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Der Mordfall Weimar

5.387 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

um 16:22
@Justsaying

Danke.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:das weinende Kind aufgegriffen hat.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Nachbarn sagten aus, sie hätten nachts eins der Mädchen weinend auf der Straße gefunden und ins Haus zurückgebracht
@Grillage

Mein Post bezog sich darauf. Hierfür gibt es keine Quelle.


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um 16:22
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Wo geht das denn aus dem Artikel der Taz hervor?
Hier steht es doch:
Dennoch ließ er [Matzke] den Volkartshain–Prozeß anfang des Monats kurz unterbrechen, um der Bild–Zeitung ein schnelles Interview zu geben, in dem er den Ablauf des Dramas von Philippstal so enthüllte: „Carola (5) sah die Schwester sterben, dann war sie selbst dran!“ Als die Nachbarn das Kind nachts ins Haus zurück brachten (...die Mutter war bei ihrem amerikanischen Geliebten...), hielt sich „vermutlich der Vater im Schlafzimmer versteckt.“
Quelle: https://taz.de/Kein-off-limits-fuer-Journalisten-in-Phillipstal/!1877612/


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um 16:28
@Grillage
Der erste Teil des Satzes ist aber nicht Teil vom wörtlichen Zitat, das dann kommt. Da fügt die Autorin die Info von weiter oben im Artikel ein. Passt an der Stelle ja auch gut, ist aber nicht der Originalwortlaut. Der würde mich interessieren. Das Interview müsste es ja geben.


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Der Mordfall Weimar

um 16:33
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Der würde mich interessieren. Das Interview müsste es ja geben.
Vielleicht hat jemand die Bild im Abo und kann dort mal im Archiv wühlen.....
Vor wem soll sich der Vater denn "im Schlafzimmer versteckt" haben?

Mich erinnert das an den 'anonymen' Brief, den Monika verfasst hat - demnach hatte der Vater einen Helfer, der sich im Wohnzimmer versteckte, als Monika nachts nach Hause zurückkehrte.


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Der Mordfall Weimar

um 16:56
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Der erste Teil des Satzes ist aber nicht Teil vom wörtlichen Zitat, das dann kommt. Da fügt die Autorin die Info von weiter oben im Artikel ein. Passt an der Stelle ja auch gut, ist aber nicht der Originalwortlaut. Der würde mich interessieren. Das Interview müsste es ja geben.
Aber von welchen Nachbarn soll Matzke denn sonst reden? Es wird wohl nicht zwei verschiedene Gruppen von Nachbarn gegeben haben: einmal die Nachbarn, die " eines der Mädchen nachts weinend auf der Strasse gefunden und ins Haus zurückgebracht " haben wollen und dann eine zweite Gruppe von Nachbarn, von denen Matzke meint, sie hätten das Kind nachts ins Haus zurückgebracht und RW habe sich vor ihnen versteckt.

Oder soll das Kind in der Nacht zweimal auf die Strasse gelaufen sein?


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um 17:03
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Oder soll das Kind in der Nacht zweimal auf die Strasse gelaufen sein?


War es überhaupt nachts auf der Strasse? Warum taucht nirgends sonst auf, dass eines der Weimar Kinder in dieser Nacht auf der Strasse aufgefunden wurde, dazu weinend?
Das wäre doch relevant gewesen?

Die neues-Hoeschen-Anziehen-Geschichte durch die Elliotts war den Ermittler doch bekannt.
Aber ein weinendes Kind, dass nachts von innen die Wohnungstür öffnet, ist doch etwas ganz anderes, als ein Kind, welches sich vor dem Haus befindet.


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um 17:04
@Grillage
Ich glaube, du verstehst mich falsch.
Es geht mir darum, dass Matzke von der Autorin nicht in wörtlicher Rede zitiert wird bezüglich der Nachbarn.


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um 18:00
Kann man die anderen Briefe, außer der, der durch die Presse bekannt ist, irgendwo einsehen? Gefunden habe ich im Forum noch nichts.


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Der Mordfall Weimar

um 18:15
Zitat von Waldfee108Waldfee108 schrieb:Kann man die anderen Briefe, außer der, der durch die Presse bekannt ist, irgendwo einsehen? Gefunden habe ich im Forum noch nichts.
Im Urteil:
Seite 31ff, S. 44ff, S.91ff (vielleicht auch noch an anderen Stellen)
https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/Urteil_LG-FFM_22.12.99-komprimiert-1.pdf


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Der Mordfall Weimar

um 18:22
@Justsaying
Da lese ich gerade drin, habe sie aber nicht gefunden. Dann schau ich nochmal rein, sind ja nur ein paar Seiten ;)
Danke!


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um 18:35
Ich habe das Urteil v. 1999 und den Wiederaufnahmeantrag v. 2026 ins Wiki hochgeladen.
@margaretha - ich hoffe, es passt so


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um 18:37
Zitat von Waldfee108Waldfee108 schrieb:Kann man die anderen Briefe, außer der, der durch die Presse bekannt ist, irgendwo einsehen? Gefunden habe ich im Forum noch nichts.
Guck mal hier, ab Minute 15:05 z. B..

https://www.youtube.com/watch?v=ERRSWfByxOA

aycnikg7


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Der Mordfall Weimar

um 18:41
Die anonymen Briefe:
Am 12. und 15.8.1986 schrieb die Angeklagte an sich selbst zwei anonyme
v - Briefe. Diese Briefe händigte sie, um — wie sie später sagte — den Verdacht
auf ihren Ehemann zu lenken, der Polizei aus. Der erste, an das "Trauer—
haus Weimar" gerichtete Brief hatte folgenden handschriftlichen Wortlaut:
"Das ist die Strafe lll
Es tut mir Leid um die Kinder aber es mußte sein"
Der zweite, ebenfalls handschriftliche Brief lautete: _ ,
"Erst die Kinder die nur zur Qual Jetzt bist du bald dran.
Von wem der Auftrag kannst du dir wohl denken."

Quelle: S.31
https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/Urteil_LG-FFM_22.12.99-komprimiert-1.pdf
Am 11.9.1986 ven/varf das Landgericht Fulda die gegen den Nichterlaß eines l-laftbefehls gegen Reinhard Weimar gerichtete Beschwerde der
Staatsanwaltschaft. ln ihrer Begründung führte die Kammer gestützt auf
Zeugenaussagen unter anderem aus, daß Weimar nicht in der Lage gewe- .
sen sei, die Kinder anzuziehen und zu kämmen.
Daraufhin schrieb die Angeklagte auf der Schreibmaschine ihrer Schwester Brigitte einen dritten anonymen Brief, den sie in den Umschlag eines anderen, ihr einige Tage zuvor mit einem beleidigenden Text zugegangenen
Briefes steckte.
"LIEBE MONIKA;
ES TUT MIR SEHR LEID IN WELCHER SITUATION DU GERADEN BIST.
ICH KANN NICHT VOR GERICHT AUSSAGEN. WIE SOLL ICH DANN
, MIT MEINER FAMILIE WEITERLEBEN (ZWEI JUNGEN EIN MÄDCHEN)
REINHARD HAT MIR VOR MEHREREN JAHREN AUS DER PATSCHE
s GEHOLFEN NUN SCHULDE ICH IHM AUCH EINEN GEFALLEN.
REINHARD RIEF MICH IN DER NACHT 4AUGUST UM 2.45 AN UND ERZÄHLTE MIR WASIGESCHEHEN IST. WEIL ER NICHT MEHR WEITER
WUßTE WAS ER MACHEN SOLL (ER HAT ZIEMLICH GETRUNKEN) DA
DEINE SCHWESTER IN EURER WOHNUNG WAR.
ICH HABE NUR BEIM ANZIEHEN + KÄMMEN GEHOLFEN.
ICH WAR IN DER WOHNUNG ALS DU HEIM KAMMST.
. IM WOHNZIMMER HABE ICH MICH VERSTECKT. ICH HÖRTE DICH WE
' WEINEND INS SCHLAFZIMMER GEHEN. REINHARD SAß NOCH WIE
VERSTEINERT DA. WIR BRACHTEN DIE KINDER INS AUTO UND WIR
FUHREN SIE WEG.
BITTE SAGE NICHTS ZU DER POLIZEI ICH WEIß NICHT WIE REINHARD REAGIERT! ICH WEIß DAS DU UNSCHULDIG BIST. BITTE SAG
NIEMANDEN ETWAS VON DEM BRIEF:
EIN GUTER BEKANNTER A
Quelle: S.44-45
https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/Urteil_LG-FFM_22.12.99-komprimiert-1.pdf


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Der Mordfall Weimar

um 18:44
Zitat von KarloSamtKarloSamt schrieb:Guck mal hier, ab Minute 15:05 z. B..
Zeit war leider rum. Den 2. Brief findet man hier: https://www.allmystery.de/bilder/km66985-id2083185


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Der Mordfall Weimar

um 18:46
Zitat von KarloSamtKarloSamt schrieb:Den 2. Brief findet man hier:
Das ist der erste Brief (laut Urteil)


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Der Mordfall Weimar

um 18:48
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das ist der erste Brief (laut Urteil)
OK, das hatte ich auch nicht wörtlich gemeint, sondern beziffert anhand meiner Suche. Danke! Zunächst suchte ich nach dem Brief, der hier noch nicht erwähnt wurde.


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um 18:54
Nachtrag: Der Vollständigkeit halber hast du natürlich recht, was die Reihenfolge der Briefe im eigentlichen Sinne betrifft!


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um 18:57
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Vor wem soll sich der Vater denn "im Schlafzimmer versteckt" haben?

Mich erinnert das an den 'anonymen' Brief, den Monika verfasst hat - demnach hatte der Vater einen Helfer, der sich im Wohnzimmer versteckte, als Monika nachts nach Hause zurückkehrte.
Da ist Matzke oder der Bild oder der TAZ wohl etwas durcheinander geraten - vermutlich meinen sie mit 'sich versteckt haben' den vermeintlichen Komplizen des vermeintlichen Täters RW (aus dem 3. 'anonymen' Brief)....
Inzwischen schlägt der Behördenstreit weiter hohe Wellen. Gegen den Beschluß des Haftrichters, weder die Mutter noch den Vater festzusetzen, reichten Oberstaatsanwalt Matzke und sein untergebener Staatsanwalt in Bad Hersfeld, Sauter, umgehend Beschwerde ein. Das Gericht in Fulda entschied jedoch in der vergangenen Woche, diese Beschwerde abzulehnen. Matzke hatte vorher in Interviews mehrmals erklärt, er sei der Meinung, der Fall sei „kriminalistisch gelaufen“. Es fehle jetzt „nur noch“ der „justizförmliche Nachweis“ der Schuld des Vaters. Der Spiegel schrieb dazu verärgert: „Als käme es im Rechtsstaat nicht ausschließlich auf eben diesen Nachweis an.“ Matzke werden auch in anderen Fällen schwere Pannen, Fehler und Schlampereien nachgesagt.
Er habe dann seine Tochter „mit einem Kissen“ erstickt. Das andere Mädchen habe er schon vorher umgebracht. Viele Beobachter der letzten Wochen meinen, daß Oberstaatsanwalt Matzke unter Erfolgszwang stehe und deshalb seine Theorien zum Tathergang als gesicherte Erkenntnisse ausgebe. Der Gießener Anzeiger vermutet dagegen, daß auch Matzkes Bad Hersfelder Kollege Sauter „offensichtlich Karriere–Chancen“ wittere.
Quelle:
https://taz.de/Kein-off-limits-fuer-Journalisten-in-Phillipstal/!1877612/

Dieser Spiegel Artikel dürfte damit gemeint sein - das waren ja turbulente Zeiten damals...
Einmalig sind auch die Begleitumstände. Die Verdächtigen geben Statements zur Sache im Fernsehen ab, die Ermittler - Polizisten, Staatsanwälte, Richter - zanken sich öffentlich um die Bewertung ihrer Erkenntnisse.

Vorletzten Donnerstag wurde die Mutter, 28, als mutmaßliche Kindesmörderin festgenommen, doch Stunden danach wieder freigelassen. Einen Tag später führten Polizisten den Vater Reinhard Weimar, 34, in Handschellen ab, ebenfalls wegen Mordverdachts. Doch auch der Ehemann kam schnell wieder frei, ein von der Staatsanwaltschaft beantragter Haftbefehl wurde vom Richter abgelehnt.
Aus Verärgerung über den doppelten Fehlschlag verstieg sich der Fuldaer Oberstaatsanwalt Rudolf Ferdinand Matzke zu der Behauptung, der Fall sei »kriminalistisch gelaufen«, es fehle nur noch der »justizförmliche Nachweis« - als käme es im Rechtsstaat nicht ausschließlich auf eben diesen Nachweis an.
An unwiderlegbaren Beweisen mangelt es jedoch. Die Eheleute, die sich bei der Beerdigung gegenseitig stützten und sich nach der Tat mit den Spielzeugen ihrer getöteten Kinder gemeinsam photographieren ließen, belasten sich inzwischen gegenseitig.
Monika Weimar hat ihren Mann beschuldigt, die Kinder getötet zu haben, »weil er nicht wollte, daß sie ihm weggenommen werden«. Als sie eines Nachts spät nach Hause gekommen sei, hätten die Mädchen »leblos« in ihren Betten gelegen, seien kurz darauf abtransportiert worden.
Statt die Polizei zu informieren, gab die Mutter falschen Alarm. Sie erstattete Vermißtenanzeige, löste eine riesige Suchaktion aus - wie sie sagt, um vom Vater abzulenken. Sie habe sich moralisch mitschuldig gefühlt, weil sie ihren Mann »in letzter Zeit viel allein gelassen« habe.

Gegen das bizarre Komplott spricht freilich, daß die Mutter anonyme Briefe an sich selber schrieb, die sie der Polizei zuspielte und in denen der Verdacht auf den Vater gelenkt wurde.
Im Fall Weimar agierten auch die deutschen Ermittler übereifrig. Die Staatsanwaltschaft Fulda gab ein Bulletin nach dem anderen heraus und verwirrte mit immer neuen Verdächtigungen. Einen »Zickzackkurs in dieser Art«, verteidigte sich Oberstaatsanwalt Matzke, könne man sich »natürlich leisten, das ist der Preis, den wir gerne für den Rechtsstaat zahlen«.

Jüngste Version der Ermittler: Der Vater sei »in ungleich stärkerem Maße« verdächtig als die Mutter. Die Ablehnung des Haftbefehls durch den Amtsrichter sei »für den Normalverbraucher unverständlich«. Gegen den Beschluß werde Beschwerde eingelegt.
Andere Staatsanwälte können »diese laute Art« nur schwer verstehen. Nach »so vielen Bauchlandungen«, mahnte ein Oberstaatsanwalt aus Frankfurt, sollten die Kollegen doch »endlich stille Wege gehen«.

Anfang dieser Woche will das Landgericht Fulda über die Beschwerde der Staatsanwaltschaft entscheiden. Sollte der Vater weiter auf freiem Fuß bleiben, der dringende Tatverdacht vom Gericht verneint werden, müßten die Ermittler nach neuen Beweisen suchen.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/bizarres-komplott-a-bee87ad5-0002-0001-0000-000013519416

Da hat Monika ja ihr Bestes gegeben, um die Schuld auf ihren Gatten zu schieben - gleich 3 Briefe.


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Der Mordfall Weimar

um 20:50
Was mir auch durch die Briefe erneut auffällt, ist die Schrift neben der Schreibweise. Damals - Monika Weimar wollte ja mit den Briefen auf ihren Mann Reinhard hinweisen. Hatte er tatsächlich eine so kindliche Schrift? Gibt es von ihm irgendwelche schriftlichen Unterlagen, mit denen man die Schriften vergleichen könnte?


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