Nightrider64 schrieb:Wenn ich es richtig verstanden habe kann man das nicht mit Sicherheit wissen, da die Kamera am anderen Ausgang nicht funktionierte
klarmann schrieb:Der muss auffindbar sein. Er fuhr gezielt vom Tatort weg in das Johannesstift rein. Er wusste, dass das möglich war.
Ich stelle mir bezüglich der Videoüberwachung eine ganz andere Frage. Es ist nur bekannt, dass er bei der Flucht vom Tatort entsprechend erfasst wurde. Interessant wäre hier doch wohl, ob er auch bei der Fahrt zum Tatort den selben Weg genommen hat. Wenn dem nicht so ist, erweitern sich die Möglichkeiten doch immens. Er könnte zum Beispiel mit ÖPNV angereist sein, am Bahnhof ein Fahrrad entwendet und dieses nur zur Annäherung an den Tatort und anschließenden Flucht verwendet haben. Die Ortskenntnisse bezüglich des Stifts müssten dann natürlich trotzdem vorhanden sein.
SteamedHams schrieb:Die Frage die ich mir ja stelle, ist es aus psychologischer Sicht überhaupt möglich dass jemand der psychisch schon so schwer krank ist dass er beinahe im Wahn einen anderen Menschen tötet, sich wieder soweit stabilisiert dass er nicht durch eine erneute Bluttat auffällig wird?
Ich sehe hier nicht zwingend eine psychische Erkrankung, die zur Tat führten. Eine psychische Ausnahmesituation wird es wohl eher treffen. Sei es nun die im Beitrag beschriebene Lust an einem Tötungsdelikt oder die Kanalisierung einer einmaligen Lage, wie z. B. ein heftiger Streit mit der Mutter, die stellvertretend im Opfer ihren Filter fand. Ähnlich wie bei einem Amoklauf müssen diese Faktoren im Vorfeld nicht zwingend in seinem persönlichen Umfeld auffällig gewesen sein.