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Der Mordfall Weimar

5.497 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

26.03.2026 um 12:20
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ein "Gezerre" um die Kinder scheint es ja nicht gegeben zu haben. Sie hätte doch im Falle einer Trennung in jedem Fall gute Chancen gehabt, das Sorgerecht für die Kinder zu bekommen.
Ich müsste die Quelle suchen, aber so eindeutig wirkt das wahrscheinlich nur im Rückblick. Ihr Mann wollte im Falle einer Trennung eine der beiden Töchter zu sich nehmen. Ich bin mir nicht mehr sicher welche.

Ich verstehe den Satz, dass niemand die Kinder haben soll, auch nicht als Ausdruck des Kümmerns, sondern von Egozentrik. Um das Wohl ging es da wahrscheinlich gar nicht, sondern um Macht und Kontrolle.


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Der Mordfall Weimar

26.03.2026 um 12:37
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Um das Wohl ging es da wahrscheinlich gar nicht, sondern um Macht und Kontrolle.
Und/oder Hass und Rache. Es müssen sich ja im Laufe dieser Ehe, die von Anfang an unter keinem guten Stern stand, bei der am Ende nur noch oberflächliche Gleichgültigkeit und Ablehnung blieb, Aggressionen im Quadrat angesammelt haben.

Die Mutter hat sich ja dann einen Ausweg gesucht, mit dem US-Soldaten. Aber der Vater? Blieb ihm nur das Bier? Oder die Krankheit? Ich meine, er war schon 1988 nicht mehr vernehmungsfähig. Sehr merkwürdig, das alles.


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26.03.2026 um 14:20
Ich wollte mir heute die dreiteilige Doku mit der neuen Spur auf RTL+ nochmal ansehen. Leider ist sie nicht mehr abrufbar. Weiß jemand vielleicht, wo man sie noch sehen könnte?


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26.03.2026 um 20:25
Zitat von WMWM schrieb:Besteht denn grundsätzlich die Möglichkeit, dass in einem solchen Verfahren noch ein damaliger Ermittler als Zeuge auftreten würde?
Ja, im WAV von Ulvi Kulac wurden meiner Erinnerung nach auch ehem. Ermittler vernommen.
Zitat von WMWM schrieb:Es ist ja nicht so, dass es diesen Verdacht ermittlungsintern nie gegeben hätte.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die "Augen vor etwas zu verschließen" ist etwas komplett anderes als "jemanden zu decken". Das eine ist passiv, dass andere ist aktiv. Während einem Augen verschließen ein "nicht wahrhaben wollen" zugrundeliegen kann, ist jemanden zu decken eine aktive Handlung und grenzt bei derart schlimmen Straftaten, wie sie Strate und MB hier dem Schwager unterstellen, schon an eine Mittäterschaft.
Ich hab das von Anfang an so verstanden wie Du in diesem Beitrag erklärst, und dachte Du beziehst dich auf diese Passage hier:
Seite 132
Die Geschichte von der nachts schreienden Karola, über die Raymond und Brigitte Elliott am 11. August 2086 (eine Woche nach dem Tode der Kinder) berichten, war wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit.
Hier wird nämlich ja mMn bereits suggeriert, dass auch Schwester Brigitte nicht die Wahrheit gesagt haben könnte, um ihren Mann zu decken.



Aber mal was anderes, und zwar dieser angebliche Drogenkonsum von RE:
In den court records steht, daß er nach eigenen Angaben von 1980-1981 Methamphetamin konsumiert (Anm.: Es existiert wohl einen Polizeibericht in dem ein Mitbewohner, oder Zimmerkollege ausgesagt hatte, daß er Meth nahm (Strate schreibt auf Seite 134 dass dies schon 1978 gewesen sei)
1982 geht er in die Army, und ab da musste er eigentlich täglich mit random Drogen-und Urintests rechnen; und gerade im Ausland war die US-army extrem streng mit allem was das Ansehen irgendwie beschmutzen konnte. Ich kenne das sogar noch aus den 80-igern, daß die MP (Military Police) die Lokale und /oder Volksfeste ablief und aufpasste, aus Erzählungen weiß ich, dass die durchaus auch mal welche raus holten, vor Ort bestraften und in der Kaserne gabs dann richtig Zoff.
Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass er ab 1982 noch regelmäßig konsumiert hat, und die Schlussfolgerung von Strate ( Seiten 134/135)
Wer – wie Raymond Elliott – wahrscheinlich regelmäßig Methamphetamine schluckt, hat auch zumeist die Gegengifte parat, die die aufputschenden Wirkungen von „Crystal Meth“, wenn erforderlich, dämpfen. Das sind Benzodiazepine (Valium, Adumbran, Tavor und Rohypnol),
wie sie auch im Urteil zitiert werden. Allein verabreicht (oder heimlich eingeflößt) haben sie exakt die ermüdenden und bewusstseinstrübenden Wirkungen, wie sie bei Reinhard Weimar festgestellt wurden.
Es ist nicht auszuschließen, eher naheliegend, dass Raymond Elliott, um diese Wirkungen der Benzodiazepine wissend, sie zum Einsatz brachte, um bei Abwesenheiten der Monika Weimar den dann allein in der Wohnung der Familie Weimar verbliebenen Vater der Kinder zu einem frühzeitigen Schlaf zu bringen. Immerhin setzten die Bewusstseinsausfälle bei Reinhard Weimar erst 1985 ein. Im August 1984 war Raymond Elliott in das Haus in der Ausbacher Straße 3 eingezogen.
klingt durchaus logisch, aber wie wäre das in der Praxis umsetzbar? Das sind verschreibungspflichtige Medikamente, die erhält man entweder mit Rezept in der Apotheke, auf dem Schwarzmarkt oder als GI beim Truppenarzt. Letzteren war es nicht ohne weiteres möglich in eine Arztpraxis zu gehen. Der erste Weg war zum Truppenarzt, und dem hätte er dann was genau erzählt? Das er Meth konsumiert und es jetzt jedes Mal geschafft hat durch die Drogen Screenings zu kommen, er aber unbedingt Downer bräuchte. Sorry, das glaube ich nicht. Der wurde 1987 ehrenhaft entlassen!


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Der Mordfall Weimar

26.03.2026 um 20:37
@margaretha
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er zum damaligen Zeitpunkt noch Amphetamin konsumiert hat. Benzodiazepine machen allerdings stark abhängig, wenn er die davor regelmäßig als Downer eingesetzt hätte, könnte es schon sein, dass er sie auch ohne Amphetamin immer noch weiter genommen hat. Die sind damals relativ unbedacht als Schlafmittel verschrieben worden. Ich glaube nicht, dass es schwer war, daran zu kommen.
Die Argumentation von Strate ist aber recht schwach. Nicht jeder, der Stimulantien nimmt, konsumiert automatisch auch Benzodiazepine.


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26.03.2026 um 20:45
Zitat von margarethamargaretha schrieb:1982 geht er in die Army, und ab da musste er eigentlich täglich mit random Drogen-und Urintests rechnen;
KA wie das Anfang der 80er gehandhabt wurde
Gab es diese Tests damals schon?
Abgesehen davon, war der Schwager Koch bei der Army ;) Glaub nicht dass der getestet worden wär


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26.03.2026 um 21:03
Was mir noch aufgefallen ist
Er war doch mit der jüngeren Schwester verheiratet, bis 1987 glaube ich
Aber anscheinend auch gleichzeitig mit einer US Amerkanerin laut WA
Wie geht das denn?


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26.03.2026 um 21:12
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Aber anscheinend auch gleichzeitig mit einer US Amerkanerin laut WA
Aber anscheinend auch gleichzeitig mit einer US Amerkanerin (Bridgette) von 1983 bis 1987 laut WA
Bearbeitungszeit war vorbei


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Der Mordfall Weimar

26.03.2026 um 21:21
Die Vorstellung, dass der Schwager von MW ihren Ehemann mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sedierte, halte ich für eine wilde Spekulation, die durch nichts belegt ist.

Interessant ist aber, wen der Ehemann Reinhard W. laut der Großmutter der Verurteilten der Urheberschaft verdächtigt hat (eigene Hervorhebung, der Beitrag von @margaretha bezieht sich unmittelbar auf die Anklageschrift):
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 28.05.2021:Bis zum Frühjahr 1985 war das Eheleben meiner Enkelin Monika intakt. Erst durch die Krankheit ihres Ehemannes Reinhard hat es Probleme gegeben. Damals fiel der Reinhard plötzlich in seinem Schlafzimmer um. Er war bewusstlos. Meine Enkelin Ursula (Monikas Schwester) und ich haben den Aufprall gehört und sind ins Schlafzimmer. Monika war auch in der Wohnung. Aber sie konnte alleine nichts ausrichten. (…) Im August 1985 passierte die gleiche Sache nochmals. Der Reinhard brach wieder beim Aufstehen zusammen und war bewusstlos. Er kam erneut in das Krankenhaus Fulda, wo er auch das erste Mal war. Letztmals brach der Reinhard im Oktober 1985 zusammen. Er ist früh gegen 5.00 Uhr zur Arbeit gegangen, kam aber bereits vor 5.30Uhr zurück. Er wurde von Ursula (Schwester von Monika Weimar) angetroffen, als er bei ihr klingelte. Sie ließ ihn in seine Wohnung, wo er dann zusammenbrach und ohnmächtig wurde. Vermutlich hatte er die falsche Klingel gedrückt, denn Monika war ja auch zu Hause. Diesmal wurde festgestellt, dass in seinem Urin Reste von Tabletten vorhanden waren. Reinhard beschuldigte Monika, dass sie ihm die Medikamente verabreicht hätte. Wie und in welcher Form, hat er nicht gesagt.
Entsprechend ist dies auch gerichtsdokumentiert:
Reinhard Weimar war wegen Bewusstseinsstörungen mit langen ohnmachtsähnlichen Ausfällen seit Anfang 1985 mehrfach in ärztlicher Behandlung und musste dreimal stationär aufgenommen werden, zuletzt im Oktober 1985. Diese Zustände führte man auf eine Medikamenten-Intoxikation mit Benzodiazepinen und Neuroleptika zurück, da Spuren dieser Substanzen in seinem Urin nachgewiesen worden waren. Er konnte sich jedoch nicht erinnern, jemals entsprechende Medikamente eingenommen zu haben. Im Strafverfahren gegen seine Frau vor dem Landgericht Fulda äußerte er den Verdacht, diese habe sie ihm heimlich über Essen und Getränke verabreicht. Zugang dazu hätte sie durch ihre Arbeit in der Krankenpflege gehabt. Auch die Richter hielten das für möglich, ließen diese Frage jedoch offen.
Quelle: Wikipedia: Mord an Melanie und Karola Weimar

Das hätte für RW durchaus tödlich enden können, bewusstlos war er immerhin schon. Ungeachtet dessen, ob RW nun richtig lag und MW dahinter steckte.


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26.03.2026 um 21:23
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Aber anscheinend auch gleichzeitig mit einer US Amerkanerin laut WA
Aber anscheinend auch gleichzeitig mit einer US Amerkanerin (Bridgette) von 1983 bis 1987 laut WA
"Bridgette Butcher" ist wahrscheinlich das Endergebnis wenn ein US-Amerikaner auf die Frage nach den Ehen "Brigitte Böttcher" ausspricht und die Sekretärin dann das Gehörte tippt.

In seiner weiteren Aussage gibt er auch an, daß er "Bridgette" geheiratet hat, als er in der Army war


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Der Mordfall Weimar

26.03.2026 um 21:27
Zitat von margarethamargaretha schrieb:
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:WA
"Bridgette Butcher" ist wahrscheinlich das Endergebnis wenn ein US-Amerikaner auf die Frage nach den Ehen "Brigitte Böttcher" ausspricht und die Sekretärin dann das Gehörte tippt.

In seiner weiteren Aussage gibt er auch an, daß er "Bridgette" geheiratet hat, als er in der Army war
Oh Mann
Ja da wird’s sein
Wie alt war die Schwester denn 1983?
Gerade 18?


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27.03.2026 um 11:06
... eines der beiden Mädchen wurde erwürgt, was rein statistisch eine eher unübliche Tötungsart von Frauen ist.


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Der Mordfall Weimar

27.03.2026 um 13:21
Zitat von Pusteblume82Pusteblume82 schrieb:... eines der beiden Mädchen wurde erwürgt, was rein statistisch eine eher unübliche Tötungsart von Frauen ist.
Auch so ein Ding, das mich irritiert.

Genauso wie der Fundort der Leiche von Melanie. Sie muss drei Meter über eine "Brennesselwand" geworfen worden sein. Ein Kind zu töten, ist das eine. Es so "wegzuwerfen" das andere. Da wird die Leiche nicht mehr "abgelegt". Und die Täterin war jetzt weder psychiatrisch auffällig, noch wurde ihr irgendeine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Das geht sich nicht aus.

Zuletzt zu RA Strate. Wenn ich seine Ausführungen zum Fall (hier wohl von 1997) lese, muss man ihm im Detail nicht zustimmen, wobei er sehr viele Schwachpunkte der belastenden Indizien (z.B. die kaputte Windschutzscheibe) überzeugend darstellt. Aber seine Seriosität ist offenbar und unterscheidet sich so wohltuend von dem, was andere Verteidiger gerne an den Tag legen.
Die Vorstellung eines objektivierten, allein auf Sachbeweismittel gestützten Wahrheitsfindundungsprozesses mag [...] faszinieren. Dennoch: Auch Sachbeweismittel sind nicht immer sachlich. Gerade ihre häufig zwingend erscheinende Beweiskraft verführt ihre Interpreten – die Sachverständigen aus den Bereichen der Kriminalistik und Rechtsmedizin – gelegentlich zu Thesen, wo Vorsicht nur Hypothesen erlauben würde. Die Einflüsterungen des Vorurteils behalten auch bei der Würdigung von Sachbeweisen ihr Spiel. Unabdingbar ist stets eine sorgfältige Analyse von Beweisgrundlagen und Methodik. Erst dann gilt das Goethe-Wort von der „Vernunft und Wissenschaft“ als „des Menschen allerhöchste Kraft“. Der persönliche Eindruck – Ursprung mancher Befangenheit – darf bei der Entfaltung dieser Kraft keine Rolle spielen.
Quelle: https://strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html


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Der Mordfall Weimar

28.03.2026 um 05:46
Zitat von GrillageGrillage schrieb:So ein lachendes Gesicht wird Melanie wohl kaum auf dem Genital von Raymond Elliott gesehen haben.
Ich mach es mal kurz und anstössig......

Das deutet man dann eher so andersrum die Richtung....,
immer wenn die Zeichnerin genau so ein lachendes Gesicht gesehen hat, dann wegen des Genitals.

Äußerst interessanter Ansatz für die Wiederaufnahme.

Und echt, dem Kindergarten sollte man irgendwie nen Orden verleihen oder so. (komme ich später tiefergehend drauf zurück)

Schaut euch mal das Bild "Melanie" an. wie exakt da gezeichnet wurde. Das Stiftaufsetzen und Wiederaufheben, also leichte Unterbrechungen in der Stiftführung beim Zeichnen. (komme ich später auch tiefergehend drauf zurück)

Und diese Details in Sachen Dimensionsdarstellung. Das gemalte Mädel steht nicht frontal,,, sondern schräg zum Betrachter und das hat die Zeichnerin (ich weiß noch nicht, wer welches Bild gemalt hat) anhand des dem Betrachter am Nächsten stehenden Beines des Mädel gezeigt, dass sie da wohl schon begriffen hat, wie man das grafisch darstellt, denn dieses Bein ist größer gezeichnet als das weiter hinten stehende Bein.

Von daher sehe ich das vom Strate angesprochene V nicht nur wie er als angedeuteter Intimbereich, sondern bin der Meinung, dass jeweils einer der Striche den Verlauf der beiden Körperöffnungen im Genitalbereich zeigen sollen. Dafür spricht für mich, dass der linke V-Schenkel/strich noch dunkles Gekritzel dazu zeigt, was für mich eine (natürliche) Ladung im Enddarm darstellt.

Nachdem ich die Opferaussagen der Missbrauchsopfer vom Elliot gelesen hatte, musste ich aufgrund des "Melanie-Bildes" weinen.
Elliot drohte seinem Opfer mit der "Kehlschnitt-Geste". (geBALLte Faust mit abstehendem Daumen oder Finger, welche dann nonverbal von einer Halsseite zur anderen geführt wird)

Und nun schaut euch das "Melanie-Bild" nochmal an.

linksseitig "offener" Hals.
Ball über der rechten Hand. Der Hand, an der die Finger voneinander abstehen.

Und nun komme ich einfach nicht mehr davon weg, dass ich davon überzeugt bin, dass die Mädchen zum Zeitpunkt des Malens schon mit Todesängsten zu kämpfen hatten, weil jemand......


Ich brauche ein bisschen bis ich wieder in diesem Fall drin bin. Er hatte mich zwar immer irgendwie interessiert, aber ich bin da nie tiefer gegangen..., wahrscheinlich auch, weil er ja als geklärt gegolten hat.
Also da brauche ich noch ein bisschen, bis ich hier die Zusammenhänge erläutern kann.

Heute erstmal nur wegen dem einem Bild und eben der Aussagen aus dem Wiederaufnahmeantrag.
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Der Mordfall Weimar

28.03.2026 um 05:50
sry das Bild vergessen:


Melanie


Quelle: https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/LG_Darmstadt_26-03-17_A.pdf


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28.03.2026 um 09:47
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Und nun komme ich einfach nicht mehr davon weg, dass ich davon überzeugt bin, dass die Mädchen zum Zeitpunkt des Malens schon mit Todesängsten zu kämpfen hatten, weil jemand......
Beide Kinder-Bilder sind in der Tat sehr gruselig, bedrückend, unheimlich, bedrohlich.

Ich kann mich jetzt nicht entsinnen, dass ich oder meine Geschwister etwas Vergleichbares in diesem Alter gemalt hätten. Vor allem diese "Schrei"-artigen Augen... Wobei die Bilder natürlich aus unserer Sicht damit aufgeladen sind, dass wir um das Schicksal der beiden Mädchen wissen: Ihren Tod. Es ist also gut möglich, dass wir (und Strate) hier projizieren.

Zudem - soweit ich es richtig im Kopf habe - gibt es keine Hinweise, dass die Kinder vor ihrem Tod in irgendeiner Weise verhaltensauffällig geworden sind. Gut, Carola hat in der Nacht vor ihrem Tod eingenäßt. Aber das kann viele Gründe haben.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Also ich sehe da keine "phallusartige Gließmaße", sondern nur zwei Hühnerfüße. Das war nach rechts aus dem kugeligen Körper des Drachen (oder was auch immer für eine Kreatur das sein soll) rausschaut, ist meiner Meinung nach der Hals mit dem Kopf des Tieres. Sieht für mich ein bisschen wie ein Schildkrötenhals und -kopf aus, was ja zu so einem reptiloiden Wesen passen würde.
Wenn das ein Phallus sein soll, hat er Augen und einen lächelnden Mund. So ein lachendes Gesicht wird Melanie wohl kaum auf dem Genital von Raymond Elliott gesehen haben.
Ja, das könnte auch eine Schildkröte bzw. ein Mischwesen sein. Der "Penis" Hals und Gesicht, der Punkt das Auge.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Interpretation von zwei Kinderbildern durch einen ungeschulten Betrachter wird wohl kaum als "neuer Beweis" gewertet werden können.
Das sehe ich auch so. So skeptisch ich schon immer bei den Zeugenaussagen zum Tattag war (siehe Gutachten Prof. Steller) und so sehr ich es für möglich halte, dass es für die Kinder eine spürbare akute Bedrohung gab, letztlich sind es nur Vermutungen, die RA Strate dem Gericht anbietet. Die Aussagen der Zeugen waren schon immer bekannt, eine neue Interpretation ändert daran nichts.

Und den neuen Tatsachen zu den Sexualdelikten des Schwagers fehlt jeder konkrete Tatbezug. Er könnte ein Motiv gehabt haben, die Kinder zu töten. Aber ob er das wirklich getan hat, das beweist der Wiederaufnahmeantrag nicht im Ansatz. Es gibt keine tatnahen Indizien.


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Der Mordfall Weimar

28.03.2026 um 10:20
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Beide Kinder-Bilder sind in der Tat sehr gruselig, bedrückend, unheimlich, bedrohlich.
@Origines
Wo kann man das andere sehen-und gibt es die auch in Farbe?
Ich habe den Link von @Ahn-Dung geöffnet, aber mein Internet ist zu langsam.
Bis sich das hier aufbaut...


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28.03.2026 um 11:06
https://strate.net/verfahren/wiederaufnahmeverfahren-fuer-monika-boettcher-gesch-weimar/

@frauZimt

Die Bilder sind im Wiederaufnahmeantrag abgebildet.


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28.03.2026 um 11:37
Ich füge die Kinderzeichnungen mal zur weiteren Bilderdiskussion hier ein!


IMG-20260328-WA0007



IMG-20260328-WA0008



(Bild 2 hatte schon @Ahn-Dung weiter oben eingefügt)

Quelle:
https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/LG_Darmstadt_26-03-17_A.pdf


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Der Mordfall Weimar

28.03.2026 um 14:12
Also kommen wir mal auf das Bild 1 zu sprechen: Anhand Frisur und hochhackigen Schuhen zu erkennen stellt die mittlere Person eine Frau und die Person links davon einen Mann dar. Beide sind ähnlich dunkel gekleidet. Nach meiner Interpretation dürfte es sich dabei um die Eltern des Mädchens handeln.

Bei der "Kugel auf zwei Beinen" dürfte es sich um Kevin P., den Liebhaber ihrer Mutter handeln, deutlich zu erkennen an dem kurzen militärischen Haarschnitt, der sie beeindruckt hat, so dass der Kopf übergroß dargestellt wird.

Was hier als "phallusartig" wahrgenommen wurde, dürfte schlicht die Brille des Kevin P. sein, die aufgrund der Perspektive (Blickwinkel) eigentlich nicht sichtbar wäre, die das Mädchen aber darstellen wollte.

Schlussendlich zeichnet sie noch das Haus ein. Sie bemerkt womöglich dass es im Haus keinen Platz für alle drei gibt, wobei sie noch nicht versteht, dass weniger primär ein Platz- als vielmehr ein Beziehungsproblem ist. Aber weil sie das noch nicht verstand, hatte man es ihr vielleicht so erklärt oder sie hatte es so wahrgenommen und diesen Konflikt in diesem Bild zum Ausdruck gebracht.


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