die Logik ist: "A" behauptet "B" sei Sonntag mit der UBahn in Hamburg spazieren gefahren. Am Sonntag fuhren in HH aber gar keine UBahnen (Streik). Also war B am Sonntag nicht in Hamburg... diese Logik ist falsch und fatal und kostet in diesem Fall Frau Weimar 20 Jahre JVA.
Zweiter Fehler der Justiz: Frau Weimar hat gelogen, also ist sie die Moerderin. Wiederum logisch falsch und fatal.

Das "Motiv" von Frau Weimar erscheint mir bis heute verdammt schwach: Ihre eigenen Kinder umbringen um mit dem Amerikaner ein neues Leben zu beginnen. Ein neues Leben auf der Flucht vor Polizei und Interpol? Unglaubwueridg.

Hat die Justiz mal gefragt ob in der Nachbarschaft noch andere Kinder wohnten? Wenn ja, ist es ja vielleicht nicht ausgeschlossen dass die "Zeugen" die die Kinder beim Spielen sahen einfach ein anderes Kinderpaaerchen gesehen haben und es verwechselten. Die 2 Weimar Kinder haetten dann also doch schon tot sein koennen.

Weiterer Trugschluss: Man wirft M. Weimar vor in der Nachtversion sehr kaltbluetig gewesen zu sein in dem sie sich kurz nachdem Herr Weimar ihr den Doppelmord gestand schlafen legte. Andererseits aber hat Herr Weimar (aus seiner Sicht musste es ja klar sein dass seine Frau die Moerderin war, wenn er selber wusste dass er es nicht war) tage,- und wochenlang nach dem Mord noch Seite an Seite mit seiner Frau gelebt, ihm wird keine Kaltherzigkeit vorgeworfen.

Des weiteren: Wo ist die Tatwaffe, wo sind Augenzeugen etc etc? Fazit: Im Grunde ein Skandalurteil in Anbetracht der ""Beweislage"".


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Der Mordfall Weimar

30.05.2012 um 22:39
goldene-acht schrieb:der Kardinalfehler der Justiz war, dass Sie aus M. Weimar's (wahrscheinlich) erfundener Nachtversion den Schluss geleitet haben: Ihr Vorwurf ist eindeutig falsch, also ist der Mann unschuldig. Die Logik ist: "A" behauptet "B" sei Sonntag mit der UBahn in Hamburg spazieren gefahren. Am Sonntag fuhren in HH aber gar keine UBahnen (Streik). Also war B am Sonntag nicht in Hamburg...
Korrekt. Aber die Frage "Warum lügt A?" stellt sich dann in jedem Fall
goldene-acht schrieb:diese Logik ist falsch und fatal und kostet in diesem Fall Frau Weimar 20 Jahre JVA.
in diesem Fall nur 15. Die Unterbrechungen wurden natürlich nicht auf die Haftzeit angerechnet.
goldene-acht schrieb:Das "Motiv" von Frau Weimar erscheint mir bis heute verdammt schwach: Ihre eigenen Kinder umbringen um mit dem Amerikaner ein neues Leben zu beginnen. Ein neues Leben auf der Flucht vor Polizei und Interpol? Unglaubwueridg.
Wieso? Wenn der Mann in den Bau geht, ist keine Angst vor der Justiz mehr nötig. Welches Motiv sollte der Mann gehabt haben? Rache, weil die Frau fremd geht? Komisch, dass ihre Schwester meinte, Reinhard habe Monika zum Waschen und Putzen gehabt, geliebt habe er sie nicht. Ein Mord für eine Putzfrau?
goldene-acht schrieb:Hat die Justiz mal gefragt ob in der Nachbarschaft noch andere Kinder wohnten? Wenn ja, ist es ja vielleicht nicht ausgeschlossen dass die "Zeugen" die die Kinder beim Spielen sahen einfach ein anderes Kinderpaaerchen gesehen haben und es verwechselten. Die 2 Weimar Kinder haetten dann also doch schon tot sein koennen.
Es sollen wohl noch bis zu 8 andere Kinder auf dem Spielplatz gewesen sein. Aber - so ein Weiler ist ja wirklich extrem klein. Da kennt jeder nicht nur jeden, sondern auch von vorn und von hinten. Die Zeugen waren sich wohl recht sicher.
goldene-acht schrieb:Weiterer Trugschluss: Man wirft M. Weimar vor in der Nachtversion sehr kaltbluetig gewesen zu sein in dem sie sich kurz nachdem Herr Weimar ihr den Doppelmord gestand schlafen legte. Andererseits aber hat Herr Weimar (aus seiner Sicht musste es ja klar sein dass seine Frau die Moerderin war, wenn er selber wusste dass er es nicht war) tage,- und wochenlang nach dem Mord noch Seite an Seite mit seiner Frau gelebt, ihm wird keine Kaltherzigkeit vorgeworfe
Das ist ein Trugschluss deinerseits. Es mag sein, dass Herr Weimar in Erwägung zog, dass es seine Frau war. Einen großen Unbekannten oder auch Kevin Pratt konnte er aber unmöglich ausschließen. Also Dein "Ich war es nicht, also muss es sie gewesen sein!" läuft nach dem selben Beispiel ab, wie Dein eingangs schön gebrachtes Beispiel für einen Trugschluss.
goldene-acht schrieb:Des weiteren: Wo ist die Tatwaffe, wo sind Augenzeugen etc etc? Fazit: Im Grunde ein Skandalurteil in Anbetracht der ""Beweislage"".
Eine wurde erwürgt. Die Tatwaffe wird also möglicherweise an Monika Weimars Armen hängen. Die andere erstickt. Mit einem weichen Gegenstand. Ja bitte....das kann ja echt alles sein.

Und Zeugen die den Mord live beobachten sind echt selten. Wenn wir alle Mörder, wo es keinen Tataugenzeugen gab, gehen ließen, hätten wir zumindest das Platzproblem in unseren JVAen gelöst....


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Granola
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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 01:04
Auch ich habe diesen Fall mit sehr großem Interesse verfolgt, da ich auch in Hessen gewohnt habe und mir war auch nie verständlich, warum die Mutter ihre Kinder tötet.
Die ganze Angelegenheit mit Fremdgehen und Ehebruch u.s.w. war schon für viele verwerflich und das hat die Wut und den Zorn auf die Frau noch angeheizt.Ich selbst war mit einem Anwalt für Strafrecht befreundet und der hat immer wieder behauptet, dass er diese Justiz nicht nachvollziehbar ist und nach seinem Gefühl ,war es der Ehemann.
Heute wissen wir, dass in sehr vielen Faällen ich glaube über 80% die Väter ihre Kinder töten, wenn sie von der Frau verlassen werden solen und in den seltesten Fällen sind es die Mütter bei Kinder, es sei denn es sind Neugeborene.Das hat aber dann andere Gründe.
Die Stastistik spricht gegen die Mutter und für den Vater.
Er ist ja auch extrem psyschich krank geworden danach , die Frau nicht.Das sollte zu Denken geben.
Also im Nachhinein nicht nur ein großer Prozess ,sondern auch ein großer Justizirrtum.
Was mich auch in meiner Aussage bestärkt, dass die Mutter immer und immer wieder bei extremsten Vehören und auch jetzt 20 Jahre danach niemals die Morde gestanden hat, der Vater aber sehr wohl.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 01:16
mir geht es nicht darum Herrn oder Frau Weimar (sie hat ja heute einen anderen Namen) zu schuetzen , oder ihn oder sie zu belasten. Ich habe nur etwas das empfinden, dass von den ueblicherweise bekannten Eckpfeilern eines Urteils (zB Gestaendniss oder Zeugen oder klare Spuren oder ein klares Motiv) in diesem Falle nicht einmal 1 Kriterium in vollem Umpfange erfuellt ist. Wenn dieser Spielplatz so belebt war und mitten in der Wohnsiedlung (keiner wusste das ja besser als Frau weimar, schliesslich wohnte sie dort) war es dann aus ihrer Sicht nicht die mit Abstand riskanteste Art (gesehen zu werden), die beiden Kinder morgens bei Tageslicht vom Spielplatz abzuholen? Haette es nicht "sichere" Methoden und Wege fuer sie gegeben als diesen auffaelligen?

Auch wurde nicht geklaert ob sie kraeftig genug war (bzw gewesen waere ) die beiden Leichen ueber die wilde Hecke am Wegrand des Waldes zu werfen.

Hat man der Frage warum beide Leichen nicht am selben Ort (denn es waren ja wenige Kilometer auseinander)abgelegt wurden wirklich genug Bedeutung beigemessen? Man hat es ein bisschen behandelt wie "naja sie wird sich schon was dabei gedacht haben, Mord ist immer noch Mord, egal ob hier oder 3 KM weiter": dieser Faktor wurde evtl unterschaetzt.

Vielleicht war ja alles in Wahrheit ganz "banal": Mutter holt die Kinder vom Spielplatz ab um noch ein paar Besorgungen mit ihnen vor dem Mittag zu machen. Frau W. hatte mental etwas Stress (zB die Affaere) und evtl wenig Schlaf (uebermuedet und schlechte Nerven)>eines der Maedchen quaengelt rum (aus irgendwelchen "albernen" KIndergruenden, zB was es zum essen geben soll"), Mutter verliert fuer 1 Sekunde die Nerven und schlaegt sie tot. Das andere Maedchen sagt "ich erzaehle alles dem Papi" und muss deshalb als Zeugin auch sterben. Ja, ist natuerlich nur reine Spekulation.

Interessant auch, dass man der einen Zeugin "Herr Weimar hat mir gesagt er hat die 2 getoetet und wenn der "Bimbo" (Herr Weimar angeblich woertlich) nicht waere haette er die Monika auch umgelegt" aus folgendem Grunde nicht glaubte. Die Aussage wurde als unglaubwuerdig erachtet u.a auch weil der Amerikaner ein Weisser und kein Schwarzer ("Bimbo") war. dH also alle Beschimpfungen zb bei Fussballspielen wie "du Ratte" zum Schiedsrichter hat es also niemals irgendwo gegeben, denn ein Schiri ist ja ein Mensch und wahrlich keine Ratte. Solche Beschimpfungen kann es deshalb gar nicht geben... Wiederum eine leichtlebige "Logik" die mich erstaunt, schliesslich geht es ja darum zu entscheiden ob jemand ein 2facher Moerder (Moerderin) ist oder nicht.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 02:01
Granola schrieb:Die Stastistik spricht gegen die Mutter und für den Vater.
Quelle?
Selbst wenn es so ist, belegt das doch nur, dass in 20% der Fälle eben die Mütter sind. Es kommt also vor. Eine Wahrscheinlichkeitsrechnung da aufzumachen halte ich für sehr gewagt.
Granola schrieb:Er ist ja auch extrem psyschich krank geworden danach , die Frau nicht.Das sollte zu Denken geben.
Also im Nachhinein nicht nur ein großer Prozess ,sondern auch ein großer Justizirrtum.
Mir gibt das auch zu denken. Allerdings in eine andere Richtung wie Dir.

Reinhard Weimar hat ausweislich der Abhörprotokolle fast ausschließlich sein Leid geklagt, wie schlimm der Verlust der Kinder ist.
Aber die Mutter, deren beiden Wunschkinder gerade vom ohnehin ungeliebten Ehemann umgebracht worden sein sollen, schafft es in 39 Telefonaten, in denen sie Kevin Pratt um physische Nähe quasi anbettelte, ihn bedrängte sie zu schwängern, in diesen 39 Telefonaten schafft es diese liebende Mutter ihre ermordeten Kinder gerade einmal in einem Nebensatz zu erwähnen - und da gings nicht um Leid, sondern lediglich, dass sie wieder dazu befragt wurde.

Mir gibt auch zu denken, wenn eine solche Mutter kurze Zeit später in einem Interview bekennt, dass sie hoffe, dass sie aus dem ganzen Schlamassel, den sie sich mit ihrer Lügerei teilweise selbst eingebrockt habe, "einigermaßen gut rauskommt".
Granola schrieb:Was mich auch in meiner Aussage bestärkt, dass die Mutter immer und immer wieder bei extremsten Vehören und auch jetzt 20 Jahre danach niemals die Morde gestanden hat, der Vater aber sehr wohl.
Der Vater hat angeblich einer Mitinsassin der psychiatrischen Klinik gestanden. Zu der Aussage habe ich mich vor ein paar Posts schon geäußert. Da so:

"Die Dame gab an, Reinhard habe gesagt, dass er auch Monika Weimar habe umbringen wollen: "Und wär die Alte net bei dem Bimbo gewesen, hätt ich sie auch noch kalt gemacht."

Das ist Käse. Erstens unternimmt Reinhard Weimar selbst in Monika Weimars Nachtversion keine Anstalten sie in irgendeiner Form anzugreifen bzw. umzubringen und zweitens war Kevin Pratt weiß. "Bimbo" ist aber gewöhnlich eine abwertende Bezeichnung für einen Schwarzen. Das ist Belastungseifer gepaart mit Fehlinformationen.

Die Frau bezeichnet Monika Weimars Anwalt Strate als "etwas zweischneidige" Zeugin. Sprich - selbst der glaubt der kein Wort. Die Story kann man getrost vergessen."
goldene-acht schrieb:und mitten in der Wohnsiedlung (keiner wusste das ja besser als Frau weimar, schliesslich wohnte sie dort) war es dann aus ihrer Sicht nicht die mit Abstand riskanteste Art
Der Punkt ist nicht ganz wegzudiskutieren. Allerdings ist so ein Weiler ja wirklich nur 4-5 Häuser. Dazu noch kommt, dass das als Bergbaugebiet sehr langgezogen und unübersichtlich ist. Da müsste man die Örtlichkeiten genauer kennen.

Hier mal ein Bild:
http://maps.google.de/maps?rlz=1C1MDNE_deDE479DE479&sugexp=chrome,mod%3D19&q=weiler+nippe+map&um=1&ie=UTF-8&ei=Fa_GT9-AC...
goldene-acht schrieb:Auch wurde nicht geklaert ob sie kraeftig genug war (bzw gewesen waere ) die beiden Leichen ueber die wilde Hecke am Wegrand des Waldes zu werfen.
Das war ein Brennnesselstrauch von 80cm Höhe
goldene-acht schrieb:Hat man der Frage warum beide Leichen nicht am selben Ort (denn es waren ja wenige Kilometer auseinander)abgelegt wurden wirklich genug Bedeutung beigemessen?
Die Frage ist gut, aber grundsätzlicher Natur. Warum sollte das der Vater getan haben? Oder Kevin Pratt?
goldene-acht schrieb:Vielleicht war ja alles in Wahrheit ganz "banal": Mutter holt die Kinder vom Spielplatz ab um noch ein paar Besorgungen mit ihnen vor dem Mittag zu machen. Frau W. hatte mental etwas Stress (zB die Affaere) und evtl wenig Schlaf (uebermuedet und schlechte Nerven)>eines der Maedchen quaengelt rum (aus irgendwelchen "albernen" KIndergruenden, zB was es zum essen geben soll"), Mutter verliert fuer 1 Sekunde die Nerven und schlaegt sie tot. Das andere Maedchen sagt "ich erzaehle alles dem Papi" und muss deshalb als Zeugin auch sterben. Ja, ist natuerlich nur reine Spekulation.
Keines der Kinder wurde erschlagen.

Ansonsten ist das so ziemlich genau die These, die der Kaufmann von der Soko vertritt.
goldene-acht schrieb:Interessant auch, dass man der einen Zeugin "Herr Weimar hat mir gesagt er hat die 2 getoetet und wenn der "Bimbo" (Herr Weimar angeblich woertlich) nicht waere haette er die Monika auch umgelegt" aus folgendem Grunde nicht glaubte. Die Aussage wurde als unglaubwuerdig erachtet u.a auch weil der Amerikaner ein Weisser und kein Schwarzer ("Bimbo") war. dH also alle Beschimpfungen zb bei Fussballspielen wie "du Ratte" zum Schiedsrichter hat es also niemals irgendwo gegeben, denn ein Schiri ist ja ein Mensch und wahrlich keine Ratte. Solche Beschimpfungen kann es deshalb gar nicht geben... Wiederum eine leichtlebige "Logik" die mich erstaunt, schliesslich geht es ja darum zu entscheiden ob jemand ein 2facher Moerder (Moerderin) ist oder nicht.
Ähm nein. Das ist einer der Gründe, warum ICH ihr nicht glaube. Ob das vor Gericht auch so gesehen wurde, weiß ich in derzeitiger Ermangelung des Urteils nicht. Aber wie gesagt, selbst der Strate fand die net glaubwürdig und Reinhard Weimar hat ja auch keine Anstalten gemacht die Mitwisserin Monika umzubringen. Komisch oder?

Und daneben hat Deine Erwiderung einen Logikbruch. Wer einen Menschen als "Ratte" bezeichnet, meint wohl kaum, dass es sich bei diesem um ein Nagetier handelt, sondern assoziert dies mit negativen Eigenschaften, die dieser angedichtet werden. Für eine Ratte aber, wäre "Ratte" keine Beleidigung. "Bimbo" kommt aus dem Italienischem und bedeutet dort "kleines Kind", vermutlich wurde es im Deutschen zur Beleidigung, weil ein "kleines Kind" alles machen musste, was man ihm sagte. Wie ein "Neger" eben.
Ein "kleines Kind" hatte aber selbst im Deutschland der 80er Jahre wirklich niemand auf dem Schirm, wenn er von "Bimbo" sprach. "Bimbo" ist hierzulande eine klar rassistische Denunzierung ohne einen solchen Assoziationshintergrund, für Weiße ist sie absolut nicht gebräuchlich. Das ist aber nur eines von mehreren Indizien, warum ICH der Frau nicht glaube. Was das Gericht dazu verleuitet hat ihr nicht zu glauben, weiß ich (noch) nicht.

Außerdem ist Monika Weimar NICHT wegen der Unglaubwürdigkeit der Zeugin verurteilt worden. Die sollte die entlasten, aber das Monika Weimar gerne Beweismittel selbst beschafft ist ja spätestens seit den Briefen klar.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 02:15
Oben der Link ist Käse.

Hier der Richtigte. Das Haus der Weimars befindet sich in der Ausbacher Straße 3:

http://maps.google.de/maps?rlz=1C1MDNE_deDE479DE479&sugexp=chrome,mod%3D19&q=Ausbacher+Stra%C3%9Fe,+R%C3%B6hrigshof,+Phi...

Und es sind nicht mal 5-6 Häuser....


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 07:33
Und vor 30 Jahren hat es da ja noch mal ganz anders ausgeschaut, es sind ja heute eher mehr als weniger Häuser als damals. Dass sich die Zeugen in den Kindern getäuscht haben, glaube ich nicht, in der Zeit (dem Tag) schon eher - ABER es gibt ja nicht nur 1 Zeugen, sondern 2 oder sogar noch mehr, und das lässt mir die Aussage als Tatsache erscheinen. Auch der Mageninhalt der Kinder sprach dafür, dass sie ein Frühstück zu sich genommen haben, bevor sie starben.

Also hat sie gelogen. Und sie erscheint mir nicht der Typ, der lügt, um den eigenen Mann zu decken nach so einer Tat. Sie waren es entweder gemeinschaftlich oder sie war es allein. Er hat ihr entweder geholfen oder es zumindest erst Mal mit gedeckt.
LivingElvis schrieb:Komisch, dass ihre Schwester meinte, Reinhard habe Monika zum Waschen und Putzen gehabt, geliebt habe er sie nicht. Ein Mord für eine Putzfrau?
Das könnte man von vielen Ehemännern nach mehrjähriger Ehe meinen. Heißt aber nicht, dass das auch wirklich so war. Auch wenn die Liebe zwischen zwei Ehepartnern erkaltet ist, heißt das nicht, dass man sich gleich trennen will/muss. Eine Ehe hat auch ohne das "Feuer" durchaus ihre Vorteile, auf die der gehörnte Ehemann vielleicht allein schon aus verletztem Stolz und eigener Perspektivlosigkeit nicht verzichten hätte wollen. Die meisten sind dann halt lieber unglücklich zu zweit als unglücklich allein.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 08:53
Habe mich jetzt nicht mehr besonders vertieft in den Fall.
Aber damals fand ich viele Indizien, die für den Mann als Täter sprachen, sehr plausibel.

Eins davon war, dass es wohl im Garten hohe Büsche gab, durch die die Kinder nicht gut sichtbar gewesen sein sollten. Diese Büsche wurden anscheinden sehr schnell platt gemacht, als man diese These überprüfen wollte.
Weiss dazu jemand noch mehr?
Die Nachbarn könnten auch nach Sympathie ausgesagt haben, SIE war meines Wissens durch ihre Affäre ja nicht mehr sehr beliebt. Und dass man dann bei seiner Aussage bleibt, weil man sein Gesicht nicht verlieren will, halte ich auch für nachvollziehbar. Oder dass sich der erste Nachbar geirrt hatte mit der Zeit und die anderen sich angeschlossen haben, eben wegen des Rudelverhaltens.

Und konnte man die Tatzeit eigentlich nicht genauer eingrenzen? Man kann doch ziemlich genau bestimmen, wie lange jemand schon tot ist. Und gleich bei zwei Leichen, da gibt es ja dann noch mehr Anhaltspunkte. Wenn man das sogar bei Ötzi schafft.
Dann müsste doch die eine These automatisch eher in Frage kommen als die andere.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 12:46
Bundeskanzleri schrieb:Eins davon war, dass es wohl im Garten hohe Büsche gab, durch die die Kinder nicht gut sichtbar gewesen sein sollten. Diese Büsche wurden anscheinden sehr schnell platt gemacht, als man diese These überprüfen wollte.
Weiss dazu jemand noch mehr?
Auch nur davon gehört. Meines Wissens betraf das EINE Zeugin, aber nicht alle. (Es waren mehr als 2-die genaue Zahl seh ich, wenn ich das Urteil habe)
Bundeskanzleri schrieb:Die Nachbarn könnten auch nach Sympathie ausgesagt haben, SIE war meines Wissens durch ihre Affäre ja nicht mehr sehr beliebt. Und dass man dann bei seiner Aussage bleibt, weil man sein Gesicht nicht verlieren will, halte ich auch für nachvollziehbar. Oder dass sich der erste Nachbar geirrt hatte mit der Zeit und die anderen sich angeschlossen haben, eben wegen des Rudelverhaltens.
Eine der Zeuginnen war die Großmutter der Monika W. Die hat dann, als ihre Enkelin verhaftet wurde, auf einmal angegeben sich im Tag geirrt zu haben. Am Tag des Verschwindens war sie sich aber wohl noch sehr sicher.

Das Paar, welches sich bis zum 3. Prozess sicher war, die 2 gesehen zu haben, war nur zu Besuch da. Welches Motiv sollten die haben, bewusst zu lügen. Laut dem Mann, seien die 2 Kinder ein Paar gewesen, dass man nicht verwechseln könne.
Bundeskanzleri schrieb:Und konnte man die Tatzeit eigentlich nicht genauer eingrenzen? Man kann doch ziemlich genau bestimmen, wie lange jemand schon tot ist. Und gleich bei zwei Leichen, da gibt es ja dann noch mehr Anhaltspunkte. Wenn man das sogar bei Ötzi schafft.
Dann müsste doch die eine These automatisch eher in Frage kommen als die andere.
Das habe ich mich auch schon gefragt. Mag sein, dass die Forensik da noch nicht so weit war. Wäre auf jeden Fall erforschenswert.
Comtesse schrieb:Und vor 30 Jahren hat es da ja noch mal ganz anders ausgeschaut, es sind ja heute eher mehr als weniger Häuser als damals.
Die Zahl der Häuser ist glaub ich gleich geblieben. Man müsste das mal mit alten Bildern vergleichen.
Comtesse schrieb:Das könnte man von vielen Ehemännern nach mehrjähriger Ehe meinen. Heißt aber nicht, dass das auch wirklich so war. Auch wenn die Liebe zwischen zwei Ehepartnern erkaltet ist, heißt das nicht, dass man sich gleich trennen will/muss. Eine Ehe hat auch ohne das "Feuer" durchaus ihre Vorteile, auf die der gehörnte Ehemann vielleicht allein schon aus verletztem Stolz und eigener Perspektivlosigkeit nicht verzichten hätte wollen. Die meisten sind dann halt lieber unglücklich zu zweit als unglücklich allein
Ja, aber als Mordmotiv?


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 12:51
Das Mordmotiv wäre dann eben die Rache an der Frau - es gibt zig solche Fälle, wo Väter ihre Kinder nur umgebracht haben, weil das ihre einzige Möglichkeit war, wie sie ihrer Frau noch mal weh tun konnten. Das endet zwar meist dann in erweitertem Suizid, aber es geschieht halt wirklich immer wieder, gerade nach Trennungen. Manche verlassene Männer/Väter können je nach Typ in ihrer Verzweiflung zu allem fähig werden! :(


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Granola
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 13:30
Ja Claudichma so ist es.
Der jüngste Fall ist doch auch wieder in aller Munde.Ein Vater (Däne) verbrennt seine eigenen Töchter im Auto,wolte sich nachher auch umbringen.Weil es wieder mal um Trennung und Sorgestreit ging.Warum immer die unschuldigen Kinder?
Es ist echt zum Kotzen und tut mir als Mutter auch immer wieder sehr weh, wenn ich von solchen Bestien höre.Erst die Kinder in Liebe gezeugt und dann grausam umbringen.
Kindermörder(innen) sind einfach das Grausamste,auch ganz egal aus welches Motiv ,was unsere Gesellschaft vorbringt.Pfui Teufel!


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 13:41
Sehe ich genau so @Granola! Da war doch letztes Jahr auch dieser schreckliche Fall hier in Deutschland, wo ein Vater seinen 5jährigen Sohn mit einer Kettensäge enthauptet hat und sich dann selbst auch mit der Säge tödlich verletzt hat. Allein so eine Handlung überhaupt zu begehen, ist doch schon völlig krank! Wenn man sich umbringen will, dann soll man es machen, aber warum müssen die Kinder dann auch sterben??? Solche Menschen sind echt egoistisch bis in den Tod, das hat für mich auch nichts mehr mit Liebe zu tun, das ist Egozentrik pur! MIR geht es schlecht, dann soll es den Anderen AUCH nicht gut gehen - diese Denke ist doch alles, was hinter sowas steckt.


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Der Mordfall Weimar

31.05.2012 um 14:02
Comtesse schrieb:Das Mordmotiv wäre dann eben die Rache an der Frau - es gibt zig solche Fälle, wo Väter ihre Kinder nur umgebracht haben, weil das ihre einzige Möglichkeit war, wie sie ihrer Frau noch mal weh tun konnten. Das endet zwar meist dann in erweitertem Suizid, aber es geschieht halt wirklich immer wieder, gerade nach Trennungen. Manche verlassene Männer/Väter können je nach Typ in ihrer Verzweiflung zu allem fähig werden! :(
Ja, aber genauso gibt es zig Fälle, wo Mütter ihre Kinder umbingen, verhungern oder verwahrlosen lassen, weil sie irgend nen neuen Kerl haben und die Kids im Weg sind.

Das ist nicht zielführend.

Es gibt halt etliches an Indizien, die FÜR die Frau als Täterin in DIESEM Fall sprechen und ganz wenig für den Mann. Bis auf die Aussage der Frau Weimar, die bereits Briefe fälschte, um ihn zu belasten, eigentlich keins.


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