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Der Mordfall Weimar

5.497 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 09:45
@SamLoomis
Es geht um den anderen Schwager
Er wurde im August 1999 in den USA verurteilt (Missbrauch von 2 Minderjährigen)
In den 70ern gab es bereits ein Vorkommnis mit 2 Mädchen, die er sexuell belästigt hat
Er hat Drogen genommen (Meth?) mit denen die Ausfälle von Reinhard Weimar erklärt werden können
Zitat von abgelenktabgelenkt schrieb:Das Verfahren in Frankfurt ist ja erst später (Dez 1999) abgeschlossen worden, wurde das bereits gelaufene Verfahren gegen R. E. nicht damals schon angebracht (falls nicht, warum nicht?). War es niemanden bekannt?
Nein wie denn auch


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 10:17
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Er hat Drogen genommen (Meth?) mit denen die Ausfälle von Reinhard Weimar erklärt werden können
Laut Wiki war es anders - es ging um Medikamente, konkret um Benzos und Neuroleptika.
Also alles Dinge, die 'ruhigstellen', also die gegenteilige Wirkung von Meth.
Reinhard Weimar war wegen Bewusstseinsstörungen mit langen ohnmachtsähnlichen Ausfällen seit Anfang 1985 mehrfach in ärztlicher Behandlung und musste dreimal stationär aufgenommen werden, zuletzt im Oktober 1985. Diese Zustände führte man auf eine Medikamenten-Intoxikation mit Benzodiazepinen und Neuroleptika zurück, da Spuren dieser Substanzen in seinem Urin nachgewiesen worden waren. Er konnte sich jedoch nicht erinnern, jemals entsprechende Medikamente eingenommen zu haben. Im Strafverfahren gegen seine Frau vor dem Landgericht Fulda äußerte er den Verdacht, diese habe sie ihm heimlich über Essen und Getränke verabreicht. Zugang dazu hätte sie durch ihre Arbeit in der Krankenpflege gehabt. Auch die Richter hielten das für möglich, ließen diese Frage jedoch offen. Seit seiner letzten Krankenhauseinweisung im Oktober 1985 waren keine Bewusstseinsstörungen mehr aufgetreten.[8] Monika Böttcher äußerte den Verdacht, ihr Mann habe die Medikamente selbst eingenommen, um ihr Mitleid zu erregen.
Quelle:
Wikipedia: Mord an Melanie und Karola Weimar


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25.03.2026 um 10:20
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Laut Wiki war es anders - es ging um Medikamente, konkret um Benzos und Neuroleptika.
Also alles Dinge, die 'ruhigstellen', also die gegenteilige Wirkung von Meth.
Genau
Im Wiederaufnahmeantrag ist das begründet auf Seite 134 mit Mitteln zum Runterkommen
Sogenannte Downer
Bin aber selbst bei Methkonsum nicht bewandert


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25.03.2026 um 14:18
Zitat von MauserMauser schrieb:Es wird eigentlich nur das wiederholt was bereits in der Doku von 2022 wiedergegeben wurde.
Und hier "fehlt" auch der Teil mit der angeblichen DNA-Spur. Ich habe die Doku leider nicht mehr in allen Einzelheiten im Kopf, aber es wurde doch ein Abgleich angekündigt, oder?


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25.03.2026 um 14:33
Zitat von miltesmiltes schrieb am 22.03.2024:Rechtsanwälte und Gerechtigkeit scheint mir irgendwie nicht so richtig zu passen. Ich denke, dass die allenfalls, das Beste für ihren Mandanten / ihre Mandantin herausholen wollen. Gerechtigkeit hin oder her. Rechtsanwälte und Dollar-Zeichen passt da schon eher. Jeder geführte Prozess bringt Geld und das nicht zu knapp, vor allem bei spektakulären Fällen.
Zitat von AnalystAnalyst schrieb am 25.03.2024:Wie rechtfertigt ein Anwalt sein Tun, wenn er weiß, dass er dabei ist einen Schuldigen rauszuboxen? Ist mein Job oder Bringt mir Geld und Ruhm ein und alles andere geht mir am A… vorbei. oder Klar hat die MW gemordet - auch wenn sie durch meine Hilfe „unschuldig“ wird.
Nun, dass sind jetzt recht schwache vox polpuli, ich nehme an, niemand von Euch kennt einen Strafverteidiger (persönlich). Nicht alles, was Menschen machen, auch Rechtsanwälte, geschieht aus Geldgier.
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb am 25.03.2024:Sie machen ihre Arbeit und wenn Polizei , Staatsanwalt und Richter ihre Arbeit gut machen , werden die meisten auch verurteilt.
Und besser zwei Schuldige laufen lassen, als einen Unschuldigen in den Knast bringen.
Der letzte Satz waren die Anfänge des Rechtsstaats in Preußen. Der aufgeklärte Friedrich der Große hatte auch die Folter abgeschafft, weil sie nicht zur Wahrheitsfindung beitrug.

Wenn Verteidiger, Staatsanwalt und Richter ihre Arbeit gut machen, gibt es genauso auch Freisprüche, Verfahrenseinstellungen, Geständnisse, eine saubere Aufarbeitung des Sachverhalts, Ermittlungen "in alle Richtungen", Verzicht auf Rechtsmittel und Rechtssicherheit. Schließlich hilft der Verteidiger bei Strafe auch im Strafvollzug und bei der Resozialisierung.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb am 25.03.2024:Die Herausforderung, die dieser Fall an jeden Verteidiger stellen würde, das angeknackste Ego, weil er verloren hat, Aufmerksamkeit etc. Dass er die Weimar wirklich für unschuldig hält, kann ich mir nicht vorstellen. Nicht bei der Faktenlage. Strate ist ja nun alles andere als blöd.
Strate begleitet den Fall seit fast 40 Jahren. Er ist damit groß geworden und hat seine Reputation als Revisions- und Wiederaufnahmespezialist zementiert. Hätte er sich davon abgewandt, hätte er seine Positionen in Frage gestellt. Und ich denke, die sind damals wie heute die selben.

Ob Frau Weimar ihre Kinder tatsächlich getötet hat, ist für ihn nicht die Frage. Sondern ob die Beweise mit Recht für einen Schuldspruch ausreichen. Ob Ermittler und Gericht voreingenommen waren, Entlastendes nicht oder nicht richtig gewertet worden ist, Indizien falsch bzw. widerlegbar interpretiert wurden. Schlicht, ob Monika Weimar verurteilt hätte werden dürfen.

Strate verfolgt mit seinen Fällen immer auch rechtspolitische Absichten. Er ist der Auffassung, die Hürden für Wiederaufnahmeverfahren sind zu hoch, weil Gerichte auch kraft freier richterlicher Beweiswürdigung Fehler machen. Deshalb gehört es zu seiner Strategie, immer und immer wieder Rechtsmittel und Wiederaufnahmeanträge zu stellen. Nicht weil er an sofortigen Erfolg im Einzelfall glaubt, aber daran, dass steter Tropfen den Stein höhlt.
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb am 25.03.2024:Vor ein paar Jahren hat Strate mal gesagt, dass sein Stundensatz bei ca. 400€ liegt. Mittlerweile wird es etwas mehr sein. Das ist im Vergleich nicht utopisch. Weiter sagt er, dass sich ein Mandat entweder fachlich oder finanziell für ihn lohnen muss.
400 Euro ist sehr üblich bei renommierten (Groß-)Kanzleien. Er dürfte damit nicht schlecht verdienen, in etwa auf dem Niveau eines Professors, Chefarztes oder Bundesrichters (oder etwas höher, Hamburg ist teuer). Des Geldes wegen muss er sicher nicht mehr arbeiten. Geld ist Anerkennung. Aber wichtiger ist Reputation. Strate ist in Wissenschaft, Fachverbänden und in der Politik hoch anerkannt, eine Institution für jeden Strafverteidiger. Das hat er sich hart erarbeitet, seine Publikationsliste ist beeindruckend. Deshalb führt oder übernimmt er eben auch Fälle pro bono.


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25.03.2026 um 14:41
@ all
Ich finde das jetzt nicht abwegig mit dem Schwager.
Offensichtlich ist er ja pädophil und die schmieden ja oft Pläne, wie sie an Kinder kommen.

Aber den Ablauf nach dem Tod kann ich mir rein theoretisch nicht vorstellen.

Wer hat die Kinder gefunden, weggebracht usw.

Oder dachten die Eltern dann gegenseitig wirklich, dass es der jeweils andere war.

Nachtversion/Tagversion?


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25.03.2026 um 14:47
@vernon2
So alleine stehend ist es auch nicht abwegig, aber im gesamten Verlauf der unterschiedlichen Aussagen und Versionen passt es nicht.
Selbst wenn sich die Eltern gegenseitig verdächtigt haben, und der Schwager die Kinder verbracht hat, woher wusste Monika W., wo die Kinder zu finden sind? Sie müsste doch bei der Ausgangslage nochmal umschwenken und behaupten, dass sie niemals am Auffindeort war.


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25.03.2026 um 16:37
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:
Zitat von abgelenktabgelenkt schrieb:Das Verfahren in Frankfurt ist ja erst später (Dez 1999) abgeschlossen worden, wurde das bereits gelaufene Verfahren gegen R. E. nicht damals schon angebracht (falls nicht, warum nicht?). War es niemanden bekannt?
Nein wie denn auch
Weil das US Verfahren nach meinem Verständnis bereits vor dem Verfahren vor dem LG Frankfurt abgeschlossen war? Gerichtsverfahren sind grds. öffentlich, der in den USA verurteilte R. E. war ein wichtiger Zeuge im Fall Weimar. Hätte entweder StA oder Verteidigung schon mitbekommen und einbringen können.


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25.03.2026 um 17:31
Zitat von abgelenktabgelenkt schrieb:der in den USA verurteilte R. E. war ein wichtiger Zeuge im Fall Weimar
Das ist zu bezweifeln oder weißt du da mehr?
Im 2. Prozess war er noch geladen sagte aber kaum mehr als „Kann mich nicht erinnern“
Der Kontakt zu Weimars war nach seiner Rückkehr in die USA abgebrochen
Glaub nicht mal Kevin Pratt war geladen


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25.03.2026 um 18:02
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ob Frau Weimar ihre Kinder tatsächlich getötet hat, ist für ihn nicht die Frage. Sondern ob die Beweise mit Recht für einen Schuldspruch ausreichen. Ob Ermittler und Gericht voreingenommen waren, Entlastendes nicht oder nicht richtig gewertet worden ist, Indizien falsch bzw. widerlegbar interpretiert wurden. Schlicht, ob Monika Weimar verurteilt hätte werden dürfen.
Das würde ich so nicht sagen, da er auch immer betont hat, dass er MB für unschuldig hält, ihr glaubt.

Ich habe den Antrag noch nicht ganz gelesen, lege mich aber jetzt schon fest und gehe nicht davon aus, dass er angenommen wird. Egal was er aus dem Hut zaubert, dadurch lösen sich die Widersprüche, in die sich MB verstrickte, nicht in Luft auf.

Sie paßte ihre Aussagen immer wieder dem Ermittlungsstand an, sie log, sie wusste, wo die Leichen sind, sie schrieb Briefe usw usw.

Interessanter finde ich die Frage, warum MB sich dem Ganzen nochmals stellen will, 26 Jahre nach dem Urteil von Frankfurt, 20 Jahre nachdem sie aus Preungesheim entlassen und der Fall endgültig geschlossen wurde.

Sie ist nun Ende 60, dürfte sich in den letzten Jahren relativ unerkannt in der Öffentlichkeit bewegt haben. Sollte es einen erneuten Prozess geben wird sich das ändern.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 18:36
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Habe den Wiederaufnahmeantrag bisher nur kurz überflogen, muss das in Ruhe lese. Wenn ich das aber richtig sehe, will man jetzt weg von der These des mordenden Vaters, hin zum Mord durch Raymond Elliot, wie ja auch schon vor einigen Jahren angedeutet wurde.
Ja, wobei aber Teile der "Nachtversion" im Grunde bleiben sollen.So ganz ohne geht das offenbar nicht, oder besser gesagt kommt Frau Böttcher da nicht raus, denn sie blieb ja ab dem Präsentieren der Nachtversion bei dieser.


Also gibt es jetzt halt eine Alternative, oder die Nachtversion 2.0, in welcher nicht mehr der Vater die Kinder ermordet hatte, sondern der Schwager.
These: Melanie wurde beim Missbrauch (versehentlich) erstickt, Karola als Zeugin musste daraufhin auch sterben. Okay, das kann ich soweit sogar noch nachvollziehen aber nicht mit den Fakten vereinbaren.
Rechtsanwalt Strate kann das offenbar auch nicht, denn er muss fünf (5 !) Zeugen, die die Mädchen an dem Vormittag noch sahen, diskreditieren und deren Aussagen ad absurdum führen.
Das Ehepaar Nordheim, sowie Führer (damals noch H. Führer und Sonja Zigan) sind sich im Wesentlichen ähnlich und wirken dabei aber keineswegs abgesprochen. Zudem sind das alles ja auch einfache Leute und keinesfalls Kriminelle, die in irgendeiner Art und Weise den Umgang mit Polizei und Ermittlungsbehörden näher und besser kennen.
Dass sich die Aussagen „ändern“ oder mit jedem Mal verbessern hat der Gutachter ja begründet, und Frau Nordheim wird an diesem für sie gewöhnlichem Montag auch nicht ständig auf die Uhr geschaut haben, oder auf irgendwas Spezielles geachtet haben.
Schauen wir mal drauf, da fällt auf, dass sich eigentlich alles mit der erstgemachten Aussage der Monika Weimar deckt. Aussagen dem Buch „Mordakte Monika Weimar“ von Cichos, Petra
5.8.86 Monika W. Gegen 10.30 Uhr sind dann die beiden Mädchen rausgegangen. Sie wollten zum Spielen gehen.
5.8.86 Oma Adele Ich habe die Kinder gestern gegen 11.00 Uhr bis 11.15 Uhr gesehen. Zu dem Zeitpunkt wollte meine Enkelin Monika auf die Post fahren. Ich war deshalb im Flur bei der Monika. Da waren auch die Kinder. Das war das letzte Mal, als ich die Kinder sah.“
4.8.86 Frau N. Ich habe beide Mädchen heute Morgen noch auf dem Spielplatz gesehen. Ich
schaute aus dem Küchenfenster. Wann, weiß ich nicht mehr genau. Es war vormittags. Oder gegen Mittag.“
4.8.86 Herr N. „Ich heiße Heinrich N. und habe die Kinder auch heute früh oder eher am Mittag gesehen. Vor dem Haus. Wann das genau war, weiß ich nicht mehr.“
8.8.86 Führer/Zigan Am Montag, 4. August 1986 fuhren wir wieder los. Es war gegen 10.30 Uhr oder 11.00 Uhr. Gegen 12.30 Uhr waren wir zu Hause. Das ist sicher, da der Bäcker bei uns um 12.30 Uhr zu macht. Als wir vom Haus wegfuhren, standen beide Mädchen da und winkten uns zum Abschied zu. Es waren mit Sicherheit die Weimar Kinder, da wir sie am Samstagabend beim Grillen gesehen hatten, also wussten, wer sie sind. Nachmittags rief uns Elisabeth an und sagte, dass die Kinder verschwunden seien. Da sagten wir noch: Das gibt es doch nicht, wir haben sie noch beim Abschied gesehen.“
11.8.86 Oma Adele Gegen 10.00 Uhr kam die Monika zu mir und fragte mich, ob ich etwas brauchen würde. Sie wolle zur Post und einkaufen. Ich gab ihr einen Brief an meine Nichte. Da ich kein Kleingeld für Porto hatte, tauschte ich den 50,-‐Mark-‐Schein erst bei Ursula und ging dann in Monikas Wohnung. Im Flur kam mir Melanie entgegen. Sie war schon angezogen. Was sie anhatte, kann ich heute nicht mehr sagen. Die Melanie packte mich bei der Hand und sagte „Guten Morgen Ange“. Auch Karola
sagte: „Guten Morgen Ange“. Die Kinder nannten mich immer so. Die Karola war auch angezogen. Ich bin dann wieder nach oben in meine Wohnung. Die Kinder hatte ich seitdem nicht mehr gesehen.
26.9.86 Frau N. Auf Befragen antworte ich: Oma Adele hat mir erzählt, dass sie die Me-‐ lanie per Handschlag noch am Montag begrüßt hat. Vormittags. Sie hätte Monika Geld gegeben. Für einen Brief, den Monika zur Post bringen sollte. Das Gespräch war vor dem Auffinden der Kinder. Meiner Erinnerung nach am 5. August 1986.“


X (farbliche Hervorhebung) : Den Handschlag kann sich Frau Nordheim nicht ausgedacht haben, und den sagt Oma Adele auch zeitnah aus. Das ihr der als quasi letzte lebendige Erinnerung der Urenkelin in Erinnerung blieb ist anzunehmen, und auch, dass sie genau, dass eben weitererzählte über das letzte Aufeinandertreffen.
Interessant ist übrigens auch, daß Oma Adele lange und sogar bei einer Gegenüberstellung mit Monika Böttcher darauf bestand, dass sie die Kinder am Montag vormittag sah, selbst wenn sie Zitat. „damit ihre Enkelin belastet“, und erst beim WAV ihre Aussage grundlegend änderte und was völlig anderes angab,

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Was anderes: 2022 wurde bekannt, daß RA State durchsetzen konnte, daß man an den 1986 sichergestellten Asservaten DNA Tests durchführte und da wurde in der Presse die gefundene unbekannte DNA „gefeiert“.
Böttchers Verteidiger Gerhard Strate hat durchgesetzt zu prüfen, ob sich auf sichergestellten Asservaten, etwa Kleidung und Bettwäsche der Kinder, DNA-Spuren befinden. Auf einer Decke seien daraufhin Spuren eines Unbekannten entdeckt worden. Strate will nun erreichen, dass sie mit der DNA des US-Amerikaners abgeglichen werden. Dieser weist in der Dokumentation entschieden zurück, etwas mit der Tötung der Kinder zu tun zu haben.
Quelle: https://www.fr.de/rhein-main/hessen-neue-hinweise-im-fall-monika-weimar-91415406.html


Was ist jetzt mit der? Gehört sie nicht zu R. E. ? War das ein rhetorisches Ablenkungsmanöver, um im Vorfeld Zweifel zu streuen, und Stimmung gegen Raymond Elliot zu schüren?
Weiß eigentlich jemand:

  1. ob Asservate aus einem abgeschlossenem und verbüßtem Fall aufbewahrt werden?
  2. die Erfolgsaussichten bei einer privaten Aufbewahrung bzgl. der Prüfung auf DNA ?
  3. Wäre es bei Punkt 2) nicht vielmehr so, dass man hier keine Prüfung durchsetzen könnte oder müsste, sondern ein privat in Auftrag gegebenes Gutachten erstellen müsste, dessen Beweiskraft aufgrund der „unsterilen“ oder für Verunreinigung anfälligere Lagerung gegen Null geht?

    Aber selbst im best case Szenario. Das Ehepaar Elliott wird doch öfter in der W-Wohnung gewesen sein, Mitglieder der Weimars oben. Karola fuhr am Sonntag bei Brigitte Elliot im Auto vom baden zurück nach Hause. Wenn es im Keller ne gemeinsame Waschküche gab oder auf dem Speicher Wäscheleinen, bringt diese Spur leider gar nichts, denn die kann ganz legitim übertragen worden sein.



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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 18:40
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Egal was er aus dem Hut zaubert, dadurch lösen sich die Widersprüche, in die sich MB verstrickte, nicht in Luft auf.
So schaut's aus!
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Interessanter finde ich die Frage, warum MB sich dem Ganzen nochmals stellen will, 26 Jahre nach dem Urteil von Frankfurt, 20 Jahre nachdem sie aus Preungesheim entlassen und der Fall endgültig geschlossen wurde.

Sie ist nun Ende 60, dürfte sich in den letzten Jahren relativ unerkannt in der Öffentlichkeit bewegt haben. Sollte es einen erneuten Prozess geben wird sich das ändern.
Ich glaube auch, dass die wenigsten sie auf der Strasse erkennen würden. Die hat sich ja damals schon so krass verändert und war kaum wiederzuerkennen.

Vielleicht ist das auch die Idee von Strate, weil er diesen Fall ja nicht gewann?


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 19:24
Diese Kreatur besitzt eine phallusartige Gliedmaße, die von einer 7-Jährigen nicht derart konkret zeichenbar sein sollte.
Quelle: https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/LG_Darmstadt_26-03-17_A_.pdf

Also ich sehe da keine "phallusartige Gließmaße", sondern nur zwei Hühnerfüße. Das war nach rechts aus dem kugeligen Körper des Drachen (oder was auch immer für eine Kreatur das sein soll) rausschaut, ist meiner Meinung nach der Hals mit dem Kopf des Tieres. Sieht für mich ein bisschen wie ein Schildkrötenhals und -kopf aus, was ja zu so einem reptiloiden Wesen passen würde.
Wenn das ein Phallus sein soll, hat er Augen und einen lächelnden Mund. So ein lachendes Gesicht wird Melanie wohl kaum auf dem Genital von Raymond Elliott gesehen haben.
Zwar sind die Bilder interpretationswürdig, diese wirken aber auch für einen ungeschulten Betrachter beunruhigend, düster und nicht kindgerecht.
Quelle: s.o.

Die Interpretation von zwei Kinderbildern durch einen ungeschulten Betrachter wird wohl kaum als "neuer Beweis" gewertet werden können.

In finde das echt schlimm und rücksichtslos, wie hier wieder mit Dreck auf andere Menschen geworfen wird. Irgendwie ist das ein Muster, das sich bei den rechtskräftig verurteilten chronischen Tatleugnern wiederholt: so ein Geraune, dass ja auch andere eine Motiv und/oder eine Gelegenheit gehabt hätten.

Die Schwester von MW hat sich in der Nacht um Karola gekümmert, die sich eingenäßt hatte, während MW mit ihrem Ami-Gspusi unterwegs war und vielleicht gerade vor Wollust die Frontscheibe ihres Autos eintrat. Der Frau jetzt zu unterstellen, sie habe einen Päderasten ins Haus geholt und vor dem Missbrauch ihrer Nichten die Augen verschlossen, finde ich einfach nur dreckig. Alles nur, damit die verurteilte zweifache Kindsmörderin zum x-ten Mal öffentlich betonen kann, sie sei unschuldig.
Strate weiß doch genau, dass so eine Geraune nicht erfolgsversprechend ist. Das ist einfach nur ein Verusch, mal wieder ein bisschen Publicity zu bekommen. Und zwar auf Kosten anderer Menschen, die sich nicht mehr wehren können.


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Der Mordfall Weimar

25.03.2026 um 19:49
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Quelle: https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/LG_Darmstadt_26-03-17_A_.pdf

Also ich sehe da keine "phallusartige Gließmaße", sondern nur zwei Hühnerfüße. Das war nach rechts aus dem kugeligen Körper des Drachen (oder was auch immer für eine Kreatur das sein soll) rausschaut, ist meiner Meinung nach der Hals mit dem Kopf des Tieres. Sieht für mich ein bisschen wie ein Schildkrötenhals und -kopf aus, was ja zu so einem reptiloiden Wesen passen würde.
Wenn das ein Phallus sein soll, hat er Augen und einen lächelnden Mund. So ein lachendes Gesicht wird Melanie wohl kaum auf dem Genital von Raymond Elliott gesehen haben.
Zwar sind die Bilder interpretationswürdig, diese wirken aber auch für einen ungeschulten Betrachter beunruhigend, düster und nicht kindgerecht.
Quelle: s.o.

Die Interpretation von zwei Kinderbildern durch einen ungeschulten Betrachter wird wohl kaum als "neuer Beweis" gewertet werden können.

In finde das echt schlimm und rücksichtslos, wie hier wieder mit Dreck auf andere Menschen geworfen wird. Irgendwie ist das ein Muster, das sich bei den rechtskräftig verurteilten chronischen Tatleugnern wiederholt: so ein Geraune, dass ja auch andere eine Motiv und/oder eine Gelegenheit gehabt hätten.

Die Schwester von MW hat sich in der Nacht um Karola gekümmert, die sich eingenäßt hatte, während MW mit ihrem Ami-Gspusi unterwegs war und vielleicht gerade vor Wollust die Frontscheibe ihres Autos eintrat. Der Frau jetzt zu unterstellen, sie habe einen Päderasten ins Haus geholt und vor dem Missbrauch ihrer Nichten die Augen verschlossen, finde ich einfach nur dreckig. Alles nur, damit die verurteilte zweifache Kindsmörderin zum x-ten Mal öffentlich betonen kann, sie sei unschuldig.
Strate weiß doch genau, dass so eine Geraune nicht erfolgsversprechend ist. Das ist einfach nur ein Verusch, mal wieder ein bisschen Publicity zu bekommen. Und zwar auf Kosten anderer Menschen, die sich nicht mehr wehren können.
Stimme dir vollumfänglich zu. Jetzt ernsthaft diese mE völlig alltäglichen und unverfänglichen Kinderzeichnungen a) so erkennbar bemüht umzudeuten und dies dann auch noch b) in den Kontext "neues Beweismittel" für ein Wiederaufnahmeverfahren zu rücken, zeigt nur auf, dass man nichts von Substanz vortragen kann, aber gleichwohl irgendetwas braucht, um die Seiten zu füllen und damit an die Öffentlichkeit gehen zu können. Steht auch einem Strafverteidiger mE nicht gut zu Gesicht, dieser hat ja auch eine gewisse Filterfunktion und sollte Gerichte nicht mit abwegigem Unsinn belasten. Auch auf die verstorbenen Kinder nimmt man mit solchem Geraune über den pädophilen Schwager und dessen vermeintlichen Taten zulasten dieser offensichtlich (einmal mehr) keinerlei Rücksicht.


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25.03.2026 um 20:37
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Schwester von MW hat sich in der Nacht um Karola gekümmert, die sich eingenäßt hatte, während MW mit ihrem Ami-Gspusi unterwegs war und vielleicht gerade vor Wollust die Frontscheibe ihres Autos eintrat.
Genau solche empörten Geschmacklosigkeiten waren Ende der 1980er auf den Straßen des stockkatholischen Fulda vielfach zu hören: "Ami-Hure", "sexbesessen", "Rabenmutter", "Hexe", "der arme Mann" usw. Die Leute haben sich nett aufgegeilt. Das soll Strate damals bewogen haben, sich in dem Fall zu engagieren.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Strate weiß doch genau, dass so eine Geraune nicht erfolgsversprechend ist. Das ist einfach nur ein Verusch, mal wieder ein bisschen Publicity zu bekommen. Und zwar auf Kosten anderer Menschen, die sich nicht mehr wehren können.
Angenommen, jemand ist unschuldig (oder hält sich dafür) und kann seine Unschuld nicht beweisen. Was ist die effektivste Form der Verteidigung? Ein anderer Täter. Weil es muss ja irgendjemand die beiden Kinder getötet haben, wenn es die rechtskräftig Verurteilte nicht gewesen sein will. Das ist ja automatisch die Frage, die sich stellt.

Immer diese Unterstellungen. Strate braucht keine Publicity, so wie er auch kein Geld für diesen Fall braucht. Weil er sicher noch anderes zu tun hat, hat dieser Antrag auch lange gelegen. Das ist nicht prioritär. Aber er will alles versuchen. Es muss dafür die Verurteilte nicht für unschuldig halten. Aber wenn er es tut, dann ist er umso mehr beruflich und ethisch verpflichtet, alles zu tun.


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25.03.2026 um 21:21
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Schwester von MW hat sich in der Nacht um Karola gekümmert, die sich eingenäßt hatte, während MW mit ihrem Ami-Gspusi unterwegs war und vielleicht gerade vor Wollust die Frontscheibe ihres Autos eintrat. Der Frau jetzt zu unterstellen, sie habe einen Päderasten ins Haus geholt und vor dem Missbrauch ihrer Nichten die Augen verschlossen, finde ich einfach nur dreckig.
Die Schwester von MW ist in dieser Nacht selbst mit ihrem Freund unterwegs gewesen, war nur ca. 1.5 Stunden früher wieder zuhause. Und eine Unterstellung gegenüber ihr, wie du sie ableitest, ist doch nirgendwo getätigt worden.


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25.03.2026 um 21:53
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Immer diese Unterstellungen. Strate braucht keine Publicity, so wie er auch kein Geld für diesen Fall braucht. Weil er sicher noch anderes zu tun hat, hat dieser Antrag auch lange gelegen. Das ist nicht prioritär. Aber er will alles versuchen. Es muss dafür die Verurteilte nicht für unschuldig halten. Aber wenn er es tut, dann ist er umso mehr beruflich und ethisch verpflichtet, alles zu tun.
Weiß jetzt nicht unbedingt, ob es eine berufliche und ethische Verpflichtung gibt, offensichtlich unbegründete Anträge zu stellen. Stimme dir aber zu, dass die Begründung Publicity/Geld bei Strate mit Blick auf sein Lebenswerk eher zu kurz greift. Allerdings mag seine für mich unbestrittene Stärke, sich auch in scheinbar aussichtslose Fälle einzuarbeiten und unbequem und mit großem Kampfgeist jeden Stein umzudrehen, sich mitunter auch als Schwäche erweisen, wenn er sich in eine falsche Richtung verrennt (wie es mE hier der Fall ist) oder vor einen falschen Karren spannen lässt (wie es mE in der Causa Block der Fall ist).


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25.03.2026 um 22:24
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Interessanter finde ich die Frage, warum MB sich dem Ganzen nochmals stellen will, 26 Jahre nach dem Urteil von Frankfurt, 20 Jahre nachdem sie aus Preungesheim entlassen und der Fall endgültig geschlossen wurde.
Die Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt.
Ich rechne nicht damit das Strates Antrag angenommen wird.
Aber wenn, dann ist das doch für sie eine enorme Belastung. Alles wird wieder aufgewühlt und die ganze Geschichte wird wieder öffentlich rauf und runter diskutiert. Und auch ihre Person wird wieder öffentlich analysiert, seziert bewertet und entwertet.
Wundert mich, dass sie sich dem noch einmal aussetzen will.


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25.03.2026 um 22:37
Mal eine Frage: wenn der Antrag angenommen wird, kann sie dann als unschuldig geurteilt werden? Steht ihr dann etwa eine finanzielle Entschädigung zu? Wenn ja, dann sehe ich das als einziges Motiv.


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25.03.2026 um 23:49
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Genau solche empörten Geschmacklosigkeiten waren Ende der 1980er auf den Straßen des stockkatholischen Fulda vielfach zu hören: "Ami-Hure", "sexbesessen", "Rabenmutter", "Hexe", "der arme Mann" usw. Die Leute haben sich nett aufgegeilt. Das soll Strate damals bewogen haben, sich in dem Fall zu engagieren.
Was heißt denn "das soll Strate bewogen haben"?
Woher kommt die Info? Für mich klingt das eher wie das Märchen vom edlen Anwalt...

Und woher weißt Du, was damals "auf den Straßen von Fulda zu hören war"?

Die Aussage, die Frontscheibe des Autos sei in jener Nacht beim Sex mit ihrem amerikanischen Liebhaber kaputt gegangen, stammt doch im übrigen von ihr selber und nicht von irgendwelchen Fuldaer Bürgern.

Es ging mir auch weniger darum, was MB in der Zeit gemacht halt, als ihre Tochte sich eingenäßt hatte und einen neuen Schlafanzug brauchte, sondern darum, dass sich ihre Schwester um die Mädchen gekümmert hat.
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Die Schwester von MW ist in dieser Nacht selbst mit ihrem Freund unterwegs gewesen, war nur ca. 1.5 Stunden früher wieder zuhause. Und eine Unterstellung gegenüber ihr, wie du sie ableitest, ist doch nirgendwo getätigt worden.
Ob sie abends/nachts auch aus war, ist mir dabei ziemlich egel. Jeder Mann und jede Frau darf gerne so oft und so lange ausgehen, wie er oder sie mag.

Aber was bedeutet es denn in Deinen Augen, wenn in diesem Antrag der Mann der Schwester als alternativer Täter beschuldigt wird, ihm unterstellt wird, er habe die Mädchen bereits zuvor sexuell missbraucht (weshalb Melanie dem Drachen auf dem Bild einen Phallus als Kopf gemalt habe) und habe ihr wohl beim Missbrauch die Bettdecke zu lange aufs Gesicht gedrückt?
Für mich impliziert das, dass der Täter durch die Schwester ins Haus gekommen ist (hätte sie nicht mit ihm zusammengelebt, wäre er nicht in dem Haus gewesen und hätte keinen Zugriff auf die Mädchen gehabt). Und wenn er die beiden Mädchen bereits mehrfach missbraucht haben soll, dann bedeutet das für mich, dass dessen Ehefrau vor seinen Neigungen und Taten offenbar zuvor die Augen verschlossen haben soll. Genauso wie vor seinem angeblichen Meth-Konsum und den Betäubungsmmittel-Anschlägen auf RW.


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