margaretha schrieb:Und hier die Aussagen darüber, wie sich diese Bewusstseinsausfälle bei Reinhard Weimar bemerkbar machten.
Benzodiazepine oder Neuroleptika führen gemeinhin nicht dazu, dass Patienten "wirres Zeug" reden. Das ist vielleicht anders bei einer krassen Überdosierung. Da könnte es zu den beschriebenen Ausfallerscheinungen kommen.
Da Herr Weimar nach dem Tod der beiden Kinder tatsächlich - ohne jede Medikamentenintoxikation - einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung anheimfiel, kann meines Erachtens über die Ursachen seines Gesundheitszustands nur schwer eine sichere Feststellung abgegeben werden. Wir wissen nicht, welche Diagnosen er in der Folge erhalten hat. Ob es z.B. Parkinson diagnostiziert wurde, eine Psychose, Angststörung oder eine Depression.
Eichenstark schrieb:Es gibt auch noch andere Dosierungen/Kombinationen um RW außer Gefecht zu setzen als ihn direkt ins Krankenhaus zu befördern
Er hat ja überhört/ist nicht wach geworden als seine Tochtet eine Viertelstunde so laut geplärrt hat dass man es 1 Stock darüber auf der anderen Seite gehört hat
Zudem: Herr Weimar wurde offenbar am 22.10.1985 letztmalig behandelt. Mal davon abgesehen, dass er im Krankenhaus innerhalb von ein oder zwei Tagen wieder genesen war, fand die Tat im August 1986, 10 Monate später statt. In welchem gesundheitlichen Zustand der Vater da war, welche Medikamente er (evtl. therapeutisch veranlasst) zum Zeitpunkt des Todes der Kinder zu sich nahm, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich habe jetzt keinen Anhaltspunkt, dass er 1986 noch unter den Symptomen des Jahres 1985 litt.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass nach der Diagnose der Medikamentenintoxikation durch das Krankenhaus ab 22.10.1985 eine etwaige Vergiftung durch Dritte abrupt aufgehört hat. Also könnte er in der Nacht Dinge getan haben, die unter starkem Einfluss von Beruhigungsmitteln nicht möglich gewesen wären.
Letztlich fehlen mir aber die Einzelheiten, um das seriös beurteilen zu können.