Kuno426 schrieb:Ich versuche zu ergründen, warum ein Mann nachts im Familienhaus seine Frau begleitet, um nach einem weinenden Kind zu schauen.
Grundsätzlich finde ich nichts dagegen einzuwenden. Versuche es Dir mal losgelöst von Deinem Wissen zu betrachten, was den Kindern passiert ist. Brigitte ist nicht irgendjemand gewesen sondern MWs Schwester, sie weiß, dass die Monika nicht da ist und dass RW aufgrund seiner Erkrankung eingeschränkt ist. Es spricht nichts dagegen, mal vorbeizuschauen, um sich zu erkundigen, ob Hilfe gebraucht wird. Angeblich soll das Kind ja schon mehrere Minuten geweint haben.
Da geht es schon los. Wenn ich schon zu zweit bin, wäre es aus meiner Sicht naheliegend, dass meiner Sicht, dass einer das Kind versucht, zu beruhigen und der andere eventuell versucht, den Vater zu wecken? Als widerspruchsfrei kann man die Aussagen des Ehepaar Eliott auch nicht gerade bezeichnen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass auf Ermittlerseite niemand die Geschichte seltsam fand. Wenn es nur RW, der nichts mitbekommen hätte, wäre das ja noch krankheitsbedingt zu erklären, aber dass weder Melanie, das Ehepaar Z. noch Adele davon aufgewacht sein soll?
Es gibt übrigens eine Aussage vom Oktober 1986 RWs vom 17.Oktober 1986, dass er zwei bis drei Wochen vor dem Mord bei Karola das Höschen gewechselt hätte. Adele A.s Aussageprotokoll vom 11. August 1986 ist zu entnehmen, dass Karola grundsätzlich nicht mehr eingenässt hat, sie erinnere sich lediglich einer Situation bei der sie den Lichtschalter nicht gefunden hat.
Etwa 2 bis 3 Wochen vor dem 4. August 1986, war Karola mal wach. Ich hatte es gehört. Sie saß im Esszimmer auf der Bank und hatte eine nasse Unterhose. Sie hatte vorher geweint. [...] Ich hatte dann ihr Höschen gewechselt.
Mordakte Weimar, von Petra Cichos (S. 177)
Ich halte es für realistisch, dass Karola ihrer Mutter davon erzählt hat. Ich halte diese Aussage MWs, dass Karola ihr vom Höschenwechsel erzählt hat
für eine Lüge und denke mir, sie hat etwas als Grundlage genommen, was sich bei einer früheren Gelegenheit zugetragen hat. Am 6. August 1986 hat sie noch ausgesagt, die Kinder nach dem Nachmittag am See noch ins Bett gebracht zu haben. Erst nach Brigittes Höschenwechselaussage am 12. August taucht plötzlich im Aussageprotokoll auf, dass MW noch genehmigt hätte einen Film zu gucken. RW bestätigt am selben Tag mit den Kindern noch einen Film geguckt zu haben.
Dass MW nicht immer die Wahrheit gesagt hat, wissen wir alle. Aber mir fällt kein Grund ein, weswegen sie am 6. August damit hätte lügen sollen, dass sie die Kinder noch bevor sie sich auf dem Weg zur Disko gemacht hat, ins Bett brachte. Den Kindern zu erlauben noch einen Film zu gucken ist schließlich nichts verwerfliches.
[…] Gegen 18:15 sind wir zurück. […] Dann bin ich nach Hause gefahren. Ich habe die Kinder ins Bett gebracht. Mein Ehemann war daheim. An diesem Sonntag habe ich dann abends gegen 20:15 Uhr den Kevin von der Kaserne abgeholt.
Quelle: Petra Cichos: „Mordakte Weimar“, S. 15
Daher ist meine Schlussfolgerung, dass mit diesen Aussagen vom 12. August der Zeitraum ausgedehnt wurde, in dem die Kinder noch am Leben waren und dass sie eine Karolas Hose im Bad gefunden hätte der Höschenwechsel gestützt werden sollte, den sie vorausgesetzt der Richtigkeit ihrer Angaben vom Nachhausekommen, selbst ja nicht bezeugen konnte.
FrageHat Brigitte ihre Ausssagen alleine gemacht oder war RE bei dieser Gelegenheit immer zugegen?
Es gibt eine Aussage Petra Hs vom 16. September 1986, dass Kevin Pratt ihr gesagt hätte, mittlerweile an MWs und an RWs Täterschaft zu glauben. Er dächte jedoch, sie hätte davon gewusst.
Kevin sagte, dass es weder der Mann noch die Frau selbst war (Tötung der Kinder). Wenn es Monika nicht selbst war, sei er jedoch der Auffassung, dass sie davon gewusst haben müsse.“
Quelle: Petra Cichos: „Mordakte Weimar“ (S. 149)
Weiß jemand näheres dazu? Eine Bestätigung aus erster Quelle durch Kevin Pratt, habe ich nicht gefunden, Da ich keinen Grund sehe, weshalb Petra H. sich so etwas ausgedacht haben sollte, interessierte es mich wirklich, wie KP,
wenn auch nur vorübergehend, auf diesen Gedanken gekommen sein könnte.
Waldfee108 schrieb am 15.04.2026:"I am nervous, I am scared!"
Warum???
Dass Brigitte auf die dumme Idee kommen könnte die Höschenwechselaussage zurückzunehmen? Kontakt hatten die beiden bestimmt nicht mehr. Daher wusste er sicher nicht, dass sie von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte.