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Der Mordfall Weimar

5.506 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Mordfall Weimar

Der Mordfall Weimar

02.04.2026 um 10:23
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Genau das tu ich nicht. Dass diese Übergriffe abnormes Verhalten waren sollte ja klar sein, aber bei einem Kind mit 10 oder 11 ( mglw auch erst 9) kann man noch keine Pädophile diagnostizieren wie die verlinkte Quelle angibt.
Den Begriff Pädophilie würde ich es auch nicht verwenden, aber es spricht definitiv für eine Tendenz zum Machtmissbrauch bzw. eine Neigung sich an Schwächeren zu vergehen.
Je jünger Kinder sind, desto mehr macht ein auch geringer Altersunterschied aus.

Ich halte es für plausibel, dass diese Tendenz nicht zwischen den 70-er Jahren und 90- er Jahren schlagartig aufgehört hat.
Zitat von margarethamargaretha schrieb am 05.04.2022:
. Ich gab ihr einen Brief an meine Nichte. Da ich kein Kleingeld für Porto hatte, tauschte ich
den 50,--Mark--Schein erst bei Ursula und ging dann in Monika Wohnung. Im Flur kam mir Melanie entgegen. Sie war schon angezogen. Was sie anhatte, kann ich heute nicht mehr sagen. Die Melanie packte mich bei der Hand und sagte „Guten Morgen Ange". Auch Karola sagte: „Guten Morgen Ange".
Frau N. phantasierte da nichts vom Hörensagen zusammen, sie wusste genau, daß Adele A. ihrer Enkelin das Geld gab und nur Melanie die Uroma mit Handschlag grüßte.
Mich würde vielmehr interessieren, ob Ursula das bestätigt hat, die von Anfang an aussagte, die Kinder den ganzen Tag nicht gesehen zu haben.(nachzulesen hier Beitrag von WM (Seite 252)). Gerade wenn sie den Geldtausch bestätigt hätte, wäre die Nichtwahrnehmung der Kinder doch ziemlich erstaunlich. Laut Aussagen Adele As. hat sie diesen Schein zu einem Zeitpunkt getauscht, als die Kinder gerade im Haus waren.


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02.04.2026 um 10:31
Zitat von WMWM schrieb:Gerade wenn sie den Geldtausch bestätigt hätte, wäre die Nichtwahrnehmung der Kinder doch ziemlich erstaunlich.
Warum?
Ursula war in ihrer Wohnung und Adele traf Melanie entweder im Flur der Weimar Wohnung oder im Flur im des Mehrfamilienhauses.

Selbst wenn sich die Kinder beim Herausgehen im Treppenhaus unterhalten hätten und dies in der Wohnung von Ursula zu hören gewesen wäre - es wäre doch normal, dass Ursula sich da einfach nicht dran erinnert? Es war ja nichts besonderes, sondern alltägliches.
Ich kann Dir auch nicht sagen, ob es gestern oder vorgestern war, dass der Postbote bei der Nachbarin geklingelt hat ... oder war es die Woche davor?


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02.04.2026 um 13:38
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Selbst wenn sich die Kinder beim Herausgehen im Treppenhaus unterhalten hätten und dies in der Wohnung von Ursula zu hören gewesen wäre - es wäre doch normal, dass Ursula sich da einfach nicht dran erinnert? Es war ja nichts besonderes, sondern alltägliches.
Was ist Deine Grundlage eine falsche Erinnerung anzunehmen? Das könnte man auch anders sehen. Gerade, wenn der Umgang mit den Kindern für sie alltäglich war, mag es Ursula besonders aufgefallen sein, wenn sie am 4. August 1986 von ihren Nichten weder etwas hörte oder sah.

Ich verstehe gar nicht, warum trotz der vielen Lügen MWs denjenigen Zeugenaussagen, die sich eben mit dieser Tagversion decken, mehr Glauben entgegen gebracht wird, als denjenigen, die ihr von Anfang an widersprochen haben.


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02.04.2026 um 14:31
Zitat von WMWM schrieb:Was ist Deine Grundlage eine falsche Erinnerung anzunehmen?
Wenn es um das Sehen der Kinder geht:
Wie ich ausführte, warum sollte Ursula die Kinder gesehen haben - Adele sagte ja nicht, dass sie die Kinder im Wohnungstür von Ursula gesehen haette.

Mein (fiktives) Beispiel bezog sich auf das Hoeren der Kinderstimmen, was man sich in einem Mehrfamilienhaus ja auch gut vorstellen kann.


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Der Mordfall Weimar

06.04.2026 um 15:21
Habe soeben erst erfahren, dass H. Strate im Fall Weimar einen Wiederaufnahmeantrag gestellt hat.
Dafür habe ich nur Kopfschütteln übrig. Der Tathergang wurde besonders im Urteil des Landgerichts
Frankfurt 1999 anhand einer Vielzahl von eindeutigen Indizien und Zeugenaussagen ausführlich und
nachvollziehbar erläutert. Einen anderen Mörder hat es nie gegeben.
Ich hoffe sehr, dass der Wiederaufnahmeantrag abgelehnt wird.


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06.04.2026 um 16:59
@juergen61
geh ich mit dir vollkommen konform. Das Urteil lässt niochts anderes zu als das Monika Böttcher die Mörderin ist und ist in sich stimmig. Und ich denke es wird auch nicht zugelassen ..


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06.04.2026 um 19:37
@juergen61
Heißt das, oder würde das heißen, wenn der Wiederaufnahmeantrag wirklich durchgeht, dass sich Monika Böttcher wieder der Öffentlichkeit stellen würde?

Das sollte man sich an ihrer Stelle gut überlegen, da sie ja in England wahrscheinlich inkognito leben konnte, sie aber bei einem weiteren Verfahren wieder Thema in vielen Klatschspalten der Republik wäre. Also wahrscheinlich. Und man ihr Gesicht vermutlich sehen würde.


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Der Mordfall Weimar

06.04.2026 um 20:09
Ich weiß nicht, ob Monika Böttcher an einem Verfahren persönlich teilnehmen müsste, oder ob sie sich durch ihren Anwalt vertreten lassen kann.
Es kann kein Mensch ernsthaft glauben, im Jahr 2026 eine Unschuld von MB beweisen zu können. Wenn man solch ein Verfahren in der Öffentlichkeit zum wiederholten Male in Kauf nimmt - und das auch noch nach so langer Zeit - kann es nur um Geld gehen. Vlt. um Medienverträge, ein neues Buch etc. Das ist jedenfalls meine Überzeugung.


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06.04.2026 um 20:42
Zitat von AllgoriaAllgoria schrieb:Heißt das, oder würde das heißen, wenn der Wiederaufnahmeantrag wirklich durchgeht, dass sich Monika Böttcher wieder der Öffentlichkeit stellen würde?
Ja müsste sie. Ein Gerichtsprozess ist prinzipiell öffentlich. Die Öffentlichkeit kann nicht ausgeschlossen werden, weil die öffentliche Verhandlung ein wichtiges Prinzip der Rechtsstaatlichkeit ist. Ein Gericht, das Urteile im Namen des Volkes fällt, darf nicht im Geheimen und hinter geschlossene Türen verhandeln.
Und als Angeklagte müsste sie wieder anwesend sein. Sie kann sich nicht durch ihren Anwalt ersetzen lassen.


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07.04.2026 um 00:58
Zitat von juergen61juergen61 schrieb:kann es nur um Geld gehen. Vlt. um Medienverträge, ein neues Buch etc. Das ist jedenfalls meine Überzeugung.
Würde ihr denn im Falle eines Freispruchs Haftentschädigung zustehen? Bei den 25 Jahren dürfte das eine nicht unerhebliche Summe sein, plus natürlich das was da an Medienverträgen usw kommt.


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07.04.2026 um 06:36
Zitat von AllgoriaAllgoria schrieb:Das sollte man sich an ihrer Stelle gut überlegen, da sie ja in England wahrscheinlich inkognito leben konnte,
ich meine, England war nur eine Zwischenstation für nach nach dem 2ten Prozess.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:im Falle eines Freispruchs Haftentschädigung zustehen
Wenn jemand zu Unrecht verurteilt wurde - Ja, wuerde ich.
Aber hier im Fall der Weimer-Morde sehe ich das nicht.


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07.04.2026 um 08:58
@margaretha
Nein, eine Entschädigung steht ihr nicht zu. Maßgeblich ist das letzte rechtskräftige Urteil – und das ist eine Verurteilung.


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07.04.2026 um 09:46
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Würde ihr denn im Falle eines Freispruchs Haftentschädigung zustehen? Bei den 25 Jahren dürfte das eine nicht unerhebliche Summe sein
Nach dem Freispruch in 1997 wurde MW keine Haftentschädigung zugesprochen - aber ich weiss nicht, ob das heute noch so möglch wäre.
Es wundert mich (oder ist es mir nur entgangen?), dass Strate damals dagegen nicht vorgegangen ist.
Fast elf Jahre nach dem Tod ihrer beiden Töchter ist Monika Böttcher - vormals Weimar - gestern vom Landgericht Gießen in einem Wiederaufnahmeverfahren mangels Beweisen vom Vorwurf des Doppelmordes freigesprochen worden.
...
Das Gericht erklärte, es bleibe ein schwerwiegender Tatverdacht, aber die Indizien hätten für einen Schuldspruch nicht ausgereicht. Eine Haftentschädigung wurde abgelehnt. Die Richter begründeten dies mit Monika Böttchers falschen Aussagen in den ersten Wochen nach der Tat, mit denen sie die Strafverfolgung selbst verursacht habe.
Quelle: https://www.welt.de/print-welt/article636588/Freispruch-im-Fall-Weimar.html


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07.04.2026 um 13:28
Eine Haftentschädigung wurde abgelehnt. Die Richter begründeten dies mit Monika Böttchers falschen Aussagen in den ersten Wochen nach der Tat, mit denen sie die Strafverfolgung selbst verursacht habe.
Quelle: https://www.welt.de/print-welt/article636588/Freispruch-im-Fall-Weimar.html

Ah danke.

Und ich muss mich noch korrigieren, mir ist oben ein Fehler unterlaufen
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Bei den 25 Jahren
...sollte natürlich 15 heißen


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07.04.2026 um 13:37
Tja, das ist eben das 'Problem' an diesem Fall: in Gießen 'aus Mangel an Beweisen' freigesprochen. Im Prinzip ist das ein falscher Wortlaut. Viele Personen aus der breiten Öffentlichkeit, die sich damals nur an irgendwelchen Schlagzeilen der Boulevardpresse orientiert haben und den Fall nicht gründlich genug kennen, dachten damals an so eine Art Fehlurteil. Man kann es ihnen nicht einmal verdenken. Wer vertieft sich schon in so einen Mordfall hinein? Eben nur diejenigen, die sich damit intensiv beschäftigen möchten. Und das sind nun mal die wenigsten. Das Frankfurter Landgericht stellte das 'lebenslänglich' zu Recht wieder her. Das Urteil wurde sachlich begründet, der ganze Müll außenrum weggekickt. Zum Thema Haftentschädigung kann ich nichts sagen. Aber ich bin gespannt, ob der Fall in Darmstadt tatsächlich noch einmal neu aufgerollt wird. Ich hoffe sehr, dass dies nicht geschieht.


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07.04.2026 um 21:08
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Nach dem Freispruch in 1997 wurde MW keine Haftentschädigung zugesprochen - aber ich weiss nicht, ob das heute noch so möglch wäre.
Es wundert mich (oder ist es mir nur entgangen?), dass Strate damals dagegen nicht vorgegangen ist.
Der Freispruch ist doch nie rechtskräftig geworden. Die StA hat erfolgreeich Revision eingereicht und letztendlich ist sie dann in Frankfurt rechtskräftig wegen zweifachen Mordes verurteilt worden.


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08.04.2026 um 12:38
Ich denke, das hier ist genau das, was Strate und MB durch ihren Wiederaufnahmeantrag erreichen wollten:
Osthessens kontroversester Kriminalfall
Schwestern getötet: Wird der Mordfall "Weimar" nach 40 Jahren neu aufgerollt?

08.04.26 - Fast 40 Jahre nach einem der aufsehenerregendsten Mordfälle Deutschlands könnte die Justiz den Fall "Weimar" noch einmal aufrollen. Ein Wiederaufnahmeantrag ist gestellt - und wirft alte Fragen neu auf.
Quelle: https://osthessen-news.de/n11791223/schwestern-getoetet-wird-der-mordfall-weimar-nach-40-jahren-neu-aufgerollt.html

Mag nur ein Online-Schmierenblättchen mit lediglich regionaler Reichweite. Und klar, die Reichweite beinhaltet genau die Region, in der das Verbrechen und die Prozesse stattgefunden haben.
Aber ich ärgere mich echt über diese Schlagzeile und den Inhalt des Artikels. Gleich oben in der oberen Schlagzeile der Superlativ "Osthessens kontroversester Kriminalfall". Damit man einen Superlativ wählen kann, muss man halt nur die Bezugsgröße möglichst klein schrumpfen, hier eben die Region.

Und natürlich ist das der Konjunktiv verwenden: "könnte noch einmal aufrollen", aber die meisten Leser nehmen wohl mit, dass es doch noch Zweifel an der Schuld der MB gibt.
Und ich denke, genaus solche Berichtchen sind das Ziel von Strates Antrag, er will halt ein bisschen positive PR für seine Mandantin rausschlagen. Dass er wirklich daran glaubt, sein Antrag könnte Erfolg haben, wird ja wohl kaum der Fall sein.


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08.04.2026 um 14:04
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und ich denke, genaus solche Berichtchen sind das Ziel von Strates Antrag, er will halt ein bisschen positive PR für seine Mandantin rausschlagen. Dass er wirklich daran glaubt, sein Antrag könnte Erfolg haben, wird ja wohl kaum der Fall sein
Irgendwas muss Strate sich ja dabei denken, aber positive PR für seine Mandantin ? Das ist fast 40 Jahre her, viele kennen diesen Fall überhaupt nicht . Und wer ihn kennt, der weiß auch wer die Kinder getötet hat, ohne Zweifel mMn. Denn dafür hat MW selbst gesorgt mit ihren Lügen und Widersprüchen.
Jetzt ihren ehemaligen Schwager zu beschuldigen, das ist doch lächerlich.


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08.04.2026 um 14:23
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und ich denke, genaus solche Berichtchen sind das Ziel von Strates Antrag, er will halt ein bisschen positive PR für seine Mandantin rausschlagen.
Aber warum? Nach so langer Zeit, warum jetzt plötzlich und zu welchem Zweck?


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08.04.2026 um 15:01
@Grillage
ich denke mir, das der Antrag von Strate abgelehnt wird.
Nur weil der ehemalige Schwager der Böttcher in den USA wegen Kindesmißbrauch verurteilt wurde, heißt das noch lange nicht das er auch die Weimer-Kinder getötet hat.
Egal wie man es dreht und wendet , es kommt in meinen Augen bei all den Fakten,den Lügen, der Timeline und Zeugenaussagen, einfach nicht zu einem überzeugenden tatgeschehen mit Elliot als Täter.
und da braucht man mMn auch nicht studiert sein.Ich hab mir jetzt nochmal das Urteil durchgelesen und für mich bleibt da überhaupt kein Spielraum für einen anderen Täter als Monika Böttcher.
Vielleicht ist für Strate der Fall Weimer, das was für Kapitän Ahab, Moby Dick war, überzogen gesehen?Wer weiß das schon? Sonst fällt mir kein Grund ein warum er den Antrag gestellt hat.


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