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Der Fall Nelli Graf

18.992 Beiträge, Schlüsselwörter: Halle, Nelli Graf, Bauerhof Der Alten Dame

Der Fall Nelli Graf

11.06.2019 um 19:48
Saloum schrieb am 04.06.2019:Und als P.S. quasi: was ich mit Bedrohung am oder im Haus gegen NG sah, betraf das subtile Gefügigmachen des Opfers. Salopp ausgedrückt: ach Du Schei.., jetzt taucht der Typ hier auf!! Ich fahr los, eine rauchen, bis dahin ist er weg ...
Das bringt ich auf einen anderen Gedanken:
N.G. ist gerade zuhause angekommen, will das Essen vorbereiten. Dann sieht sie vielleicht durch ein Fenster, dass jemand, mit dem sie nicht aufeinandertreffen möchte, vor der Haustür steht, oder vielleicht hat derjenige auch geklingelt. Oder sie sah ihn in der Ferne kommen. Sie bekommt Panik und denkt: nur weg hier.. Da vorneherum nicht geht, verlässt sie das Haus in Panik durch die Kellertür, schnappt sich das Fahrrad dort nebst Jacke des Sohnes und fährt schnell weg.
So würde sich zumindest erklären, dass sie das Haus ohne Schlüssel verlassen hat. Portemonaie, Handy, alles kann man vergesssen, aber doch nicht den Haustürschlüssel. Das macht nur Sinn, wenn man das Haus nicht vorneherum verlässt.

Ich kenne die Gegebenheiten am Haus und Grundstück nicht. Oft führt ja ein Weg von einer hinteren Terasse auch ums Haus rum, oder zu einem hinteren Ausgang. Derjenige könnte sie dann tatsächlich noch bemerkt haben und ihr gefolgt sein, auch unauffällig.


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Der Fall Nelli Graf

11.06.2019 um 19:58
AveMaria schrieb:Ich kenne die Gegebenheiten am Haus und Grundstück nicht. Oft führt ja ein Weg von einer hinteren Terasse auch ums Haus rum, oder zu einem hinteren Ausgang. Derjenige könnte sie dann tatsächlich noch bemerkt haben und ihr gefolgt sein, auch unauffällig.
Nach meinem Kenntnisstand befanden sich alle Eingänge, Garage, Keller und Wohnungstür seitlich.
AveMaria schrieb:N.G. ist gerade zuhause angekommen, will das Essen vorbereiten. Dann sieht sie vielleicht durch ein Fenster, dass jemand, mit dem sie nicht aufeinandertreffen möchte, vor der Haustür steht, oder vielleicht hat derjenige auch geklingelt. Oder sie sah ihn in der Ferne kommen. Sie bekommt Panik und denkt: nur weg hier..
Das ist ja für mich, die absolut unwahrscheinlichste Möglichkeit.
Alleine schon aus dem Grunde, dass die wichtige und glaubwürdige Zeugin im Bereich Pestalozzistraße keinen gesehen hat, welcher Nelli Graf verfolgte.
Zudem, woher sollte ein "Verfolger" wissen, dass sie Richtung Hachhowe fährt?
Aber auch sonst, da "rettet" man sich zum Nachbarn, in belebtes Gebiet, aber kaum in einen Wald und dort findet dann der "Verfolger" sie auch noch?
Selbst wenn, dann wäre sie aufgrund einer Affekttat dort doch aufgefunden worden und nicht verschleppt, geknebelt, fixiert und sonst was noch und auch noch vergraben worden.

Das passt für mich einfach nicht zusammen.


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Der Fall Nelli Graf

11.06.2019 um 20:47
Heribert schrieb am 01.06.2019:Spannend wäre zu wissen, welche Punkte Tatrelevanz haben (aus Sicht der Ermittler) und welche vollkommen belanglos sind. Z.b. könnte das „mit der Jacke“ vollkommen belanglos sein, dafür das hastige Aufbrechen (etwas vergessen, ala oh mein Jour-fix Termin...,) von größter Wichtigkeit sein.
Jacke, Fahrrad hin oder her. Wo wollte sie hin, wo ist NG wirklich angekommen.
Freiwilliges einsteigen bei wem (da Situation erstmal unkritisch) oder gewaltsames mitnehmen etc.
Wenn wir das wüssten.
Sie wird gesehen, wie sie in Richtung der Hachhowe fuhr und in dieser wird auch ihr Fahrrad gefunden.
Was soll man vergessen haben?
Was soll das für ein Termin/Verabredung gewesen sein, wo es keine ungewöhnlichen Telefonkontakte gab?

Was mich so wundert ist, dass rein gar nichts mitgenommen wurde.
Aus der Gewohnheit heraus, nimmt man zum Beispiel das Handy oder den Schlüssel mit, ohne groß darüber nachzudenken.

Du schreibst auch freiwilliges einsteigen oder gewaltsames mitnehmen.
Mich stört dabei die Örtlichkeit (Hachhowe).
Da fährt man nicht einfach mal so hinein. Da ist es eher ungewöhnlich, dass in Auto vorbei kommt.
Grundsätzlich würde ich diese Örtlichkeit als ungewöhnlich bezeichnen, dass dort Autos durchfahren, wenn sie nicht Anwohner, Lieferanten oder Bewirtschafter sind.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass selbst wenn sie dort an der Parkbank verabredet gewesen war, dass der andere dorthin mit einem Fahrzeug vorfährt.

Auch der Fundort ist ähnlich ungewöhnlich dort diesen zu befahren, außer man ist Landwirt, Bauer, Förster oder Erntehelfer.
Diese wurden von der Kripo überprüft und ich denke gar nicht an diese Personengruppe als mögliche Täter, sondern frage mich, wie wurde sie aus der Hachhowe verbracht und zu diesem "ungewöhnlichen" Ort mit einem Fahrzeug hingefahren?

Man suchte ja einen VW-Passat aufgrund von Faserspuren.
Das ist so ein Fahrzeug, wo ich sagen würde, dass passt nicht in meiner Theorie.

Alleine schon in der Hachhowe, nehmen wir mal an, so ein Fahrzeug steht im Bereich der Parkbank, dass würde auffallen.
Da könnten sich Spaziergänger oder andere sofort sich dran erinnern.

Ich kenne Halle oder OWL überhaupt nicht. Ich käme auch nie auf die Idee, dann diesen Leichenfundort aufzusuchen, hineinzufahren, denn ich würde mich ja gar nicht auskennen und wissen, wo es eine Möglichkeit gebe, sie zu vergraben und dieses auch noch ungesehen und schon gar nicht in der Nacht.

Wiederum komisch ist, dass diverse Aktivitäten dort vorgenommen wurden.
Am Nachmittag ihres Verschwindens mähte ausgerechnet dort zum Maisfeld hin, jemand den Grünstreifen ab und einen Tag später mähte der Landwirt das Maisfeld ab.
Zudem gab es um diesen Tag vor und nachher Erntehelfer, welche dort im Einsatz waren und es geisterten noch andere dort herum, welche um diesen Zeitpunkt Licht in diesem Bereich gesehen haben und ein Fahrzeug, welches aus diesem Bereich ohne Licht fuhr.

Würde ich mich dort auskennen, die Gewohnheiten kennen, wäre das ein Ort, welchen ich als Täter niemals aufsuchen würde.
Wäre ich fremd, würde ich das auch nicht tun, weil ich die Örtlichkeit gar nicht kenne.
Da würde ich aus Täterssicht niemals kreuz und quer und über Ecken durch ein Wäldchen fahren und sie auch noch zeitintensiv dort vergraben.


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Der Fall Nelli Graf

11.06.2019 um 22:01
Sven1213 schrieb:Da würde ich aus Täterssicht niemals kreuz und quer und über Ecken durch ein Wäldchen fahren und sie auch noch zeitintensiv dort vergraben.
Hätte der Täter gewusst, dass das Maisfeld in Kürze geerntet wird, hätte er den Ablageort da niemals gewählt. Jeder „Insider“ im Bereich Landwirtschaft weiß wann bzw. In welchem Monat gemäht wird.

Normalerweise will der Täter eine Leiche doch loswerden. Und das schnellstmöglich. Also für mein Verständnis. Und fährt sie nicht nach Kilometerweise durch die Walachei.

Auch wenn ich mich wiederhole, das Versteck ist und bleibt gar nicht gut.

Das NG erst relativ spät gefunden wurde - Zufall. Und Jahreszeit/Witterung. Hunde werden doch aufmerksam auf sowas.

Anscheinend war für den Täter das Versteck gut genug, oder gerade ausreichend.

Doch diese ganzen Entfernungen/Radius ergeben für mich keinen plausiblen Sinn.

Irgendwas hat es mit Halle zu tun.
-Verschleppung Ort
-Wohnort des Opfers
-Letzte Sichtung
-Jacke des Halle Sportverein am Opfer

Was meint ihr, hatte sie die Jacke an und es sind zum Beispiel Einstich Wunden an der Jacke zu sehen?

Oder ist sie Jacke ein Ablenkungsmanöver...


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Der Fall Nelli Graf

11.06.2019 um 22:18
Ebenso wenig verstehe ich, warum das Fahrrad versteckt worden ist.

Sie wäre so oder so ob mit Fahrrad, oder ohne Fahrrad, von ihrer Familie spätestens abends dringendst gesucht worden. Geht aus den Berichten hervor, zuverlässig familienfreundlich etc.

Der Tochter war sofort klar, dass irgendetwas passiert sein müsse.Und Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Polizei informieren etc.

Das versteckte Fahrrad ist doch nur ein Nebenschauplatz. Ebenso nicht wirklich wichtig.
Für mich müssen es mindestens zwei Täter gewesen sein, eine welche auf das Opfer aufpasst ein anderer der das Fahrrad 40 m in den Wald verbringt.
Ansonsten wäre ja eine große Fluchtgefahr.


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12.06.2019 um 10:15
AveMaria schrieb:Oder sie sah ihn in der Ferne kommen. Sie bekommt Panik und denkt: nur weg hier.. Da vorneherum nicht geht, verlässt sie das Haus in Panik durch die Kellertür, schnappt sich das Fahrrad dort nebst Jacke des Sohnes und fährt schnell weg.
So würde sich zumindest erklären, dass sie das Haus ohne Schlüssel verlassen hat. Portemonaie, Handy, alles kann man vergesssen, aber doch nicht den Haustürschlüssel. Das macht nur Sinn, wenn man das Haus nicht vorneherum verlässt.
So ähnlich sind auch meine Gedanken. Allerdings gehe ich noch etwas weiter. Ich vermute, dass diese Person sie bedroht hat und NG auch ihre Kinder durch diese Person in Gefahr sah und dass sie deshalb das Haus überhastet verließ.

Das Szenario weiter ausgebaut, könnte zum Beispiel so sein, dass die bedrohlich wirkende Person am Haus bereits vorbei gegangen ist. NG befürchtet, dass er nach ihr suchen wird und will verhindern, dass am Zuhause ihrer Familie etwas geschieht, greift Jacke und Rad und fährt los. Sie will verhindern, mit dem späteren Täter gesehen zu werden (eine Begründung fällt mir erstmal nicht ein). Und fährt Richtung Hachhowe, dort weiß sie, dass ein Auto ihr nicht komplett folgen kann.

Weshalb ein Verfolger der Zeugin nicht aufgefallen ist, kann mit der ungewöhnlichen Kleidung von NG und dem schnellen Radeln begründet sein. Vielleicht war die Aufmerksamkeit der Augenzeugin komplett auf NG gerichtet, Autos sind am Künsebecker Weg zunächst nichts ungewöhnliches.
Sven1213 schrieb:Du schreibst auch freiwilliges einsteigen oder gewaltsames mitnehmen.
Mich stört dabei die Örtlichkeit (Hachhowe).
Da fährt man nicht einfach mal so hinein. Da ist es eher ungewöhnlich, dass in Auto vorbei kommt.
Grundsätzlich würde ich diese Örtlichkeit als ungewöhnlich bezeichnen, dass dort Autos durchfahren, wenn sie nicht Anwohner, Lieferanten oder Bewirtschafter sind.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass selbst wenn sie dort an der Parkbank verabredet gewesen war, dass der andere dorthin mit einem Fahrzeug vorfährt.
Ganz genau! Hätte in der Hachhowe jemand auf sie gewartet, dann hätte das Fahrzeug dort irgendwo sein müssen. Darum hatte ich immer überlegt, wo sonst die Überwältigung des Opfers stattgefunden haben könnte. Die Hachhowe mündet auf die Tatenhausener Straße, damals gab es weder A33 noch eine vorbereitende Baumaßnahme für die Autobahn. Die Tatenhausener Straße überquerend kommt man in das weitläufige Gebiet um Kölkebeck herum, ist also auf dem Weg Richtung Leichenfundort. An der Tatenhausener Straße wäre ein Fahrzeug nicht aufgefallen. Daher hatte ich seinerzeit die Idee, ob sie mit dem Fahrrad weiter in Richtung des späteren Leichenfundorts gelockt oder „getrieben“ wurde.
Heribert schrieb:Anscheinend war für den Täter das Versteck gut genug, oder gerade ausreichend.

Doch diese ganzen Entfernungen/Radius ergeben für mich keinen plausiblen Sinn.

Irgendwas hat es mit Halle zu tun.
-Verschleppung Ort
-Wohnort des Opfers
-Letzte Sichtung
-Jacke des Halle Sportverein am Opfer
Alles das sagt zumindest aus, dass der Täter Ortskenntnisse hatte. Ich bemühe nochmals Herrn Petermann, der es damit begründet, dass bekannte Orte den Stress während der Tat und dem Verbringen des Opfers reduzieren.

Und ich frage mich, ob das Fahrrad eventuell als Ablenkungsmanöver in der Hachhowe abgelegt wurde. Tatsächlich haben sich die ersten Ermittlungen voll auf dieses Gebiet konzentriert. Die Eigentümlichkeiten, die Anwohner in Kölkebeck rund um den Leichenfundort bemerkten, wurden nicht zeitnah beachtet und gemeldet. Es gab schließlich keinen Grund oder Bezug zu dem Verschwinden von NG. Damit hätte das Verstecken des Fahrrades ab vom Leichenablageort seinen Zweck erfüllt.
Heribert schrieb:Das versteckte Fahrrad ist doch nur ein Nebenschauplatz. Ebenso nicht wirklich wichtig.
Für mich müssen es mindestens zwei Täter gewesen sein, eine welche auf das Opfer aufpasst ein anderer der das Fahrrad 40 m in den Wald verbringt.
Ansonsten wäre ja eine große Fluchtgefahr.
Ich vermute, dass das Fahrrad nach der Tat, vielleicht in der Dunkelheit in den Wald getragen wurde. Und das ebenso begründet, dass ein Fahrzeug tagsüber an dieser Stelle ungewöhnlich gewesen wäre.

Daraus ergeben sich neue Fragen:

Wem sind die Gebiete in diesem Fall so vertraut, dass er sich selbst im Dunkeln in den Wäldern und dem Wegegewirr zurechtfindet?
Wie präzise war die Tat vorbereitet?


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Der Fall Nelli Graf

12.06.2019 um 10:42
Für das Zurechtfinden im Dunkeln gibt es Nachtsichtgeräte und Taschenlampen. Wer jemals eine Nachtwanderung gemacht hat, weiß auch, dass der Mond so hell leuchtet (und es war ja an diesen Oktobertagen bestes Wetter), dass man auch ohne technische Hilfsmittel sehr viel sieht. Insofern hilft Ortskenntnis, ist aber nicht zwingend erforderlich (jedenfalls nicht so, dass man einen Ort "wie seine Westentasche" kennt).

Trotzdem: ein fluchtartiges Verlassen des Hauses macht doch keinen Sinn, selbst wenn man jemanden sieht, von dem man sich verfolgt fühlt. Dann doch lieber im Haus bleiben und die Türen verriegeln, evtl. per Handy jemanden anrufen (Polizei, oder wenn das zu dramatisch erscheint eine Vertrauensperson). Wenn man erstmal außen ist, ist man demjenigen doch schutzlos ausgeliefert - und Anhaltspunkte dafür, dass derjenige bereits im Haus war, als sie zurückkam, gibt es nach Ausagen der Polizei nicht, auch hat niemand einen Verfolger wahrgenommen.


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12.06.2019 um 10:50
@orakel09
Diese Überlegungen hängen an den zurückgelassenen Gegenständen und der übergezogenen, aussortierten Jacke. Beweise oder Zeugen dafür gibt es nicht.

Meine These geht in die Richtung, dass man unter großem Stress impulsiv handelt und nicht überlegt. Also, die Flucht mit dem Rad antritt, obwohl es (aus heutiger Sicht) völlig unsinnig ist. Wie weit denkt man in einer bedrohlichen Situation?


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12.06.2019 um 11:26
Saloum schrieb:Das versteckte Fahrrad ist doch nur ein Nebenschauplatz. Ebenso nicht wirklich wichtig.
Für mich müssen es mindestens zwei Täter gewesen sein, eine welche auf das Opfer aufpasst ein anderer der das Fahrrad 40 m in den Wald verbringt.
Ansonsten wäre ja eine große Fluchtgefahr.
Ja, ich denke auch, dass es mindestens zwei wenn nicht noch mehr Täter waren. Ich vermute, dass Opfer und Täter einander in der Hachowe irgendwo begegnet sind, dass es zu einem Streit kam, bei dem das Fahrrad beschädigt wurde und dass Frau Graf dann eventuell aus heutiger Sicht den "Fehler" machte erkennen zu geben, dass ihr die Täter bzw. einer der Täter namentlich bekannt waren.

Ich könnte mir vorstellen, dass man sie dann verschleppte um zu überlegen, was weiter zu tun sei. Damit sie nicht noch weitere Personen erkennen sollte, hat man ihr vielleicht Augen, Ohren und Gesicht verklebt. Und irgendwann ist einer der Täter oder Helfer vielleicht auf die Idee gekommen, es wäre besser sie zu töten und ihren Körper zu verstecken.

Um das Fahrrad, dass man unmittelbar nach dem Zusammentreffen in der Hachhowe dort im Gebüsch des Waldes entsorgt hatte konnte man sich vielleicht dann nicht mehr kümmern, es blieb dort liegen wo man es in der Eile hingeworfen hatte.

Das wären aus heutiger Sicht der von mir angenommene Tatverlauf, die Täter waren Frau Graf zumindest vom Sehen bekannt, sie hätte sie später wiedererkennen können, wenn sie sie gesehen hätte. Eine Tötung war ursprünglich nicht geplant, daher das Verkleben des Gesichts.


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12.06.2019 um 11:34
Das mit den Reinigungsmitteln kann ich mir nicht erklären, da müsste man mehr drüber wissen. Vielleicht war das ein Streitpunkt im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Kassiererin gewesen, wie zB. er dachte, es wäre reduziert und musste an der Kasse feststellen, das dem nicht so war.

Das mit der Jacke überbewerte ich nicht oder würde es in die Richtung deuten, dass die Person im weitesten Sinne neurotisch ist oder in die Richtung neigt und es darum wichtig war, die Jacke nicht einfach hinzuschmeißen sondern eine gewisse Ordnung einzuhalten. Dass die Jacke überhaupt erst ausgezogen war, könnte daran gelegen haben, dass er sie am Arm/an der Jacke packte und sie versuchte zu entkommen, indem sie sich aus der Jacke rauswand.


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12.06.2019 um 11:48
Saloum schrieb:So ähnlich sind auch meine Gedanken. Allerdings gehe ich noch etwas weiter. Ich vermute, dass diese Person sie bedroht hat und NG auch ihre Kinder durch diese Person in Gefahr sah und dass sie deshalb das Haus überhastet verließ.
Was mich irritiert, NG war keine VIP, keine Großindustrielle, keine Prominente bei der wichtigste Information Bekannt waren oder sonstige große Transaktionen.

Ich Denke bei Lidl arbeitet es sich nicht aus Langeweile. Sondern weil das Geld dringend benötigt wird. Verständlich. Und Ehemann als Busfahrer ist jetzt auch kein Großverdiener.

Daher ist es für mich etwas persönliches. Das Motiv. In irgendeiner einer Art und Weise.
Vielleicht irgendetwas aus ihrer Vergangenheit. Stichwort Kasachstan.

Irgend wer in der Familie muss doch mitbekommen haben, wenn sie Feinde gehabt hatte?


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12.06.2019 um 11:51
Falls der Täter das Fahrrad wirklich später zu einem anderen Zeitpunkt dort im Wald abgelegt hat, dann ist er abgebrüht. Erfahren. Wer fährt mit Opfer, Fahrrad, im offenen Kofferraum am besten noch, durch die Walachei und wird von niemandem entdeckt oder fällt nirgendwo auf?

Das gibt es doch nicht.


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12.06.2019 um 14:36
Heribert schrieb:Daher ist es für mich etwas persönliches. Das Motiv. In irgendeiner einer Art und Weise.
Ein Geheimnis oder eine potentielle Bedrohung einzugrenzen, ist in diesem Fall, wo wenig bekannt ist, schwierig. Es gibt Menschen, die sehr manipulierend sind, einschüchtern, drohen und Angst machen, weil es ihnen gefällt. Da braucht das Gegenüber nichts getan zu haben, als zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass sie zufällig Zeuge einer Situation wurde, die für den späteren Täter prekär war. Er schüchtert sie darum bei jeder Gelegenheit ein, lauert ihr manchmal auf, manipuliert sie so. Es braucht weder Vermögen noch Staatsgeheimnisse, manipuliert werden kann fast jeder auf emotionaler oder moralischer Ebene.

Ich würde die Begegnung mit einem solchen Menschen vermeiden wollen und das erst recht in meinem Zuhause.


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12.06.2019 um 14:40
Heribert schrieb:Falls der Täter das Fahrrad wirklich später zu einem anderen Zeitpunkt dort im Wald abgelegt hat, dann ist er abgebrüht. Erfahren. Wer fährt mit Opfer, Fahrrad, im offenen Kofferraum am besten noch, durch die Walachei und wird von niemandem entdeckt oder fällt nirgendwo auf?

Das gibt es doch nicht.
Wir wissen es eben nicht. Wenn er das Fahrrad später abgelegt haben sollte, vermute ich, dass das nach dem Verscharren des Opfers war.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er NG in der Hachhowe überwältigt hat, das Fahrzeug samt Opfer dort für die Zeit zurück lässt, in der er das Fahrrad in den Wald trägt. Daher rührt der Gedanke, dass er es mittags notdürftig versteckt und nachts in den Wald getragen hat.


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12.06.2019 um 14:48
marlonc schrieb:Das mit den Reinigungsmitteln kann ich mir nicht erklären, da müsste man mehr drüber wissen. Vielleicht war das ein Streitpunkt im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Kassiererin gewesen, wie zB. er dachte, es wäre reduziert und musste an der Kasse feststellen, das dem nicht so war.
In dem Artikel wird von Reinigungsgegenständen berichtet.

Ich glaube eher, dass der Täter diese Gegenstände benötigte, um seine Phantasien einer Tat zu erfüllen. Welcher Art Täterphantasien sind, da bleibt nur die Spekulation. Aber ich glaube, dass diese Gegenstände eine Bedeutung haben. Warum er diese beim Leichnam zurückließ? Vielleicht glaubt er, dass ihm ohnehin niemals jemand auf die Schliche kommt, oder er wollte sie einfach nur los werden.


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12.06.2019 um 19:12
Saloum schrieb:Weshalb ein Verfolger der Zeugin nicht aufgefallen ist, kann mit der ungewöhnlichen Kleidung von NG und dem schnellen Radeln begründet sein. Vielleicht war die Aufmerksamkeit der Augenzeugin komplett auf NG gerichtet, Autos sind am Künsebecker Weg zunächst nichts ungewöhnliches.
Ja, das sehe ich auch so. Jemand, der in der Öffentlichkeit eine andere Person verfolgt, wird tunlichst dafür sorgen, dass er nicht auffällt und eine günstige Gelegenheit abpassen.
Saloum schrieb:Meine These geht in die Richtung, dass man unter großem Stress impulsiv handelt und nicht überlegt. Also, die Flucht mit dem Rad antritt, obwohl es (aus heutiger Sicht) völlig unsinnig ist. Wie weit denkt man in einer bedrohlichen Situation?
Genau, es gibt nur drei impulsive Reaktionen bei Bedrohung: Flucht, Angriff oder Erstarren. Sie hat eben möglicherweise in Panik die Flucht ergriffen. Angesichts der Tatsache, dass ja der ältere Sohn auch hätte jederzeit zurückkommen können, vielleicht auch einzigst mit dem Ziel, den Schauplatz einer Auseinandersetzung woandershin zu verlegen. Dass sie in Lebensgefahr schwebte, war ihr da vielleicht noch gar nicht wirklich klar.


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12.06.2019 um 21:39
orakel09 schrieb:Trotzdem: ein fluchtartiges Verlassen des Hauses macht doch keinen Sinn, selbst wenn man jemanden sieht, von dem man sich verfolgt fühlt. Dann doch lieber im Haus bleiben und die Türen verriegeln, evtl. per Handy jemanden anrufen (Polizei, oder wenn das zu dramatisch erscheint eine Vertrauensperson). Wenn man erstmal außen ist, ist man demjenigen doch schutzlos ausgeliefert - und Anhaltspunkte dafür, dass derjenige bereits im Haus war, als sie zurückkam, gibt es nach Ausagen der Polizei nicht, auch hat niemand einen Verfolger wahrgenommen.
Vielen Dank.
Aber es müssen das was du schreibst noch hunderte schreiben, dass manche es verstehen.
Heribert schrieb:Hätte der Täter gewusst, dass das Maisfeld in Kürze geerntet wird, hätte er den Ablageort da niemals gewählt. Jeder „Insider“ im Bereich Landwirtschaft weiß wann bzw. In welchem Monat gemäht wird.
Hinter meinem Haus stand in den ersten Jahren ein Maisfeld und obwohl ich kein Botaniker bin, dass wurde immer im Oktober abgemäht.
Heribert schrieb:Was meint ihr, hatte sie die Jacke an und es sind zum Beispiel Einstich Wunden an der Jacke zu sehen?

Oder ist sie Jacke ein Ablenkungsmanöver...
Das mein lieber ist viel zu spekulativ. Das kann keiner wissen.
Heribert schrieb:Ebenso wenig verstehe ich, warum das Fahrrad versteckt worden ist.
Da bin ich wieder ganz bei dir.
Warum überhaupt?
Nehmen wir mal an, dass Fahrrad liegt einfach auf dem Waldweg in der Nähe der Parkbank.
Nelli Graf wurde so oder so sofort vermisst und gesucht, selbst wenn jemand des Fahrrad gefunden hätte, noch besser einer aus ihrer Familie, so hätte das doch nichts über den Ort ausgesagt, wo sie vergraben wurde und es kann auch sonst keine Verbindung von der Hachhowe zum Täter gezogen werden.
Vordergründig ihre Cousine konnte mit der Örtlichkeit etwas anfangen und wandte sich umgehend an die Polizei, was auch zu nichts führte.

Es gibt einfach keine männliche Person, welche aufgrund des Fahrrades oder der Hachhowe ins Visier der Ermittler geriet, daher frage ich mich, warum dem Täter es wichtig war, dass es zeitnah dort nicht gefunden werden sollte?
Heribert schrieb:Für mich müssen es mindestens zwei Täter gewesen sein, eine welche auf das Opfer aufpasst ein anderer der das Fahrrad 40 m in den Wald verbringt.
Ansonsten wäre ja eine große Fluchtgefahr.
Sehe ich absolut genau so.

Da waren schon bei der "Überwältigung" mindestens 2 Personen zu gegen.


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12.06.2019 um 21:57
Sven1213 schrieb:Vielen Dank.
Aber es müssen das was du schreibst noch hunderte schreiben, dass manche es verstehen.
Aus Deiner Sicht akzeptabel, ich bin selbst Opfer eines Psychopathen geworden und habe alles getan, um zu verhindern, dass er in meinem Wohnumfeld ausflippt. Und ich wäre abgehauen, um mir die Show zuhause zu ersparen. Habe ich mehr als einmal gemacht. Aber das muss nicht jeder verstehen können.

Und zum Fahrrad: es macht für Außenstehende keinen Sinn, für den Täter mag es einen Sinn gemacht haben. Dass niemand gefunden wurde, der zu dem Fahrradfund in Bezug gebracht wurde, zeigt, wie sicher er in seiner Wahl war.


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12.06.2019 um 22:05
Saloum schrieb:Aus Deiner Sicht akzeptabel, ich bin selbst Opfer eines Psychopathen geworden und habe alles getan, um zu verhindern, dass er in meinem Wohnumfeld ausflippt. Und ich wäre abgehauen, um mir die Show zuhause zu ersparen. Habe ich mehr als einmal gemacht. Aber das muss nicht jeder verstehen können.
Das ist der Fehler meine liebe. Man darf eigenes Erlebte nicht in den Fall mit einbringen.
Die Fakten im Fall Graf sprechen ganz klar eine andere Sprache und was dir auch alles schlechte passiert ist, darf man nicht auf diesem Fall übertragen, denn es gibt keine Anhaltspunkte dafür.


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