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Der Mordfall Weimar

5.314 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

um 15:01
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich würde dir das Buch von Petra Cichos "Mordakte Weimar" empfehlen.
@Ahn-Dung

Schon das Urteil zu lesen, ist sehr aufschlußreich.
Ist auf der Strate-Homepage zu finden, hier auch der Link:https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/Urteil_LG-FFM_22.12.99-komprimiert-1.pdf


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Der Mordfall Weimar

um 15:32
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Gebt mir Zeit. Ich bringe das nochmal mit den entsprechenden Textpassagen und Quellen in einem Beitrag zusammen.
Hab mir
Gisela Friedrichsen
Der Fall Weimar: Kindsmord in der Provinz
bestellt und bin gespannt


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Der Mordfall Weimar

um 16:20
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Was ich dazu noch nicht zweifelsfrei erachten konnte, ist, wer die Aussage gemacht hat, dass Karola die Nacht das Haus verlassen hatte.
Nachdem diese Aussage nirgendwo erwähnt wird, und im Hinblick auf die Nachtversion ja eine gewisse Rolle gespielt hätte, scheint es die nicht zu geben und es sich umeinem Irrtum der Autorin zu handeln. Dass das Kind nachts auf der Straße war ist auch im Urteil nicht erwähnt.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Aber für mich stellt sich gerade die Frage, diese eingenässte Hose der Karola...... hatte sie die während ihres Ableben an und noch weiter, war die IM Haus noch gar nicht eingenässt?
Die Tante hat ihr die Interhose gewechselt und die nasse im Bad aufgehangen, wo die Mutter sie ihrer 1. Geschichte nach auch bei ihrer Rückkehr vorgefunden hat.


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Der Mordfall Weimar

um 16:38
Mir ist heute bei mir selbst aufgefallen wie trügerisch die eigene Erinnerung sein kann. Ich habe die Doku von 2021 unmittelbar nach Veröffentlichung angeschaut und war heute beim erneuten Gucken überrascht, dass die beiden gemalten Bilder und das Foto aus dem Kindergarten dort bereits gezeigt wurden, allerdings ohne Kommentar oder direkten Bezug zum Inhalt. Ich hätte bis vorhin behauptet, dass ich sie erstmals vor kurzem in einem Artikel der Bild in direktem Zusammenhang mit Strates Antrag gesehen hätte.

Was den DNA-Abgleich angeht, wüsste ich natürlich gerne, ob RE eine Probe verweigert hat oder der Abgleich zwar erfolgt ist, jedoch negativ war. Die Begründung im Antrag bleibt für mich mehr als dünn.


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Der Mordfall Weimar

um 17:37
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:sondern immer nur angab, dass der Raymond gesagt hatte, was da unten wohl Sache war (oder sein könnte).
Ganz sicher bin ich mir in dem Punkt nicht. Weil im Ausssageprotokoll ja auch etwas davon steht, ihr Mann hätte 10 Min. später vorgeschlagen, mal nachzusehen. Hat sie innerhalb der 10 Min., nachdem sie geweckt wurde doch etwas gehört? Ich setze nicht darauf, dass alles, was in den Aussageprotokollen steht die wörtliche Wiedergabe dessen ist, was gesagt wurde.


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Der Mordfall Weimar

um 18:38
Zitat von WMWM schrieb:Ganz sicher bin ich mir in dem Punkt nicht. Weil im Ausssageprotokoll ja auch etwas davon steht, ihr Mann hätte 10 Min. später vorgeschlagen, mal nachzusehen. Hat sie innerhalb der 10 Min., nachdem sie geweckt wurde doch etwas gehört? Ich setze nicht darauf, dass alles, was in den Aussageprotokollen steht die wörtliche Wiedergabe dessen ist, was gesagt wurde.
Es sieht stark nach Wiedergabe von Suggestionen aus.
Normal sagt man dann.... wir hatten die Kinder schreien hören und gingen dann runter. Aber in der Aussage ist erst ab dem runtergehen von wir die Rede und beide "schreiende Kinder"-Aussagen, da wird explizit darauf hingewiesen, dass jemand sagte, dass die Kinder schrien und nicht, dass sie geschrien hatten.

Ich habe auch noch nicht ganz raus, wann Brigitte tatsächlich erstmalig zur Vernehmung war. Die Aussage über den Höschenwechsel von Raymond Elliott war am 8.8. und die von Brigitte am 10.8.
Da wäre also viel Raum für häusliche Gewalt, Suggestion, ggfs. sogar Absprache bis Brigitte dann am 10.8. ihre Aussage zu Protokoll gab.

---------
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Quelle: https://taz.de/Kein-off-limits-fuer-Journalisten-in-Phillipstal/!1877612/
Danke für die Quelle.
Jedoch ist dieser Artikel eine Zusammenfassung aller öffentlich zugänglichen Informationen bis Datum 17.09.86

Ich möchte an die Erstveröffentlichung zu der gemutmaßten "InfoEnte", dass eins der Mädchen in der Nacht draußen war.

ALSO: an@alle , falls jemand solch Artikel vor 17.09. im Kopf hat oder zufällig unter die Nase bekommt..... ich würde mich sehr freuen das nachvollziehen zu können wo und von wann diese Aussage kommt.


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Der Mordfall Weimar

um 18:50
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich möchte an die Erstveröffentlichung zu der gemutmaßten "InfoEnte", dass eins der Mädchen in der Nacht draußen war.
Hm. Könnte man die Journalistin eventuell selbst fragen?
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich habe auch noch nicht ganz raus, wann Brigitte tatsächlich erstmalig zur Vernehmung war.
Sie war es, die die Polizei verständigt hat. Die erste im Buch von Frau Cichos wiedergegebene Aussage ist soviel ich mich erinnere vom 5.08.1986.


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Der Mordfall Weimar

um 19:03
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Was die Zeit um 2022/23 angeht, bin ich gerade dabei mich mit der fantasievollen KI von Google auseinanderzusetzen. So gibt diese mir gerade aus, dass Elliot 2023 zu 43 Jahren verurteilt worden sei. Das konnte ich bisher allerdings noch nicht verifizieren. Es gibt den Namen Raymond Elliot äußerst häufig in den USA und auch häufig in Gerichtsverhandlungen als Täter.
@Ahn-Dung
Ich arbeite in einer juristischen Sache gerade intensiv mit der Google-Ki und hab mich anfangs
manchmal gefragt, was für ein Blödsinn da zusammengeschustert wird. Die KI direkt gefragt,
bekam ich die Antwort: Die KI arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten.
Ich habe jetzt eine Strategie und fahre damit sehr gut.
Ich stelle meine Frage und sage dazu, dass ich keine Wahrscheinlichkeiten hören will,
sondern nur belegbare Fakten.
Die KI-Antworten haben dann eine ganz andere Qualität.
Und manchmal schweigt die KI auch.
Probier das mal.


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Der Mordfall Weimar

um 19:05
Bin grad etwas OT. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass sich Kletten IN der Kleidung befanden - als hätte man die Leichen nachträglich um- bzw angekleidet.
„An der roten Hose der Melanie befanden sich innen Klettfrüchte, die an sich (Meinung Dr. Sonnberg) nicht von der Leichenablage herstammen können. Zu Lebzeiten hätte sich jedes Kind davon befreit (kratzige Dinger); entweder Hose ausgezogen oder Klettfrüchte entfernt!“
Quelle: https://www.strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html

Es gibt den Mageninhalt und Zeugen für die Tagversion. Da fehlen mir momentan die Infos, wie die Mädchen bekleidet waren. Dann gibt es aber diese Kletten, wo ich mir vorstelle, dass die Kinder nicht in ihrer ursprünglichen (Nacht-)Kleidung gefunden werden sollten und deshalb am Ablageplatz umgezogen wurden. Oder wurde vom Täter die Hose runter und wieder hoch gezogen?


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um 19:22
@Kuno426
Die Klettern in der Hose waren nur bei Melanie, oder? Die Argumentation des Gerichtes war doch, dass MW sie erst zum Austreten geschickt haben könnte und die Kletten so an das Höschen innen kamen? Sie hätte dann laut dieser Argumentation keine Zeit mehr gehabt sich derer zu entledigen.


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Der Mordfall Weimar

um 19:37
@Merricat

Aus dem Urteil Frankfurt:
Zu erwähnen ist hier auch, daß die an der Kleidung Melanies festgestellten
außerordentlich zahlreichen, über die gesamte Kleidung verteilten Kletten
nach dem Gutachten des Sachverständigen Dr. Sonnberg zwar theoretisch
' durch eine zweimalige Ablage der Leiche angetragen worden sein können,
. allerdings nur bei einem ganz besonders gearteten, alle Kleidungsstücke A
an Vorder- und Rückseite des Körpers umfangreich mit Kletten behaften—
den Ablauf der Ablage. Wahrscheinlicher dagegen sei eine zusätzliche vorherige
Antragung durch Umherstreifen in einem mit Labkrautpflanzen bewachsenen
Gebiet. Ein solches Umherstreifen kann in der Nacht bei einer
_ Ablage der Leichen durch Reinhard Weimar nicht stattgefunden haben,
wohl aber bei einem Spielen der noch lebenden Melanie am 4.8.1986 auf
dem Spielplatz, auf dem Weg zur Taubeneinsatzstelle und schließlich bei
dem Austreten im "Bengendorfer Grund" vor der Tötung.

Da die an Karolas Kleidung vorgefundenen Kletten zumindest einige
Schonbezugsfasern aufwiesen, stellt sich zudem die Frage, wie diese Fasern
nach der "Nachtversion" und der sich hieraus für die Klettenantragung
ergebenden Möglichkeiten überhaupt an die Kletten gelangt sein sollen. Ein
- Wiedereinladen Karolas kommt wie dargelegt als Ursache nicht in Betracht.
Außerhalb des Fahrzeugs aber können diese Fasern schwerlich angetragen
worden sein. Auch in diesem Punkt weist die "Nachtversion", was das
Verhalten Reinhard Weimars angeht, einen Widerspruch auf, während sich
der aufgezeigte Faser- und Klettenbefund mit der "Tagversion" und den
oben getroffenen Feststellungen zur Antragung von Kletten bereits auf dem
Spielplatz und dem Weg zur Taubeneinsatzstelle deckt.

Noch unvereinbarer mit der These vom Wegbringen der Mädchen durch
ihren Vater in der Nacht ist schließlich auch, daß Kletten nach den Feststellungen
von Dr. Sonnberg um; der Oberbekleidung Melanies gefunden ‘
wurden, nämlich 2 an der Unterhose (Außenseite) und mehrere (zahlen- '
mäßig nicht erfaßt) an der Innenseite der von ihr getragenen kurzen Ober- " .
hose, ca. 3 cm oberhalb des hinteren Teils des Hosensaums. Es ist unverständlich,
wie diese Kletten beim bloßen Hinwerfen des toten Körpers am h"
Fundort dort hingelangt sein sollten. Die von der Verteidigung angedeutete
Möglichkeit, Weimar habe Melanie die Oberhose erst am Ablageort angezogen
(vgl. unten zu 4 m), ist absurd.



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Der Mordfall Weimar

um 20:07
Aus dem WAV-Antrag:
Es ist nicht auszuschließen, eher naheliegend, dass Raymond Elliott, um diese Wirkungen der Benzodiazepine wissend, sie zum Einsatz brachte, um bei Abwesenheiten der Monika Weimar den dann allein in der Wohnung der Familie Weimar verbliebenen Vater der Kinder zu einem frühzeitigen Schlaf zu bringen. Immerhin setzten die Bewusstseinsausfälle bei Reinhard Weimar erst 1985 ein. Im August 1984 war Raymond Elliott in das Haus in der Ausbacher Straße 3 eingezogen.
Und hier die Aussagen darüber, wie sich diese Bewusstseinsausfälle bei Reinhard Weimar bemerkbar machten. Quelle ist das Buch von Frau Cichos (Mordakte Monika Weimar)

11. August 1986: Aussage Oma Adele:
Bis zum Frühjahr 1985 war das Eheleben meiner Enkelin Monika intakt. Erst durch die Krankheit ihres Ehemannes Reinhard hat es Probleme gegeben. Damals fiel der Reinhard plötzlich in seinem Schlafzimmer um. Er war bewusstlos. Meine Enkelin Ursula (Monikas Schwester) und ich haben den Aufprall gehört und sind ins Schlafzimmer. Monika war auch in der Wohnung. Aber sie konnte alleine nichts ausrichten. Monika hat dann sofort einen Krankenwagen angefordert. Zuvor hat Monika noch den Hausarzt
verständigt. Im August 1985 passierte die gleiche Sache nochmals. Der Reinhard brach wieder beim Aufstehen zusammen und war bewusstlos. Er kam erneut in das Krankenhaus Fulda, wo er auch das erste Mal war. Letztmals brach der Reinhard im Oktober 1985 zusammen. Er ist früh gegen 5.00 Uhr zur Arbeit gegangen, kam aber bereits vor 5.30 Uhr zurück. Er wurde von Ursula (Schwester von Monika Weimar) angetroffen, als er bei ihr klingelte. Sie ließ ihn in seine Wohnung, wo er dann zusammenbrach und ohnmächtig wurde. Vermutlich hatte er die falsche Klingel gedrückt, denn Monika war ja auch zu Hause. Diesmal wurde festgestellt, dass in seinem Urin Reste von Tabletten vorhanden waren.
11. August 1986: Aussage Ursula, Schwester von Monika Weimar .
Einmal war Reinhard verwirrt und klopfte morgens an meiner Tür. Ich fragte, was los ist, er hat unverständliche Worte gesagt. Ich führte in rüber zu seiner eigenen Wohnung. Es wurden dann angeblich Tabletten bei ihm festgestellt, die er eingenommen hatte.
12. August 1986: Befragung Monika Weimar:
Einen richtigen Knacks bekam die Ehe, als mein Mann völlig wirr war. Er stand eines Morgens auf, ging zur Arbeit, kam eine halbe Stunde später wieder zurück, klingelte bei meiner Schwester Ursula an der Tür. Er redete lauter wirres Zeug und meine Schwester klopfte dann bei mir, um ihn zurückzubringen. Sie konnte ihn kaum halten. Mein Mann kam dann ins Krankenhaus Fulda. Dort stellte man fest, dass er Schlaftabletten genommen hat.
Urteil Frankfurt:
Die erste Einlieferung erfolgte am 1.7.1985. Reinhard Weimar befand sich in bewußtseinsgetrübtem, schläfrigem Zustand, zeigte deutlich verlangsamte
Reaktionen
und wies einen amimischen Gesichtsausdruck sowie - deutlich geschwollene Wangenspeicheldrüsen (bei Normalwerten der Mumps- und Encephalitis—Antikörper-Titer) auf. Bereits nach kurzer Zeit im Krankenhaus verschwand die Bewußtseinstrübung. Er wurde am 22.7.1986 aus dem Krankenhaus entlassen. Die Abschlußdiagnose lautete: Zustand ‚nach vermutlich viraler Encephalitis mit postencephalitischem Parkinson-Syndrom und Parotitis beidseits; autonomes Schilddrüsenadenom mit Euthyreose im oberen Normbereich.
Bereits knapp drei Wochen später, am 9.8.1985, wurde er erneut nach einern
Zusammenbruch mit ähnlicher Symptomatik (Somnolenz mit Erweckbarkeit. Bewußtseinstrübung, Verlangsamung, teilweise Desorientiertheit) in das Krankenhaus eingeliefert. Er wurde dort bis zum 29.8.1985 stationär behandelt. Bereits einen Tag nach der Einlieferung war er wieder vollständig wach und bewußtseinsklar. Sämtliche durchgeführten Untersuchungen,einschließlich des Elektroencephalogramms‚ _der Computertomographie l und der angesichts der unsicheren Diagnose erneut vorgenommenen Liquorpunktion ergaben (bis auf einen auf Alkoholkonsum hindeutenden erhöhten Gamma GT-Wert) wie bereits anläßlich des ersten Krankenhausaufenthalts normale Befunde. Ein durchgeführtes Drogen-Screening‚ bei
dem allerdings keine besondere Untersuchung auf Benzodiazepine durchgeführt
wurde, hatte ein negatives Ergebnis. Die Abschlußdiagnose lautete:
- Verdacht auf postiktalen Dämmerzustand, Verdacht auf Parkinson-
Syndrom, autonomes Schilddrüsenadenom mit euthyreoter Stoffwechsella- -
ge. Am 22.10.1985 kam es erneut zur dritten, wiederum auf den bereits ge- ‘
h nannten Symptomen basierenden Notfallaufnahme ins Krankenhaus. Auch
, in diesem Fall trat bereits nach einem Tag wieder Bewußtseinsklarheit und
Wachheit ein. Bereits nach zwei Tagen konnte (auf eigenen Wunsch) die
Entlassung erfolgen. Die durchgeführten Untersuchungen, insbesondere
des noch am 22.10.1985 entnommenen Urins, ergaben diesmal eindeutige
Befunde. Im Urin konnten Benzodiazepine verschiedener Gruppen nachgewiesen
werden, was bedeutete, daß mehrere benzodiazepinhaltige Medikamente
(Valium, Librium, Adumbran‚ Tavor und Rohypnol) eingenommen
worden waren. Dieses Ergebnis wurde durch die Untersuchung einer
am Entlassungstag seitens des Hausarztes entnommenen, an das Institut
für Rechtsmedizin der Universität Gießen übersandten Urinprobe bestätigt.
Dort ließen sich noch Reste der Abbauprodukte der bereits in der Probe
— vom 22.10.1985 vorgefundenen Benzodiazepingruppen, nämlich Spuren
von Oxazepam und Lorazepam nachweisen. Die Abschlußdiagnose des
Krankenhauses lautete: Verdacht auf Medikamentenintoxikation mit Benzodiazepinen.
Die spätere Begutachtung durch den Sachverständigen Prof. Drs. Schumacher bestätigte die Richtigkeit dieser Diagnose und erstreckte sie zweifelsfrei auf alle drei Krankenhausaufenthalte.
Einerseits soll RW so reagiert haben, dass er für den Missbrauch und die Tötungen ausgeknockt war, aber andererseits muss er dann ja unmittelbar nachdem er aus dem „Koma“ erwachte handlungsfähig gewesen sein, und sich daran erinnert haben, daß er Kinder hat und er mal nachschauen könnte, als er die tot auffand – weil RE diese getötet haben soll während er betäubt war! Und begonnen haben die Mädchen anzuziehen, und dass muss ihm, der von Haus aus verlangsamt und grobmotorisch veranlagt war innerhalb von 20 Minuten bis zum Eintreffen seiner Frau geglückt sein.
Wer bitte glaubt das denn? Ach ja, und anders als sonst war er auch trotz der Mischung Medis und Bier so fit, daß er Autofahren konnte und messerscharf zwei super Verstecke quasi aus dem effeff hat zaubern können. Eihentlich müsste der Wiederaufnameantrag ja mit “Es war einmal“ beginnen.


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Der Mordfall Weimar

um 20:09
Zitat von WMWM schrieb:
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich möchte an die Erstveröffentlichung zu der gemutmaßten "InfoEnte", dass eins der Mädchen in der Nacht draußen war.
Hm. Könnte man die Journalistin eventuell selbst fragen?
Wir haben jetzt: 40 Jahre später

Wenn tatsächlich eines der Kinder mitten in der Nacht draußen angetroffen worden wäre - das wäre doch wirklich auffällig und ungewöhnlich. Und das soll später von keinem Angehörigen und in keinem der 3 Prozesse bei der Rekonstruktion der Geschehnisse der Nacht Erwähnung gefunden haben?
Echt jetzt?
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Aus dem WAV-Antrag:
Es ist nicht auszuschließen, eher naheliegend, dass Raymond Elliott, um diese Wirkungen der Benzodiazepine wissend, sie zum Einsatz brachte, um bei Abwesenheiten der Monika Weimar den dann allein in der Wohnung der Familie Weimar verbliebenen Vater der Kinder zu einem frühzeitigen Schlaf zu bringen.
Ray soll Reinhard mit Tabletten ausgenockt haben, aber nachts um 3:20 h hat sich Reinhold dann wieder so weit berappelt, dass er biertrinkend und weinend im Kinderzimmer von Monika angetroffen wird und danach noch eine Spritztour mit dem Passat unternimmt, bevor er dann weiterschläft?
Das passt doch alles hinten und vorne nicht mit Monikas Nachtversion zusammen, die sie seit Jahrzehnten vertritt.


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Der Mordfall Weimar

um 20:18
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das passt doch alles hinten und vorne nicht mit Monikas Nachtversion zusammen, die sie seit Jahrzehnten vertritt.
Natürlich nicht, siehe meinen Beitrag über Deinem


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Der Mordfall Weimar

um 20:31
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wir haben jetzt: 40 Jahre später
Es ging eigentlich doch darum, die Ursprungsquelle herauszufinden, woher die Info stammt. Ist es ausgeschlossen, dass die Journalistin noch weiss, wojlher sie das hatte?


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Der Mordfall Weimar

um 20:36
Es gibt auch noch andere Dosierungen/Kombinationen um RW außer Gefecht zu setzen als ihn direkt ins Krankenhaus zu befördern
Er hat ja überhört/ist nicht wach geworden als seine Tochtet eine Viertelstunde so laut geplärrt hat dass man es 1 Stock darüber auf der anderen Seite gehört hat


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Der Mordfall Weimar

um 20:39
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Aus dem Urteil Frankfurt:
Die Kletten sollen belegen, dass die Kinder im Freien herumgetollt haben? 362 Kletten hingen an Melanie.

Das Gericht:
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Wahrscheinlicher dagegen sei eine zusätzliche vorherige
Antragung durch Umherstreifen in einem mit Labkrautpflanzen bewachsenen
Gebiet. Ein solches Umherstreifen kann in der Nacht bei einer
_ Ablage der Leichen durch Reinhard Weimar nicht stattgefunden haben,
wohl aber bei einem Spielen der noch lebenden Melanie am 4.8.1986 auf
dem Spielplatz, auf dem Weg zur Taubeneinsatzstelle und schließlich bei
dem Austreten im "Bengendorfer Grund" vor der Tötung.
Genauer: Melanie war überseht mit Hunderten von Kletten.
Die Kleidung sowie das Haupthaar der Melanie war bei Auffinden ihres Leichnams übersät mit einer Vielzahl von kleinen Kletten, Früchten des sog. Labkrauts (galium aparine). An der Hose hafteten 167 Galiumfrüchte, an der Unterhose eine Frucht, in der Verpackungstüte der Unterhose fand sich noch eine weitere Frucht. Am T-Shirt wurden 144 Galiumfrüchte und an den Socken insgesamt 49 Galiumfrüchte gezählt, insgesamt 362. Selbst in einer vom Haar der Melanie genommenen Haarprobe wurden noch 13 Galiumfrüchte gefunden.
Quelle (dort Nr. 5): https://strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html

Und diese 362 Kletten soll sie sich auf dem Spielplatz, auf dem Weg zur "Taubeneinsatzstelle" und schließlich "bei dem Austreten (...) vor der Tötung" eingefangen haben?

Das ist schwer zu glauben. Drei Kletten waren in der Unterhose von Melanie. Das ist äußerst unangenehm und es ist einfach nicht zu glauben, dass sie nicht versucht hat, sich von diesen Kletten zu befreien. Oder von den anderen 359. Nun, wir kennen nicht die Tatortfotos, nicht den visuellen Eindruck der Leichen, nicht die Argumentation des Gutachters. Das will ich gerne selbstkritisch anmerken.

Aber die schiere Menge spricht doch sehr dafür, dass diese Kletten nach dem Tod des Kindes an die Kleidung und den Körper gelangt sind.


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Der Mordfall Weimar

um 20:40
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Und hier die Aussagen darüber, wie sich diese Bewusstseinsausfälle bei Reinhard Weimar bemerkbar machten.
Benzodiazepine oder Neuroleptika führen gemeinhin nicht dazu, dass Patienten "wirres Zeug" reden. Das ist vielleicht anders bei einer krassen Überdosierung. Da könnte es zu den beschriebenen Ausfallerscheinungen kommen.

Da Herr Weimar nach dem Tod der beiden Kinder tatsächlich - ohne jede Medikamentenintoxikation - einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung anheimfiel, kann meines Erachtens über die Ursachen seines Gesundheitszustands nur schwer eine sichere Feststellung abgegeben werden. Wir wissen nicht, welche Diagnosen er in der Folge erhalten hat. Ob es z.B. Parkinson diagnostiziert wurde, eine Psychose, Angststörung oder eine Depression.
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Es gibt auch noch andere Dosierungen/Kombinationen um RW außer Gefecht zu setzen als ihn direkt ins Krankenhaus zu befördern
Er hat ja überhört/ist nicht wach geworden als seine Tochtet eine Viertelstunde so laut geplärrt hat dass man es 1 Stock darüber auf der anderen Seite gehört hat
Zudem: Herr Weimar wurde offenbar am 22.10.1985 letztmalig behandelt. Mal davon abgesehen, dass er im Krankenhaus innerhalb von ein oder zwei Tagen wieder genesen war, fand die Tat im August 1986, 10 Monate später statt. In welchem gesundheitlichen Zustand der Vater da war, welche Medikamente er (evtl. therapeutisch veranlasst) zum Zeitpunkt des Todes der Kinder zu sich nahm, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich habe jetzt keinen Anhaltspunkt, dass er 1986 noch unter den Symptomen des Jahres 1985 litt.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass nach der Diagnose der Medikamentenintoxikation durch das Krankenhaus ab 22.10.1985 eine etwaige Vergiftung durch Dritte abrupt aufgehört hat. Also könnte er in der Nacht Dinge getan haben, die unter starkem Einfluss von Beruhigungsmitteln nicht möglich gewesen wären.

Letztlich fehlen mir aber die Einzelheiten, um das seriös beurteilen zu können.


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Der Mordfall Weimar

um 20:40
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Wer bitte glaubt das denn? Ach ja, und anders als sonst war er auch trotz der Mischung Medis und Bier so fit, daß er Autofahren konnte und messerscharf zwei super Verstecke quasi aus dem effeff hat zaubern können. Eihentlich müsste der Wiederaufnameantrag ja mit “Es war einmal“ beginnen.
Interessant ist zudem, dass nach Bekanntwerden der Ursache (Zuführung der Tabletten) es zu keinem Zusammenbruch mehr kam.

Im Urteil von Fulda (1988) wurde die Vergiftung erwähnt
Reinhard Weimar ist mehr als ein Jahr lang mit schwersten Medikamenten vergiftet worden. Als man endlich erkannte, daß er nicht an Parkinson oder was auch immer litt, sondern vergiftet war - wurden ihm offenkundig die hochgefährlichen Medikamente nicht mehr zugeführt.

Es muß zwar letztlich offenbleiben, wie es bei " _____" Reinhard Weimar im Jahr 1985 zu den " _____" Medikamenten-Intoxikationen gekommen ist, die bei ihm die " _____" beschriebenen Dämmerzustände hervorgerufen haben. " _____" Auffällig ist jedenfalls, daß sie seit seiner letzten " _____" Krankenhauseinweisung im Oktober 1985 nicht mehr " _____" nachweisbar aufgetreten sind. Vieles spricht dafür, daß " _____" die Angeklagte ihm Benzodiazepine unbemerkt in Speisen " _____" oder Getränken zugeführt hat. Für die Angeklagte war es " _____" nämlich verhältnismäßig einfach, sich während ihres " _____" Nachtdienstes im Hünfelder Krankenhaus in den Besitz " _____" solcher Medikamente zu setzen, während nicht ersichtlich " _____" ist, wie Reinhard Weimar ohne Hilfe seiner Ehefrau an " _____" solche Benzodiazepine und Neuroleptika gelangen sollte, " _____" die ihm nicht verschrieben worden . . . sind. "
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680813.html

Und ebenfalls im Urteil von Frankurt (1999)
Es wurden mehrere Benzodiazepingruppen bei Reinhard Weimar gefunden. Die kommen nicht gemeinsam in einer Tablette vor. Es ist außerdem suchtauslösend. Reinhard hätte es sich auf dem schwarzen Markt besorgen müssen, da rezeptpflichtig. In der ländlichen Umgebung. Er hatte auch keinen erkennbaren Grund sich auf riskantem Wege suchtauslösende Beruhigungsmittel zu besorgen oder in hohen Dosen einzunehmen. Nach Bekanntwerden der Ursache (Tabletten) kein einziger Zusammenbruch mehr.

[...]

Monika Weimar hatte jederzeit auf ihrer Arbeitsstelle (Krankenhaus) Zugriff zu den Tabletten.
(Mordakte Monika Weimar, Seite 282)


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Der Mordfall Weimar

um 20:47
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wir wissen nicht, welche Diagnosen er in der Folge erhalten hat. Ob es z.B. Parkinson diagnostiziert wurde, eine Psychose, Angststörung oder eine Depression.
Das ist durch Atteste und Aktenbefunde allerdings mittlerweile geklärt und dem Buch von Frau Cichos zu entnehmen.


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