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Der Mordfall Weimar

5.506 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 16:27
@sören42

Respekt für die Recherche


Kann die Überschrift

"Das Ungeheuer u. die Rakete" heißen? Demnach wäre das Haus eine Rakete?

Im Januar 1986 explodierte die Challenger, das war damals ja ne Zeitlang in debn Medien, und vermutlich waren infolgedessen Raketen, Weltraum etc. für Kinder "das" Thema.



Ungeheuer und RaketeOriginal anzeigen (0,6 MB)


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 16:32
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Die Erwartungshaltung war eher, dass Familie und gerade die Ehefrauen es hinnehmen.
Ich glaube, die Ehen der beiden Schwestern waren nicht so untypisch fuer die damalige Zeit. Frueh geschlossene Ehen, geringen Bildungsstand, kein Beruf, der die Frau oder gar ihre Familie haette ernähren können. Da hat man sich mit vielem 'arrangiert'.
Als jemand, der in den 1980er Jahren in einem abgelegenen Dorf im Mittelgebirge aufgewachsen ist, kann ich das nur bestätigen. Der Wind drehte sich zwar langsam, die Frauen ließen sich nicht mehr alles gefallen. Aber solche familiären Umstände gab es und die waren auch bekannt.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich denke auch, dass die Überschrift "Das Ungeheuer und die Räuber" bedeutet, hatte mich aber gewundert, warum eine Kindergärtnerin sowas auf eine Kinderzeichnung schreiben sollte, weil sowohl Ungeheuer als auch Räuber etwas sind, was Kindern doch eher Angst macht.
Zitat von AusLeipzigAusLeipzig schrieb:@two-cents
@sören42
@Grillage

Ich bin sehr beeindruckt, ich glaube ihr habt dieses Rätsel gelöst!
Ebenso. Hat eigentlich schon jemand daran gedacht, Herrn RA Strate zu informieren?
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Umso mehr ärgert es mich, dass Strate sowas in seinem Antrag verwurstet. (...) Finde ich echt eine super schwache Leistung und einen billigen Versuch, mit schmuddeligen Finger auf andere Menschen zu zeigen, nur damit seine Mandantin weniger verdächtig aussieht.
Also ich hatte eher ein Problem damit, dass er - unabhängig vom Ungeheuer mit den Räubern - diese Bilder einfach dem Gericht vor die Füße wirft. Zusammen mit einer reinen Vermutung. Auch wenn man an einen Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch glaubt, so ist es schlicht kein Indiz dafür. Und nun auch noch weitestgehend in diesem Thread widerlegt.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Wie soll RE denn als Angehöriger der US- Army an Benzos gekommen sein, der Truppenarzt wird sie ihm kaum verordnet haben, und auch als Koch war er ein reguläres Mitglied der Streitkräfte und hätte eben als Soldat jederzeit mit einem Drogenscreening rechnen müssen.
Benzodiazepine oder Neuroleptika sind keine Drogen, sondern Medikamente, die damals wie heute zahlreich von Ärzten legal verschrieben werden und früher noch viel zahlreicher verschrieben wurden (ein Mehrfaches zu heute). Sicher auch von Truppenärzten. Z.B. bei Schlafproblemen, Unruhe, Nervosität.

Bei bestimmungsmäßigen Gebrauch gibt es keine wesentlichen Einschränkungen. Das ist kein Heroin und das sind auch keine Partydrogen. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass etwaige Drogenscreenings der US-Armee Benzodiazepine mit umfasst haben. Man hielt diese Medikamente in den 1970ern für relativ harmlos.


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 16:36
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Das regelmäßig getestet wird und wurde kann man in dem Artikel von 2014 wo zahlreiche Angehörige nach einer ausgelassenen Partynacht vor dem Eingang der Yokota Air Base in Japan warteten, weil eben mal wieder random getestet wurde.
Der Artikel wird kaum auf das Jahr 1982 oder 86 zutreffen
Ich hatte Dich bereits gefragt
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:
Zitat von margarethamargaretha schrieb:1982 geht er in die Army, und ab da musste er eigentlich täglich mit random Drogen-und Urintests rechnen;
KA wie das Anfang der 80er gehandhabt wurde
Gab es diese Tests damals schon?
Abgesehen davon, war der Schwager Koch bei der Army ;) Glaub nicht dass der getestet worden wär
Leider keine Antwort
Wurden in Hersfeld bei der Army Anfang der 80er regelmäßige Drogentest durchgeführt und wenn ja welche
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Die hatten doch noch eine gemeinsame Wohnung, sogar Schlafzimmer, wie es klingt.
Sonst hätte er kaum nachts aus der Wohnung einen Stock runter zu der Weimar Wohnung gegen können
Aber warum wohnte er noch da es war ja nicht seine Wohnung


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 16:43
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Hat eigentlich schon jemand daran gedacht, Herrn RA Strate zu informieren?
Oder direkt das Landgericht Darmstadt?


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 17:26
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Nicht fernliegend dass es an der Melanie und der Karola lag wenn er pädophil sein sollte
Wie meinst du das @Eichenstark ?


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 20:00
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Benzodiazepine oder Neuroleptika sind keine Drogen, sondern Medikamente, die damals wie heute zahlreich von Ärzten legal verschrieben werden und früher noch viel zahlreicher verschrieben wurden (ein Mehrfaches zu heute). Sicher auch von Truppenärzten. Z.B. bei Schlafproblemen, Unruhe, Nervosität

Bei bestimmungsmäßigen Gebrauch gibt es keine wesentlichen Einschränkungen. Das ist kein Heroin und das sind auch keine Partydrogen. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass etwaige Drogenscreenings der US-Armee Benzodiazepine mit umfasst haben. Man hielt diese Medikamente in den 1970ern für relativ harmlos.
Das ist mir bekannt, aber Strate behauptet ja aber , daß RE Meth Konsument gewesen sei, und deshalb einen Vorrat an "Downern" gehabt hätte

RE gibt den Konsum von Meth für 1980-1981 zu, für später gibt es keinen Beleg. Ein Zimmerkollege oder Mitbewohner sagte wohl aus, er habe bereits 1978 Meth genommen.
Was die Strafkammer bei ihrer in dem letzten Satz getroffenen Schuldzuweisung nicht wusste:
Der im August 1984 in der Ausbacher Straße 3 als Ehemann von Brigitte Elliott eingezogene
Raymond Elliott war seit 1980 regelmäßiger Konsument von Methamphetaminen („Crystal
Meth“). In seiner Anhörung durch die kalifornische Polizei behauptete er zwar, dass dies nur
für die Jahre 1980 bis 1981 gelte. Ein Landsmann, der mit ihm 1978 das Zimmer teilte, bestätigte
jedoch den regelmäßigen Konsum von Metamphetaminen (beschrieben mit dem Slang-
Wort “crank“) auch für 1978..
Wer – wie Raymond Elliott – wahrscheinlich regelmäßig Methamphetamine schluckt, hat auch
zumeist die Gegengifte parat, die die aufputschenden Wirkungen von „Crystal Meth“, wenn
erforderlich, dämpfen. Das sind Benzodiazepine (Valium, Adumbran, Tavor und Rohypnol),wie sie auch im Urteil zitiert werden. Allein verabreicht (oder heimlich eingeflößt) haben sie exakt die ermüdenden und bewusstseinstrübenden Wirkungen, wie sie bei Reinhard Weimar
festgestellt wurden.
Quelle: Wiederaufnahmeantrag 2026

RA Strate hat keine Quelle dafür, daß RE nach 1981 weiterhin Meth konsumierte, das ist schlicht eine Annahme von ihm die er anhand der court records über RE nicht beweisen kann.
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Der Artikel wird kaum auf das Jahr 1982 oder 86 zutreffen
Während des kalten Krieges und zeitlich näher zu Vietnam bzw. dem Erkennen des Problems, Gründung des Sonderbüros für Drogenmissbrauchsprävention war das noch mehr Thema als zu Friedenszeiten. Ich dachte das wäre hier ersichtlich
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Die Amis waren da geprägt durch Vietnam auch strikt. sh. Operation Golden Flow
In May 1971, Nixon declared a war on drugs and announces the creation of the Special Action Office for Drug Abuse Prevention (SAODAP), and in September 1971, operation golden flow goes into effect.
Im Mai 1971 erklärte Nixon den Krieg gegen Drogen und kündigte die Gründung des Sonderbüros für Drogenmissbrauchsprävention (SAODAP) Special Action Office for Drug Abuse Prevention an. Im September 1971 trat die Operation Golden Flow in Kraft.
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Wurden in Hersfeld bei der Army Anfang der 80er regelmäßige Drogentest durchgeführt und wenn ja welche
Ich weiß nicht welche Tests in den Pheeters Barracks durchgeführt wurden, aber die Army wusste um das Problem und es gab einen Sonderausschuss für Drogenmissbrauch und -kontrolle im Repräsentantenhaus, der sich spätestens ab November 1978 mit der Situation in Deutschland befasste.
https://www.ojp.gov/pdffiles1/Digitization/123700NCJRS.pdf

Und hier ein Artikel aus 1981, der bestätigt, dass man ab Ende 1978/1979 dem Drogenproblem versuchte Herr zu werden.
In 1980 West German police seized a record 263 kilograms of heroin in raids across the country. Last year a sweep of one 15,000-strong U.S. military installation near Frankfurt resulted in the capture of $4 million worth of mostly marijuana and hashish and arrest of 146 U.S. soldiers. Another operation in northwest Germany netted 44 drug offenders, 18 of them U.S. soldiers. Military police seized 15.3 grams of heroin, 805 LSD tablets and 8,990 amphetamine pills. But they recovered only small amounts of hashish from the Americans arrested. Indeed, the joint U.S.-West German efforts have now begun to pay off —sort of. According to the latest Army figures, the number of soldiers caught using dangerous drugs like heroin has dropped an impressive 40% since last year. But there is a major catch: marijuana and cocaine use is soaring.
(…)
Last year courts-martial connected with cocaine, marijuana and hashish trafficking or use jumped an eye-opening 122%. The new drug of particular preference among U.S. servicemen? Cocaine, known in the street vernacular as coke.
Even more worrisome is the Army’s not so foolproof method of detecting cocaine use, which consists of descending on a unit without warning to administer urine tests on a spot basis. The tests are supposed to detect the presence of benzoylecgonine, a component of the drug. The system, like many an effective military operation, relies on surprise. Unfortunately, because of lax security in scheduling the tests, that element is not always present. Says one troubled officer: “In some places the troops find out through the grapevine about a urine test five days ahead of time. You can get most anything out of your system with that kind of lead time. We aren’t close to winning any drug war yet.”
Seit zwei Jahren arbeiten die US-Armee und die westdeutsche Regierung gemeinsam an einer Kampagne gegen die Welle des Konsums harter Drogen, die sowohl die deutsche Jugend als auch das US-Militärpersonal zu verschlingen droht. Im Jahr 1980 beschlagnahmte die westdeutsche Polizei bei Razzien im ganzen Land die Rekordmenge von 263 Kilogramm Heroin. Im vergangenen Jahr führte eine Razzia in einer 15.000 Mann starken US-Militäranlage in der Nähe von Frankfurt zur Beschlagnahmung von Drogen im Wert von 4 Millionen Dollar, hauptsächlich Marihuana und Haschisch, sowie zur Festnahme von 146 US-Soldaten. Bei einer weiteren Aktion im Nordwesten Deutschlands wurden 44 Drogendelinquenten festgenommen, darunter 18 US-Soldaten. Die Militärpolizei beschlagnahmte 15,3 Gramm Heroin, 805 LSD-Tabletten und 8.990 Amphetamin-Pillen. Bei den festgenommenen Amerikanern wurden jedoch nur geringe Mengen Haschisch sichergestellt. Tatsächlich beginnen sich die gemeinsamen Bemühungen der USA und Westdeutschlands nun auszuzahlen – gewissermaßen. Nach den neuesten Zahlen der Armee ist die Zahl der Soldaten, die beim Konsum gefährlicher Drogen wie Heroin erwischt wurden, seit dem letzten Jahr um beeindruckende 40 % gesunken.
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Militärgerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Handel oder Konsum von Kokain, Marihuana und Haschisch um erschreckende 122 %. Die neue Droge, die bei US-Soldaten besonders beliebt ist? Kokain, im Straßenjargon auch als „Coke“ bekannt.

Noch besorgniserregender ist die nicht gerade narrensichere Methode der Armee zur Aufdeckung von Kokainkonsum, die darin besteht, ohne Vorwarnung in einer Einheit aufzutauchen, um stichprobenartige Urintests durchzuführen. Die Tests sollen das Vorhandensein von Benzoylecgonin, einem Bestandteil der Droge, nachweisen. Das System stützt sich, wie so manche erfolgreiche Militäroperation, auf den Überraschungseffekt. Leider ist dieses Element aufgrund laxer Sicherheitsvorkehrungen bei der Planung der Tests nicht immer gegeben. Ein besorgter Offizier sagt: „An manchen Orten erfahren die Soldaten schon fünf Tage im Voraus durch die Gerüchteküche von einem Urintest. Mit einer solchen Vorlaufzeit kann man so gut wie alles aus dem Körper ausscheiden. Wir sind noch weit davon entfernt, irgendeinen Drogenkrieg zu gewinnen.“


▶ ab 1981 gab es stichprobenartige Urintests


In Recht und Praxis der psychischen Gesundheit im Militär von den Ärzten Dr. John P. Morgan M.D., und Pamela S. Puder M.D. aus dem Sommer 1989 Quelle steht dann noch:
The military has tested urine for drugs of abuse since 1971. (….)
The 1983 Einsel Commission, a toxicology panel, submitted recommendations that reformed the testing systems. This experience affects current nonmilitary testing programs. (…)

Das Militär führt seit 1971 Urintests auf Drogenmissbrauch durch. (…)
Die Einsel-Kommission von 1983, ein Gremium für Toxikologie, legte Empfehlungen vor, die zu einer Reform der Testverfahren führten. Diese Erfahrungen wirken sich auf die heutigen zivilen Testprogramme aus.
▶ Die US-Armee führt bei ihren Soldaten stichprobenartige Urintests durch, die 1983 reformiert wurden

Hier eine timeline zue Evolution der Testerei mit den Schlüsselphasen KLICK
3. Shift to Punitive Measures (1981 – 1983)

1981: USS Nimitz crash (14 dead) partly linked to drug use → massive policy shift.

Dec 1981: DoD authorizes punitive action (courts-martial, discharge) for positive tests. Expanded drug panel includes marijuana, cocaine, heroin, amphetamines, barbiturates, methaqualone, PCP.

1983: Review finds drug labs unreliable; 10,000+ discharged members offered return or reparations.

4. Forensic Standards & Program Maturation (1984 – 1988)

1984: DoD sets forensic standards for testing; panels of scientists formed. Methaqualone dropped from testing.

1985: THC cutoff lowered (20 → 15 ng/mL); cocaine cutoffs also lowered. Mandatory GC/MS confirmation introduced.

1986: Reagan orders drug testing for all federal civilian employees.

1987: LSD added to testing menu.

1988: THC & cocaine testing begins at MEPS; drug use in past 30 days drops to 4.8%.

3. Umstellung auf Strafmaßnahmen (1981 – 1983)

1981: Absturz der USS Nimitz (14 Tote) teilweise mit dem Drogenkonsum verbunden → massiver Politikwechsel.

Dez 1981: DoD genehmigt Strafmaßnahmen (Gerichte-Kriegsgerichte, Entlastung) für positive Tests. Erweiterte Drogen-Panel umfasst Marihuana, Kokain, Heroin, Amphetamine, Barbiturate, Methaqualon, PCP.

1983: Review findet Drogenlabore unzuverlässig; 10.000+ entlassene Mitglieder boten Rückgabe oder Reparationen an.

4. Forensische Standards und Programmreifung (1984 – 1988)

1984: DoD setzt forensische Standards für Tests; Schalungen von Wissenschaftlern gebildet. Methaqualone fiel aus dem Test.

1985: THC-Cutoff gesenkt (20 → 15 ng/ml); Kokain-Cutoffs senkten sich ebenfalls. Obligatorische GC/MS-Bestätigung eingeführt.

1986: Reagan befiehlt Drogentests für alle zivilen Angestellten des Bundes.

1987: LSD zum Testmenü hinzugefügt.

1988: THC- und Kokaintests beginnen bei MEPS; der Drogenkonsum in den letzten 30 Tagen sinkt auf 4,8%.




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Der Antrag für das WAV wurde am Hamburg, ist vom 17.03.2026.
Auf Seite 126 ist ein Quelle verlinkt, die zuletzt am zuletzt am 26.03.2026 aufgerufen wurde 🤔

Dass das ein Vertipper ist, ist mir schon klar, aber sollte so ein Antrag nicht fehlerfrei sein?
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Umso mehr ärgert es mich, dass Strate sowas in seinem Antrag verwurstet. Wir haben hier ein paar Stunden gebraucht, um den Zusammenhand mit dem Buch rauszufinden. @Merricat hatte um 15:46 Uhr gefragt, was da auf dem Bild vermerkt ist, um 23:30 Uhr hatte @sören42 die Lösung und dabei ging die meiste Zeit drauf, die Beschriftung zu entziffern. Strate dürfe da kein Problem mit der Leserlichkeit der Beschriftung haben. und wenn ich Statt stundenlang auf das Bild zu starren und nach Hinweisen auf sexuell-konnotierte Elemente zu suchen, hätte er "Das Ungeheuer und die Räuber" mal einfach bei Google eingeben sollen, das liefert auf den ersten zwei Seiten von Suchergebnissen ausschließlich Teffer für dieses Kinderbuch.
Finde ich echt eine super schwache Leistung und einen billigen Versuch, mit schmuddeligen Finger auf andere Menschen zu zeigen, nur damit seine Mandantin weniger verdächtig aussieht.
word! Das gleiche mit dem Drogenmissbrauch, er stellt es als Fakt dar, daß RE Konsument war, obwohl er selbst nur bis 1981 angab, und sein Mitbewohner aus der Zeit von vor 1981 berichtete.


Drogen


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 20:18
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Das ist mir bekannt, aber Strate behauptet ja aber, daß RE Meth Konsument gewesen sei, und deshalb einen Vorrat an "Downern" gehabt hätte
Aber das ist eine bloße Vermutung. Und selbst wenn RE Beruhigungsmittel gehabt hätte, ist das noch kein Beleg, ja noch nicht mal ein Indiz, dass er diese RW (gegen dessen Willen) eingeflößt hat.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Während des kalten Krieges und zeitlich näher zu Vietnam bzw. dem Erkennen des Problems, Gründung des Sonderbüros für Drogenmissbrauchsprävention war das noch mehr Thema als zu Friedenszeiten.
Aber das betrifft alles "harte Drogen", genannt wird Heroin, nicht Beruhigungsmedikamente wie sie RW eingenommen haben soll.

Zudem ist es nun mal so, dass RW ab 1985 psychisch krank wurde. Diese Krankheit hat er sicher nicht bekommen, weil er Benzodiazepine oder Neuroleptika genommen hat oder damit vergiftet worden ist. Sondern diese Medikamente werden genau für die Symptome verabreicht, die RW hatte. Angst, Panik, Schlafstörungen, Wahnvorstellungen.


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 20:25
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Aber das betrifft alles "harte Drogen", genannt wird Heroin, nicht Beruhigungsmedikamente wie sie RW eingenommen haben soll.
Es geht aber doch um die Behauptung von Strate, daß RE Drogen konsumiert hätte und "Gegengifte" -die er RW eingeflösst haben soll-hatte.
Was die Strafkammer bei ihrer in dem letzten Satz getroffenen Schuldzuweisung nicht wusste:
Der im August 1984 in der Ausbacher Straße 3 als Ehemann von Brigitte Elliott eingezogene
Raymond Elliott war seit 1980 regelmäßiger Konsument von Methamphetaminen („Crystal
Meth“). In seiner Anhörung durch die kalifornische Polizei behauptete er zwar, dass dies nur
für die Jahre 1980 bis 1981 gelte. Ein Landsmann, der mit ihm 1978 das Zimmer teilte, bestätigte
jedoch den regelmäßigen Konsum von Metamphetaminen (beschrieben mit dem Slang-
Wort “crank“) auch für 197839..
Wer – wie Raymond Elliott – wahrscheinlich regelmäßig Methamphetamine schluckt, hat auch
zumeist die Gegengifte parat, die die aufputschenden Wirkungen von „Crystal Meth“, wenn
erforderlich, dämpfen. Das sind Benzodiazepine (Valium, Adumbran, Tavor und Rohypnol),
wie sie auch im Urteil zitiert werden. Allein verabreicht (oder heimlich eingeflößt) haben sie
exakt die ermüdenden und bewusstseinstrübenden Wirkungen, wie sie bei Reinhard Weimar
festgestellt wurden
Quelle: WA-Antrag Seite 134/135


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Der Mordfall Weimar

29.03.2026 um 20:33
Zitat von margarethamargaretha schrieb:
Wer – wie Raymond Elliott – wahrscheinlich regelmäßig Methamphetamine schluckt, hat auch
zumeist die Gegengifte parat, die die aufputschenden Wirkungen von „Crystal Meth“, wenn
erforderlich, dämpfen. Das sind Benzodiazepine (Valium, Adumbran, Tavor und Rohypnol),
wie sie auch im Urteil zitiert werden. Allein verabreicht (oder heimlich eingeflößt) haben sie
exakt die ermüdenden und bewusstseinstrübenden Wirkungen, wie sie bei Reinhard Weimar
festgestellt wurden
Quelle: WA-Antrag Seite 134/135
Sag ich doch. Reine Spekulation von Strate. Quasi "ins Blaue hinein".

Wie die US-Armee in den 1980ern Drugscreening betrieben hat, ist hier ohne Belang.


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29.03.2026 um 22:12
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Kann es sein, daß das sich das Zitat in dem Artikel „Nachbarn sagten aus, sie hätten nachts eins der Mädchen weinend auf der Straße gefunden und ins Haus zurückgebracht.“ auf die Aussage der Elliots bezieht, und die Verfasserin da irgendwas völlig missverstanden hat? Denn wenn es eine diesbezügliche Aussage von Nachbarn gäbe, dass man ein Mädchen nachts weinend auf der Straße fand, dann wäre die ja bekannt und würde nicht nur in diesem Artikel auftauchen.
Sehe ich genauso. Außer in diesem einen Artikel taucht diese Info nirgendwo auf. Wahrscheinlich ist es eine Stille-Post-Variante der Aussage von Brigitte und RE. In dem Artikel stehen übrigens noch so einige Dinge, die nicht den Tatsachen entsprechen.


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29.03.2026 um 22:13
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Sonst hätte er kaum nachts aus der Wohnung einen Stock runter zu der Weimar Wohnung gegen können
Aber warum wohnte er noch da es war ja nicht seine Wohnung
Warum hätte er nicht mit seiner Frau dort wohnen sollen?
Es liest sich doch so, dass alle drei Schwestern zusammen mit ihren Ehemaännern im Haus lebten, wobei bei zweien die Ehen nicht mehr 'intakt' waren.
Philippsthal-Röhrigshof, drei Häuser vor einem Hang, hinter dem ein »Salzberg« aufragt, Abraum aus dem nahe gelegenen Bergwerk. Hier könnte das Ende der Welt sein, so abgelegen, so einsam ist es hier direkt an der Grenze zur DDR. Im mittleren Haus haben Reinhard und Monika Weimar und die Kinder Melanie und Karola gelebt.

Für Monika Weimar muß das Haus, in dem sie aufwuchs und in dem sie später mit Mann und Kindern lebte auch ein Gefängnis gewesen sein, nach dem Scheitern ihrer Ehe. Vor allem aber ist es eine schützende Höhle gewesen. Hier lebte ihre ganze Familie mit ihr unter einem Dach: der Vater bis zu seinem Tod 1983, die Mutter, die Großmutter, die ältere und die jüngere Schwester mit ihren Männern.
Nur einer störte in diesem Haus, ihr Mann, der aus der gemeinsamen Wohnung nicht ausziehen, der auch nicht wenigstens ins Dachgeschoß hinaufziehen wollte. Anfang 1986, etwa im Februar, hatte Monika Weimar mehr und mehr das Gefühl, einmal heraus zu müssen. Auch ihre jüngere Schwester Brigitte ging damals schon öfter abends aus. Zwar lebte sie noch mit ihrem Mann, dem Amerikaner Ray Elliott, im Haus, aber auch ihre Ehe war schon keine Ehe mehr. Monika Weimar schloß sich der Schwester an.
Quelle:
https://www.spiegel.de/kultur/ich-kann-mit-dieser-ungewissheit-nicht-leben-a-20d61bb6-0002-0001-0000-000013523870
Zitat von margarethamargaretha schrieb:▶ ab 1981 gab es stichprobenartige Urintests
Auf Drogen.
Von Urintests auf Benzos und Neuroleptika jabe ich nichts gelesen, und um diese Substanzklassen geht es ja.

Monika hatte ohne Zweifel Zugang zu all den genannten Medikamenten:
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 21.04.2022:Aussage der Oberschwester Brunhilde vom 20.8.86:
Frau Weimar arbeitet bei uns im Krankenhaus. […] Natürlich hatte Frau Monika zu allen Medikamenten Zugang. Eine Kontrolle über den Verbrauch ist schwer zu führen.
Zitat von KTGKTG schrieb:
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Hat eigentlich schon jemand daran gedacht, Herrn RA Strate zu informieren?
Oder direkt das Landgericht Darmstadt?
Am besten beide.


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29.03.2026 um 22:26
Zitat von EichenstarkEichenstark schrieb:Aber warum wohnte er noch da es war ja nicht seine Wohnung
Brigitte hat in keiner Vernehmung gesagt, dass sie und RE getrennt wären. Sie spricht davon, dass es in ihrer Ehe nicht mehr stimmt und sie einen Freund hatte. Ähnlich wie bei ihrer Schwester. RW lebte ja ebenfalls mit MW in einer Wohnung, obwohl er von ihrer Affaire wusste. Getrennt war hier aber genauso wenig irgendwer. Und was die Besitzverhältnisse der Wohnung angeht, ist für mich auch nicht gesagt, dass es nicht auch "seine" Wohnung war. Entweder hat man gemeinsam Miete oder einen Kredit bezahlt.


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Der Mordfall Weimar

30.03.2026 um 00:15
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Brigitte hat in keiner Vernehmung gesagt, dass sie und RE getrennt wären. Sie spricht davon, dass es in ihrer Ehe nicht mehr stimmt und sie einen Freund hatte. Ähnlich wie bei ihrer Schwester. RW lebte ja ebenfalls mit MW in einer Wohnung, obwohl er von ihrer Affaire wusste. Getrennt war hier aber genauso wenig irgendwer. Und was die Besitzverhältnisse der Wohnung angeht, ist für mich auch nicht gesagt, dass es nicht auch "seine" Wohnung war. Entweder hat man gemeinsam Miete oder einen Kredit bezahlt.
Waren das nicht sogar Werkswohnungen von Kali & Salz? Ich meine mich da dunkel zu erinnern, bin aber nicht sicher. Dann wäre eh die Frage, ob die Vergabe der Wohnung nicht an seinen Arbeitsvertrag geknüpft war (wobei die Schwestern ja auch in den Häusern wohnten und deren Männer waren nicht bei Kali & Salz tätig.

Und selbst wenn nicht. Ich verstehe schon, dass sie sich dort zuhause fühlt, wenn sie dort aufgewachsen ist. Aber das bedeutet ja nicht automatisch, dass er im Falle einer Trennung ausziehen muss. Wahrscheinlich sind sich doch mit der Heirat gemeinsam in eine eigene Wohnung eingezogen.
Und bei irh stand doch wohl eh im Raum, dass die vorhatte, mit dem Pratt in die USA zu gehen. Da wäre es doch logisch gewesen, wenn er in der Wohnung bleiben würde und sie auszieht.


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30.03.2026 um 00:18
@Grillage

Laut älteren Blogeinträgen waren es keine Werkswohnungen - sondern Eigentum bzw. Mietwohnungen:

Beitrag von lakelife (Seite 206)


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30.03.2026 um 00:25
Die Wohnungen in dem Haus gehörten alle Mitgliedern der Familie B. Ich meine dass die Elliott Wohnung den Zimmermanns gehörte, und die da zur Miete wohnten.
11.  August  1986:  Aussage  Großmutter  Adele:   „Seit  1958  wohnt  unsere   Familie  in  dem  Haus.  Ursprünglich  waren  es  Mietshäuser  der  Beschäf-‐ tigten  der  Kali  und  Salz-‐Werke.  Jeder  kann  aber  mit  einem  Werks-‐Kredit   eine  Wohnung  käuflich  erwerben.  So  auch  mein  inzwischen  verstorbe-‐ ner   Schwiegersohn   und   meine   Tochter.   Ich   wohne   jetzt   mit   meiner   Tochter  Gertrud  im  obersten  Stockwerk  rechts.  Oben  links  wohnt  Mo-‐ nikas   Schwester   Brigitte   mit   ihrem   Mann.   Unten   rechts   Monika   mit   Ehemann   Reinhard   und   den   Kindern.   Unten links   wohnt   Monikas   Schwester   Ursula   mit   ihrem   Mann   und   Sohn.
Quelle:
MORDAKTE MONIKA WEIMAR Kindle Ausgabe
von Petra Cichos Seite 36
Die beiden bezogen sodann — wie zuvor schon die Schwester Ursula und kurze Zeit später die Schwester Brigitte - eine eigene Wohnung im Haus Ausbacher Straße 3, so daß ab dieser Zeit in dem insgesamt vier Wohnungen umfassenden zweigeschossigen Haus ausschließlich Mitglieder der Familie Böttcher wohnten. Als die vier Wohnungen im Jahre 1979 in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden, erwarben die Eltern der Angeklagten die Wohnung oben rechts, die Angeklagte und ihr Ehemann (zu je V2) die Wohnung untenrechts und Ursula Zimmermann die beiden Wohnungen der linken Haushälfte, von denen sie später die obere an ihre Schwester Brigitte und deren damaligen Ehemann Raymond Elliott, einen amerikanischen Soldaten, i vermietete.
Quelle: Urteil Frankfurt


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30.03.2026 um 00:56
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Warum kommt das erst jetzt? Tatsächlich wäre es in den damaligen Ermittlungen doch von Bedeutung gewesen, wenn es damals schon Hinweise auf Auffälligkeiten gegeben hätte.
Monikas Prozess endete Dezember 1999. Elliot wurde laut Strates Wiederaufnahmeantrag am 23. August 99 zu 16 Jahren wegen Kindesmissbrauchs verurteilt.
In den USA wie auch bei uns gibts ausgesprochen recht einschränkende Maßnahmen, was Opferschutz angeht. Von daher waren detaillierte Dinge schwer zu bekommen.
Außerdem waren Strate und Monika Böttcher voll in ihrem Verfahren eingebunden und auf ihre damalige Strategien fokussiert, und ich meine völlig zurecht, da die falsch gelaufenen Dinge aus den Prozessen vorher aufgearbeitet werden mussten.

Weiter wird es zum Zeitpunkt des Prozesses und dem Urteil zum Missbrauch durch Elliott hier in BRD und auch zu Karola und Melanie vorerst keinerlei Indizien für einen Missbrauch gegeben haben.

Was die Zeit um 2022/23 angeht, bin ich gerade dabei mich mit der fantasievollen KI von Google auseinanderzusetzen. So gibt diese mir gerade aus, dass Elliot 2023 zu 43 Jahren verurteilt worden sei. Das konnte ich bisher allerdings noch nicht verifizieren. Es gibt den Namen Raymond Elliot äußerst häufig in den USA und auch häufig in Gerichtsverhandlungen als Täter.
Ich reiche nach, sobald ich das verifizieren oder ausschließen konnte.

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Zitat von AusLeipzigAusLeipzig schrieb:@two-cents
@sören42
@Grillage

Ich bin sehr beeindruckt, ich glaube ihr habt dieses Rätsel gelöst!
Zitat von GrillageGrillage schrieb:
Zitat von AusLeipzigAusLeipzig schrieb:Ich bin sehr beeindruckt, ich glaube ihr habt dieses Rätsel gelöst!
Also das Lob und die Anerkennung gebührt vor allem @sören42, der hat dieses Kinderbuch entdeckt! Meiner Meinung nach ist das die naheliegende Erklärung zu dem Bild. Ich hatte auch schon nach Zeichentrick- oder Kinderfilmen aus der Zeit gesucht, aber nichts passendes gefunden.
Dieses Wesen auf dem Bild weist meiner Meinung deutliche Ähnlichkeiten mit dem Ungeheuer aus dem Buch auf: dieser gezackte Rückenkamm, der lange vorstehende Kopf, das Muster auf dem Körper.
Da muss ich mal Veto einlegen. Und dieses eben auch, wenn das gemalte Ungeheuer aufgrund grafischer Vorlagen aus dem Kinderbuch verwendet worden war......

Selbstverständlich kann man mit Figuren aus Kinderbüchern auch seine eigene Situationen ausdrücken bzw seine eigene Geschichte schreiben. Soll heißen, nur weil da eine (gemutmaßt aber mit recht guten Indizien und Gegebenheiten) Figur aus einer bereits definierten Geschichte gezeichnet wurde, bedeutet dies nicht gleich, das die Zeichnerin nicht in der Lage gewesen sein kann, ihre eigene Geschichte und Emotionen im Zusammenhang zu ihren Erlebnissen auszudrücken.

So kann man in Zeichnungen auch darauf explizit hindeuten, dass das selbst gemalte Ungeheuer ganz sicher nicht das gutherzige Ungeheuer aus dem bekannten Büchlein sein soll.
Zum Beispiel damit, dass das gezeichnete Ungeheuer ja kein Ungeheuer auf vier Beinen ist, wie das "gutherzige Ungeheuer" nun mal eines ist, sondern Vogelfüße hat.


Man kann sogar mit solchen Zeichnungen auf Namen und Wohnorte hinweisen.

oder wie seht ihr den Raymond Elliott seit nach 23. August 1999? War er fähig ein Monster zu sein, oder nicht?

Ich denke, wir bewegen uns mit märchenhaften Siebenmeilenstiefeln auf die Auflösung der Umstände zum Ableben von Melanie und Karola Weimar zu.....

Youtube: Elliot, das Schmunzelmonster - TV Spot (DEUTSCH) | 1977
Elliot, das Schmunzelmonster - TV Spot (DEUTSCH) | 1977
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Wikipedia: Elliot, das Schmunzelmonster


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Der Mordfall Weimar

30.03.2026 um 01:05
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Kann die Überschrift

"Das Ungeheuer u. die Rakete" heißen? Demnach wäre das Haus eine Rakete?

Im Januar 1986 explodierte die Challenger, das war damals ja ne Zeitlang in debn Medien, und vermutlich waren infolgedessen Raketen, Weltraum etc. für Kinder "das" Thema.
@margaretha
Im letzten Wort der Überschrift ist ziemlich deutlich der Buchstabe "ä" zu erkennen, deshalb kann es nicht "Rakete" heißen. Es ist davon auszugehen, dass die Überschrift der Zeichnung "Das Ungeheuer u. die Räuber" lautet, wie es auch @Grillage in ihrem Posting nochmal so treffend beschreibt:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Also das Lob und die Anerkennung gebührt vor allem @sören42, der hat dieses Kinderbuch entdeckt! Meiner Meinung nach ist das die naheliegende Erklärung zu dem Bild. Ich hatte auch schon nach Zeichentrick- oder Kinderfilmen aus der Zeit gesucht, aber nichts passendes gefunden.
Dieses Wesen auf dem Bild weist meiner Meinung deutliche Ähnlichkeiten mit dem Ungeheuer aus dem Buch auf: dieser gezackte Rückenkamm, der lange vorstehende Kopf, das Muster auf dem Körper.

Ich denke auch, dass die Überschrift "Das Ungeheuer und die Räuber" bedeutet, hatte mich aber gewundert, warum eine Kindergärtnerin sowas auf eine Kinderzeichnung schreiben sollte, weil sowohl Ungeheuer als auch Räuber etwas sind, was Kindern doch eher Angst macht. Dieses Kinderbuch erklärt es ja aber sehr gut. Das gutherzige (!!!) Ungeheuer scheint ja der Held der Geschichte zu sein, der die Räuber, die ihm was wollen in die Flucht schlägt. Also eher eine Story, die Kindern die Angst vor Ungeheuern und Räubern nehmen soll.
:) Danke @Grillage!

Grillage hatte übrigens bereits im Post Seite 265 erwähnt:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Für mich ist das irgendein Dinosaurier- oder Drachentier mit Vogelbeinen, Rückenkamm und einem Schildkrötenkopf (der meiner Meinung nach auch zu so was Reptiloiden passt).
Im Nachhinein wissen wir, dass sie damit goldrichtig lag.

@Merricat erkannte dann das Wort "Ungeheuer".
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Kinder malen ja nicht nur frei assoziativ was ihnen in den Sinn kommt, sondern vielleicht gab es eine Art "Vorgabe" im Kindergarten, die dann auch das Motiv erklärt. Ich dachte zB., dass das 2. Wort Ungeheuer heißen könnte.
Grillage deutete dann noch das Wort "die" und schließlich stellte uns @sören42 das entsprechende Kinderbuch vor:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das gutherzige Ungeheuer (Autor: Max Velthuijs)
und genau das war der springende Punkt, ein wirklich :) grandioser Tip!!! Die Sache ist also rund, meine ich.


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Der Mordfall Weimar

30.03.2026 um 01:43
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und bei irh stand doch wohl eh im Raum, dass die vorhatte, mit dem Pratt in die USA zu gehen.
Die kannten sich erst seit ein paar Wochen - und Pratt hatte inzwischen eine 'Petra' am Start....
Viel Sinn macht das alles nicht - jeder der Beteiligten hat irgendwie einen Knacks weg und verhält sich sonderbar...
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Ich denke, wir bewegen uns mit märchenhaften Siebenmeilenstiefeln auf die Auflösung der Umstände zum Ableben von Melanie und Karola Weimar zu.....
Nur, dass weder die Tag- noch die Nachtversion zum Bild eines mordenden RE passt.
Wenn er und seine Frau nachts noch im Kinderzimmer waren, um der weinenden Karola die Wäsche zu wechseln, blieb ihm nicht viel Zeit, die Kinder zu töten - und wäre es nicht äußerst ungeschickt gewesen, die Kinder in ihren Betten zu lassen und darauf zu hoffen, dass keines der Elternteile unverzüglich Krankenwagen oder Polizei verständigt (und das ganze Haus zusammenschreit) - sondern dass Monika zu Bett geht und ihr Gatte die Leichen verbringt.....
Monika Weimar kehrte am 4. August
um 03:20 Uhr in die Ausbacher Straße 3 zurück, ihre Schwester Brigitte Elliott schon früher,
um 01:45 Uhr.
Quelle:
https://strate.net/wp-content/uploads/2026/03/LG_Darmstadt_26-03-17_A.pdf
In einer erneuten Vernehmung schildert sie daraufhin eine komplett andere Version der Ereignisse des 4. Januar und belastet ihren Ehemann Reinhard. Sie sei in der fraglichen Nacht um 3 Uhr nach Hause gekommen und habe ihren Mann an den Betten der toten Kinder angetroffen. Die Leichen seien noch warm gewesen. Ihr Mann habe dann die leblosen Körper entsorgt und ihr bei seiner Rückkehr gesagt: "Jetzt kriegt keiner mehr die Kinder."
Quelle:https://www.stern.de/panorama/verbrechen/monika-weimar--36-jahren-nach-der-ermordung-ihrer-kinder-gibt-es-neue-informationen-31674502.html


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Der Mordfall Weimar

30.03.2026 um 01:53
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und bei irh stand doch wohl eh im Raum, dass die vorhatte, mit dem Pratt in die USA zu gehen.
Hier steht noch etwas dazu - es klingt für mich nicht so, dass MW mal geäußert hätte, mit Pratt in die USA zu ziehen:
Vom 31. Juli 1986 an, einem Donnerstag, dem Tag der Rückkehr Kevin Pratts aus dem Manöver, befindet sich das Verhältnis der beiden in einer Krise. Man schläft zwar auch in der Nacht vom 3. auf den 4. August an der Teermischanlage im Passat miteinander - doch diese Krise reicht darüber hinaus, daß Monika Weimar die Scheidung noch nicht betreibt. Es geht vielmehr darum, was man anfangen wird, wenn sie geschieden ist. Kevin Pratt spricht davon, er habe Monika Weimar und ihre Kinder nach der Scheidung in die Staaten mitnehmen wollen. Doch will sie überhaupt mit ihm und den Kindern in die Staaten gehen?
Diese Frage ist zwischen den beiden nicht ausgetragen worden, sie scheint jedoch die Kernfrage gewesen zu sein. Und überhaupt - was haben Kevin Pratt und Monika Weimar miteinander »besprochen«? Er sagt, er verstehe Deutsch recht gut, doch sprechen kann er es nicht. Sie spricht schlecht Englisch, sie hat immer ein Wörterbuch dabei.
Quelle:
https://www.spiegel.de/kultur/ich-kann-mit-dieser-ungewissheit-nicht-leben-a-20d61bb6-0002-0001-0000-000013523870


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Der Mordfall Weimar

30.03.2026 um 02:37
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 25.03.2026:These: Melanie wurde beim Missbrauch (versehentlich) erstickt, Karola als Zeugin musste daraufhin auch sterben. Okay, das kann ich soweit sogar noch nachvollziehen aber nicht mit den Fakten vereinbaren.
Rechtsanwalt Strate kann das offenbar auch nicht, denn er muss fünf (5 !) Zeugen, die die Mädchen an dem Vormittag noch sahen, diskreditieren und deren Aussagen ad absurdum führen.
Die Tagzeugen zu diskreditieren wurde ja immer wieder versucht, aus Sicht der Verteidigung vollkommen nachvollziehbar, da sie (ua) die Nachtversion komplett widerlegten. Selbst wenn das gelingen würde, bleiben weitere Ungereimtheiten, wie Mageninhalt, die Sichtung des Motorradfahrers, die Lüge über das Gespräch mit dem Bankangestellten usw usw.
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 25.03.2026:Ich glaube auch, dass die wenigsten sie auf der Strasse erkennen würden. Die hat sich ja damals schon so krass verändert und war kaum wiederzuerkennen.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb am 25.03.2026:Aber wenn, dann ist das doch für sie eine enorme Belastung. Alles wird wieder aufgewühlt und die ganze Geschichte wird wieder öffentlich rauf und runter diskutiert. Und auch ihre Person wird wieder öffentlich analysiert, seziert bewertet und entwertet.
Wundert mich, dass sie sich dem noch einmal aussetzen will.
Ganz genau, deshalb wundert mich das alles auch sehr. MB sprach selbst vor Jahren in einem Interview oder ihrem Buch darüber, wie belastend es wäre, auf der Straße erkannt zu werden, wie sehr sie es in England (1995, nach Entlassung aus der Haft, vor der Wiederaufnahme) genossen hätte, weil sie nicht mit dem Stempel "Kindsmörderin" konfrontiert wurde.

Und nun will sie sich dem, im Falle einer erneuten Wiederaufnahme, nochmals aussetzen, mit fast 70?
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 25.03.2026:finde das echt schlimm und rücksichtslos, wie hier wieder mit Dreck auf andere Menschen geworfen wird. Irgendwie ist das ein Muster, das sich bei den rechtskräftig verurteilten chronischen Tatleugnern wiederholt: so ein Geraune, dass ja auch andere eine Motiv und/oder eine Gelegenheit gehabt hätten.
Empfinde ich ebenso. Da ich aufgrund der Beweise keinerlei Zweifel daran habe, dass MB ihre Kinder ermordet hat und die Verurteilungen damals vollkommen zurecht erfolgten, kann ich mir eigentlich auch nur vorstellen, dass sie mittlerweile ihre Lügen selbst glaubt und somit den Status des Justizopfers anstrebt, vll auch, um daraus dann noch Profit zu schlagen und die Rente aufzubessern. (Interviews oä).
Zitat von sören42sören42 schrieb am 26.03.2026:Die Vorstellung, dass der Schwager von MW ihren Ehemann mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sedierte, halte ich für eine wilde Spekulation, die durch nichts belegt ist.
Sehe ich auch so. Die verabreichten Medis passen viel besser zu MB. Und dann gab es ja auch noch die gelösten Radmuttern.
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 26.03.2026:Irgendwas müsse gewesen sein, wir kennen es bloß nicht. Weil sie nicht gestanden hat. Aber es muss irgendwas ziemlich Abgespacedes gewesen sein, weil es sich mir jedenfalls nicht erschließt und das Gericht insofern auch hauptsächlich geraten hat.
Morde passieren oftmals aus vollkommen banalen Dingen, das muss also nichts "abgespacedes" gewesen sein. Ich bin mir sicher, dass die Schlussfolgerungen des Gerichts sehr nah an der Wahrheit dran waren. Allein, dass sie nach der Ermordung der Kinder, am Telefon zu KP sagte, dass sie ein Kind von ihm wolle, spricht Bände.

Oder auch das Schmierentheater, als die Polizei den Eltern die Nachricht von der Auffindung der toten Melanie überbrachte und MB sich an den Hauptkommisar klammerte und schreiend wissen wollte wo die Kleine gefunden worden sei. Dabei
wußte sie das sehr genau, schließlich war sie mittags selbst dort und wurde gesehen!


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