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Der Fall Nelli Graf

20.057 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2011, Fahrrad ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Nelli Graf

30.05.2026 um 01:50
Wir (meine Freundin und Ich) haben über den Fall Nelli Graf in den Medien erfahren.

Wir wohnen hier in der Nähe und sind heute abend mal zu dem Waldstück an der Hachhowe gefahren und haben uns die Gegend angeschaut. Was auffällt ist, dass von der Teutoburger Straße aus die Hachhowe ziemlich bequem mit dem Auto befahrbar ist und man sein Auto kurz vor diesen weiß-roten Pömpeln (100m weiter ist die Raucherbank) rechts super verstecken kann. Da ist es total einsam.

Von der anderen Seite aus (Pestalozzistraße -> Hachhowe) kann man mit Auto auch da zu dem Waldstück und den rot-weißen Pömpeln (kurz nach der Raucherbank) kommen, aber man fährt dann auf einem winzigen Waldweg mit Schlaglöchern und schlechter Fahrbahn und an mehreren abgeranzten Bauernhöfen vorbei. Wer von dieser Seite mit dem Auto reinfährt, fällt definitiv irgendwem auf.

Das ist eine total abgelegene und auch ein bisschen abgecrackte Gegend, da fährt ja keiner aus Versehen rein. Die Raucherbank war super schwer zu finden, obwohl wir hier gelesen haben, wo sie liegt. Daher denken wir auch, dass der Täter sich da ausgekannt haben muss. Drum herum ist ja auch lauter Industrie. Das ist so eine Ecke von Halle, die man am ehesten gut kennt, weil man da täglich vorbeifährt oder da arbeitet. So richtig "spaziergängerfreundlich" ist das da auch nicht.

Allerdings wissen wir aber auch nicht, wie das vor 15 Jahren da ausgesehen hat. Vermutlich aber eher noch einsamer?


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Der Fall Nelli Graf

30.05.2026 um 07:36
Zitat von fortylicksfortylicks schrieb am 30.10.2024:Ein weiteres Detail aus dem Podcast, das unbekannt war, sind die gefundenen Zigaretten im Haus. Davon ausgehend, dass Nelli zum Rauchen in die Hachhowe fahren wollte, macht das ja dann wenig Sinn? Auch finde ich die Fahrt ziemlich unstrukturiert. Zum einen war sie bis in die Haller Innenstadt zu Fuss und nach dem Arzttermin zurückgelaufen, was ca. 3 Km ausmacht. Zum anderen hatte sie begonnen, Essen für den jüngsten Sohn vorzubereiten. Da soll ihr dann ganz plötzlich und sprunghaft die Idee gekommen sein, mal gerade in die Hachhowe zu radeln, um da was zu machen? Also rauchen wohl offensichtlich ja nicht, wobei man natürlich eine einzelne Zigarette in die Windjacke stecken kann. Aber die wäre dann wahrscheinlich auf dem Rad fahrend zerbröselt? Warum hat sie dann nicht die Schachtel mitgenommen, macht für mich keinen Sinn?! Außerdem sprach die Zeugin aus der Hachhowe (von der der Sprecher im Podcast sagte, dass diese Sichtung und der Fund des Rades im Wald die einzigen echten Parameter in dem Fall wären) die sie radelnd sah, dass sie schnell und gehetzt wirkte
Das wirkt durchaus ein wenig hektisch. Der ganze Ablauf startet gewöhnlich und plötzlich - beim Essen vorbereiten - kommt man auf die Idee zu radeln? Ist in der Nähe ein Geschäft oder Supermarkt? Das wäre für mich noch eine Variante, weil man was für das Essen benötigt. Ansonsten halt eine Verabredung, wobei im Normalfall doch irgendwie was bekannt geworden wäre. Handydaten, Festnetz, auf Arbeit, bei Freunden, online - irgendwo muss man einen ominösen Bekannten, für den man alles stehen und liegen lässt, ja mal kennenlernen und besagter Bekannter muss ja auch zu einem Treffpunkt.
Irgendwas passt da nicht.
Zitat von OlderdissenOlderdissen schrieb:Allerdings wissen wir aber auch nicht, wie das vor 15 Jahren da ausgesehen hat. Vermutlich aber eher noch einsamer?
Im Podcast wurde gesagt, dass es damals ein Maisfeld (glaub ich) gab, das die Sicht noch mehr versperrte, dieses wurde kurz danach abgeerntet


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Der Fall Nelli Graf

30.05.2026 um 19:05
Zitat von abberlineabberline schrieb:Im Podcast wurde gesagt, dass es damals ein Maisfeld (glaub ich) gab, das die Sicht noch mehr versperrte, dieses wurde kurz danach abgeerntet
Das mit dem Maisfeld war doch in Kölkebeck, am Leichenfundort, nicht in der Hachhowe. Oder soll dort auch eins gewesen sein?
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ist in der Nähe ein Geschäft oder Supermarkt?
Sie soll in die Richtung vom Aldi geradelt sein, aber lt. der Zeugin, die sie dort auf dem Rad gesehen hat, ist sie ja vorher in die Pestalozzistr. abgebogen.
Dort war z.B. die Schule ihres Sohnes. Ich krieg irgendwie die Idee nicht aus dem Kopf, dass sie dorthin wollte. Entweder, weil ihr jemand gesagt hat, dass irgendetwas passiert wäre und sie schnell zur Schule kommen soll, oder aber weil sie sich ausgesperrt hatte und von ihrem Sohn den Schlüssel holen wollte, damit sie schnell weiter das Mittagessen vorbereiten kann...
Aber ich weiß auch nicht, ob der Sohn überhaupt einen Schlüssel mitgehabt hätte und der Idee mit dem Aussperren ist hier auch schon widersprochen worden. Und sie zur Schule locken... ok... aber was dann? Macht irgendwie auch wenig Sinn. Und wie hätte man sie benachrichtigen sollen.. per Telefon ja anscheinend nicht... Trotzdem spukt das immer noch in meinem Kopf herum...


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30.05.2026 um 19:56
@causa_y_efecto
Zu eins
Sie hatte die geldbörse zu hause gelassen , wie auch schlüssel und Handy und Korb oder einkaufstasche. Was sollte sie im Aldi wollen ohne Geld?
Und sie brauchte keinen Schlüssel denn Kellertür und Garage waren Offen brauchtre man nur gegen drücken.


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Der Fall Nelli Graf

30.05.2026 um 20:49
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Was sollte sie im Aldi wollen ohne Geld?
Ich habe nicht gesagt, dass sie zum Aldi wollte, nur dass sie in die Richtung geradelt ist, aber eben vorher abgebogen sein soll. Nach dem Supermarkt hatte @abberline gefragt.


Und ja, das mit der Kellertür hatten wir damals ja schon. Ich konnte mich jetzt nicht mehr genau erinnern, warum das mit dem Aussperren nicht möglich sein sollte. Und wenn sie sich ausgesperrt hätte und zum Sohn wollte, dann würde das ja immer noch nicht erklären, warum sie dann ermordet wurde und wo/wie/warum sie auf ihren Mörder traf.
Ich halte es also auch für wahrscheinlicher, dass sie irgendwohin gelockt wurde... Wohin? Keine Ahnung! Nur, wenn ich höre, dass sie in die Pestalozzistr. eingebogen ist, dann fällt mir da halt immer die Schule ins Auge. Und warum die SC Halle Jacke? Sportplatz ist da übrigens auch neben der Schule. Warum lässt sie alles zu Hause? Zu einem ganz normalen Treffen mit irgendwem hätte sie doch wahrscheinlich wenigstens den Hausschlüssel mitgenommen und auch eine andere Jacke angezogen.


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30.05.2026 um 21:31
Wenn ich daran denke, dass der Täter Kabelbinder, Klebeband und ein Messer benutzt hat, dann sieht es schon nach einer geplanten Tat aus. Wer hat sowas zufällig dabei. Wenn dann nur Handwerker, die sowas bei sich haben und es nicht auffällt.

Wenn sie nur zum Rauchen zur Bank gefahren ist, hat sie eventuell etwas beobachtet, was sie nicht sehen sollte. Beseitigung einer ungewollten Zeugin.

Welche Situationen können das sein?


Drogenhandel im Wald ?

Übergabe von geklauten Waren?

Ehr unwahrscheinlich am heiligen Tag , zu einer Uhrzeit wo im Wald andere Mensch unterwegs sind. Wie wahrscheinlich ist, es das die dann Kabelbinder, Messer und Klebeband dabei haben?

Reine Mordlust, sie ist jemandem in die Arme gefahren, der auf ein Opfer gewartet hat. Sie wollte nur kurz eine rauchen, läßt alles zuhause liegen und will gleich wieder da sein. Ein Zufallsopfer einer geplanten Tat.

Es war eine geplante Situation und sie war mit jemandem verabredet. (Eventuell ein anderer Mann, nur eine Vermutung). Dann ist etwas schief
( Streit ) gelaufen, aber dann passen die Fesselwerkzeuge und das Messer nicht. Wer nimmt sowas mit, wenn er eigentlich nicht mit so einem Ausgang rechnet. Es kann natürlich sein, dass es vom Täter geplant war und Frau Graf damit nicht gerechnet hat. Da gegen spricht, dass sie eigentlich das Mittessen vorbereiten will. Da verabredet man sich ja eigentlich nicht.

Möglich, dass sie zuhause schon überwältigt wurde und es dort zu einem Überfall kam. Sie kommt nach Hause und überrascht einen Einbrecher. Dann wäre es aber eine Frage, warum das Rad im Wald gefunden wurde.

Für mich wirkt es wie eine geplante Tat aus. Klebeband, Messer, Kabelbinder. Ein Auto wo man Fahrrad und die Leiche unauffällig transportieren kann. Der Täter muss sich in der Gegend auskennen. Warum wurden ihr die Augen verklebt, hätte sie den Täter erkannt, ohne das verkleben? Einem unbekannten Täter wäre es ja egal gewesen, ob sie ihn sieht oder nicht.

Aber die Möglichkeit wurden hier bestimmt schon 100 mal diskutiert. Ich entschuldige mich, wenn es so ist.


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Der Fall Nelli Graf

30.05.2026 um 22:55
Für mich ist der mittlerweile rechtskräftig verurteilte Täter im Mordfall Marion S. weiterhin ein Kandidat. Beide Leichenablageorte befinden sich in kleinen Waldstücken jeweils rund einen Kilometer vom damaligen Wohnort des Straftäters entfernt. Die Bauerschaft Kölkebeck liegt in einer spärlich besiedelten Gegend. Der befreundete Eigentümer eines Nachbarhofes fand seinerzeit Nelli's sterbliche Überreste.

Aufgrund seines höher als vermuteten Alters fiel der später Verurteilte durch die gängigen Fahndungsraster.


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Der Fall Nelli Graf

30.05.2026 um 23:55
Zitat von abberlineabberline schrieb:Handydaten, Festnetz, auf Arbeit, bei Freunden, online - irgendwo muss man einen ominösen Bekannten, für den man alles stehen und liegen lässt, ja mal kennenlernen und besagter Bekannter muss ja auch zu einem Treffpunkt.
Irgendwas passt da nicht.
Ja. Und dann mit SC Halle Sportjacke, leicht angeschwitzt auf dem Radl zum Date. Wenn die Zigaretten zu Hause gefunden worden hat sumie diese nicht mit zum Treffen genommen.
Zitat von Jillen04Jillen04 schrieb:Für mich wirkt es wie eine geplante Tat aus. Klebeband, Messer, Kabelbinder. Ein Auto wo man Fahrrad und die Leiche unauffällig transportieren kann. Der Täter muss sich in der Gegend auskennen. Warum wurden ihr die Augen verklebt, hätte sie den Täter erkannt, ohne das verkleben? Einem unbekannten Täter wäre es ja egal gewesen, ob sie ihn sieht oder nicht.
Wenn man das wüsste, ewig der Fall gelöst- Also fast.
Und dann die Reinigungsgegenstände am Tatort, wo hatte er die denn her, auch dabei?
Vielleicht war der Kontakt über die Reinigung Firma beim Lidl


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31.05.2026 um 00:35
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:Für mich ist der mittlerweile rechtskräftig verurteilte Täter im Mordfall Marion S. weiterhin ein Kandidat. Beide Leichenablageorte befinden sich in kleinen Waldstücken jeweils rund einen Kilometer vom damaligen Wohnort des Straftäters entfernt. Die Bauerschaft Kölkebeck liegt in einer spärlich besiedelten Gegend. Der befreundete Eigentümer eines Nachbarhofes fand seinerzeit Nelli's sterbliche Überreste.
Es wurde hier viel darüber diskutiert, wie man am helligten Tage jemanden überfallen kann, ohne dass dies auffällt.

Wenn man aber da in der Hachhowe vor Ort war, insbesondere von der Teutoburger Straße kommend, versteht man sofort, dass sich jemand mit bösen Absichten keinen besseren Ort für sowas wünschen könnte. Die Einfahrt sieht aus wie ein unscheinbarer Feldweg und wir sind erstmal daran vorbeigefahren, obwohl wir vorher nachgeschaut hatten, wo die Hachhowe liegt. Wenn man dann aber hineinfährt, merkt man nach wenigen Metern, dass man da auch problemlos und komfortabel mit einem Lieferwagen heranfahren könnte, ohne dass man gesehen wird; der Schotterweg ist gut ausgebaut. Im Wald selber ist es dann verwinkelt und einsam, selbst wenn da ab und zu Spaziergänger vorbeikommen sollten.

Daher gehen wir auch zu 100% davon aus, dass der Täter Ortskenntnis hatte.


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31.05.2026 um 09:58
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:Für mich ist der mittlerweile rechtskräftig verurteilte Täter im Mordfall Marion S. weiterhin ein Kandidat.
ja, die Parallelen sind schon frappierend. Nur wird den Ermittlern das auch bewusst sein. Und da man DNA des Täters gefunden hatte, wäre es ja Standard, diese mit der des S. zu vergleichen. Kann mir nicht vorstellen, dass man daran nicht denkt?!


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Der Fall Nelli Graf

31.05.2026 um 13:39
Beide Standorte. Die Raucherbank als auch der Abladeort sind lt Usern hier im Forum nicht leicht zu finden.
Das weißt schon auf gewisse Planungssicherheit zurück- also mindest der Gedanke, wenn „ich mal jemand umbringe“ dann lege ich ihn hier und da ab.

Für mich ist die Verbringung in einem Firmenwagen a la Sprinter erfolgt, alle Utensilien kabelbinder, Reinigungssachen waren Praktischerweise schon oder immer parat.

Also eher unauffällig da solche Sprinter üblicherweise rumfahren.

Motiv? Yo keine Ahnung. Es gibt keinen Grund Frau Graf umzubringen. Und dann in so brutaler Weise - passt nicht zum Lebensstil einer Frau die im Supermarkt an der Kasse Arbeitet. So eine Hinrichtung


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Der Fall Nelli Graf

31.05.2026 um 23:44
Zitat von fortylicksfortylicks schrieb:Und da man DNA des Täters gefunden hatte, wäre es ja Standard, diese mit der des S. zu vergleichen.
1) Wir wissen nicht, ob die Ermittlungsbehörden an diesem Thema aktuell dran sind. Ein DNA-Treffer allein reicht nicht aus, es wären weitere Ermittlungen notwendig. Vielleicht laufen gerade solche Ermittlungen. Eine Pflicht zur regelmäßigen Information der Bevölkerung besteht nicht.
2) Ich konnte keine konkreten Informationen über die Qualität der DNA-Spuren finden. Sind diese automatisiert auswertbar und wie sicher stammen sie wirklich vom Täter?
3) Ein Abgleich sollte Standard sein, aber es gibt auch "Ermittlungspannen". Die DNA-Spuren vom Fall Nelli wurden mit einiger Sicherheit mit dem damaligen Stand der DNA-Straftäter-Datenbanken verglichen - und sinnigerweise mit den Proben der Massentests. Aber erfolgt auch ein regelmäßiger (ggf. automatisierter) Abgleich mit Neuzugängen in den Straftäter-Datenbanken? Ein solcher Neuzugang wäre ja der Verurteilte im Mordfall Marion.


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Der Fall Nelli Graf

01.06.2026 um 13:07
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Motiv? Yo keine Ahnung. Es gibt keinen Grund Frau Graf umzubringen. Und dann in so brutaler Weise - passt nicht zum Lebensstil einer Frau die im Supermarkt an der Kasse Arbeitet. So eine Hinrichtung
Ich denke da tatsächlich an Mordlust. Ich weiß es nicht, für weiteres fehlt mir die Fantasie. Er wird halt mal gemerkt haben, dass sie relativ feste Bewegungsabläufe hat - ich habe auch Leute, die täglich mit ihren Hunden ungefähr zur selben Zeit bei mir vorbeikommen. Vielleicht war er auch noch Kunde bei LIDL und wusste daher, ob es ein Frühschicht- oder Spätschichttag war.

Das mit der Bewegung kann ich verstehen, bin auch in dem Alter und irgendwie bekommt man davon zu wenig, der Arzt predigt immer, dass man genau in dem Jahrzehnt durch Lebensstil die Weichen für die Zukunft stellt. Wenn ich einen langen Arbeitstag habe, steige ich mitunter auch in einen anderen Bus als ich müsste, um mich zu zwingen, noch zwei Kilometer heimzulaufen, dabei ist der Weg auch nicht besonders idyllisch, es geht mir mehr um die Bewegung, nicht um schöne Aussicht. Sollte ich je verschleppt werden, könnte das auch zu großen Spekulationen führen, warum ich ins Nachbardorf fuhr, wenn doch mein eigener Bus nur 10 Minuten später kam und mich viel näher heimgefahren hätte. Ich weiß, dass das einige Leute so machen.


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Der Fall Nelli Graf

01.06.2026 um 14:49
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Sollte ich je verschleppt werden, könnte das auch zu großen Spekulationen führen, warum ich ins Nachbardorf fuhr, wenn doch mein eigener Bus nur 10 Minuten später kam und mich viel näher heimgefahren hätte. Ich weiß, dass das einige Leute so machen.
Praktisch jeder mordfall hier hat Besonderheiten die nicht erklärbar sind, die nicht logisch sind.
Ich habe tatsächlich früher auf dem Heimweg den Bus in den andern Ort genommen weil der deutlich früher kam und bin durch den Wald nach hause gelaufen - bei schönem Wetter, drei Kilometer ok. Aber hat mir gut getan und hatte keine Lust 20 min auf meinen Bus zu warten.

Aber ohne Schlüssel, Geldbeutel, Handy WISSENTLICH UND PLÖTZLICH DAS Haus verlassen; ist mir in meinem (Erwachsenen) Leben noch nicht passiert.

Ich sage mal so, dieses überstürzte aufbrechen; als wenn Sie was „verpassen“ würde (Termin/ Vereinbarung/ Absprache) ist seltsam. ebenso ihr Tod.

Warum musste Frau Graf sterben? Und warum augenscheinlich so grausam? Mit kabelbinder und Augen verbinden und son Kram


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04.06.2026 um 19:57
Zitat von fortylicksfortylicks schrieb am 31.05.2026:Und da man DNA des Täters gefunden hatte, wäre es ja Standard, diese mit der des S. zu vergleichen. Kann mir nicht vorstellen, dass man daran nicht denkt?!
Es ging um eine Serie Anfang der 90èr bis ins Jahr 2003. Da steckte das mit der DNA und Massen-DNA-Test noch in den Kinderschuhen.
Eine Ermittlerin sagte zu mir, es gibt die Möglichkeit bei einem Massen-DNA-Abgleich auf verwandtschaftliche Verhältnisse zu schließen.
In den genannten Fällen war dieses aber nicht möglich, da das Wissen und die Technik noch nicht so ausgearbeitet war.
Es wurden in Halle (aus der Erinnerung), alle Bewohner zwischen 18 und 60 Jahren zur Speichelabgabe aufgefordert.
Da hat man jetzt eine große Datenbank und selbst wenn der Täter keine Speichelprobe abgegeben hat, so wären eine hohe prozentuale Übereinstimmungen mit verwandtschaftliche Verhältnisse (theoretisch) erkennbar.
Ich meine bei nahen Verwandten wie Eltern, Kinder und Geschwister liegt die Übereinstimmung bei 50%. Bei Großeltern, Tanten und Onkel und Cousins 1 Grades zwischen 12,% und 25%.
Darüber hinaus sinkt die prozentuale Übereinstimmung.

Ich hatte davon noch nie was gehört gehabt, aber im Jahre 2012 wird dieses doch schon möglich gewesen sein.

Wenn dieses in Betracht gezogen wurde und es keinen Treffer gab, dann steht dieser äußerst brutal agierende Mörder, in keiner Datenbank und hat eventuelle auch keine verwandtschaftlichen Beziehungen nach Halle in Westfalen und den umliegenden Dörfern, was aufgrund der guten Ortskenntnis schwer im Einklang zu bringen ist, da der Fahrradfundort und noch mehr der Leichenablageort schon recht abgelegen erscheint.
Zitat von HeribertHeribert schrieb am 31.05.2026:Das weißt schon auf gewisse Planungssicherheit zurück- also mindest der Gedanke, wenn „ich mal jemand umbringe“ dann lege ich ihn hier und da ab.
Ich widerspreche nicht. Für mich war der gesamtheitlich komplexe Ablauf eingehalten worden. Die Frage, welche sich stellt ist: Richtete sich dieses gezielt gegen die Person Nelli Graf oder verwirklichte dieser Täter nur seine persönliche Phantasie mit dieser Vorgehensweise und Ablauf?

Sicher bin ich mir da nicht, aber ich tendiere zu einer persönlichen Tat gegen Nelli Graf, auch wenn es absolut keine Indizien gibt.
Wäre sie zum Beispiel auf dem Weg zur Frauenärztin vermisst worden, wäre der eingeschlagene Weg von Frau Graf nachvollziehbar gewesen,

Für mich ist der Hintergrund ihrer Fahrt Richtung Hachhowe unklar, sowie unerklärlich, warum sie alle persönlichen Gegenstände in ihrem Haus zurück ließ. Der Punkt ist für mich, es ist ein Freitag gegen 12 Uhr am Mittag. Das da eine Person, mit nicht erklärbaren Ziel und seltsamen Verhalten aufgrund ihrer zurückgelassenen persönlichen Gegenständen, sich in ein kleines Waldgebiet begibt und dort auf eine Person stößt, mit einem äußersten hohen Gewaltpotenzial und einer Tötungsabsicht, kann ich mir nicht ohne einen wie auch immer gearteten persönlichen Bezug vorstellen.

Dazu kommt noch der Leichenfundort.
Der oder die Täter nahmen sich für das Verbringen vom Fahrradfundort und die Durchführung der für mich unglaublich viele Handlungen gegen Frau Graf, viel Zeit.
Es war ja nicht nur ein Verbringen der Leiche in das kleine Wäldchen am Kölkenweg, sondern man fuhr bis zum äußersten Ende und von dort aus blieb man in Sichtweite der Zufahrt zum Maisfeld stehen und hat in meiner Rekonstruktion den Leichnam noch etwa 10 Meter parallel zu diesem wie auch immer zu der späteren Fundstelle verbracht und auch Zeit an der Fundstelle sich genommen.
Der Täter muss einen Bezug zum Wäldchen am Kölkenweg haben und diesen außergewöhnlich gut kennen.

Was mir diesbezüglich beim Schreiben auffiel:
Wo der Täter genau parkte ist ja nicht bekannt, angenommen wird, dass er die Zufahrt zum Maisfeld, welche kurz vorher am Tage noch vom Landwirt abgemäht wurde, nutzte.
Die Person(en) hätte keine Möglichkeit der Flucht gehabt, wenn da jemand warum auch immer vorbeigekommen wäre.
Es gab mindestens ein Zeuge, welcher bei Dunkelheit ein Fahrzeug ohne Licht aus dem Wäldchen hat kommen sehen und eine Person sah wohl einen Lichtschein im Bereich des späteren Fundortes. Der oder die Täter müssen sich ja sehr sicher gewesen sein, dort unbeobachtet zu bleiben, obwohl es im Umkreis Personen sich dort aufhielten.
Woher nahm man diese Sicherheit?


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Der Fall Nelli Graf

04.06.2026 um 21:25
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Es gab mindestens ein Zeuge, welcher bei Dunkelheit ein Fahrzeug ohne Licht aus dem Wäldchen hat kommen sehen und eine Person sah wohl einen Lichtschein im Bereich des späteren Fundortes. Der oder die Täter müssen sich ja sehr sicher gewesen sein, dort unbeobachtet zu bleiben, obwohl es im Umkreis Personen sich dort aufhielten.
Woher nahm man diese Sicherheit?
Ich sag mal so. Die 100-prozentige Sicherheit gibt es natürlich nicht. Aber es gibt Waldstücke oder welchen, die man kennt. Aus der Kindheit. Aus der Jugend. Wo man weiß. Da kommt keiner. Also von 100 mal ist da 95 mal niemand zu sehen. Und nachts. Annähernd zu 100 %. Dass da sich niemand hin verirrt. Geschweige denn freiwillig in irgendein dunkles Wäldchen möchte. Selbst ich als Mann meide dunkle Wälder. Also abends. Nachts. Null Interesse. Auf irgendwelche Tiere zerstoßen. Oder sonst irgendwas hab da im Wald auch nichts verloren.

Was interessant ist auf meine regelmäßigen Jogging Strecke, die auch durch teilweise Wald führt, sehe ich tatsächlich immer Menschen. Jogger. Frauen mit Hund. Spaziergänge. Pärchen. E Scooter Fahrer. Man glaubt es nicht, aber, dass ich tatsächlich mal tagsüber allein auf dieser Jogging Runde war, das gibt es nicht. Also kein guter Weg, um irgendetwas zu verstecken. Geschweige denn einen Menschen.

Gerade der Ablageplatz. Das war ein Insider. Ich denke ich würde den selbst mit Landkarte nur schwer finden.

Jetzt ist die Frage, wer kennt sich da gut aus und warum.

Andererseits wurde Frau Graf auch gefunden. Durch einen Spaziergänger mit Hund, wenn ich mich richtig erinnere? Oder Pilze 🍄‍🟫 Sammler. Also, dass da gar niemand hinkommt. Ist sicher auch nicht der Fall.

Selbst Frauke, Liebs hatte man gefunden. An einem Ort, wo ich sagen würde. Da findet sie niemand mehr.


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04.06.2026 um 21:26
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Für mich ist der Hintergrund ihrer Fahrt Richtung Hachhowe unklar, sowie unerklärlich, warum sie alle persönlichen Gegenstände in ihrem Haus zurück ließ. Der Punkt ist für mich, es ist ein Freitag gegen 12 Uhr am Mittag. Das da eine Person, mit nicht erklärbaren Ziel und seltsamen Verhalten aufgrund ihrer zurückgelassenen persönlichen Gegenständen, sich in ein kleines Waldgebiet begibt
Das ist denke ich das große Rätsel in diesem Fall. Warum und aus welchem Anlass aus welchem Zweck? Mit welchem Hintergedanke heraus verlässt sie augenscheinlich so plötzlich das Haus.


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Der Fall Nelli Graf

04.06.2026 um 22:06
Es muss irgendeine Kommunikation stattgefunden haben, die sie zum überstürzten Aufbruch zwang. Eventuell wurde ein Zettel deponiert, den sie zum Tatort mitnahm. Dann müsste jemand vorher am Haus gewesen sein.


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Der Fall Nelli Graf

04.06.2026 um 22:18
Zitat von HeribertHeribert schrieb:Das ist denke ich das große Rätsel in diesem Fall. Warum und aus welchem Anlass aus welchem Zweck? Mit welchem Hintergedanke heraus verlässt sie augenscheinlich so plötzlich das Haus.
Ich habe nach den vielen zurückliegenden Jahren keine Antwort für mich gefunden.
Frau Graf war ja organisiert, hatte Mann und 3 Kinder, war im Chor aktiv und führte zuverlässig ihren Abrufjob bei Lidl aus.
Was ich in den zurückliegenden Jahren über Frau Graf in Erfahrung gebracht habe ist, dass sie eine Frau war, welche auf ihr Äußeres bedacht war und akkurat bekleidet das Haus verließ. Es ist sogar eigentlich untypisch anzusehen, dass sie sich mit dieser Vereinsjacke des Sohnes bekleidet auf ihr Fahrrad setzte.
Das merkwürdige ist, es gibt nichts, was dieses erklärt.
Kein Anruf, keine SMS, keine Auffälligkeiten bei den überprüften Provider-Daten, nichts!

Fällt mir gerade so ein, der Täter stach auch noch auf das Vorderrad des Fahrrades ein.
Ob in einer persönlichen Bekanntschaft mit Frau Graf oder nicht, was muss diese Person für ein kranker Mensch gewesen sein.
Bis heute habe ich keinen zweiten Fall in Erfahrung gebracht, wo ein Täter so viele Handlungen ausführte.

Noch heute bin ich von der unerklärlichen Brutalität des Täters gegenüber Nelli Graf emotional ergriffen.
Zitat von Felix80Felix80 schrieb:Es muss irgendeine Kommunikation stattgefunden haben, die sie zum überstürzten Aufbruch zwang. Eventuell wurde ein Zettel deponiert, den sie zum Tatort mitnahm. Dann müsste jemand vorher am Haus gewesen sein.
Was soll da drauf gestanden haben?
Diese Überlegungen hatten wir alle schon gehabt.

Ich sage das Mal überspitzt.
So wie Frau Graf das Haus verlassen hat, würde ich auf die Straße rennen, wenn das Haus brennt und ich für nichts mehr Zeit habe und mir vielleicht noch griffbereit noch etwas überziehen (Vereinsjacke) kann.

@Felix80
Ich schreibe Mal ein Beispiel. Der Sohn ist schwer verletzt.
Wer auch immer das geschrieben hat. Dann vergisst man vielleicht das ein oder andere, aber niemals alles nicht mitzunehmen.
In so einem Fall würde man vielleicht Sachen für den Sohn einpacken. Kleidung oder seine Krankenkassenkarte.

Ein bisschen kommt es mir so vor, als hätte Frau Graf für nichts mehr Zeit gehabt. Was dieser ausschlaggebende Grund sein kann, weiß ich nicht!


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Der Fall Nelli Graf

04.06.2026 um 22:27
Die am Klebeband gefundene DNA war ja weiblich. Das gibt mir bis heute zu denken…


Außerdem ist doch immer vermutet worden, dass sie die Vereinsjacke zum Rauchen trug. Zu Hause rauchte sie nicht, sie fuhr stattdessen dazu in die Hachowe.


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